<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"
>

<channel>
	<title>Psychologie aktuell &#187; Prävention</title>
	<atom:link href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/tag/pravention/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog</link>
	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
	<lastBuildDate>Sat, 31 Jul 2010 21:02:47 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<!-- podcast_generator="Blubrry PowerPress/1.0.6" mode="advanced" entry="normal" -->
	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
	<itunes:explicit>no</itunes:explicit>
	<itunes:image href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/powerpress/podcast_psychologie_aktuell.jpg" />
	<itunes:owner>
		<itunes:name>Psychologie aktuell</itunes:name>
		<itunes:email>stefanshaw@praxis-dr-shaw.de</itunes:email>
	</itunes:owner>
	<managingEditor>stefanshaw@praxis-dr-shaw.de (Psychologie aktuell)</managingEditor>
	<copyright>Praxis Dr. Shaw</copyright>
	<itunes:subtitle>Psychologie &amp; Psychotherapie</itunes:subtitle>
	<itunes:keywords>psychologie, psychology, verhaltenstherapie, cognitive behavioral therapy, burn-out, adhs, depressionen, glücksforschung, partnerschaft</itunes:keywords>
	<image>
		<title>Psychologie aktuell &#187; Prävention</title>
		<url>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/plugins/powerpress/rss_default.jpg</url>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog</link>
	</image>
	<itunes:category text="Science &amp; Medicine">
		<itunes:category text="Medicine" />
	</itunes:category>
	<itunes:category text="Health" />
	<itunes:category text="Science &amp; Medicine">
		<itunes:category text="Social Sciences" />
	</itunes:category>
		<item>
		<title>Lässt sich Alkoholabhängigkeit durch Sport bekämpfen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-alkoholabhangigkeit-durch-sport-bekampfen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-alkoholabhangigkeit-durch-sport-bekampfen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 08:17:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schlafstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik & Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2905</guid>
		<description><![CDATA[Sport kann zur Unterstützung bei der Behandlung der verschiedensten psychischen Erkrankungen eingesetzt werden, unter anderem, weil er die Stimmung hebt. Eine neue Untersuchung zeigt, dass Sport auch in der Suchttherapie als eine Art natürliche und gesunde Ersatz-„Droge“ wirken könnte. Wir haben eine Presseerklärung der Nachrichtenagentur EurekAlert zu der Studie vom Juni übersetzt, die die Wechselwirkungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2922" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Lässt sich Alkoholabhängigkeit durch Sport bekämpfen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Lässt-sich-Alkoholabhängigkeit-durch-Sport-bekämpfen.jpg" alt="Lässt sich Alkoholabhängigkeit durch Sport bekämpfen" width="130" height="173" />Sport kann zur Unterstützung bei der Behandlung der verschiedensten psychischen Erkrankungen eingesetzt werden, unter anderem, weil er die Stimmung hebt. Eine neue Untersuchung zeigt, dass Sport auch in der Suchttherapie als eine Art natürliche und gesunde Ersatz-„Droge“ wirken könnte. Wir haben eine Presseerklärung der Nachrichtenagentur EurekAlert zu der Studie vom Juni übersetzt, die die Wechselwirkungen von Sport, Schlafstörungen und Alkoholmissbrauch untersucht hat:</p>
<p><strong>Alkoholmissbrauch</strong> hat eine sehr störende Wirkung auf den <strong>circadianen Rhythmus</strong> (Tag-Nachtrhythmus), aber Störungen des circadianen Rhythmus’ können auch zu Alkoholmissbrauch und zu einem Rückfall bei abstinenten Alkoholikern führen. Die circadiane zeitliche Anpassung wird bei Säugetieren durch Licht und andere Einflüsse wie Essen, soziale Interaktionen und körperliche Aktivität reguliert. Eine neue Studie über den Zusammenhang von Alkoholkonsum und Radlaufen bei Hamstern hat gezeigt, dass <strong>Sport </strong>eine effektive Methode sein könnte, um den Alkoholkonsum bei Menschen zu reduzieren.</p>
<p>Die Ergebnisse werden in der Septemberausgabe des Journals <em>Alcoholism: Clinical &amp; Experimental Research</em> veröffentlicht, sind aber bereits online zu lesen.</p>
<p><span id="more-2905"></span>„Die <strong>Kennzeichen</strong> von <strong>Alkoholmissbrauch</strong> sind ein Verlangen nach und Konsum von Alkohol, die zur Gewohnheit werden, und dass ein Mensch ohne Alkohol im Alltag nicht mehr normal zurechtkommen kann. Er wirkt sich störend auf die zeitliche Anpassung und Stabilisierung der <strong>circadianen Tagesrhythmen</strong> aus – wann wir schlafen, essen und Sex haben – die von der circadianen Uhr im Gehirn bestimmt werden”, erklärt der Leiter der Studie <em>J. David Glass</em>, Professor für Biowissenschaften an der <em>Kent State University</em> in den USA.</p>
<p>„Wenn sie ständig <strong>Alkohol </strong>zu sich nehmen, können Leute zu früh oder zu spät <strong>ins Bett gehen</strong>, die Nacht nicht durchschlafen und ungewöhnliche <strong>Essgewohnheiten</strong> entwickeln wie tagsüber wenig essen und/oder spät abends zu viel essen. Das kann bei ihrem Trinkverhalten zu einem Teufelskreis führen, weil diese Leute mit erhöhtem Alkoholkonsum reagieren, um besser einzuschlafen, nur um dann über noch schlechteren Nachtsschlaf zu klagen und außerdem ein stärkeres Verlangen nach Alkohol zu haben”, sagt <em>Glass</em>.</p>
<p>Mit anderen Worten, sagt <em>Alan M. Rosenwasser</em>, Professor für Psychologie an der <em>University of Maine </em>in den USA, chronischer Alkoholmissbrauch und ein gestörter circadianer Rhythmus stehen in einem destruktiven Verhältnis zueinander und haben negative Auswirkungen auf die körperliche und emotionale Gesundheit. „Daher ist es sehr interessant, dass der Zugang zu <strong>Laufrädern</strong> und anderen Arten freiwilliger körperlicher Betätigung bei <strong>Tierexperimenten</strong> zu einem wichtigen Umweltfaktor geworden sind, der die Gesundheit des Gehirns, circadiane Rhythmen und das emotionale Wohlbefinden beeinflusst”, sagt er.</p>
<p><em>Glass</em> stimmt dem zu weist darauf hin, dass <strong>körperliche Betätigung</strong> wichtig für die lichtunabhängige Regulation der circadianen <strong>zeitlichen Anpassung</strong> ist. „Wenn man die körperliche Aktivität von Tieren einschränkt”, sagt er, „zum Beispiel indem man ihnen wie in dieser Studie kein Laufrad gibt, hat das eine eindeutig stimulierende Wirkung auf ihren <strong>Alkoholkonsum</strong>.”</p>
<p>In ihrer <strong>Studie </strong>untersuchten <em>Glass</em> und seine Mitarbeiter drei Faktoren: den Einfluss des <strong>Radlaufens</strong> auf den chronischen freiwilligen Konsum von Trinkwasser mit <strong>Alkohol</strong> (20 Volumenprozent); den Einfluss des Alkoholkonsums auf das Radlaufen bei Hamstern, die vorher noch nie Alkohol getrunken hatten; und den Einfluss von <strong>Dauerlicht</strong> (LL) sowohl auf den Alkoholkonsum als auch auf das Radlaufen.</p>
<p>„In dieser Untersuchung stellten wir fest, je mehr die Hamster liefen, desto geringer war ihr Alkoholkonsum”, sagt <em>Glass</em>. „Die <strong>,fauleren’ Hamster</strong>, die nicht so viel liefen, hatten ein größeres Verlangen nach Alkohol und <strong>tranken mehr</strong>. Das zeigt, dass körperliche Betätigung eine effektive, nützliche und nicht-medikamentöse Behandlungsmethode für Alkoholismus sein könnte.”</p>
<p>„<strong>Alkoholkonsum </strong>und freiwillige <strong>körperliche Betätigung</strong> scheinen zwei Verhaltensweise zu sein, die von Natur aus <strong>belohnend</strong> sind”, fügt <em>Rosenwasser</em> hinzu, „und die belohnenden Effekte dieser beiden Verhaltensweisen könnten teilweise <strong>austauschbar</strong> sein. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass die beiden Verhaltensweisen von überlappenden Systemen im Gehirn reguliert werden.”</p>
<p><em>Glass </em>ist auch dieser Meinung und merkt an, dass körperliche Betätigung scheinbar ähnliche Veränderungen der Gehirnchemie wie Alkohol hervorrufen kann. „<strong>Dopamin</strong> ist die wichtigste chemische Substanz, die im Gehirn als Antwort auf jede Art von <strong>Belohnung</strong> wie Sport, Drogen, Essen und Sex freigesetzt wird”, sagt er. „Für Menschen könnte <strong>Sport</strong> ein effektiver, nützlicher und auf natürliche Weise belohnender <strong>Ersatz</strong> für jede Art von <strong>Sucht </strong>sein. Er könnte auch das Suchtrisiko bei Menschen mit einer Familiengeschichte von Sucht vermindern und außerdem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Störungen der Stimmungslage erheblich senken. Aber wie bei allen Belohnungen sollte man Sport in Maßen treiben, sodass er das normale Alltagsleben eines Menschen nicht beeinträchtigt.”</p>
<p>Ein zweites wichtiges Ergebnis war, dass Hamster, die empfindlicher auf den störenden Einfluss von <strong>Dauerlicht</strong> auf circadiane Rhythmen reagierten, auch ein geringeres Verlangen nach Alkohol hatten. „Daher könnte es eine genetische <strong>Veranlagung </strong>geben, die <strong>Alkoholabhängigkeit</strong> und –missbrauch zugrunde liegt und sich unter Bedingungen zeigt, die den circadianen Rhythmus stören”, sagt <em>Glass</em>, „wie Schichtarbeit, Schlafstörungen oder wiederholter Jetlag.”</p>
<p>„Mehrere Forschungsgruppen haben in letzter Zeit ein Interesse für die Zusammenhänge zwischen <strong>circadianen Uhren</strong>, <strong>Sport</strong> und <strong>Alkohol</strong>- und Drogenmissbrauch entwickelt”, sagt <em>Rosenwasser</em>. „Im Allgemeinen haben die Untersuchungen auf diesem Gebiet gezeigt, dass Alkoholmissbrauch einen sehr störenden Einfluss auf biologische Rhythmen haben kann, dass diese Störungen späteren Alkoholmissbrauch begünstigen können, und dass Sport ein wichtiger Umweltfaktor ist, der sowohl circadiane Rhythmen als auch den Alkoholkonsum beeinflusst. Diese Studien haben zu mehreren neuen Richtungen in der Alkoholforschung geführt und geben Anlass zu der Hoffnung, dass <strong>Behandlungsmethoden </strong>entwickelt werden können, die von circadianen Rhythmen und/oder Sport Gebrauch machen, um das Management der ernsten und behindernden Begleiterkrankungen von exzessivem Trinken zu verbessern.”</p>
<p>„Viele in der Öffentlichkeit aber auch viele Ärzte betrachten <strong>Alkoholmissbrauch</strong> und Alkoholsucht immer noch als Charakterschwäche und mangelnde ,Willensstärke’”, sagt <em>Rosenwasser</em>. „Ergebnisse wie diese helfen, Alkoholmissbrauch-Erkrankungen in einen weiteren biologischen Kontext zu stellen, und zeigen, dass sowohl <strong>physiologische</strong> als auch <strong>Umweltfaktoren</strong> zu exzessivem Alkoholkonsum beitragen. Deshalb müssen diese physiologischen und Umweltfaktoren untersucht werden, um Alkoholmissbrauch und andere Formen exzessiven Verhaltens effektiv kontrollieren zu können.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-06/ace-emb061410.php" target="_blank">EurekAlert</a></span>!, 21.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/123549368/abstract" target="_blank">Hammer et al</a></span>. <em>Alcoholism: Clinical &amp; Experimental Research</em>, 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann Paartherapie alkoholkranken Frauen eher helfen als individuelle Verhaltenstherapie?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-paartherapie-alkoholkranken-frauen-eher-helfen-als-individuelle-verhaltenstherapie/" target="_self">Kann Paartherapie alkoholkranken Frauen eher helfen als individuelle Verhaltenstherapie?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was kann man gegen Schlafstörungen tun?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-kann-man-gegen-schlafstorungen-tun/" target="_self">Was kann man gegen Schlafstörungen tun?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lassen sich Ängste und Depressionen durch körperliche Bewegung therapieren?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-angste-und-depressionen-durch-korperliche-bewegung-therapieren/" target="_self">Lassen sich Ängste und Depressionen durch körperliche Bewegung therapieren?</a></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/suchterkrankungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/schlafstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Schlafstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-alkoholabhangigkeit-durch-sport-bekampfen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie kann das Internet den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten verbessern?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-kann-das-internet-den-zugang-zu-psychotherapeutischen-angeboten-verbessern/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-kann-das-internet-den-zugang-zu-psychotherapeutischen-angeboten-verbessern/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 18:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online-Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2793</guid>
		<description><![CDATA[Computer sind aus der Medizin heute kaum noch wegzudenken. Trotzdem haben viele Patienten Vorbehalte gegen die Nutzung des Internets als Hilfe bei der Behandlung psychischer Erkrankungen. Ein aktueller Artikel bietet einen Überblick über die möglichen Vorteile des Internets in der Patientenversorgung aus gesundheitspolitischer Sicht. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers zu dem Artikel von Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2807" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie kann das Internet den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten verbessern" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Wie-kann-das-Internet-den-Zugang-zu-psychotherapeutischen-Angeboten-verbessern.jpg" alt="Wie kann das Internet den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten verbessern" width="167" height="125" />Computer sind aus der Medizin heute kaum noch wegzudenken. Trotzdem haben viele Patienten Vorbehalte gegen die Nutzung des Internets als Hilfe bei der Behandlung psychischer Erkrankungen. Ein aktueller Artikel bietet einen Überblick über die möglichen Vorteile des Internets in der Patientenversorgung aus gesundheitspolitischer Sicht. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers zu dem Artikel von Anfang Juni übersetzt, der Teil einer Sonderausgabe zu diesem Thema ist:</p>
<p>Ein innovativer Service über das Internet kann helfen, <strong>Hindernisse</strong> beim <strong>Zugang</strong> zur psychiatrischen Gesundheitsversorgung abzubauen. Zu diesem Schluss kommt ein Artikel, der in einem Supplement des <em>Medical Journals of Australia</em> erschien, das von der <em>Australian Medical Association</em> herausgegeben wird.</p>
<p><span id="more-2793"></span>Das Supplement mit dem Titel „Das Angebot <strong>zeitgemäßer Behandlungen</strong>: die Auswirkungen des Internets auf die psychische Gesundheit” ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Forschern des <em>Centres for Mental Health Research</em> an der <em>Australian National University</em> und des <em>Brain &amp; Mind Research Institutes</em> an der <em>University of Sydney</em>.</p>
<p><em>Prof. Helen Christensen</em>, Direktorin des <em>Centres for Mental Health Research</em>, und <em>Prof. Ian Hickie</em>, Geschäftsführer des <em>Brain &amp; Mind Research Institutes</em>, schreiben, dass ein Serviceangebot über das Internet traditionelle <strong>geografische</strong>, <strong>psychologische </strong>und <strong>finanzielle Hürden</strong> für den Zugang zu psychiatrischen Gesundheitsdiensten überwinden kann. Außerdem kann es die Gesamtkosten des Angebots senken und das <strong>Personal</strong> der Gesundheitsdienste <strong>entlasten</strong>.</p>
<p>„Eine spürbare Investition unserer Nation in elektronische psychiatrische Gesundheitsdienste würde nicht nur der <strong>Vorsorge </strong>und <strong>frühzeitigen Behandlung</strong> sehr zugutekommen. Sie wäre auch ein Beitrag dazu, etwas gegen die grundsätzlichen Mängel beim Zugang zu psychiatrischen Gesundheitsdiensten in diesem Land zu unternehmen”, schreiben sie.</p>
<p><em>Profs. Christensen </em>und <em>Hickie</em> schreiben, dass in Australien in den letzten Jahren die Zahl der Erwachsenen mit akuten psychiatrischen Problemen, die <strong>traditionelle Gesundheitsdienste</strong> in Anspruch nehmen, nicht gestiegen ist. Das steht im Widerspruch zum scheinbaren Erfolg von <strong>öffentlichen Kampagnen</strong>, die dafür warben, bei psychiatrischen Problemen Hilfe zu suchen, und manchen tief greifenden Veränderungen beim Angebot medizinischer und psychologischer Behandlungen in der gesundheitlichen Grundversorgung.</p>
<p>„Tatsächlich machen die Strukturen, Verteilung und Kosten, auf die sich unsere primären und sekundären Gesundheitsdienste stützen, sie relativ schwer zugänglich für viele, die sie brauchen”, schreiben <em>Profs. Christensen</em> und <em>Hickie</em>.</p>
<p>„Trotz der überzeugenden Argumente für eine frühzeitige Behandlung psychiatrischer Probleme bei <strong>Jugendlichen</strong>, sind sie die Gruppe, die das gegenwärtige System am meisten vernachlässigt.”</p>
<p>„Aber gerade junge Menschen mit Schwierigkeiten suchen immer häufiger informelle und formelle Hilfe online.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.ama.com.au/node/5665" target="_blank">Australian Medical Association</a></span>, 6.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.mja.com.au/public/issues/192_11_070610/contents_suppl_070610.html" target="_blank">Medical Journal of Australia</a></span>, Supplement Juni 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Online-Therapie bei chronischen Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hilft-online-therapie-bei-chronischen-schlafstorungen/" target="_self">Wie hilft Online-Therapie bei chronischen Schlafstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-panikattacken-und-depressionen-wirksam/" target="_self">Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hilft-online-therapie-bei-depressionen/" target="_self">Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Näheres zur Online-Beratung der Praxis Dr. Shaw" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/online-therapie.php" target="_self">Näheres zur Online-Beratung der Praxis Dr. Shaw</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-kann-das-internet-den-zugang-zu-psychotherapeutischen-angeboten-verbessern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern: Was ist der Zusammenhang?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/depressive-symptome-und-ubergewicht-bei-teenagern-was-ist-der-zusammenhang/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/depressive-symptome-und-ubergewicht-bei-teenagern-was-ist-der-zusammenhang/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 13:25:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2704</guid>
		<description><![CDATA[Essstörungen (von Anorexie bis Fettsucht) sind ein häufiges Symptom bei Patienten mit Depressionen. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt nun, dass Essstörungen der Entwicklung von Depressionen auch vorausgehen können. Wir haben eine Presseerklärung der Universität von vor drei Wochen zu der Studie übersetzt, die wichtige Konsequenzen für die Prävention und Behandlung von Depressionen bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2709" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Depressive-Symptome-und-Übergewicht-bei-Teenagern-Was-ist-der-Zusammenhang.jpg" alt="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" width="125" height="195" />Essstörungen (von Anorexie bis Fettsucht) sind ein häufiges Symptom bei Patienten mit Depressionen. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt nun, dass Essstörungen der Entwicklung von Depressionen auch vorausgehen können. Wir haben eine Presseerklärung der Universität von vor drei Wochen zu der Studie übersetzt, die wichtige Konsequenzen für die Prävention und Behandlung von Depressionen bei manchen Patienten haben könnte:</p>
<p>Eine Studie unter Leitung von <em>Dr. Kerri Boutelle</em>, Associate Professor für Pädiatrie und Psychiatrie an der School of Medicine der <em>University of California</em> in San Diego, hat gezeigt, dass <strong>Adipositas</strong> (krankhaftes Übergewicht) das <strong>Risiko</strong> für die Entwicklung von <strong>Depressionssymptomen</strong> erhöht, nicht jedoch das Risiko für klinische Depressionen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Adipositas bei manchen jungen Mädchen zur Entwicklung von Depressionen beitragen könnte.</p>
<p>„Das ist insofern von Bedeutung als Depressionssymptome als ein Vorläufer von klinischen Depressionen gelten”, sagt <em>Boutelle</em>.</p>
<p><span id="more-2704"></span>Nach Informationen der Centers for Disease and Prevention hat sich in den USA die Häufigkeit von <strong>Adipositas </strong>bei Kindern in den letzten dreißig Jahren mehr als verdreifacht. So nahm die Häufigkeit von Adipositas bei <strong>Jugendlichen</strong> im Alter von zwölf bis neunzehn Jahren von fünf auf achtzehn Prozent im Jahre 2008 zu. Weiter zeigte die National Survey on Drug Use and Health, eine regelmäßig im Auftrag der US-Gesundheitsbehörden erhobene Statistik, dass im Jahre 2007 zwei Millionen Jugendliche im Alter von zwölf bis siebzehn Jahren mindestens eine Episode von <strong>klinischen Depressionen</strong> hatten.</p>
<p>Bekanntlich sind die <strong>Teenagerjahre</strong> eine Phase im Leben junger Menschen, die oft von <strong>Stimmungsschwankungen </strong>geprägt ist. <em>Boutelle</em> und ihre Mitarbeiter von der <em>University of California</em>, der <em>University of Minnesota</em> und dem <em>Oregon Research Institute</em> untersuchten daher, ob Adipositas zur Entwicklung von Depressionen bei Jugendlichen beiträgt. Die umgekehrte Wirkung, dass Depressionen das Risiko für Adipositas erhöhen, ist bereits gut dokumentiert. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Maiausgabe von <em>Health Psychology</em> veröffentlicht.</p>
<p>Für die <strong>Studie</strong> befragten die Forscher fast fünfhundert Mädchen im Alter von dreizehn bis sechzehn Jahren und von unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Dabei verwendeten sie das K-SADS (Schedule for Affective Disorders and Schizophrenia for School-Age Children), ein strukturiertes psychiatrisches <strong>Interview</strong>, das <strong>Stimmungsstörungen</strong> bei Kindern und Jugendlichen feststellen kann. Eine Diagnose von klinischen Depressionen wurde gestellt, wenn die Mädchen mindestens fünf Symptome mit einem bestimmten Schweregrad hatten. Die Interviews wurden vier Jahre lang alle zwölf Monate durchgeführt und dabei das Gewicht und die Größe der Mädchen bestimmt. Die Ergebnisse zeigten, dass Mädchen mit <strong>Adipositas</strong> bei den anfänglichen Untersuchungen <strong>später</strong> gehäuft <strong>Symptome von Depressionen</strong> entwickelten. Klinische Depressionen waren bei diesen Mädchen später jedoch nicht häufiger.</p>
<p>„Aufgrund der Ergebnisse raten wir Eltern, Lehrern und Ärzten, bei Mädchen mit Übergewicht oder Adipositas auf Symptome von Depressionen zu achten und sie gegebenenfalls eingehend untersuchen zu lassen“, sagt <em>Boutelle</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://health.ucsd.edu/news/2010/5-24-teen-obesity.htm" target="_blank">University of California San Diego</a></span>, 24.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psycnet.apa.org/journals/hea/29/3/293/" target="_blank">Boutelle et al</a></span>. <em>Health Psychology</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben Eltern Einfluss auf das Entstehen von Esstörungen bei ihren Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-eltern-einfluss-auf-das-entstehen-von-esstorungen-bei-ihren-kindern/" target="_self">Haben Eltern Einfluss auf das Entstehen von Esstörungen bei ihren Kindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-ubergewichtige-kinder-haufiger-gemobbt-als-andere/" target="_self">Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen von Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/depressionen-bei-kindern.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen von Kindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/depressive-symptome-und-ubergewicht-bei-teenagern-was-ist-der-zusammenhang/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fernsehen bei Kleinkindern: Was sind die Folgen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/fernsehen-bei-kleinkindern-was-sind-die-folgen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/fernsehen-bei-kleinkindern-was-sind-die-folgen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 19:41:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2583</guid>
		<description><![CDATA[Ob und wie sehr fernsehen kleinen Kindern schadet, ist unter Eltern und Forschern umstritten. Eine aktuelle Studie hat eine Vielzahl von negativen Einflüssen des Fernsehens auf die Entwicklung von Kindern gezeigt. Diese Effekte sind alle nicht groß, aber ihr Trend ist eindeutig, und er ist negativ. Wir haben die Pressemitteilung der Universität zu der Studie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2674" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Fernsehen bei Kleinkindern - Was sind die Folgen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Fernsehen-bei-Kleinkindern-Was-sind-die-Folgen.jpg" alt="Fernsehen bei Kleinkindern - Was sind die Folgen" width="167" height="125" />Ob und wie sehr fernsehen kleinen Kindern schadet, ist unter Eltern und Forschern umstritten. Eine aktuelle Studie hat eine Vielzahl von negativen Einflüssen des Fernsehens auf die Entwicklung von Kindern gezeigt. Diese Effekte sind alle nicht groß, aber ihr Trend ist eindeutig, und er ist negativ. Wir haben die Pressemitteilung der Universität zu der Studie vom Mai übersetzt, die zu dem Schluss kommt, je weniger fernsehen desto besser:</p>
<p>Möchten Sie Kinder haben, die schlauer sind und weniger dick? Dann lassen Sie Ihre Kinder im Vorschulalter nicht so viel fernsehen. Das zeigt eine schockierende Studie von Kinderexperten an der <em>Université de Montréal</em>, dem Forschungszentrum des <em>CHU Sainte-Justine</em> in Kanada und der <em>University of Michigan</em> in den USA, die jetzt in den <em>Archives of Pediatrics &amp; Adolescent Medicine</em> veröffentlicht wurde. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass ein <strong>hoher Fernsehkonsum</strong> im Alter von zwei Jahren negative Folgen für Kinder hat, von <strong>mangelnder schulischer Anpassung</strong> bis zu <strong>ungesunden Verhaltensweisen</strong>.</p>
<p><span id="more-2583"></span>„Wir stellten fest, dass jede Stunde, die sie im Vorschulalter länger fernsahen, einen <strong>negativen Einfluss</strong> auf die <strong>Entwicklung</strong> von Kindern hatte. Sie beteiligten sich später weniger am Unterricht, konnten schlechter rechnen und wurden häufiger von ihren Klassenkameraden diskriminiert. Sie bewegten sich weniger, aßen mehr Junkfood, und schließlich hatten sie auch einen höheren Body Mass Index”, sagt die Leiterin der Studie <em>Dr. Linda S. Pagani</em>, eine Professorin für Psychosoziologie an der <em>Université de Montréal</em> und Mitarbeiterin am Forschungszentrum des <em>CHU Sainte-Justine</em>.</p>
<p>Das Ziel der Studie war zu untersuchen, wie sich der <strong>Fernsehkonsum</strong> bei Zweijährigen auf ihren späteren <strong>schulischen Erfolg</strong>, ihre <strong>Verhaltensweisen</strong> und allgemein auf ihren <strong>Umgang mit anderen</strong> Kindern auswirkt. „Im Alter von zwei bis vier Jahren verzögerte jedes bisschen mehr Fernsehen die spätere Entwicklung“, sagt <em>Dr. Pagani</em>.</p>
<p>Die <strong>Studie</strong> untersuchte insgesamt 1314 Kinder, die an einer Langzeitstudie über Umwelteinflüsse auf die Entwicklung von Kindern in Quebec teilnahmen. Die Eltern wurden befragt, wie viel Fernsehen ihre Kinder im Alter von neunundzwanzig beziehungsweise dreiundfünfzig Monaten sahen. Die Lehrer bewerteten die akademischen Leistungen ihrer Schüler, ihr psychosoziales Verhalten und ihr Gesundheitsbewusstsein. Der Body Mass Index (BMI) der Kinder wurde im Alter von zehn Jahren gemessen.</p>
<p>„Die <strong>frühe Kindheit</strong> ist eine entscheidende Phase für die Entwicklung des Gehirns und des Verhaltens&#8221;, gibt <em>Dr. Pagani</em> zu bedenken. „In diesem Alter kann viel fernsehen zu <strong>Angewohnheiten</strong> führen, die später der Gesundheit schaden. Trotz der klaren Empfehlungen der American Academy of Pediatrics, die zu weniger als zwei Stunden Fernsehen pro Tag rät – und zwar über das Alter von zwei Jahren hinaus – kennen viele Eltern nicht die Fakten und sind sich der Existenz solcher Richtlinien nicht bewusst.”</p>
<p>Die Untersuchung zeigte zahlreiche <strong>Spätfolgen</strong> für Kinder, die im Vorschulalter zu viel ferngesehen hatten:</p>
<p>sieben Prozent schwächere <strong>Beteiligung am Unterricht</strong><br />
sechs Prozent schlechtere Leistungen in Mathematik (aber keine negativen Auswirkungen auf die spätere Lesefähigkeit)<br />
zehn Prozent häufigere <strong>Diskriminierung</strong> durch Klassenkameraden (Ablehnung durch Gleichaltrige, gehänselt werden, physische oder verbale Aggressionen von Mitschülern)<br />
dreizehn Prozent weniger <strong>körperliche Aktivität</strong> am Wochenende<br />
neun Prozent weniger körperliche Aktivität insgesamt<br />
neun Prozent höherer Konsum von Softdrinks<br />
zehn Prozent höherer Konsum von Snacks<br />
fünf Prozent höherer <strong>BMI</strong></p>
<p>„Wir hatten erwartet, dass die Auswirkungen frühen Fernsehkonsums siebeneinhalb Jahre später in der Kindheit nicht mehr sichtbar sein würden. Daher ist die Beobachtung solcher <strong>anhaltender, negativer Effekte</strong> äußerst beunruhigend“, sagt <em>Dr. Pagani</em>. „Unsere Ergebnisse sind ein zwingendes Argument für eine öffentliche Gesundheitspolitik, die einen übertrieben hohen Fernsehkonsum in der frühen Kindheit entgegenwirkt und eine Aufforderung an Eltern, sich an den Richtlinien der American Academy of Pediatrics zum Fernsehkonsum zu orientieren.“</p>
<p>Da Fernsehkonsum einen Lebensstil mit wenig Bewegung fördert, sagt <em>Dr. Pagani</em>, sollten Kleinkinder nicht unbegrenzt fernsehen dürfen, um eine <strong>Entwicklung passiver</strong> geistiger und physischer <strong>Angewohnheiten</strong> zu vermeiden, die Kinder später beibehalten: „Es ist gesunder Menschenverstand, dass Fernsehkonsum Zeit in Anspruch nimmt, die Kinder mit anderen entwicklungsfördernden Aktivitäten und Aufgaben verbringen könnten, die gut für ihre geistige Entwicklung sind und die ihres Verhaltens und ihrer Motorik.“</p>
<p>Sie fügt hinzu, „Das Besondere an dieser Studie ist, dass sie Vermutungen bestätigt, die schon seit Langem geäußert werden, aber bis jetzt nur für den einen oder anderen Aspekt durch kleinere Untersuchungen belegt waren. Dagegen geht diese Studie die Frage systematisch an und untersucht viele Faktoren wie Eltern, Gesundheit und soziale Aspekte zusammen.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nouvelles.umontreal.ca/udem-news/news/20100503-toddlers-tv-early-exposure-has-negative-and-long-term-impact.html" target="_blank">UdeMNouvelles</a></span>, 3.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://archpedi.ama-assn.org/cgi/content/abstract/164/5/425?maxtoshow=&amp;hits=10&amp;RESULTFORMAT=&amp;fulltext=Pagani&amp;searchid=1&amp;FIRSTINDEX=0&amp;resourcetype=HWCIT" target="_blank">Pagani et al</a></span>. <em>Archives of Pediatrics &amp; Adolescent Medicine</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Macht Fernsehen depressiv?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-fernsehen-kinder-depressiv/" target="_self">Macht Fernsehen depressiv?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Fernsehen für Kinder unter 2 Jahren schädlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-fernsehen-fur-kinder-unter-2-jahre-schadlich/" target="_self">Ist Fernsehen für Kinder unter 2 Jahren schädlich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist der Beitrag der Eltern zum Übergewicht ihrer Kinder?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-ist-der-beitrag-der-eltern-zum-ubergewicht-ihrer-kinder/" target="_self">Was ist der Beitrag der Eltern zum Übergewicht ihrer Kinder?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-ubergewichtige-kinder-haufiger-gemobbt-als-andere/" target="_self">Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/fernsehen-bei-kleinkindern-was-sind-die-folgen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie hängt Nikotinabhängigkeit und Stress am Arbeitsplatz miteinander zusammen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-nikotinabhangigkeit-und-stress-am-arbeitsplatz-miteinander-zusammen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-nikotinabhangigkeit-und-stress-am-arbeitsplatz-miteinander-zusammen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 07:52:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2365</guid>
		<description><![CDATA[Zu den Stressfaktoren der Arbeitswelt gehört für Raucher seit einer Weile auch das Rauchverbot. Eine aktuelle Studie hat den Zusammenhang untersucht und zeigt, dass Raucher, die auf der Arbeit weniger rauchen, wirklich mehr gestresst sind. Wir haben eine Pressemitteilung von Medical News Today von Mitte des Monats übersetzt, in der die Forscher auf eine alternative [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2373" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie hängt Nikotinabhängigkeit und Stress am Arbeitsplatz miteinander zusammen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Wie-hängt-Nikotinabhängigkeit-und-Stress-am-Arbeitsplatz-miteinander-zusammen.jpg" alt="Wie hängt Nikotinabhängigkeit und Stress am Arbeitsplatz miteinander zusammen" width="200" height="150" />Zu den Stressfaktoren der Arbeitswelt gehört für Raucher seit einer Weile auch das Rauchverbot. Eine aktuelle Studie hat den Zusammenhang untersucht und zeigt, dass Raucher, die auf der Arbeit weniger rauchen, wirklich mehr gestresst sind. Wir haben eine Pressemitteilung von <em>Medical News Today</em> von Mitte des Monats übersetzt, in der die Forscher auf eine alternative Interpretation ihrer Daten hinweisen:</p>
<p>Viele betrachten Rauchen als eine <strong>Bewältigungsstrategie</strong>, mit der Menschen besser mit Berufsstress zurechtzukommen können. Aber entgegen dieser landläufigen Meinung können die <strong>Belastungen</strong> der Arbeitswelt die <strong>Nikotinabhängigkeit </strong>von Rauchern sogar <strong>vermindern</strong>. Das überraschende Ergebnis wurde jetzt in <em>Tobacco Induced Diseases</em>, einem kostenlosen Online-Journal aus der Reihe BioMed Central, veröffentlicht und widerspricht sogar der Hypothese der Wissenschaftler selbst.</p>
<p><span id="more-2365"></span>Das deutsche Forscherteam unter Leitung von <em>Anna Schmidt </em>von der Universität Köln untersuchte den Zusammenhang zwischen Stressfaktoren auf der Arbeit und Nikotinabhängigkeit an 197 <strong>berufstätigen Rauchern</strong>, die an der größeren „<strong>Kölner Raucherstudie</strong>” teilnehmen. Der Fagerström-Test für Nikotinabhängigkeit, ein international anerkannter Test zur statistischen Auswertung des Grades der Nikotinabhängigkeit bei Rauchern, diente zur Erfassung detaillierter Informationen über das Rauchverhalten der Studienteilnehmer.</p>
<p>Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass Arbeitnehmer, die auf der Arbeit <strong>gestresst </strong>sind, <strong>weniger rauchen</strong>, als sie normalerweise würden. Daher sind sie weniger stark nikotinabhängig. Die Autoren vermuten, dass sich die unerwarteten Ergebnisse durch <strong>Überstunden</strong> und strikte <strong>Rauchverbote</strong> am Arbeitsplatz erklären lassen. <em>Schmidt </em>sagt, „Eine starke Arbeitsbelastung könnte Arbeitnehmer dazu zwingen, nur noch in ihrer Freizeit zu rauchen.”</p>
<p>Weiter zeigte die Studie, dass religiöse, verheiratete sowie höher gebildete Raucher deutlich geringer nikotinabhängig waren.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.medicalnewstoday.com/articles/185248.php" target="_blank">Medical News Today</a></span>, 13. April 2010</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.tobaccoinduceddiseases.com/content/8/1/6" target="_blank">Schmidt et al</a></span>. <em>Tabacco Induced Diseases</em>, April 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Gibt es heute mehr psychische Erkrankungen als früher?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-heute-haufiger-psychische-erkrankungen-als-fruher/" target="_self">Gibt es heute mehr psychische Erkrankungen als früher?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Neujahrsvorsatz “Mit dem Rauchen aufhören”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/neujahrsvorsatz-mit-dem-rauchen-aufhoren/" target="_self">Neujahrsvorsatz “Mit dem Rauchen aufhören”?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/suchterkrankungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Stress und Burn-Out?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/stress-burn-out.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Stress und Burn-Out?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-nikotinabhangigkeit-und-stress-am-arbeitsplatz-miteinander-zusammen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schützt Physiotherapie vor postnataler Depression?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/schutzt-physiotherapie-vor-postnataler-depression/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/schutzt-physiotherapie-vor-postnataler-depression/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 20:25:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2214</guid>
		<description><![CDATA[Viele Frauen bereiten sich heute in Kursen auf die Geburt ihres Kindes vor. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass ein ähnliches Programm, bei dem Sport im Vordergrund steht, das Wohlbefinden junger Mütter nach der Geburt fördern und so das Risiko für postnatale Depression senken kann. Wir haben eine Pressemitteilung der Universität von vor zwei Wochen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2222" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Titel Schützt Physiotherapie vor postnataler Depression s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Titel-Schützt-Physiotherapie-vor-postnataler-Depression-s1.jpg" alt="Titel Schützt Physiotherapie vor postnataler Depression s" width="167" height="167" />Viele Frauen bereiten sich heute in Kursen auf die Geburt ihres Kindes vor. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass ein ähnliches Programm, bei dem Sport im Vordergrund steht, das Wohlbefinden junger Mütter nach der Geburt fördern und so das Risiko für postnatale Depression senken kann. Wir haben eine Pressemitteilung der Universität von vor zwei Wochen übersetzt, die das Programm kurz beschreibt:</p>
<p>In der weltweit ersten Studie ihrer Art haben Forscher die Wirkung eines Sport- und Informationsprogramms auf das <strong>Wohlbefinden</strong> von  frisch entbundenen <strong>Müttern</strong> untersucht.</p>
<p>Für die <strong>Studie</strong> wurden die 161 Teilnehmerinnen, die keine Vorgeschichte von Depression hatten, in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe nahm an einem <strong>achtwöchigen</strong> „Mutter und Baby“-<strong>Programm</strong> teil, das aus speziell auf Mütter und Babys abgestimmtem <strong>Sport</strong> mit einer Physiotherapeutin und einer <strong>Schulung</strong> für junge Mütter bestand. Zur Kontrolle erhielten Frauen in einer zweiten Gruppe nur das schriftliche Schulungsmaterial.</p>
<p><span id="more-2214"></span>Die Teilnehmerinnen beider Gruppen wurden zu Beginn des Programms auf ihr <strong>seelisches Wohlbefinden</strong> (Balance positiver und negativer Emotionen nach der Affect Balance Skala) und auf Symptome von <strong>Depression</strong> (nach der Edinburgh Postnatale Depression Skala) untersucht. Weiter gaben die Frauen an, wie viel Sport sie normalerweise treiben. Die psychologische Untersuchung wurde am Ende des Programms und dann vier Wochen später wiederholt.</p>
<p>Die Ergebnisse der Studien wurde in der Märzausgabe von <em>Physical Therapy</em>, dem wissenschaftlichen Journal der American Physical Therapy Association, veröffentlicht.</p>
<p><em>Emily Norman</em> von der Abteilung Physiotherapie der <em>University of Melbourne</em>, eine auf Frauengesundheit spezialisierte Physiotherapeutin am <em>Angliss Hospital</em> in Melbourne in Australien, koordinierte die Studie. „Unsere Ergebnisse zeigten deutliche <strong>Verbesserungen</strong> des seelischen Wohlbefindens und der Symptome für Depression bei Frauen der <strong>„Mutter und Baby“-Gruppe</strong> im Vergleich zur Kontrollgruppe“, sagt Frau <em>Norman</em>.</p>
<p>„Diese positive Wirkung hielt auch vier Wochen nach Ende des Programms weiter  an.“</p>
<p>„Das Programm <strong>reduzierte</strong> die Anzahl der Frauen mit einem „erhöhten Risiko“ für postnatale <strong>Depression</strong> in der Mutter-und-Baby-Gruppe um die Hälfte.“</p>
<p>Die Studienleiterin <em>Professor Mary Galea</em> von der Abteilung Physiotherapie der Universität sagt: „Die Ergebnisse zeigen, dass dieses Physiotherapieprogramm das Wohlbefinden junger Mütter verbessert und dadurch das Risiko für postnatale Depressionen deutlich vermindert.“</p>
<p>„Weitere Studien müssen aber untersuchen, ob die Wirkung des Programms und die Verbesserung des Wohlbefindens auch über die ersten drei Monate hinaus andauern.“</p>
<p>Weltweit bekommen bis zu <strong>dreizehn Prozent</strong> aller jungen Mütter <strong>postnatale Depressionen</strong>, die meisten in den ersten drei Monaten nach der Geburt des Kindes.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://newsroom.melbourne.edu/news/n-276" target="_blank">The Melbourne Newsroom</a></span>, 31.3.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://ptjournal.apta.org/cgi/content/abstract/90/3/348?maxtoshow=&amp;hits=10&amp;RESULTFORMAT=&amp;fulltext=Mary+Galea&amp;searchid=1&amp;FIRSTINDEX=0&amp;resourcetype=HWCIT" target="_blank">Norman et al</a></span>. Physical Therapy, März 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welchen Einfluss haben Kinder auf das Beziehungsglück?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welchen-einfluss-haben-kinder-auf-das-beziehungsgluck/" target="_self">Welchen Einfluss haben Kinder auf das Beziehungsglück?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie lässt sich postnatale Depression lindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lasst-sich-postnatale-depression-lindern/" target="_self">Wie lässt sich postnatale Depression lindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Treten postnatale bzw. postpartale Depressionen auch bei Vätern auf?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/treten-postnatale-bzw-postpartale-depressionen-auch-bei-vatern-auf/" target="_self">Treten postnatale bzw. postpartale Depressionen auch bei Vätern auf?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/schutzt-physiotherapie-vor-postnataler-depression/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Machen gewalttätige Computerspiele aggressiv?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/machen-gewalttatige-computerspiele-aggressiv/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/machen-gewalttatige-computerspiele-aggressiv/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 11:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2027</guid>
		<description><![CDATA[Ob es zwischen gewalttätigen Computer- und Videospielen und Aggressionen einen  Zusammenhang gibt, der auch ursächlich ist, gilt seit Langem als umstritten. Eine aktuelle Studie zeigt nun, die Spiele können Kinder tatsächlich aggressiv machen, aber nicht sehr. Ich habe einen Presseartikel der Universität von vorgestern übersetzt, in dem die Wissenschaftler Eltern raten, solche Spiele bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2047" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Machen gewalttätige Computerspiele aggressiv s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Machen-gewalttätige-Computerspiele-aggressiv-s.jpg" alt="Machen gewalttätige Computerspiele aggressiv s" width="167" height="125" />Ob es zwischen gewalttätigen Computer- und Videospielen und Aggressionen einen  Zusammenhang gibt, der auch ursächlich ist, gilt seit Langem als umstritten. Eine aktuelle Studie zeigt nun, die Spiele können Kinder tatsächlich aggressiv machen, aber nicht sehr. Ich habe einen Presseartikel der Universität von vorgestern übersetzt, in dem die Wissenschaftler Eltern raten, solche Spiele bei sich zu Hause zu verbieten:</p>
<p><em>Craig Anderson</em>, der Distinguished Professor für Psychologie an der <em>Iowa State University</em> in den USA ist, hat den größten Teil seiner Forschungskarriere den Auswirkungen gewalttätiger Videospiele auf das Verhalten von Jugendlichen gewidmet. Nun sagt er, dass seine neuste Studie, die Auswertung von 130 wissenschaftlichen Untersuchungen an insgesamt mehr als 130000 Kindern und Jugendlichen aus aller Welt, schlüssig beweist, dass <strong>gewalttätige Videospiele</strong> junge Menschen <strong>aggressiv machen</strong> und <strong>emotional abstumpfen</strong> lassen, und zwar unabhängig von Alter, Geschlecht und Kulturkreis.</p>
<p><span id="more-2027"></span>Die Ergebnisse erscheinen in der Märzausgabe des <em>Psychological Bulletin</em>, einem Journal der American Psychological Association. Sie zeigen, dass das Spielen von gewalttätigen Videospielen ein <strong>Risikofaktor</strong> ist, der bei jungen Menschen ein verstärkt aggressives <strong>Denken</strong> und <strong>Handeln</strong> zur Folge hat und ihrem <strong>Einfühlungsvermögen</strong> und positiven <strong>Sozialverhalten</strong> schadet.</p>
<p>„Damit haben wir die letzten Zweifel ausgeräumt, ob die Forschung unabhängig von der <strong>Methode</strong> – das heißt durch Experimente, statistische Zusammenhänge oder Langzeitbeobachtungen – und unabhängig vom jeweiligen <strong>kulturellen Hintergrund</strong> der Studie (orientalisch oder westlich) zu den gleichen Ergebnissen kommt”, sagt <em>Anderson</em>, der auch Direktor des Centers for the Study of Violence der <em>Iowa State University</em> ist. „Und das Ergebnis ist, dass gewalttätige Videospiele die Wahrscheinlichkeit für aggressives Verhalten sowohl <strong>kurzfristig </strong>als auch <strong>langfristig</strong> erhöhen. Außerdem verstärken sie aggressives Denken und aggressive Gefühle und schaden einem positiven Sozialverhalten.“</p>
<p>An der Untersuchung waren acht Forscher beteiligt, darunter die Doktoranden <em>Edward Swing </em>und <em>Muniba Saleem</em> von der <em>Iowa State University</em> und <em>Brad Bushman</em>, der früher Professor für Psychologie an der <em>Iowa State University</em> war und jetzt an der <em>University of Michigan</em> lehrt. Auch die führenden Videospielforscher Japans – <em>Akiko Shibuya</em> von der <em>Keio-Universität</em> und <em>Nobuko Ihori </em>von der <em>Ochanomizu-Universität</em> – gehörten zum Team, ebenso wie <em>Hannah Rothstein</em>, eine anerkannte Kapazität auf dem Gebiet der Metaanalyse von der <em>City University of New York</em>.</p>
<p>Das Team benutzte Verfahren der <strong>Metaanalyse </strong>– statistische Methoden zur gemeinsamen Auswertung früherer Studien auf verwandten Forschungsgebieten – um die Auswirkungen gewalttätiger Videospiele auf das Verhalten, Denken und Empfinden von jungen Spielern im Grundschul- bis Oberstufenalter zu untersuchen.</p>
<p>Die Untersuchung schloss auch die Ergebnisse neuerer <strong>Langzeitstudien</strong> ein, die ebenfalls bestätigten, dass das Spielen gewalttätiger Videospiele ein Risikofaktor ist, der Langzeitschäden verursacht.</p>
<p>„Diese Auswirkungen sind nicht furchtbar groß – sie bestimmen nicht, ob sich jemand einer Gang anschließt oder nicht”, sagt <em>Anderson</em>. „Aber zu vernachlässigen sind sie auch nicht. Sie sind <strong>einer der Risikofaktoren</strong> für späteres aggressives Verhalten und andere negative Folgen. Und dies ist ein Risikofaktor, gegen den jeder Vater und jede Mutter leicht etwas unternehmen kann – zumindest leichter als gegen die meisten <strong>anderen</strong> bekannten Risikofaktoren für Aggressionen und Gewalt wie <strong>Armut</strong> oder die genetische <strong>Veranlagung</strong> eines Menschen.“</p>
<p>Die Untersuchung zeigte, dass Videospiele Auswirkungen haben, die in orientalischen wie westlichen Kulturen, bei Jungen und Mädchen und in allen Altersgruppen deutlich werden. Obwohl es plausible theoretische Gründe gibt, warum man größere Langzeitschäden bei jüngeren Kindern vor dem Teenageralter erwarten sollte, war ein solcher <strong>Einfluss</strong> durch das <strong>Alter kaum</strong> erkennbar.</p>
<p>Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass ihre Ergebnisse wichtige Konsequenzen für politische Diskussionen in der Öffentlichkeit haben, darunter für die Entwicklung und Prüfung von Strategien, um die schädlichen Auswirkungen von gewalttätigen Videospielen einzudämmen.</p>
<p>„Was die öffentliche Diskussion angeht, sollten wir jetzt nicht mehr weiter fragen: ,Gibt es reale und ernst zu nehmende Auswirkungen?’ Diese Frage ist beantwortet, und zwar wiederholt”, sagt <em>Anderson</em>. „Jetzt sollten wir den nächsten Schritt machen und eine konstruktivere Frage stellen, nämlich: ,Wie können wir es Eltern leichter machen – im Rahmen ihrer Kultur, Gesellschaft und der jeweiligen Rechtslage – ihren Kindern eine gesündere Kindheit zu bieten?’“</p>
<p>Aber <em>Anderson</em> weiß auch, dass die Erarbeitung und Umsetzung wirksamer neuer politischer Strategien Zeit in Anspruch nehmen wird. Und bis dahin können <strong>Eltern</strong> viel tun, um ihre <strong>Kinder zu Hause</strong> zu schützen.</p>
<p>„Genauso wie Sie die Ernährung Ihres Kindes bestimmen, und was Sie ihnen zu Hause zu essen geben, können Sie auch den Inhalt der <strong>Videospiele kontrollieren</strong>, die sie bei Ihnen zu Hause haben”, sagt er. „Und Sie sollten ihnen auch erklären können, warum bestimmte Spiele zu Hause nicht erlaubt sind – und so Ihre eigenen <strong>Wertvorstellungen vermitteln</strong>. Sie sollten ihnen beibringen, dass man immer nach konstruktiveren Lösungen für Meinungsverschiedenheiten und Streit suchen sollte.“</p>
<p><em>Anderson</em> sagt, seine neuste Studie könnte seine letzte Metaanalyse zu gewalttätigen Videospielen sein, weil die Ergebnisse so eindeutig sind. Vor allem in Anerkennung seiner umfangreichen Forschungsarbeiten über die Auswirkungen gewalttätiger Videospiele wurde <em>Anderson</em> 2010 zu einem der drei Distinguished Scientist Lecturers der American Psychological Association gewählt. Im Oktober wird er einen Festvortrag auf der Tagung der New England Psychological Association (NEPA) in Colchester, Vermont in den USA halten.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.news.iastate.edu/news/2010/mar/vvgeffects" target="_blank">Iowa State University News</a></span>, 1.3.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20192553" target="_blank">Anderson et al</a></span>. Psychological Bulletin 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Machen Computerspiele süchtig wie Drogen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/machen-computerspiele-suchtig-wie-drogen/" target="_self">Machen Computerspiele süchtig wie Drogen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind Videospiele für Kinder gefährlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-videospiele-fur-kinder-gefahrlich/" target="_self">Sind Videospiele für Kinder gefährlich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was treibt gewalttätige Teenager an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-treibt-gewalttatige-teenager-an/" target="_self">Was treibt gewalttätige Teenager an?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/oppositionelles-und-aggressives-verhalten.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/machen-gewalttatige-computerspiele-aggressiv/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schützt Zufriedenheit vor Herzerkrankungen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/schutzt-zufriedenheit-vor-herzerkrankungen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/schutzt-zufriedenheit-vor-herzerkrankungen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 12:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=1907</guid>
		<description><![CDATA[Der Zusammenhang zwischen Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist schon länger bekannt. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass eine „positive Persönlichkeit“ einen entgegengesetzten Effekt hat und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Ich habe eine Pressemitteilung des Herausgebers des Journals vom 18. Februar übersetzt, in der die Forscher praktische Tipps für den Alltag geben:
Menschen, die normalerweise glücklich, begeisterungsfähig und zufrieden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1913" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Schützt Zufriedenheit vor Herzerkrankungen s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Schützt-Zufriedenheit-vor-Herzerkrankungen-s.jpg" alt="Schützt Zufriedenheit vor Herzerkrankungen s" width="125" height="165" />Der Zusammenhang zwischen Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist schon länger bekannt. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass eine „positive Persönlichkeit“ einen entgegengesetzten Effekt hat und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Ich habe eine Pressemitteilung des Herausgebers des Journals vom 18. Februar übersetzt, in der die Forscher praktische Tipps für den Alltag geben:</p>
<p>Menschen, die normalerweise <strong>glücklich</strong>, begeisterungsfähig und zufrieden sind, werden <strong>seltener herzkrank</strong> als Menschen, die eher nicht glücklich sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine bedeutende neue Studie, die am 17. Februar veröffentlicht wurde.</p>
<p>Nach Meinung der Autoren zeigt die Studie, die im <em>European Heart Journal</em>, dem führenden europäischen Fachjournal für Kardiologie, veröffentlicht wurde, zum ersten Mal einen Zusammenhang zwischen positiven Emotionen und koronarer Herzkrankheit, der unabhängig von anderen Risikofaktoren ist.</p>
<p><span id="more-1907"></span>Die erste Autorin der Studie <em>Dr. Karina Davidson </em>sagt, obwohl für die Untersuchung Menschen lediglich beobachtet wurden, deuten ihre Ergebnisse darauf hin, dass eine <strong>Verstärkung positiver Emotionen </strong>bei Menschen <strong>Herzerkrankungen verhindern</strong> könnte. Dennoch rät sie zur Vorsicht, denn es wäre verfrüht, schon jetzt klinische Empfehlungen abzugeben. Vorher müssten die Ergebnisse noch durch andere klinische Studien eingehender untersucht werden.</p>
<p>„Wir brauchen dringend exakte klinische Untersuchungen auf diesem Gebiet. Wenn solche Studien unsere Ergebnisse bestätigen, wären sie außerordentlich wichtig, um sagen zu können, was genau Ärzte und/oder Patienten zur Förderung der Gesundheit tun können“, sagt <em>Dr. Davidson</em>, die Herbert Irving Associate Professor of Medicine &amp; Psychiatry und Direktorin des Centers for Behavioral Cardiovascular Health am Medical Center der <em>Columbia University</em> (New York, USA) ist.</p>
<p>Für ihre <strong>Studie </strong>beobachteten <em>Dr. Davidson</em> und ihre Mitarbeiter zehn Jahre lang 1739 gesunde Erwachsene (862 Männer und 877 Frauen), die seit 1995 an der Nova Scotia-Gesundheitsstudie teilnehmen. Zu Beginn der Studie werteten dafür geschulte Krankenschwestern das <strong>Risiko</strong> der Studienteilnehmer für <strong>Herzerkrankungen</strong> aus. Dazu gehörten Selbstauskünfte und eine Gesundheitsuntersuchung, die eine Quantifizierung von Symptomen für <strong>Depressionen</strong>, <strong>Feindseligkeit</strong> und <strong>Ängste</strong> erlaubten. Ferner wurde der Wert des sogenannten <strong>positiven Affekts</strong> bestimmt, der misst, wie stark ein Mensch positive Emotionen zum Ausdruck bringt.</p>
<p>Der <strong>positive Affekt </strong>ist definiert als das Erleben angenehmer Emotionen wie Freude, Glück, Aufregung, Begeisterung und Zufriedenheit. Diese Gefühle können vorübergehend sein, aber normalerweise sind sie stabil und <strong>charakteristisch </strong>für die <strong>Persönlichkeit</strong> eines Menschen, besonders bei Erwachsenen. Der positive Affekt ist weitgehend unabhängig vom <strong>negativen Affekt</strong>, sodass ein Mensch, der im Allgemeinen glücklich und zufrieden ist, bisweilen auch ängstlich, wütend oder niedergeschlagen sein kann.</p>
<p>Nach Korrektur der Daten für den Einfluss von Alter, Geschlecht, Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und negativen Emotionen stellten die Forscher fest, dass über den zehnjährigen Beobachtungszeitraum ein erhöhter <strong>positiver Affekt</strong> ein um 22 Prozent pro Punkt <strong>geringeres Risiko </strong>für <strong>Herzkrankheiten</strong> vorhersagte (auf einer Skala von 5 Punkten, die den Ausdruck von positivem Affekt von „kein“ bis „extrem“ misst).</p>
<p>Dabei bedeutet nach <em>Dr. Davidson</em> „22 Prozent pro Punkt“, dass Teilnehmer mit gar keinem positiven Affekt ein 22 Prozent höheres Risiko für ischämische Herzerkrankungen (Herzinfarkt oder Angina) hatten als Teilnehmer mit einem geringen positiven Affekt, die wiederum ein 22 Prozent höheres Risiko hatten als Leute mit mäßigem positiven Affekt.</p>
<p>„Außerdem stellten wir fest, wenn ein normalerweise <strong>positiver Mensch</strong> zur Zeit der Befragung ein paar <strong>depressive Symptome </strong>hatte, wirkte sich das <strong>nicht</strong> auf sein insgesamt geringeres <strong>Risiko</strong> für Herzerkrankungen aus.“</p>
<p>„Soweit wir wissen, ist dies die erste prospektive Studie, die den Zusammenhang zwischen einem klinisch ausgewerteten positiven Affekt und Herzerkrankungen untersucht hat“.</p>
<p>Die Forscher spekulieren über die möglichen <strong>Mechanismen</strong> und wie positive Emotionen für einen lang anhaltenden Schutz gegen Herzerkrankungen verantwortlich sein könnten. Dazu gehören ein Einfluss auf die Herzfrequenz, Schlafmuster und den Erfolg, mit dem Rauchen aufzugeben.</p>
<p>„Es gibt mehrere mögliche Erklärungen“, sagt <em>Dr. Davidson</em>. „Erstens könnten Menschen mit mehr positivem Affekt aus physiologischen Gründen längere Ruhe- oder <strong>Entspannungspausen</strong> haben. Die Regulation des <strong>Blutdrucks</strong> und der körperlichen Entspannung allgemein könnte bei diesen Menschen besser funktionieren als bei Leuten mit weniger positivem Affekt. Zweitens könnten sich Leute mit mehr positivem Affekt schneller von belastenden Einflüssen erholen und sich <strong>nicht so lange</strong> mit ihnen „<strong>innerlich beschäftigen</strong>“ müssen, was wiederum physiologische Schäden zu verursachen scheint. Dies sind aber Spekulationen, weil wir gerade erst anfangen zu untersuchen, warum positive Emotionen und Glück positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben.“</p>
<p>Sie sagt, dass zu den meisten Behandlungsmethoden gegen <strong>Depressionen</strong> eine Stärkung des positiven und eine Verminderung des negativen Affekts gehört. Wenn weitere klinische Untersuchungen die Ergebnisse dieser Studie bestätigen, sollte es relativ einfach sein, den <strong>positiven Affekt</strong> bei Patienten zu bestimmen und sich Schritte zu überlegen, die ihn <strong>verstärken </strong>und späteren <strong>Herzerkrankungen vorbeugen</strong>. Bis dahin können Leute, die über diese Studie lesen, selbst ein paar einfache Maßnahmen ergreifen, um ihren positiven Affekt zu stärken.</p>
<p>„Genauso wie bei der Beobachtung, dass mäßiger Weingenuss gesund (und angenehm) ist, kann auch jetzt jeder dafür sorgen, dass er in seinem <strong>Alltag</strong> ein paar <strong>Aktivitäten</strong> hat, die ihm <strong>Spaß </strong>machen&#8221;, meint sie. „Manche Leute warten, bis sie zwei Wochen Urlaub haben, um sich zu amüsieren. Das ist so ähnlich wie ein Trinkgelage am Wochenende (man braucht Maßhalten und <strong>Beständigkeit </strong>im Leben, nicht Entbehrung und Exzess). Wenn Sie gerne Novellen lesen, aber nie die Zeit dazu finden, reservieren Sie sich eine Viertelstunde zum Lesen. Wenn Sie spazieren gehen oder Musik hören aufmuntert, planen Sie es in Ihrem Tag ein. Im Grunde kann es nur gut für Ihr seelisches Wohl sein, wenn Sie sich jeden Tag ein paar Minuten lang mit etwas beschäftigen, dass Sie wirklich entspannt und Ihnen Spaß macht, und das könnte auch gut für Ihre körperliche Gesundheit sein (obwohl das erst noch bestätigt werden muss).“</p>
<p>In der gleichen Ausgabe des <em>European Heart Journal </em>erscheint ein Leitartikel von <em>Bertram Pitt</em>, Professor für innere Medizin und <em>Patricia Deldin</em>, Associate Professor für Psychologie und Psychiatrie, beide von der School of Medicine der <em>University of Michigan</em> in den USA. Darin weisen die Autoren darauf hin, dass im Moment niemand weiß, ob <strong>positiver Affekt</strong> eine direkte oder indirekte Rolle für die <strong>Ursachen</strong> von <strong>Herzerkrankungen</strong> spielt, oder ob noch ein dritter, beiden gemeinsamer zugrunde liegender Faktor beteiligt ist. Außerdem wüsste niemand genau, ob man positiven Affekt verändern oder verstärken kann und bis zu welchem Grad.</p>
<p>„Inzwischen werden groß angelegte, kontrollierte <strong>klinische Untersuchungen</strong> durchgeführt, die Methoden zur Verstärkung des positiven Affekts bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen testen“, schreiben sie und fahren fort: „Diese Studien werden es erlauben, die Wirkung eines verstärkten positiven Affekts auf den Verlauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszuwerten und einen Einblick in die Natur des Zusammenhangs zwischen positivem Affekt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bieten.“</p>
<p>„Der <strong>Teufelskreis</strong> aus <strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen</strong> und klinischen <strong>Depressionen</strong> verdient mehr Beachtung sowohl in der Herz-Kreislauf- als auch in der psychiatrischen Forschung“, schreiben die Autoren. „Diese neuen Behandlungsmethoden (zur Verstärkung des positiven Affekts) könnten ein vielversprechender Ansatz für eine Therapie von Herz-Kreislauf-Patienten werden, die an Depressionen erkranken. Die Beobachtungen und Hypothesen von <em>Davidson </em>et al. könnten einen Anreiz für weitere Studien über die Wirkung eines verstärkten positiven Affekts auf physiologische Anomalien und das damit verbundene Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bieten. Dann hätten wir vielleicht alle einen Grund zur Freude.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.escardio.org/about/press/press-releases/pr-10/Pages/Happiness-protects-against-heart-disease.aspx?hit=dontmiss" target="_blank">European Society of  Cardiology</a></span>, 18.2.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.oxfordjournals.org/our_journals/eurheartj/press_releases/freepdf/ehp603.pdf" target="_blank">Davidson et al</a></span>. European Heart Journal Feb 2010</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.oxfordjournals.org/our_journals/eurheartj/press_releases/freepdf/ehq031.pdf" target="_blank">Pitt &amp; Deldin</a></span>. European Heart Journal Feb 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Leben Optimisten länger als Pessimisten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/leben-optimisten-langer-als-pessimisten/" target="_self">Leben Optimisten länger als Pessimisten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben Angstpatienten ein höheres Herzinfarktrisiko?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-angstpatienten-ein-hoheres-herzinfarktrisiko/" target="_self">Haben Angstpatienten ein höheres Herzinfarktrisiko?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind Depressionen so lebensgefährlich wie das Rauchen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-depressionen-so-lebensgefahrlich-wie-das-rauchen/" target="_self">Sind Depressionen so lebensgefährlich wie das Rauchen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/schutzt-zufriedenheit-vor-herzerkrankungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei Depressionen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-wirksam-ist-verhaltenstherapie-bei-depressionen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-wirksam-ist-verhaltenstherapie-bei-depressionen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 21:32:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppentherapie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=1340</guid>
		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie untersucht die Wirkung von Psychotherapie als vorbeugende Maßnahme gegen Depression bei besonders gefährdeten Patienten. Die Forscher zeigen, dass eine relativ kurze Gruppentherapie eine lang anhaltende Schutzwirkung haben kann. Ich habe einen Presseartikel von Reuters Health übersetzt, der diese ermutigenden Ergebnisse beschreibt:
(Reuters Health) Eine neue Studie untersuchte die Behandlung von Patienten, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine aktuelle Studie untersucht die Wirkung von Psychotherapie als vorbeugende Maßnahme gegen Depression bei besonders gefährdeten Patienten. Die Forscher zeigen, dass eine relativ kurze Gruppentherapie eine lang anhaltende Schutzwirkung haben kann. Ich habe einen Presseartikel von Reuters Health übersetzt, der diese ermutigenden Ergebnisse beschreibt:</p>
<p>(<em>Reuters Health</em>) Eine neue Studie untersuchte die Behandlung von Patienten, die sich von einer Phase mit schwerer Depression erholt haben, für die aber weiterhin ein <strong>hohes Risiko</strong> einer <strong>erneuten Erkrankung</strong> besteht. Die Ergebnisse zeigen, dass relativ wenige Gruppensitzungen <strong>kognitive Verhaltenstherapie (KVT)</strong> bald nach der Genesung <strong>neue Depressionsphasen</strong> fünf Jahre oder länger <strong>verhindern</strong> können.</p>
<p><span id="more-1340"></span>Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass KVT bei frisch von Depression genesenen Patienten eine Wiedererkrankung verhindern kann. Allerdings war nicht bekannt, <strong>wie lange </strong>die Wirkung der Behandlung anhält, sagen <em>Dr. Claudi L. H. Bockting</em> von der <em>Universität Groningen</em> in den Niederlanden und ihre Mitarbeiter von der DELTA-Studiengruppe.</p>
<p>Die Forscher veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Untersuchung in der Dezemberausgabe des <em>Journal of Clinical Psychiatry</em>. An der groß angelegten <strong>Studie</strong> nahmen 172 Patienten teil, die sich bei ihrer Aufnahme gerade von einer Depression erholt hatten. Die Patienten wurden mit KVT behandelt und dann fünfeinhalb Jahre lang beobachtet.</p>
<p>In einer E-Mail an <em>Reuters Health</em> betonte <em>Dr. Bockting</em>: „In unserer Studie war auch eine <strong>Gruppe </strong>mit <strong>hohem Risiko</strong> für eine Wiedererkrankung – Patienten, die in der Vergangenheit schon mehrere Phasen von Depression hatten“.</p>
<p>Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und hatten entweder eine Standardbehandlung, oder sie nahmen zusätzlich <strong>acht Wochen</strong> lang einmal pro Woche an zweistündigen <strong>Gruppensitzungen</strong> mit KVT durch speziell dafür geschulte Psychologen teil. Bei dieser <strong>vorbeugenden KVT</strong> lag der Schwerpunkt auf der Identifizierung und Veränderung gestörter <strong>Einstellungen</strong> zum Leben, der Verstärkung <strong>positiver Erinnerungen </strong>durch ein Tagebuch über positive Erlebnisse und der Ausarbeitung <strong>spezifischer Strategien</strong>, um gegen einen neuen Rückfall vorzubeugen.</p>
<p>Während der Studiendauer hatten insgesamt 135 (79 Prozent) der Patienten einen oder mehrere Rückfälle. Aber laut <em>Dr. Bockting</em> und Mitarbeitern zeigte die <strong>kurze KVT</strong> über den Beobachtungszeitraum von fünfeinhalb Jahren eine „deutliche und anhaltende” <strong>Schutzwirkung</strong> gegen eine erneute Erkrankung.</p>
<p>„Wir hatten erwartet, dass nach zwei Jahren kein Unterschied zwischen den Gruppen mehr sichtbar sein würde, aber er blieb sogar fast sechs Jahre lang erhalten“, sagt <em>Dr. Bockting</em>.</p>
<p>Die Wirkung war am deutlichsten bei den Patienten, die in der Vergangenheit die meisten Rückfälle von Depression hatten. Bei den 52 Prozent der Studienteilnehmer, die bereits vier oder mehr Depressionsphasen hatten, <strong>reduzierte</strong> KVT die <strong>Rückfallrate</strong> über die gesamte Studiendauer von 95 auf 75 Prozent. Dieser Unterschied war statistisch eindeutig.</p>
<p>Die Autoren weisen darauf hin, dass trotz der klinisch bedeutend verminderten Anzahl der Wiedererkrankungen nach kurzer KVT „wir uns vor Augen halten müssen, dass die tatsächlichen <strong>Rückfallraten</strong> von wiederkehrender Depression immer <strong>noch</strong> ausgesprochen <strong>hoch </strong>sind.“</p>
<p>Nach Meinung der Wissenschaftler werden weitere Studien untersuchen müssen, <strong>welche</strong> der „<strong>Elemente</strong> entscheidend” für den Erfolg der Behandlung sind. Auch welche Form der Therapie für <strong>bestimmte Patientengruppen</strong> am besten geeignet ist, müsse eingehender untersucht werden, um die Rückfallraten weiter zu senken.</p>
<p>Bis dahin schließen die Forscher aufgrund der derzeitigen Erkenntnisse: „Eine kurze kognitive <strong>Verhaltenstherapie</strong> als <strong>Vorbeugemaßnahme</strong> gegen eine Wiedererkrankung bei wiederkehrenden Depressionen könnte eine Art von länger anhaltender Behandlung sein, die den Rhythmus der Depression zumindest unterbricht.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><strong></strong>Reuters Health, 18. Jan 2010</p>
<p><a href="http://article.psychiatrist.com/dao_1-login.asp?ID=10006653&amp;RSID=8871713752716" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Bockting et al.</span></a> Journal of Clinical Psychiatry, Dez 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welche Therapie hilft gegen Winterdepression?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-therapie-hilft-gegen-winterdepression/" target="_self">Welche Therapie hilft gegen Winterdepression?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie lassen sich Depressionen mit Psychotherapie behandeln?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lasst-sich-depression-mit-psychotherapie-behandeln/" target="_self">Wie lassen sich Depressionen mit Psychotherapie behandeln?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hilft Verhaltenstherapie bei Altersdepressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-verhaltenstherapie-bei-altersdepressionen/" target="_self">Hilft Verhaltenstherapie bei Altersdepressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.depressionen.at/" target="_blank">Weitere Infos zu Depressionen</a></span></p>
<p><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</span></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-wirksam-ist-verhaltenstherapie-bei-depressionen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wird das Risiko für ADHS bei Kindern durch das Rauchen der Eltern erhöht?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wird-das-risiko-fur-adhs-bei-kindern-durch-das-rauchen-der-eltern-erhoht/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wird-das-risiko-fur-adhs-bei-kindern-durch-das-rauchen-der-eltern-erhoht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 13:55:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/2009/11/28/wird-das-risiko-fur-adhs-bei-kindern-durch-das-rauchen-der-eltern-erhoht/</guid>
		<description><![CDATA[ADHS bei Kindern ist in den letzten Jahren immer mehr zum Thema für Eltern geworden und wird heute zunehmend auch medikamentös behandelt. Eine aktuelle Studie weist nun auf eine andere Möglichkeit hin: schwangere Frauen könnten weniger rauchen. Ich habe einen Presseartikel über die Studie vereinfacht und übersetzt:
Forscher in den USA haben einen Zusammenhang festgestellt zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-948" style="margin: 0px 10px; border: black 1px solid;" title="ADHD c s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/ADHD-c-s.jpg" alt="ADHD c s" width="168" height="125" />ADHS bei Kindern ist in den letzten Jahren immer mehr zum Thema für Eltern geworden und wird heute zunehmend auch medikamentös behandelt. Eine aktuelle Studie weist nun auf eine andere Möglichkeit hin: schwangere Frauen könnten weniger rauchen. Ich habe einen Presseartikel über die Studie vereinfacht und übersetzt:</p>
<p>Forscher in den USA haben einen <strong>Zusammenhang </strong>festgestellt zwischen der Einwirkung von <strong>Rauchen in der Schwangerschaft</strong>, <strong>Bleibelastung im Kindesalter</strong> und einem stark erhöhten Risiko für <strong>ADHS</strong> (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) bei Kindern. Während wir dazu neigen, uns auf die Behandlung von ADHS zu konzentrieren, könnte nach Meinung der Wissenschaftler die Beseitigung solcher Umwelteinflüsse die Entwicklung der Störung bei vielen hunderttausend Kindern von vornherein verhindern.</p>
<p><span id="more-797"></span></p>
<p>Leiter der Studie, die jetzt online in der Fachzeitschrift <em>Pediatrics</em> veröffentlicht wurde, war <em>Dr. Robert Kahn</em>, Arzt und Forscher am <em>Cincinnati Children&#8217;s Hospital Medical Center</em> in Ohio in den USA.</p>
<p><em>Dr. Kahn</em> und seine Mitarbeiter schätzen, dass sich insgesamt bis zu <strong>35 Prozent der Fälle</strong> von ADHS bei Kindern und Jugendlichen im Alter von acht bis fünfzehn Jahren <strong>verhindern</strong> ließen, indem man die <strong>Umwelteinwirkungen</strong> von Blei und Rauchen in der Schwangerschaft <strong>beseitigt</strong>: in Zahlen ausgedrückt wären das allein in den USA etwa 800 000 Kinder.</p>
<p><em>Dr. Kahn </em>erklärte gegenüber der Presse, während man sich in der Vergangenheit überwiegend auf die Behandlung konzentriert hat, „zeigt unsere Studie, dass eine Verringerung von Schadstoffen in der Umwelt ein wichtiger Ansatz sein könnte, um die Häufigkeit von ADHS zu senken.”</p>
<p>Für ihre Studie analysierten <em>Dr. Kahn</em> und seine Mitarbeiter die Daten von 2588 Kindern und Jugendlichen im Alter von acht bis fünfzehn Jahren, die zwischen 2001 und 2004 an der sogenannten NHANES-Studie teilnahmen. NHANES (National Health and Nutrition Examination Survey) ist eine <strong>landesweite Langzeitstudie</strong> an einer für die <strong>USA</strong> repräsentativen Bevölkerungsgruppe und sammelt unter anderem Informationen zur Gesundheit und Ernährung.</p>
<p>Die Einwirkung von Tabakrauch analysierten die Forscher anhand der Angaben von <strong>Müttern</strong> über ihren <strong>Tabakkonsum </strong>während der <strong>Schwangerschaft</strong>. Für die Untersuchung der Umwelteinwirkung durch <strong>Blei</strong> werteten die Forscher den Bleigehalt <strong>aktueller Blutproben </strong>der Kinder aus. Die Diagnose von AHDS beruhte auf dem DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual for Mental Disorders, Fourth Edition), einem Nachschlagewerk, das als „Goldstandard” für die Diagnose psychischer Störungen gilt.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass fast <strong>neun Prozent der Kinder ADHS</strong> hatten. Bei Kindern, deren Mütter während der <strong>Schwangerschaft geraucht </strong>hatten, war die Häufigkeit von ADHS war mehr als <strong>doppelt so hoch</strong>. Auch Kinder mit Werten von <strong>Blei</strong> im Blut, die deutlich über dem Durchschnitt lagen, hatten mehr als <strong>doppelt so oft </strong>ADHS.</p>
<p>Aber wenn Kinder <strong>beiden Umwelteinflüssen</strong> ausgesetzt waren, hatten sie etwa <strong>achtmal so häufig ADHS</strong> wie Kinder ohne jede Belastung durch eines der beiden Umweltgifte. Alle beobachteten Unterschiede waren von statistischer Bedeutung.</p>
<p>Daraus schlossen die Autoren: „Bei Kindern in den USA gibt es einen Zusammenhang zwischen den Einwirkungen von Tabakrauch vor der Geburt, Blei in der Kindheit und einer erhöhten Häufigkeit von ADHS. Das gilt insbesondere für Kinder, die beiden Umwelteinwirkungen ausgesetzt sind.”</p>
<p>Die Autoren meinen, dass eine <strong>Verminderung</strong> der Einwirkungen von <strong>Rauchen</strong> in der Schwangerschaft und <strong>Blei </strong>wichtige Schritte sein können, um einer Entwicklung von <strong>ADHS</strong> bei Kindern <strong>vorzubeugen</strong>.</p>
<p>Die erste Autorin <em>Dr. Tanya Froehlich</em>, Ärztin in der Abteilung Entwicklungs- und Verhaltenspädiatrie am <em>Cincinnati Children&#8217;s Hospital Medical Center</em>, sagt:</p>
<p>„Sowohl die Einwirkung von Rauchen als auch von Blei haben ihre eigenen schädigenden Auswirkungen, die beide wichtig sind.“</p>
<p>„Aber wenn Kinder dem Einfluss von Blei in der Umwelt und Rauchen in der Schwangerschaft ausgesetzt sind, <strong>verstärken sich die Wirkungen</strong> gegenseitig“, erklärt sie.</p>
<p><strong>ADHS</strong> ist eine häufige Verhaltensstörung, von der circa acht bis zehn Prozent aller Kinder im Schulalter betroffen sind. <strong>Jungen</strong> entwickeln etwa <strong>dreimal so häufig</strong> eine ADHS wie Mädchen, obwohl die Gründe dafür noch unklar sind.</p>
<p>Kinder mit ADHS sind <strong>überaktiv</strong>, sie handeln ohne zu denken, und das <strong>Konzentrieren fällt</strong> ihnen <strong>schwer</strong>. Obwohl sie vielleicht verstehen, was man von ihnen erwartet, haben sie Schwierigkeiten, es auch zu tun. Denn das Aufpassen, Erfassen von Details und Ruhigsein bereitet ihnen Mühe.</p>
<p>Während dieses Verhalten typisch für viele Kinder ist, besonders wenn sie sehr klein sind oder etwas aufregend finden, bleiben Kinder <strong>mit ADHS viel länger</strong> so. ADHS behindert die soziale und schulische Entwicklung von Kindern und macht ihren Familien das Leben oft sehr schwer.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.medicalnewstoday.com/articles/171924.php" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Medical News Today</span></a></p>
<p><a href="http://pediatrics.aappublications.org/cgi/content/abstract/peds.2009-0738v1?maxtoshow=&amp;HITS=10&amp;hits=10&amp;RESULTFORMAT=&amp;fulltext=Tanya+E.+Froehlich&amp;andorexactfulltext=and&amp;searchid=1&amp;FIRSTINDEX=0&amp;sortspec=relevance&amp;resourcetype=HWCIT" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Pedriatrics</span></a></p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sehenswerte Video-Einführung in ADHS" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/test/" target="_self">Sehenswerte Video-Einführung in ADHS</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben heute mehr Kinder ADHS als früher?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-heute-mehr-kinder-adhs-als-fruher/" target="_self">Haben heute mehr Kinder ADHS als früher?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Führt Schlafmangel bei Kindern zu Hyperaktivität?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-schlafmangel-bei-kindern-zu-ubergewicht-und-hyperaktivitat-fuhren/" target="_self">Führt Schlafmangel bei Kindern zu Hyperaktivität?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/adhs-bei-kindern.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wird-das-risiko-fur-adhs-bei-kindern-durch-das-rauchen-der-eltern-erhoht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
