Wie kosteneffektiv ist eine Verhaltenstherapie für Migräne?
Die meisten Leute denken bei starken Kopfschmerzen eher an Tabletten als an eine Psychotherapie. Denn die gilt als langwierig und teuer. Eine aktuelle Studie hat die Kosten einer Verhaltenstherapie und ähnlicher Methoden mit einer medikamentösen Migränebehandlung verglichen. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie übersetzt, die zeigt, dass eine Verhaltenstherapie nicht unbedingt teuer sein muss:
Eine neue Studie zeigt, dass eine Behandlung von chronischer Migräne mit verhaltenstherapeutischen Ansätzen (wie Entspannungstraining, Hypnose und Biofeedback) finanziell sinnvoll sein kann, wenn man sie mit einer medikamentösen Behandlung vergleicht, besonders nach einem Jahr oder länger.
Einer der Autoren der Studie ist Dr. Donald Penzien, der Professor für Psychiatrie am University of Mississippi Medical Center (UMMC) ist, seit vielen Jahren Verhaltenstherapie praktiziert und über sie forscht. Er sagt, die Kosten für eine vorbeugende Behandlung mit rezeptpflichtigen Medikamenten (wie sie Patienten mit chronischer Migräne täglich einnehmen, um neue Anfälle zu verhindern) erscheinen vielleicht nicht hoch, selbst bei mehreren Dollar pro Tag.
„Aber diese Kosten addieren sich mit jedem weiteren Arztbesuch und jedem neuen Rezept”, sagt Penzien. „Eine Verhaltenstherapie ist nur zu Anfang teuer. Man geht zu ein paar Therapiesitzungen, aber dann nicht mehr. Und die positive Wirkung kann jahrelang anhalten.“
Mehr als acht Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland rauchen schon – passiv. Das erhöht nicht nur das Risiko für Atemwegserkrankungen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass Kinder von Rauchern auch häufiger unter Entwicklungsstörungen leiden. Wir haben einen Presseartikel zu der noch nicht veröffentlichten Studie vom Oktober übersetzt, deren Ergebnisse jetzt bekannt gegeben wurden:
Viele Menschen leiden unter Migräne oder Schlafstörungen, und oft treten sie gemeinsam auf. Eine aktuelle Studie hat Proteine von Nervenzellen untersucht, die bei beiden Erkrankungen eine Rolle spielen und den Zusammenhang von Schlafmangel und Kopfschmerzen auf molekularer Ebene erklären könnten. Die Ergebnisse wurden im Juni auf einer Fachtagung präsentiert. Wir haben die Presseerklärung des Veranstalters zu der Studie übersetzt, die auf lange Sicht zu verbesserten Behandlungen führen könnte:
Viele Menschen leiden unter Migräne, doch die Ursachen der Erkrankung bleiben unklar und Medikamente verschaffen zwar Linderung aber keine Heilung. Eine aktuelle Untersuchung zeigt nun, dass Aspirin bei Migräne etwa so wirksam ist wie spezielle Medikamente. Wir haben eine Pressemitteilung aus Medical News Today vom April zu der Studie übersetzt, die viele Patienten bestätigt, wenn sie ohnehin zu dem Allerweltsmittel greifen:
Bei vielen Erkrankungen können Patienten auch quälende Probleme mit dem Schlafen haben. Eine aktuelle Studie amerikanischer Forscher zeigt, dass Verhaltenstherapie bei chronischen Schmerzpatienten eine Alternative zu Schlafmitteln sein kann. Ich habe die Pressemitteilung der Universität vom 11. Februar übersetzt, die die relativ kurze aber effektive Behandlung beschreibt:
Obwohl Menschen, die unter Kopfschmerzen leiden, häufig das Wetter verantwortlich machen, gab es bislang wenige wissenschaftliche Belege für die Wetterfühligkeit von Migränepatienten. Dies scheint sich jedoch zu ändern. In der aktuellen Ausgabe von Neurology (2009; 72: 922-927) ist eine Studie erschienen, in der Forscher des Beth Israel Deaconess Medical Center (BIDMC) in Boston über 7.000 Patienten untersucht haben. In der Studie wurden die Witterungsverhältnisse vor und während starker Kopfschmerzattacken erhoben (die die Patienten zu einem Besuch der Notaufnahme veranlassten). Die Forscher fanden heraus, dass sowohl höhere Temperaturen am Vortag als auch niedriger Luftdruck zu schweren Kopfschmerzen beitrugen.