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Tag: Prävention

Haben Menschen mit Depressionen ein erhöhtes Herzinfarktrisiko?

10. Januar 2012

Hängen Depressionen im Jugendalter mit ADHS zusammenPatienten mit Depressionen haben eine deutlich verkürzte Lebenserwartung, weil sie meistens auch unter körperlichen Begleiterkrankungen leiden. Wie es zu diesen Assoziationen kommt, ist unklar. Eine neue Studie kanadischer Forscher hat den Zusammenhang mit Herzerkrankungen genauer untersucht. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von Ende November übersetzt, die zeigt, dass Depressionspatienten nicht normal auf Stress reagieren:

Eine neue Untersuchung zeigt, dass Depressionen noch mehr schädliche Folgen für die Gesundheit haben könnten als bisher angenommen wurde. Patienten mit der Stimmungsstörung könnten ein doppelt so hohes Herzinfarktrisiko haben wie Menschen ohne Depressionen.

Wie Depressionen und Herzinfarkt genau zusammenhängen, ist aber bis heute nicht geklärt. Eine neue Untersuchung von Wissenschaftlern der Concordia University in Kanada zeigt nun, dass es bei Depressionspatienten länger als bei gesunden Menschen dauert, bis sich ihr Herz nach körperlicher Anstrengung erholt. Die Studie wurde in dem Journal Psychophysiology veröffentlicht.


Wie kosteneffektiv ist eine Verhaltenstherapie für Migräne?

16. November 2011

Wie hilft Verhaltenstherapie bei schweren DepressionenDie meisten Leute denken bei starken Kopfschmerzen eher an Tabletten als an eine Psychotherapie. Denn die gilt als langwierig und teuer. Eine aktuelle Studie hat die Kosten einer Verhaltenstherapie und ähnlicher Methoden mit einer medikamentösen Migränebehandlung verglichen. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie übersetzt, die zeigt, dass eine Verhaltenstherapie nicht unbedingt teuer sein muss:

Eine neue Studie zeigt, dass eine Behandlung von chronischer Migräne mit verhaltenstherapeutischen Ansätzen (wie Entspannungstraining, Hypnose und Biofeedback) finanziell sinnvoll sein kann, wenn man sie mit einer medikamentösen Behandlung vergleicht, besonders nach einem Jahr oder länger.

Einer der Autoren der Studie ist Dr. Donald Penzien, der Professor für Psychiatrie am University of Mississippi Medical Center (UMMC) ist, seit vielen Jahren Verhaltenstherapie praktiziert und über sie forscht. Er sagt, die Kosten für eine vorbeugende Behandlung mit rezeptpflichtigen Medikamenten (wie sie Patienten mit chronischer Migräne täglich einnehmen, um neue Anfälle zu verhindern) erscheinen vielleicht nicht hoch, selbst bei mehreren Dollar pro Tag.

„Aber diese Kosten addieren sich mit jedem weiteren Arztbesuch und jedem neuen Rezept”, sagt Penzien. „Eine Verhaltenstherapie ist nur zu Anfang teuer. Man geht zu ein paar Therapiesitzungen, aber dann nicht mehr. Und die positive Wirkung kann jahrelang anhalten.“


Verkürzt Stress die Lebenserwartung eines Menschen?

26. Oktober 2011

Sind bei Gedächtnisverlust auch die Emotionen verlorenEs liegt auf der Hand, dass zu viel Stress dem Menschen schadet. Aber gibt es so etwas wie ein gesundes Mittelmaß an Stress, das die Belastbarkeit und Gesundheit fördert, ähnlich wie Sport? Diese Frage untersuchte eine aktuelle Studie amerikanischer Forscher. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von letzter Woche übersetzt, die zu einem ganz anderen Ergebnis kam als eine ähnliche Studie auf diesem Blog:

Eine neue Studie kommt zu dem Schluss, dass Männer, die über einen längeren Zeitraum mittel bis viele stark belastende Lebenserfahrungen machen, eine um fünfzig Prozent erhöhte Sterblichkeitsrate haben.

Ganz allgemein fanden die Forscher nur wenige Faktoren, die Menschen mit viel Stress im Leben einen Schutz bieten. Leute, die ihre Gesundheit als gut einschätzten, lebten länger, genauso wie verheiratete Männer. Außerdem lebten mäßige Trinker länger als Nichttrinker.


Können Wellness-Programme am Arbeitsplatz der Produktivität schaden?

12. Oktober 2011

Kann Tai Chi Stress, Ängste und Depressionen abbauen helfenBeruflicher Dauerstress bis zum Burn-out kann zu erheblichen Produktivitätseinbußen führen. In Amerika bieten daher immer mehr Arbeitgeber ihren Mitarbeitern betriebliche Wellness-Programme, zu denen auch Sport gehört. Eine aktuelle Studie hat den Einfluss eines dieser Programme auf die Produktivität untersucht. Wir haben einen Presseartikel zu der Studie von Anfang Oktober übersetzt, die zeigt, dass Sport nicht immer die richtige Methode ist, um Stress abzubauen:

Wenn Arbeitnehmer Sport machen, um Stress auf der Arbeit besser bewältigen zu können, kann ihre Arbeitsproduktivität in Wirklichkeit sogar sinken. Das zeigt eine Studie in der Oktoberausgabe des Journals of Occupational and Environmental Medicine, dem offiziellen Journal des American College of Occupational and Environmental Medicine (ACOEM).

Die Studie unter Leitung von Dr. Jeffrey J. VanWormer von der Marshfield Clinic Research Foundation in den USA untersuchte den Zusammenhang zwischen Stressniveau, körperlicher Aktivität und Produktivität an 2 823 Arbeitnehmern in Minnesota. Die Ergebnisse zeigten, dass im Allgemeinen ein Zusammenhang zwischen hohem Stressniveau und größerem Produktivitätsverlust besteht. Außerdem waren Arbeitnehmer mit einem höheren Body Mass Index weniger produktiv. Dieser Effekt war unabhängig von anderen Faktoren.


Wie wichtig sind Familienmahlzeiten für Teenager?

8. Oktober 2011

Warum sind Altersdepressionen besonders hartnäckigKindern gesundes Essen schmackhaft machen ist in jedem Alter nicht ganz einfach, auch bei Teenagern. Eine aktuelle Studie hat regelmäßige Familienmahlzeiten als eine Möglichkeit untersucht junge Leute zu einer vernünftigen Ernährung anzuhalten. Wir haben einen Presseartikel zu der Studie übersetzt, die das Essverhalten von Teenagern auf frühe Warnzeichen für Essstörungen untersuchte:

Wenn Kinder ins Teenageralter kommen, kann es immer schwieriger werden sie regelmäßig bei Familienmahlzeiten mit einzubeziehen. Aber sie sind besonders wichtig, um gegen Probleme wie Essstörungen, Übergewicht und mangelhafte Ernährung im Jugendalter vorzubeugen, sagt Barbara Fiese, eine Professorin für Entwicklung des Menschen und Familienstudien an der University of Illinois, wo sie das Family Resiliency Center leitet.

„Die meisten Leute glauben, dass Teens nicht sehr viel Zeit mit ihren Eltern verbringen möchten, und dass Teens einfach viel zu beschäftigt für regelmäßige Mahlzeiten mit der Familie sind“, sagt sie. „Vielleicht bekommen Eltern ihre Familie nicht mehr sieben Tage die Woche an einem Tisch zusammen. Aber wenn sie drei Familienmahlzeiten pro Woche einplanen können, leisten sie damit einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit ihrer Teens.“

Sie rät Familien, dass alle ihre Kalender hervorholen und nachschauen, an welchen Abenden sie fest zusagen können. Dann müssen sich alle an diesen Plan halten und Familienmahlzeiten an diesen Abenden zur Priorität machen.


Kann ein einfacher Labortest vor Burn-out warnen?

4. Oktober 2011

men-doctor-s-sDie Symptome von Burn-out können variabel sein. Eine Abgrenzung zu anderen psychischen Erkrankungen wie Depressionen, bei denen Stress eine Rolle spielt, kann daher manchmal schwierig sein. Eine aktuelle Studie hat einen neuen Test für Burn-out untersucht, der eine Diagnose erleichtern könnte. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu dem Verfahren übersetzt, das man auch zur Früherkennung von Burn-out einsetzen könnte:

Ihr Blut und der Spiegel eines Hormons in Ihrem Speichel könnten zeigen, ob Sie kurz vor dem Burn-out stehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Dr. Sonia Lupien und Robert-Paul Juster vom Centre for Studies on Human Stress des Louis-H. Lafontaine Hospitals und der University of Montreal in Kanada. Unter Burn-out leidet nicht nur das Berufs- und Privatleben gestresster Arbeitnehmer. Auch das Risiko für andere körperliche und psychische Probleme steigt, wenn Symptome von Burn-out unbeachtet bleiben. Das ist umso bedeutender als nach Schätzungen der International Labor Organization zehn Prozent der Nordamerikaner und Europäer Burn-out, klinische Depressionen oder Ängste haben, die mit ihrem Arbeitsplatz zusammenhängen.

„Unsere Hypothese war, dass gesunde Arbeitnehmer mit chronischem Stress und milden Symptomen von Burn-out vermehrt physiologische Regulationsstörungen und einen niedrigeren Cortisolspiegel haben würden – ein Profil, das typisch für Burn-out ist“, erklärt Juster, der erste Autor der Studie. Cortisol ist ein Stresshormon, das eine Rolle bei der Stressantwort des Körpers und dem natürlichen Tagesrhythmus des Menschen spielt. Patienten, die unter Depressionen leiden, haben oft einen erhöhten Cortisolspiegel, während er bei Burn-out-Patienten meist niedrig ist. Zu viel Cortisol kann für die psychische und körperliche Gesundheit genauso schlecht sein wie zu wenig.


Wie häufig sind Operationsfehler wegen Burn-out bei Chirurgen?

28. September 2011

Kann Akkupunktur wirklich Schmerzen lindernDass Burn-out bei Chirurgen besonders häufig vorkommt, dürfte niemanden überraschen. Aber wie oft hat das tatsächlich schädliche Folgen für Patienten? Eine amerikanische Studie hat Chirurgen selbst befragt. Wir haben die Presseerklärung der Forscher zu der Studie übersetzt, die auch zeigt, dass es nicht eine hohe Arbeitsbelastung allein ist, die zum Burn-out führt:

Nach Angaben amerikanischer Chirurgen besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen schweren ärztlichen Behandlungsfehlern und Burn-out und Depressionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die heute in der Online-Ausgabe der Annals of Surgery erscheint. Die Studie wurde von Forschern der Mayo Clinic in Zusammenarbeit mit der Johns Hopkins University und dem American College of Surgeons durchgeführt.

In der vertraulichen Studie sagten fast neun Prozent der amerikanischen Chirurgen, die auf eine Umfrage geantwortet hatten, dass ihnen in den drei Monaten zuvor ein schwerer Fehler unterlaufen war. Mehr als 70 Prozent sahen die Verantwortung für den Fehler bei selbst und nicht dem System oder der Organisation. Die Ergebnisse zeigten einen Zusammenhang zwischen Fehlern und Anzeichen von Burn-out bei Chirurgen (emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und negative Wahrnehmung der persönlichen Leistung) sowie der „psychischen Lebensqualität“ der Chirurgen inklusive Depressionen.


Welche Arbeitnehmer sind am meisten gestresst?

21. September 2011

Woher-kann-man-wissen-was-einen-glücklich-machen-wird-sImmer mehr Menschen leiden heute unter beruflichem Stress bis zum Burn-out. Die Gründe sind sicher vielschichtig, von gesellschaftlichen Veränderungen bis zu technischen Neuerungen wie E-Mail oder Handys. Eine aktuelle Studie hat einen anderen Aspekt untersucht – die Einstellung von Menschen zu ihrer Arbeit. Wir haben die Presseerklärung der Forscher zu ihrer Studie vom Januar übersetzt, die zeigt, inwieweit der Stress auch selbst gemacht ist:

Die wichtigsten Mitarbeiter in einem Betrieb könnten das größte Stressrisiko haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschern des Centres for Addiction and Mental Health (CAMH) in Toronto in Kanada. In einer Umfrage unter 2 737 Beschäftigten gaben 18 Prozent an, sie empfänden ihren Job als „sehr stressig“.

Besonders häufig standen Manager und Fachkräfte unter starken Stress. Auch Arbeitnehmer, die meinten, es könnte negative Auswirkungen für andere haben, wenn sie ihren Job nicht gut erledigen, die Überstunden machten oder keine geregelten Arbeitszeiten hatten, waren sehr gestresst. Die Studie wurde diesen Monat im International Journal of Occupational and Environmental Medicine (IJOEM) veröffentlicht.


Fördern kulturelle Aktivitäten die Gesundheit?

21. Juni 2011

Machen Computerspiele süchtig wie Drogen sMit Gesundheit assoziieren die meisten Menschen Dinge wie Sport treiben oder cholesterinarme Ernährung. Eine aktuelle Studie hat die Wirkung der Kunst auf das Wohlbefinden untersucht und zeigt, dass Kultur die körperliche und seelische Gesundheit fördert. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von Ende Mai übersetzt, deren Autoren meinen, man sollte diese Wirkung im Gesundheitswesen gezielt einsetzen:

Männer, die regelmäßig in Kunstgalerien, Museen und ins Theater gehen, erfreuen sich einer besseren Gesundheit und sind mit ihrem Leben zufriedener. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die online im Journal of Epidemiology and Community Health publiziert wurde. Die Studie zeigt, dass sowohl Männer als auch Frauen, die ein Musikinstrument spielten, malten oder Theater und Museen besuchten, sich gesünder fühlten, mehr Freude am Leben hatten und weniger ängstlich oder depressiv waren als Menschen, die nicht an kulturellen Aktivitäten teilnahmen.


Werden Kinder dick, wenn sie zu wenig Schlaf bekommen?

17. Juni 2011

behaviour therapy improves sleep sPlenus venter non dormit libenter – Dicke Leute schlafen schlecht. Aber macht Schlafmangel Menschen dick, weil sie die Nacht zum Essen haben, oder können Dicke schlecht schlafen, weil sie der Bauch zu sehr drückt? Eine neue Studie untersuchte die Frage bei Kindern, die dazu mit einem kleinen Messapparat ins Bett geschickt wurden. Wir haben die Presseerklärung des Journals zu der Studie von Ende Mai übersetzt, die zeigt, was zuerst kommt – schlechter Schlaf oder Übergewicht:

Kleine Kinder, die nicht genug Schlaf bekommen, haben ein erhöhtes Risiko Übergewicht zu entwickeln, sogar wenn man andere Lebensstilfaktoren berücksichtigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die heute auf bmj.com veröffentlicht wird.

Mehrere Untersuchungen haben übereinstimmend einen recht deutlichen Zusammenhang zwischen zu wenig Schlaf und einem erhöhten Körpergewicht bei Kindern gefunden. Aber Ärzte wissen noch nicht genau, wie sich Schlaf und Körperzusammensetzung bei kleinen Kindern gegenseitig beeinflussen, und ob ein ursächlicher Zusammenhang besteht.

Deshalb untersuchte ein Team von Forschern der University of Otago in Neuseeland, ob es bei kleinen Kindern einen Zusammenhang zwischen einem Mangel an Schlaf, Unterschieden bei der Körperzusammensetzung und dem Risiko für Übergewicht gibt.


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