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Tag: Persönlichkeit

Leben Optimisten länger als Pessimisten?

19. August 2009

optimist vs pessimist s sZumindest gibt es Hinweise darauf, dass dies so sein könnte: In einem aktuellen Artikel in Circulation: Journal of the American Heart Association wurde untersucht, ob optimistische Frauen ein niedrigeres Risiko haben an einer Herzkrankheit zu sterben als pessimistische. Während dieser Zusammenhang nicht belegt werden konnte, konnte jedoch gezeigt werden, dass die untersuchten pessimistischen Frauen grundsätzlich einem höheren Sterberisiko ausgesetzt waren als optimistische.


Warum verschieben wir Dinge immer wieder auf morgen?

15. Februar 2009

Warum verschieben wir Dinge immer wieder auf morgen-1Für die jedem aus eigener Erfahrung bekannte Versuchung, Aufgaben gerne mal auf morgen zu verschieben, statt sie gleich heute zu bearbeiten gibt es unterschiedliche Erklärungsmodelle. Eine Theorie besagt, dass es primär die Sorge ist, die Aufgabe nicht gut lösen zu können, die zum ständigen Vertagen und Verschieben (Fachbegriff: Prokrastination) führt. Dies kann zurückzuführen sein auf übermäßigen Perfektionismus oder aber auch depressive Gründe haben, d.h. grundsätzliche Zweifel in die eigenen Fähigkeiten.


Sind Singles tatsächlich so wie wir denken, dass sie sind?

15. Dezember 2008

SinglesIn der aktuellen Ausgabe des European Journal of Social Psychology (12/2008) fasst Dr. Tobias Greitemeyer von der University of Sussex, UK mehrer mehrere eigene Studien zusammen. In diesen ist er im wesentlichen zwei Fragen nachgegangen. Stimmt es tatsächlich, dass Menschen, die in Partnerschaft leben negative Stereotypen gegenüber Singles haben? Und entsprechen diese Sterotypen der Wahrheit? Die Antworten sind statistisch so eindeutig wie sonst selten in vergleichbaren Studien. Ja, die Sterotypen gegenüber Singles sind umfangreich, eindeutig und negativ: Singles werden von Menschen, die in Partnerschaft leben, als weniger extravertiert, weniger liebenswürdig, weniger gewissenhaft, weniger körperlich attraktiv, weniger zufrieden,  dafür aber eher neurotisch, unzufrieden mit ihrem Single-Dasein und insgesamt als einsamer beschrieben. Außerdem hätten Singles – so das Klischee – grundsätzlich ein geringeres Selbstwertgefühl und seien eben nicht so sozial. Dies betrifft Männer wie Frauen, Junge wie Alte. Die Sterotypen gegenüber Singles sind statistisch so robust, dass der Autor sie als „gesicherte Fakten“ beschreibt.

Aber unterscheiden sich Singles und Menschen in Partnerschaft tatsächlich so wie die Stereotypen es nahelegen? Die Antwort ist ebenso eindeutig. Nein, sie tun es nicht. Lediglich in einer Dimension lässt sich eine Übereinstimmung zwischen Klischee und Wirklichkeit aufzeigen. Singles wünschen sich tatsächlich eine Liebesbeziehung und sind unzufrieden damit, dass sie Single sind.  Auf ihre tatsächliche Lebenszufriedenheit und die vielen weiteren oben beschriebenen Attribute hat dieser Wunsch jedoch keinen negativen Einfluss. Die Tatsache, dass sich Singles einen Partner wünschen ist nicht weiter überraschend, denn auch dieses – der Wunsch nach einem Partner, den man liebt und von dem man geliebt wird – ist ein „gesichertes Faktum“ menschlicher Existenz. Warum sind die Singles dann nicht unglücklicher als Menschen in Partnerschaft? Nun, die Antwort hat wahrscheinlich damit zu tun, dass sich zum einen Zufriedenheit nicht nur aus einer Liebenbeziehung speist, sondern ebenso aus der Nähe etwa zu Freunden und/oder Geschwistern. Zum anderen sind die Menschen in Partnerschaft vielleicht auch nicht so zufrieden, wie sie es zunächst vermuten.

Hierzu passt etwa eine weitere Studie (die der Autor in seinem Artikel zitiert), in der Menschen in Partnerschaft befragt wurden, was am vergangenen Tag ihr schönstes Erlebnis war: Überzufällig häufig hatte dieses Erlebnis mit ihrer Familie zu tun. Befragt danach, was am vergangenen Tag das belastendste Ereignis war, äußerten die Personen überzufällig häufig, dass dieses ebenfalls mit der Familie zu tun hatte.

Wie lässt sich dies alles zusammenfassen? Singles bedauern, dass sie Single sind. Aber es macht sie nicht unglücklicher oder neurotischer als Menschen in Partnerschaft, die zwar glauben, das grundsätzlich bessere (Lebens-)Los gezogen zu haben, aber hiermit nachweislich einem Irrtum unterliegen.

Quelle:

Greitemeyer. European Journal of Social Psychology, 2009

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Kann zu hohe Bindung eine Partnerschaft beschädigen?

6. Dezember 2008

Mann umarmt FrauForscher an der University of Houston haben das Beziehungsverhalten von Personen untersucht, die ihr Selbstwertgefühl maßgeblich von dem Zustand ihrer Liebesbeziehung(en) abhängig machen. Ihre Ergebnisse haben sie im  Journal of Personality and Social Psychology (12/08) veröffentlicht.
Ein zu hohes Maß an Bindung – so die Studie – führe dazu, dass (auch kleine) Missverständnisse oder Krisen der Beziehung als sehr viel bedrohlicher erlebt würden als sie bspw. der Partner erlebe. Die Folge sind impulsive Reaktionen, Feindseligkeit,  Angst und Depression. Dem Partner gelinge es nur unzureichend, die Probleme ausreichend zu reflektieren und nüchtern über Lösungswege nachzudenken. Die unmittelbare Verknüpfung der wahrgenommenen Probleme mit der eigenen Person und Befindlichkeit führe häufig zu der eigentlichen Belastung der Beziehung bis hin zu deren Auflösung.

Quelle:

University of Houston, 21.11.08

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