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Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?

Raumansicht Psychotherapie Frankfurt

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen …

Psychotherapie kann bei Essstörungen (Bulimie und Anorexie) helfen
Heißhunger-Teufelskreis, Praxis Dr. Shaw

Bei Essstörungen ist dieses Sprichwort allerdings aus dem Gleichgewicht gebracht. Das Thema Essen hat seine Unbeschwertheit verloren, steht nicht mehr für neue Energie, Wohlbefinden, Genuss und Lebensfreude. Vielmehr ist Essen mit der massiven Angst verbunden, dick zu werden, über die Nahrungsaufnahme werden negative Gefühle (Wut, Trauer, Einsamkeit, Minderwertigkeit etc.) zu regulieren versucht, Autonomiewünsche und Abgrenzungsversuche werden auf Nahrungs-Ebene ausgelebt.

Physiologische Hunger- und Sättigungssignale kommen aufgrund der kognitiven und emotionalen Steuerung der Nahrungsaufnahme immer mehr aus dem Gleichgewicht. Das Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper zeigt sich zunehmend belastet. Das ganze Leben kreist schließlich um das Thema Gewicht und Nahrungsaufnahme. Die physische und psychische Leistungsfähigkeit nimmt kontinuierlich ab. Viele Betroffene sehen sich in einer Abwärtsspirale gefangen.

Essstörungen gehören in unserer Gesellschaft zu den häufigsten psychosomatischen Erkrankungen. Es gibt verschiedene Formen von Essstörungen, wobei Mischformen häufig und die Übergänge fließend sind. Die bekanntesten sind die Magersucht (Anorexia Nervosa), die Ess-Brech-Sucht (Bulimia Nervosa oder Bulimie), die unspezifische Ess-Sucht und wiederkehrende Essattacken ohne Gegenregulation (Binge-Eating). Die beiden Letzteren führen auch häufig zu Übergewicht oder Fettleibigkeit (Adipositas).

In unserer Therapie wenden wir uns zunächst den individuellen Entstehungs- und Auslösebedingungen Ihrer Essstörung zu. Wir analysieren Ihr Essverhalten, um Informationen über dessen Funktionalität zu gewinnen. Je nach Ergebnis kommen dann beispielsweise Methoden und Strategien zur Verbesserung Ihres Selbstwert- und Körpergefühls, Selbstkontrollstrategien zum Umgang mit negativen Emotionen und/ oder Training Ihrer sozialer Kompetenzen (Abgrenzen, Rechte durchsetzen etc.) zum Einsatz.

Unser Ziel ist es, Sie an ein »normales« Essverhalten heranzuführen und langfristig Essen insgesamt zu einem unbeschwerten Thema zu machen, damit wieder vermehrt positive Gefühle und freudvolle Aktivitäten Einzug in Ihr Leben halten können.

Autorin: Dr. Dipl.-Psych. Rose Shaw; aktualisiert am 26.04. 2012