Hochsensible Kinder leiden besonders stark unter einer unglücklichen Kindheit. Eine neue Studie zeigt nun, dass solche Kinder aber bei guter Fürsorge auch besonders gut gedeihen. Ich habe einen Presseartikel der EurekAlert vom 5. Februar übersetzt, der die umfangreiche Untersuchung kurz zusammenfasst:
Kinder, die besonders empfindlich auf Stress reagieren, sind auch anfälliger für die Auswirkungen schwieriger Familienverhältnisse, und sie haben mehr Verhaltens- und Gesundheitsprobleme als gleichaltrige Kinder. Aber eine neue Langzeitstudie zeigt, dass sich hoch empfindsame Kinder auch besonders gut entwickeln, wenn sie in einer Umwelt auswachsen, die sie fördert.
Viele Eltern sind vorsichtig, was sie in Gegenwart ihrer Kinder sagen, damit die Kleinen nichts falsch aufschnappen. Dabei lernen sie wahrscheinlich das meiste richtig, sehr gut und offenbar auch erstaunlich früh. Eine aktuelle Studie hat nun zeigt, dass bei Babys die Sprachentwicklung schon viel früher beginnt als bisher angenommen. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher übersetzt.
Schon von den allerersten Tagen im Leben an hat das Schreien von Babys Merkmale, die typisch für die Sprache seiner Eltern sind. Das zeigt eine neue Studie, die in der Novemberausgabe von Current Biology, einem Journal aus der Cell Press-Reihe, online veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich Säuglinge Elemente ihrer späteren ersten Sprache schon im Mutterleib aneignen, und damit lange vor ihrem ersten Babbeln oder Gurren.
Wenn Mütter zu starken Angststörungen neigen, kann sich das auf das seelische Wohl ihrer Kinder auswirken. Eine aktuelle Untersuchung hat nun gezeigt, dass auch die körperliche Entwicklung von Babys in Mitleidenschaft gezogen werden kann, und das schon vor der Geburt. Ich habe das Wesentliche des Artikels kurz zusammengefasst:
Eine neue Studie im Journal Paediatric and Perinatal Epidemiology zeigt, dass sich Angststörungen bei schwangeren Frauen auf die Größe und den Entwicklungsstand des Babys auswirken können. Genauer gesagt sind es schwerere und chronische Angststörungen bei Frauen während der Schwangerschaft, die mit erhöhter Wahrscheinlichkeit negative Auswirkungen auf das Baby haben.
Nach einer aktuellen Studie, die jetzt im Journal of Child Psychology and Psychiatry veröffentlicht wurde, leiden fast 15 Prozent aller Kindern schon im Vorschulalter an ungewöhnlich hochgradiger Depression und Angststörungen. Weiter zeigte die Untersuchung, die fünf Jahre dauerte, dass Kinder mit ungewöhnlich hochgradiger Depression und Angststörungen überdurchschnittlich oft Mütter mit einer Vorgeschichte von Depression haben.
Um es vorweg zu nehmen: Jedes Kind ist anders. Das heißt es gibt keine “magische Schlafstundenzahl”, die für jedes Kind einer Altersgruppe gilt. Dennoch ist es manchmal hilfreich, sich Durchschnittswerte anzusehen, um möglicherweise eine starke Abweichung vom Schlafverhalten des eigenen Kindes zu erkennen.
In einem kurzen (weniger als 3-minütigen) englischsprachigen Video beschreibt Paul Salkovskis, Professor für Klinische Psychologie im Kings College Hospital, UK die Unterschiede zwischen spezifischer und generalisierter Angststörung und stellt kurz dar, wie die unterschiedlichen Angststörungen erfolgreich zu behandeln sind. Eine sehr übersichtliche Einführung in das Thema -- aufgrund des hohen Sprechtempos von Salkovskis viel Inhalt in kurzer Zeit …
Wer englische Untertitel mitlesen möchte, schaut sich das Video am besten auf der NHS Website an, auf der es ursprünglich veröffentlicht wurde (hier).
Heute bin ich auf der (ausgezeichneten) Website des NHS (National Health Service, Großbritannien) auf eine gute englischsprachige Einführung zum Thema ADHS gestoßen. In dem etwa 5-minütigen Video fasst Dr. Ann York vom South West London Mental Health Trust Erkenntnisse zu Entstehung und Symptomen von ADHS zusammen. Außerdem kommen Eltern eines Kindes mit ADHS Erkrankung zu Wort sowie das Kind -- Oscar -- selbst. Ohne die Krankheit zu verharmlosen, macht das Video Eltern Mut, mit ADHS umzugehen, ja sogar es als eine Bereicherung anzunehmen.
In der letzten Woche hat eine Forschergruppe der University of California über eine Studie berichtet, die den Zusammenhang zwischen den Essensgewohnheiten der Eltern und denen ihrer Kinder untersucht. Wie wohl inzwischen allgemein bekannt ist, ist der hohe Anteil an übergewichtigen Kindern nicht mehr nur ein amerikanisches Phänomen, sondern inzwischen auch ein alarmierendes Problem in Deutschland. Eine Vielzahl von bundesweiten Initiativen zur gesunden Ernährung in Schulen und Kindergärten künden davon. Continue reading »
Ja, und nicht nur das, sondern zusätzlich auch noch dick. Das legen zwei Studien nahe, über die die Ärztezeitung heute in denkbar knapper Form berichtet. Ich zitiere: “Ob es am schlechten Programm liegt, weiß keiner – jedenfalls werden Kinder und Jugendliche im späteren Leben umso dicker und depressiver, je mehr sie in jungen Jahren fernsehen. [...]
In der einen Studie (Arch Gen Psych 66, 2009, 181) war die Depressionsrate bei den Teilnehmern am höchsten, die sieben Jahre zuvor am meisten ferngesehen hatten. Video- und Computerspiele hatten auf die Rate dagegen keinen Einfluss. In der anderen Studie waren die Teilnehmer am dicksten, die fünf Jahre zuvor als Schüler am meisten ferngesehen hatten (Int J Behav Nutr 6:7, 2009).”
In der Online-Version des Ärzteblatt sind am vergangenen Freitag Ergebnisse einer Studie zu dem Thema veröffentlicht worden. Die Zusammenfassung ist so kurz und prägnant, dass ich mir nicht die Mühe machen muss, sie eigens umzuformulieren. Daher zitiere ich: “Etwa jeder zehnte Schulanfänger leidet regelmäßig unter Schlafstörungen.