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Ist Psychotherapie für Betroffene mit Reizdarmsyndrom längerfristig hilfreich?

7. Januar 2016

Der Darm wird auch als „Bauchhirn“ oder „zweites Gehirn“ bezeichnet, weil er mehr Nervenzellen als das Rückenmark hat, die den Verdauungstrakt wie ein Netz umfassen und eng verbunden mit dem Gehirn sind. Ereignisse dort bestimmen unsere Gefühls- und Stimmungslage und umgekehrt wird die Verdauung von unseren Gefühlen beeinflusst. Jeder weiß wie sich eine beeinträchtigte Verdauung auf unser Wohlbefinden auswirkt. Man sieht es am Säugling, der sichtlich und hörbar unter seinen Blähungen leidet, man erinnert sich an das ungute Körpergefühl, wenn man am Tag nach einem Experiment mit ungewohnten Gewürzen den Eindruck nicht loswird, seinem Darm zu viel zugemutet zu haben oder die Beeinträchtigung, wenn man Verstopfung oder Durchfall hat. Kein Wunder, dass Forschungsergebnisse zeigen, dass Menschen mit einem chronischen Reizdarmsyndrom sich stärker als Betroffene anderer Erkrankungen in ihrem psychischen Wohlbefinden eingeschränkt fühlen. Erfreulich ist es da, dass sich psychotherapeutische Verfahren bis jetzt kurzfristig als wirkungsvoll in der Behandlung des Reizdarms ergaben.


Kann tiergestützte Therapie bei Studenten Ängste und Einsamkeitsgefühle mindern?

7. Dezember 2015

Sind Sie auch schon auf den Hund gekommen? Was Menschen seit Jahrhunderten spüren, belegen nun immer mehr Studien: die Verbindung zu einem Haustier reduziert den Stress und hat im Allgemeinen eine positive Auswirkung auf die Lebensqualität. Es gibt auch Anstrengungen, Tiere – und Hunde eignen sich besonders gut dafür – unterstützend zu therapeutischen Angeboten anzubieten. Erste Studien belegen ebenfalls einen positiven Effekt. Im Folgenden wird eine solche Studie genauer beschrieben.

 


Spielt das Alter der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt eine Rolle bei der Ausprägung späterer Depressionssymptome des Kindes?

23. November 2015

Bei der heutigen Diskussion um den Zeitpunkt des Kinderkriegens, wenn es z.B. darum geht, dass Frauen Karriere machen wollen, und das Alter der werdenden Eltern immer weiter nach hinten rutscht, ist es interessant zu sehen, welchen Einfluss dieser Faktor auf die Entwicklung der Kinder hat. Erste Studien werden veröffentlicht, die bestimmten eingeschränkten Altersgruppen und Effekten nachgehen. Eine dieser kürzlich veröffentlichten Studien aus Australien fand doch einen erst mal eher kontraintuitiven Zusammenhang: Nach dieser Studie, die von der Amerikanischen Psychologenvereinigung (APA) veröffentlicht wurde, entwickeln Töchter, aber nicht die Söhne, von Müttern, die ab einem Alter von 30 Jahren entbinden, als junge Erwachsene eher Depressionssymptome als die Töchter von jungen Müttern.


Aus der Reihe „Postnatale Depression (PND)“: Können depressive Mütter gute Mütter sein?

29. September 2015

Bei aller Konzentration auf die möglichen Auswirkungen einer PND auf die Mutter-Kind Beziehung und Entwicklung des Kindes, ist es wichtig, den Blick auch positiv auf Bewältigungsmöglichkeiten zu richten. Mütter mit einer PND sind durch die Verantwortung für das Kind einer großen Belastung ausgesetzt, die gute Nachricht ist aber, dass sie mit Hilfe von außen trotzdem eine positive Umwelt für das Kind schaffen können. Und wer weiß, vielleicht wirkt sich das längerfristig positiv auf ihre Stimmung aus.


Aus der Reihe „Postnatale Depression (PND)“: Faktoren der Angst vor der Geburt bei Erstgebärenden

16. September 2015

Psychische Schwierigkeiten können wie in vorherigen Artikeln schon erwähnt über die Erkrankung an einer Depression hinausreichen. Interessant und wichtig ist es auch, sich mögliche Nöte und Ängste vor der Geburt – besonders bei Frauen, die ihr erstes Kind zur Welt bringen – anzusehen. Eine im Folgenden genauer beschriebene Studie untersucht die sozialen und psychologischen Signale, die auf eine Entwicklung von Angst vor der Geburt bei Frauen, die zum ersten Mal gebären, hinweisen.


Wirkt internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie ebenso gut wie herkömmliche Therapie mit einem anwesenden Therapeuten?

30. August 2015

Internetbasierte psychologische Behandlungen existieren noch nicht lange. Die ersten Versuche wurden in den späten 90er Jahren gestartet. Seither wurde eine große Menge an Programmen entwickelt, ebenso wurden Studien zu einer Reihe an psychiatrischen und somatischen Erkrankungen durchgeführt. Meistens diente dabei die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als Verfahren. Im Folgenden berichten wir aus einer Metastudie, die die Ergebnisse vieler Studien aus einer längeren Zeitperiode untersucht und zu dem Ergebnis kommt, dass internetbasierte kognitive Verhaltenstherapie (IKVT) im Vergleich mit der herkömmlichen Psychotherapie in Anwesenheit eines Therapeuten gleich wirksam ist.


Aus der Reihe „Postnatale Depression (PND)“: Wer ist schon eine Supermutter?

3. August 2015

In den letzten drei Jahrzehnten unterstreichen Gesundheitsexperten die Gefahren der PND, Forscher der Universität von Kansas behaupten, dass es wichtig sei, aufmerksam auf andere perinatale psychische Probleme beider Elternteile zu sein. Perinatal bezieht sich auf wenige Wochen vor der Geburt, während und nach der Geburt.Diese Forderung nach mehr Aufmerksamkeit wird bedeutsamer je mehr der gesellschaftliche Druck, eine Supermutter, ein Supervater zu sein, wächst. Beide, Mütter und Väter, sollten während der perinatalen Periode auf ihre psychische Gesundheit achten, nicht nur auf Anzeichen von Depression, sondern auch anderen Auffälligkeiten wie Angststörung, Posttraumatische Belastungsstörung und bipolare Störungen, die alle durch den Umstand ein Baby zu bekommen, ausgelöst werden können.


Aus der Reihe „Postnatale Depression (PND)“: Depression erkannt, Depression gebannt?

2. August 2015

Die bisherige Forschung zeigt, dass Symptome der PND mit der Zeit abnehmen, aber die Depression für 30 – 50 % der betroffenen Frauen bestehen bleibt. Nach Aussage eines Überblickartikels von Forschern der Universität Leuven (Belgien) brauchen Familien mit Müttern, die an PND leiden, eine Behandlung von Fachärzten, die um die Gefahr einer Chronifizierung wissen. Da mütterliche Depression die langfristige Entwicklung des Kindes negativ beeinflussen kann, zeigen die Befunde auch den Bedarf nach weiterer Unterstützung während der frühen Kindheit und auch darüber hinaus.


Aus der Reihe „Postnatale Depression (PND)“: Alter, Reichtum, Bildung – Welche Faktoren beeinflussen die Entwicklung einer PND?

2. August 2015

Das amerikanische Institut zur Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) wertete zwischen 2004 und 2005 Daten von Müttern aus, die unter postnataler Depression litten. Dabei fand man, dass junge, unverheiratete Frauen mit einem geringeren Bildungsgrad, die zur Zeit der Geburt Sozialhilfe bezogen, am ehesten eine PND entwickelten.

Die Befragung schloss 52 000 Mütter in 17 US-Staaten ein, die ihr Kind 2 – 6 Monate vor Befragungsbeginn geboren hatten. 70 % der Befragten gaben eine vollständig auswertbare Antwort ab.


Aus der Reihe „Postnatale Depression“: Können regelmäßige Anrufe ehemals betroffener Mütter helfen?

20. Juli 2015

Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass telefonische Unterstützung durch früher selbst betroffene Mütter frischgebackenen Müttern helfen kann, eine postnatale Depression (PND) zu bewältigen. Die Ergebnisse, die im Journal of Advanced Nursing veröffentlicht wurden, zeigten ebenfalls, dass soziale Unterstützung anderer Mütter einen positiven Einfluss auf die Bewältigung einer PND bis hin zu zwei Jahren nach der Geburt haben kann. Zu Studienbeginn waren alle untersuchten Mütter mittelmäßig depressiv. Durch die telefonische Hilfestellung fiel die Rate auf 8,1 % in der Mitte des Untersuchungszeitraums, also waren nur noch 3 von 37 Müttern depressiv. Am Ende der Studie lag der Prozentsatz bei 11,8 % (4 von 34 Müttern), was heißt, dass es eine Rückfall gab.


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