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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schulerfolg und Depressionen?

14. Januar 2009

Ja, den gibt es, sagen Forscher der University of Missouri-Columbia. In einer aktuellen Längsschnittstudie wurden 474 Jungs und Mädchen zunächst in der ersten Klasse und später wieder in der sechsten und siebten Klasse untersucht. Die Forscher fanden heraus, dass die Kinder, die in der ersten Klasse Probleme mit Kernfächern wie z.B. Lesen und Mathematik hatten, später ein höheres Risiko für geringes Selbstbewusstsein und depressive Symptome aufwiesen. Offensichtlich – so die Forscher – entwickeln die Kinder mit schlechten Noten ein geringeres Zutrauen, ihr Leben selbst beeinflussen zu können als die Kinder mit guten Ergebnissen. Außerdem steigern gute Noten in der Regel die Beliebtheit der Kinder in ihrem Klassenumfeld. Umgekehrt könnte dies bedeuten, dass Kinder mit schlechten Noten den Eindruck gewinnen, dass ihnen ein wesentliches Mittel fehlt, um ihr soziales Umfeld für sich einzunehmen.

Was heisst dies für die Eltern? Die Autoren der Studie empfehlen, dass Eltern von Kindern, die Probleme in den ersten Klassen haben, besonders darauf achten, deren Fähigkeiten in anderen Bereichen zu würdigen, zum Beispiel soziales Verhalten, musische und sportliche Leistungen.

Quelle:

Herman et al. Journal of Counseling Psychology, 2008

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Rubrik: Depression, Kinder & Jugendliche
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