Tag: Mobbing

Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?

23. Mai 2010

Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andereLaut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben fünfzehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland Übergewicht, ein Drittel von ihnen sehr starkes. Mit schlimmen Folgen, wie eine neue Studie zeigt, denn Kinder können bekanntlich grausam sein. Wir haben einen Presseartikel der New York Times zu der Studie von vor zwei Wochen übersetzt, der Eltern dicker Kinder Grund zum Nachdenken geben sollte:

Schulkinder werden öfter gemobbt, wenn sie zu dick sind, und eine neue Studie zeigt auch genau wie oft: Sechzig Prozent häufiger, wenn das Kind starkes Übergewicht (Adipositas) hat und dreizehn Prozent häufiger, wenn es einfach nur Übergewicht hat.

Außerdem untersuchten die Forscher, ob Kinder mit Übergewicht aus bestimmten Bevölkerungsgruppen mehr gemobbt werden, und ob es bestimmte soziale Fähigkeiten oder andere Merkmale gibt, die sie davor schützen.


Mobbing bei Kindern: Was treibt die Täter an?

27. März 2010

Mobbing bei Kindern - Was treibt die Täter an sDas Mobbing unter Schülern ist ein komplexes Zusammenspiel von Tätern, Opfern und Zuschauern. Eine neue Studie zeigt, dass dabei ein Statusgewinn des Täters bei den Zuschauern ein entscheidender Faktor ist. Wir haben einen kurzen Presseartikel des Journalherausgebers von vorgestern übersetzt, der diese Rolle der schweigenden Mehrheit beim Mobbing verdeutlicht:

Mobbing unter Schulkindern ist ein weltweites Phänomen: Etwa fünfzehn Prozent aller Schüler werden zu Opfern von Mobbing und haben unter seinen negativen Folgen wie Depressionen, Ängsten und Einsamkeit zu leiden. Was treibt Mobbingtäter zu ihrem Verhalten? Eine neue, groß angelegte Studie aus den Niederlanden zeigt, dass die Motive der meisten Täter ein Streben nach Status und Zuneigung sind.


Was treibt gewalttätige Teenager an?

1. Januar 2010

teenager violence s sEine aktuelle Studie hat eine indirekte Form des Mobbings unter Schülern untersucht, die sich nicht so sehr durch körperliche oder verbale Aggression äußert, sondern auf die sozialen Beziehungen des Opfers abzielt. Die Autoren zeigen, dass manche Täter ein mangelndes Selbstwertgefühl haben können und den Wunsch ihr soziales Ansehen zu steigern. Ich habe einen Presseartikel vom 22.12. übersetzt, der die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammenfasst:

Eine neue Studie spanischer Wissenschaftler untersuchte Beziehungsaggressionen, ein Verhalten, das darauf abzielt, dem Freundschaftskreis eines Menschen zu schaden oder sein Ansehen bei seinen Freunden zu ruinieren. Experten meinen, dass diese Art der Aggression psychische Schäden verursacht, weil sie das Opfer an den Rand der Gruppe drängt, es isoliert und ihm seelisches Leid zufügt, von dem sich der Mensch manchmal nur schwer wieder erholt.

Die Forscher analysierten die Zusammenhänge zwischen Beziehungsaggression, sozialen Beziehungen unter Teenagern beiderlei Geschlechts sowie Faktoren, die ihre psychosoziale Anpassung beeinflussen wie Einsamkeit, Selbstwertgefühl und Zufriedenheit mit dem Leben. Die Ergebnisse zeigten, dass junge Menschen, die eine größere Beliebtheit und mehr Respekt in ihrer Gruppe anstreben, am ehesten zu dieser Form des Psychoterrors greifen.


Welche Auswirkungen hat Mobbing in der Schule auf die Zuschauer?

23. Dezember 2009

bullying bystander sEine aktuelle Studie hat untersucht, welche Folgen tatenloses Zuschauen beim Mobbing für Schüler hat, und gezeigt, dass sie seelisch noch mehr leiden als die Opfer selbst. Ich habe einen Presseartikel über die Studie von letzter Woche übersetzt, in dem die Autoren raten, Zuschauer sollten auch im eigenen Interesse gegen Mobbing aktiv werden:

Eine neue Studie zeigt, wenn Schüler zuschauen, wie ihre Kameraden unter der verbalen oder physischen Quälerei eines Mitschülers leiden, könnten sie das Geschehen als genauso große oder sogar größere seelische Notlage empfinden als das Opfer selbst.

Täter und Zuschauer beim Mobbing nehmen auch eher Drogen und trinken Alkohol, so das Ergebnis der Studie, die in der Dezemberausgabe von School Psychology Quarterly, einem Journal der American Psychological Association, veröffentlicht wurde.


Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?

7. Dezember 2009

bullying c sEine neue Untersuchung hat festgestellt, dass Hänselei in der Schule und Mobbing unter Geschwistern zu Hause große Ähnlichkeiten haben, auch wenn es dafür bei Jungen und Mädchen recht unterschiedliche Gründe geben kann. In einer Pressemitteilung des Journals, die ich übersetzt habe, meinen die Forscher, dass man Hänselei in der Schule oft schon zu Hause einen Riegel vorschieben könnte:

Kinder, die andere in der Schule hänseln, tyrannisieren wahrscheinlich auch ihre Geschwister zu Hause. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die jetzt im British Journal of Developmental Psychology veröffentlicht wurde.

Dr. Ersilia Menesini und ihre Kollegen an der Universita’ degli Studi di Firenze in Italien untersuchen in ihrer Studie, ob man anhand des Alters und Geschlechts der Geschwister eines Kindes vorhersagen kann, ob es eher zu einem Täter oder zu einem Opfer von Mobbing wird. Außerdem wollten sie wissen, ob es einen Zusammenhang zwischen Mobbing unter Geschwistern und in der Schule gibt.


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