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	<title>Psychologie aktuell &#187; Risikofaktor</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
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	<managingEditor>stefanshaw@praxis-dr-shaw.de (Psychologie aktuell)</managingEditor>
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	<itunes:subtitle>Psychologie &amp; Psychotherapie</itunes:subtitle>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; Risikofaktor</title>
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		<title>Wie hängen Schlafstörungen und Migräne zusammen?</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 17:39:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
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		<category><![CDATA[Neurophysiologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Viele Menschen leiden unter Migräne oder Schlafstörungen, und oft treten sie gemeinsam auf. Eine aktuelle Studie hat Proteine von Nervenzellen untersucht, die bei beiden Erkrankungen eine Rolle spielen und den Zusammenhang von Schlafmangel und Kopfschmerzen auf molekularer Ebene erklären könnten. Die Ergebnisse wurden im Juni auf einer Fachtagung präsentiert. Wir haben die Presseerklärung des Veranstalters [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2896" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie hängen Schlafstörungen und Migräne zusammen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Wie-hängen-Schlafstörungen-und-Migräne-zusammen.jpg" alt="Wie hängen Schlafstörungen und Migräne zusammen" width="170" height="128" />Viele Menschen leiden unter Migräne oder Schlafstörungen, und oft treten sie gemeinsam auf. Eine aktuelle Studie hat Proteine von Nervenzellen untersucht, die bei beiden Erkrankungen eine Rolle spielen und den Zusammenhang von Schlafmangel und Kopfschmerzen auf molekularer Ebene erklären könnten. Die Ergebnisse wurden im Juni auf einer Fachtagung präsentiert. Wir haben die Presseerklärung des Veranstalters zu der Studie übersetzt, die auf lange Sicht zu verbesserten Behandlungen führen könnte:</p>
<p>Eine neue Forschungsuntersuchung, die diese Woche auf der 52. wissenschaftlichen Jahrestagung der <em>American Headache Society (AHS)</em> in Los Angeles vorgestellt wird, zeigt, dass sich bei <strong>Schlafentzug </strong>die Mengen von <strong>Proteinen verändern</strong>, die eine entscheidende Rolle bei den biologischen Prozessen spielen, die zum Entstehen einer <strong>Migräne</strong> führen.</p>
<p><em>Dr. Paul L. Durham </em>und sein Team am Center for Biomedical &amp; Life Sciences der <em>Missouri State University</em> in den USA untersuchten die Mechanismen, durch die Schlafstörungen das Risiko für Migräne erhöhen und vielleicht sogar Migräne auslösen.</p>
<p><span id="more-2890"></span>„Frühere klinische Untersuchungen haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der <strong>Qualität des Schlafes </strong>und Migräne gibt”, sagt <em>Dr. Durham</em>. „Deshalb haben wir in einem etablierten Modell für Schlafentzug die Mengen von Proteinen bestimmt, die die <strong>Aktivierungsschwelle</strong> peripherer und zentraler <strong>Nerven</strong> erniedrigen, die an der Schmerzübertragung während einer Migräne beteiligt sind. Wir stellten fest, dass ein Entzug des REM-Schlafes zu erhöhten Mengen der Proteine p38, PKA und P2X3 führt, von denen bekannt ist, dass sie eine wichtige Rolle beim ersten Auftreten und späteren Anhalten <strong>chronischer Schmerzen</strong> spielen.”</p>
<p>„Wir wissen so wenig über die biologischen Mechanismen, die dafür verantwortlich sind, wie bestimmte Faktoren einen Migräneanfall auslösen&#8221;, sagt <em>Dr. David Dodick</em>, der Präsident der <em>AHS</em>. „Dies ist eine wichtige Untersuchung und dem Team von der <em>Missouri State University</em> gebührt Anerkennung, dass es erste erfolgreiche Schritte auf einem Gebiet gemacht haben, das dringend genauer untersucht werden muss.”</p>
<p>Die Untersuchung wurde von Merck &amp; Co finanziell unterstützt.</p>
<p>Mehr als 200 wissenschaftliche Vorträge und Poster werden auf der Tagung der <em>AHS</em> präsentiert, auf der ungefähr 500 Gesundheitsexperten auf dem Gebiet der Migräne und des Kopfschmerzes erwartet werden, darunter Ärzte, Forscher und Spezialisten.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-06/ahs-rsd062210.php" target="_blank">American Headache Society</a></span>, 23.6.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann Verhaltenstherapie bei Schlafstörungen von Patienten mit chronischen Schmerzen helfen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-verhaltenstherapie-bei-schlafstorungen-von-patienten-mit-chronischen-schmerzen-helfen/" target="_self">Kann Verhaltenstherapie bei Schlafstörungen von Patienten mit chronischen Schmerzen helfen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Online-Therapie bei chronischen Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hilft-online-therapie-bei-chronischen-schlafstorungen/" target="_self">Wie hilft Online-Therapie bei chronischen Schlafstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Gibt es einen Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und Migräne?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-einen-zusammenhang-zwischen-psychischen-storungen-und-migrane/" target="_self">Gibt es einen Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und Migräne?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei chronischen Schmerzen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/chronische-schmerzen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei chronischen Schmerzen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/schlafstoerungen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Schlafstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		<title>Können Depressionen mit der Vorzugsbehandlung im Kindesalter zusammenhängen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/konnen-depressionen-mit-der-vorzugsbehandlung-im-kindesalter-zusammenhangen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/konnen-depressionen-mit-der-vorzugsbehandlung-im-kindesalter-zusammenhangen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 12:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Bibel endet die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern erst fast mit Mord, schließlich wurde jahrhundertelange Knechtschaft daraus. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Ungleichbehandlung von Kindern durch Eltern für alle Beteiligten schlecht ist, sogar für das bevorzugte Kind. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2882" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Können Depressionen mit der Vorzugsbehandlung im Kindesalter zusammenhängen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Können-Depressionen-mit-der-Vorzugsbehandlung-im-Kindesalter-zusammenhängen.jpg" alt="Können Depressionen mit der Vorzugsbehandlung im Kindesalter zusammenhängen" width="170" height="128" />In der Bibel endet die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern erst fast mit Mord, schließlich wurde jahrhundertelange Knechtschaft daraus. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Ungleichbehandlung von Kindern durch Eltern für alle Beteiligten schlecht ist, sogar für das bevorzugte Kind. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die ein soziales Tabu untersucht hat:</p>
<p>Ob Muttis Liebling oder ihr schwarzes Schaf, wenn Geschwister spüren, dass ihre Mutter ein <strong>Kind</strong> immer <strong>vorzieht</strong> oder den anderen gegenüber benachteiligt, haben sie als Erwachsene im mittleren Alter eher <strong>Depressionssymptome</strong>. Das zeigt eine neue Studie des Gerontologen <em>Karl Pillemer </em>von der <em>Cornell University</em> in den USA.</p>
<p>Die aktuelle Untersuchung, die zusammen mit der Soziologin <em>Jill Suitor </em>von der <em>Purdue University</em> an 275 Familien in der Gegend von Boston in den USA durchgeführt wurde, zeigt zum ersten Mal, dass solche <strong>schädlichen Auswirkungen </strong>noch lange bis ins <strong>Erwachsenenalter</strong> anhalten. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Vorzugsbehandlung durch Eltern einen negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit hat und oft zum Auslöser für Verhaltensschwierigkeiten bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird.</p>
<p><span id="more-2874"></span>„Ein Verhalten der Mutter, das als Bevorzugung wahrgenommen wird, beeinflusst das seelische Wohlergehen eines Kindes weiter, auch wenn der Mensch schon seit Jahren nicht mehr zu Hause lebt und seine eigene Familie gegründet hat&#8221;, sagt <em>Pillemer</em>, ein Professor in der Abteilung Entwicklung des Menschen und stellvertretender Dekan am College of Human Ecology der <em>Cornell University</em>. „Es ist egal, ob man das auserwählte Kind ist oder nicht, das Gefühl einer <strong>ungleichen Behandlung</strong> hat <strong>schädigende</strong> Auswirkungen für <strong>alle Geschwister</strong>.”</p>
<p>Die <strong>Studie</strong>, die Unterschiede der Familiengröße, Rasse und andere Faktoren berücksichtigte, stützte sich auf Interviews mit 275 Müttern in ihren Sechzigern und Siebzigern, die mindestens zwei lebende erwachsene Kinder hatten. Außerdem befragten die Forscher 671 Kinder der Frauen.</p>
<p>Die Ergebnisse könnten zu neuen Behandlungsmethoden für Therapeuten führen, die mit solchen Familien in späteren Jahren arbeiten, sagt <em>Pillemer</em>.</p>
<p>„Wir haben in unserer Gesellschaft eine Norm, die klar festlegt, dass Eltern ihre Kinder gleich behandeln sollten, und daher kann <strong>Vorzugsbehandlung </strong>so etwas wie ein <strong>Tabuthema</strong> sein”, sagt er. „Wenn Gesprächstherapeuten alten Eltern und erwachsenen Kindern helfen können, über manche dieser Probleme offen zu reden, könnte das dazu beitragen, die Entstehung von <strong>Konflikten</strong> in der Familie zu <strong>verhindern</strong>.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.pressoffice.cornell.edu/releases/release.cfm?r=47905&amp;y=2010&amp;m=6" target="_blank">Cornell University</a></span>, 24.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/123343737/abstract" target="_blank">Pillemer et al</a></span>. <em>Journal of Marriage and Family</em>, April 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/" target="_self">Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie weit reichen die gesundheitlichen Folgen von Belastungen im Kindesalter?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-weit-reichen-die-gesundheitlichen-folgen-von-belastungen-im-kindesalter/" target="_self">Wie weit reichen die gesundheitlichen Folgen von Belastungen im Kindesalter?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Bietet hohe Stress-Empfindlichkeit von Kindern auch Vorteile?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bietet-hohe-stress-empfindlichkeit-von-kindern-auch-vorteile/" target="_self">Bietet hohe Stress-Empfindlichkeit von Kindern auch Vorteile?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-aggressionen-von-kindern-mit-einem-schwierigen-familienumfeld-zusammen/" target="_self">Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Besteht ein Zusammenhang zwischen ADHS und Pestiziden?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/besteht-ein-zusammenhang-zwischen-adhs-und-pestiziden/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 17:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Häufigkeit von ADHS bei Kindern ist in den letzten Jahren stark gestiegen, doch die Ursachen dafür sind nicht klar. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine hohe Pestizidbelastung vor der Geburt und bei Kleinkindern das Risiko für spätere Verhaltensstörungen erhöht, die ADHS ähneln. Wir haben einen Pressebericht zu einer aktuellen Studie vom Mai übersetzt, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2782" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Besteht ein Zusammenhang zwischen ADHS und Pestiziden" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Besteht-ein-Zusammenhang-zwischen-ADHS-und-Pestiziden.jpg" alt="Besteht ein Zusammenhang zwischen ADHS und Pestiziden" width="167" height="125" />Die Häufigkeit von ADHS bei Kindern ist in den letzten Jahren stark gestiegen, doch die Ursachen dafür sind nicht klar. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine hohe Pestizidbelastung vor der Geburt und bei Kleinkindern das Risiko für spätere Verhaltensstörungen erhöht, die ADHS ähneln. Wir haben einen Pressebericht zu einer aktuellen Studie vom Mai übersetzt, die nun zum ersten Mal einen Zusammenhang zwischen Pestizidbelastung und ADHS bei Kindern in der Allgemeinbevölkerung zeigt:</p>
<p>Ein Team von Wissenschaftlern der <em>University of Montreal</em> in Kanada und der <em>Harvard University</em> in den USA hat einen Zusammenhang zwischen einer Umweltbelastung durch Pestizide vom Typ der <strong>Organophosphate</strong> und einem erhöhten Risiko für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (<strong>ADHS</strong>) bei Kindern gezeigt.</p>
<p><span id="more-2777"></span>Die <strong>Studie</strong>, die in dem Journal <em>Pediatrics </em>erschien, stellte einen Zusammenhang zwischen Pestizidbelastung und ADHS-Symptomen bei Kindern fest. Die Forscher untersuchten 1139 Kinder, die zuvor an einer für die <strong>US-Bevölkerung repräsentativen</strong> Studie teilgenommen hatten, und maßen die Pestizidkonzentrationen in ihrem Urin.</p>
<p>Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ein Grad der Umweltbelastung durch Organophosphat-<strong>Pestizide</strong>, wie er für Kinder in den USA typisch ist, zu der <strong>Häufigkeit </strong>von <strong>ADHS</strong> mit beitragen könnte.</p>
<p>„Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gabe bestimmter Organophosphat-Verbindungen <strong>Hyperaktivität </strong>und <strong>kognitive Defizite</strong> bei <strong>Tieren</strong> hervorruft“, sagt der erste Autor <em>Maryse F. Bouchard</em> von der Abteilung Umwelt- und Arbeitsmedizin der <em>University of Montreal</em> und dem <em>Sainte-Justine Hospital Research Center</em>. „In unserer Studie haben wir festgestellt, dass eine Belastung durch Organophosphate bei <strong>Kindern</strong>, die noch in der Entwicklung sind, Auswirkungen auf das Nervensystem haben könnte und damit zu Verhaltensweisen wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität beitragen, die für <strong>ADHS </strong>charakteristisch sind.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nouvelles.umontreal.ca/udem-news/news/20100517-pesticide-exposure-may-contribute-to-adhd.html" target="_blank">UdeMNouvelles</a></span>, 17.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1542/peds.2009-3058" target="_blank">Bouchard et al</a></span>. <em>Pediatrics</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wird das Risiko für ADHS bei Kindern durch das Rauchen der Eltern erhöht?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wird-das-risiko-fur-adhs-bei-kindern-durch-das-rauchen-der-eltern-erhoht/" target="_self">Wird das Risiko für ADHS bei Kindern durch das Rauchen der Eltern erhöht?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind für ADHS Verbindungsfehler im Gehirn verantwortlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-fur-adhs-verbindungsfehler-im-gehirn-verantwortlich /" target="_self">Sind für ADHS Verbindungsfehler im Gehirn verantwortlich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sehenswerte Video-Einführung in ADHS" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/test/" target="_self">Sehenswerte Video-Einführung in ADHS</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/adhs-bei-kindern.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern: Was ist der Zusammenhang?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/depressive-symptome-und-ubergewicht-bei-teenagern-was-ist-der-zusammenhang/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/depressive-symptome-und-ubergewicht-bei-teenagern-was-ist-der-zusammenhang/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 13:25:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>

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		<description><![CDATA[Essstörungen (von Anorexie bis Fettsucht) sind ein häufiges Symptom bei Patienten mit Depressionen. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt nun, dass Essstörungen der Entwicklung von Depressionen auch vorausgehen können. Wir haben eine Presseerklärung der Universität von vor drei Wochen zu der Studie übersetzt, die wichtige Konsequenzen für die Prävention und Behandlung von Depressionen bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2709" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Depressive-Symptome-und-Übergewicht-bei-Teenagern-Was-ist-der-Zusammenhang.jpg" alt="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" width="125" height="195" />Essstörungen (von Anorexie bis Fettsucht) sind ein häufiges Symptom bei Patienten mit Depressionen. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt nun, dass Essstörungen der Entwicklung von Depressionen auch vorausgehen können. Wir haben eine Presseerklärung der Universität von vor drei Wochen zu der Studie übersetzt, die wichtige Konsequenzen für die Prävention und Behandlung von Depressionen bei manchen Patienten haben könnte:</p>
<p>Eine Studie unter Leitung von <em>Dr. Kerri Boutelle</em>, Associate Professor für Pädiatrie und Psychiatrie an der School of Medicine der <em>University of California</em> in San Diego, hat gezeigt, dass <strong>Adipositas</strong> (krankhaftes Übergewicht) das <strong>Risiko</strong> für die Entwicklung von <strong>Depressionssymptomen</strong> erhöht, nicht jedoch das Risiko für klinische Depressionen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Adipositas bei manchen jungen Mädchen zur Entwicklung von Depressionen beitragen könnte.</p>
<p>„Das ist insofern von Bedeutung als Depressionssymptome als ein Vorläufer von klinischen Depressionen gelten”, sagt <em>Boutelle</em>.</p>
<p><span id="more-2704"></span>Nach Informationen der Centers for Disease and Prevention hat sich in den USA die Häufigkeit von <strong>Adipositas </strong>bei Kindern in den letzten dreißig Jahren mehr als verdreifacht. So nahm die Häufigkeit von Adipositas bei <strong>Jugendlichen</strong> im Alter von zwölf bis neunzehn Jahren von fünf auf achtzehn Prozent im Jahre 2008 zu. Weiter zeigte die National Survey on Drug Use and Health, eine regelmäßig im Auftrag der US-Gesundheitsbehörden erhobene Statistik, dass im Jahre 2007 zwei Millionen Jugendliche im Alter von zwölf bis siebzehn Jahren mindestens eine Episode von <strong>klinischen Depressionen</strong> hatten.</p>
<p>Bekanntlich sind die <strong>Teenagerjahre</strong> eine Phase im Leben junger Menschen, die oft von <strong>Stimmungsschwankungen </strong>geprägt ist. <em>Boutelle</em> und ihre Mitarbeiter von der <em>University of California</em>, der <em>University of Minnesota</em> und dem <em>Oregon Research Institute</em> untersuchten daher, ob Adipositas zur Entwicklung von Depressionen bei Jugendlichen beiträgt. Die umgekehrte Wirkung, dass Depressionen das Risiko für Adipositas erhöhen, ist bereits gut dokumentiert. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Maiausgabe von <em>Health Psychology</em> veröffentlicht.</p>
<p>Für die <strong>Studie</strong> befragten die Forscher fast fünfhundert Mädchen im Alter von dreizehn bis sechzehn Jahren und von unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Dabei verwendeten sie das K-SADS (Schedule for Affective Disorders and Schizophrenia for School-Age Children), ein strukturiertes psychiatrisches <strong>Interview</strong>, das <strong>Stimmungsstörungen</strong> bei Kindern und Jugendlichen feststellen kann. Eine Diagnose von klinischen Depressionen wurde gestellt, wenn die Mädchen mindestens fünf Symptome mit einem bestimmten Schweregrad hatten. Die Interviews wurden vier Jahre lang alle zwölf Monate durchgeführt und dabei das Gewicht und die Größe der Mädchen bestimmt. Die Ergebnisse zeigten, dass Mädchen mit <strong>Adipositas</strong> bei den anfänglichen Untersuchungen <strong>später</strong> gehäuft <strong>Symptome von Depressionen</strong> entwickelten. Klinische Depressionen waren bei diesen Mädchen später jedoch nicht häufiger.</p>
<p>„Aufgrund der Ergebnisse raten wir Eltern, Lehrern und Ärzten, bei Mädchen mit Übergewicht oder Adipositas auf Symptome von Depressionen zu achten und sie gegebenenfalls eingehend untersuchen zu lassen“, sagt <em>Boutelle</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://health.ucsd.edu/news/2010/5-24-teen-obesity.htm" target="_blank">University of California San Diego</a></span>, 24.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psycnet.apa.org/journals/hea/29/3/293/" target="_blank">Boutelle et al</a></span>. <em>Health Psychology</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen von Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/depressionen-bei-kindern.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen von Kindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
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		<title>Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 19:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Kinder gelten als besonders anpassungsfähig, zum Beispiel bei einem Schul- oder Ortswechsel. Eine aktuelle Studie hat die Auswirkung von Umzügen in der Kindheit untersucht und zeigt, dass das seelische Wohlbefinden von Menschen, die von Natur aus sensibel sind, darunter leiden kann. Wir haben die Pressemitteilung des Journals zu der Studie von letzter Woche übersetzt, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2666" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Sind-häufige-Umzüge-für-Kinder-schädlich1.jpg" alt="Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich" width="167" height="140" />Kinder gelten als besonders anpassungsfähig, zum Beispiel bei einem Schul- oder Ortswechsel. Eine aktuelle Studie hat die Auswirkung von Umzügen in der Kindheit untersucht und zeigt, dass das seelische Wohlbefinden von Menschen, die von Natur aus sensibel sind, darunter leiden kann. Wir haben die Pressemitteilung des Journals zu der Studie von letzter Woche übersetzt, die den erstaunlich nachhaltigen Effekt beschreibt:</p>
<p>In eine andere Stadt zu ziehen oder auch nur in einen Nachbarbezirk, ist für Menschen eine Belastung, egal in welchem Alter. Aber eine neue Studie zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen häufigem <strong>Ortswechsel</strong> in der <strong>Kindheit</strong> und einem geringeren <strong>Wohlbefinden</strong> von Menschen im <strong>Erwachsenenalter</strong> gibt. Das gilt besonders für Menschen, die eher introvertiert oder neurotisch sind.</p>
<p><span id="more-2617"></span>Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen der Anzahl der Umzüge in der Kindheit und dem späteren Wohlbefinden von Menschen an einer Gruppe von 7108 erwachsenen US-Amerikanern, die über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet wurden. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in der Juniausgabe des <em>Journals of Personality and Social Psychology</em> veröffentlicht, das von der <em>American Psychological Association</em> herausgegeben wird.</p>
<p>„Wir wissen, dass <strong>Kinder</strong>, die häufig umziehen, in der <strong>Schule</strong> oft nicht so gut mitkommen und mehr <strong>Verhaltensschwierigkeiten</strong> haben”, sagt der erste Autor der Studie <em>Dr. Shigehiro Oishi</em> von der <em>University of Virginia</em> in den USA. „Aber die langfristigen Auswirkungen häufiger Umzüge auf das Wohlbefinden im Erwachsenenalter sind bis jetzt nicht untersucht worden.“</p>
<p>Die Studienteilnehmer, die zwischen zwanzig und fünfundsiebzig Jahre alt waren, wurden 1994 und 1995 im Rahmen einer landesweit repräsentativen Stichprobenerhebung befragt und dann noch mal zehn Jahre später. Die Forscher sammelten Daten zu der Anzahl der <strong>Umzüge</strong> in der Kindheit, das seelische <strong>Wohlbefinden</strong>, den <strong>Persönlichkeitstyp </strong>und die <strong>sozialen Beziehungen </strong>der Teilnehmer.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, je öfter Menschen als Kinder umgezogen waren, desto <strong>geringer</strong> war bei der Befragung ihre <strong>Lebenszufriedenheit </strong>und ihr seelisches <strong>Wohlbefinden</strong>, auch wenn Unterschiede bei Alter, Geschlecht und Bildungsstand der Teilnehmer berücksichtig wurden. Außerdem hatten Menschen, die als Kinder öfter umgezogen waren, weniger enge <strong>soziale Beziehungen</strong>.</p>
<p>Weiter untersuchten die Forscher, ob unterschiedliche <strong>Persönlichkeitstypen</strong> – Extravertiertheit, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus (emotionale Labilität) – einen Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen hatten, die in der Kindheit oft umgezogen waren. <strong>Introvertierte</strong> Menschen fühlten sich umso weniger wohl, je öfter sie als Kinder umgezogen waren. Dagegen war das Wohlbefinden von <strong>extravertierten</strong> Menschen unabhängig von der Zahl der Ortswechsel in der Kindheit.</p>
<p>„Wenn Menschen häufig umziehen, ist es für sie schwerer, enge Beziehungen über längere Zeit aufrecht zu erhalten”, sagt <em>Oishi</em>. „Für Menschen, die gut auf andere zugehen können, und die schnell und einfach neue Freundschaften schließen, muss das kein ernsthaftes Problem sein. Aber Menschen, die weniger aus sich herausgehen, fällt es schwerer, neue Freunde zu finden.“</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass <strong>neurotische</strong> Menschen, die oft umgezogen waren, mit ihrem Leben weniger zufrieden waren und sich seelisch nicht so wohl fühlten wie Menschen, die nicht so oft umgezogen waren, oder die keine neurotische Persönlichkeit hatten. In dieser Studie definierten die Autoren Neurotizismus als eine Persönlichkeit, für die Launenhaftigkeit, Nervosität und Überempfindlichkeit typisch sind. Dabei hatte aber die Anzahl und Qualität der Beziehungen neurotischer Menschen keinen Einfluss auf ihr Wohlbefinden, egal wie oft sie als Kinder umgezogen waren. <em>Oishi</em> vermutet, das könnte an der allgemein eher <strong>negativen</strong> Art liegen, mit der neurotische Menschen auf belastende Ereignisse in ihrem Leben <strong>reagieren</strong>.</p>
<p>Außerdem untersuchten die Forscher die <strong>Sterblichkeitsraten</strong> der Studienteilnehmer. Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen, die als Kinder öfter umgezogen waren, zum Zeitpunkt der zweiten Befragung häufiger verstorben waren. Dieser Effekt war auch nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und Rasse noch sichtbar. „Wir können vermuten, dass ein häufiger <strong>Ortswechsel </strong>mit mehr <strong>Stress</strong> verbunden ist, und es ist bekannt, dass Stress der Gesundheit von Menschen schadet“, sagt <em>Oishi</em>. „Aber wir brauchen weitere Untersuchungen über diesen Zusammenhang, bevor wir daraus schließen können, dass häufiges Umziehen in der Kindheit tatsächlich zu langfristigen Gesundheitsschäden führen kann.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.apa.org/news/press/releases/2010/06/moving-well-being.aspx" target="_blank">American Psychological Association</a></span>, 3.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.apa.org/pubs/journals/releases/psp-98-6-980.pdf" target="_blank">Oishi &amp; Schimmack</a></span>. <em>J. Personality &amp; Social Psychology</em>, Juni 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<title>Fernsehen bei Kleinkindern: Was sind die Folgen?</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 19:41:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob und wie sehr fernsehen kleinen Kindern schadet, ist unter Eltern und Forschern umstritten. Eine aktuelle Studie hat eine Vielzahl von negativen Einflüssen des Fernsehens auf die Entwicklung von Kindern gezeigt. Diese Effekte sind alle nicht groß, aber ihr Trend ist eindeutig, und er ist negativ. Wir haben die Pressemitteilung der Universität zu der Studie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2674" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Fernsehen bei Kleinkindern - Was sind die Folgen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Fernsehen-bei-Kleinkindern-Was-sind-die-Folgen.jpg" alt="Fernsehen bei Kleinkindern - Was sind die Folgen" width="167" height="125" />Ob und wie sehr fernsehen kleinen Kindern schadet, ist unter Eltern und Forschern umstritten. Eine aktuelle Studie hat eine Vielzahl von negativen Einflüssen des Fernsehens auf die Entwicklung von Kindern gezeigt. Diese Effekte sind alle nicht groß, aber ihr Trend ist eindeutig, und er ist negativ. Wir haben die Pressemitteilung der Universität zu der Studie vom Mai übersetzt, die zu dem Schluss kommt, je weniger fernsehen desto besser:</p>
<p>Möchten Sie Kinder haben, die schlauer sind und weniger dick? Dann lassen Sie Ihre Kinder im Vorschulalter nicht so viel fernsehen. Das zeigt eine schockierende Studie von Kinderexperten an der <em>Université de Montréal</em>, dem Forschungszentrum des <em>CHU Sainte-Justine</em> in Kanada und der <em>University of Michigan</em> in den USA, die jetzt in den <em>Archives of Pediatrics &amp; Adolescent Medicine</em> veröffentlicht wurde. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass ein <strong>hoher Fernsehkonsum</strong> im Alter von zwei Jahren negative Folgen für Kinder hat, von <strong>mangelnder schulischer Anpassung</strong> bis zu <strong>ungesunden Verhaltensweisen</strong>.</p>
<p><span id="more-2583"></span>„Wir stellten fest, dass jede Stunde, die sie im Vorschulalter länger fernsahen, einen <strong>negativen Einfluss</strong> auf die <strong>Entwicklung</strong> von Kindern hatte. Sie beteiligten sich später weniger am Unterricht, konnten schlechter rechnen und wurden häufiger von ihren Klassenkameraden diskriminiert. Sie bewegten sich weniger, aßen mehr Junkfood, und schließlich hatten sie auch einen höheren Body Mass Index”, sagt die Leiterin der Studie <em>Dr. Linda S. Pagani</em>, eine Professorin für Psychosoziologie an der <em>Université de Montréal</em> und Mitarbeiterin am Forschungszentrum des <em>CHU Sainte-Justine</em>.</p>
<p>Das Ziel der Studie war zu untersuchen, wie sich der <strong>Fernsehkonsum</strong> bei Zweijährigen auf ihren späteren <strong>schulischen Erfolg</strong>, ihre <strong>Verhaltensweisen</strong> und allgemein auf ihren <strong>Umgang mit anderen</strong> Kindern auswirkt. „Im Alter von zwei bis vier Jahren verzögerte jedes bisschen mehr Fernsehen die spätere Entwicklung“, sagt <em>Dr. Pagani</em>.</p>
<p>Die <strong>Studie</strong> untersuchte insgesamt 1314 Kinder, die an einer Langzeitstudie über Umwelteinflüsse auf die Entwicklung von Kindern in Quebec teilnahmen. Die Eltern wurden befragt, wie viel Fernsehen ihre Kinder im Alter von neunundzwanzig beziehungsweise dreiundfünfzig Monaten sahen. Die Lehrer bewerteten die akademischen Leistungen ihrer Schüler, ihr psychosoziales Verhalten und ihr Gesundheitsbewusstsein. Der Body Mass Index (BMI) der Kinder wurde im Alter von zehn Jahren gemessen.</p>
<p>„Die <strong>frühe Kindheit</strong> ist eine entscheidende Phase für die Entwicklung des Gehirns und des Verhaltens&#8221;, gibt <em>Dr. Pagani</em> zu bedenken. „In diesem Alter kann viel fernsehen zu <strong>Angewohnheiten</strong> führen, die später der Gesundheit schaden. Trotz der klaren Empfehlungen der American Academy of Pediatrics, die zu weniger als zwei Stunden Fernsehen pro Tag rät – und zwar über das Alter von zwei Jahren hinaus – kennen viele Eltern nicht die Fakten und sind sich der Existenz solcher Richtlinien nicht bewusst.”</p>
<p>Die Untersuchung zeigte zahlreiche <strong>Spätfolgen</strong> für Kinder, die im Vorschulalter zu viel ferngesehen hatten:</p>
<p>sieben Prozent schwächere <strong>Beteiligung am Unterricht</strong><br />
sechs Prozent schlechtere Leistungen in Mathematik (aber keine negativen Auswirkungen auf die spätere Lesefähigkeit)<br />
zehn Prozent häufigere <strong>Diskriminierung</strong> durch Klassenkameraden (Ablehnung durch Gleichaltrige, gehänselt werden, physische oder verbale Aggressionen von Mitschülern)<br />
dreizehn Prozent weniger <strong>körperliche Aktivität</strong> am Wochenende<br />
neun Prozent weniger körperliche Aktivität insgesamt<br />
neun Prozent höherer Konsum von Softdrinks<br />
zehn Prozent höherer Konsum von Snacks<br />
fünf Prozent höherer <strong>BMI</strong></p>
<p>„Wir hatten erwartet, dass die Auswirkungen frühen Fernsehkonsums siebeneinhalb Jahre später in der Kindheit nicht mehr sichtbar sein würden. Daher ist die Beobachtung solcher <strong>anhaltender, negativer Effekte</strong> äußerst beunruhigend“, sagt <em>Dr. Pagani</em>. „Unsere Ergebnisse sind ein zwingendes Argument für eine öffentliche Gesundheitspolitik, die einen übertrieben hohen Fernsehkonsum in der frühen Kindheit entgegenwirkt und eine Aufforderung an Eltern, sich an den Richtlinien der American Academy of Pediatrics zum Fernsehkonsum zu orientieren.“</p>
<p>Da Fernsehkonsum einen Lebensstil mit wenig Bewegung fördert, sagt <em>Dr. Pagani</em>, sollten Kleinkinder nicht unbegrenzt fernsehen dürfen, um eine <strong>Entwicklung passiver</strong> geistiger und physischer <strong>Angewohnheiten</strong> zu vermeiden, die Kinder später beibehalten: „Es ist gesunder Menschenverstand, dass Fernsehkonsum Zeit in Anspruch nimmt, die Kinder mit anderen entwicklungsfördernden Aktivitäten und Aufgaben verbringen könnten, die gut für ihre geistige Entwicklung sind und die ihres Verhaltens und ihrer Motorik.“</p>
<p>Sie fügt hinzu, „Das Besondere an dieser Studie ist, dass sie Vermutungen bestätigt, die schon seit Langem geäußert werden, aber bis jetzt nur für den einen oder anderen Aspekt durch kleinere Untersuchungen belegt waren. Dagegen geht diese Studie die Frage systematisch an und untersucht viele Faktoren wie Eltern, Gesundheit und soziale Aspekte zusammen.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nouvelles.umontreal.ca/udem-news/news/20100503-toddlers-tv-early-exposure-has-negative-and-long-term-impact.html" target="_blank">UdeMNouvelles</a></span>, 3.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://archpedi.ama-assn.org/cgi/content/abstract/164/5/425?maxtoshow=&amp;hits=10&amp;RESULTFORMAT=&amp;fulltext=Pagani&amp;searchid=1&amp;FIRSTINDEX=0&amp;resourcetype=HWCIT" target="_blank">Pagani et al</a></span>. <em>Archives of Pediatrics &amp; Adolescent Medicine</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Macht Fernsehen depressiv?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-fernsehen-kinder-depressiv/" target="_self">Macht Fernsehen depressiv?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Fernsehen für Kinder unter 2 Jahren schädlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-fernsehen-fur-kinder-unter-2-jahre-schadlich/" target="_self">Ist Fernsehen für Kinder unter 2 Jahren schädlich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist der Beitrag der Eltern zum Übergewicht ihrer Kinder?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-ist-der-beitrag-der-eltern-zum-ubergewicht-ihrer-kinder/" target="_self">Was ist der Beitrag der Eltern zum Übergewicht ihrer Kinder?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-ubergewichtige-kinder-haufiger-gemobbt-als-andere/" target="_self">Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?</a></span></p>
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		<title>Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?</title>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 17:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben fünfzehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland Übergewicht, ein Drittel von ihnen sehr starkes. Mit schlimmen Folgen, wie eine neue Studie zeigt, denn Kinder können bekanntlich grausam sein. Wir haben einen Presseartikel der New York Times zu der Studie von vor zwei Wochen übersetzt, der Eltern dicker Kinder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2680" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Werden-übergewichtige-Kinder-häufiger-gemobbt-als-andere.jpg" alt="Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere" width="167" height="164" />Laut <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.bzga-kinderuebergewicht.de/adipo_allg/" target="_blank">Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung</a></span> haben fünfzehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland Übergewicht, ein Drittel von ihnen sehr starkes. Mit schlimmen Folgen, wie eine neue Studie zeigt, denn Kinder können bekanntlich grausam sein. Wir haben einen Presseartikel der New York Times zu der Studie von vor zwei Wochen übersetzt, der Eltern dicker Kinder Grund zum Nachdenken geben sollte:</p>
<p>Schulkinder werden <strong>öfter gemobbt</strong>, wenn sie zu <strong>dick </strong>sind, und eine neue Studie zeigt auch genau wie oft: Sechzig Prozent häufiger, wenn das Kind starkes Übergewicht (Adipositas) hat und dreizehn Prozent häufiger, wenn es einfach nur Übergewicht hat.</p>
<p>Außerdem untersuchten die Forscher, ob Kinder mit Übergewicht aus bestimmten Bevölkerungsgruppen mehr gemobbt werden, und ob es bestimmte soziale Fähigkeiten oder <strong>andere Merkmale</strong> gibt, die sie davor schützen.</p>
<p><span id="more-2554"></span>Aber zu ihrer Überraschung stellten sie fest, das <strong>keiner</strong> dieser Faktoren einen <strong>Einfluss</strong> hatte. Dicke Kinder (der dritten bis sechsten Klasse) wurden mehr gemobbt, egal ob sie reich oder arm waren, Jungen oder Mädchen, weiß, schwarz oder spanischen Ursprungs, oder ob sie in einer Gegend mit einem hohen Anteil von übergewichtigen Kindern wohnten. Auch ob sie sozial gut angepasst oder gut in der Schule waren, spielte keine Rolle.</p>
<p>„Kinder mit Übergewicht wurden einfach mehr gemobbt als normalgewichtige Kinder. Keiner dieser Faktoren hatte den geringsten Einfluss”, sagt <em>Dr. Julie C. Lumeng</em>, die Assistant Professor für Pädiatrie an der <em>University of Michigan</em> in den USA ist und erste Autorin der Studie, die jetzt im Journal <em>Pediatrics</em> veröffentlicht wurde.</p>
<p>Sie sagt, <strong>Eltern</strong>, <strong>Lehrer</strong> und <strong>Betreuer</strong> müssen sich des Risikos bewusst sein und Opfern von Neckereien und Mobbing zur Seite stehen. Arbeitsgruppen zu Gewalt und Mobbing in der Schule sollten sich mehr bemühen, einer Duldung negativer Klischees von Kindern mit Übergewicht entgegenzutreten.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nytimes.com/2010/05/11/health/research/11child.html?partner=rss&amp;emc=rss" target="_blank">New York Times Health</a></span>, 10.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://pediatrics.aappublications.org/cgi/content/abstract/peds.2009-0774v1?maxtoshow=&amp;hits=10&amp;RESULTFORMAT=&amp;fulltext=lumeng&amp;searchid=1&amp;FIRSTINDEX=0&amp;sortspec=relevance&amp;resourcetype=HWCIT" target="_blank">Lumeng et al</a></span>. <em>Pediatrics</em>, 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist der Beitrag der Eltern zum Übergewicht ihrer Kinder?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-ist-der-beitrag-der-eltern-zum-ubergewicht-ihrer-kinder/" target="_self">Was ist der Beitrag der Eltern zum Übergewicht ihrer Kinder?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welche Auswirkungen hat Mobbing in der Schule auf die Zuschauer?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-mobbing-in-der-schule-auf-die-zuschauer/" target="_self">Welche Auswirkungen hat Mobbing in der Schule auf die Zuschauer?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/" target="_self">Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		<title>Rauchen Menschen mit Depressionen mehr als andere?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/rauchen-menschen-mit-depressionen-mehr-als-andere/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/rauchen-menschen-mit-depressionen-mehr-als-andere/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 May 2010 14:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2458</guid>
		<description><![CDATA[Menschen mit Depressionen rauchen mehr, was sicher zu manchen körperlichen Begleiterkrankungen der Patienten mit beitragen wird. Eine neue Studie hat nun den Zusammenhang zwischen Depressionen und Rauchen im Detail untersucht. Wir haben eine Pressemitteilung von Medical News Today zu der Studie vom April übersetzt, die die Frage aufwirft, inwieweit bei diesen Patienten Raucherentwöhnung und Depressionsbehandlung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2471" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Rauchen Menschen mit Depressionen mehr als andere" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Rauchen-Menschen-mit-Depressionen-mehr-als-andere.jpg" alt="Rauchen Menschen mit Depressionen mehr als andere" width="167" height="125" />Menschen mit Depressionen rauchen mehr, was sicher zu manchen körperlichen Begleiterkrankungen der Patienten mit beitragen wird. Eine neue Studie hat nun den Zusammenhang zwischen Depressionen und Rauchen im Detail untersucht. Wir haben eine Pressemitteilung von Medical News Today zu der Studie vom April übersetzt, die die Frage aufwirft, inwieweit bei diesen Patienten Raucherentwöhnung und Depressionsbehandlung Hand in Hand gehen sollten:</p>
<p><strong>Menschen mit Depressionen rauchen häufiger</strong> und auch <strong>stärker</strong> als Menschen, die keine Depressionen haben. Das zeigt ein neuer Bericht der US-Regierung, der zu dem Schluss kommt, dass spezielle Programme für Menschen mit Depressionen nötig sind, die ihnen helfen, das Rauchen aufzugeben.</p>
<p>Der Bericht, der am 14. April veröffentlicht wurde, beruht auf den landesweiten Umfragen zur Gesundheit und Ernährung der US-Bevölkerung, die von den <em>Centers for Disease Control and Prevention (CDC)</em> zwischen 2005 und 2008 durchführt wurden.</p>
<p><span id="more-2458"></span>Der Bericht des <em>National Centers for Health Statistics (NCHS)</em> der <em>CDC</em> beweist nicht, dass Rauchen Depressionen verursacht oder umgekehrt. Aber er zeigt einen engen Zusammenhang zwischen Rauchen und Depressionen bei US-Amerikanern, die zwanzig Jahre oder älter sind.</p>
<p>Nach den Umfragen, die 2005 bis 2008 durchgeführt wurden, hatten <strong>7 Prozent</strong> der Erwachsenen in den USA <strong>Depressionen</strong>.</p>
<p>Dabei fasste die Untersuchung den Begriff „Depression” weit und schloss darunter auch Menschen mit „leichten Depressionen” ein, die manche Symptome der Erkrankung haben aber keine Diagnose von klinischen Depressionen.</p>
<p>Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts sind:</p>
<p><strong>• </strong><strong>43 Prozent</strong> der Erwachsenen <strong>mit Depressionen rauchten</strong>, aber nur 22 Prozent der Erwachsenen ohne Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>Erwachsene mit Depressionen <strong>gaben</strong> das Rauchen <strong>seltener auf </strong>als Erwachsene ohne Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>Auch Erwachsene mit leichten Symptomen für Depressionen rauchten häufiger als Erwachsene ohne Symptome.</p>
<p><strong>• </strong><strong>Frauen</strong> mit Depressionen rauchten etwa so häufig wie Männer mit Depressionen. Dagegen rauchten Frauen ohne Depressionen seltener als Männer.</p>
<p><strong>• </strong>Bei Frauen waren die Unterschiede in der Altersgruppe von 20 bis 39 Jahren am größten, in der 50 Prozent der Frauen mit Depressionen rauchten, aber nur 21 Prozent der Frauen ohne Depressionen.</p>
<p><strong>•</strong> Bei Männern war der größte Unterschied in der Altersgruppe von 40 bis 54 Jahren, in der 55 Prozent der Männer mit Depressionen rauchten, verglichen mit 26 Prozent der Männer ohne Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>Menschen mit <strong>schweren </strong>Depressionen rauchten häufiger als Menschen mit leichten Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>Männer und Frauen mit Depressionen rauchten <strong>stärker</strong> als Menschen ohne Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>Von den Menschen mit Depressionen rauchten 28 Prozent mehr als ein Päckchen (20 Zigaretten) pro Tag, verglichen mit 15 Prozent der Menschen ohne Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>51 Prozent der Raucher mit Depressionen rauchten ihre erste Zigarette am Tag in den ersten fünf Minuten nach dem Aufstehen, aber nur 30 Prozent der Raucher ohne Depressionen. Außerdem rauchten Menschen mit Depressionen häufiger mehr als ein Päckchen pro Tag.</p>
<p>In ihrem Bericht zitieren <em>Laura Pratt </em>und <em>Debra Brody</em> die wenigen Studien, die untersucht haben, ob Menschen mit Depressionen das Rauchen erfolgreich aufgeben können. Aus diesen Studien geht hervor, dass Menschen mit Depressionen das Rauchen mit intensiver Unterstützung aufgeben können, ohne wieder anzufangen.</p>
<p>Diese intensiven Programme zur <strong>Raucherentwöhnung</strong> ähneln der <strong>Behandlung für Depressionen</strong> selbst, wie z.B. kognitive Verhaltenstherapie und Antidepressiva, schreiben die Autorinnen und kommen zu dem Schuss:</p>
<p>„Erwachsene mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen sind eine wichtige Untergruppe von Rauchern, auf die Programme zur Raucherentwöhnung abzielen sollten.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.medicalnewstoday.com/articles/185499.php" target="_blank">Medical News Today</a></span>, 15.4.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.cdc.gov/nchs/data/databriefs/db34.pdf" target="_blank">Pratt &amp; Brody</a></span>. <em>NCHS Data Brief No. 34</em>, April 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<title>Sind Mütter eher vor Suizid geschützt?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-mutter-eher-vor-suizid-geschutzt/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 09:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
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		<description><![CDATA[Kinder tragen zum Lebensinhalt und sozialen Rückhalt von Eltern mit bei. Eine neue Studie aus Taiwan zeigt, dass sich diese positive Wirkung auch in einer niedrigeren Selbstmordrate von Müttern ausdrückt. Wir haben die Pressemitteilung des Journalherausgebers von voriger Woche übersetzt:
Kinder zu haben, scheint Frauen vor Suizid zu schützen, denn Mütter von mehreren Kindern begehen seltener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2226" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Sind Mütter eher vor Suizid geschützt s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Sind-Mütter-eher-vor-Suizid-geschützt-s.jpg" alt="Sind Mütter eher vor Suizid geschützt s" width="167" height="125" />Kinder tragen zum Lebensinhalt und sozialen Rückhalt von Eltern mit bei. Eine neue Studie aus Taiwan zeigt, dass sich diese positive Wirkung auch in einer niedrigeren Selbstmordrate von Müttern ausdrückt. Wir haben die Pressemitteilung des Journalherausgebers von voriger Woche übersetzt:</p>
<p>Kinder zu haben, scheint Frauen vor Suizid zu schützen, denn <strong>Mütter</strong> von mehreren Kindern <strong>begehen seltener Selbstmord</strong>. Das zeigt eine Studie, die in der Märzausgabe des <em>CMAJ (Canadian Medical Association Journal)</em> erscheint.</p>
<p><span id="more-2183"></span>Die <strong>Studie</strong> untersuchte die Daten von fast 1,3 Millionen Frauen in <strong>Taiwan</strong>, um die Hypothese des Soziologen <em>Emile Durkheim</em> aus dem Jahre 1897 zu testen, dass Kinder Eltern einen Schutz vor Selbstmord bieten. Bei Frauen, die zwei oder mehr Kinder lebend geboren hatten, war Selbstmord um neununddreißig Prozent seltener als bei Frauen mit nur einem Kind. Die Selbstmordrate bei Müttern von drei oder mehr Kindern war sogar um sechzig Prozent niedriger. Für die Untersuchung wurden die <strong>Sterbestatistiken</strong> bis zum Stichtag 31. 12. 2007 ausgewertet für alle Frauen, die zwischen 1978 und 1987 ein Kind geboren hatten.</p>
<p>Bisher waren nur kleinere Untersuchungen in industrialisierten Ländern durchgeführt worden. Dagegen analysierte diese Studie eine große Anzahl von Selbstmordfällen (2252) und konnte einen <strong>statistisch signifikanten</strong> Effekt zeigen.</p>
<p>In <strong>Taiwan</strong> ist Selbstmord die achthäufigste Todesursache bei Männern und die neunthäufigste bei Frauen. Seit 1999 ist die Selbstmordrate stetig gestiegen. Im Vergleich dazu blieb die Selbstmordrate in den meisten <strong>westlichen Länder</strong> in den Neunzigerjahren gleich oder nahm ab. Das Verhältnis von Männern zu Frauen ist bei der Selbstmordrate vieler westlicher Länder größer als 3:1. Aber durch die hohe Selbstmordrate bei Frauen in Taiwan ist dort das Verhältnis 2:1. Außerdem sinken in westlichen Ländern die <strong>Selbstmordraten bei Frauen</strong>, während sie bei Männern steigen.</p>
<p>„Die Ergebnisse zeigen eine <strong>eindeutige Tendenz </strong>zu einer niedrigeren Selbstmordrate bei zunehmender Anzahl der Kinder, auch wenn man Einflüsse wie das Alter der Mutter bei der Geburt des ersten Kindes, den Ehestand, die Länge der schulischen Ausbildung und den Ort der Geburt berücksichtigt”, schreibt der Autor <em>Dr. Chun-Yuh Yang</em> von der <em>Medizinischen Universität Kaoshiung</em> in Taiwan. „Die Schutzwirkung der Geburt von Kindern vor einem Tod durch Selbstmord war viel größer als nach früheren Schätzungen. Das ist umso bemerkenswerter als die <strong>Frauen</strong> in dieser Studie <strong>jung</strong> waren (die allermeisten begingen Selbstmord vor dem Eintritt in die Menopause). Damit waren diese Frauen die jüngsten, die bis jetzt in irgendeinem Land untersucht wurden.“</p>
<p>Kinder zu haben, könnte einen Schutz vor Selbstmord bieten, weil Kinder das <strong>Selbstwertgefühl</strong> einer Mutter erhöhen. Kinder könnten Mütter auch emotional und materiell unterstützen und ihr eine positive gesellschaftliche Rolle geben. Darüber hinaus könnte Mutterschaft die <strong>Vernetzung</strong> und den <strong>Rückhalt</strong> von Frauen in der Gesellschaft fördern. Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Hypothese <em>Durkheims</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p>Pressemitteilung des <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-03/cmaj-mat031610.php" target="_blank">CMAJ</a></span>, 22.3.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.cmaj.ca/cgi/content/abstract/cmaj.090813v1" target="_blank">Yang</a></span>. CMAJ, März 2010</p>
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		<title>Machen gewalttätige Computerspiele aggressiv?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/machen-gewalttatige-computerspiele-aggressiv/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 11:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob es zwischen gewalttätigen Computer- und Videospielen und Aggressionen einen  Zusammenhang gibt, der auch ursächlich ist, gilt seit Langem als umstritten. Eine aktuelle Studie zeigt nun, die Spiele können Kinder tatsächlich aggressiv machen, aber nicht sehr. Ich habe einen Presseartikel der Universität von vorgestern übersetzt, in dem die Wissenschaftler Eltern raten, solche Spiele bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2047" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Machen gewalttätige Computerspiele aggressiv s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Machen-gewalttätige-Computerspiele-aggressiv-s.jpg" alt="Machen gewalttätige Computerspiele aggressiv s" width="167" height="125" />Ob es zwischen gewalttätigen Computer- und Videospielen und Aggressionen einen  Zusammenhang gibt, der auch ursächlich ist, gilt seit Langem als umstritten. Eine aktuelle Studie zeigt nun, die Spiele können Kinder tatsächlich aggressiv machen, aber nicht sehr. Ich habe einen Presseartikel der Universität von vorgestern übersetzt, in dem die Wissenschaftler Eltern raten, solche Spiele bei sich zu Hause zu verbieten:</p>
<p><em>Craig Anderson</em>, der Distinguished Professor für Psychologie an der <em>Iowa State University</em> in den USA ist, hat den größten Teil seiner Forschungskarriere den Auswirkungen gewalttätiger Videospiele auf das Verhalten von Jugendlichen gewidmet. Nun sagt er, dass seine neuste Studie, die Auswertung von 130 wissenschaftlichen Untersuchungen an insgesamt mehr als 130000 Kindern und Jugendlichen aus aller Welt, schlüssig beweist, dass <strong>gewalttätige Videospiele</strong> junge Menschen <strong>aggressiv machen</strong> und <strong>emotional abstumpfen</strong> lassen, und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht und Kulturkreis.</p>
<p><span id="more-2027"></span>Die Ergebnisse erscheinen in der Märzausgabe des <em>Psychological Bulletin</em>, einem Journal der American Psychological Association. Sie zeigen, dass das Spielen von gewalttätigen Videospielen ein <strong>Risikofaktor</strong> ist, der bei jungen Menschen ein verstärkt aggressives <strong>Denken</strong> und <strong>Handeln</strong> zur Folge hat und ihrem <strong>Einfühlungsvermögen</strong> und positiven <strong>Sozialverhalten</strong> schadet.</p>
<p>„Damit haben wir die letzten Zweifel ausgeräumt, ob die Forschung unabhängig von der <strong>Methode</strong> – das heißt durch Experimente, statistische Zusammenhänge oder Langzeitbeobachtungen – und unabhängig vom jeweiligen <strong>kulturellen Hintergrund</strong> der Studie (orientalisch oder westlich) zu den gleichen Ergebnissen kommt”, sagt <em>Anderson</em>, der auch Direktor des Centers for the Study of Violence der <em>Iowa State University</em> ist. „Und das Ergebnis ist, dass gewalttätige Videospiele die Wahrscheinlichkeit für aggressives Verhalten sowohl <strong>kurzfristig </strong>als auch <strong>langfristig</strong> erhöhen. Außerdem verstärken sie aggressives Denken und aggressive Gefühle und schaden einem positiven Sozialverhalten.“</p>
<p>An der Untersuchung waren acht Forscher beteiligt, darunter die Doktoranden <em>Edward Swing </em>und <em>Muniba Saleem</em> von der <em>Iowa State University</em> und <em>Brad Bushman</em>, der früher Professor für Psychologie an der <em>Iowa State University</em> war und jetzt an der <em>University of Michigan</em> lehrt. Auch die führenden Videospielforscher Japans – <em>Akiko Shibuya</em> von der <em>Keio-Universität</em> und <em>Nobuko Ihori </em>von der <em>Ochanomizu-Universität</em> – gehörten zum Team, ebenso wie <em>Hannah Rothstein</em>, eine anerkannte Kapazität auf dem Gebiet der Metaanalyse von der <em>City University of New York</em>.</p>
<p>Das Team benutzte Verfahren der <strong>Metaanalyse </strong>– statistische Methoden zur gemeinsamen Auswertung früherer Studien auf verwandten Forschungsgebieten – um die Auswirkungen gewalttätiger Videospiele auf das Verhalten, Denken und Empfinden von jungen Spielern im Grundschul- bis Oberstufenalter zu untersuchen.</p>
<p>Die Untersuchung schloss auch die Ergebnisse neuerer <strong>Langzeitstudien</strong> ein, die ebenfalls bestätigten, dass das Spielen gewalttätiger Videospiele ein Risikofaktor ist, der Langzeitschäden verursacht.</p>
<p>„Diese Auswirkungen sind nicht furchtbar groß – sie bestimmen nicht, ob sich jemand einer Gang anschließt oder nicht”, sagt <em>Anderson</em>. „Aber zu vernachlässigen sind sie auch nicht. Sie sind <strong>einer der Risikofaktoren</strong> für späteres aggressives Verhalten und andere negative Folgen. Und dies ist ein Risikofaktor, gegen den jeder Vater und jede Mutter leicht etwas unternehmen kann – zumindest leichter als gegen die meisten <strong>anderen</strong> bekannten Risikofaktoren für Aggressionen und Gewalt wie <strong>Armut</strong> oder die genetische <strong>Veranlagung</strong> eines Menschen.“</p>
<p>Die Untersuchung zeigte, dass Videospiele Auswirkungen haben, die in orientalischen wie westlichen Kulturen, bei Jungen und Mädchen und in allen Altersgruppen deutlich werden. Obwohl es plausible theoretische Gründe gibt, warum man größere Langzeitschäden bei jüngeren Kindern vor dem Teenageralter erwarten sollte, war ein solcher <strong>Einfluss</strong> durch das <strong>Alter kaum</strong> erkennbar.</p>
<p>Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass ihre Ergebnisse wichtige Konsequenzen für politische Diskussionen in der Öffentlichkeit haben, darunter für die Entwicklung und Prüfung von Strategien, um die schädlichen Auswirkungen von gewalttätigen Videospielen einzudämmen.</p>
<p>„Was die öffentliche Diskussion angeht, sollten wir jetzt nicht mehr weiter fragen: ,Gibt es reale und ernst zu nehmende Auswirkungen?’ Diese Frage ist beantwortet, und zwar wiederholt”, sagt <em>Anderson</em>. „Jetzt sollten wir den nächsten Schritt machen und eine konstruktivere Frage stellen, nämlich: ,Wie können wir es Eltern leichter machen – im Rahmen ihrer Kultur, Gesellschaft und der jeweiligen Rechtslage – ihren Kindern eine gesündere Kindheit zu bieten?’“</p>
<p>Aber <em>Anderson</em> weiß auch, dass die Erarbeitung und Umsetzung wirksamer neuer politischer Strategien Zeit in Anspruch nehmen wird. Und bis dahin können <strong>Eltern</strong> viel tun, um ihre <strong>Kinder zu Hause</strong> zu schützen.</p>
<p>„Genauso wie Sie die Ernährung Ihres Kindes bestimmen, und was Sie ihnen zu Hause zu essen geben, können Sie auch den Inhalt der <strong>Videospiele kontrollieren</strong>, die sie bei Ihnen zu Hause haben”, sagt er. „Und Sie sollten ihnen auch erklären können, warum bestimmte Spiele zu Hause nicht erlaubt sind – und so Ihre eigenen <strong>Wertvorstellungen vermitteln</strong>. Sie sollten ihnen beibringen, dass man immer nach konstruktiveren Lösungen für Meinungsverschiedenheiten und Streit suchen sollte.“</p>
<p><em>Anderson</em> sagt, seine neuste Studie könnte seine letzte Metaanalyse zu gewalttätigen Videospielen sein, weil die Ergebnisse so eindeutig sind. Vor allem in Anerkennung seiner umfangreichen Forschungsarbeiten über die Auswirkungen gewalttätiger Videospiele wurde <em>Anderson</em> 2010 zu einem der drei Distinguished Scientist Lecturers der American Psychological Association gewählt. Im Oktober wird er einen Festvortrag auf der Tagung der New England Psychological Association (NEPA) in Colchester, Vermont in den USA halten.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.news.iastate.edu/news/2010/mar/vvgeffects" target="_blank">Iowa State University News</a></span>, 1.3.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20192553" target="_blank">Anderson et al</a></span>. Psychological Bulletin 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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