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Was sagen 50 Jahre Forschung zum Thema „Schläge in der Kindererziehung“?

23. Mai 2016

Nach §1631 des Bürgerlichen Gesetzbuchs der Bundesrepublik Deutschland zu Inhalt und Grenzen der Personensorge ist jegliche Art von körperlicher Bestrafung von Kindern verboten. Der Text lautet: „(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ Der deutsche Rechtsstaat ist durch die erdrückende Beweiskraft der jahrzehntelangen Forschung zum Thema im Jahr 2000 aktiv geworden. Er sorgte per Gesetz dafür, dass hier lebende Kinder so geschützt sind, dass sie sich bestmöglich entwickeln können. Weltweit waren die skandinavischen Länder Vorreiter, Schweden verabschiedete schon 1989 ein derartiges Gesetz. Im europäischen und lateinamerikanischen Raum haben sich mittlerweile viele Länder angeschlossen, wobei es in Europa eine Zweiteilung gibt, die eine Unterscheidung zwischen Schlägen in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten von Schlägen zu Hause unterscheidet. In Italien und Frankreich sind beispielsweise Schläge zur Züchtigung zu Hause gesetzlich nicht verboten. Die Vereinigten Staaten liegen beim Schutz Minderjähriger weit hinten, es gibt keine gesetzliche Regelung zur körperlichen Züchtigung von Kindern. Der folgende Artikel versteht sich auf diesem Hintergrund besser, da darin eine Unterscheidung zwischen körperlichen Strafen zur Züchtigung und körperlich missbrauchender Gewalt gemacht wird.


Bin ich schön genug?

30. April 2016

In einer Zeit, in der von den Medien suggeriert wird, dass jeder so schön sein kann wie die beliebtesten Schauspieler, wenn er oder sie nur genug dafür in Kauf nimmt, und diese Stars häufig auch nur durch extreme Maßnahmen (Schönheitsoperationen, exzessives Diäten, striktes Sportprogramm etc.) einem Ideal zu entsprechen versuchen, ist es nicht einfach für jeden Einzelnen, mit dem eigenen Aussehen zufrieden zu sein und die eigenen Unvollkommenheiten anzunehmen. Es gibt allerdings Menschen, die so sehr unter einem Aspekt ihres Aussehens leiden, dass sie sich ständig damit beschäftigen und sich immer mehr aus einem lebendigen Erleben zurückziehen, dass sie Hilfe von außen bedürfen. Man nennt diese Art der Überzeugung, entstellt oder hässlich zu sein, Dysmorphophobie (aus dem Altgriechischen: dys = schlecht, morphä = Form, Phobos = Furcht).


Ist ein Lächeln wirklich ansteckend?

3. April 2016

„Ein Lächeln erfreut mindestens zwei, den Schenkenden und den, der es erhält.“ Dieser alte Poesiealbumsspruch gewinnt eine ungeahnte Tiefe, wenn man sich die dahinterliegenden Prozesse genauer ansieht. In erster Linie denkt man an die Tatsache, dass es erfreulich ist, wenn einem ein anderer freundlich gesinnt ist und positive Aufmerksamkeit schenkt. Dazu kommt, dass Forscher herausfanden, dass man den Ausdruck des Gegenübers innerlich in mehr oder weniger starkem Ausmaß nachahmt, also, dass die Hirnstrukturen, die bei einem eigenen Lächeln aktiv sind, aktiviert werden und manchmal auch in einer dementsprechenden Muskelbewegung enden – sprich ein Lächeln im Innen und Außen produzieren. Der Ausdruck des anderen ruft Erinnerungen an Momente in einem selbst wach, in denen man die Emotion gefühlt hatte. So kann man sich plötzlich freudig fühlen, obwohl man es vorher gar nicht war. Falls Sie also ein Bedürfnis nach freudigen Gefühlen haben: lächeln Sie so viel wie möglich…


Nachteule oder Lerche, das ist hier die Frage?

17. März 2016

Wer kennt sie nicht, die Morgenmuffel, die ewig brauchen, um in den Tag zu kommen, aber im späteren Verlauf des Tages topfit werden und nachts zu unerwarteten Leistungen fähig sind? Im Gegenzug dazu gibt es die absoluten Frühaufsteher, die gleich nach dem Aufstehen sofort einsatzbereit sind, in den frühsten Morgenstunden höchst aktiv sind – meist den Sonnenaufgang auch im Sommer beobachten können – und dafür aber schon ins Bett fallen, wenn für andere der Abend erst beginnt. Diese Beobachtungen beschreiben Menschen, die zu den beiden Extrembereichen des sogenannten Chronotyps (chronos = Zeit im Altgriechischen) liegen.


Was hilft, wenn der Winter-Blues die Seele trübt?

15. Februar 2016

Auch wenn dieser Winter einer der wärmsten überhaupt in Deutschland war, ändert es nichts an der Tatsache, dass das relativ kalte Wetter, die kurzen Tage, der Mangel an Licht und die Grauheit der Natur – nicht einmal viel Schnee gab es- ihres dazu beitrugen, dass manche Menschen unter quälenden Symptomen einer Winterdepression leiden. Doch welche Behandlung wirkt am besten und vor allem langfristig?


Ein Schlückchen in Ehren kann niemand verwehren! Gilt das auch während der Schwangerschaft

25. Januar 2016

Alkoholkonsum im Allgemeinen ist gesundheitsschädlich. Je größer die konsumierte Menge ist, desto schädlicher. Er kann eine Reihe von Gesundheitsproblemen und sozialen Schwierigkeiten wie beispielsweise Leberzirrhose, verschiedene Krebserkrankungen, Depression, Verkehrsunfälle, Gewaltausbrüche etc. verursachen. Außerdem kann regelmäßiger Alkoholgenuss eine Alkoholabhängigkeit zur Folge haben. Die Weltgesundheitsorganisation gibt an, dass im Jahr 2012 mehr als 3,3 Millionen Menschen weltweit an den Folgen ihres Alkoholkonsums starben. Wenn man sich diese Fakten vor Augen führt, lässt es sich leicht vorstellen, welche Auswirkungen Alkohol auf einen sich im Mutterleib entwickelnden Embryo hat.


Ist Psychotherapie für Betroffene mit Reizdarmsyndrom längerfristig hilfreich?

7. Januar 2016

Der Darm wird auch als „Bauchhirn“ oder „zweites Gehirn“ bezeichnet, weil er mehr Nervenzellen als das Rückenmark hat, die den Verdauungstrakt wie ein Netz umfassen und eng verbunden mit dem Gehirn sind. Ereignisse dort bestimmen unsere Gefühls- und Stimmungslage und umgekehrt wird die Verdauung von unseren Gefühlen beeinflusst. Jeder weiß wie sich eine beeinträchtigte Verdauung auf unser Wohlbefinden auswirkt. Man sieht es am Säugling, der sichtlich und hörbar unter seinen Blähungen leidet, man erinnert sich an das ungute Körpergefühl, wenn man am Tag nach einem Experiment mit ungewohnten Gewürzen den Eindruck nicht loswird, seinem Darm zu viel zugemutet zu haben oder die Beeinträchtigung, wenn man Verstopfung oder Durchfall hat. Kein Wunder, dass Forschungsergebnisse zeigen, dass Menschen mit einem chronischen Reizdarmsyndrom sich stärker als Betroffene anderer Erkrankungen in ihrem psychischen Wohlbefinden eingeschränkt fühlen. Erfreulich ist es da, dass sich psychotherapeutische Verfahren bis jetzt kurzfristig als wirkungsvoll in der Behandlung des Reizdarms ergaben.


Kann tiergestützte Therapie bei Studenten Ängste und Einsamkeitsgefühle mindern?

7. Dezember 2015

Sind Sie auch schon auf den Hund gekommen? Was Menschen seit Jahrhunderten spüren, belegen nun immer mehr Studien: die Verbindung zu einem Haustier reduziert den Stress und hat im Allgemeinen eine positive Auswirkung auf die Lebensqualität. Es gibt auch Anstrengungen, Tiere – und Hunde eignen sich besonders gut dafür – unterstützend zu therapeutischen Angeboten anzubieten. Erste Studien belegen ebenfalls einen positiven Effekt. Im Folgenden wird eine solche Studie genauer beschrieben.

 


Spielt das Alter der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt eine Rolle bei der Ausprägung späterer Depressionssymptome des Kindes?

23. November 2015

Bei der heutigen Diskussion um den Zeitpunkt des Kinderkriegens, wenn es z.B. darum geht, dass Frauen Karriere machen wollen, und das Alter der werdenden Eltern immer weiter nach hinten rutscht, ist es interessant zu sehen, welchen Einfluss dieser Faktor auf die Entwicklung der Kinder hat. Erste Studien werden veröffentlicht, die bestimmten eingeschränkten Altersgruppen und Effekten nachgehen. Eine dieser kürzlich veröffentlichten Studien aus Australien fand doch einen erst mal eher kontraintuitiven Zusammenhang: Nach dieser Studie, die von der Amerikanischen Psychologenvereinigung (APA) veröffentlicht wurde, entwickeln Töchter, aber nicht die Söhne, von Müttern, die ab einem Alter von 30 Jahren entbinden, als junge Erwachsene eher Depressionssymptome als die Töchter von jungen Müttern.


Aus der Reihe „Postnatale Depression (PND)“: Können depressive Mütter gute Mütter sein?

29. September 2015

Bei aller Konzentration auf die möglichen Auswirkungen einer PND auf die Mutter-Kind Beziehung und Entwicklung des Kindes, ist es wichtig, den Blick auch positiv auf Bewältigungsmöglichkeiten zu richten. Mütter mit einer PND sind durch die Verantwortung für das Kind einer großen Belastung ausgesetzt, die gute Nachricht ist aber, dass sie mit Hilfe von außen trotzdem eine positive Umwelt für das Kind schaffen können. Und wer weiß, vielleicht wirkt sich das längerfristig positiv auf ihre Stimmung aus.


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