Riskantes Verhalten in der Pubertät: Was sind die biologischen Hintergründe?
Unfälle sind bei Menschen unter vierzig Jahren die häufigste Todesursache und erreichen im Teenageralter einen deutlichen Höchstwert. Eine aktuelle Studie hat einen Gehirnmechanismus untersucht, der zu der Risikobereitschaft von Teens mit beitragen könnte. Wir haben eine Pressemitteilung der Universität zu der Studie von dieser Woche übersetzt, die einen faszinierenden Einblick in die Biologie der Unvernunft bietet:
Die Fehlurteile und die Risikobereitschaft, die für junge Menschen so typisch sind, haben biologische Ursachen. Das zeigt eine neue Studie von Psychologen der University of Texas at Austin.
Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass Teenager stärker auf Belohnungen reagieren als Kinder oder Erwachsene. Nun haben Russell Poldrack und seine Mitarbeiter einen ersten entscheidenden Schritt gemacht, um die Mechanismen im Gehirn zu identifizieren, die junge Menschen zu diesem Verhalten treiben, und zu verstehen, welche Auswirkungen diese entwicklungsbedingten biologischen Unterschiede auf das unüberlegte Verhalten junger Menschen haben könnten.
Manche Leute haben ihre Gefühle besser unter Kontrolle als andere. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei eine ganz bestimmte Gehirnregion eine entscheidende Rolle spielt. Ich habe die Pressemitteilung der Universität von dieser Woche übersetzt, die auf mögliche diagnostische Anwendungen des Untersuchungsverfahrens hinweist:
Eine aktuelle Studie untersucht die geistige Fitness von Senioren in einem Projekt, das auf die Förderung von sozial schwachen alten und jungen Menschen abzielt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit mit Kindern die Senioren geistig reger macht, was sich auch in der Aktivität der entsprechenden Gehirnregionen sehen lässt. Ich habe einen Presseartikel der Universität vom 15. 12. übersetzt, der die positiven Gesundheitsaspekte dieses auch sozial sinnvollen Programms beschreibt:
In einer neuen Studie haben Neurowissenschaftler gezeigt, dass bei Patienten mit allgemeinen Angststörungen die Aktivität bestimmter Gehirnregionen verändert ist. Manche dieser Regionen haben Funktionen, die Symptome wie irrationale Ängste oder Herzrasen erklären können. Studien dieser Art machen sichtbar, wie real psychische Probleme sind, die ein Patient nur schildern kann. Ich habe einen Presseartikel von voriger Woche übersetzt, der die Ergebnisse der Studie genauer beschreibt:
Wenn jemand sich an etwas stört, kann er wegschauen oder weghören, aber wegriechen – das gibt es nicht. Wir haben nicht die gleiche Willenskontrolle über den Geruchssinn wie über andere Sinne. Eine neue wissenschaftliche Studie zeigt nun warum: Die Wahrnehmung von Gerüchen funktioniert anders. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher übersetzt:
Viele Menschen greifen bei starken Schmerzen zu Pillen – mit wechselndem Erfolg. Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt nun, dass sich Schmerzen auch anders und vielleicht wirksamer lindern lassen. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher für Sie übersetzt.
Stress ist mitverantwortlich für eine Reihe von psychischen Erkrankungen. Was aber genau im Gehirn passiert, wenn Menschen unter Stress geraten, ist bislang weitgehend unklar. In einer Studie, die vor einigen Wochen in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, haben Forscher der Rockefeller University versucht, etwas Licht in das Dunkel zu bringen. Die Forscher ließen zwei Gruppen von jeweils 20 Studenten Aufgaben lösen, in denen es u.a. notwendig war, die Aufmerksamkeit zwischen unterschiedlichen Arten von Informationen zu wechseln, um die Aufgabe bewältigen zu können (”attention shifting”). Die eine Gruppe befand sich kurz vor einer entscheidenden Prüfung und war nach eigenen Angaben unter Stress. Die andere Gruppe nahm das Studieren gerade leicht (”taking it easy”), gab also an, nicht unter Stress zu sein.