Januar 7th, 2010 — 8:55pm
Eine aktuelle Studie hat die Wirksamkeit von Medikamenten für die Behandlung von Depression untersucht und gezeigt, dass ein Nutzen der häufig verwendeten Antidepressiva nur in schweren Fällen nachgewiesen ist. Ich habe einen Artikel der New York Times vom 5. Januar übersetzt, in dem die Autoren der Studie meinen, eine nicht-medikamentöse Therapie kann für das Gros der Patienten mit weniger schweren Depressionen genauso effektiv sein:
Manche Medikamente, die oft bei Depression verschrieben werden, helfen in besonders schweren Fällen, aber bei den meisten Patienten wirken sie nicht besser als Placebos. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung, die jetzt veröffentlicht wurde.
Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, eine langjährige Debatte über Antidepressiva beizulegen. Obwohl die Studie nicht bedeutet, dass die Medikamente für Menschen mit mittleren bis schweren Depressionen wertlos sind – vielen dieser Patienten scheinen sie zu helfen – erklärt sie wahrscheinlich den heftigen Gelehrtenstreit über die Wirksamkeit dieser Medikamente für Depressionspatienten insgesamt.
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Dezember 10th, 2009 — 5:48pm
In der Persönlichkeitspsychologie werden fünf übergeordnete Typen von Persönlichkeitseigenschaften unterschieden. Eine neue Untersuchung hat nun gezeigt, dass zwei davon, die bei Patienten mit Depression gehäuft stärker beziehungsweise schwächer ausgeprägt sind, durch ein Antidepressivum verändert werden können. Laut Pressemitteilung des Fachjournals, die ich übersetzt habe, lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass Antidepressiva vielleicht anders wirken als bisher angenommen wurde:
Die Persönlichkeit von Menschen, die Medikamente zur Behandlung von Depression einnehmen, kann sich verändern, und dieser Persönlichkeitswandel ist unabhängig von einer Besserung der Depressionssymptome. Das zeigt eine aktuelle Studie, die in der Dezemberausgabe der Archives of General Psychiatry aus der Reihe der JAMA/Archives-Journale erscheint.
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Oktober 28th, 2009 — 8:29pm
Heute bin ich auf eine interessante Studie getoßen, die einen Beitrag zur Beantwortung liefert, warum Antidepressiva bei vielen Erkrankten keine gewünschte Wirkung zeigen. Nachfolgend meine Übersetzung einer Zusammenfassung der Studie:
Bei über der Hälfte der Patienten, die Antidepressiva gegen Depressionen einnehmen, verbessern sich die Beschwerden durch die Medikamente nie.
Warum? Weil die Ursachen der Depression zu stark vereinfacht dargestellt wurden und Medikamente, die für ihre Behandlung entwickelt wurden, auf das falsche Ziel gerichtet sind. Das geht aus neuen Forschungsergebnissen der Northwestern University Feinberg School of Medicine hervor. Diese Medikamente sind wie Pfeile, die jemand auf die Außenringe einer Zielscheibe schießt anstelle auf das Schwarze.
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Mai 27th, 2009 — 8:55am
In der Süddeutschen Zeitung ist heute ein interessanter Beitrag erschienen. Hier wird eine Studie vorgestellt, in der es um den Zusammenhang von Depressionen und chronischen Schmerzen geht und wie beides effektiv behandelt werden kann. Ich zitiere den Artikel nachfolgend auszugsweise (Hervorhebungen von mir):
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April 15th, 2009 — 9:06am
Ich möchte heute auf ein ausgezeichnetes Angebot im Internet hinweisen. In dem sogenannten “Kompetenznetzwerk Depression“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, sind eine Reihe hilfreicher und fundierter Informationen zum Thema Depression gebündelt.
Unter anderem sind dies: Selbsttest “Bin ich depressiv?”, Erfahrungsberichte depressiver Menschen in Text und Film, eine Übersicht über Fakten zur Depression, Antworten auf die Fragen “Wie kann man Depression erkennen” und “Wie lässt sie sich behandeln?” Und nicht zuletzt sehr nützliche Ratschläge für Angehörige depressiver Menschen.
Sehr zu empfehlen!
München, 15.04.09
Kompetenznetzwerk Depression
Selbsttest “Bin ich depressiv?”
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Januar 12th, 2009 — 10:28am
In einer Pressemitteilung vom vergangenen Freitag (09. 01. 2009) berichtet Alfons Hamm vom Institut für Psychologie der Universität Greifswald von Zwischenergebnissen einer deutschlandweiten Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Untersucht wurde die Wirksamkeit von Verhaltenstherapie bei der Behandlung von Panikattacken und Platzangst. Hintergrund ist, dass in Deutschland ca. 2,5 Mio. Menschen an Panikstörungen und Platzangst leiden, viele jedoch erst nach Jahren des Leidens geheilt werden. So nehmen die Betroffenen in der Regel erst sieben (!) Jahre nach Auftritt der Störung eine Psychotherapie in Anspruch. Vorher haben diese Patienten häufig Medikamente verschrieben bekommen, u.a. auch gegen Depressionen, die häufigt mit Angststörungen einhergehen. In nahezu einem Drittel der Fälle (28%) ist Medikamentenabhängigkeit die Folge, ohne dass nachhaltige Besserung eintritt.
Die Zwischenergebnisse der Studie zeigen, dass mit einer sechswöchigen Verhaltenstherapie fast 90% der Patienten geholfen werden konnte. Auch die Ausprägung begleitender Krankheiten (wie z.B. Depression) gingen durch die Therapie signifikant zurück. Die Verfasser der Studie hoffen, dass die Verhaltenstherapie als effiziente Behandlungsmethode für Panikstörungen “flächendeckend eingeführt wird”, um so den Betroffenen schneller und wirksamer als bisher helfen zu können.
Zur Pressemitteilung der Universität Greifswald
Autorin: Dr. Rose Shaw, München
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