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Leben Paare mit Trauschein gesünder?

3. Oktober 2013

Glückliche-Beziehungen-Was-ist-das-Erfolgsgeheimnis-sÜber den Sinn und Zweck der Paarbindung beim Menschen ist viel spekuliert worden. Sie ist bei Säugetieren (auch den Menschenaffen) eher die Ausnahme. Eine neue Studie aus den USA zeigt nun, dass Menschen, die in einer guten Ehe leben, nicht nur zufriedener, sondern offenbar auch gesünder sind. Wir haben die Pressemitteilung der Universität über die Studie vom Juli dieses Jahres übersetzt:

Eine neue Untersuchung von Forschern der Brigham Young University (BYU) in den USA zeigt, dass Menschen, die in einer glücklichen Ehe leben, seltener krank sind und ein gesünderes Leben führen.

In einer Langzeitstudie, in der Wissenschaftler seit 20 Jahren die Gesundheit von Menschen und die Qualität ihrer Ehen beobachten, zeigten Rick Miller, ein Familienforscher an der BYU, und seine Mitarbeiter: bei Menschen in einer Ehe, die auch nach Jahren noch gut ist, bleibt die körperliche Gesundheit der Partner ebenfalls gut.

„Frühere Studien haben gezeigt, dass Konflikte in einer Ehe für die Gesundheit schädlich sind“, sagt Miller. „Aber diese Studie zeigt, dass eine glückliche Ehe auch eine präventive Komponente hat, die dafür verantwortlich ist, dass Ihre Gesundheit auch nach Jahren gut bleibt.“

Eine frühere Studie von Forschern der BYU fand landesweit Beachtung, indem sie zeigte, dass Menschen in ernsthaften Beziehungen eine höhere Lebenserwartung haben. Die neuste Studie, die im Juni im Journal of Marriage and Family veröffentlicht wurde, zeigt, dass gute Ehebeziehungen die Gesundheit langfristig erhalten.

Die Studie analysierte die Daten einer landesweit repräsentativen Anzahl von verheirateten Menschen (1681), die zwei Jahrzehnte lang beobachtet wurden – die bis jetzt längste Studie über die Qualität von Ehen und die Gesundheit der Partner.

Miller und seine Mitarbeiter maßen die Qualität einer Ehe, indem sie zweierlei Arten von Fragen stellten: erstens fragten sie nach Glück und Zufriedenheit und zweitens nach Eheproblemen (Streiten Sie sich über Geld? … über Ihre Schwiegereltern?). Dann schätzten die Teilnehmer ihre Gesundheit auf einer Skala ein (von 1 = hervorragend bis 4 = schlecht).

Die Ergebnisse zeigten, dass Teilnehmer mit hohen Messwerten für Ehekonflikte ihre Gesundheit eher als schlecht einschätzten.

„Daraus kann man schließen, dass Ehekonflikte ein Risikofaktor für eine schlechte Gesundheit sind”, sagt Miller. „Wenn Paare sich häufig zanken und streiten, sollten sie sich professionelle Hilfe suchen, damit sie weniger Streit haben, weil es sich negativ auf ihre Gesundheit auswirkt.“

Miller hofft, dass die wachsende Zahl von Untersuchungen über die Bedeutung der Ehe die Aufmerksamkeit der politischen Entscheidungsträger erregt. Zum Beispiel glauben Miller (und viele seiner Kollegen), dass Krankenkassen die Kosten für eine Eheberatung übernehmen sollten, weil sie Ehepaaren helfen kann und so späteren Gesundheitsproblemen vorbeugen.

Indem man eine glückliche Ehe erhält, unterstützt man auch Angewohnheiten, die die Gesundheit fördern. Denn glücklich verheiratete Ehepartner ermutigen einander regelmäßig zum Arzt zu gehen, mehr zu schlafen, weniger zu trinken und sich an gesunden Aktivitäten zu beteiligen.

„Wenn Partner mal einen schlechten Tag haben, werden sie sich (in einer glücklichen Ehe) gegenseitig helfen, weil sie sich in den anderen hineinversetzen können“, sagt Miller. „Das hilft Stress abzubauen und wirkt wie ein Puffer gegen eine Verschlechterung der Gesundheit.“

Quellen:

Brigham Young University, 2. Juli 2013

Miller et al. Journal of Marriage and Family, Juni 2013

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Rubrik: Mensch & Gruppe, Partnerschaft & Paartherapie
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