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Rubrik: Allgemeines

Wann haben Sie Ihr letztes Buch gelesen?

20. November 2016

„Vielleicht haben wir von allen Kindheitstagen diejenigen am intensivsten durchlebt, von denen wir glaubten, wir hätten sie nutzlos vertan: die nämlich, die wir mit der Lektüre eines Lieblingsbuches verbrachten.“ M. Proust

„Lesen ist für den Geist, was Gymnastik für den Körper ist.“ J. Addison

„Denn mit den Geistern anderer Jahrhunderte verkehren, ist fast dasselbe wie reisen.“ R. Descartes

„Das Lesen nimmt so gut wie das Reisen die Einseitigkeit aus dem Kopfe.“ J. Paul

„Wenn ich ein Buch lese, ein gescheites ebenso wie ein törichtes, ist es mir, als lebte es und spräche mit mir.“ J. Swift

„Lesen weitet die Seele, und ein guter Freund tröstet sie.“ Voltaire

Sollten diese Zitate bekannter gebildeter Persönlichkeiten die Lust aufs Lesen nicht wecken, dann überzeugen vielleicht die folgenden überraschenden wissenschaftlich fundierten Fakten, die den dem Lesen zugesprochenen positiven Einfluss auf Psyche und Körper bestätigen…


Ist der Vater in der Eltern-Kind-Triangel wirklich das dritte Rad am Wagen?

17. August 2016

Es gibt in der Psychologie das Konzept der Triangulation. Darunter versteht man, dass das Kind zusätzlich zur Mutter-Kind-Dyade, also der intensiven Zweierbeziehung zwischen Mutter und Kind, noch eine Beziehung zu einem Dritten, dem Vater aufbaut. Durch diese zweite bedeutsame Bindung bekommt das Kind nach dieser Vorstellung die Möglichkeit, sich immer wieder von der Mutter lösen zu können und dadurch erste Schritte in die Autonomie zu gehen. Die Bindung zum Vater ermöglicht in diesem Konzept zusätzlich die Förderung kognitiver und emotionaler Fähigkeiten und ist damit genauso Bestandteil der Entwicklung des Kindes wie die Bindung zur Mutter. Folgende aktuelle Forschungsergebnisse amerikanischer Forscher belegen ähnliche positive Effekte durch den Vater, die lange Zeit vernachlässigt wurden:


Kann eine Smartphone-App zukünftige Suizidversuche verhindern?

17. Juli 2016

Anhand von Daten des statistischen Bundesamtes kann man nachvollziehen, dass die jährliche Anzahl an Sterbefällen durch Selbstmord seit den 80er Jahren stark zurückgegangen ist. Wo es 1980 noch ca. 18 000 festgestellte Suizide waren, sind es seit dem Jahrtausendwechsel bis heute ca. 10 000 Suizide, und damit immer noch mehr Tote im Jahr durch den Freitod als Opfer von Verkehrsunfällen, HIV-Toten und Drogentoten zusammen. Um Menschen in Notlagen zu helfen, in denen der einzige Ausweg die Beendung des eigenen Lebens scheint, ist es notwendig, diese Notlage zu erkennen und einschätzen zu können. Nun gibt es Hilfe aus dem Bereich der neuen Technologien, die weitere Einblicke in die Entstehung von suizidalen Gedanken und Auslösern für ein dementsprechendes Verhalten geben könnten: eine Smartphone-App fragt prinzipiell gefährdete Personen über den Tag hinweg nach Suizidgedanken.


Nachteule oder Lerche, das ist hier die Frage?

17. März 2016

Wer kennt sie nicht, die Morgenmuffel, die ewig brauchen, um in den Tag zu kommen, aber im späteren Verlauf des Tages topfit werden und nachts zu unerwarteten Leistungen fähig sind? Im Gegenzug dazu gibt es die absoluten Frühaufsteher, die gleich nach dem Aufstehen sofort einsatzbereit sind, in den frühsten Morgenstunden höchst aktiv sind – meist den Sonnenaufgang auch im Sommer beobachten können – und dafür aber schon ins Bett fallen, wenn für andere der Abend erst beginnt. Diese Beobachtungen beschreiben Menschen, die zu den beiden Extrembereichen des sogenannten Chronotyps (chronos = Zeit im Altgriechischen) liegen.


Ein Schlückchen in Ehren kann niemand verwehren! Gilt das auch während der Schwangerschaft

25. Januar 2016

Alkoholkonsum im Allgemeinen ist gesundheitsschädlich. Je größer die konsumierte Menge ist, desto schädlicher. Er kann eine Reihe von Gesundheitsproblemen und sozialen Schwierigkeiten wie beispielsweise Leberzirrhose, verschiedene Krebserkrankungen, Depression, Verkehrsunfälle, Gewaltausbrüche etc. verursachen. Außerdem kann regelmäßiger Alkoholgenuss eine Alkoholabhängigkeit zur Folge haben. Die Weltgesundheitsorganisation gibt an, dass im Jahr 2012 mehr als 3,3 Millionen Menschen weltweit an den Folgen ihres Alkoholkonsums starben. Wenn man sich diese Fakten vor Augen führt, lässt es sich leicht vorstellen, welche Auswirkungen Alkohol auf einen sich im Mutterleib entwickelnden Embryo hat.


Ist Psychotherapie für Betroffene mit Reizdarmsyndrom längerfristig hilfreich?

7. Januar 2016

Der Darm wird auch als „Bauchhirn“ oder „zweites Gehirn“ bezeichnet, weil er mehr Nervenzellen als das Rückenmark hat, die den Verdauungstrakt wie ein Netz umfassen und eng verbunden mit dem Gehirn sind. Ereignisse dort bestimmen unsere Gefühls- und Stimmungslage und umgekehrt wird die Verdauung von unseren Gefühlen beeinflusst. Jeder weiß wie sich eine beeinträchtigte Verdauung auf unser Wohlbefinden auswirkt. Man sieht es am Säugling, der sichtlich und hörbar unter seinen Blähungen leidet, man erinnert sich an das ungute Körpergefühl, wenn man am Tag nach einem Experiment mit ungewohnten Gewürzen den Eindruck nicht loswird, seinem Darm zu viel zugemutet zu haben oder die Beeinträchtigung, wenn man Verstopfung oder Durchfall hat. Kein Wunder, dass Forschungsergebnisse zeigen, dass Menschen mit einem chronischen Reizdarmsyndrom sich stärker als Betroffene anderer Erkrankungen in ihrem psychischen Wohlbefinden eingeschränkt fühlen. Erfreulich ist es da, dass sich psychotherapeutische Verfahren bis jetzt kurzfristig als wirkungsvoll in der Behandlung des Reizdarms ergaben.


Aus der Reihe „Postnatale Depression (PND)“: Faktoren der Angst vor der Geburt bei Erstgebärenden

16. September 2015

Psychische Schwierigkeiten können wie in vorherigen Artikeln schon erwähnt über die Erkrankung an einer Depression hinausreichen. Interessant und wichtig ist es auch, sich mögliche Nöte und Ängste vor der Geburt – besonders bei Frauen, die ihr erstes Kind zur Welt bringen – anzusehen. Eine im Folgenden genauer beschriebene Studie untersucht die sozialen und psychologischen Signale, die auf eine Entwicklung von Angst vor der Geburt bei Frauen, die zum ersten Mal gebären, hinweisen.


Wirkt internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie ebenso gut wie herkömmliche Therapie mit einem anwesenden Therapeuten?

30. August 2015

Internetbasierte psychologische Behandlungen existieren noch nicht lange. Die ersten Versuche wurden in den späten 90er Jahren gestartet. Seither wurde eine große Menge an Programmen entwickelt, ebenso wurden Studien zu einer Reihe an psychiatrischen und somatischen Erkrankungen durchgeführt. Meistens diente dabei die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als Verfahren. Im Folgenden berichten wir aus einer Metastudie, die die Ergebnisse vieler Studien aus einer längeren Zeitperiode untersucht und zu dem Ergebnis kommt, dass internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie (IKVT) im Vergleich mit der herkömmlichen Psychotherapie in Anwesenheit eines Therapeuten gleich wirksam ist.


Schadet es zu denken, dass man füreinander geschaffen ist?

26. Mai 2015

Ein Mythos der Antike besagt, dass wir Menschen früher einmal Kugelwesen mit vier Händen, vier Füßen und zwei Köpfen waren, die mit großer Kraft und Stärke über die Erde rollten. Aus Hochmut und Überschätzung der eigenen Kraft versuchten diese Kugelwesen, in den Himmel der alten Götter zu rollen, um ihn zu erobern. Zeus entschied, dass die Menschen erhalten bleiben sollen, aber geschwächt werden müssen. So ließ er sie mit Hilfe Apolls in der Mitte in zwei Hälften trennen. Seitdem laufen diese halben Wesen auf der Erde in der ständigen Suche nach der anderen Hälfte umher. Spürbar ist dies für uns Menschen durch das erotische Begehren. Wenn wir die andere Hälfte gefunden haben, wollen wir wieder zu einem Kugelwesen verschmelzen und diesen Partner nie wieder verlassen. So romantisch dieses platonische Märchen klingen mag, stellt sich die Frage, ob ähnliche Vorstellungen der Liebe auch heute in unseren Köpfen bestehen und darüber hinaus vor allem, welche Auswirkungen diese Idealvorstellungen auf unsere tatsächlichen Beziehungen haben. Im folgenden Pressebericht stellen sich Sozialpsychologen diesen Fragen.


Wie werden Skin Picking und andere Störungen der Impulskontrolle ausgelöst?

21. April 2015

Dass die Kontrolle der eigenen Impulse oft nicht einfach ist, zeigen anschaulich die Berichte oder Videos (z.B. YouTube) zum Marshmallow-Test des Persönlichkeitspsychologen Walter Mischel aus den 60/70 er Jahren. Den Test gibt es in verschiedenen Versionen. Z.B. setzte er 4-Jährige Kinder vor eine kleine Belohnung, z.B. einen Marshmallow, und bot ihnen die Möglichkeit entweder zu warten bis er wiederkäme – dann bekämen sie einen zweiten dazu – oder eine Glocke zu läuten, dann bekämen sie eben nur einen. Die Länge der Wartezeit konnte er sogar mit dem späteren Erfolg im Leben der Kinder in Zusammenhang bringen. Wenn man sich vorstellt wie schwierig es ist, sich von etwas abzuhalten, das man gerne tut oder für das man eine Gewohnheit entwickelt hat, kann man sich vielleicht vorstellen wie schwierig es für Menschen ist, die unter einer Störung der Impulskontrolle leiden und z.B. zur Beruhigung an den Nägel kauen, sich die Haare ausreißen oder sich die Haut aufkratzen und sich damit selbst schaden. Da diese Verhaltensweisen auch noch mit großer Scham verbunden sind, habe es die Betroffenen nicht einfach, Hilfe zu erhalten. In der Übersetzung des folgenden Artikels geht es darum welche Gemütszustände Störungen der Impulskontrolle vermehrt auslösen.


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