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	<title>Psychologie aktuell &#187; Selbstbild</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; Selbstbild</title>
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		<title>Welche Auswirkungen hat das Ende einer Beziehung auf die eigene  Identität?</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 22:58:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon in der Bibel wird die Beziehung zwischen Mann und Frau bildhaft als „ein Fleisch werden“ beschrieben (1. Mose 2, 24). Eine aktuelle Studie hat das Phänomen wissenschaftlich untersucht und zeigt, dass Menschen die Trennung von ihrem Partner als Verlust eines Teils ihrer selbst erleben können. Ich habe eine Presseerklärung des Journals von gestern übersetzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2110" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; border: 1px solid black;" title="Welche Auswirkungen hat das Ende einer Beziehung auf die eigene s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Welche-Auswirkungen-hat-das-Ende-einer-Beziehung-auf-die-eigene-s.jpg" alt="Welche Auswirkungen hat das Ende einer Beziehung auf die eigene s" width="125" height="167" />Schon in der Bibel wird die Beziehung zwischen Mann und Frau bildhaft als „ein Fleisch werden“ beschrieben (1. Mose 2, 24). Eine aktuelle Studie hat das Phänomen wissenschaftlich untersucht und zeigt, dass Menschen die Trennung von ihrem Partner als Verlust eines Teils ihrer selbst erleben können. Ich habe eine Presseerklärung des Journals von gestern übersetzt, in der die Studie kurz dargestellt wird:</p>
<p>Wenn eine Liebesbeziehung zu Ende geht, kann sich das „Selbstkonzept” eines Menschen verändern. Das zeigt eine Studie, die jetzt in der Februarausgabe des <em>Personality and Social Psychology Bulletin</em> veröffentlicht wurde.</p>
<p>Das <strong>Selbstkonzept</strong> ist die Wahrnehmung und Vorstellung eines Menschen von seinem „Selbst&#8221;. Die <strong>Partner</strong> in einer Liebesbeziehung entwickeln einen gemeinsamen Freundeskreis, Aktivitäten und sogar <strong>teilweise </strong>die <strong>gleichen</strong> Selbstkonzepte.</p>
<p><span id="more-2084"></span>Die Forscher untersuchten verschiedene Aspekte des Selbstkonzepts, die sich nach einer Trennung verändern können. Die Ergebnisse zeigten, dass das Selbstkonzept von Menschen nach einer <strong>Trennung </strong>an Klarheit verliert. Diese Unklarheit kann zu ihrer emotionalen Belastung mit beitragen. Der Verlust der partnerschaftlichen Beziehung hat eine Reihe von psychologischen Konsequenzen. Dazu gehört die Neigung von Menschen, ihre Sicht von sich selbst zu ändern und das Gefühl, dass ihr <strong>Selbst</strong> ihnen subjektiv <strong>weniger klar</strong> und sogar „<strong>kleiner</strong>” erscheint.</p>
<p>Die Beobachtung, dass viele Menschen das <strong>Auseinandergehen</strong> einer Liebesbeziehung als eine Zeit der <strong>Selbstveränderung </strong>erleben, zeigt die enorme Bedeutung des Verlustgefühls und seinen Einfluss auf das Selbstkonzept von Menschen.</p>
<p>„Eine Beziehung kann so eng werden, dass Partner nicht nur die Sätze des anderen vervollständigen können. Manchmal können sie sogar das Selbst ihres Partners vervollständigen”, schreiben die Autoren <em>Erica B. Slotter</em>, <em>Wendi L. Gardner</em> und <em>Eli J. Finkel </em>von der <em>Northwestern University</em> in Illinois in den USA. „Wenn eine Beziehung zu Ende geht, empfinden Menschen nicht nur Schmerz über den <strong>Verlust </strong>des <strong>Partners</strong> sondern machen auch <strong>Veränderungen</strong> an ihrem <strong>Selbst</strong> durch. Diese Studie zeigt zum ersten Mal den spezifischen Beitrag eines unklaren Selbstkonzepts zu der emotionalen Belastung von Menschen nach der Trennung von ihrem Partner.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-03/sp-tio030810.php" target="_blank">SAGE Publications</a></span>, 8.3.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psp.sagepub.com/cgi/content/abstract/36/2/147" target="_blank">Slotter et al</a></span>. Personality and Social Psychology Bulletin, Feb 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann zu hohe Bindung eine Partnerschaft beschädigen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-zu-hohe-bindung-eine-partnerschaft-beschadigen/" target="_self">Kann zu hohe Bindung eine Partnerschaft beschädigen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Untreue und Eifersucht: Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/untreue-und-eifersucht-was-sind-die-grunde-fur-die-geschlechterunterschiede/" target="_self">Untreue und Eifersucht: Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie lange hält sich die Romantik in der Beziehung?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lange-halt-sich-die-romantik-in-der-beziehung/" target="_self">Wie lange hält sich die Romantik in der Beziehung?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-muenchen.php">Zur Paartherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-duesseldorf.php">Zur Paartherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hält geistige Fitness Menschen jung?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/halt-geistige-fitness-menschen-jung/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 14:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Jugend assoziiert man, zumindest in der Werbung, eher „gut aussehend“ als „schlau“. Aber eine aktuelle Studie zeigt, dass ältere Menschen, die sich jung fühlen, großen Wert auf geistige Fitness legen. Ich habe eine Presseerklärung der Universität von voriger Woche übersetzt, der die Ergebnisse der Studie zusammenfasst:
Der Spruch „Man ist so alt wie man sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2064" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Ist man tatsächlich so alt wie man sich fühlt s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Ist-man-tatsächlich-so-alt-wie-man-sich-fühlt-s.jpg" alt="Ist man tatsächlich so alt wie man sich fühlt s" width="125" height="166" />Mit Jugend assoziiert man, zumindest in der Werbung, eher „gut aussehend“ als „schlau“. Aber eine aktuelle Studie zeigt, dass ältere Menschen, die sich jung fühlen, großen Wert auf geistige Fitness legen. Ich habe eine Presseerklärung der Universität von voriger Woche übersetzt, der die Ergebnisse der Studie zusammenfasst:</p>
<p>Der Spruch „Man ist so alt wie man sich fühlt” scheint auf ältere Menschen wirklich zuzutreffen. Das zeigt eine Untersuchung von Forschern der <em>Purdue University </em>in den USA.</p>
<p>„Das Alter eines Menschen ist wichtig. Aber darüber hinaus hat seine <strong>Sichtweise</strong> einen großen Einfluss auf den <strong>Alterungsprozess</strong>“, sagt <em>Markus H. Schafer</em>, ein Doktorand der Soziologie und Altersforschung, der die Studie durchführte. „Wenn Sie sich also älter fühlen, als Sie nach Lebensjahren sind, werden Sie wahrscheinlich viele der negativen Seiten, die Menschen mit dem Älterwerden verbinden, stärker spüren.“</p>
<p><span id="more-2034"></span>„Aber wenn Sie älter sind und sich weiter jung fühlen, können Sie sich viele Fähigkeiten, die Ihnen wichtig sind, besser erhalten.“</p>
<p><em>Schafer </em>und seine Mitautorin <em>Tetyana P. Shippee</em>, die an der <em>Purdue University</em> studiert hat und nun Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center on Aging and the Life Course der <em>Purdue University</em> ist, verglichen das <strong>biologische</strong> und das <strong>subjektiv</strong> empfundene <strong>Alter </strong>von Leuten, um festzustellen, was die <strong>geistigen Fähigkeiten</strong> älterer Menschen stärker beeinflusst. Fast 500 Menschen im Alter von 55 bis 74 Jahren wurden 1995 und 2005 im Rahmen von MIDUS, einer landesweiten Studie über das Älterwerden in den USA, befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung, die von den National Institutes of Health finanziert wurde, erschienen in der Januarausgabe des <em>Journal of Gerontology: Social Sciences</em>.</p>
<p>Als die Leute 1995 befragt wurden, wie alt sie sich normalerweise fühlten, gab die Mehrheit ihr <strong>selbst empfundenes </strong>Alter als <strong>zwölf Jahre jünger </strong>an, als sie wirklich waren.</p>
<p>„Wir stellten fest, dass diese Menschen, die sich für ihr Alter <strong>jung fühlten</strong>, zehn Jahre später auch mehr <strong>Vertrauen</strong> in ihre <strong>geistigen Fähigkeiten </strong>hatten”, sagt <em>Schafer</em>. „Ja, das biologische Alter war wichtig, aber das subjektive Alter hatte den größeren Einfluss.“</p>
<p>„Aber wir wissen nicht, was zuerst kommt. Wirkt sich das Wohlbefinden und die Zufriedenheit eines Menschen auf seine geistigen Fähigkeiten aus, oder tragen die geistigen Fähigkeiten eines Menschen zu seinem Wohlbefinden mit bei? Das wollen wir in einer künftigen Studie untersuchen.“</p>
<p><em>Schafer</em> meint, dass man aus den derzeitigen Ergebnissen positive und negative Schlüsse ziehen kann.</p>
<p>„Unsere <strong>Gesellschaft</strong> legt enorm viel Wert auf eine <strong>jugendliche Erscheinung</strong>, und das kann einen <strong>negativen Einfluss</strong> auf Menschen haben“, sagt <em>Schafer</em>. „Leute möchten sich gerne jünger fühlen, und wenn sie zwangsläufig ins Alter kommen, kann ihr Vertrauen in ihre geistigen Fähigkeiten sehr darunter leiden.“</p>
<p>„Andererseits ist der Wunsch jung zu bleiben in Amerika so stark, dass es gut für Menschen sein könnte, sich ein Gefühl von <strong>Jugendlichkeit</strong> zu <strong>bewahren</strong>, indem sie sich über <strong>neue Trends </strong>und Aktivitäten auf dem Laufenden halten, um sich jung zu fühlen. Lernen, wie man mit neuen Technologien umgeht, ist eine Möglichkeit, wie man seine geistigen Fähigkeiten weiter verbessern kann. Es wird interessant sein zu beobachten, wie oder ob sich diese kulturellen Normen verändern, wenn die Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen immer älter werden.“</p>
<p>Andere Studien haben gezeigt, dass Frauen zu <strong>stereotypen Vorstellungen</strong> über das Altern neigen. Daher erwartete <em>Schafer</em>, dass Frauen, die sich alt fühlen, weniger Vertrauen in ihre geistigen Fähigkeiten haben würden.</p>
<p>„Wir fanden einen <strong>kleinen Unterschied</strong> zwischen <strong>Männern</strong> und <strong>Frauen</strong>, aber er ist nicht so groß wie erwartet”, sagt <em>Schafer</em>. „Das hat uns überrascht, weil bei Frauen oft übertriebener Wert auf körperliche Attraktivität und Jugend gelegt wird.“</p>
<p><em>Schafer</em> untersucht auch, wie sich belastende Ereignisse, zum Beispiel Gesundheitsprobleme von Familienmitgliedern, auf das Älterwerden auswirken und wie Zufriedenheit und das Älterwerden zusammenhängen.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.purdue.edu/newsroom/research/2010/100222SchaferAging.html" target="_blank">Purdue University News</a></span>, 22.2.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psychsocgerontology.oxfordjournals.org/content/65B/1/91" target="_blank">Schafer &amp; Shippee</a></span>. Journal of Gerontology: Social Sciences, Jan 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist man so alt wie man sich fühlt?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-man-so-alt-wie-man-sich-fuhlt/" target="_self">Ist man so alt wie man sich fühlt?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-ehrenamtliche-tatigkeit das-kognitive-altern verlangsamen/" target="_self">Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt das Gedächtnis im Alter zwangsläufig nach?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-das-gedachtnis-im-alter-zwangslaufig-nach/" target="_self">Lässt das Gedächtnis im Alter zwangsläufig nach?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Leben Optimisten länger als Pessimisten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/leben-optimisten-langer-als-pessimisten/" target="_self">Leben Optimisten länger als Pessimisten?</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-viele-frauen-leiden-unter-essstorungen/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 11:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Binge Eating]]></category>
		<category><![CDATA[Bulimie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie zeigt, dass ein bedenklich unnormales Essverhalten unter Frauen sehr weit verbreitet ist. Die Zahl der Betroffenen ist deutlich höher als in manchen anderen Studien, was wohl auch daran liegt, dass die Forscher nicht nur Essstörungen im klinischen Sinne untersuchten. Ich habe die Pressemitteilung der Universität von vor drei Tagen übersetzt, die auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1274" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="eating disorders s s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/eating-disorders-s-s.jpg" alt="eating disorders s s" width="125" height="167" />Eine aktuelle Studie zeigt, dass ein bedenklich unnormales Essverhalten unter Frauen sehr weit verbreitet ist. Die Zahl der Betroffenen ist deutlich höher als in manchen anderen Studien, was wohl auch daran liegt, dass die Forscher nicht nur Essstörungen im klinischen Sinne untersuchten. Ich habe die Pressemitteilung der Universität von vor drei Tagen übersetzt, die auch einen kurzen Überblick über verschiedene Essstörungen gibt:</p>
<p>Wenn das Verhalten eines Menschen seinen körperlichen oder seelischen Bedürfnissen zuwiderläuft und ihm schaden kann, bezeichnet man das als ein „<strong>maladaptives</strong>“ (schlecht angepasstes) <strong>Verhalten</strong>. Frauen können verschiedene maladaptive Verhaltensweisen beim <strong>Essen </strong>entwickeln, von denen Anorexie (Magersucht) nur eine Form ist. Tatsächlich haben etwa zehn <strong>bis fünfzehn Prozent</strong> aller <strong>Frauen</strong> ein maladaptives Essverhalten und eine gestörte Einstellung zum Essen.</p>
<p><span id="more-959"></span>Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von Forschern der <em>Université de Montréal</em> und des <em>Douglas Mental Health University Institute</em> in Kanada, die im <em>International Journal of Eating Disorders</em> veröffentlicht wurde. „Unsere Ergebnisse geben allen Anlass zur Besorgnis“, sagt <em>Lise Gauvin</em>, eine Professorin in der Abteilung Sozial- und Präventionsmedizin der <em>Université de Montréal</em>. „Frauen sind den Einflüssen vieler <strong>widersprüchlicher Erwartungen</strong> ausgesetzt. Einerseits sollen sie <strong>schlank </strong>werden. Andererseits werden sie animiert, einfach nur zum <strong>Genuss</strong> zu essen.“</p>
<p>An der Studie über Essstörungen im weiteren Sinne (klassische und Grenzfälle), die in Form einer <strong>telefonischen</strong> <strong>Befragung</strong> durchgeführt wurde, nahmen 1501 Frauen teil. Keine Teilnehmerinnen wurde als magersüchtig eingestuft. Das Durchschnittsalter dieser Frauen aus städtischen Wohngebieten war 31 Jahre. Die meisten Frauen, die zu der Telefonumfrage bereit waren, rauchten nicht und hatten einen Hochschulabschluss.</p>
<p><em>Dr. Gauvin </em>sagt, die Studie gibt neue Aufschlüsse über <strong>Binge Eating</strong> (Heißhungeranfälle ohne anschließendes Erbrechen) und <strong>Bulimie</strong> (Heißhungeranfälle mit anschließendem Erbrechen, auch Ess-Brechsucht). Zu den Kennzeichen beider Störungen gehört <strong>übermäßiges Essen</strong>, mit dem ein Gefühl von <strong>Kontrollverlust</strong> einhergeht. „Etwa <strong>13,7 Prozent </strong>der Frauen, die für diese Studie befragt wurden, gaben Binge Eating an einem bis fünf Tagen oder ein bis sieben mal im Monat an&#8221;, sagt sie und merkt an, dass <strong>2,5 Prozent</strong> der Frauen angaben, sie würden sich zum <strong>Erbrechen </strong>zwingen oder aber <strong>Abführ- oder Entwässerungsmittel </strong>verwenden, um ihr Gewicht oder ihre Figur zu halten.</p>
<p>Weiter zeigte die Untersuchung auch einen Zusammenhang zwischen einem <strong>problematischen Essverhalten </strong>und der <strong>Selbsteinschätzung</strong> der Frauen von ihrer <strong>Gesundheit</strong>. In anderen Worten hielten sich Frauen mit einem unnormalen Essverhalten häufiger auch für nicht gesund.</p>
<p>Schließlich stellten die Forscher fest, dass 28 Prozent der Frauen zweimal im Monat intensiv <strong>Sport</strong> treiben, nur um abzunehmen oder ihr <strong>Gewicht zu kontrollieren</strong>. „Wir sollten Sport treiben, weil es Spaß macht und wir uns dabei gut fühlen. Aber wenn solche Aktivitäten dazu dienen, das Gewicht unter Kontrolle zu bringen oder die Figur zu halten, <strong>deutet</strong> das darauf <strong>hin</strong>, dass sich jemand <strong>übermäßige Sorgen</strong> um sein Gewicht macht“, sagt <em>Dr. Gauvin</em>. „Unsere Studie zeigt, dass sich bei einem Teil der weiblichen Bevölkerung ein maladaptives Verhaltensmuster beim Essen feststellen lässt.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.nouvelles.umontreal.ca/udem-news/news-digest/disordered-eating-may-affect-10-to-15-percent-of-women.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">UdeMNouvelles</span></a>, 18.12.09</p>
<p><a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/121483381/abstract" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">International Journal of Eating Disorders</span></a></p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Welche Art der Psychotherapie hilft bei Bulimie?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-therapie-hilft-bei-bulimie/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Welche Art der Psychotherapie hilft bei Bulimie?</span></a></p>
<p><a title="Wie hängt Bulimie mit impulsivem Verhalten zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-bulimie-mit-impulsivem-verhalten-zusammen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hängt Bulimie mit impulsivem Verhalten zusammen?</span></a></p>
<p><a title="Wie lässt sich Bulimie besiegen ? – eine Betroffene berichtet" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lasst-sich-bulimie-besiegen-eine-betroffene-berichtet/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;"> Wie lässt sich Bulimie besiegen ? – eine Betroffene berichtet</span></a></p>
<p><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.html" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</span></a></p>
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		<title>Was beeinflusst unser Essverhalten?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-beeinflusst-unser-essverhalten/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 18:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Binge Eating]]></category>
		<category><![CDATA[Bulimie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer aktuellen Studie haben Forscher untersucht, wie man sich gegen Hungerattacken helfen kann und gezeigt, man muss sich seine langfristigen Ziele vor Augen halten und kann dabei ruhig etwas übertreiben. Die Methode funktioniert aber nicht nur bei kulinarischen Versuchungen. Ich habe eine Pressemitteilung des Journals vom 14. 12. 09 übersetzt:
Wie gut ein Mensch einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-926 alignleft" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;margin-left: 10px;margin-right: 10px;border: 1px solid #000000" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/was-beeinflusst-unser-essverhalten2.jpg" alt="was beeinflusst unser essverhalten" width="125" height="144" />In einer aktuellen Studie haben Forscher untersucht, wie man sich gegen Hungerattacken helfen kann und gezeigt, man muss sich seine langfristigen Ziele vor Augen halten und kann dabei ruhig etwas übertreiben. Die Methode funktioniert aber nicht nur bei kulinarischen Versuchungen. Ich habe eine Pressemitteilung des Journals vom 14. 12. 09 übersetzt:</p>
<p>Wie gut ein Mensch einer <strong>Verlockung</strong> wie zum Beispiel einem großen, süßen Plätzchen <strong>widerstehen</strong> kann, hängt davon ab, für <strong>wie stark </strong>er die <strong>Bedrohung</strong> durch die Versuchung hält. Das zeigt eine neue Studie, deren Ergebnisse im <em>Journal of Consumer Research</em> veröffentlicht wurden. Die Autoren <em>Ying Zhang</em>, <em>Szu-Chi Huang</em> und <em>Susan M. Broniarczyk</em> (alle von der <em>University of Texas</em> in Austin) untersuchten Methoden, mit denen Menschen Essen und anderen Versuchungen widerstehen.</p>
<p><span id="more-920"></span>Die Forscher testeten in vier Experimenten das Verhalten von Verbrauchern, die sich einer <strong>Versuchung</strong> gegenübersahen, die im <strong>Widerspruch</strong> zu ihren <strong>langfristigen Zielen </strong>stand. „Ein Mechanismus der Selbstbeherrschung besteht darin, die <strong>negativen Seiten</strong> der Versuchung zu <strong>übertreiben</strong>. Wir nennen diese Methode des Widerstands den Prozess der <strong>aktiven Umdeutung</strong>“, schreiben die Forscher.</p>
<p>So baten die Forscher zum Beispiel in einem <strong>Experiment</strong> weibliche Testpersonen, den <strong>Kaloriengehalt</strong> eines großen, süßen <strong>Plätzchens abzuschätzen</strong>. Der einen Hälfte wurde angeboten, sie könnten das Plätzchen als Dankeschön für ihre Teilnahme an der Umfrage behalten. Der anderen Hälfte wurde das nicht gesagt.  Die Ergebnisse zeigten, dass Verbraucherinnen, die sehr auf ihre schlanke Linie achteten, das Plätzchen für kalorienreicher hielten und damit schädlicher für das Erreichen ihres <strong>langfristigen Ziels</strong> <strong>schlanker</strong> zu werden.</p>
<p>Ein weiteres Experiment zeigte, dass aktive Umdeutung auch in anderen Situationen helfen kann, mit einem Konflikt der Selbstbeherrschung umzugehen.  In einem Experiment mit 93 <strong>Schülern</strong> eines Colleges stellten die Forscher fest, dass Schüler mit einem guten Notendurchschnitt die Dauer einer bald bevorstehenden <strong>Party</strong> als länger einschätzten als andere Schüler, d.h. die Party würde sie länger <strong>vom Lernen abhalten</strong>. Folglich sagten diese Schüler, sie wären sich nicht so sicher, ob sie auf die Party gehen wollten. Allerdings sagten sie das nur, nachdem die Forscher sie an ihre akademischen Ziele erinnert hatten.</p>
<p>Ferner stellten die Autoren fest, dass <strong>Reize in der Umgebung</strong> wie Poster unterschwellig an die langfristigen Schlankheitspläne von Leuten appellieren konnten und so den Mechanismus der aktiven Umdeutung wachrufen. In einem Experiment betraten weibliche Testpersonen einen Raum, in dem entweder <strong>Poster mit</strong> attraktiven <strong>Fotomodellen</strong> oder mit einer Naturlandschaft an den Wänden hingen. „Studienteilnehmerinnen, die Poster mit attraktiven Fotomodellen (als Ziel-<strong>Hinweisreize</strong>) sahen, schätzten die <strong>Kalorien in</strong> einem einladenden <strong>Drink</strong> übertrieben hoch ein, wenn sie meinten, sie würden ihn später noch trinken. Deshalb tranken sie davon auch weniger, als sie ihn tatsächlich angeboten bekamen“, schreiben die Autoren.</p>
<p>Daraus schließen die Autoren, dass „die geistige Deutung einer Verführung verzerrt sein kann, wenn Menschen in einen <strong>Konflikt </strong>mit ihrer <strong>Selbstbeherrschung</strong> geraten. Diese <strong>verzerrte Deutung </strong>und nicht der exakte Eindruck bestimmt, <strong>wie viel</strong> ein Verbraucher <strong>tatsächlich verbraucht</strong>. Das hilft ihm, der Versuchung zu widerstehen und sein langfristiges Ziel aufrechtzuerhalten.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="https://www.jcr-admin.org/pressreleases/121409110020Zhangrelease.pdf" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">University of Chicago Press</span></a>, 14.12.09</p>
<p><a href="http://www.journals.uchicago.edu/doi/abs/10.1086/649912?prevSearch=%2528broniarczyk%2529%2BAND%2B%255Bjournal%253A%2Bjcr%255D%2Bcounteractive&amp;searchHistoryKey=" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Zhang et al.</span></a> Journal of Consumer Research, 14.12.09</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<title>Wie wirkt sich Pornographie auf die Sexualität aus?</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 15:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie an Studenten, die gerne Pornofilme sehen, liefert Hinweise , dass ihr Hobby sie nicht an einem normalen Sexualleben hindert.  Ich habe einen Artikel der Uni über die Untersuchung mit den (zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings nur 20!)  Kommilitonen übersetzt. Eine kleine Stichprobe also, weitere ausführlichere Erhebungen sind abzuwarten. Aber die Ergebnisse dieser Kleinstudie sind schon mal interessant:
Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-932" style="margin: 0px 10px; border: black 1px solid;" title="porn small" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/porn-small.jpg" alt="porn small" width="167" height="125" />Eine aktuelle Studie an Studenten, die gerne Pornofilme sehen, liefert Hinweise , dass ihr Hobby sie nicht an einem normalen Sexualleben hindert.  Ich habe einen Artikel der Uni über die Untersuchung mit den (zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings nur 20!)  Kommilitonen übersetzt. Eine kleine Stichprobe also, weitere ausführlichere Erhebungen sind abzuwarten. Aber die Ergebnisse dieser Kleinstudie sind schon mal interessant:</p>
<p>Ein Forscher von der <em>Université de Montréal</em> in Kanada, dessen Arbeit vom <em>Interdisziplinären Forschungszentrum für Familiengewalt und Gewalt gegen Frauen</em> finanziert wird, hat mit einer neuen Studie über die <strong>Auswirkungen von Pornografie auf Männer</strong> begonnen. „Zu Anfang unserer Untersuchung haben wir Männer in ihren Zwanzigern gesucht, die noch nie einen Pornofilm gesehen hatten. Wir konnten aber keine finden”, sagt <em>Simon Louis Lajeunesse</em>, ein Associate Professor an der <em>School of Social Work</em>.</p>
<p>„Meine Arbeit zielt darauf ab, den Einfluss von Pornografie auf die Sexualität von Männern zu betrachten, und wie sie ihre Sichtweise von Männern und Frauen prägt“, sagt <em>Lajeunesse</em>. Dazu hat er bis jetzt zwanzig heterosexuelle Männer in seine <strong>Studie</strong> aufgenommen und interviewt. Diese <strong>Männer</strong> sind alle Universitätsstudenten und sehen sich regelmäßig <strong>Pornofilme </strong>an.</p>
<p><span id="more-852"></span>„Sie haben über ihre bisherige sexuelle Entwicklung geredet, angefangen von ihrem <strong>ersten Kontakt zur Pornografie</strong>, der in der <strong>frühen Pubertät </strong>war. Nicht einer von ihnen hatte eine krankhafte Sexualität. Tatsächlich waren alle ihre sexuellen Praktiken ganz konventionell“, sagt <em>Lajeunesse</em>.</p>
<p>Bis jetzt hat die Studie gezeigt, dass <strong>neunzig Prozent </strong>des Pornokonsums auf dem <strong>Internet</strong> stattfindet, während zehn Prozent aus Videoläden stammt. Im Durchschnitt sahen sich die <strong>Singles</strong> dreimal die Woche für jeweils vierzig Minuten pornografische Filme an. Die Männer in einer <strong>festen Beziehung</strong> sahen sie durchschnittlich 1,7-mal pro Woche und für je zwanzig Minuten.</p>
<p><em>Lajeunesse</em> stellte fest, dass die meisten Jungen bis zum Alter von zehn Jahren pornografisches Material gesucht und gefunden haben. In diesem Alter sind Jungen sexuell besonders neugierig. Aber sie verlieren schnell das Interesse, wenn ihnen etwas nicht gefällt oder sie es abstoßend finden. Als Erwachsene suchen sie dann weiter nach <strong>Material, dass ihren Vorstellungen</strong> von Sexualität <strong>entspricht</strong>. Außerdem sehen sie sich nur <strong>selten</strong> Pornofilme <strong>zusammen mit</strong> ihrer <strong>Partnerin </strong>an und suchen sich immer selbst aus, was sie sehen.</p>
<p>Alle Studienteilnehmer gaben an, dass sie <strong>für die Gleichberechtigung</strong> von Mann und Frau sind, und <strong>fühlten sich als Opfer</strong> einer Rhetorik, die Pornografie verteufelt. „Pornografie hat ihre Sichtweise von Frauen nicht verändert oder ihre Beziehungen, die sie sich alle möglichst harmonisch und erfüllend wünschen. Diejenigen, die ihre Fantasien im wirklichen Leben mit ihrer Partnerin nicht ausleben konnten, haben ihnen einfach ihren eigenen Platz reserviert. Die <strong>reale Welt zerstört ihre Fantasien</strong>, und diese Männer wollen auch gar nicht, dass ihre Partnerin aussieht wie ein Pornostar“, sagt <em>Lajeunesse</em>.</p>
<p>Daher <strong>widerspricht </strong><em>Lajeunesse </em>der Theorie von der <strong>perversen Auswirkung</strong>, die Pornografie oft zugeschrieben wird. „Leute, die aggressiv werden, brauchen keine Pornografie, um gewalttätig zu sein. Süchtige können nach Drogen, Alkohol oder Spielen süchtig sein. Und Fälle von asozialem Verhalten gehören in den Bereich der Pathologie. Wenn Pornografie den Einfluss hätte, der immer wieder behauptet wird, müsste man einem Homosexuellen einfach heterosexuelle Filme zeigen können, und das würde seine sexuelle Orientierung ändern.“</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><a href="http://www.nouvelles.umontreal.ca/udem-news/news-digest/are-the-effects-of-pornography-negligible.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">UdeMNouvelles</span></a></p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<title>Beeinflussen Mode-Models das Selbstwertgefühl von Frauen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-beeinflussen-die-medien-das-selbstwertgefuhl-von-frauen-mit-ubergewicht-und-untergewicht/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 19:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute eine interessante Studie, in der gezeigt wird, dass das Betrachten von Models, z.B. in Zeitschriften Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl von Frauen hat.  Damit lässt sich Bezug nehmen, u.a. auch auf die zunehmende Kritik an dem Einsatz von offensichtlich unterernährte Frauen auf den Laufstegen der Modeindustrie.  Nachfolgend eine Zusammenfassung in meiner Übersetzung:

Das Selbstwertgefühl von Frauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1003" style="margin: 0px 10px; border: black 1px solid;" title="Beeinflussen Mode-Models das Selbstwertgefühl von Frauen-1" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/10/Beeinflussen-Mode-Models-das-Selbstwertgefühl-von-Frauen-1-300x199.jpg" alt="Beeinflussen Mode-Models das Selbstwertgefühl von Frauen-1" width="240" height="159" />Heute eine interessante Studie, in der gezeigt wird, dass das Betrachten von Models, z.B. in Zeitschriften Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl von Frauen hat.  Damit lässt sich Bezug nehmen, u.a. auch auf die zunehmende Kritik an dem Einsatz von offensichtlich unterernährte Frauen auf den Laufstegen der Modeindustrie.  Nachfolgend eine Zusammenfassung in meiner Übersetzung:</p>
<p><span id="more-570"></span></p>
<p><span lang="DE">Das Selbstwertgefühl von Frauen mit Übergewicht sinkt geradezu in den Keller, wenn sie Fotos von Modellen gleich welcher Kleidergröße betrachten. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor, die jetzt im <em>Journal of Consumer Research</em> veröffentlicht wurde. Aber das Selbstwertgefühl von Frauen mit Untergewicht nimmt zu, und zwar ebenfalls unabhängig von der Kleidergröße des Modells. Die Autoren <em>Dirk Smeesters (Erasmus-Universität, Niederlande), Thomas Mussweiler (Universität Köln) </em>und <em>Naomi Mandel (Arizona State University)</em> untersuchten, was <strong>Frauen mit unterschiedlichen Body-Mass-Indizes</strong> (BMIs) empfinden, wenn sie dünne oder dicke <strong>Medienmodelle</strong> (Frauen, wie sie in den Medien dargestellt werden) <strong>betrachten</strong>.</span></p>
<p>„Unsere Studie bestätigt die Ergebnisse früherer Untersuchungen, wonach das <strong>Selbstwertgefühl von Frauen</strong> mit einem <strong>normalen Body-Mass-Index</strong> (BMI) <strong>sowohl zu- als auch abnehmen kann</strong>, je nachdem, welches Modell sie betrachten&#8221;, schreiben die Autoren. „Frauen mit einem BMI im Normalbereich (BMI-Werte zwischen 18,5 und 25) haben ein höheres Selbstwertgefühl beim Betrachten von mäßig dünnen Modellen (weil sie sich den Modellen ähnlich fühlen) und extrem dicken Modellen (weil sie sich den Modellen nicht ähnlich fühlen). Dagegen haben sie ein niedrigeres Selbstwertgefühl beim Betrachten von mäßig dicken Modellen (weil sie sich ihnen ähnlich fühlen) und extrem dünnen Modellen (weil sie sich ihnen nicht ähnlich fühlen).&#8221;</p>
<p>Diese Untersuchung bietet wichtige neue Einblicke, wie die Beeinflussung durch Medien das Selbstwertgefühl von Frauen mit Über- und Untergewicht verändern kann. „Das <strong>Selbstwertgefühl von Frauen mit Untergewicht nimmt immer zu</strong>, egal welches Modell sie sich anschauen&#8221;, erläutern die Autoren. „Dagegen <strong>nimmt das Selbstwertgefühl von Frauen mit Übergewicht immer ab</strong>, und zwar ebenfalls unabhängig vom Modell, das sie gerade betrachten.&#8221; Ein vielleicht etwas unerwartetes Ergebnis war aber, dass das Selbstwertgefühl von Frauen mit Übergewicht und Frauen mit Untergewicht recht ähnlich war, solange sie überhaupt kein Modell betrachteten.</p>
<p>Außerdem <strong>beeinflusste die Werbung das Essverhalten</strong> der Teilnehmerinnen an der Studie und <strong>Vorsätze</strong> wie abnehmen und Sport treiben zu wollen. Zum Beispiel aßen Teilnehmerinnen mit Übergewicht weniger süße Kekse und nahmen sich ernsthafter vor, Diät halten und Sport treiben zu wollen, wenn sie dicke Modelle betrachteten als beim Anblick dünner Modelle. (<span style="color: #000000;"><span lang="DE"><em>Quelle</em><em>: </em></span></span><span style="color: #000000;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://esciencenews.com/articles/2009/10/13/how.does.media.exposure.affect.self.esteem.overweight.and.underweight.women" target="_blank">University of Chicago Press Journals</a></span></span>)</p>
<p>Natürlich gilt hier wie nahezu überall: Vorsicht vor einfachen und unikausalen Erklärungen, z.B. der, dass die Modeindustrie dafür verantwortlich ist, dass Frauen ein geringes Selbstwertgefühl haben und sich als Folge daraus z.B. in die körperliche Nähe der idealisierten Models hungern. Wie in anderen Beiträgen in diesem Blog dargestellt, ist die Wirklichkeit (hier: der Essstörungen) sehr viel komplexer. Aber es ist in jedem Fall ein interessanter Beleg für die Wirkungen von medial vermittelten Frauentypen auf die Adressatinnen der Modewerbung.</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-viele-frauen-leiden-unter-essstorungen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was beeinflusst unser Essverhalten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-beeinflusst-unser-essverhalten/" target="_self">Was beeinflusst unser Essverhalten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-neigen-wir-dazu-mit-der-masse-zu-gehen/" target="_self">Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Welche Art der Psychotherapie hilft bei Bulimie?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-therapie-hilft-bei-bulimie/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 17:46:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Binge Eating]]></category>
		<category><![CDATA[Bulimie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>

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		<description><![CDATA[
In dem Informationsdienst Reuters Health ist letzte Woche die Zusammenfassung eines &#8220;Review-Artikels&#8221; erschienen. In Review-Artikeln werden eine Reihe von Studien zu einem Thema zusammengefasst. Dies ist insofern wichtig, als dass einzelne Studien immer nur Teilaskpekte eines Themas untersuchen, so dass es diese Zusammenfassungen bedarf, um sozusagen die Summe zu ziehen. Nachfolgend der Beitrag in meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		H3 { margin-bottom: 0.21cm } 		H3.cjk { font-family: "Arial Unicode MS", sans-serif } 		H3.ctl { font-family: "Tahoma", sans-serif } 		TD P { margin-bottom: 0cm } --></p>
<p lang="de-DE">In dem Informationsdienst <em>Reuters Health </em>ist letzte Woche die Zusammenfassung eines &#8220;Review-Artikels&#8221; erschienen. In Review-Artikeln werden eine Reihe von Studien zu einem Thema zusammengefasst. Dies ist insofern wichtig, als dass einzelne Studien immer nur Teilaskpekte eines Themas untersuchen, so dass es diese Zusammenfassungen bedarf, um sozusagen die Summe zu ziehen. Nachfolgend der Beitrag in meiner Übersetzung:</p>
<p><span lang="de-DE"> </span><span lang="de-DE"><span id="more-566"></span>Forscher haben gezeigt, dass eine spezifische Form der Gesprächstherapie Menschen mit Ess-Brech-Sucht und ähnlichen Essstörungen dabei helfen kann, ihre ungesunden Verhaltensweisen innerhalb von nur wenigen Monaten aufzugeben.<em> Dr. Phillipa P. J. Hay </em>und ihre Mitarbeiter an der <em>University of Western Sydney </em>in Australien werteten</span><span lang="de-DE"> eine <strong>größere Anzahl von Studien </strong>zu verschiedenen Formen der Psychotherapie für <strong>Bulimia nervosa </strong>(kurz Bulimie oder Ess-Brech-Sucht) aus. Dabei fanden sie, dass im Vergleich zu unbehandelten Patienten nach Bulimie-spezifischer Gesprächstherapie – auch <strong>kognitive Verhaltenstherapie </strong>(KVT) genannt – die Heißhungeranfälle bei etwa 37% der behandelten Patienten aufhörten. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Dagegen </span><span lang="de-DE">gaben lediglich 3 Prozent der Bulimiekranken, die auf einer Warteliste für Therapie waren und nicht behandelt wurden, ihr Ess-Brech-Verhalten auf. Diese Ergebnisse wurden jetzt in <em>Cochrane Database of Systematic Reviews </em>veröffentlicht. Herausgegeben wird das Journal von der Cochrane Collaboration, einer internationalen Organisation, die medizinische Forschungsergebnisse auswertet.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Bulimie-spezifische KVT zielt </span><span lang="de-DE">direkt auf das hemmungslose Essen und das anschließend herbeigeführte Erbrechen beziehungsweise den Missbrauch von Abführmitteln ab, wodurch dem Körper die Nahrung nach jedem Essanfall wieder entzogen wird. Dabei <strong>konzentriert sich die Therapie </strong>auf das <strong>Essverhalten</strong>, die <strong>Furcht vor dem Zunehmen </strong>und darauf, wie Auffassungen über das Essen und das <strong>Körperbild wieder „normalisiert</strong>” werden können. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Die Bulimie-spezifische Verhaltenstherapie „</span><span lang="de-DE">dauert etwa 4 bis 5 Monate”, bemerkt <em>Hay </em>in einer E-Mail an Reuters Gesundheit und weiter, dass andere Psychotherapien länger brauchen – ungefähr ein Jahr – um einen ähnlichen Wirkungsgrad zu erreichen. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Für ihre Untersuchung </span><span lang="de-DE">verglichen Hay und ihre Mitarbeiter 48 Studien, die verschiedene Psychotherapien für Bulimia nervosa und Binge Eating (Heißhungeranfälle ohne anschließendes Erbrechen oder Abführen) auswerten, darunter interpersonelle und psychoanalytische Methoden, Hypnose, die Anweisungen eines Selbsthilfebuchs zu befolgen, sowie Bulimie-spezifische KVT. </span></p>
<p><span lang="de-DE">An diesen Studien waren </span><span lang="de-DE">insgesamt <strong>3054 Erwachsene </strong>in den USA, Kanada und Großbritannien beteiligt, die im Allgemeinen wöchentliche Therapiesitzungen über einen Zeitraum von durchschnittlich etwa 16 Wochen hatten. Die Auswertung des Krankheitsverlaufs fand </span><span lang="de-DE">bei allen Studien innerhalb von 10 Monaten nach dem Ende der Behandlung statt. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass nach Auswertung aller Studienergebnisse <strong>Verhaltenstherapie </strong>wohl die </span><span lang="de-DE">insgesamt <strong>beste Behandlung bei dieser Essstörung </strong>ist. Weiter bemerkt Hay, dass KVT auch verwandte Symptome wie Depressionen deutlich verbessern kann.</span></p>
<p lang="de-DE"><strong>Quelle:</strong></p>
<p lang="de-DE">Reuters Health und Cochrane Database of Systematic Reviews, October 2009</p>
<p lang="de-DE"><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p lang="de-DE"><a title="Wie lässt sich Bulimie besiegen ? – eine Betroffene berichtet" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lasst-sich-bulimie-besiegen-eine-betroffene-berichtet/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie lässt sich Bulimie besiegen ? – eine Betroffene berichtet</span></a></p>
<p lang="de-DE"><a title="Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-viele-frauen-leiden-unter-essstorungen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?</span></a></p>
<p lang="de-DE"><a title="Wie hängt Bulimie mit impulsivem Verhalten zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-bulimie-mit-impulsivem-verhalten-zusammen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hängt Bulimie mit impulsivem Verhalten zusammen?</span></a></p>
<p lang="de-DE"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.html" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</span></a></p>
<p lang="de-DE">
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		</item>
		<item>
		<title>Was findet bei Magersucht im Kopf statt?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-findet-bei-magersucht-im-kopf-statt/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-findet-bei-magersucht-im-kopf-statt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 20:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[neuronales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[
In einem Pressearchiv bin ich auf einen Artikel vom vergangenen Sommer gestoßen, den ich sehr interessant finde. In diesem geht es unter anderem darum, welchen Beitrag die Hirnforschung dazu leistet, die (Hinter-)Gründe für Magersucht – einem weiterhin schwer zu therapierenden Krankheitsbild &#8211; zu verstehen. Ich fasse den englischen Beitrag in Auszügen zusammen. Ist dieses Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		H2 { margin-bottom: 0.21cm } 		H2.cjk { font-family: "Arial Unicode MS", sans-serif } 		H2.ctl { font-family: "Tahoma", sans-serif } 		H1 { margin-bottom: 0.21cm } 		H1.western { font-family: "Times New Roman", serif } 		H1.cjk { font-family: "Arial Unicode MS", sans-serif } 		H1.ctl { font-family: "Tahoma", sans-serif } 		A.western:link { so-language: zxx } 		A.ctl:link { so-language: zxx } --></p>
<p><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><span style="font-weight: normal;">In einem Pressearchiv bin ich auf einen Artikel vom vergangenen Sommer gestoßen, den ich sehr interessant finde. In diesem geht es unter anderem darum, welchen <strong>Beitrag </strong>die <strong>Hirnforschung </strong>dazu leistet, die <strong>(Hinter-)Gründe für Magersucht</strong> – einem weiterhin schwer zu therapierenden Krankheitsbild &#8211; zu <strong>verstehen</strong>.</span></span></span><span lang="de-DE"> Ich fasse den englischen Beitrag in Auszügen zusammen. Ist dieses Mal ein bißchen länger als sonst, aber es braucht die Länge, sonst versteht man nicht, worum es geht:</span></p>
<p><span lang="de-DE"><span id="more-547"></span>Neue Imagingtechniken (das ist vereinfacht gesagt das „Abfilmen der Gehirntätigkeit“ z.B. im Computertomographen) erlauben einen Einblick in die Abläufe im Gehirn von Patienten mit Anorexia nervosa (besser bekannt als Magersucht). In einem online in </span><span lang="de-DE"><em>Nature Reviews Neuroscience </em></span><span lang="de-DE">veröffentlichten Übersichtsarartikel beschreiben <em>Walter Kaye, MD, </em>Professor für Psychiatrie und Direktor des Forschungsprogramms zu  Essstörungen an der <em>University of California, San Diego </em>und seine Mitarbeiter <strong>Funktionsstörungen in bestimmten neuronalen Schaltkreisen des Gehirns</strong>. Sie könnten helfen zu erklären, warum Menschen überhaupt eine Magersucht entwickeln bzw. was der Hintergrund hinter den typischen Verhaltensweisen ist, wie das schier unermüdliche Streben danach, Gewicht zu verlieren.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Schon in der <strong>Kindheit </strong>können die Persönlichkeit und das Temperament die <strong>Anfälligkeit eines Menschen für die Entwicklung einer Magersucht </strong>erhöhen. Diese  Faktoren, manche vermutlich ererbt, wie Perfektionismus, Ängstlichkeit oder zwanghafte Neigungen, können bereits vor Beginn einer Essstörung vorhanden sein und in der Jugend unter Umständen durch die <strong>Wirkung vieler Faktoren wie Hormonveränderungen, Stress und kulturelle Einflüsse zusätzlich verstärkt </strong>werden. </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Das Jugendalter ist eine Zeit des Übergangs, in der jeder Einzelne lernen muss, kurz- und langfristige Bedürfnisse und Ziele in ein Gleichgewicht zu bringen um unabhängig zu werden”, sagt <em>Kaye</em>. “Für Jugendliche kann der Umgang mit gemischten Botschaften und Druck durch die Gesellschaft eine Überforderung darstellen. Dieses kann Wesenszüge wie Ängstlichkeit oder den Wunsch nach Perfektion verschlimmern.&#8221;</span></p>
<p><span lang="de-DE">Wenn ein Patient erst einmal eine </span><span lang="de-DE">Magersucht entwickelt, haben das <strong>Hungern und die Fehlernährung </strong>tief greifende <strong>Auswirkungen auf das Gehirn </strong>und andere Organsysteme. Zu diesen Veränderungen gehören <strong>neurochemische Ungleichgewichte</strong>, die dann wiederum die schon bestehenden Wesenszüge übertrieben verstärken und <strong>das Fortschreiten der Erkrankung beschleunigen </strong>können. </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Häufig sagen Menschen mit Magersucht, dass <strong>Fasten ihre Ängste vermindert</strong> während Essen sie verstärkt”, stellt Kaye fest. “Das ist ganz anders als bei den meisten Menschen, die Hunger als etwas Unangenehmes erfahren.” Der machtvolle Trieb, Angst zu vermeiden, treibt bei Anorexia nervosa den Gewichtsverlust voran und löst die <strong>unkontrollierte Spirale </strong>aus, die schwere Abmagerung und Fehlernährung zur Folge hat. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Außerdem neigen Menschen mit Anorexia nervosa dazu,  kaum je “im Augenblick” zu leben. Sie haben oft eine übertriebene und <strong>zwanghafte Sorge um die Folgen ihres Verhaltens</strong>, sie suchen nach Regeln, wo es keine gibt, und machen sich allzu viele Gedanken darüber Fehler zu begehen. Eine der Mitautorinnen, </span><span lang="de-DE"><em>Julie L. Fudge</em></span><span lang="de-DE"> vom </span><span lang="de-DE"><em>Department of Psychiatry &amp; Neurobiology and Anatomy </em></span><span lang="de-DE">an der</span><span lang="de-DE"><em> University of Rochester Medical Center</em></span><span lang="de-DE">, bemerkt dazu: Imagingstudien deuten darauf hin, dass Menschen mit Magersucht ein <strong>Ungleichgewicht haben zwischen Abläufen im Gehirn, die Belohnung und Emotionen regulieren </strong>(der ventrale oder limbische Schaltkreis) und solchen, die mit Konsequenzen und Vorausplanung assoziiert sind (der dorsale oder kognitive Schaltkreis). </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Imagingstudien des Gehirns zeigen auch, dass Menschen mit Magersucht Veränderungen in den Teilen des Gehirns aufweisen, die mit körperlichen Empfindungen zu tun haben, wie etwa Belohnung durch lustvolles Essen zu verspüren”, so der Mitautor <em>Martin Paulus</em>, Professor für Psychiatrie und Leiter des <em>Laboratory of Biological Dynamics and Theoretical Medicine </em>an der <em>University of California, San Diego</em>. “<strong>Magersüchtige könnten es buchstäblich vielleicht gar nicht merken, wenn sie Hunger haben</strong>.“</span></p>
<p><span lang="de-DE">Eine dieser Gehirnregionen ist die </span><span lang="de-DE">sogenannte vordere Insel, die von entscheidender Bedeutung für die Interozeption ist, d.h. für die <strong>Eigenwahrnehmung innerer Signale </strong>des Körpers. Über das Fehlen einer angemessenen Antwort auf Hungersignale hinaus könnten Symptome der Magersucht – wie ein verzerrtes Körperbild oder eine verringerte Motivation sich zu ändern – auch mit einer gestörten interozeptiven Wahrnehmung zu tun haben. </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Magersucht ist sehr kompliziert, und wir brauchen ein radikales Umdenken beim Verständnis ihrer tieferen Ursache “, sagt <em>Kaye</em>. “Wir stehen erst am Anfang mit unserer Vorstellung davon, wie das Gehirn bei Menschen mit dieser Krankheit funktioniert.”</span></p>
<p><span lang="de-DE"><em>Kaye </em>merkt jedoch an, dass die Merkmale des Temperaments und der Persönlichkeit, die anfällig für die Entstehung einer Magersucht machen können, auch positive Seiten haben können. Zu diesen Merkmalen gehören eine Liebe zum Detail, Rücksichtnahme auf Konsequenzen und ein Drang etwas mit Erfolg zu Ende zu bringen. “In meiner klinischen Erfahrung“, sagt er „<strong>sind  viele Menschen, die eine Magersucht überwinden, im späteren Leben durchaus erfolgreich</strong>”</span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>Quellen:</strong></span></p>
<p><span lang="de-DE"><a href="http://ucsdnews.ucsd.edu/newsrel/health/07-09Anorexia.asp" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">University of California, San Diego</span></a>, 21.7.09</span></p>
<p><span lang="de-DE"><a href="http://www.nature.com/nrn/journal/v10/n8/abs/nrn2682.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Kaye et al.</span></a> <em>Nature Reviews Neuroscience</em>, Aug 2009</span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>Verwandte Artikel:</strong></span></p>
<p><span lang="de-DE"><a title="Hängen Essstörungen mit kognitiven Defiziten zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-essstorungen-mit-kognitiven-defiziten-zusammen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Hängen Essstörungen mit kognitiven Defiziten zusammen?</span></a></span></p>
<p><span lang="de-DE"><a title="Woran erkennt man Anorexie (Anorexia nervosa)?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/woran-erkennt-man-anorexie-anorexia-nervosa/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Woran erkennt man Anorexie (Anorexia nervosa)?</span></a></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="BZGA aktualisiert ihr Info-Angebot zum Thema Essstörungen" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bzga-aktualisiert-ihr-info-angebot-zum-thema-essstorungen/" target="_self">BZGA aktualisiert ihr Info-Angebot zum Thema Essstörungen</a></span></span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>Weitere Links:</strong></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></span></p>
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		<title>Lässt das Gedächtnis im Alter zwangsläufig nach?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-das-gedachtnis-im-alter-zwangslaufig-nach/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 12:46:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; das hängt wohl unter anderem davon ab, ob man selbst glaubt, dass es schlechter wird. Dies sind die Ergebnisse einer interessanten Studie zu dem Thema Gedächtnisleistung im Alter, die im April online in Experimental Aging Research veröffentlicht wurde. Nachfolgend übersetze ich auszugsweise die Pressemitteilung der North Carolina State University, in der die Studie zusammengefasst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p lang="de-DE"><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A.western:link { so-language: zxx } 		A.ctl:link { so-language: zxx } --><span lang="de-DE"><img class="alignleft size-medium wp-image-1045" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Lässt das Gedächtnis im Alter zwangsläufig nach-1" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/10/Lässt-das-Gedächtnis-im-Alter-zwangsläufig-nach-1-300x199.jpg" alt="Lässt das Gedächtnis im Alter zwangsläufig nach-1" width="240" height="159" />&#8230; das hängt wohl unter anderem davon ab, <strong>ob man selbst glaubt, dass es schlechter wird. </strong>Dies sind die Ergebnisse einer interessanten Studie zu dem Thema Gedächtnisleistung im Alter, die im April online in </span><span lang="de-DE"><em>Experimental Aging Research</em></span><span lang="de-DE"> veröffentlicht wurde.</span> Nachfolgend übersetze ich auszugsweise die Pressemitteilung der <em>North Carolina State University</em>, in der die Studie zusammengefasst wurde:</p>
<p><span lang="de-DE">Wenn Sie glauben, dass Ihr Gedächtnis mit </span><span lang="de-DE">zunehmendem Alter schlechter wird, kann das eine sich selbst erfüllende Prophezeiung sein. Forscher an der </span><span lang="de-DE"><em>North Carolina State University</em></span><span lang="de-DE"> stellten fest, dass <strong>Senioren, die glauben, ältere Menschen sollten bei Gedächtnistests schlechter abschneiden, tatsächlich eine viel schlechtere Leistung zeigen </strong>als Senioren, die auf diese negativen Stereotypen vom Altern und dem abnehmenden Gedächtnis nichts geben. <span id="more-538"></span>In einer im April 2009 veröffentlichten Studie zeigen der Psychologieprofessor </span><span lang="de-DE"><em>Dr. Tom Hess</em></span><span lang="de-DE"> und ein Team von Forschern der <em>NC State</em>, dass die Erinnerungsfähigkeit älterer Erwachsener in bestimmten Situationen darunter leidet, wenn negative Stereotypen aktiviert werden. </span>„<span lang="de-DE">Zum Beispiel schneiden ältere Erwachsene bei einem Gedächtnistest schlechter ab, wenn man ihnen sagt, dass ältere Leute bei dieser bestimmten Art von Gedächtnistest nicht gut sind”, erklärt Hess. Ebenso leidet das Gedächtnis darunter, wenn Senioren glauben, sie würden </span>„<span lang="de-DE">stigmatisiert”, wenn also andere wegen ihres Alters auf sie herab schauen.</span></p>
<p>„<span lang="de-DE">Solche Situationen können </span><span lang="de-DE">für ältere Erwachsene zur Alltagserfahrung gehören”, sagt Hess, </span>„<span lang="de-DE">wie zum Beispiel sich Sorgen zu machen, was Job-Kollegen von ihnen denken, eine negative Auswirkung auf ihre Leistung haben kann – und dadurch möglicherweise die negativen Stereotypen verstärkt.” Aber Hess fügt hinzu, </span>„<span lang="de-DE">die positive Kehrseite ist, dass, wer sich nicht stigmatisiert fühlt oder <strong>ein Umfeld hat, in dem eine positivere Einstellung zum Älterwerden vorherrscht</strong>, eine <strong>wesentlich bessere Gedächtnisleistung </strong>zeigt.” Anders ausgedrückt, wenn Sie davon überzeugt sind, dass das Altern keine verheerende Wirkung auf Ihr Gedächtnis haben wird, dann werden Sie bei Aufgaben, bei denen das Gedächtnis eine Rolle spielt, mit größerer Wahrscheinlichkeit gut abschneiden. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Die Untersuchung zeigte auch, dass d</span><span lang="de-DE">ie negativen Auswirkungen bei älteren Erwachsenen mit den höchsten Bildungsniveaus am stärksten war. </span>„<span lang="de-DE">Dies stimmt mit unserer Einschätzung überein, dass Menschen, die ihre Erinnerungsfähigkeit am höchsten schätzen, am empfindlichsten für die negativen Schlussfolgerungen aus Stereotypen sind, und damit auch am ehesten die Schwierigkeiten zeigen, die mit dem Stereotyp assoziiert sind.” </span></p>
<p lang="de-DE">- Wenn sich diese Befunde bestätigen, ist dies ja eine tröstliche Botschaft. Wenn ich weiß, dass es meine eigenen Stereotypen sind, die meine Gedächtnisleistung beeinflussen, dann kann ich daran ja etwas ändern. Ich darf es eben nur nicht vergessen&#8230;</p>
<p><span lang="de-DE"><strong>Quelle:</strong></span></p>
<p><span lang="de-DE">Pressemitteilung der </span><span style="text-decoration: underline;"><span lang="de-DE"><a href="http://news.ncsu.edu/releases/memory-worsens/" target="_blank">North Carolina State University</a></span></span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>Verwandte Artikel:</strong></span></p>
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		<title>Warum gehen Männer seltener zum Arzt?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-gehen-manner-seltener-zum-arzt/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 15:42:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Wissenschaftsteil der New York Times ist heute ein interessanter kleiner Artikel zu dieser Frage erschienen, der nicht nur aufklärt, warum Männer seltener zum Arzt gehen, sondern auch beschreibt, dass genau dies einer der Gründe sein könnte, warum die Lebenserwartung für Männer bekanntermaßen deutlich niedriger ist als die für Frauen.  Nachfolgend meine Übersetzung von Auszügen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1058" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="men doctor s s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/08/men-doctor-s-s.jpg" alt="men doctor s s" width="167" height="133" />Im Wissenschaftsteil der New York Times ist heute ein interessanter kleiner Artikel zu dieser Frage erschienen, der nicht nur aufklärt, warum Männer seltener zum Arzt gehen, sondern auch beschreibt, dass genau dies einer der Gründe sein könnte, warum die Lebenserwartung für Männer bekanntermaßen deutlich niedriger ist als die für Frauen.  <span id="more-527"></span>Nachfolgend meine Übersetzung von Auszügen des Artikels:</p>
<p><em>&#8220;Wahre Männer fragen nicht nach dem Weg. &#8230; Forscher haben herausgefunden, dass die Zurückhaltung von Männern, um Hilfe zu bitten nicht nur dazu führt, dass sie sich verirren, sondern wahrscheinlich auch negative Konsequenzen für ihre Gesundheit hat.</em></p>
<p><em>Männer, deren Ideal der maskuline und starke  Typ ist, der u.a. Schmerzen still erträgt, nehmen erheblich seltener Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch als Männer, die diesem Ideal nicht nachhängen, wurde in einer Längsschnittstudie gezeigt, in der etwa 1.000 Männer befragt und begleitet wurden, die 1957  ihren High-School Abschluss in Wisconsin gemacht hatten. </em></p>
<p><em>Selbst Männer mit einem hohen Bildungsstand, der normalerweise eng einhergeht mit besserer Gesundheit, suchten seltener Vorsorgeuntersuchungen auf, wenn sie dem traditionellen &#8220;Macho&#8221;-Ideal nachhingen. Die Leiterin der Studie und Professorin an der Rutgers University, Kristen W. Springer stellt fest: Es ist schon ironisch, dass der Glaube an die John Wayne/Sylvester Stallone Archetypen und die Vorstellung, dass wahre Männer nicht krank werden dazu führt, dass eben genau diese Männer dann verstärkt krank werden [weil die Anzeichen für eine Krankheit nicht oder zu spät erkannt werden, Anm. der Übers.]. &#8220;</em></p>
<p>Was in diesem Artikel beschrieben ist, trifft auch für unsere Erfahrungen in der Praxis zu. Bei nicht wenigen männlichen Patienten wünscht man sich, dass sie doch schon früher gekommen wären, um ihre Leidenszeit abzukürzen. Und die, die sich überhaupt nicht zum Therapeuten trauen, lernen wir ja ohnehin nie kennen.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><a href="http://www.nytimes.com/2009/08/18/health/research/18patt.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">New York Times</span></a>, 18. August 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-neigen-wir-dazu-mit-der-masse-zu-gehen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist der Zusammenhang zwischen emotionaler und körperlicher Gesundheit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-ist-der-zusammenhang-zwischen-positiven-emotionen-und-korperlicher-gesundheit/" target="_self">Was ist der Zusammenhang zwischen emotionaler und körperlicher Gesundheit?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Gibt es heute mehr psychische Erkrankungen als früher?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-heute-haufiger-psychische-erkrankungen-als-fruher/" target="_self">Gibt es heute mehr psychische Erkrankungen als früher?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum macht Stress krank?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-macht-stress-krank/" target="_self">Warum macht Stress krank?</a></span></p>
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