<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"
>

<channel>
	<title>Psychologie aktuell &#187; Selbstbild</title>
	<atom:link href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/tag/selbstbild/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog</link>
	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 15:08:13 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<!-- podcast_generator="Blubrry PowerPress/1.0.6" mode="advanced" entry="normal" -->
	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
	<itunes:explicit>no</itunes:explicit>
	<itunes:image href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/powerpress/podcast_psychologie_aktuell.jpg" />
	<itunes:owner>
		<itunes:name>Psychologie aktuell</itunes:name>
		<itunes:email>stefanshaw@praxis-dr-shaw.de</itunes:email>
	</itunes:owner>
	<managingEditor>stefanshaw@praxis-dr-shaw.de (Psychologie aktuell)</managingEditor>
	<copyright>Praxis Dr. Shaw</copyright>
	<itunes:subtitle>Psychologie &amp; Psychotherapie</itunes:subtitle>
	<itunes:keywords>psychologie, psychology, verhaltenstherapie, cognitive behavioral therapy, burn-out, adhs, depressionen, glücksforschung, partnerschaft</itunes:keywords>
	<image>
		<title>Psychologie aktuell &#187; Selbstbild</title>
		<url>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/plugins/powerpress/rss_default.jpg</url>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog</link>
	</image>
	<itunes:category text="Science &amp; Medicine">
		<itunes:category text="Medicine" />
	</itunes:category>
	<itunes:category text="Health" />
	<itunes:category text="Science &amp; Medicine">
		<itunes:category text="Social Sciences" />
	</itunes:category>
		<item>
		<title>Welche Arbeitnehmer sind am meisten gestresst?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-arbeitnehmer-sind-am-meisten-gestresst/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-arbeitnehmer-sind-am-meisten-gestresst/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 08:04:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=4495</guid>
		<description><![CDATA[Immer mehr Menschen leiden heute unter beruflichem Stress bis zum Burn-out. Die Gründe sind sicher vielschichtig, von gesellschaftlichen Veränderungen bis zu technischen Neuerungen wie E-Mail oder Handys. Eine aktuelle Studie hat einen anderen Aspekt untersucht – die Einstellung von Menschen zu ihrer Arbeit. Wir haben die Presseerklärung der Forscher zu ihrer Studie vom Januar übersetzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4503" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Woher-kann-man-wissen-was-einen-glücklich-machen-wird-s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Woher-kann-man-wissen-was-einen-glücklich-machen-wird-s.jpg" alt="Woher-kann-man-wissen-was-einen-glücklich-machen-wird-s" width="167" height="125" />Immer mehr Menschen leiden heute unter beruflichem Stress bis zum Burn-out. Die Gründe sind sicher vielschichtig, von gesellschaftlichen Veränderungen bis zu technischen Neuerungen wie E-Mail oder Handys. Eine aktuelle Studie hat einen anderen Aspekt untersucht – die Einstellung von Menschen zu ihrer Arbeit. Wir haben die Presseerklärung der Forscher zu ihrer Studie vom Januar übersetzt, die zeigt, inwieweit der Stress auch selbst gemacht ist:</p>
<p>Die wichtigsten Mitarbeiter in einem Betrieb könnten das größte Stressrisiko haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschern des <em>Centres for Addiction and Mental Health (CAMH)</em> in Toronto in Kanada. In einer Umfrage unter 2 737 Beschäftigten gaben <strong>18 Prozent</strong> an, sie <strong>empfänden ihren Job als „sehr stressig“</strong>.</p>
<p>Besonders häufig standen <strong>Manager</strong> und Fachkräfte unter starken Stress. Auch Arbeitnehmer, die meinten, es könnte negative Auswirkungen für andere haben, wenn sie ihren Job nicht gut erledigen, die Überstunden machten oder <strong>keine geregelten Arbeitszeiten</strong> hatten, waren sehr gestresst. Die Studie wurde diesen Monat im <em>International Journal of Occupational and Environmental Medicine (IJOEM) </em>veröffentlicht.</p>
<p><span id="more-4495"></span>„Am meisten gestresst sind die Leute, die <strong>in ihrem Job</strong> am meisten <strong>aufgehen</strong>“, sagt <em>Dr. Carolyn Dewa</em>. Die Wissenschaftlerin leitet das Forschungs- und Evaluationsprogamm für Arbeit und Wohlbefinden am <em>CAMH</em>. „Arbeitgebern sollte viel daran gelegen sein die Gesundheit dieser Mitarbeiter zu erhalten. Aus einer geschäftlichen Perspektive ist es im besten Interesse einer Firma, diese Mitarbeiter zu unterstützen.“</p>
<p>Charakteristisch für stressige Jobs war, dass Mitarbeiter in solchen Positionen engagiert waren und <strong>Verantwortung</strong> trugen. Wenn Mitarbeiter das Gefühl hatten, dass eine schwache Arbeitsleistung dazu führen könnte, dass sich jemand verletzt oder Geräte, Ruf oder Finanzen der Firma geschädigt werden, gaben sie doppelt so oft an unter starkem Stress zu stehen.</p>
<p>Ein <strong>Arbeitsplatz</strong>, der sehr weit von zu Hause entfernt war, oder mit Geschäftspartnern essen gehen oder beruflich reisen zu müssen erhöhten ebenfalls den Stress. Den gleichen Effekt hatten unregelmäßige Arbeitszeiten wie Bereitschaftsdienst, Schichtarbeit oder eine komprimierte Arbeitswoche.</p>
<p>Chronischer Stress kann Burn-out verursachen und schon bestehende psychische Gesundheitsprobleme verschlimmern oder zu Arbeitsunfähigkeit wegen körperlichen Erkrankungen führen.</p>
<p>Das Ziel der Studie war die <strong>Einstellung </strong>zu verstehen, die Arbeitnehmer zu den <strong>Pflichten </strong>und Besonderheiten ihres Jobs haben, und wie sie ihren <strong>Stress</strong> erleben. Diese Informationen könnten nützlich sein, um Maßnahmen zu entwickeln, die sowohl auf den Arbeitnehmer als auch auf seine Arbeitsumgebung abzielen, was als einer der effektivsten Ansätze gilt.</p>
<p>„Es ist wichtig, dass Arbeitnehmer Hilfe für ihre psychischen Gesundheitsprobleme bekommen können. Langfristig gesehen können diese Maßnahmen helfen etwas von den 17 Milliarden Dollar Kosten einzusparen, die Kanada jedes Jahr durch <strong>Produktivitätsverluste</strong> hat“, sagt <em>Dewa</em>. „Arbeitgeber sollten sich fragen: ‚Was tue ich, um Stress bei meinen wertvollsten Leuten zu reduzieren?’“</p>
<p>Befragt wurden Erwachsene in der Provinz Alberta im Alter von 18 bis 65 Jahren, die im Jahr zuvor in den verschiedensten Branchen tätig waren, wie Büros, Herstellung, Bau, Landwirtschaft, Dienstleistungen und andere. Dewa bemerkt: „Die Ursachen von Stress, die wir identifiziert haben, werden die gleichen bei kanadischen Arbeitnehmern sein, egal wo sie leben, weil sie an unterschiedlichen Orten und Arbeitsplätzen in unserer Umfrage gleich waren.“</p>
<p>Am anderen Ende des Spektrums waren die <strong>82 Prozent</strong> der Arbeitnehmer, die <strong>wenig</strong> oder keinen <strong>Stress </strong>angaben. Diese Gruppe war typischerweise männlich, alleinstehend, unter 25 Jahre alt oder arbeitete in einem kleinen Betrieb. Außerdem gaben Arbeitnehmer seltener an, dass sie ihre Arbeit als sehr stressig empfinden, wenn sie <strong>mit ihrem Job zufrieden</strong> waren.</p>
<p>Die Autoren merken an, dass Arbeitnehmer aus Alberta im Vergleich zum Rest Kanadas etwas weniger gestresst sind.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.camh.net/News_events/News_releases_and_media_advisories_and_backgrounders/dewa_workplace_investment_stress.html" target="_blank">Centre for Addiction and Mental Health</a></span>, 25. Jan 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.theijoem.com/ijoem/index.php/ijoem/article/view/67" target="_blank">Dewa et al</a></span>. <em>IJOEM</em>, Jan 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist Burn-Out?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-ist-burn-out/" target="_self">Was ist Burn-Out?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum macht Stress krank?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-macht-stress-krank/" target="_self">Warum macht Stress krank?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie verbreitet ist Stress und Burn-Out in Deutschland?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-verbreitet-ist-stress-und-burn-out-in-deutschland/" target="_self">Wie verbreitet ist Stress und Burn-Out in Deutschland?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Stress und Burn-Out?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/stress-burn-out.php" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie bei Stress und Burn-Out?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zu unserem Burnout Zentrum München" href="http://www.burnout-zentren.de/muenchen.php" target="_blank">Zu unserem Burnout Zentrum München</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-arbeitnehmer-sind-am-meisten-gestresst/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schlankheitskuren und der Entstehung von Essstörungen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-einen-zusammenhang-zwischen-schlankheitskuren-und-der-entstehung-von-essstorungen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-einen-zusammenhang-zwischen-schlankheitskuren-und-der-entstehung-von-essstorungen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 May 2011 15:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=4203</guid>
		<description><![CDATA[Medienberichte wie über die „Verfettung“ unserer Nation helfen der Diätindustrie, Gewinne in Milliardenhöhe einzufahren. Eine aktuelle Untersuchung englischer Forscher zeigt, wie zu viel und falsches Fasten Menschen krank machen kann. Wir haben die Presseerklärung des Veranstalters der Fachkonferenz von Anfang Mai übersetzt, auf der die Studienergebnisse präsentiert wurden. Darin heißt es, dass übertriebene Schlankheitskuren ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4209" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Was hilft gegen Binge-Eating Heisshungeranfälle Fressanfälle s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Was-hilft-gegen-Binge-Eating-Heisshungeranfälle-Fressanfälle-s.jpg" alt="Was hilft gegen Binge-Eating Heisshungeranfälle Fressanfälle s" width="167" height="137" />Medienberichte wie über die „Verfettung“ unserer Nation helfen der Diätindustrie, Gewinne in Milliardenhöhe einzufahren. Eine aktuelle Untersuchung englischer Forscher zeigt, wie zu viel und falsches Fasten Menschen krank machen kann. Wir haben die Presseerklärung des Veranstalters der Fachkonferenz von Anfang Mai übersetzt, auf der die Studienergebnisse präsentiert wurden. Darin heißt es, dass übertriebene Schlankheitskuren ein frühes Warnzeichen für psychische Erkrankungen sein können:</p>
<p>Wenn jemand <strong>ständig Diäten macht</strong>, um besser auszusehen und ein vermeintlich „sozial akzeptierbares” niedriges Gewicht zu erreichen, kann das zu einem Schlankheitswahn und <strong>erhöhten Risiko</strong> für die Entwicklung einer <strong>Essstörung</strong> wie Anorexie oder Bulimie führen.</p>
<p>Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung von <em>Kamilah Tomlinson, Natasha Boxill </em>und ihren Mitarbeitern von Lewisham Counselling and Counsellor Associates, die heute, am Freitag, den 6. Mai, auf der 17. Jahrestagung der <em>British Association for Counselling &amp; Psychotherapy (BACP)</em> präsentiert wird. Die Tagung, die zusammen mit der <em>Society for Psychotherapy Research (SPR) UK </em>veranstaltet wird, findet vom 6. bis 7. Mai 2011 im Liverpool Marriott Hotel City Centre, Liverpool statt.</p>
<p><span id="more-4203"></span>Die Studie zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen regelmäßigen Schlankheitskuren und der Entwicklung von Essstörungen. Genauer gesagt zeigen die Ergebnisse, dass Menschen, die <strong>oft Schlankheitskuren machen</strong>, auf ihr <strong>Gewicht fixiert </strong>werden können, was ein Hauptmerkmal der drei häufigsten Essstörungen ist: Anorexia nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa (Ess-Brechsucht) und Binge Eating (Heißhungeranfälle).</p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen, die eine Beratungsstelle aufsuchen, und die eine Diät machen (oder gemacht haben) nur um schlank zu werden, unter einem niedrigen Selbstwertgefühl leiden. Wenn diese Menschen anfangen Diäten zu machen, wird die <strong>Assoziation</strong> von <strong>psychischen Problemen</strong> und <strong>körperlicher Erscheinung</strong> immer stärker. Der Schwerpunkt verlagert sich dann mehr und mehr auf das Abnehmen und weg von den tiefer liegenden Problemen mit dem Selbstwertgefühl, sodass bei ihnen ein Zusammenhang zwischen niedrigem <strong>Selbstwertgefühl</strong>/Selbstvertrauen und <strong>Körperbild</strong> entsteht, der immer stärker wird. Außerdem scheinen die <strong>Schlankheitskuren</strong> für viele dieser Menschen in erster Linie ein Versuch zu sein ihr <strong>Leben zu kontrollieren </strong>und zu verbessern.</p>
<p>Weiter zeigte die Untersuchung, wenn diese Menschen erst einmal ihr Idealgewicht erreichen, nehmen sie plötzlich und oft sehr schnell wieder zu, wodurch viele noch dicker werden als zuvor. Dass Menschen <strong>Diäten </strong>nur um der äußeren Erscheinung willen machen, stellt ein Phänomen dar, das <strong>sozial akzeptiert </strong>und für <strong>westliche Kulturen</strong> typisch ist und von den Medien ebenso angefacht wird wie durch den zunehmenden Prominentenwahn in unserer Kultur.</p>
<p><em>Kamilah Tomlinson</em> sagt: „Realistisch gesehen kann man aus unserer Untersuchung schließen, dass Menschen, die <strong>ständig Diäten machen</strong>, viele der <strong>Verhaltensmerkmale </strong>zeigen, die auch für Patienten mit <strong>Essstörungen</strong> charakteristisch sind. Daher zeigen unsere Ergebnisse, dass sich Mitarbeiter von Beratungsstellen und Psychotherapeuten des Zusammenhangs zwischen Schlankheitskuren/niedrigem Selbstwertgefühl und Essstörungen bewusst sein müssen. Außerdem zeigt die Untersuchung, dass ständige Schlankheitskuren eine <strong>sozial akzeptierte Norm</strong> sind und man wegen dieser Akzeptanz leicht übersehen kann, wenn solche Menschen Essstörungen haben.“</p>
<p><strong><em>Quelle:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.bacp.co.uk/media/index.php?newsId=2387" target="_blank">BACP</a></span>, 6. Mai 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lassen sich Essstörungen über gezeichnete Selbstporträts erschließen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-essstorungen-uber-gezeichnete-selbstportrats-erschliesen/" target="_self">Lassen sich Essstörungen über gezeichnete Selbstporträts erschließen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-viele-frauen-leiden-unter-essstorungen/" target="_self">Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Beeinflussen Mode-Models das Selbstwertgefühl von Frauen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-beeinflussen-die-medien-das-selbstwertgefuhl-von-frauen-mit-ubergewicht-und-untergewicht/" target="_self">Beeinflussen Mode-Models das Selbstwertgefühl von Frauen?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-einen-zusammenhang-zwischen-schlankheitskuren-und-der-entstehung-von-essstorungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lassen sich Essstörungen über gezeichnete Selbstporträts erschließen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-essstorungen-uber-gezeichnete-selbstportrats-erschliesen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-essstorungen-uber-gezeichnete-selbstportrats-erschliesen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 08:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bulimie]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=3951</guid>
		<description><![CDATA[Patienten mit Essstörungen versuchen oft, ihre Erkrankung zu verheimlichen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass man das gestörte Selbstbild der Patienten in ihren Zeichnungen von sich selbst erkennen und zur Diagnose verwenden kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Februar übersetzt, in deren englischer Originalfassung ein paar Beispiele von Patientenzeichnungen abgebildet sind:
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3964" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Depressive-Symptome-und-Übergewicht-bei-Teenagern-Was-ist-der-Zusammenhang.jpg" alt="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" width="125" height="195" />Patienten mit Essstörungen versuchen oft, ihre Erkrankung zu verheimlichen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass man das gestörte Selbstbild der Patienten in ihren Zeichnungen von sich selbst erkennen und zur Diagnose verwenden kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Februar übersetzt, in deren englischer Originalfassung ein paar Beispiele von Patientenzeichnungen abgebildet sind:</p>
<p>Die Selbstporträts von Frauen mit <strong>Anorexie </strong>(Magersucht) oder <strong>Bulimie </strong>(Ess-Brechsucht) haben <strong>auffällige Merkmale</strong>, die sie von den <strong>Selbstporträts</strong> gesunder Frauen unterscheiden, die nicht unter Essstörungen leiden und normalgewichtig sind. Das zeigt eine neue Studie, die gemeinsam von Forschern der <em>University of Haifa</em>, dem <em>Soroka University Medical Center</em> und dem <em>Achva Academic College</em> in Israel durchgeführt wurde und in dem Journal <em>The Arts in Psychotherapy </em>erschienen ist.</p>
<p>„Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass man Frauen, die Essstörungen wie Anorexie und Bulimie haben oder dazu neigen könnten, mit einem einfachen <strong>diagnostischen Test </strong>identifizieren kann. Der Test ist nicht aufdringlich und der Patient zeichnet lediglich ein Bild von sich selbst“, erläutert <em>Prof. Rachel Lev-Wiesel</em>, die Leiterin der Graduate School of Creative Art Therapies an der <em>University of Haifa </em>und eine Autorin der Studie.</p>
<p><span id="more-3951"></span>Die <strong>Studie</strong>, die von <em>Prof. Lev-Wiesel</em> zusammen mit <em>Dr. Jonathan Guez</em>, <em>Shimrit Valetsky</em>, <em>Dr. Diego Kruszewski Sztul </em>und <em>Dr. Bat-Sheva Pener</em> durchgeführt wurde, untersuchte 76 Frauen, von denen 36 eine Diagnose von <strong>Anorexie</strong> oder <strong>Bulimie</strong> hatten. Zwanzig hatten keine Essstörungen aber <strong>Übergewicht</strong>. Weitere 20 hatten keine Essstörungen und waren normalgewichtig. Alle Teilnehmerinnen beantworteten zwei Standard-Fragebögen zur Diagnose von Essstörungen und sollten dann ein Bild von sich selbst zeichnen. Außer dass sie ein Selbstporträt zeichnen sollten, hatten sie keine Anweisungen oder Vorgaben für ihre Zeichnung zu beachten.</p>
<p>Das Forscherteam wertete die Zeichnungen aus und stellte fest, dass sich die Bilder der Patientengruppen bei vier Körpermerkmalen unterschieden:</p>
<p>• Der <strong>Hals</strong>: Frauen mit Anorexie oder Bulimie zeichneten oft einen Hals, der größer war, nicht mit dem Körper verbunden, oder er fehlte ganz.</p>
<p>• Der <strong>Mund</strong>: dieses Merkmal war in den Zeichnungen stärker betont, wenn die Frauen unter Anorexie oder Bulimie litten.</p>
<p>• Die <strong>Hüften</strong>: Frauen mit Essstörungen zeichneten ihre Hüften breiter als die anderen Teilnehmerinnen der Studie.</p>
<p>• Die <strong>Füße</strong>: Frauen mit Essstörungen neigten dazu, Bilder ohne Füße oder mit abgetrennten Füßen zu zeichnen.</p>
<p>Außerdem zeigte die Studie, dass man anhand der gezeichneten <strong>Selbstporträts</strong> Frauen mit <strong>Anorexie und Bulimie unterscheiden </strong>kann: Frauen mit Anorexie ließen bei ihren Zeichnungen oft die Brüste weg, sie zeichneten weniger klare Körperkonturen, und ihre Figuren waren im Verhältnis zur Größe des Blattes eher klein.</p>
<p>Um die Zuverlässigkeit der Zeichnungen als diagnostischer Test beurteilen zu können, verglichen die Forscher die deutlichsten Testergebnisse mit den zwei diagnostischen <strong>Standardtests für Essstörungen</strong> und konnten eine sehr <strong>gute Übereinstimmung </strong>der Ergebnisse in allen drei Tests zeigen.</p>
<p>„Meistens verbergen Frauen mit Essstörungen ihre Erkrankung, sogar vor ihren eigenen professionellen Therapeuten, und es fällt ihnen schwer, über ihre Probleme zu reden. Deshalb könnte eine nicht-verbale, unaufdringliche Methode wie einfach ein Selbstporträt zeichnen zu einem wichtigen Hilfsmittel in der kreativen Kunsttherapie werden“, sagt Prof. Lev-Wiesel.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://newmedia-eng.haifa.ac.il/?p=4592" target="_blank">University of Haifa</a></span>, 13.2.11</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.aip.2010.09.001" target="_blank">Guez et al</a></span>. <em>The Arts in Psychotherapy</em>, Nov 2010</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-viele-frauen-leiden-unter-essstorungen/" target="_self">Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hängen Essstörungen mit kognitiven Defiziten zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-essstorungen-mit-kognitiven-defiziten-zusammen/" target="_self">Hängen Essstörungen mit kognitiven Defiziten zusammen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Woran erkennt man Anorexie (Anorexia nervosa)?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/woran-erkennt-man-anorexie-anorexia-nervosa/" target="_self">Woran erkennt man Anorexie (Anorexia nervosa)?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin &#8211; Charlottenburg</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-essstorungen-uber-gezeichnete-selbstportrats-erschliesen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hat Magersucht genetische Ursachen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hat-magersucht-genetische-ursachen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hat-magersucht-genetische-ursachen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 12:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Erblichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=3577</guid>
		<description><![CDATA[Untersuchungen an Zwillingen haben gezeigt, dass bei Magersucht die genetische Veranlagung eine wichtigere Rolle spielen könnte als die Umwelt. Aber der Zusammenhang scheint komplex und „das“ Gen für Magersucht gibt es nicht. Eine aktuelle Studie hat das genetische Make-up von Patienten untersucht und eine Bestandsaufnahme der Vielzahl beteiligter Gene gemacht. Wir haben die Presseerklärung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3584" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Hat Magersucht genetische Ursachen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/Hat-Magersucht-genetische-Ursachen.jpg" alt="Hat Magersucht genetische Ursachen" width="125" height="167" />Untersuchungen an Zwillingen haben gezeigt, dass bei Magersucht die genetische Veranlagung eine wichtigere Rolle spielen könnte als die Umwelt. Aber der Zusammenhang scheint komplex und „das“ Gen für Magersucht gibt es nicht. Eine aktuelle Studie hat das genetische Make-up von Patienten untersucht und eine Bestandsaufnahme der Vielzahl beteiligter Gene gemacht. Wir haben die Presseerklärung der Forscher zu ihrer Studie vom November übersetzt, die einen der Gründe verdeutlicht, warum Magersucht so schwierig zu behandeln ist:</p>
<p>Wissenschaftler am <em>Children&#8217;s Hospital of Philadelphia</em> in den USA haben häufige und seltene <strong>Genvarianten</strong> identifiziert, die mit der Essstörung Anorexia nervosa (<strong>Magersucht</strong>) assoziiert sind. Die bisher umfassendste genetische Studie dieser psychiatrischen Erkrankung bietet Forschern einen ersten faszinierenden Einblick in die Genetik der Magersucht, die sie nun eingehender untersuchen. Manche der Gene sind aktiv an der Übertragung von Nervensignalen und der Bildung von Verknüpfungen zwischen Gehirnzellen beteiligt.</p>
<p><span id="more-3577"></span>Schätzungen zufolge leiden 0,9 Prozent aller Frauen in den USA unter <strong>Anorexia nervosa (AN)</strong>. Die Patienten verweigern das Essen und nehmen stark ab. Sie haben irrationale Ängste vor dem Zunehmen, sogar wenn sie schon ganz ausgemergelt sind, und ein <strong>verzerrtes Selbstbild</strong> ihres Körpers und ihrer Figur.</p>
<p><strong>Frauen</strong> sind zehnmal häufiger betroffen als Männer, und die Erkrankung beginnt fast immer im Jugendalter. Die <strong>Sterblichkeitsrate </strong>von Patienten mit AN ist höher als bei allen anderen psychiatrischen Erkrankungen, und eine erfolgreiche Behandlung ist schwierig.</p>
<p>Untersuchungen an Zwillingen und Familien haben gezeigt, dass AN eine stark <strong>erbliche Komponente</strong> hat. „Aber trotz verschiedener genetischer Studien, die ein paar wenige Kandidaten für Gene identifiziert haben, die mit AN assoziiert sind, ist die genetische <strong>Architektur</strong>, die einem erhöhten Risiko für AN zugrunde liegt, noch weitgehend <strong>unbekannt</strong>“, sagt der Leiter der Studie <em>Dr. Hakon Hakonarson</em>, Direktor des Zentrums für angewandte Genomforschung am <em>Children&#8217;s Hospital of Philadelphia</em>. Die Studie wurde am 16. November online in <em>Molecular Psychiatry</em> publiziert.</p>
<p>„Dies ist die erste genomweite Assoziationsstudie an einer großen Kohorte von Patienten mit Magersucht und die erste Studie über Kopiezahlvarianten bei dieser Erkrankung“, sagt <em>Hakonarson</em>. Genomweite <strong>Assoziationsstudien</strong> (GWAS) suchen nach Einzelnukleotid-Polymorphismen (<strong>SNPs</strong>), <strong>häufig</strong> vorkommende genetische Varianten, die oft erste Hinweise auf eine Genregion geben, die einen gewissen aber geringen Einfluss auf das Risiko für eine Erkrankung hat. Parallel dazu suchte das Forscherteam auch nach genetischen Kopiezahlvarianten (<strong>CNVs</strong>), die <strong>seltener</strong> sind und meistens einen stärkeren Einfluss auf das Krankheitsrisiko haben.</p>
<p>Die Forscher untersuchten die bislang größte Anzahl von Patienten mit Magersucht in einer genetischen <strong>Studie</strong>. Dazu analysierten sie DNA von insgesamt 1 003 Patienten, bis auf vierundzwanzig alle weiblich. Die DNA-Proben stammten aus verschiedenen Quellen und von Patienten mit einem durchschnittlichen Alter von siebenundzwanzig Jahren. Als Vergleichskontrolle diente eine Gruppe von 3 733 Kindern und Jugendlichen (Durchschnittsalter dreizehn Jahre), die beim pädiatrischen Forschungsnetzwerk des <em>Children&#8217;s Hospital</em> registriert waren.</p>
<p>„Unsere Ergebnisse bestätigten frühere Studien über Magersucht: <strong>SNPs</strong> im OPRD1-Gen und in der Nähe des HTR1D-Gens erhöhen das Krankheitsrisiko“, sagt <em>Hakonarson</em>. „Wir fanden <strong>keine weiteren </strong>offensichtlichen <strong>Genkandidaten</strong>, haben jetzt aber eine <strong>Liste von</strong> anderen <strong>Genen</strong>, die wir in weiteren Studien genauer untersuchen.“ Ein SNP liegt zwischen den CHD10- und CHD9-Genen, in einer Region, deren Assoziation mit psychischen Störungen des Autismusspektrums <em>Hakonarson</em> bereits 2009 gezeigt hat. Die CHD10- und CHD9-Gene kodieren für <strong>Cadherinproteine</strong>, die die Adhäsion zwischen Nervenzellen und ihre <strong>Kommunikation im Gehirn</strong> beeinflussen.</p>
<p>Außerdem untersuchten die Forscher in dieser AN-Studie <strong>CNVs</strong>, das heißt DNA-Sequenzen, die im Genom fehlen oder aber vervielfältigt sind. Frühere Untersuchungen von <em>Hakonarson</em> und anderen haben gezeigt, dass CNVs eine wichtige Rolle bei anderen <strong>neuropsychiatrischen Erkrankungen</strong> wie Schizophrenie, bipolarer Störung und Autismus spielen.</p>
<p>Die aktuelle Studie zeigt, dass <strong>CNVs bei Magersucht keine</strong> vergleichbar <strong>wichtige Rolle</strong> spielen wie bei Schizophrenie und Autismus. Trotzdem konnten die Forscher mehrere seltene CNVs identifizieren, die nur bei AN-Patienten auftraten, wie eine Region auf Chromosom 13, in der bestimmte DNA-Sequenzen fehlen.</p>
<p>„Unsere Studie zeigt, dass sowohl häufige SNPs als auch seltene CNVs zur Entwicklung einer Magersucht beitragen“, sagt <em>Hakonarson</em>. „Die Genvarianten, die wir entdeckt haben, verdienen es, in unabhängigen Kohorten von Patienten weiter untersucht zu werden. Aber die relativ bescheidene Anzahl von AN-Fällen, die sich durch diese Ergebnisse erklären lassen, deutet darauf hin, dass es viele andere <strong>noch unbekannte Genkandidaten</strong> gibt. Zukünftige Studien mit einer sehr viel größeren Anzahl von Proben werden nötig sein, um weitere Genvarianten zu entdecken, die an dieser <strong>komplexen Erkrankung</strong> beteiligt sind.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.chop.edu/news/gene-links-to-anorexia-found-by-chop-researchers.html" target="_blank">The Children&#8217;s Hospital of Philadelphia</a></span>, 19.11.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nature.com/mp/journal/vaop/ncurrent/full/mp2010107a.html" target="_blank">Wang et al</a></span>. <em>Molecular Psychiatry</em>, Nov 2010</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was findet bei Magersucht im Kopf statt?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-findet-bei-magersucht-im-kopf-statt/" target="_self">Was findet bei Magersucht im Kopf statt?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Teenager berichten über ihre Essstörung" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/teenager-berichten-uber-ihre-essstorung/" target="_self">Teenager berichten über ihre Essstörung</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist ADHS genetisch?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-adhs-genetisch/" target="_self">Ist ADHS genetisch?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/essstoerungen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hat-magersucht-genetische-ursachen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vermindert eine positive Grundeinstellung die Auswirkungen chronischer Krankheiten?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/vermindert-eine-positive-grundeinstellung-die-auswirkungen-chronischer-krankheiten/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/vermindert-eine-positive-grundeinstellung-die-auswirkungen-chronischer-krankheiten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 16:28:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=3379</guid>
		<description><![CDATA[Die Diagnose einer chronischen Krankheit kommt für viele Patienten als ein Schock, und oft reagieren Menschen darauf vorübergehend mit Verzagtheit und Apathie. Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine aktive Haltung Patienten hilft, ihr Leben umzustellen und mit ihrer Krankheit zurechtzukommen. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der noch unveröffentlichten Studie vom Oktober übersetzt, nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3384" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Vermindert eine positive Grundeinstellung die Auswirkungen chronischer Krankheiten" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/11/Vermindert-eine-positive-Grundeinstellung-die-Auswirkungen-chronischer-Krankheiten.jpg" alt="Vermindert eine positive Grundeinstellung die Auswirkungen chronischer Krankheiten" width="167" height="125" />Die Diagnose einer chronischen Krankheit kommt für viele Patienten als ein Schock, und oft reagieren Menschen darauf vorübergehend mit Verzagtheit und Apathie. Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine aktive Haltung Patienten hilft, ihr Leben umzustellen und mit ihrer Krankheit zurechtzukommen. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der noch unveröffentlichten Studie vom Oktober übersetzt, nach der Patienten mit einer positiven Einstellung auch körperlich weniger krank sind:</p>
<p>Was meinen wir, wenn wir von „gesundem Menschenverstand” im Zusammenhang mit einer Krankheit sprechen? Was beeinflusst die Vorstellungen und Meinungen eines Patienten von seiner Krankheit? Forscher an der <em>Universität von Granada</em> in Spanien haben einen Test entwickelt, mit dem sich die „<strong>kognitive Repräsentation</strong>“ (geistige Vorstellung) <strong>chronisch kranker Patienten </strong>von ihrer <strong>Krankheit </strong>quantifizieren und bewerten lässt. Dieses neue Testverfahren wird die Entwicklung von klinisch-psychologischen Behandlungen ermöglichen, die viel effektiver sein könnten als die Methoden, die gegenwärtig benutzt werden.</p>
<p><span id="more-3379"></span>Die <strong>kognitive Repräsentation</strong> einer Krankheit sind die Vorstellungen und Meinungen, die ein Patient zu einem gegebenen Zeitpunkt von seiner Krankheit hat. Die Forscher untersuchten fünf Aspekte: die Vorstellungen des Patienten von den <strong>Symptomen</strong>, <strong>Ursachen</strong> und <strong>Auswirkungen</strong> der Erkrankung auf sein Leben, Möglichkeiten zur <strong>Kontrolle</strong> der Beschwerden sowie dem zeitlichen Verlauf und <strong>Fortschreiten</strong> der Krankheit.</p>
<p>Man muss davon ausgehen, dass die kognitive Repräsentation auf dem „<strong>gesunden Menschenverstand</strong>” beruht, da Patienten keine Experten sind und sich ihre Vorstellungen von der Krankheit und deren Wahrnehmung auf ihre <strong>Erfahrungen</strong>, ihr eigenes <strong>Wissen</strong> und Informationen aus anderen Quellen (soziales Umfeld und Familie, Gesundheitszentrum etc.) gründen. Die Forscher stellen fest, dass „die Ansichten eines Patienten von seiner Krankheit einen Einfluss darauf haben, wie er mit ihr zurechtkommt und sein Leben an sie anpasst.“</p>
<p><em>Macarena De los Santos Roig</em> von der Abteilung Sozialpsychologie und Methodologie der Verhaltenswissenschaften der <em>Universität von Granada</em> führte die Studie unter Leitung von <em>Professor Cristino Pérez Meléndez </em>durch.</p>
<p>155 Patienten</p>
<p>Für ihre <strong>Studie </strong>untersuchten die Forscher 155 Patienten mit <strong>Diabetes</strong> Typ 1, die an der Abteilung Endokrinologie des Universitätskrankenhauses San Cecilio in Granada behandelt wurden. Obwohl sich die verschiedenen Tests in dieser Studie auf Patienten mit Diabetes konzentrierten, sollten sie auch bei Patienten mit jeder anderen chronischen Erkrankung anwendbar sein.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten mit Diabetes, die meinen, viele Symptome zu haben, durch ihre Krankheit im Alltag stark beeinträchtigt zu sein, nur <strong>wenig Kontrolle</strong> zu haben, und die glauben, dass ihre Krankheit einen chronischen Verlauf nimmt, erheblich <strong>schlechter </strong>mit ihrem Leben <strong>zurechtkommen</strong> (körperlich, psychisch und sozial). Patienten mit diesem Profil sind auch psychisch <strong>weniger gesund</strong>, nicht so vital und insgesamt (körperlich) kränker als Patienten mit einer anderen Wahrnehmung ihrer Krankheit.</p>
<p>Dagegen <strong>stellen sich Patienten der Realität</strong> ihrer Krankheit aktiver (sie suchen soziale Unterstützung, wenden Bewältigungsstrategien an und äußern ihre Gefühle), wenn sie die <strong>Auswirkungen</strong> der Krankheit auf ihr Leben zwar als erheblich wahrnehmen, aber meinen, sie <strong>kontrollieren</strong> zu können. Diese Ergebnisse demonstrieren die Zuverlässigkeit der Messwerte auf der Skala, die in dieser Studie entwickelt wurde, und ihren potenziellen klinischen Nutzen.</p>
<p>Obwohl ähnliche Bewertungsmethoden schon in anderen Ländern existierten, waren ihre Übersetzungen durch spanische Forscher in die Landessprache nicht zufriedenstellend (unzureichende Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten und andere Mängel). Daher ist die Skala, die nun an der <em>Universität von Granada</em> entwickelt wurde, die umfassendste und zuverlässigste spanische Bewertungsskala.</p>
<p><strong><em>Quelle:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://canalugr.es/health-science-and-technology/item/43999" target="_blank">Universität von Granada</a></span>, 19.10.10</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wann steht Hoffnung dem Glück im Weg?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wann-steht-hoffnung-dem-gluck-im-weg/" target="_self">Wann steht Hoffnung dem Glück im Weg?</a></span></p>
<p><a title="Was ist der Zusammenhang zwischen emotionaler und körperlicher Gesundheit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-ist-der-zusammenhang-zwischen-positiven-emotionen-und-korperlicher-gesundheit/" target="_self">Was ist der Zusammenhang zwischen emotionaler und körperlicher Gesundheit?</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann Verhaltenstherapie bei Schlafstörungen von Patienten mit chronischen Schmerzen helfen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-verhaltenstherapie-bei-schlafstorungen-von-patienten-mit-chronischen-schmerzen-helfen/" target="_self">Kann Verhaltenstherapie bei Schlafstörungen von Patienten mit chronischen Schmerzen helfen?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei chronischen Schmerzen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/chronische-schmerzen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei chronischen Schmerzen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/vermindert-eine-positive-grundeinstellung-die-auswirkungen-chronischer-krankheiten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Macht Auswandern glücklich?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-auswandern-glucklich/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-auswandern-glucklich/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 10:40:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=3210</guid>
		<description><![CDATA[Im Jahre 2008 zogen etwa 175000 Bundesbürger aus Deutschland weg, die meisten aus beruflichen Gründen. Etwa gleich viele kamen aus dem Ausland wieder zurück. Eine aktuelle Studie hat die Lebenszufriedenheit von Migranten untersucht und zeigt, dass Menschen in der Fremde nicht unbedingt glücklicher werden. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahre 2008 zogen etwa 175000 Bundesbürger aus Deutschland weg, die meisten aus beruflichen Gründen. Etwa gleich viele kamen aus dem Ausland wieder zurück. Eine aktuelle Studie hat die Lebenszufriedenheit von Migranten untersucht und zeigt, dass Menschen in der Fremde nicht unbedingt glücklicher werden. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Ende August übersetzt, deren Autor meint, die Vor- und Nachteile für Auswanderer halten sich ungefähr die Waage:</p>
<p>Die Kirschen in Nachbars Garten schmecken nicht unbedingt besser. Das geht aus einer neuen Studie der <em>University of Leicester</em> in England hervor. <strong>Ökonomischen Migranten</strong>, die auswandern, um mehr Geld zu verdienen, könnte eine Enttäuschung bevorstehen – denn das Streben nach <strong>Wohlstand ist nicht </strong>gleichbedeutend mit <strong>Glück</strong>.</p>
<p><span id="more-3210"></span>Die Studie des Soziologen <em>Dr. David Bartram</em> „ Ökonomische Migration und Glück: Wie das Glück mit dem Einkommen zunimmt – Einwanderer und Einheimische im Vergleich” erschien am 27. August in <em>Social Indicators Research</em> online und wird nächstes Jahr in Druck gehen.</p>
<p>Er wollte herausfinden, ob die Menschen, die wegen eines <strong>höheren Einkommens</strong> in ein wohlhabendes Land auswandern, dadurch tatsächlich glücklicher werden. Außerdem untersuchte er, ob diese ökonomischen Migranten solch <strong>übertriebene Erwartungen</strong> an das haben könnten, was sie erreichen, und welche Erfahrungen sie machen werden, dass sie ein paar schwere Enttäuschungen erleben.</p>
<p><em>Dr. Bartram</em> von der Abteilung Soziologie sagt, „Die Glücksforschung hat gezeigt, dass Menschen im Allgemeinen <strong>nicht glücklicher </strong>werden, wenn sie <strong>mehr Geld </strong>verdienen – das heißt Migranten könnten sich irren, wenn sie meinen, dass es ihnen besser gehen wird, wenn sie in ein wohlhabendes Land ziehen können.</p>
<p>„Außerdem habe ich überlegt, ob diejenigen, die sich entschließen, in ein wohlhabendes Land auszuwandern, in dieser Hinsicht anders als die Mehrheit sind – vielleicht werden sie wirklich glücklicher, wenn sie mehr verdienen. Die Studie versuchte also festzustellen, ob wir bei den Folgen des Auswanderns für Migranten in Allgemeinen eher pessimistisch oder optimistisch sein sollten.</p>
<p>„Die Ergebnisse zeigen, dass ökonomische Migranten sehr wohl enttäuscht werden könnten. Ein höheres <strong>Einkommen macht Migranten</strong> tatsächlich <strong>glücklicher</strong>, mehr als Einheimische – aber der Zusammenhang ist schwach, auch für Migranten. Außerdem zeigt sich, dass Migranten in Wirklichkeit <strong>nicht so glücklich wie Einheimische</strong> sind. Der Grund ist wahrscheinlich, dass sie erwarten glücklicher zu sein, weil sie in einem wohlhabenden Land mehr Geld verdienen können– aber wenn sie erst einmal da sind, wollen sie noch mehr: die <strong>Ansprüche steigen</strong> wahrscheinlich mindestens genauso sehr wie das Einkommen.</p>
<p>„Kurz gesagt, Migranten fällt es sogar nach einer Gehaltserhöhung schwer, mit ihrem Einkommen zufrieden zu sein – so wie uns allen.</p>
<p>“Viele von uns müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass wir glauben, Geld sei zum Glück wichtiger als es ist – und diese Studie zeigt, dass Migranten in dieser Hinsicht gar nicht so anders sind. Das <strong>Leben als Einwanderer</strong> in einem wohlhabenden Land kann sehr <strong>schwer</strong> sein.”</p>
<p>Die Studie untersuchte die Antworten von 1400 Leuten in der World Values Survey (Daten einer bereits existierenden Umfrage über die Lebenszufriedenheit von Menschen weltweit).</p>
<p><em>Dr. Bartram</em> sagt, die Studie könnte auch dazu beitragen, manche in den Medien geäußerte Befürchtungen und Sorgen von Leuten zu zerstreuen, dass wir von Einwanderern „überrannt” werden: „Es ist eine Tatsache, dass die meisten Menschen auf der Welt nicht in ein wohlhabendes Land wie Großbritannien ziehen wollen: vielleicht verstehen sie, dass <strong>Geld </strong>nicht das Wichtigste ist, dass Menschen einen hohen <strong>Preis</strong> bezahlen, wenn sie ihre <strong>Familie</strong> und ihre <strong>Kultur</strong> <strong>verlassen</strong>.</p>
<p>„Vielleicht könnte die Studie auch eine Hilfe für potenzielle Migranten sein, besonders wenn sie die Einkommensperspektiven eines wohlhabenden Landes reizen, dass sie besser verstehen, wie das Leben als Einwanderer in einem wohlhabenden Land wirklich sein würde.”</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www2.le.ac.uk/ebulletin/news/press-releases/2010-2019/2010/08/nparticle.2010-08-31.5242278963" target="_blank">University of Leicester</a></span>, 31.8.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.springerlink.com/content/j4184317421x856p/" target="_blank">Bartram</a></span>. <em>Social Indicators Research</em>, Aug 2010</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist der Zusammenhang zwischen Geld und Glück?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-ist-der-zusammenhang-zwischen-geld-und-gluck/" target="_self">Was ist der Zusammenhang zwischen Geld und Glück?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was erhöht die Zufriedenheit – Geld oder Therapie?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-steigert-das-eigene-gluck-geld-oder-therapie/" target="_self">Was erhöht die Zufriedenheit – Geld oder Therapie?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-haufige-umzuge-fur-kinder-schadlich/" target="_self">Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-auswandern-glucklich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Du dicke Kuh!&#8221; &#8211; Was sind die Auswirkungen von Hänseln zum Thema Gewicht?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/du-dicke-kuh-was-sind-die-auswirkungen-von-hanseln-zum-thema-gewicht/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/du-dicke-kuh-was-sind-die-auswirkungen-von-hanseln-zum-thema-gewicht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Oct 2010 09:02:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=3188</guid>
		<description><![CDATA[Dicke Kinder haben es in der Schule immer schwer, auch wenn sie noch so nett oder gute Schüler sind. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass Hänseleien von Mitschülern es dicken Kindern schon vor der Pubertät schwer machen, ein normales Verhältnis zu ihrem Körper zu entwickeln. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dicke Kinder haben es in der Schule immer schwer, auch wenn sie noch so nett oder gute Schüler sind. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass Hänseleien von Mitschülern es dicken Kindern schon vor der Pubertät schwer machen, ein normales Verhältnis zu ihrem Körper zu entwickeln. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von vor zwei Wochen übersetzt, die auf die wahrscheinlich langfristigen Folgen dieser Hänseleien hinweist:</p>
<p><strong>Hänseleien</strong> in der Schule, gleich welcher Art, haben das Potenzial, dem <strong>Selbstbewusstsein</strong> eines Kindes zu schaden. Aber eine neue Studie zeigt, dass eine  bestimmte Art von Sticheleien – über das <strong>Gewicht</strong> – ganz charakteristische und weitreichende Auswirkungen darauf haben kann, wie Kinder in der Vorpubertät ihren Körper wahrnehmen.</p>
<p>Außerdem deutet die Studie, eine der Ersten, die den Einfluss von Kritik speziell am Gewicht von <strong>Kindern vor der Pubertät </strong>untersucht hat, darauf hin, dass solche Hänseleien bei Opfern auch zu anderen gesundheitlichen und emotionalen Problemen führen können.</p>
<p><span id="more-3188"></span>„Wir denken beim <strong>Jugendalter </strong>an die Zeit, in der Kinder ein Gespür für ihr <strong>Körperbild entwickeln</strong>, aber unsere Ergebnisse zeigen, dass die Saat für eine Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper in Wirklichkeit schon viel früher gesät wird”, sagt <em>Timothy D. Nelson</em>, Assistant Professor für Psychologie an der <em>University of Nebraska-Lincoln</em> in den USA und erster Autor der Studie, die im <em>Journal of Pediatric Psychology </em>veröffentlicht wurde. „Gerade Kritik am Gewicht kann zu Schwierigkeiten beitragen, die über allgemeine Probleme mit dem Selbstwertgefühl hinausgehen.”</p>
<p>Für die <strong>Studie</strong> befragten <em>Nelson </em>und seine Mitarbeiter Hunderte von Kindern an öffentlichen Schulen mit einem durchschnittlichen Alter von 10,8 Jahren. Sie sammelten Daten zu Größe und Gewicht der Kinder und berechneten ihren <strong>Body Mass Index</strong>. Dann untersuchten sie die Zusammenhänge zwischen <strong>Kritik am Gewicht </strong>und der <strong>Selbstwahrnehmung</strong> der Kinder.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass übergewichtige Kinder<strong> </strong>in der Vorpubertät, die <strong>Kritik</strong> an ihrem Gewicht ausgesetzt waren, strengere Urteile über ihren Körper fällten und <strong>weniger zufrieden</strong> mit ihrer Körpergröße waren als Schüler, die nicht wegen ihres Gewichts gehänselt wurden.</p>
<p>Hänseleien wegen des Gewichts hatten auch dann noch signifikante Auswirkungen, wenn die Forscher den Einfluss des BMIs der Schüler bei ihrer Analyse herausrechneten, um die relativen Beiträge der <strong>physischen Realität</strong> und der <strong>sozialen Interaktionen</strong> der Kinder zu ihrer Körperwahrnehmung getrennt zu untersuchen, sagt <em>Nelson</em>.</p>
<p>Weil Kinder, die eine solch negative Meinung von ihrem Körper entwickeln, ein erhöhtes Risiko haben, <strong>Probleme</strong> zu <strong>verinnerlichen</strong>, ein unnormales <strong>Essverhalten </strong>zu entwickeln und immer wieder <strong>Opfer von Hänseleien</strong> werden, meinen die Forscher, diese Ergebnisse sollten ein Signal sein, für eine frühere Identifikation und gezielte Maßnahmen in der Schule zu sorgen.</p>
<p>„In gewisser Weise ist Kritik am Gewicht eine der letzten sozial akzeptablen Formen der Kritik”, sagt <em>Nelson</em>. „Häufig wird die Meinung vertreten, dass Leute mit Übergewicht es ,verdienen’, oder wenn man sie lange genug wegen ihres Gewichts triezt, werden sie etwas unternehmen.”</p>
<p>„Aber unsere Untersuchungen zeigen, dass diese Art von Kritik in Wirklichkeit die <strong>Unzufriedenheit </strong>des Opfers mit seinem Körper <strong>verstärkt</strong>, und das ist ein Faktor, der nachweislich einen negativen Einfluss auf den Erfolg von Programmen zum Gewichtsmanagement bei Kindern hat. Es wird zu so etwas wie einem <strong>Teufelskreis</strong>.”</p>
<p>Die Studie ist ein Hinweis darauf, dass die Sicht eines Kindes von seinem Körper ein komplexes Zusammenspiel zwischen der physischen <strong>Realität </strong>und Wahrnehmungen ist, die sozialen Einflüssen unterliegen. Die <strong>Kritik Gleichaltriger</strong> an seinem Gewicht ist ein wichtiger <strong>sozialer Faktor</strong>, der beeinflussen kann, wie ein Kind in der Vorpubertät die physische Realität seines Körpers interpretiert, sagt <em>Nelson</em>.</p>
<p>Die Ergebnisse, sagt <em>Nelson</em>, sind wichtig, um die Folgen von Kritik am Gewicht zu verstehen, und wenn man über Maßnahmen bei Kindern in der Vorpubertät nachdenkt, die häufig das Ziel dieser Hänseleien sind.</p>
<p>„Obwohl man Kritik am Gewicht identifizieren kann, haben <strong>Programme</strong>, die darauf abzielen, ihre Grenzen”, sagt er. „Eine <strong>frühzeitige Identifikation</strong> von Kindern, die oft und auf Dauer Kritik an ihrem Gewicht ausgesetzt sind, kann auch wichtig sein, um sie und damit ihre schädlichen Auswirkungen einzudämmen.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://newsroom.unl.edu/releases/2010/09/13/Study%3A+Teasing+about+weight+can+have+big+effects+on+pre-teens" target="_blank">University of Nebraska-Lincoln</a></span>, 13.9.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://jpepsy.oxfordjournals.org/content/early/2010/05/19/jpepsy.jsq047.abstract?sid=e32f8a19-05f3-4e08-ac17-243a1750a046" target="_blank">Nelson et al</a></span>. <em>Journal of Pediatric Psychology</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern: Was ist der Zusammenhang?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/depressive-symptome-und-ubergewicht-bei-teenagern-was-ist-der-zusammenhang/" target="_self">Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern: Was ist der Zusammenhang?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-ubergewichtige-kinder-haufiger-gemobbt-als-andere/" target="_self">Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben Eltern Einfluss auf das Entstehen von Esstörungen bei ihren Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-eltern-einfluss-auf-das-entstehen-von-esstorungen-bei-ihren-kindern/" target="_self">Haben Eltern Einfluss auf das Entstehen von Esstörungen bei ihren Kindern?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf </span></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/du-dicke-kuh-was-sind-die-auswirkungen-von-hanseln-zum-thema-gewicht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Persönlichkeit und politische Einstellung: Was ist der Zusammenhang?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/personlichkeit-und-politische-einstellung-was-ist-der-zusammenhang/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/personlichkeit-und-politische-einstellung-was-ist-der-zusammenhang/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 18:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2983</guid>
		<description><![CDATA[Wenn wir alle vier Jahre zur Wahlurne gehen, ist unsere Entscheidung vielleicht nicht so frei, wie wir denken. Denn eine neue Studie zeigt, dass die politische Gesinnung eines Menschen bis zu einem gewissen Grade durch seine Persönlichkeit festgelegt ist. Wir haben eine Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die auch zeigt, warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2994" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Persönlichkeit und politische Einstellung -- Was ist der Zusammenhang" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Persönlichkeit-und-politische-Einstellung-Was-ist-der-Zusammenhang.jpg" alt="Persönlichkeit und politische Einstellung -- Was ist der Zusammenhang" width="170" height="142" />Wenn wir alle vier Jahre zur Wahlurne gehen, ist unsere Entscheidung vielleicht nicht so frei, wie wir denken. Denn eine neue Studie zeigt, dass die politische Gesinnung eines Menschen bis zu einem gewissen Grade durch seine Persönlichkeit festgelegt ist. Wir haben eine Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die auch zeigt, warum Leute empfänglich für irrationale Wahlslogans sein könnten:</p>
<p>Die politische Einstellung und die Persönlichkeit eines Wählers hängen eng miteinander zusammen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der <em>University of Toronto (UofT)</em> in Kanada.</p>
<p>Die Forscher der <em>UofT </em>konnten zeigen, dass das <strong>seelische Bedürfnis</strong> von Menschen nach Mitleid und Gleichheit mit einer <strong>liberalen</strong> Einstellung assoziiert sind, während das Bedürfnis nach Ordnung und Achtung sozialer Normen mit einer <strong>konservativen</strong> Einstellung assoziiert sind.</p>
<p><span id="more-2983"></span>„Bei <strong>konservativen</strong> Menschen ist das Persönlichkeitsmerkmal <strong>Ordentlichkeit</strong><strong> stärker</strong> ausgeprägt, <strong>Offenheit</strong> dagegen <strong>schwächer</strong>. Das heißt, sie haben einen stärkeres Bedürfnis nach einer gewissen Ordnung und Tradition, worin sich ein tiefenpsychologisches Motiv ausdrückt, die bestehende soziale Struktur zu erhalten”, sagt <em>Jacob Hirsh</em>, ein Postdoctoral Fellow der Psychologie an der <em>UofT</em> und erster Autor der Studie.</p>
<p>Die Studie, die diesen Monat im <em>Personality and Social Psychology Bulletin</em> erscheint, könnte sogar die Bezeichnung „sentimentaler Liberaler” rechtfertigen.</p>
<p>„Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine <strong>liberale</strong> Einstellung häufiger mit tiefer liegenden Motiven für <strong>Mitleid</strong>, <strong>Mitgefühl</strong> und <strong>Gleichheit</strong> assoziiert ist”, sagt <em>Hirsh</em>.</p>
<p>Die Forscher baten mehr als 600 Studienteilnehmer aus Kanada und den USA, ihre <strong>politischen Ansichten</strong> als eher liberal oder eher konservativ einzuschätzen, anstelle sich mit einer bestimmten politischen Partei zu identifizieren. Dann machten sie einen Persönlichkeitstest, um zu untersuchen, wie sich die <strong>Persönlichkeitsmerkmale</strong> der Teilnehmer zu ihren politischen Neigungen verhielten.</p>
<p><em>Hirshs</em> Studie ist ein Beitrag zu der wachsenden Anzahl von Untersuchungen, die zeigen, dass politisches <strong>Verhalten durch </strong>tiefer liegende seelische <strong>Bedürfnisse motiviert</strong> ist. „Wir beginnen, die tiefere Motivation zu verstehen, die zu der politischen Neigung eines Menschen beitragen”, sagt <em>Hirsh</em>. „Obwohl die Motive aller Menschen die gleiche Grundstruktur haben, ist die relative Stärke der zugrunde liegenden Systeme von einem Menschen zum anderen verschieden. Wenn die Bedürfnisse nach <strong>Ordnung</strong> und <strong>Gleichheit</strong> relativ <strong>ausgewogen</strong> sind, ist der Mensch wahrscheinlich politisch <strong>moderat</strong>. Wenn eines der Motive stärker als das andere wird, bewegen sich die politischen Präferenzen entweder zum einen oder dem anderen Ende des Spektrums.”</p>
<p>„Die Werte von Menschen sind tief in ihrer Biologie und ihrem genetischen Erbe verwurzelt”, sagt der <em>UofT</em>-Professor und Mitautor der Studie <em>Jordan Peterson</em>. „Das heißt, man muss bei politischen <strong>Werten</strong> und <strong>Moral</strong> tiefer nachforschen, was die Herkunft dieser Motive angeht. Politische Präferenzen beruhen <strong>nicht</strong> auf einfachen, <strong>rationalen </strong>Überlegungen zu diesen Fragen.”</p>
<p><em>Peterson</em> argumentiert, dass beide Arten der politischen Motivation notwendig sind, um eine funktionierende Gesellschaft aufrechtzuerhalten.</p>
<p>„Die Tatsache, dass diese Variabilität der <strong>Motivationssysteme</strong> immer noch existiert, bedeutet aus Sicht der Evolution, dass keines für sich alleine ausreicht. Jedes politische Profil hat seine Kosten und Nutzen, und beide scheinen notwendig zu sein, um ein effektives <strong>Gleichgewicht</strong> in der <strong>Gesellschaft aufrechtzuerhalten</strong>.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.news.utoronto.ca/media-releases/social-sciences-humanities/personality-predicts-political-preferences.html" target="_blank">University of Toronto</a></span>, 8.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psp.sagepub.com/content/36/5/655" target="_blank">Hirsh et al</a></span>. <em>Personality and Social Psychology Bulletin</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-bringt-uns-weiter-wettbewerb-oder-mitgefuhl/" target="_self">Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich vom Äußeren auf die Persönlichkeit schließen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich vom-auseren-auf-die-personlichkeit-schliesen/" target="_self">Lässt sich vom Äußeren auf die Persönlichkeit schließen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/" target="_self">Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/personlichkeit-und-politische-einstellung-was-ist-der-zusammenhang/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Welche Auswirkungen hat das Ende einer Beziehung auf die eigene  Identität?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-das-ende-einer-beziehung-auf-die-eigene-identitat/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-das-ende-einer-beziehung-auf-die-eigene-identitat/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 22:58:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2084</guid>
		<description><![CDATA[Schon in der Bibel wird die Beziehung zwischen Mann und Frau bildhaft als „ein Fleisch werden“ beschrieben (1. Mose 2, 24). Eine aktuelle Studie hat das Phänomen wissenschaftlich untersucht und zeigt, dass Menschen die Trennung von ihrem Partner als Verlust eines Teils ihrer selbst erleben können. Ich habe eine Presseerklärung des Journals von gestern übersetzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2110" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; border: 1px solid black;" title="Welche Auswirkungen hat das Ende einer Beziehung auf die eigene s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Welche-Auswirkungen-hat-das-Ende-einer-Beziehung-auf-die-eigene-s.jpg" alt="Welche Auswirkungen hat das Ende einer Beziehung auf die eigene s" width="125" height="167" />Schon in der Bibel wird die Beziehung zwischen Mann und Frau bildhaft als „ein Fleisch werden“ beschrieben (1. Mose 2, 24). Eine aktuelle Studie hat das Phänomen wissenschaftlich untersucht und zeigt, dass Menschen die Trennung von ihrem Partner als Verlust eines Teils ihrer selbst erleben können. Ich habe eine Presseerklärung des Journals von gestern übersetzt, in der die Studie kurz dargestellt wird:</p>
<p>Wenn eine Liebesbeziehung zu Ende geht, kann sich das „Selbstkonzept” eines Menschen verändern. Das zeigt eine Studie, die jetzt in der Februarausgabe des <em>Personality and Social Psychology Bulletin</em> veröffentlicht wurde.</p>
<p>Das <strong>Selbstkonzept</strong> ist die Wahrnehmung und Vorstellung eines Menschen von seinem „Selbst&#8221;. Die <strong>Partner</strong> in einer Liebesbeziehung entwickeln einen gemeinsamen Freundeskreis, Aktivitäten und sogar <strong>teilweise </strong>die <strong>gleichen</strong> Selbstkonzepte.</p>
<p><span id="more-2084"></span>Die Forscher untersuchten verschiedene Aspekte des Selbstkonzepts, die sich nach einer Trennung verändern können. Die Ergebnisse zeigten, dass das Selbstkonzept von Menschen nach einer <strong>Trennung </strong>an Klarheit verliert. Diese Unklarheit kann zu ihrer emotionalen Belastung mit beitragen. Der Verlust der partnerschaftlichen Beziehung hat eine Reihe von psychologischen Konsequenzen. Dazu gehört die Neigung von Menschen, ihre Sicht von sich selbst zu ändern und das Gefühl, dass ihr <strong>Selbst</strong> ihnen subjektiv <strong>weniger klar</strong> und sogar „<strong>kleiner</strong>” erscheint.</p>
<p>Die Beobachtung, dass viele Menschen das <strong>Auseinandergehen</strong> einer Liebesbeziehung als eine Zeit der <strong>Selbstveränderung </strong>erleben, zeigt die enorme Bedeutung des Verlustgefühls und seinen Einfluss auf das Selbstkonzept von Menschen.</p>
<p>„Eine Beziehung kann so eng werden, dass Partner nicht nur die Sätze des anderen vervollständigen können. Manchmal können sie sogar das Selbst ihres Partners vervollständigen”, schreiben die Autoren <em>Erica B. Slotter</em>, <em>Wendi L. Gardner</em> und <em>Eli J. Finkel </em>von der <em>Northwestern University</em> in Illinois in den USA. „Wenn eine Beziehung zu Ende geht, empfinden Menschen nicht nur Schmerz über den <strong>Verlust </strong>des <strong>Partners</strong> sondern machen auch <strong>Veränderungen</strong> an ihrem <strong>Selbst</strong> durch. Diese Studie zeigt zum ersten Mal den spezifischen Beitrag eines unklaren Selbstkonzepts zu der emotionalen Belastung von Menschen nach der Trennung von ihrem Partner.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-03/sp-tio030810.php" target="_blank">SAGE Publications</a></span>, 8.3.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psp.sagepub.com/cgi/content/abstract/36/2/147" target="_blank">Slotter et al</a></span>. <em>Personality and Social Psychology Bulletin</em>, Feb 2010</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann zu hohe Bindung eine Partnerschaft beschädigen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-zu-hohe-bindung-eine-partnerschaft-beschadigen/" target="_self">Kann zu hohe Bindung eine Partnerschaft beschädigen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Untreue und Eifersucht: Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/untreue-und-eifersucht-was-sind-die-grunde-fur-die-geschlechterunterschiede/" target="_self">Untreue und Eifersucht: Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie lange hält sich die Romantik in der Beziehung?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lange-halt-sich-die-romantik-in-der-beziehung/" target="_self">Wie lange hält sich die Romantik in der Beziehung?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist unser Angebot für Paare?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie.php" target="_self">Was ist unser Angebot für Paare?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-das-ende-einer-beziehung-auf-die-eigene-identitat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hält geistige Fitness Menschen jung?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/halt-geistige-fitness-menschen-jung/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/halt-geistige-fitness-menschen-jung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 14:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2034</guid>
		<description><![CDATA[Mit Jugend assoziiert man, zumindest in der Werbung, eher „gut aussehend“ als „schlau“. Aber eine aktuelle Studie zeigt, dass ältere Menschen, die sich jung fühlen, großen Wert auf geistige Fitness legen. Ich habe eine Presseerklärung der Universität von voriger Woche übersetzt, der die Ergebnisse der Studie zusammenfasst:
Der Spruch „Man ist so alt wie man sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2064" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Ist man tatsächlich so alt wie man sich fühlt s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Ist-man-tatsächlich-so-alt-wie-man-sich-fühlt-s.jpg" alt="Ist man tatsächlich so alt wie man sich fühlt s" width="125" height="166" />Mit Jugend assoziiert man, zumindest in der Werbung, eher „gut aussehend“ als „schlau“. Aber eine aktuelle Studie zeigt, dass ältere Menschen, die sich jung fühlen, großen Wert auf geistige Fitness legen. Ich habe eine Presseerklärung der Universität von voriger Woche übersetzt, der die Ergebnisse der Studie zusammenfasst:</p>
<p>Der Spruch „Man ist so alt wie man sich fühlt” scheint auf ältere Menschen wirklich zuzutreffen. Das zeigt eine Untersuchung von Forschern der <em>Purdue University </em>in den USA.</p>
<p>„Das Alter eines Menschen ist wichtig. Aber darüber hinaus hat seine <strong>Sichtweise</strong> einen großen Einfluss auf den <strong>Alterungsprozess</strong>“, sagt <em>Markus H. Schafer</em>, ein Doktorand der Soziologie und Altersforschung, der die Studie durchführte. „Wenn Sie sich also älter fühlen, als Sie nach Lebensjahren sind, werden Sie wahrscheinlich viele der negativen Seiten, die Menschen mit dem Älterwerden verbinden, stärker spüren.“</p>
<p><span id="more-2034"></span>„Aber wenn Sie älter sind und sich weiter jung fühlen, können Sie sich viele Fähigkeiten, die Ihnen wichtig sind, besser erhalten.“</p>
<p><em>Schafer </em>und seine Mitautorin <em>Tetyana P. Shippee</em>, die an der <em>Purdue University</em> studiert hat und nun Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center on Aging and the Life Course der <em>Purdue University</em> ist, verglichen das <strong>biologische</strong> und das <strong>subjektiv</strong> empfundene <strong>Alter </strong>von Leuten, um festzustellen, was die <strong>geistigen Fähigkeiten</strong> älterer Menschen stärker beeinflusst. Fast 500 Menschen im Alter von 55 bis 74 Jahren wurden 1995 und 2005 im Rahmen von MIDUS, einer landesweiten Studie über das Älterwerden in den USA, befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung, die von den National Institutes of Health finanziert wurde, erschienen in der Januarausgabe des <em>Journal of Gerontology: Social Sciences</em>.</p>
<p>Als die Leute 1995 befragt wurden, wie alt sie sich normalerweise fühlten, gab die Mehrheit ihr <strong>selbst empfundenes </strong>Alter als <strong>zwölf Jahre jünger </strong>an, als sie wirklich waren.</p>
<p>„Wir stellten fest, dass diese Menschen, die sich für ihr Alter <strong>jung fühlten</strong>, zehn Jahre später auch mehr <strong>Vertrauen</strong> in ihre <strong>geistigen Fähigkeiten </strong>hatten”, sagt <em>Schafer</em>. „Ja, das biologische Alter war wichtig, aber das subjektive Alter hatte den größeren Einfluss.“</p>
<p>„Aber wir wissen nicht, was zuerst kommt. Wirkt sich das Wohlbefinden und die Zufriedenheit eines Menschen auf seine geistigen Fähigkeiten aus, oder tragen die geistigen Fähigkeiten eines Menschen zu seinem Wohlbefinden mit bei? Das wollen wir in einer künftigen Studie untersuchen.“</p>
<p><em>Schafer</em> meint, dass man aus den derzeitigen Ergebnissen positive und negative Schlüsse ziehen kann.</p>
<p>„Unsere <strong>Gesellschaft</strong> legt enorm viel Wert auf eine <strong>jugendliche Erscheinung</strong>, und das kann einen <strong>negativen Einfluss</strong> auf Menschen haben“, sagt <em>Schafer</em>. „Leute möchten sich gerne jünger fühlen, und wenn sie zwangsläufig ins Alter kommen, kann ihr Vertrauen in ihre geistigen Fähigkeiten sehr darunter leiden.“</p>
<p>„Andererseits ist der Wunsch jung zu bleiben in Amerika so stark, dass es gut für Menschen sein könnte, sich ein Gefühl von <strong>Jugendlichkeit</strong> zu <strong>bewahren</strong>, indem sie sich über <strong>neue Trends </strong>und Aktivitäten auf dem Laufenden halten, um sich jung zu fühlen. Lernen, wie man mit neuen Technologien umgeht, ist eine Möglichkeit, wie man seine geistigen Fähigkeiten weiter verbessern kann. Es wird interessant sein zu beobachten, wie oder ob sich diese kulturellen Normen verändern, wenn die Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen immer älter werden.“</p>
<p>Andere Studien haben gezeigt, dass Frauen zu <strong>stereotypen Vorstellungen</strong> über das Altern neigen. Daher erwartete <em>Schafer</em>, dass Frauen, die sich alt fühlen, weniger Vertrauen in ihre geistigen Fähigkeiten haben würden.</p>
<p>„Wir fanden einen <strong>kleinen Unterschied</strong> zwischen <strong>Männern</strong> und <strong>Frauen</strong>, aber er ist nicht so groß wie erwartet”, sagt <em>Schafer</em>. „Das hat uns überrascht, weil bei Frauen oft übertriebener Wert auf körperliche Attraktivität und Jugend gelegt wird.“</p>
<p><em>Schafer</em> untersucht auch, wie sich belastende Ereignisse, zum Beispiel Gesundheitsprobleme von Familienmitgliedern, auf das Älterwerden auswirken und wie Zufriedenheit und das Älterwerden zusammenhängen.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.purdue.edu/newsroom/research/2010/100222SchaferAging.html" target="_blank">Purdue University News</a></span>, 22.2.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psychsocgerontology.oxfordjournals.org/content/65B/1/91" target="_blank">Schafer &amp; Shippee</a></span>. Journal of Gerontology: Social Sciences, Jan 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist man so alt wie man sich fühlt?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-man-so-alt-wie-man-sich-fuhlt/" target="_self">Ist man so alt wie man sich fühlt?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-ehrenamtliche-tatigkeit das-kognitive-altern verlangsamen/" target="_self">Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt das Gedächtnis im Alter zwangsläufig nach?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-das-gedachtnis-im-alter-zwangslaufig-nach/" target="_self">Lässt das Gedächtnis im Alter zwangsläufig nach?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Leben Optimisten länger als Pessimisten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/leben-optimisten-langer-als-pessimisten/" target="_self">Leben Optimisten länger als Pessimisten?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/halt-geistige-fitness-menschen-jung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

