Besteht ein biologischer Zusammenhang zwischen Stress, Ängsten und Depressionen?
Stress, Ängste und Depression stehen in einem komplexen Zusammenhang, was eine gezielte Behandlung von Patienten erschwert. Eine aktuelle Studie hat nun zwei Proteine im Gehirn identifiziert, die eine Schlüsselfunktion bei den molekularen Mechanismen zu haben scheinen. Wir haben eine Presseerklärung der Universität von vor zwei Wochen übersetzt, die die Ergebnisse der Studie und ihr therapeutisches Potential beschreibt:
Wissenschaftler an der University of Western Ontario in Kanada haben den biologischen Zusammenhang zwischen Stress, Ängsten und Depression entdeckt. Indem sie den Verbindungsmechanismus im Gehirn identifiziert, zeigt diese wegweisende Studie, die unter Leitung von Stephen Ferguson vom Robarts Research Institute der Universität durchgeführt wurde, wie genau Stress und Ängste zu Depressionen führen könnten. Weiter beschreibt die Studie einen Inhibitor, den Fergusons Team entwickelt hat. Das kleine Molekül könnte neue und bessere Methoden zur Behandlung von Ängsten, Depression und verwandten Störungen ermöglichen. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt online in Nature Neuroscience veröffentlicht.
Hochsensible Kinder leiden besonders stark unter einer unglücklichen Kindheit. Eine neue Studie zeigt nun, dass solche Kinder aber bei guter Fürsorge auch besonders gut gedeihen. Ich habe einen Presseartikel der EurekAlert vom 5. Februar übersetzt, der die umfangreiche Untersuchung kurz zusammenfasst:
Wissenschaftler am Nestlé Research Center in Lausanne behaupten, sie hätten nachgewiesen, was viele Leute schon lange behaupten – Schokolade essen ist gut bei Stress. Ich habe die Pressemitteilung übersetzt.
Vor wenigen Wochen hat die Universität Zürich in einer Pressemitteilung auf ein bemerkenswertes Experiment hingewiesen. Schon seit einiger Zeit ist bekannt, dass das Sozialverhalten von Säugetieren und eben damit auch Menschen unter anderem durch das Hormon Oxytocin mitbestimmt wird. Forscher der Uni Zürich untersuchten nun, wie sich das externe Zuführen einer Dosis Oxytocin (via Nasenspray) auf streitende Paare auswirkt.