skip to content

Was sind somatoforme Störungen und wie kann man sie behandeln?

16. April 2010

In unserer neuen Folge des Podcast  „Psychologie aktuell“ können Sie heute einen Gastbeitrag unserer Partnerpraxis in USA hören, dem Cognitive-Behavioral Therapy Center of Western North Carolina. In diesem (englischsprachigen) Beitrag wird Dr. Rose Shaw zum Thema „Somatoforme Störungen“ interviewt.

In dem Gespräch zwischen ihr und Dr. John Ludgate geht es unter anderem um folgende Fragen:

  • Was sind somatoforme Störungen?
  • Wie häufig begegnet man somatoformen Störungen im medizinischen Alltag?
  • Was ist für Mediziner im Umgang mit somatoformen Störungen zu beachten?
  • Welche Behandlungen gibt es und wie wirksam sind sie?
  • Wann ist es sinnvoll, einen Patienten mit somatoformen Störungen an einen Psychotherapeuten zu überweisen?

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Zuhören.

Play

Rubrik: Podcast, Psychosomatik & Schmerzen


2 Kommentieren

  1. Anja Klock
    April 23rd, 2010

    Hallo,
    über den VFP hab ich die Link zu diesem Blog gefunden und ein wenig gestöbert! Ein solcher Blog ist klasse!
    Hier bin ich nun bei „Psychosomatik und Psychotherapie“ gelandet und denk mir, dass ein Beitrag meinerseits vielleicht interessant ist, einer größeren Öffentlichkeit kund zu tun.
    Leider konnte ich dem obigen Podcast nicht ganz folgen (Meine englischen Sprachkenntnisse sind dafür nicht ausreichend.)!
    Mit Psychosomatischen Erkrankungen beschäftige ich mich allerdings seit Beginn meiner Berufslaufbahn, die mich erst Krankengymnastin werden ließ, bevor ich meine Laufbahn zur Ostheopathin und dann zur Heilpraktikerin änderte. Seit 2005, nach Beendigung meiner letzten Ausbildung in der psychotherapeutischen Richtung der BINDUNGSENERGETK, sehe ich mich, psychotherapeutisch arbeitend, immer wieder mit somatoformem Leid, seitens meiner Klienten konfrontiert.
    Zu den somatoformen Beschwerden zähle ich auch den gesamten psychosomatischen Beschwerdebereich: Abgekürzt sind das körperliche Beschwerden, für die keine eindeutige Ursache gefunden werden können.
    In meiner Praxis bin ich häufig mit Schmerzsymptomatiken konfrontiert, wie zB. Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder ganz anderen Krankheitsbildern, wie zB. der Multiple Sklerose, eine Erkrankung der Myelinscheiden der Nerven.

    Die Möglichkeit somatoforme Beschwerden psychotherapeutisch anzugehen ist nach meinem Verständis eine sehr vielversprechende. Leider wird die Psychotherapie seitens psychosomatischerkrankter Patienten zu selten genutzt. Menschen sehen sich nicht gerne als psychisch krank, wenn sie körperliche Symptome haben. Diese Logik ist dank der Trennung von Körper und Seele in unserer Medizin nur allzu verständlich, aber auch ein sehr eingeschränktes und festgefahrenes Dogma.
    Eine Erkenntnis, die ich in meiner psychotherapeutischen Ausbildung erfuhr, lässt einen ganz anderen Blickwinkel für therapeutische Interventionen zu. Ich lernte in der bindungsenergetischen Psychotherapie, Krankheitsgeschehnisse, nicht mehr „beinahe magisch“ von der Pathologieseite zu betrachten.
    Gerade langwierige Krankheitsgeschichten, wie sie häufig zu beobachten sind bei psychosomatisch Erkrankten, ziehen die Pathogenese (das langjährige Leiden) in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Schon bewegt man sich als Therapeut mitten im Geschehen. Z.B. beim Suchen nach der Krankheitsursache!
    Die entscheidende Frage ist jedoch, wo lenke ich meine Aufmerksamkeit hin? Lasse ich mich vom dem was mein Gegenüber im Kopf hat (dem Erzählten) in den Bann ziehen oder schaffe ich es, dass mein Gehör ganz wo anders „hinlauscht“?
    Es zu meinem Herzverständnis zu lenken wäre der Königsweg und ermöglicht einen bindungsorientierten Zugang zum Leid der Klienten. Dieser Zugang bringt ganz andere Lösungsansätze an die Oberfläche, als die, die wir so im Kopf haben. Als „Herzverständnis“ bezeichnen wir in der bindungsenergetischen Psychotherapie die Form, eine andere Art von Intelligenz (neben der Gehirnintelligenz) walten zu lassen. Die Formulierung „Herzverständnis“ lässt ahnen, dass das „hören auf das Herz“ uns diesen emotionalintelligenten Zugang ermöglich.
    Wer aufmerksam liest, wird unweigerlich feststellen, dass es sich hier sehr viel um Sprache, Formulierungen und Hören dreht.
    Eine These meines Ausbilders, Michael Munzel (Dipl. Psychologe) im Bezug zur Psychosomatik, ist: “Die Verhindernung, etwas emotional Bedeutendes zur Sprache zu bringen, ist das wesentliche Geschehen im Zusammenhang mit den psychosomatischen Störungen.“ (Zitat, S. 125, a.d. Buch „In besseren Kreisen“)
    Vereinfacht gesagt, und dies spiegelt sich auch in meinem therapeutischen Erfahrungsschatz wieder, Menschen mit somatoformen Beschwerden leiden immer auch unter einem Sprachbindungsproblem. Wie dies genau ausschaut ist so individuell, wie jeder Mensch mit seiner Krankheitsgeschichte an sich. Genauso individuell ist dementsprechend auch die Therapie. So erklärt sich auch die Idee, dass Menschen mit psychosomatischen Symptomen bei einem Psychotherapeuten gut aufgehoben sind. Vorausgesetz, es entwickelt sich in der Therapie ein nicht gehirndominierter, sondern ein herzgeleiteter Lösungsansatz. Diese Lösung offebart sich i.d.R. ganz wo anders, als vom Klienten und Therapeuten angenommen!

    Weiter Informationen zu msychosomatischen Geschehen und zur Bindungsenergetik finden sich in folgendem Buch:
    „In besseren Kreisen“,2009, Michael Munzel, erhältlich bei: http://www.schweigstill-verlag.de

    Einen herzlichen Gruß,
    Anja klock (Heilpraktikerin)

  2. Shivani Allgaier
    September 10th, 2011

    Ein sehr schönes Blog, vielen Dank für die profunden Beiträge.
    Hier etwas, das thematisch zu den somatoformen Störungen paßt:
    http://shivanireutlingen.wordpress.com/2010/06/14/podcast-psychogynakologie/

Antwort erstellen



Zurück zum Anfang