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Rubrik: Burnout/Stress

Hat die Konjunktur einen Einfluss auf die Gesundheit von Arbeitnehmern?

30. März 2012

men-doctor-s-sVieles in der Wirtschaft wie Börsenkurse oder Konjunkturaussichten hat mit Psychologie zu tun. Eine aktuelle Studie hat einen Aspekt dieses Zusammenhangs untersucht, nämlich ob sich die letzte Rezession auf die psychische und physische Gesundheit von Arbeitnehmern ausgewirkt hat. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von Ende Februar übersetzt, die britische Beamte untersuchte:

Jeder vierte Arbeitnehmer hat während einer Rezession das Gefühl, dass ihn seine Arbeit mehr stresst. Insgesamt nimmt der Stress für Arbeitnehmer um 40 Prozent zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Forscher der University of Nottingham und der University of Ulster durchgeführt haben. Weiter stellten die Forscher fest, dass die Anzahl der Arbeitnehmer, die wegen Stress auf der Arbeit krankgeschrieben werden, um 25 Prozent steigt. Die Anzahl verlorener Arbeitstage nahm durch den erhöhten Stress während einer Wirtschaftskrise um insgesamt mehr als ein Drittel zu. Die Studie wurde heute in dem wissenschaftlichen Fachjournal Occupational Medicine veröffentlicht.


Wie beeinflusst Stress unsere Entscheidungen?

4. März 2012

Telefonieren beim Autofahren -- Auch für die Beziehung gefährlichFehlentscheidungen können die verschiedensten Ursachen haben, aber eine der häufigsten ist wohl Stress, zum Beispiel weil Menschen sich nicht konzentrieren können oder zu sehr unter Zeitdruck stehen. Eine neue Studie hat einen anderen Aspekt untersucht – wie die Wahrnehmung gestresster Menschen zu ihren Entscheidungen beiträgt. Wir haben eine Presseerklärung des Herausgebers der Studie von Ende Februar übersetzt, die zeigt, dass Stress die Wahrnehmung eines Menschen verändert:

Sie versuchen eine wichtige Entscheidung zu treffen, während Sie sich außerdem noch auf eine nervenaufreibende Präsentation vorbereiten? Vielleicht sollten Sie damit lieber warten. Wenn Leute gestresst sind, wägen sie Risiken und Nutzen anders gegeneinander ab. Ein neuer Übersichtsartikel in Current Directions in Psychological Science, einem Journal der Association for Psychological Science, beschreibt, wie gestresste Menschen eher die positiven Seiten der möglichen Konsequenzen sehen als die negativen.


Kann man Depressionen durch Überarbeitung bekommen?

27. Februar 2012

Was ist der Zusammenhang zwischen Lebens- und Jobzufriedenheit sMehr als eine Milliarde Überstunden machen die Deutschen jedes Jahr, am meisten Selbstständige, Führungskräfte und Landwirte. Kaum überraschend ist auch die Zahl der Burnout-Fälle in den letzten Jahren gestiegen. Eine aktuelle Studie hat nun einen möglichen Zusammenhang von Überstunden und Depressionen untersucht. Wir haben einen kurzen Presseartikel zu der Studie von Ende Januar übersetzt, die Beamte untersuchte:

Die Wahrscheinlichkeit an Depressionen zu erkranken ist bei Leuten, die elf Stunden oder länger am Tag arbeiten, mehr als doppelt so hoch wie bei jemandem, der täglich sieben bis acht Stunden arbeitet. Das zeigt eine Studie, die am 25. Januar in dem Online-Journal PLoS ONE erscheint.

Die erste Autorin Marianna Virtanen vom finnischen Institut für Arbeitsmedizin und dem University College London und ihre Kollegen beobachteten fünf Jahre lang etwa 2 000 britische Beamte mittleren Alters und fanden einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Überstunden und Depressionen. Diese Korrelation blieb auch dann bestehen, wenn bei der Analyse Korrekturen für eine Vielzahl anderer potenzieller Einflussfaktoren gemacht wurden, z.B. Lebensstil, soziodemografische und berufliche Faktoren.


Haben Menschen mit Depressionen ein erhöhtes Herzinfarktrisiko?

10. Januar 2012

Hängen Depressionen im Jugendalter mit ADHS zusammenPatienten mit Depressionen haben eine deutlich verkürzte Lebenserwartung, weil sie meistens auch unter körperlichen Begleiterkrankungen leiden. Wie es zu diesen Assoziationen kommt, ist unklar. Eine neue Studie kanadischer Forscher hat den Zusammenhang mit Herzerkrankungen genauer untersucht. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von Ende November übersetzt, die zeigt, dass Depressionspatienten nicht normal auf Stress reagieren:

Eine neue Untersuchung zeigt, dass Depressionen noch mehr schädliche Folgen für die Gesundheit haben könnten als bisher angenommen wurde. Patienten mit der Stimmungsstörung könnten ein doppelt so hohes Herzinfarktrisiko haben wie Menschen ohne Depressionen.

Wie Depressionen und Herzinfarkt genau zusammenhängen, ist aber bis heute nicht geklärt. Eine neue Untersuchung von Wissenschaftlern der Concordia University in Kanada zeigt nun, dass es bei Depressionspatienten länger als bei gesunden Menschen dauert, bis sich ihr Herz nach körperlicher Anstrengung erholt. Die Studie wurde in dem Journal Psychophysiology veröffentlicht.


Wie wirkt sich Stress mit dem Boss auf das Privatleben aus?

3. Januar 2012

Was ist der Zusammenhang zwischen Lebens- und Jobzufriedenheit sEtwa fünf Prozent aller Arbeitnehmer fühlen sich auf der Arbeit gemobbt. Dabei ist Mobbing durch den Boss (manchmal auch Bossing genannt) genauso häufig wie durch Kollegen. Eine aktuelle Studie hat die Auswirkungen dieser Form des Mobbings auf das Privatleben von Arbeitnehmern untersucht. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Ende November übersetzt, die sich besonders auf die Folgen für die Partner der Opfer konzentrierte:

Wenn jemand von seinem Chef schikaniert wird, verursacht das nicht nur Probleme auf der Arbeit, sondern es kann auch zu Spannungen in der Beziehung mit dem Partner zu Hause führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern an der Baylor University in den USA, die jetzt online in dem Journal Personnel Psychology erschienen ist. Die Studie zeigt, dass der Stress und die Anspannung, die Schikanen durch einen Chef verursachen, auch den Partner des Arbeitnehmers in Mitleidenschaft ziehen, was sich auf ihre Beziehung auswirkt und schließlich auf die ganze Familie des Arbeitnehmers.

Weiter zeigte die Studie, dass Arbeitnehmer mit mehr Kindern zu Hause mit ihrem Familienleben zufriedener waren, und je länger Partner schon zusammen waren, desto weniger beeinträchtigten die Schikanen eines Chefs das Familienleben.

„Dies sind Ergebnisse von großer Tragweite für Arbeitgeber und ihre Manager. Die Daten zeigen, wie wichtig es ist, dass Organisationen eine eindeutige Botschaft an Mitarbeiter in leitenden Positionen senden, dass solch aggressive und schädigende Verhaltensweisen nicht toleriert werden“, sagt der erste Autor der Studie Dr. Dawn Carlson, der Professor für Management ist. Carlson hat den H. R. Gibson-Lehrstuhl für Entwicklung von Organisationen an der Hankamer School of Business der Baylor University in Waco, Texas inne.


Kann Meditieren das Abnehmen erleichtern?

17. Dezember 2011

Hat Magersucht genetische UrsachenDie Achtsamkeitsmeditation wurde im Westen ursprünglich als Methode bekannt, die hilft Stress abzubauen. Inzwischen wird sie aber in vielen Bereichen der Psychologie eingesetzt. Eine neue Studie hat Meditation als Möglichkeit zur Gewichtskontrolle untersucht. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang Dezember übersetzt, die zeigt, dass Meditation Menschen helfen kann bewusster und damit vernünftiger zu essen:

Viele haben in der Weihnachtszeit Angst vor dem Zunehmen. Aber für Leute, die bei Stress noch mehr bei den Weihnachtsleckereien zulangen, könnte es einen Grund zur Hoffnung geben.

Nach einer Studie von Forschern der University of California – San Francisco (UCSF), die jetzt online im Journal of Obesity veröffentlicht wurde, gibt es eine simple Methode, um achtsam zu essen und Stress abzubauen, die Menschen hilft nicht dick zu werden und das ganz ohne Diät.

Die Frauen in der Studie, die ihren Stress am erfolgreichsten reduzierten, verloren auch am meisten Bauchfett. Diese Art von Fett (im Inneren der Bauchhöhle) ist mehr noch als das Fett, das direkt unter der Haut liegt, mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes verbunden.

„Man trainiert den Geist aufmerksam zu sein anstelle automatisch und nach gewohnten Mustern zu reagieren – nicht nach etwas Süßem zu greifen, wenn man sich ärgert, zum Beispiel“, sagt die UCSF-Forscherin Dr. Jennifer Daubenmier vom Osher Center for Integrative Medicine. „Wenn Sie sich Ihre Gefühle zuerst bewusst machen können, bevor Sie handeln, können Sie eher eine weise Entscheidung treffen.“


Hilft Transzendentale Meditation gegen Stress in der Schule?

30. November 2011

Lässt sich die Aufmerksamkeitsspanne durch Meditation steigernEtliche Studien haben übereinstimmend gezeigt, dass verschiedene Formen der Meditation sehr effektiv sein können, um Stress abzubauen. Allerdings erfordert Meditation mehr Zeit und Disziplin als viele Menschen aufbringen können. Eine neue Studie hat untersucht, ob Meditation zum Stressabbau bei Oberschülern im normalen Schulalltag machbar ist. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom November übersetzt, die demnächst erscheinen soll:

Eine Umfrage der University of California, Los Angeles (UCLA) hat vor Kurzem gezeigt, dass Stress unter Collegestudenten ein Rekordniveau erreicht hat. Aber könnte eine einfache Meditationstechnik eine praktikable Lösung sein, um Stress zu reduzieren?

Eine neue Studie, die im Journal of Instructional Psychology erscheint, zeigt, dass die Technik der Transzendentalen Meditation (TM) psychischen Stress bei Schülern an öffentlichen Schulen deutlich vermindert. Die Studie an Oberschülern, die ethnischen Minderheiten angehörten und ein erhöhtes Risiko hatten, zeigte eine Verminderung der psychischen Belastung um insgesamt 36 Prozent. Depressionssymptome und die Neigung zu Ängsten waren ebenfalls deutlich reduziert.


Kann man sich einen Herzinfarkt einbilden?

26. November 2011

Telefonieren beim Autofahren -- Auch für die Beziehung gefährlichBei bestimmten Symptomen wie anhaltender Atemnot sollte ein Mensch die Feuerwehr rufen – es könnte ein Herzinfarkt sein. Oft tun Leute das zu spät, manchmal auch aus Angst es könnte Einbildung sein. Eine aktuelle Studie hat eine sehr seltene Form des „Herzinfarkts“ untersucht, der in Wirklichkeit kein richtiger Infarkt ist. Wir haben eine Presseerklärung über die noch nicht veröffentlichte Studie vom November übersetzt, die einen „Pseudoinfarkt“ beschreibt, der so echt wirkt, dass nur ein Arzt ihn erkennen kann:

Es waren japanische Ärzte, die in den Neunzigerjahren als erste eine neue Form des Herzinfarkts beschrieben – die Stress-Kardiomyopathie (auch Broken-Heart-Syndrom). Sie zeigten, dass ein plötzlicher Schock oder emotionaler Stress dazu führen können, dass das Herz reagiert wie bei einem Herzinfarkt, obwohl normalerweise keine bleibenden Schäden festzustellen sind. Nun berichten Forscher von der University of Arkansas, dass Stress-Kardiomyopathie bei Frauen häufiger auftritt als bei Männern.


Wie hilft Achtsamkeitsmeditation Stress abzubauen?

18. November 2011

Hängen Depressionen im Jugendalter mit ADHS zusammenManche Leute haben Vorbehalte gegen fernöstliche Methoden wie die Achtsamkeitsmeditation, weil nicht klar ist, wie sie funktionieren. Aber Anhänger der Meditation können auf positive Effekte in vielen Bereichen verweisen, zum Beispiel als Methode zur Stressreduktion. Eine aktuelle Studie hat die Forschungsergebnisse auf dem Gebiet zusammengefasst und die Prinzipien der Achtsamkeit analysiert. Wir haben eine Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom November übersetzt, die zeigt, dass bei der Achtsamkeit mehrere Mechanismen zusammenwirken:

Menschen, die sehr unter Stress stehen, wird oft geraten für einen Moment innezuhalten und einfach nur im „Jetzt“ zu sein. Diese Art der Achtsamkeit, ein wesentlicher Teil der Traditionen des Buddhismus und des indischen Yogas, wird immer populärer bei Menschen, die nach Möglichkeiten suchen etwas gegen ihren Stress zu tun und ihre Lebensqualität zu verbessern. Und die Forschung zeigt, dass Achtsamkeitsmeditation die Gesundheit und Leistungsfähigkeit fördern kann, zum Beispiel indem sie die Funktion des Immunsystems verbessert, den Blutdruck senkt und geistige Fähigkeiten stärkt.


Wie viel Freizeit braucht der Mensch?

29. Oktober 2011

Lassen sich Ängste und Depressionen durch körperliche Bewegung therapierenDer Mensch braucht Zeit für sich selbst, um sich von Stress zu erholen und seine Ressourcen zu regenerieren. Doch wie viel Freizeit braucht man eigentlich? Eine aktuelle Studie untersuchte die Bedeutung der Freizeit für das Wohlbefinden von Menschen. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von Mitte Oktober übersetzt, die unzufriedene junge Leute untersuchte:

Was ist besser für einen Menschen: nicht genug oder zu viel Freizeit haben? Um glücklich zu sein, irgendetwas in der Mitte, sagen Chris Manolis und James Roberts von der Xavier University in Cincinnati und der Baylor University in Waco in den USA. Ihre Untersuchung zeigt, dass materialistische junge Leute mit einem zwanghaften Konsumverhalten gerade die richtige Menge Freizeit brauchen, um sich glücklicher zu fühlen. Die Studie wurde online in dem Springer-Journal Applied Research in Quality of Life veröffentlicht.

Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der die Zeit immer knapp ist. Wenn Menschen meinen, dass sie zu wenig Zeit haben oder unter Zeitdruck stehen, sind sie weniger zufrieden. Gleichzeitig beeinflusst aber auch unsere Konsumkultur, die von Materialismus und einem zwanghaften Konsumverhalten gekennzeichnet ist, die Zufriedenheit von Menschen: der Wunsch materielle Dinge zu besitzen lässt die Lebenszufriedenheit sinken.


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