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Tag: Persönlichkeit

Lässt sich von der Persönlichkeit des Kindes auf späteres Verhalten im Erwachsenenalter schließen?

13. August 2010

Lässt sich von der Persönlichkeit des Kindes auf späteres Verhalten im Erwachsenenalter schließenIm Alltag versuchen wir ständig, das Verhalten von Menschen vorherzusagen, die wir kennen. Die Erfolgsquote ist variabel, und das Ergebnis reicht von kleinen Enttäuschungen bis zum Börsencrash. Amerikanische Psychologen haben nun gezeigt, dass solche Vorhersagen doch recht zuverlässig möglich sind. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von voriger Woche übersetzt, die zeigt, wie stabil die Persönlichkeit von Menschen ist:

Persönlichkeitsmerkmale, die man schon in der Kindheit beobachten kann, sagen mit hoher Wahrscheinlichkeit voraus, wie sich ein Mensch im Erwachsenenalter verhalten wird. Das zeigt eine Untersuchung von Forschern an der University of California (UC), Riverside, dem Oregon Research Institute und der University of Oregon in den USA. Die Studie wird in einer der nächsten Ausgaben des Fachjournals Social Psychological and Personality Science erscheinen.

Die Studie beruht auf den Daten einer Untersuchung aus den Sechzigerjahren an etwa 2400 Grundschulkindern unterschiedlicher ethnischer Herkunft in Hawaii. Damals hatten Lehrer die Persönlichkeit ihrer Schüler beurteilt. Die Forscher verglichen diese Einschätzungen der Lehrer mit Videoaufnahmen von Interviews mit 114 dieser Menschen vierzig Jahre später.


Persönlichkeit und politische Einstellung: Was ist der Zusammenhang?

7. August 2010

Persönlichkeit und politische Einstellung -- Was ist der ZusammenhangWenn wir alle vier Jahre zur Wahlurne gehen, ist unsere Entscheidung vielleicht nicht so frei, wie wir denken. Denn eine neue Studie zeigt, dass die politische Gesinnung eines Menschen bis zu einem gewissen Grade durch seine Persönlichkeit festgelegt ist. Wir haben eine Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die auch zeigt, warum Leute empfänglich für irrationale Wahlslogans sein könnten:

Die politische Einstellung und die Persönlichkeit eines Wählers hängen eng miteinander zusammen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der University of Toronto (UofT) in Kanada.

Die Forscher der UofT konnten zeigen, dass das seelische Bedürfnis von Menschen nach Mitleid und Gleichheit mit einer liberalen Einstellung assoziiert sind, während das Bedürfnis nach Ordnung und Achtung sozialer Normen mit einer konservativen Einstellung assoziiert sind.


Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich?

8. Juni 2010

Sind häufige Umzüge für Kinder schädlichKinder gelten als besonders anpassungsfähig, zum Beispiel bei einem Schul- oder Ortswechsel. Eine aktuelle Studie hat die Auswirkung von Umzügen in der Kindheit untersucht und zeigt, dass das seelische Wohlbefinden von Menschen, die von Natur aus sensibel sind, darunter leiden kann. Wir haben die Pressemitteilung des Journals zu der Studie von letzter Woche übersetzt, die den erstaunlich nachhaltigen Effekt beschreibt:

In eine andere Stadt zu ziehen oder auch nur in einen Nachbarbezirk, ist für Menschen eine Belastung, egal in welchem Alter. Aber eine neue Studie zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen häufigem Ortswechsel in der Kindheit und einem geringeren Wohlbefinden von Menschen im Erwachsenenalter gibt. Das gilt besonders für Menschen, die eher introvertiert oder neurotisch sind.


Was ist der Zusammenhang zwischen Lebens- und Jobzufriedenheit?

15. April 2010

Was ist der Zusammenhang zwischen Lebens- und Jobzufriedenheit sLebens- und Jobzufriedenheit hängen so eng miteinander zusammen, dass nicht klar ist, was Ursache und was Wirkung ist. Eine neue Studie hat die Frage statistisch untersucht und zeigt, dass die Lebenszufriedenheit die Grundlage bildet. Wir haben eine Pressemitteilung des Herausgebers von Anfang April übersetzt, die das Wesentliche der Studie kurz beschreibt:

Leute, die mit dem Leben nicht glücklich sind, werden meistens auch auf der Arbeit nicht zufrieden sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die online in der Aprilausgabe des Journal of Occupational and Organizational Psychology veröffentlicht wurde.


Macht zu viel Smalltalk unglücklich?

7. März 2010

Macht zu viel Smalltalk unglücklich sDer Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden von Menschen und dem Zusammensein mit anderen ist durch viele Studien belegt. In einer aktuellen Untersuchung haben Forscher den Einfluss von Quantität und Qualität menschlicher Kommunikation verglichen und gezeigt, die glücklichsten Menschen reden viel und plappern wenig. Ich habe einen Presseartikel von dieser Woche übersetzt, der die noch nicht veröffentlichte Studie schon kurz beschreibt:

Womit verbringt ein glücklicher Mensch mehr Zeit – mit belanglosem Geschwätz oder mit nachdenklichen und tiefgehenden Gesprächen? Die Psychologen Matthias R. Mehl, Shannon E. Holleran und C. Shelby Clark von der University of Arizona sowie Simine Vazire von der Washington University in St. Louis in den USA untersuchten, ob sich glückliche und unglückliche Menschen darin unterscheiden, wie sie sich mit anderen unterhalten.


Schützt Zufriedenheit vor Herzerkrankungen?

21. Februar 2010

Schützt Zufriedenheit vor Herzerkrankungen sDer Zusammenhang zwischen Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist schon länger bekannt. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass eine „positive Persönlichkeit“ einen entgegengesetzten Effekt hat und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Ich habe eine Pressemitteilung des Herausgebers des Journals vom 18. Februar übersetzt, in der die Forscher praktische Tipps für den Alltag geben:

Menschen, die normalerweise glücklich, begeisterungsfähig und zufrieden sind, werden seltener herzkrank als Menschen, die eher nicht glücklich sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine bedeutende neue Studie, die am 17. Februar veröffentlicht wurde.

Nach Meinung der Autoren zeigt die Studie, die im European Heart Journal, dem führenden europäischen Fachjournal für Kardiologie, veröffentlicht wurde, zum ersten Mal einen Zusammenhang zwischen positiven Emotionen und koronarer Herzkrankheit, der unabhängig von anderen Risikofaktoren ist.


Treten postnatale bzw. postpartale Depressionen auch bei Vätern auf?

15. Februar 2010

depression in expectant and new fathers sViele Frauen leiden nach der Geburt eines Kindes vorübergehend unter Depressionen. In diesem Übersichtsartikel beschreibt James Paulson, der Assistant Professor für Psychiatrie an der Eastern Virginia Medical School in den USA ist, ähnliche Depressionen bei Vätern. Dabei spielt die Beziehung der Eltern eine entscheidende Rolle und eine „depressive Ansteckungsgefahr“, die von Müttern mit postnatalen Depressionen ausgeht. Ich habe diesen längeren Artikel aus der Psychiatric Times vom 6. Februar übersetzt, der auch einen sehr lesenswerten Überblick über Depressionen allgemein und ihre Auswirkungen auf Familien bietet:

Etwa zehn bis 30 Prozent aller Frauen leiden während der Schwangerschaft unter erheblichen Depressionen: auch im ersten Jahr nach der Geburt treten Depressionen weiterhin stärker gehäuft auf. Obwohl ausgesprochen viele Forschungsergebnisse über die Risikofaktoren für und die negativen Auswirkungen von Depressionen bei Müttern vorliegen, wissen wir nur wenig über Depressionen bei Männern, die Vater werden oder Babys und Kleinkinder haben.


Untreue und Eifersucht: Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede?

29. Januar 2010

Untreue und Eifersucht - Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede sMänner und Frauen erleben ihre Sexualität unterschiedlich, was sich auch in der Eifersucht äußert, mit der beide Geschlechter auf sexuelle und emotionale Untreue reagieren. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei nicht nur die biologische Verschiedenheit sondern auch die individuelle Persönlichkeit und Lebenserfahrung von Menschen eine Rolle spielt. Ich habe einen Presseartikel des Journals vom 26. Januar übersetzt, der die Ergebnisse zusammenfasst:

Als der Gouverneur von South Carolina, Mark Sanford letzten Juni auf frischer Tat ertappt wurde, wie er von einem Rendezvous mit seiner argentinischen Geliebten wiederkam, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press, er hätte sich mit seiner „Seelengefährtin” getroffen. Mit dieser Wortwahl schien er andeuten zu wollen, dass seine tiefe Gefühls- und Gemütsverwandtschaft mit Maria Belen Chapur aus seiner sexuellen Untreue gegenüber seiner Ehefrau Jenny Sanford etwas weniger Niederträchtiges machte.

Dabei verstand der zweimalige Gouverneur nicht, dass die meisten Frauen emotionale Untreue für schlimmer, nicht besser, als sexuellen Betrug halten. Das könnte erklären, warum Hillary Clinton mit Bill Clinton zusammenblieb und sich dem Anschein nach aus seiner sexuellen Affäre mit Monica Lewinsky nicht so viel machte.


Lässt sich vom Äußeren auf die Persönlichkeit schließen?

14. Dezember 2009

vom auesseren auf persoenlichkeitAls Abraham Lincoln 1865 ermordet wurde, wussten die meisten Amerikaner nicht, wie ihr Präsident eigentlich aussah, weil die Fotografie noch ganz in ihren Anfängen steckte. Heute vermittelt ein Foto oft den ersten Eindruck von einem Menschen, vom Online-Dating bis zur Jobbewerbung. Eine Studie amerikanischer und britischer Forscher zeigt nun, dass der äußere Eindruck eine bemerkenswert genaue Einschätzung erlaubt. Ich habe eine Pressemitteilung von letzter Woche übersetzt, die die Studie genauer beschreibt:

In einer aktuellen Studie konnten Testpersonen manche Aspekte der Persönlichkeit eines unbekannten Menschen genau beurteilen, wenn sie einfach nur Fotos von ihm anschauten. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der neusten Ausgabe des Personality and Social Psychology Bulletin (PSBP) veröffentlicht, der offiziellen Monatszeitschrift der Society for Personality and Social Psychology. Selbstbewusstsein, Grad der Extraversion (nach außen gewandt sein) und Religiosität wurden nach dem äußeren Erscheinungsbild richtig eingeschätzt.


Kann die Behandlung von Depressionen mit Antidepressiva zu Persönlichkeitsveränderungen führen?

10. Dezember 2009

In der Persönlichkeitspsychologie werden fünf übergeordnete Typen von Persönlichkeitseigenschaften unterschieden. Eine neue Untersuchung hat nun gezeigt, dass zwei davon, die bei Patienten mit Depression gehäuft stärker beziehungsweise schwächer ausgeprägt sind, durch ein Antidepressivum verändert werden können. Laut Pressemitteilung des Fachjournals, die ich übersetzt habe, lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass Antidepressiva vielleicht anders wirken als bisher angenommen wurde:

Die Persönlichkeit von Menschen, die Medikamente zur Behandlung von Depression einnehmen, kann sich verändern, und dieser Persönlichkeitswandel ist unabhängig von einer Besserung der Depressionssymptome. Das zeigt eine aktuelle Studie, die in der Dezemberausgabe der Archives of General Psychiatry aus der Reihe der JAMA/Archives-Journale erscheint.


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