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Wie wirkt sie die Pensionierung auf die Lebenszufriedenheit eines Menschen aus?

27. Januar 2013

Macht Ruhestand zufriedenerFür die meisten Menschen ist die Pensionierung die Zeit einer großen Umstellung, die manchen sehr schwer fällt. Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie sich die Anhebung des Rentenalters auf die Anpassung von Menschen, die gerade in den Ruhestand getreten sind, an ihre neuen Lebensumstände auswirkt. Wir haben einen Presseartikel über die Studie vom Dezember übersetzt, die Pensionäre in verschiedenen Ländern verglich:

Wenn in manchen Ländern die Altersgrenze für den Eintritt in den Ruhestand angehoben wurde, um die Staatsfinanzen zu stabilisieren, hat das langfristig keine negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Männern. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie von Dr. Elizabeth Mokyr Horner von der University of California, Berkeley in den USA. Ihre Untersuchung zeigt, dass alle Menschen die gleichen psychologischen Stadien durchlaufen, wenn sie ihr Leben an die Zeit nach der Pensionierung anpassen. Die Lebenszufriedenheit stabilisiert sich nach dem Alter von 70 Jahren und ist unabhängig davon, in welchem Alter jemand in den Ruhestand geht. Die Studie wurde online im Journal of Happiness Studies veröffentlicht, das von Springer herausgegeben wird.

Je älter die Menschen werden, desto größer wird die Anzahl der Rentner im Vergleich zu den Steuerzahlern. Dadurch entstehen steigende Kosten, während gleichzeitig die Ressourcen dahinschwinden. Obwohl es Unterschiede zwischen Ländern bei der Altersversorgung und der Altersgrenze für den Eintritt in den Ruhestand gibt, sind die allermeisten der heute existierenden Sozialversicherungssysteme finanziell nicht stabil. Deshalb haben einige Länder ihre Altersgrenze für den Eintritt in Ruhestand immer weiter heraufgesetzt.

Dr. Mokyr Horners Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Eintritt in den Ruhestand und der Zufriedenheit von Menschen in den Jahren kurz vor und nach ihrer Pensionierung. Dafür analysierte sie die Daten dreier internationaler Studien: eine Untersuchung über 14 EU-Länder (Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe, 2006), eine Langzeitstudie aus Großbritannien (English Longitudinal Study of Ageing, 2006) und eine US-amerikanische Studie (Health and Retirement Study, 2004). Die Daten stammten von insgesamt 18 345 Männer im Alter von 50 bis 70 Jahren, die vollständig in den Ruhestand getreten waren. Die Forscherin interessierte sich insbesondere dafür, wie zufrieden die Männer mit ihrem Leben zu bestimmten Zeitpunkten nach der Pensionierung waren.

In der Zeit um ihren Eintritt in den Ruhestand herum verbesserten sich das Wohlbefinden und die Lebenszufriedenheit der Männer deutlich. Ein paar Jahre nach der Pensionierung nahm jedoch ihre Zufriedenheit innerhalb von kurzer Zeit ab. Das geschah unabhängig davon, wie alt die Männer bei ihrer Pensionierung waren. Langfristig, das heißt nach dem Alter von 70 Jahren, stabilisierte sich das Niveau der Zufriedenheit bei allen Männern.

Dr. Mokyr Horner kommt zu dem Schluss: „Eine spätere formelle Pensionierung verzögert einfach nur die positiven Auswirkungen der Pensionierung bei Männern, und das Alter bei der formellen Pensionierung ist relativ neutral, was die Zufriedenheit insgesamt angeht. Angesichts des wachsenden finanziellen Drucks das Pensionsalter nach oben anzupassen, lässt sich aus meinen Untersuchungen schließen, dass dadurch das Wohlbefinden alles in allem nur geringfügig, wenn überhaupt, beeinflusst wird.“

Quellen:

e!Science News, 4. Dezember 2012

Horner. Journal of Happiness Studies, Dez 2012

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Rubrik: Alter, Glücksforschung
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