skip to content

Hilft Verhaltenstherapie bei Altersdepressionen?

13. Dezember 2009

behavior therapy for the elderly s sDie Behandlung von älteren Patienten mit Depression kann schwierig sein, zum Beispiel wegen Nebenwirkungen von Antidepressiva bei Menschen, die oft sowieso schon körperliche Beschwerden haben. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass kognitive Verhaltenstherapie älteren Depressionspatienten helfen kann. Ich habe einen Pressebericht über die Studie übersetzt, der die Vorteile von Psychotherapie für diese Menschen kurz beschreibt:

Ältere Patienten mit Depression sprechen gut auf kognitive Verhaltenstherapie (KVT) an, und die Behandlung hilft besser als Gespräche mit jemandem, der warmherzig und Anteil nehmend zuhört. Das ist das Ergebnis einer Studie, die in der Dezemberausgabe der Archives of General Psychiatry erscheint.

Marc Antony Serfaty vom University College London und seine Mitarbeiter untersuchten in ihrer Studie 204 Menschen im Alter von 65 oder älter, davon 79,4 Prozent Frauen, die eine Diagnose von Depression hatten. Die Patienten, die alle ihre Standardbehandlung weiter erhielten, wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wurde zusätzlich mit KVT und eine zweite mit Gesprächstherapie behandelt. Die dritte Gruppe erhielt keine Zusatzbehandlung.

Die Forscher werteten den geistig-seelischen Zustand der Patienten nach psychologischen Tests zu Anfang der Studie sowie nach vier und zehn Monaten Therapie aus. Die Ergebnisse zeigten, dass nach durchschnittlich nur etwas mehr als sieben Therapiesitzungen Patienten in der KVT-Gruppe stärker verbesserte Werte für Depression hatten als Patienten in der Gesprächstherapie-Gruppe.

„Obwohl man Symptome von Depression als normale Folge des Alterns betrachten kann, stellen unsere Ergebnisse den Mythos vom älteren Menschen infrage, der einfach nur einsam ist und Gesellschaft und ein offenes Ohr braucht“, schreiben die Autoren. „Wie frühere Studien bereits gezeigt haben, kann man ältere Menschen dafür gewinnen, aktiv an Gesprächstherapien teilzunehmen. Sie können für psychologische Unterstützung offen sein und von einer bestimmten Form der Behandlung wie kognitiver Verhaltenstherapie profitieren.“

Quellen:

HealthDay News, 10. Dez 2009

Serfaty et al. Arch Gen Psychiatry, 2009

Verwandte Artikel:

Was sind die Risikofaktoren für das Entstehen von Altersdepressionen?

Wie lässt sich Demenz von Depression unterscheiden?

Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?

Weitere Links:

Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?

Zur Praxis für Psychotherapie in München

Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf

Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg

Zur Praxis für Psychotherapie in Frankfurt

Rubrik: Alter, Depression, Verhaltenstherapie
Tags: , ,


Antwort erstellen



Zurück zum Anfang