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Wie verbreitet ist Stress und Burn-Out in Deutschland?

15. Mai 2009

Im Ärzteblatt ist heute ein Beitrag erschienen, der die Ergebnisse einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) zusammenfasst. Ich gebe ihn nachfolgend ausszugsweise wieder, die Hervorhebungen stammen von mir:

Acht von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig, jeder Dritte steht unter Dauerdruck. Bereits jeder Fünfte leidet unter gesundheitlichen Stressfolgen – von Schlafstörungen bis zum Herzinfarkt, wie eine am Donnerstag in Berlin vorgestellte Studie im Auftrag der Techniker-Krankenkasse (TK) ergab. Stressfaktor Nummer eins ist demnach der Job, doch auch finanzielle Sorgen führen laut der Untersuchung vermehrt zu psychischen Belastungen. Hauptgründe für Stress am Arbeitsplatz sind Hetze und Termindruck, wie es in der repräsentativen Studie von TK, FAZ-Institut und Forsa heißt. Zudem leiden demnach viele darunter, durch moderne Kommunikationsmittel rund um die Uhr erreichbar zu sein – insbesondere Führungskräfte. Ein Drittel der gut 1.000 Befragten fühle sich stark erschöpft oder gar ausgebrannt.

Dies schlage sich auch in hohen Fehlzeiten nieder: So waren der Untersuchung zufolge die Menschen hierzulande im letzten Jahr fast zehn Millionen Tage wegen sogenannter Burnout-Symptome krankgeschrieben. Damit fehlten rund 40.000 Arbeitskräfte über das ganze Jahr im Büro oder an der Werkbank, weil sie sich ausgebrannt fühlten.

„Besonders beunruhigend ist dabei, dass die Zahl der Burnout-Krankschreibungen innerhalb der letzten fünf Jahre um 17 Prozent angestiegen ist“, warnte Helen Heinemann vom Hamburger Institut für Burnout-Prävention (IBP). Nicht nur Manager seien betroffen. „Besonders gefährdet sind Menschen in sozialen Berufen, Beschäftigte in Sandwich-Positionen zwischen zwei Hierarchieebenen, Schichtarbeiter und Berufspendler.“

Noch gestresster als Berufstätige fühlen sich der TK-Studie zufolge Hausfrauen und -männer. 95 Prozent von ihnen klagten über Stress, vier von zehn seien in körperlichem und psychischem Daueralarm mit Pulsrasen und Magendrücken – damit stünden Hausfrauen und -männer sogar stärker unter Strom als Führungskräfte.  Am stärksten belastend wirkten dabei die Kindererziehung und die Sorge um die familiären Finanzen. Zudem stellen gerade Frauen der Untersuchung zufolge eigene Interessen zurück: Mehr als jede Zweite leide darunter, eigene Bedürfnisse zugunsten ihrer Familie zu vernachlässigen. […]

Laut der Studie leiden Menschen unter Dauerdruck im Vergleich zu wenig Gestressten mehr als doppelt so oft unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, der häufigsten Todesursache in Deutschland. Auch Rücken- und Kopfschmerzen, Infekte, psychische Probleme und Schlafstörungen treten demnach umso häufiger und stärker auf, je größer die Stressbelastung ist.“

Quelle:

Deutsches Ärzteblatt/Aerzteblatt.de, 15. Mai 2009

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Wie hilft Psychotherapie bei Stress und Burn-Out?

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Rubrik: Burnout/Stress
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2 Kommentieren

  1. Monika
    Mai 19th, 2009

    Ich glaube der Stress ist sehr berühmt bei uns in Deutschland,leider.Ich selbst versuche es nicht zu merken und immer cool bleiben…aber das wirkt nicht immer.Guter Artikel:)

  2. Wann reagiert der Körper auf Stress? | Burnout Blog
    September 24th, 2011

    […] Wie verbreitet ist Stress und Burn-Out in Deutschland? […]

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