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Kann eine Smartphone-App zukünftige Suizidversuche verhindern?

17. Juli 2016

Anhand von Daten des statistischen Bundesamtes kann man nachvollziehen, dass die jährliche Anzahl an Sterbefällen durch Selbstmord seit den 80er Jahren stark zurückgegangen ist. Wo es 1980 noch ca. 18 000 festgestellte Suizide waren, sind es seit dem Jahrtausendwechsel bis heute ca. 10 000 Suizide, und damit immer noch mehr Tote im Jahr durch den Freitod als Opfer von Verkehrsunfällen, HIV-Toten und Drogentoten zusammen. Um Menschen in Notlagen zu helfen, in denen der einzige Ausweg die Beendung des eigenen Lebens scheint, ist es notwendig, diese Notlage zu erkennen und einschätzen zu können. Nun gibt es Hilfe aus dem Bereich der neuen Technologien, die weitere Einblicke in die Entstehung von suizidalen Gedanken und Auslösern für ein dementsprechendes Verhalten geben könnten: eine Smartphone-App fragt prinzipiell gefährdete Personen über den Tag hinweg nach Suizidgedanken.


Was ist eigentlich Schmerz?

3. Juli 2016

Kennen Sie das: Sie schauen ein Spiel der Europameisterschaft und zucken bei Nahaufnahmen von Foulspielen fast zusammen, weil es nur vom Zusehen schon weh zu tun scheint? Wie kann das sein? Ist Schmerz mehr als nur das Erleben von Signalen, die auf eine körperliche Schädigung hinweisen? Und gehört es auch zum Schmerz, dass wir die Empfindungen anderer in einem gewissen Maß mitempfinden können? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich der Folgende Text:


Je mehr Sex, desto besser die Beziehung?

15. Juni 2016

Was macht eine zufriedene Beziehung aus? Die Beantwortung dieser Frage beschäftigt wohl viele Menschen, sie ist aber gar nicht so leicht zu beantworten. Der Mensch ist als Individuum schon komplex, umso schwieriger verhält es sich, wenn man zwischenmenschliche Beziehungen ergründen will. Da aber das Bedürfnis nach Wissen und Aufklärung groß ist, setzen sich auch Wissenschaftler mit diesem Thema auseinander und kommen je nach Blickwinkel auf überraschende Ergebnisse.


Was sagen 50 Jahre Forschung zum Thema „Schläge in der Kindererziehung“?

23. Mai 2016

Nach §1631 des Bürgerlichen Gesetzbuchs der Bundesrepublik Deutschland zu Inhalt und Grenzen der Personensorge ist jegliche Art von körperlicher Bestrafung von Kindern verboten. Der Text lautet: „(2) Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ Der deutsche Rechtsstaat ist durch die erdrückende Beweiskraft der jahrzehntelangen Forschung zum Thema im Jahr 2000 aktiv geworden. Er sorgte per Gesetz dafür, dass hier lebende Kinder so geschützt sind, dass sie sich bestmöglich entwickeln können. Weltweit waren die skandinavischen Länder Vorreiter, Schweden verabschiedete schon 1989 ein derartiges Gesetz. Im europäischen und lateinamerikanischen Raum haben sich mittlerweile viele Länder angeschlossen, wobei es in Europa eine Zweiteilung gibt, die eine Unterscheidung zwischen Schlägen in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten von Schlägen zu Hause unterscheidet. In Italien und Frankreich sind beispielsweise Schläge zur Züchtigung zu Hause gesetzlich nicht verboten. Die Vereinigten Staaten liegen beim Schutz Minderjähriger weit hinten, es gibt keine gesetzliche Regelung zur körperlichen Züchtigung von Kindern. Der folgende Artikel versteht sich auf diesem Hintergrund besser, da darin eine Unterscheidung zwischen körperlichen Strafen zur Züchtigung und körperlich missbrauchender Gewalt gemacht wird.


Bin ich schön genug?

30. April 2016

In einer Zeit, in der von den Medien suggeriert wird, dass jeder so schön sein kann wie die beliebtesten Schauspieler, wenn er oder sie nur genug dafür in Kauf nimmt, und diese Stars häufig auch nur durch extreme Maßnahmen (Schönheitsoperationen, exzessives Diäten, striktes Sportprogramm etc.) einem Ideal zu entsprechen versuchen, ist es nicht einfach für jeden Einzelnen, mit dem eigenen Aussehen zufrieden zu sein und die eigenen Unvollkommenheiten anzunehmen. Es gibt allerdings Menschen, die so sehr unter einem Aspekt ihres Aussehens leiden, dass sie sich ständig damit beschäftigen und sich immer mehr aus einem lebendigen Erleben zurückziehen, dass sie Hilfe von außen bedürfen. Man nennt diese Art der Überzeugung, entstellt oder hässlich zu sein, Dysmorphophobie (aus dem Altgriechischen: dys = schlecht, morphä = Form, Phobos = Furcht).


Ist ein Lächeln wirklich ansteckend?

3. April 2016

„Ein Lächeln erfreut mindestens zwei, den Schenkenden und den, der es erhält.“ Dieser alte Poesiealbumsspruch gewinnt eine ungeahnte Tiefe, wenn man sich die dahinterliegenden Prozesse genauer ansieht. In erster Linie denkt man an die Tatsache, dass es erfreulich ist, wenn einem ein anderer freundlich gesinnt ist und positive Aufmerksamkeit schenkt. Dazu kommt, dass Forscher herausfanden, dass man den Ausdruck des Gegenübers innerlich in mehr oder weniger starkem Ausmaß nachahmt, also, dass die Hirnstrukturen, die bei einem eigenen Lächeln aktiv sind, aktiviert werden und manchmal auch in einer dementsprechenden Muskelbewegung enden – sprich ein Lächeln im Innen und Außen produzieren. Der Ausdruck des anderen ruft Erinnerungen an Momente in einem selbst wach, in denen man die Emotion gefühlt hatte. So kann man sich plötzlich freudig fühlen, obwohl man es vorher gar nicht war. Falls Sie also ein Bedürfnis nach freudigen Gefühlen haben: lächeln Sie so viel wie möglich…


Nachteule oder Lerche, das ist hier die Frage?

17. März 2016

Wer kennt sie nicht, die Morgenmuffel, die ewig brauchen, um in den Tag zu kommen, aber im späteren Verlauf des Tages topfit werden und nachts zu unerwarteten Leistungen fähig sind? Im Gegenzug dazu gibt es die absoluten Frühaufsteher, die gleich nach dem Aufstehen sofort einsatzbereit sind, in den frühsten Morgenstunden höchst aktiv sind – meist den Sonnenaufgang auch im Sommer beobachten können – und dafür aber schon ins Bett fallen, wenn für andere der Abend erst beginnt. Diese Beobachtungen beschreiben Menschen, die zu den beiden Extrembereichen des sogenannten Chronotyps (chronos = Zeit im Altgriechischen) liegen.


Was hilft, wenn der Winter-Blues die Seele trübt?

15. Februar 2016

Auch wenn dieser Winter einer der wärmsten überhaupt in Deutschland war, ändert es nichts an der Tatsache, dass das relativ kalte Wetter, die kurzen Tage, der Mangel an Licht und die Grauheit der Natur – nicht einmal viel Schnee gab es- ihres dazu beitrugen, dass manche Menschen unter quälenden Symptomen einer Winterdepression leiden. Doch welche Behandlung wirkt am besten und vor allem langfristig?


Ein Schlückchen in Ehren kann niemand verwehren! Gilt das auch während der Schwangerschaft

25. Januar 2016

Alkoholkonsum im Allgemeinen ist gesundheitsschädlich. Je größer die konsumierte Menge ist, desto schädlicher. Er kann eine Reihe von Gesundheitsproblemen und sozialen Schwierigkeiten wie beispielsweise Leberzirrhose, verschiedene Krebserkrankungen, Depression, Verkehrsunfälle, Gewaltausbrüche etc. verursachen. Außerdem kann regelmäßiger Alkoholgenuss eine Alkoholabhängigkeit zur Folge haben. Die Weltgesundheitsorganisation gibt an, dass im Jahr 2012 mehr als 3,3 Millionen Menschen weltweit an den Folgen ihres Alkoholkonsums starben. Wenn man sich diese Fakten vor Augen führt, lässt es sich leicht vorstellen, welche Auswirkungen Alkohol auf einen sich im Mutterleib entwickelnden Embryo hat.


Ist Psychotherapie für Betroffene mit Reizdarmsyndrom längerfristig hilfreich?

7. Januar 2016

Der Darm wird auch als „Bauchhirn“ oder „zweites Gehirn“ bezeichnet, weil er mehr Nervenzellen als das Rückenmark hat, die den Verdauungstrakt wie ein Netz umfassen und eng verbunden mit dem Gehirn sind. Ereignisse dort bestimmen unsere Gefühls- und Stimmungslage und umgekehrt wird die Verdauung von unseren Gefühlen beeinflusst. Jeder weiß wie sich eine beeinträchtigte Verdauung auf unser Wohlbefinden auswirkt. Man sieht es am Säugling, der sichtlich und hörbar unter seinen Blähungen leidet, man erinnert sich an das ungute Körpergefühl, wenn man am Tag nach einem Experiment mit ungewohnten Gewürzen den Eindruck nicht loswird, seinem Darm zu viel zugemutet zu haben oder die Beeinträchtigung, wenn man Verstopfung oder Durchfall hat. Kein Wunder, dass Forschungsergebnisse zeigen, dass Menschen mit einem chronischen Reizdarmsyndrom sich stärker als Betroffene anderer Erkrankungen in ihrem psychischen Wohlbefinden eingeschränkt fühlen. Erfreulich ist es da, dass sich psychotherapeutische Verfahren bis jetzt kurzfristig als wirkungsvoll in der Behandlung des Reizdarms ergaben.


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