Category: Glücksforschung


Macht zu viel Smalltalk unglücklich?

März 7th, 2010 — 12:49pm

Macht zu viel Smalltalk unglücklich sDer Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden von Menschen und dem Zusammensein mit anderen ist durch viele Studien belegt. In einer aktuellen Untersuchung haben Forscher den Einfluss von Quantität und Qualität menschlicher Kommunikation verglichen und gezeigt, die glücklichsten Menschen reden viel und plappern wenig. Ich habe einen Presseartikel von dieser Woche übersetzt, der die noch nicht veröffentlichte Studie schon kurz beschreibt:

Womit verbringt ein glücklicher Mensch mehr Zeit – mit belanglosem Geschwätz oder mit nachdenklichen und tiefgehenden Gesprächen? Die Psychologen Matthias R. Mehl, Shannon E. Holleran und C. Shelby Clark von der University of Arizona sowie Simine Vazire von der Washington University in St. Louis in den USA untersuchten, ob sich glückliche und unglückliche Menschen darin unterscheiden, wie sie sich mit anderen unterhalten.

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Schützt Zufriedenheit vor Herzerkrankungen?

Februar 21st, 2010 — 1:46pm

Schützt Zufriedenheit vor Herzerkrankungen sDer Zusammenhang zwischen Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist schon länger bekannt. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass eine „positive Persönlichkeit“ einen entgegengesetzten Effekt hat und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Ich habe eine Pressemitteilung des Herausgebers des Journals vom 18. Februar übersetzt, in der die Forscher praktische Tipps für den Alltag geben:

Menschen, die normalerweise glücklich, begeisterungsfähig und zufrieden sind, werden seltener herzkrank als Menschen, die eher nicht glücklich sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine bedeutende neue Studie, die am 17. Februar veröffentlicht wurde.

Nach Meinung der Autoren zeigt die Studie, die im European Heart Journal, dem führenden europäischen Fachjournal für Kardiologie, veröffentlicht wurde, zum ersten Mal einen Zusammenhang zwischen positiven Emotionen und koronarer Herzkrankheit, der unabhängig von anderen Risikofaktoren ist.

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Macht hoher sozialer Status glücklich?

Februar 4th, 2010 — 8:05pm

Macht hoher sozialer Status glücklich sEine aktuelle Studie von amerikanischen Forschern zeigt, dass sich im Gehirn von Menschen mit einem hohen sozialen Status mehr „Glücksrezeptoren“ feststellen lassen. Wie oft bei Untersuchungen dieser Art, bleibt ungeklärt, ob diese Rezeptoren Menschen glücklicher machen oder aber das Gehirn mehr solche Moleküle bildet, um mit dem Glück des sozialen Zuspruchs fertig zu werden. Ich habe die Pressemitteilung des Herausgebers vom 3. Februar übersetzt:

Normalerweise denken wir bei den Vorteilen, die Menschen von ihrem sozialen Status haben, zuerst an Belohnungen von außerhalb. Nun zeigt eine neue wissenschaftliche Veröffentlichung in der Februarausgabe von Biological Psychiatry, einem Fachjournal von Elsevier, dass es auch innere Belohnungen gibt.

Dr. Martinez und ihre Mitarbeiter stellten einen Zusammenhang zwischen einem hohen sozialen Status, starkem sozialen Rückhalt und der Dichte von Dopamin-D2/D3-Rezeptoren im Striatum fest. Das Striatum ist eine Gehirnregion, die eine zentrale Rolle beim Empfinden von Belohnung und Motivation spielt. Der Neurotransmitter (Botenstoff) Dopamin und die Rezeptoren, an die er bindet, haben eine Schlüsselfunktion bei der Entstehung dieser Verhaltensreaktionen im Striatum.

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Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?

Dezember 30th, 2009 — 2:00pm

compassion s sMehrere neue Studien amerikanischer Psychologen zeigen, dass der Mensch von Mitgefühl und selbstlosen Verhaltensweisen auch Vorteile für sich hat, zum Beispiel bei der Fürsorge für seine Kinder. Ich habe einen Presseartikel der Universität vom 8.12. übersetzt, der ein ganzes Forschungsprogramm beschreibt und etwas länger ist. Er kommt zu dem Schluss, dass Mitgefühl angeboren und der stärkste Instinkt des Menschen ist:

Forscher an der University of California in Berkeley stellen den lange vorherrschenden Glauben infrage, dass der Mensch darauf programmiert ist egoistisch zu sein. In Untersuchungen auf ganz verschiedenen Gebieten tragen Sozialwissenschaftler immer mehr Daten zusammen, die zeigen, dass sich der Mensch in seinem Drang zu überleben und gedeihen zu einer Spezies entwickelt, die immer mitfühlender wird und besser füreinander arbeitet.

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Wann kann Stress glücklich machen?

November 24th, 2009 — 4:56pm

Wann kann Stress glücklich machen sHat Sie Ihre Arbeit heute wieder so richtig gestresst? Vielleicht sollten Sie dankbar sein. Offenbar kann Stress Menschen glücklich machen. Allerdings muss man bei der Arbeit etwas Neues gelernt haben. Das haben amerikanischer Glücksforscher in einer Untersuchung gezeigt. Ich habe ihre Pressemitteilung übersetzt.

„Ohne Fleiß kein Preis” gilt auch für das Empfinden von Glück. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die jetzt online im Journal of Happiness Studies veröffentlicht wurde. Menschen, die sich ernsthaft um die Verbesserung einer praktischen oder geistigen Fähigkeit bemühen, etwa wenn sie eine Mathematikaufgabe lösen oder den Führerschein machen, können das als momentanen Stress empfinden, sind dabei aber abends nach getaner Arbeit und auch langfristig glücklicher, so das Ergebnis der Studie.

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Was erhöht die Zufriedenheit – Geld oder Therapie?

November 21st, 2009 — 5:45pm

Was erhöht die Zufriedenheit – Geld oder Therapie-1Das erscheint auf den ersten Blick erst einmal eine ziemlich unsinnige Frage zu sein, doch Forscher der Universitäten von Warwick und Manchester haben genau diese Fragestellung untersucht, indem sie die Daten von mehreren tausend Personen, die über längere Zeit zu ihrer Zufriedenheit befragt wurden, ausgewertet haben.  Durch diese Untersuchung konnten die Auswirkungen zum Beispiel von finanziellem Zugewinn (entweder durch deutliche Gehaltserhöhungen oder auch z.B. durch einen Lotteriegewinn) auf die eigene Zufriedenheit ausgewertet werden, ebenso wie der Zusammenhang mit einer absolvierten Psychotherapie.

Das Ergebnis erscheint eindeutig, der Effekt einer Psychotherapie auf die eigene Zufriedenheit der untersuchten Personen war offensichtlich um ein vielfaches höher als der Effekt von signifikant mehr verfügbarem Geld.

Das ist ein interessanter Beitrag, u.a. zur Glücksforschung, in der vielfach gezeigt werden konnte, dass die gewaltigen Zugewinne im materiellen Wohlstand in den letzten 50 Jahren keineswegs mit einer gesteigerten Lebenszufriedenheit einhergehen, stattdessen aber die psychische Gesundheit in der Bevölkerung kontinuierlich abgenommen hat.  Mehr zu dieser Studie und den Schlussfolgerungen der Autoren hier:

Pressemitteilung Department of Psychology University of Warwick, 19.11.2009

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Wann steht Hoffnung dem Glück im Weg?

November 8th, 2009 — 11:01am

Viele Kranke leben buchstäblich von der Hoffnung auf eine Besserung. Eine neue wissenschaftliche Studie zeigt nun, dass auch das Gegenteil der Fall sein kann. Wenn man Schwerkranken Hoffnung auf eine Heilung gibt, kann sie das depressiv machen. Die Studie wird demnächst veröffentlicht, ist aber im Daily Telegraph schon kurz beschrieben. Ich habe den Artikel für Sie übersetzt.

Wenn Menschen, die mit einer schweren Krankheit leben, die Hoffnung aufgeben, kann sie das glücklicher machen, meinen Psychologen.

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Machen Kinder glücklich?

Oktober 29th, 2009 — 3:10pm

make children happy c sVor Kurzem erschien eine interessante wissenschaftliche Studie darüber, ob Kinder Eltern glücklich machen. Die wichtigsten Ergebnisse fasse ich hier zusammen:

Wenn Ehepaare Kinder haben, sind sie mit ihrem Leben zufriedener, und je mehr Kinder, desto glücklicher sind sie. Aber bei unverheirateten Menschen haben Kinder kaum oder gar keinen positiven Einfluss auf das Glücksempfinden. Das geht aus einer Studie von Dr. Luis Angeles an der University of Glasgow hervor, die gerade online im Journal of Happiness Studies veröffentlicht wurde.

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Leben Optimisten länger als Pessimisten?

August 19th, 2009 — 5:22pm

optimist vs pessimist s sZumindest gibt es Hinweise darauf, dass dies so sein könnte: In einem aktuellen Artikel in Circulation: Journal of the American Heart Association wurde untersucht, ob optimistische Frauen ein niedrigeres Risiko haben an einer Herzkrankheit zu sterben als pessimistische. Während dieser Zusammenhang nicht belegt werden konnte, konnte jedoch gezeigt werden, dass die untersuchten pessimistischen Frauen grundsätzlich einem höheren Sterberisiko ausgesetzt waren als optimistische.

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2 comments » | Alter, Depression, Glücksforschung

Werden wir im Alter glücklicher?

August 9th, 2009 — 3:07am

Werden wir im Alter glücklicher-1Dies wird heute ein etwas längerer Beitrag, aber ich denke, es lohnt sich. Bei der aktuellen 117. Jahrestagung der American Psychological Association ging es unter anderem um das Thema “Psychische Gesundheit im Alter”.  Ich übersetze und fasse die gestrige Pressemitteilung zusammen, in der die APA über die Konferenz berichtet:

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