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Helfen soziale Aktivitäten bei Altersdepressionen?

11. Februar 2011

Helfen soziale Aktivitäten bei AltersdepressionenViele Faktoren, von einer Veranlagung bis zu den sozialen Umständen eines Menschen, können zur Entstehung von Depressionen beitragen, und entsprechend vielfältig sind die Ansätze zur Prävention und Therapie dieser Erkrankung. Eine aktuelle Studie hat verschiedene Möglichkeiten zur Prävention von Depressionen bei älteren Menschen verglichen. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom November übersetzt:

Maßnahmen, die ihren Schwerpunkt auf sozialen Aktivitäten haben, können die Häufigkeit von Depressionssymptomen bei älteren Menschen deutlich reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie.

„Sinnvolle soziale Aktivitäten, die auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten älterer Menschen abgestimmt sind, sollten bei der Planung der Altenbetreuung berücksichtigt werden“, sagt Anna Forsman, eine Doktorandin an der Nordic School of Public Health in Göteborg, Schweden.

Depressionen sind die häufigste psychische Erkrankung bei älteren Menschen, und da ihr Anteil an der Bevölkerung kontinuierlich wächst, ist dies ein Thema, das für die öffentliche Gesundheit eine Priorität haben muss. Psychosoziale Maßnahmen haben eine deutliche präventive Wirkung auf Depressionssymptome bei Menschen, die 65 Jahre oder älter sind.

Die Studie war ein systematischer Vergleich der Wirksamkeit verschiedener Formen von psychosozialen Maßnahmen bei älteren Menschen, die das Ziel haben, Depressionen vorzubeugen und die psychische Gesundheit zu fördern.

„Wenn man verschiedene Formen von psychosozialen Maßnahmen untersucht, erscheinen soziale Aktivitäten am besten geeignet, um die psychische Gesundheit älterer Menschen zu verbessern“, sagt Anna Forsman.

Während soziale Aktivitäten einen deutlichen Effekt hatten, fanden die Forscher keine signifikante Wirkung bei Maßnahmen, die überwiegend aus Sport, der Schulung von Fähigkeiten, Selbsthilfegruppen, Erinnerungstherapie oder deren Kombination bestanden.

Für ihre systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse (statistische Neuauswertung) untersuchte sie Veröffentlichungen aus elf elektronischen Datenbanken, die bis Oktober 2009 erschienen waren. Das Ziel der Untersuchung war, gesicherte Erkenntnisse und gute Beispiele für Studien zu sammeln und auszuwerten, in denen untersucht wurde, wie man das Auftreten von Depressionen bei älteren Menschen verhindern und ihre psychische Gesundheit fördern kann.

Die Untersuchung wurde im Rahmen des DataPrev-Projekts durchgeführt, das von der EU finanziert wird und zum Ziel hat, gesicherte Erkenntnisse über Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit und Prävention psychischer Erkrankungen bei Menschen verschiedenen Alters auszuwerten.

Quellen:

Nordic School of Public Health, 23.11.10

Forsman et al. Journal of Aging and Health, Okt 2010

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Rubrik: Alter, Depression, Mensch & Gruppe
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