Februar 4th, 2010 — 8:05pm
Eine aktuelle Studie von amerikanischen Forschern zeigt, dass sich im Gehirn von Menschen mit einem hohen sozialen Status mehr „Glücksrezeptoren“ feststellen lassen. Wie oft bei Untersuchungen dieser Art, bleibt ungeklärt, ob diese Rezeptoren Menschen glücklicher machen oder aber das Gehirn mehr solche Moleküle bildet, um mit dem Glück des sozialen Zuspruchs fertig zu werden. Ich habe die Pressemitteilung des Herausgebers vom 3. Februar übersetzt:
Normalerweise denken wir bei den Vorteilen, die Menschen von ihrem sozialen Status haben, zuerst an Belohnungen von außerhalb. Nun zeigt eine neue wissenschaftliche Veröffentlichung in der Februarausgabe von Biological Psychiatry, einem Fachjournal von Elsevier, dass es auch innere Belohnungen gibt.
Dr. Martinez und ihre Mitarbeiter stellten einen Zusammenhang zwischen einem hohen sozialen Status, starkem sozialen Rückhalt und der Dichte von Dopamin-D2/D3-Rezeptoren im Striatum fest. Das Striatum ist eine Gehirnregion, die eine zentrale Rolle beim Empfinden von Belohnung und Motivation spielt. Der Neurotransmitter (Botenstoff) Dopamin und die Rezeptoren, an die er bindet, haben eine Schlüsselfunktion bei der Entstehung dieser Verhaltensreaktionen im Striatum.
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Dezember 9th, 2009 — 4:30pm
Eine aktuelle Studie an Studenten, die gerne Pornofilme sehen, liefert Hinweise , dass ihr Hobby sie nicht an einem normalen Sexualleben hindert. Ich habe einen Artikel der Uni über die Untersuchung mit den (zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings nur 20!) Kommilitonen übersetzt. Eine kleine Stichprobe also, weitere ausführlichere Erhebungen sind abzuwarten. Aber die Ergebnisse dieser Kleinstudie sind schon mal interessant:
Ein Forscher von der Université de Montréal in Kanada, dessen Arbeit vom Interdisziplinären Forschungszentrum für Familiengewalt und Gewalt gegen Frauen finanziert wird, hat mit einer neuen Studie über die Auswirkungen von Pornografie auf Männer begonnen. „Zu Anfang unserer Untersuchung haben wir Männer in ihren Zwanzigern gesucht, die noch nie einen Pornofilm gesehen hatten. Wir konnten aber keine finden”, sagt Simon Louis Lajeunesse, ein Associate Professor an der School of Social Work.
„Meine Arbeit zielt darauf ab, den Einfluss von Pornografie auf die Sexualität von Männern zu betrachten, und wie sie ihre Sichtweise von Männern und Frauen prägt“, sagt Lajeunesse. Dazu hat er bis jetzt zwanzig heterosexuelle Männer in seine Studie aufgenommen und interviewt. Diese Männer sind alle Universitätsstudenten und sehen sich regelmäßig Pornofilme an.
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November 28th, 2009 — 2:55pm
ADHS bei Kindern ist in den letzten Jahren immer mehr zum Thema für Eltern geworden und wird heute zunehmend auch medikamentös behandelt. Eine aktuelle Studie weist nun auf eine andere Möglichkeit hin: schwangere Frauen könnten weniger rauchen. Ich habe einen Presseartikel über die Studie vereinfacht und übersetzt:
Forscher in den USA haben einen Zusammenhang festgestellt zwischen der Einwirkung von Rauchen in der Schwangerschaft, Bleibelastung im Kindesalter und einem stark erhöhten Risiko für ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) bei Kindern. Während wir dazu neigen, uns auf die Behandlung von ADHS zu konzentrieren, könnte nach Meinung der Wissenschaftler die Beseitigung solcher Umwelteinflüsse die Entwicklung der Störung bei vielen hunderttausend Kindern von vornherein verhindern.
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November 26th, 2009 — 7:54pm
Alkohol in der Schwangerschaft wirkt sich in vieler Hinsicht negativ auf das Baby aus. Eine aktuelle Studie zeigt nun auch einen komplexen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und späteren Verhaltensschwierigkeiten im Kindesalter. Ich habe die Pressemitteilung der australischen Forscher übersetzt:
Eine neue Untersuchung von Forschern am Telethon Institute for Child Health Research in Perth in Australien hat festgestellt, dass Alkoholkonsum während der Schwangerschaft einen Einfluss auf das spätere Verhalten des Kindes hat. Aber je nach Menge und Zeitpunkt in der Schwangerschaft kann dieser Einfluss von Alkohol unterschiedliche Folgen haben. Die Ergebnisse der Studie wurden gerade online in der internationalen Fachzeitschrift Addiction veröffentlicht.
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Oktober 21st, 2009 — 3:29pm
In dem Nachrichtendienst eScience ist vor wenigen Wochen ein guter Beitrag veröffentlicht worden, der eine Studie zum Thema “Wie häufig sind psychische Krankheiten tatsächlich?” zusammenfasst. Nachfolgend übersetze ich den Beitrag in Auszügen:
Die Häufigkeit von Ängsten, Depression und Anhängigkeit von Substanzen mit einer Wirkung auf die Psyche könnte doppelt so hoch sein, wie Experten für psychische Gesundheit bisher angenommen haben. Das hängt davon ab, wie man sie misst.
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August 7th, 2009 — 7:28pm
In der Online-Ausgabe der FAZ ist heute ein Artikel veröffentlicht worden, in der diese Frage vorläufig (die entsprechende Studie läuft noch) mit “ja” beantwortet wird. Nachfolgend der Artikel von heute in Kopie. Die Hervorhebungen sind von mir.
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Februar 23rd, 2009 — 8:59am
In Spiegel-Online ist vorgestern basierend auf einem Artikel der Frankfurter Rundschau ein Beitrag zur weit verbreiteten Schlafmittelabhängigkeit erschienen. Er ist so knapp und prägnant, dass ich ihn an dieser Stelle zitiere:
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Comment » | Schlafstörungen, Sucht/Substanzmissbrauch
Februar 5th, 2009 — 10:36am
Neben der (klassischen) Möglichkeit, durch umfangreiche repräsentative Erhebungen die Verbreitung und Entwicklung von Spielsucht in der Bevölkerung festzustellen, gibt es noch einen anderen interessanten Ansatz. Im Informationsdienst Wissenschaft ist eine Pressemeldung der Medizinischen Hochschule (MHH) in Hannover zu lesen, aus der nicht nur die Verbreitung bzw. die Entwicklung der Spielsucht in einer Stadt wie Hannover, sondern auch die ökonomischen Folgen deutlich werden. Die Pressemeldung ist knapp und einleuchtend, so dass ich sie an dieser Stelle einfach aus ihr zitieren darf:
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Januar 9th, 2009 — 8:43am
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) hat mit Beginn dieses Jahres ein Angebot online gestellt, das Raucher darin unterstützen soll, vom Nikotin loszukommen. Wer sich bei dem kostenlosen Programm anmeldet, wird über mehrere Wochen interaktiv begleitet. Darüber hinaus bietet das Angebot Hinweise auf unterstützende Gruppenkurse in Deutschland, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Therapieforschung in München entwickelt wurde.
Link zum BZGA Ausstiegsprogramm
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Dezember 1st, 2008 — 12:25pm
Seit einiger Zeit wird der Zusammenhang zwischen Depression im Kindesalter und späterem Substanzmißbrauch (Nikotin, Alkohol und Drogen) diskutiert. In einem Artikel vom 22. Oktober 2008 widmet sich die Medical News Today diesem Thema. Dort wird auf eine bislang unveröffentlichte Studie der Universität Helsinki hingewiesen. Die Forscher untersuchten 1.800 finnische Zwillinge und stellten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen depressiven Erkrankungen vor dem Alter von 14 Jahren und dem regelmäßigen Konsum von Tabak, Alkohol und illegalen Drogen nur wenige Jahre später fest. Die Studie unterstützt damit die These, dass depressive Kinder überzufällig stark drogengefährdet sind.
Quelle:
Medical News Today, 22.10.2008
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