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Bietet Bildung einen Schutz vor Depressionen?

24. Februar 2012

Macht Betriebsamkeit glücklichEin niedriger Sozialstatus ist einer von vielen Faktoren, die das Risiko für Depressionen erhöhen. Eine aktuelle Studie hat Bildung als eine Möglichkeit untersucht den Sozialstatus zu verbessern und Depressionen vorzubeugen. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie übersetzt, die bald erscheinen soll und online schon zu lesen ist:

Könnte es einen Zusammenhang zwischen Depressionen bei Erwachsenen und dem Bildungsniveau ihrer Eltern geben? Eine neue Studie der medizinischen Soziologin Amélie Quesnel-Vallée von der McGill University in Kanada zeigt, dass dies der Fall ist.

Für ihre Studie analysierten Quesnel-Vallée und ihr Mitautor Miles Taylor, ein Assistenzprofessor in der Abteilung Soziologie der Florida State University, Daten des National Longitudinal Survey of Youth 1979 (NLSY79). Diese Langzeitstudie beobachtet die Gesundheit einer Gruppe von mehr als 10 000 US-Amerikanern, die um 1960 geboren wurden. Die Studiendaten ermöglichten es den Forschern die Entwicklung und Zusammenhänge zwischen dem Bildungsniveau der Eltern und dem Bildungsniveau der Kinder, ihrem Haushaltseinkommen und Depressionssymptomen über einen Zeitraum von 29 Jahren zu untersuchten.

Die Autoren stellten fest, dass erwachsene Kinder umso weniger psychische Gesundheitsprobleme hatten, je höher das Bildungsniveau ihrer Eltern war. „Wir stellten aber auch fest, dass dieser Zusammenhang zum großen Teil dadurch erklärt werden kann, dass gebildete Eltern auch eher gebildete Kinder haben, die dann wiederum in besser bezahlten Jobs arbeiten“, erklärt Quesnel-Vallée. „Das bedeutet, dass der ganze Prozess des sozialen Aufstiegs, der sich auf die Bildung der Eltern gründet, einen entscheidenden Einfluss auf die psychische Gesundheit erwachsener Kinder hat.“

Die Ergebnisse zeigen, dass eine Politik, die auf bessere Bildungschancen für alle, unabhängig vom sozialen Hintergrund abzielt, dazu beitragen könnte den Zyklus von niedrigem sozioökonomischen Status und schlechter psychischer Gesundheit aufzubrechen, der sich von Generation zu Generation wiederholt. „Kinder können sich nicht aussuchen, wo sie herkommen. Ich glaube, wir haben eine Verantwortung etwas gegen die ungleichen gesundheitlichen Voraussetzungen zu tun, die von unterschiedlichen Bedingungen in der frühen Kindheit herrühren“, sagt Quesnel-Vallée.

Quellen:

McGill University, 26. Jan 2012

Quesnel-Vallée & Taylor. Social Science & Medicine, März 2012

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Rubrik: Depression, Kinder & Jugendliche, Mensch & Gruppe
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