Januar 8th, 2010 — 9:33pm
Eine aktuelle Untersuchung hat die Daten früherer Studien über die Mathekenntnisse von Schülern neu ausgewertet und zeigt, dass Mädchen Mathe genauso gut liegt wie Jungs. Allerdings glauben das Viele nicht. Auch Mädchen selber trauen sich in dem Fach weniger zu und geben sich weniger Mühe. Ich habe eine Pressemitteilung vom 5. Januar übersetzt, in der die Autorinnen fordern, Mädchen müssten mehr positive Rollenmodelle haben:
Mädchen sind in Mathe nicht schlechter als Jungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse internationaler Forschungsstudien über Schüler aus allen Teilen der Welt. Allerdings trauen sich Jungen in Mathe mehr zu, und Mädchen aus Ländern mit einer stärkeren Gleichstellung der Geschlechter schneiden in Mathematiktests besser ab.
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Comment » | Kinder & Jugendliche, Mensch & Gruppe
Dezember 12th, 2009 — 6:39pm
Im Laufe seiner Karriere verwandelte Roberto Baggio zwei Elfmeter mit „Doppelbande“ (Latte, rückwärts an den Keeper, ins Tor). Eine neue Studie zeigt nun, dass es auch simpler geht und ganz ohne Torwart. Man(n) darf nur keine Angst haben. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher aus dem Mutterland des Fußballs übersetzt, in der so etwas wie Hoffnung mitschwingt:
Eine neue Studie könnte eine Erklärung liefern, warum die englische Nationalmannschaft beim Elfmeterschießen immer verliert – und könnte dem Team helfen, dass Problem noch rechtzeitig zum Worldcup 2010 anzupacken. Die Untersuchung von Forschern der University of Exeter in England hat zum ersten Mal die Auswirkungen von Furcht auf die Augenbewegungen eines Fußballspielers sichtbar gemacht, während er einen Elfmeter schießt.
Die Studie zeigt, wenn ein Elfmeterschütze Angst hat, blickt er den Torhüter in der Mitte des Tores an und fixiert ihn. Wegen der engen Abstimmung von Blick- und motorischer Kontrolle landet der Schuss eher in der Mitte und ist damit einfacher zu halten. Die Ergebnisse wurden jetzt unter dem Titel „Angst, Konzentration und Versagen beim Elfmeterschuss“ in der Dezemberausgabe des Journal of Sport and Exercise Psychology veröffentlicht.
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Comment » | Angst- & Panikstörung, Burnout/Stress
Dezember 8th, 2009 — 2:54pm
„In einem gesunden Körper ein gesunder Geist“ wusste schon Juvenal. Eine aktuelle wissenschaftliche Studie gibt nun dem römischen Dichter (um 100 nach Chr.) recht. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher übersetzt, in der ein Detail etwas untergeht. Der Zusammenhang ist statistisch eindeutig abgesichert, aber gute Sportler sind gar nicht viel schlauer als schlechte:
Junge Erwachsene, die körperlich fit sind, haben einen höheren IQ-Wert und studieren öfter an der Uni. Das zeigt eine große neue Studie von Forschern an der Sahlgrenska-Akademie der Universität Göteborg und dem Sahlgrenska-Universitätsklinikum in Schweden.
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1 comment » | Leistungsfähigkeit
Oktober 30th, 2009 — 9:11pm
Dass überaktive Kinder in der Schule oft Schwierigkeiten haben, weiss jeder. Ob und welche Folgen das auch für das spätere Leben haben kann, ist weit weniger klar. Ein aktuelle Studie hat die Diskussion über diese Frage unter Fachleuten in den letzten Tagen weiter entfacht. Die wichtigsten Ergebnisse des Artikels habe ich für Sie zusammengefasst:
Schulkinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) werden im späteren Leben viel wahrscheinlicher Straftaten begehen wie zum Beispiel Einbruch, Diebstahl und Drogenhandel. Zum diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschern der Yale School of Public Health, die jetzt im Journal of Mental Health Policy and Economics veröffentlich wurde.
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1 comment » | ADHS, Kinder & Jugendliche
Februar 3rd, 2009 — 10:42am
In der Online-Version des Ärzteblatt sind am vergangenen Freitag Ergebnisse einer Studie zu dem Thema veröffentlicht worden. Die Zusammenfassung ist so kurz und prägnant, dass ich mir nicht die Mühe machen muss, sie eigens umzuformulieren. Daher zitiere ich: “Etwa jeder zehnte Schulanfänger leidet regelmäßig unter Schlafstörungen.
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Comment » | Kinder & Jugendliche, Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen
Januar 14th, 2009 — 12:19pm
Ja, den gibt es, sagen Forscher der University of Missouri-Columbia. In einer aktuellen Längsschnittstudie wurden 474 Jungs und Mädchen zunächst in der ersten Klasse und später wieder in der sechsten und siebten Klasse untersucht. Die Forscher fanden heraus, dass die Kinder, die in der ersten Klasse Probleme mit Kernfächern wie z.B. Lesen und Mathematik hatten, später ein höheres Risiko für geringes Selbstbewusstsein und depressive Symptome aufwiesen. Offensichtlich – so die Forscher – entwickeln die Kinder mit schlechten Noten ein geringeres Zutrauen, ihr Leben selbst beeinflussen zu können als die Kinder mit guten Ergebnissen. Außerdem steigern gute Noten in der Regel die Beliebtheit der Kinder in ihrem Klassenumfeld. Umgekehrt könnte dies bedeuten, dass Kinder mit schlechten Noten den Eindruck gewinnen, dass ihnen ein wesentliches Mittel fehlt, um ihr soziales Umfeld für sich einzunehmen.
Was heisst dies für die Eltern? Die Autoren der Studie empfehlen, dass Eltern von Kindern, die Probleme in den ersten Klassen haben, besonders darauf achten, deren Fähigkeiten in anderen Bereichen zu würdigen, zum Beispiel soziales Verhalten, musische und sportliche Leistungen.
Quelle:
Herman et al. Journal of Counseling Psychology, 2008
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Comment » | Depression, Kinder & Jugendliche
Dezember 2nd, 2008 — 10:43am
Nicht nur Forscher, sondern vor allem auch Eltern sind häufig besorgt, dass zu wenig Schlaf negative Folgen auf die Schulleistungen haben könnte. In einem Artikel in der Medical News Today vom November 2008 wird eine Studie vorgestellt, in der 882 Schüler untersucht wurden. Tatsächlich ließ sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen unterdurchschnittlicher Schlafdauer und Ergebnissen sowohl in schulischen Leistungstests als auch hinsichtlich der schulischen Motivation sowie klinischer Störungen wie z.B. ADHS nachweisen.
Was bedeutet dies? Nun, die besorgten Eltern haben offensichtlich recht und sollten im Interesse der psychischen Gesundheit ihrer Kinder darauf achten, dass diese ausreichend Schlaf bekommen.
Artikel in Medical News Today (06/2008)
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