skip to content

Werden Kinder von berufstätigen Müttern häufiger krank?

1. März 2011

Wie lassen sich Depressionen bei Kleinkindern erkennenDie allermeisten Unfälle ereignen sich nicht im Straßenverkehr, sondern zu Hause, in der Freizeit und beim Sport. Eine neue Studie hat die Häufigkeit medizinischer Notfälle bei Schulkindern untersucht und zeigt, dass Kinder arbeitender Mütter stärker gefährdet sind. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von vor zwei Wochen übersetzt, die das beunruhigende Phänomen beschreibt:

Kinder arbeitender Mütter haben deutlich häufiger Gesundheitsprobleme wie Asthma und Unfälle als Kinder von Müttern, die nicht arbeiten. Das zeigt eine neue Studie einer Forscherin an der North Carolina State University in den USA.

„Ich glaube nicht, dass irgendjemand pauschale Werturteile darüber abgeben sollte, ob sich eine Mutter entscheidet zu arbeiten oder nicht“, sagt die Autorin der Studie Dr. Melinda Morrill, eine Assistenzprofessorin für Ökonomie an der NC State. „Aber es ist wichtig, dass wir uns der Kosten und Nutzen bewusst sind, die damit verbunden sind, wenn sich eine Mutter entscheidet arbeiten zu gehen.“

Die Studie untersuchte die Gesundheit von Kindern, die zur Schule gingen und ein oder mehrere jüngere Geschwister hatten. Die Ergebnisse zeigten, wenn eine Mutter arbeitet, verdoppelt sich das Gesundheitsrisiko des Kindes für alle drei hier untersuchten Notfälle: Übernachtungen im Krankenhaus, Asthmaanfälle und Verletzungen oder Vergiftungen.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Kinder im Durchschnitt gesünder sind, wenn ihre Mutter arbeiten geht. Diese Ergebnisse wurden mit Faktoren wie einem höheren Einkommen, einer besseren Krankenversicherung und einem höheren Selbstwertgefühl der Mutter erklärt.

Aber Morrills Studie kam zu einem anderen Ergebnis. Morrill benutzte aufwändige statistische Methoden, um gezielt insbesondere den Kausalzusammenhang zwischen der Berufstätigkeit von Müttern und der Gesundheit ihrer Kinder zu untersuchen. Dabei berücksichtigte Morrills Ansatz eine Reihe von potenziellen Unsicherheitsfaktoren wie den Einfluss, den die Gesundheit eines Kindes darauf hat, ob die Mutter arbeiten gehen kann. Wenn ein Kind zum Beispiel sehr krank ist, wird die Mutter eher zu Hause bleiben.

„Ich wollte Mütter untersuchen, deren Entscheidung zu arbeiten unabhängig von der Gesundheit ihrer Kinder war”, sagt Morrill und erklärt, ob das jüngste Kind einer Mutter im Kindergartenalter ist, kann einen Einfluss darauf haben, ob sie in den Beruf zurückkehren kann. Deshalb untersuchte Morrill ausschließlich die Gesundheit von älteren Kindern, die sieben bis siebzehn Jahre alt waren, schon zur Schule gingen, und deren jüngste Geschwister gerade das Kindergartenalter erreicht hatten.

Die Studie analysierte Daten der National Health Interview Survey, einer USA-weiten Gesundheitsbefragung, die die Centers for Disease Control and Prevention über zwanzig Jahre durchgeführt hatten. Die Daten der etwa 89 000 untersuchten Kinder wurden in den Jahren 1985 bis 2004 gesammelt.

Quellen:

North Carolina State University, 16. Feb 2011

Morrill. Journal of Health Economics, Jan 2011

Verwandte Artikel:

Haben Eltern Einfluss auf das Entstehen von Essstörungen bei ihren Kindern?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen ADHS und rauchenden Eltern?

Können Depressionen mit der Vorzugsbehandlung im Kindesalter zusammenhängen?

Weitere Links:

Zur Praxis für Psychotherapie in München

Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf

Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg

Zur Praxis für Psychotherapie in Frankfurt

Rubrik: Kinder & Jugendliche
Tags: , ,


Antwort erstellen



Zurück zum Anfang