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Fördern kulturelle Aktivitäten die Gesundheit?

21. Juni 2011

Machen Computerspiele süchtig wie Drogen sMit Gesundheit assoziieren die meisten Menschen Dinge wie Sport treiben oder cholesterinarme Ernährung. Eine aktuelle Studie hat die Wirkung der Kunst auf das Wohlbefinden untersucht und zeigt, dass Kultur die körperliche und seelische Gesundheit fördert. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von Ende Mai übersetzt, deren Autoren meinen, man sollte diese Wirkung im Gesundheitswesen gezielt einsetzen:

Männer, die regelmäßig in Kunstgalerien, Museen und ins Theater gehen, erfreuen sich einer besseren Gesundheit und sind mit ihrem Leben zufriedener. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die online im Journal of Epidemiology and Community Health publiziert wurde. Die Studie zeigt, dass sowohl Männer als auch Frauen, die ein Musikinstrument spielten, malten oder Theater und Museen besuchten, sich gesünder fühlten, mehr Freude am Leben hatten und weniger ängstlich oder depressiv waren als Menschen, die nicht an kulturellen Aktivitäten teilnahmen.

Aber der Effekt war am stärksten bei Männern, die Kultur lieber als Zuschauer genossen als selbst kreativ oder kulturell aktiv zu werden.

Die norwegischen Forscher befragten 50 797 Erwachsene aus Nord-Trøndelag (eine Provinz in Mittelnorwegen), wie oft sie an kulturellen Aktivitäten teilnahmen, und untersuchten den selbst empfundenen Gesundheitszustand, die Lebenszufriedenheit sowie die Häufigkeit von Angst- und Depressionssymptomen bei den Teilnehmern.

Die Ergebnisse zeigten einen deutlichen Zusammenhang zwischen kulturellen Aktivitäten jeder Art und guter Gesundheit und hoher Lebenszufriedenheit. Außerdem hatten Menschen, die sich an kulturellen Aktivitäten beteiligten, weniger Angst- und Depressionssymptome.

Dabei profitierten die Gesundheit und das Wohlbefinden der Teilnehmer umso mehr, je stärker sie sich am Kulturleben beteiligten. Der deutlichste Effekt wurde bei Männern beobachtet, deren kulturelle Betätigung „rezeptiv“ war, die also zum Beispiel Theater- oder Museumsbesuche machten.

„Die Ergebnisse zeigen, dass man kulturelle Aktivitäten als gesundheitsfördernde Maßnahmen im Gesundheitswesen rechtfertigen könnte”, meinen die Autoren.

Quellen:

e! Science News, 23. Mai 2011

Cuypers et al. Journal of Epidemiology & Community Health, Mai 2011

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Rubrik: Glücksforschung
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