Category: Angst- & Panikstörung


Hilft regelmäßiger Sport gegen Angststörungen?

Februar 26th, 2010 — 3:28pm

Hilft regelmäßiger Sport gegen Angststörungen sSport kann Patienten mit Depressionen aufbauen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt nun, dass sportliche Betätigung auch Ängste abbauen kann. Ich habe die Pressemitteilung der Universität zu der Studie vom 22. Februar übersetzt, in der die Wirkung von Sport auf Ängste bei Patienten mit ganz verschiedenen Erkrankungen untersucht wurde:

Chronische Erkrankungen sind bei Patienten oft mit Ängsten verbunden, die mit der Zeit die Lebensqualität immer stärker beeinträchtigen und dazu führen, dass Patienten sich nicht mehr an ihren Behandlungsplan halten. Aber eine neue Studie von Forschern der University of Georgia in den USA zeigt, dass regelmäßiger Sport Angstsymptome deutlich reduzieren kann.

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Kann man Angststörungen im Gehirn „sehen”?

Dezember 15th, 2009 — 4:32pm

angststoerungen im gehirn sehenIn einer neuen Studie haben Neurowissenschaftler gezeigt, dass bei Patienten mit allgemeinen Angststörungen die Aktivität bestimmter Gehirnregionen verändert ist. Manche dieser Regionen haben Funktionen, die Symptome wie irrationale Ängste oder Herzrasen erklären können. Studien dieser Art machen sichtbar, wie real psychische Probleme sind, die ein Patient nur schildern kann. Ich habe einen Presseartikel von voriger Woche übersetzt, der die Ergebnisse der Studie genauer beschreibt:

Eine aktuelle Studie untersuchte die Funktion von Nervenverbindungen im Gehirn von Patienten mit allgemeinen Angststörungen (GAD) und zeigte eine unnormale Funktion in Teilen der Amygdala, einer Gehirnregion. Weiter stellten die Forscher eine unnormale Aktivierung eines Netzwerks von Nerven in Regionen des Großhirns fest, die hinter der Stirn und über den Ohren liegen. Die Aktivierung dieses Netzwerks könnte bei Patienten zur Steuerung ihres unnormalen Verhaltens mit beitragen aber auch die Veränderungen in der Amygdala teilweise ausgleichen. Diese Untersuchungsergebnisse, die in der Dezemberausgabe der Archives of General Psychiatry veröffentlicht sind, bestätigen Theorien der Hirnforschung über die Wahrnehmung bei Patienten mit GAD.

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Gibt es eine psychologische Erklärung für Englands Elfmeterschwäche?

Dezember 12th, 2009 — 6:39pm

soccer s sIm Laufe seiner Karriere verwandelte Roberto Baggio zwei Elfmeter mit „Doppelbande“ (Latte, rückwärts an den Keeper, ins Tor). Eine neue Studie zeigt nun, dass es auch simpler geht und ganz ohne Torwart. Man(n) darf nur keine Angst haben. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher aus dem Mutterland des Fußballs übersetzt, in der so etwas wie Hoffnung mitschwingt:

Eine neue Studie könnte eine Erklärung liefern, warum die englische Nationalmannschaft beim Elfmeterschießen immer verliert – und könnte dem Team helfen, dass Problem noch rechtzeitig zum Worldcup 2010 anzupacken. Die Untersuchung von Forschern der University of Exeter in England hat zum ersten Mal die Auswirkungen von Furcht auf die Augenbewegungen eines Fußballspielers sichtbar gemacht, während er einen Elfmeter schießt.

Die Studie zeigt, wenn ein Elfmeterschütze Angst hat, blickt er den Torhüter in der Mitte des Tores an und fixiert ihn. Wegen der engen Abstimmung von Blick- und motorischer Kontrolle landet der Schuss eher in der Mitte und ist damit einfacher zu halten. Die Ergebnisse wurden jetzt unter dem Titel „Angst, Konzentration und Versagen beim Elfmeterschuss“ in der Dezemberausgabe des Journal of Sport and Exercise Psychology veröffentlicht.

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Hängt das Entstehen von Depressionen und Panikstörungen mit Blei zusammen?

Dezember 11th, 2009 — 4:31pm

Erst vor ein paar Wochen haben wir auf dem Blog über einen Zusammenhang zwischen einer erhöhten Belastung durch Blei und ADHS bei Kindern berichtet. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass Blei in der Umwelt auch mit Depression und Panikstörung bei Erwachsenen zusammenhängen kann. Ich habe eine gekürzte Fassung der Pressemitteilung des Journals übersetzt, in der die Autoren ein Überdenken der Richtwerte für Blei fordern:

Eine neue Studie hat gezeigt, dass ein erhöhter Bleispiegel im Blut, selbst wenn er allgemein als unbedenklich gilt, dass Risiko für Depression und Panikstörung erhöhen kann.

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Kann Angst vor der Angst zu einer Depression führen?

Dezember 6th, 2009 — 10:29am

Das Krankheitsbild von Angstsensitivität ist vielseitig, sehr subjektiv und daher schwer zu untersuchen. In einer aktuellen Studie haben amerikanische Wissenschaftler detaillierte Selbsteinschätzungen von Patienten ausgewertet und einen Zusammenhang zwischen Angstsensitivität und Depression gezeigt. In ihrer Pressemitteilung, die ich hier übersetzt habe, meinen die Forscher, die Ergebnisse eröffnen Möglichkeiten zu neuen Ansätzen für die Therapie:

Angstsensitivität oder eine Furcht vor Angstgefühlen könnte bei Menschen, die sich ohnehin schon überdurchschnittlich viele und starke Sorgen machen, das Risiko für die Entwicklung einer Depression erhöhen, meinen Forscher der Pennsylvania State University. Wenn wir verstehen, wieso eine unnormal starke Reaktion auf Angst einen Risikofaktor für Depression darstellt, könnte Angstsensitivität vielleicht zu einem künftigen Ziel für die Behandlung von Depression werden.

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Sind Depressionen so lebensgefährlich wie das Rauchen?

November 30th, 2009 — 11:25pm

Eine neue Studie hat nun den Nachweis für etwas erbracht, das Fachleute schon länger vermutet haben: Depressionen sind tatsächlich so schlecht wie Rauchen. Für Betroffene haben die Forscher aber auch eine gute Nachricht. Die erhöhte Sterblichkeit kann vermutlich gesenkt werden, wenn sich Ärzte und Patienten selbst gezielt auch um ihre körperliche Gesundheit kümmern. Ich habe die Pressemitteilung der Wissenschaftler übersetzt:

Eine Untersuchung von Forschern der Universität Bergen in Norwegen und des Institute of Psychiatry am King’s College London zeigt, dass Depression genauso ein Risikofaktor für erhöhte Sterblichkeit ist wie Rauchen.

Die Forscher werteten zum ersten mal eine Untersuchung an mehr als 60000 Menschen gemeinsam mit einer ebenso umfangreichen Datenbank zur Sterblichkeit aus und stellten fest, dass in den vier Jahren seit der Untersuchung das Sterblichkeitsrisiko bei Menschen mit Depression ähnlich stark erhöht war wie bei Rauchern.

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Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?

November 16th, 2009 — 6:01pm

Der Schritt vom Verhalten von Molekülen oder Nerven zur Wahrnehmung und Empfindung des Menschen ist riesig, und entsprechend lange kann die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden dauern. Forscher haben in einer aktuellen Studie eine Methode vorgestellt, mit der man diesen Prozess für Menschen mit Angststörungen beschleunigen könnte. Ich habe die Pressemitteilung der Wissenschaftler zu ihrer faszinierenden Studie übersetzt:

In einer neuen Studie gelang es Psychologen an der University of Alabama, Birmingham (UAB) in den USA zum ersten Mal zu sehen, wie genau verschiedene Gehirnregionen des Menschen bei einem unerwarteten oder traumatischen Ereignis reagieren. Die Untersuchung könnte die Entwicklung biologischer Diagnoseverfahren ermöglichen, mit denen man bei Leuten eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) feststellen kann, oder Patienten mit PTSD, die von einer bestimmten Behandlungsmethode profitieren könnten.

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Welche Auswirkungen haben Angststörungen der Mutter auf das ungeborene Kind?

Oktober 31st, 2009 — 8:25pm

Wenn Mütter zu starken Angststörungen neigen, kann sich das auf das seelische Wohl ihrer Kinder auswirken. Eine aktuelle Untersuchung hat nun gezeigt, dass auch die körperliche Entwicklung von Babys in Mitleidenschaft gezogen werden kann, und das schon vor der Geburt. Ich habe das Wesentliche des Artikels kurz zusammengefasst:

Eine neue Studie im Journal Paediatric and Perinatal Epidemiology zeigt, dass sich Angststörungen bei schwangeren Frauen auf die Größe und den Entwicklungsstand des Babys auswirken können. Genauer gesagt sind es schwerere und chronische Angststörungen bei Frauen während der Schwangerschaft, die mit erhöhter Wahrscheinlichkeit negative Auswirkungen auf das Baby haben.

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Wie verbreitet sind Depression und Angststörungen im Vorschulalter?

Oktober 23rd, 2009 — 2:44pm

Nach einer aktuellen Studie, die jetzt im Journal of Child Psychology and Psychiatry veröffentlicht wurde, leiden fast 15 Prozent aller Kindern schon im Vorschulalter an ungewöhnlich hochgradiger Depression und Angststörungen. Weiter zeigte die Untersuchung, die fünf Jahre dauerte, dass Kinder mit ungewöhnlich hochgradiger Depression und Angststörungen überdurchschnittlich oft Mütter mit einer Vorgeschichte von Depression haben.

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Unterschätzen wir die Häufigkeit psychischer Krankheiten?

Oktober 21st, 2009 — 3:29pm

In dem Nachrichtendienst eScience ist vor wenigen Wochen ein guter Beitrag veröffentlicht worden, der eine Studie zum Thema “Wie häufig sind psychische Krankheiten tatsächlich?” zusammenfasst. Nachfolgend übersetze ich den Beitrag in Auszügen:

Die Häufigkeit von Ängsten, Depression und Anhängigkeit von Substanzen mit einer Wirkung auf die Psyche könnte doppelt so hoch sein, wie Experten für psychische Gesundheit bisher angenommen haben. Das hängt davon ab, wie man sie misst.

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