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	<title>Psychologie aktuell &#187; Persönlichkeit</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
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	<itunes:subtitle>Psychologie &amp; Psychotherapie</itunes:subtitle>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; Persönlichkeit</title>
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		<title>Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 19:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
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		<description><![CDATA[Kinder gelten als besonders anpassungsfähig, zum Beispiel bei einem Schul- oder Ortswechsel. Eine aktuelle Studie hat die Auswirkung von Umzügen in der Kindheit untersucht und zeigt, dass das seelische Wohlbefinden von Menschen, die von Natur aus sensibel sind, darunter leiden kann. Wir haben die Pressemitteilung des Journals zu der Studie von letzter Woche übersetzt, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2666" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Sind-häufige-Umzüge-für-Kinder-schädlich1.jpg" alt="Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich" width="167" height="140" />Kinder gelten als besonders anpassungsfähig, zum Beispiel bei einem Schul- oder Ortswechsel. Eine aktuelle Studie hat die Auswirkung von Umzügen in der Kindheit untersucht und zeigt, dass das seelische Wohlbefinden von Menschen, die von Natur aus sensibel sind, darunter leiden kann. Wir haben die Pressemitteilung des Journals zu der Studie von letzter Woche übersetzt, die den erstaunlich nachhaltigen Effekt beschreibt:</p>
<p>In eine andere Stadt zu ziehen oder auch nur in einen Nachbarbezirk, ist für Menschen eine Belastung, egal in welchem Alter. Aber eine neue Studie zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen häufigem <strong>Ortswechsel</strong> in der <strong>Kindheit</strong> und einem geringeren <strong>Wohlbefinden</strong> von Menschen im <strong>Erwachsenenalter</strong> gibt. Das gilt besonders für Menschen, die eher introvertiert oder neurotisch sind.</p>
<p><span id="more-2617"></span>Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen der Anzahl der Umzüge in der Kindheit und dem späteren Wohlbefinden von Menschen an einer Gruppe von 7108 erwachsenen US-Amerikanern, die über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet wurden. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in der Juniausgabe des <em>Journals of Personality and Social Psychology</em> veröffentlicht, das von der <em>American Psychological Association</em> herausgegeben wird.</p>
<p>„Wir wissen, dass <strong>Kinder</strong>, die häufig umziehen, in der <strong>Schule</strong> oft nicht so gut mitkommen und mehr <strong>Verhaltensschwierigkeiten</strong> haben”, sagt der erste Autor der Studie <em>Dr. Shigehiro Oishi</em> von der <em>University of Virginia</em> in den USA. „Aber die langfristigen Auswirkungen häufiger Umzüge auf das Wohlbefinden im Erwachsenenalter sind bis jetzt nicht untersucht worden.“</p>
<p>Die Studienteilnehmer, die zwischen zwanzig und fünfundsiebzig Jahre alt waren, wurden 1994 und 1995 im Rahmen einer landesweit repräsentativen Stichprobenerhebung befragt und dann noch mal zehn Jahre später. Die Forscher sammelten Daten zu der Anzahl der <strong>Umzüge</strong> in der Kindheit, das seelische <strong>Wohlbefinden</strong>, den <strong>Persönlichkeitstyp </strong>und die <strong>sozialen Beziehungen </strong>der Teilnehmer.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, je öfter Menschen als Kinder umgezogen waren, desto <strong>geringer</strong> war bei der Befragung ihre <strong>Lebenszufriedenheit </strong>und ihr seelisches <strong>Wohlbefinden</strong>, auch wenn Unterschiede bei Alter, Geschlecht und Bildungsstand der Teilnehmer berücksichtig wurden. Außerdem hatten Menschen, die als Kinder öfter umgezogen waren, weniger enge <strong>soziale Beziehungen</strong>.</p>
<p>Weiter untersuchten die Forscher, ob unterschiedliche <strong>Persönlichkeitstypen</strong> – Extravertiertheit, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus (emotionale Labilität) – einen Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen hatten, die in der Kindheit oft umgezogen waren. <strong>Introvertierte</strong> Menschen fühlten sich umso weniger wohl, je öfter sie als Kinder umgezogen waren. Dagegen war das Wohlbefinden von <strong>extravertierten</strong> Menschen unabhängig von der Zahl der Ortswechsel in der Kindheit.</p>
<p>„Wenn Menschen häufig umziehen, ist es für sie schwerer, enge Beziehungen über längere Zeit aufrecht zu erhalten”, sagt <em>Oishi</em>. „Für Menschen, die gut auf andere zugehen können, und die schnell und einfach neue Freundschaften schließen, muss das kein ernsthaftes Problem sein. Aber Menschen, die weniger aus sich herausgehen, fällt es schwerer, neue Freunde zu finden.“</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass <strong>neurotische</strong> Menschen, die oft umgezogen waren, mit ihrem Leben weniger zufrieden waren und sich seelisch nicht so wohl fühlten wie Menschen, die nicht so oft umgezogen waren, oder die keine neurotische Persönlichkeit hatten. In dieser Studie definierten die Autoren Neurotizismus als eine Persönlichkeit, für die Launenhaftigkeit, Nervosität und Überempfindlichkeit typisch sind. Dabei hatte aber die Anzahl und Qualität der Beziehungen neurotischer Menschen keinen Einfluss auf ihr Wohlbefinden, egal wie oft sie als Kinder umgezogen waren. <em>Oishi</em> vermutet, das könnte an der allgemein eher <strong>negativen</strong> Art liegen, mit der neurotische Menschen auf belastende Ereignisse in ihrem Leben <strong>reagieren</strong>.</p>
<p>Außerdem untersuchten die Forscher die <strong>Sterblichkeitsraten</strong> der Studienteilnehmer. Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen, die als Kinder öfter umgezogen waren, zum Zeitpunkt der zweiten Befragung häufiger verstorben waren. Dieser Effekt war auch nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und Rasse noch sichtbar. „Wir können vermuten, dass ein häufiger <strong>Ortswechsel </strong>mit mehr <strong>Stress</strong> verbunden ist, und es ist bekannt, dass Stress der Gesundheit von Menschen schadet“, sagt <em>Oishi</em>. „Aber wir brauchen weitere Untersuchungen über diesen Zusammenhang, bevor wir daraus schließen können, dass häufiges Umziehen in der Kindheit tatsächlich zu langfristigen Gesundheitsschäden führen kann.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.apa.org/news/press/releases/2010/06/moving-well-being.aspx" target="_blank">American Psychological Association</a></span>, 3.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.apa.org/pubs/journals/releases/psp-98-6-980.pdf" target="_blank">Oishi &amp; Schimmack</a></span>. <em>J. Personality &amp; Social Psychology</em>, Juni 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<title>Was ist der Zusammenhang zwischen Lebens- und Jobzufriedenheit?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 12:35:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Lebens- und Jobzufriedenheit hängen so eng miteinander zusammen, dass nicht klar ist, was Ursache und was Wirkung ist. Eine neue Studie hat die Frage statistisch untersucht und zeigt, dass die Lebenszufriedenheit die Grundlage bildet. Wir haben eine Pressemitteilung des Herausgebers von Anfang April übersetzt, die das Wesentliche der Studie kurz beschreibt:
Leute, die mit dem Leben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2268" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Was ist der Zusammenhang zwischen Lebens- und Jobzufriedenheit s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Was-ist-der-Zusammenhang-zwischen-Lebens-und-Jobzufriedenheit-s.jpg" alt="Was ist der Zusammenhang zwischen Lebens- und Jobzufriedenheit s" width="167" height="125" />Lebens- und Jobzufriedenheit hängen so eng miteinander zusammen, dass nicht klar ist, was Ursache und was Wirkung ist. Eine neue Studie hat die Frage statistisch untersucht und zeigt, dass die Lebenszufriedenheit die Grundlage bildet. Wir haben eine Pressemitteilung des Herausgebers von Anfang April übersetzt, die das Wesentliche der Studie kurz beschreibt:</p>
<p>Leute, die mit dem <strong>Leben nicht glücklich</strong> sind, werden meistens auch auf der <strong>Arbeit nicht zufrieden</strong> sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die online in der Aprilausgabe des <em>Journal of Occupational and Organizational Psychology</em> veröffentlicht wurde.</p>
<p><span id="more-2260"></span>Assistant Professor <em>Nathan Bowling</em> von der <em>Wright State University</em> in den USA und seine Mitarbeiter <em>Kevin Eschleman</em> und <em>Qiang Wang</em> führten eine <strong>Meta-Analyse</strong> von 223 Studien durch, die zwischen 1967 und 2008 erschienen. Bei dieser Art der Analyse werden bereits veröffentlichte Studien zu einem Thema miteinander verglichen und gemeinsam statistisch ausgewertet. Alle Einzelstudien in der Meta-Analyse hatten auf ihre Weise den Zusammenhang zwischen <strong>Jobzufriedenheit</strong> und <strong>Lebenszufriedenheit</strong> (oder dem subjektiven Wohlbefinden) von Menschen untersucht.</p>
<p>Assistant Professor <em>Nathan Bowling</em> sagt: „Wir untersuchten Studien, die beide Faktoren zu zwei <strong>verschiedenen Zeitpunkten</strong> analysiert hatten, um so den <strong>Ursache-Wirkungs-Zusammenhang</strong> von Jobzufriedenheit und Lebenszufriedenheit besser verstehen zu können. Wenn Menschen mit ihrer Arbeit zufrieden sind, heißt das, sie sind insgesamt glücklicher und zufriedener mit ihrem Leben? Oder besteht ein Kausalzusammenhang in die andere Richtung?”</p>
<p>Der Kausalzusammenhang zwischen subjektivem Wohlbefinden und Jobzufriedenheit zu einem späteren Zeitpunkt war stärker als zwischen Jobzufriedenheit und späterem subjektiven Wohlbefinden.</p>
<p>„Diese Ergebnisse zeigen, <strong>wenn</strong> ein Mensch im Leben <strong>allgemein glücklich</strong> und zufrieden ist oder die Anlage dazu hat, wird er wahrscheinlich <strong>auch</strong> mit seiner <strong>Arbeit</strong> glücklich und zufrieden sein&#8221;, sagt <em>Nathan Bowling</em>.</p>
<p>„Die Kehrseite dieser Beobachtung könnte allerdings sein, dass diejenigen, die im Leben allgemein unzufrieden sind und ihr Glück in der Arbeit suchen, auch mit ihrem Job nicht zufrieden sein werden. Und insgesamt glücklicher im Leben werden sie ebenfalls nicht, wenn sie es so versuchen.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.bps.org.uk/media-centre/press-releases/releases$/journal-of-occupational-and-organizational-psychology$/psychologists-search-for-secret-of-happiness-at-work.cfm" target="_blank">British Psychological Society</a></span>, 1.4.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://bpsoc.publisher.ingentaconnect.com/content/bpsoc/joop/pre-prints/joop1031;jsessionid=37tt3la8hduh4.victoria" target="_blank">Bowling et al</a></span>. Journal of Occupational and Organizational Psychology, April 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-ehrenamtliche-tatigkeit das-kognitive-altern verlangsamen/" target="_self">Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Fördert Arbeit im Ruhestand die Gesundheit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/fordert-arbeit-im-ruhestand-die-gesundheit/" target="_self">Fördert Arbeit im Ruhestand die Gesundheit?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Leben fleißige Menschen länger?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/leben-fleissige-menschen-langer/" target="_self">Leben fleißige Menschen länger?</a></span></p>
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		</item>
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		<title>Macht zu viel Smalltalk unglücklich?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-zu-viel-smalltalk-unglucklich/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 11:49:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden von Menschen und dem Zusammensein mit anderen ist durch viele Studien belegt. In einer aktuellen Untersuchung haben Forscher den Einfluss von Quantität und Qualität menschlicher Kommunikation verglichen und gezeigt, die glücklichsten Menschen reden viel und plappern wenig. Ich habe einen Presseartikel von dieser Woche übersetzt, der die noch nicht veröffentlichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2061" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Macht zu viel Smalltalk unglücklich s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Macht-zu-viel-Smalltalk-unglücklich-s1.jpg" alt="Macht zu viel Smalltalk unglücklich s" width="190" height="125" />Der Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden von Menschen und dem Zusammensein mit anderen ist durch viele Studien belegt. In einer aktuellen Untersuchung haben Forscher den Einfluss von Quantität und Qualität menschlicher Kommunikation verglichen und gezeigt, die glücklichsten Menschen reden viel und plappern wenig. Ich habe einen Presseartikel von dieser Woche übersetzt, der die noch nicht veröffentlichte Studie schon kurz beschreibt:</p>
<p>Womit verbringt ein <strong>glücklicher</strong> <strong>Mensch</strong> mehr Zeit – mit belanglosem <strong>Geschwätz</strong> oder mit nachdenklichen und <strong>tiefgehenden Gesprächen</strong>? Die Psychologen <em>Matthias R. Mehl</em>, <em>Shannon E. Holleran</em> und <em>C. Shelby Clark </em>von der <em>University of Arizona </em>sowie <em>Simine Vazire</em> von der <em>Washington University</em> in St. Louis in den USA untersuchten, ob sich glückliche und unglückliche Menschen darin unterscheiden, wie sie sich mit anderen unterhalten.</p>
<p><span id="more-2053"></span>Für die <strong>Studie</strong> trugen Freiwillige vier Tage lang einen sogenannten Electronically Activated Recorder (EAR), ein unauffälliges Aufzeichnungsgerät. Das Gerät machte in bestimmten Abständen kurze Aufnahmen der Umgebungsgeräusche, während die Versuchsteilnehmer ihren normalen Alltagsgeschäften nachgingen. In dieser Untersuchung machte das EAR-Gerät alle zwölfeinhalb Minuten eine dreißig Sekunden lange Aufnahme. Insgesamt hörten sich die Forscher mehr als zwanzigtausend solcher Einzelaufnahmen an und identifizierten die <strong>Unterhaltungen</strong> als <strong>trivialen</strong> Smalltalk oder <strong>ernsthafte</strong> Diskussionen. Außerdem füllten die Versuchsteilnehmer Fragebögen zu ihrer <strong>Persönlichkeit</strong> und ihrem <strong>Wohlbefinden</strong> aus.</p>
<p>Die Auswertung der Studie, die jetzt in <em>Psychological Science</em>, einem Journal der <em>Association for Psychological Science</em> veröffentlicht wird, kam zu zwei bemerkenswerten Ergebnissen. <strong>Am besten </strong>ging es Leuten, die am <strong>wenigsten allein</strong> waren und am <strong>meisten</strong> mit anderen <strong>sprachen</strong>: Die glücklichsten Studienteilnehmer waren fünfundzwanzig Prozent weniger allein und verbrachten siebzig Prozent mehr Zeit im Gespräch mit anderen als die unglücklichsten Teilnehmer. Außer den Unterschieden bei den sozialen Interaktionen, die glückliche und unglückliche Menschen hatten, nahmen sie auch an anderen Arten der Unterhaltung teil: Die <strong>glücklichsten</strong> Teilnehmer führten doppelt so viele <strong>ernsthafte Gespräche</strong> und machten nur ein Drittel so viel Smalltalk wie die unglücklichsten Teilnehmer.</p>
<p>Diese Ergebnisse zeigen, dass ein glückliches Leben eher durch soziale Kontakte und tiefgehende Unterhaltungen geprägt ist als durch Einsamkeit und Oberflächlichkeit. Obwohl die Ergebnisse derzeit keine Rückschlüsse auf die Richtung einer möglichen Ursache-Wirkungs-Beziehung zulassen, vermuten die Forscher, dass tiefe Gespräche Menschen glücklicher machen können. Sie meinen, „Genauso, wie sich Menschen <strong>füreinander öffnen</strong> und dadurch einer Beziehung eine Atmosphäre von <strong>Nähe</strong> geben, können <strong>tiefe Gespräche </strong>einem Gegenüber das Gefühl besonderer Bedeutung verleihen.”</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.psychologicalscience.org/media/releases/2010/mehl.cfm" target="_blank">Association for Psychological Science</a></span>, 4.3.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Glück ansteckend?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-gluck-ansteckend/" target="_self">Ist Glück ansteckend?</a></span></p>
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		<title>Schützt Zufriedenheit vor Herzerkrankungen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/schutzt-zufriedenheit-vor-herzerkrankungen/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 12:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Zusammenhang zwischen Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist schon länger bekannt. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass eine „positive Persönlichkeit“ einen entgegengesetzten Effekt hat und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Ich habe eine Pressemitteilung des Herausgebers des Journals vom 18. Februar übersetzt, in der die Forscher praktische Tipps für den Alltag geben:
Menschen, die normalerweise glücklich, begeisterungsfähig und zufrieden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1913" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Schützt Zufriedenheit vor Herzerkrankungen s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Schützt-Zufriedenheit-vor-Herzerkrankungen-s.jpg" alt="Schützt Zufriedenheit vor Herzerkrankungen s" width="125" height="165" />Der Zusammenhang zwischen Depressionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist schon länger bekannt. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass eine „positive Persönlichkeit“ einen entgegengesetzten Effekt hat und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Ich habe eine Pressemitteilung des Herausgebers des Journals vom 18. Februar übersetzt, in der die Forscher praktische Tipps für den Alltag geben:</p>
<p>Menschen, die normalerweise <strong>glücklich</strong>, begeisterungsfähig und zufrieden sind, werden <strong>seltener herzkrank</strong> als Menschen, die eher nicht glücklich sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine bedeutende neue Studie, die am 17. Februar veröffentlicht wurde.</p>
<p>Nach Meinung der Autoren zeigt die Studie, die im <em>European Heart Journal</em>, dem führenden europäischen Fachjournal für Kardiologie, veröffentlicht wurde, zum ersten Mal einen Zusammenhang zwischen positiven Emotionen und koronarer Herzkrankheit, der unabhängig von anderen Risikofaktoren ist.</p>
<p><span id="more-1907"></span>Die erste Autorin der Studie <em>Dr. Karina Davidson </em>sagt, obwohl für die Untersuchung Menschen lediglich beobachtet wurden, deuten ihre Ergebnisse darauf hin, dass eine <strong>Verstärkung positiver Emotionen </strong>bei Menschen <strong>Herzerkrankungen verhindern</strong> könnte. Dennoch rät sie zur Vorsicht, denn es wäre verfrüht, schon jetzt klinische Empfehlungen abzugeben. Vorher müssten die Ergebnisse noch durch andere klinische Studien eingehender untersucht werden.</p>
<p>„Wir brauchen dringend exakte klinische Untersuchungen auf diesem Gebiet. Wenn solche Studien unsere Ergebnisse bestätigen, wären sie außerordentlich wichtig, um sagen zu können, was genau Ärzte und/oder Patienten zur Förderung der Gesundheit tun können“, sagt <em>Dr. Davidson</em>, die Herbert Irving Associate Professor of Medicine &amp; Psychiatry und Direktorin des Centers for Behavioral Cardiovascular Health am Medical Center der <em>Columbia University</em> (New York, USA) ist.</p>
<p>Für ihre <strong>Studie </strong>beobachteten <em>Dr. Davidson</em> und ihre Mitarbeiter zehn Jahre lang 1739 gesunde Erwachsene (862 Männer und 877 Frauen), die seit 1995 an der Nova Scotia-Gesundheitsstudie teilnehmen. Zu Beginn der Studie werteten dafür geschulte Krankenschwestern das <strong>Risiko</strong> der Studienteilnehmer für <strong>Herzerkrankungen</strong> aus. Dazu gehörten Selbstauskünfte und eine Gesundheitsuntersuchung, die eine Quantifizierung von Symptomen für <strong>Depressionen</strong>, <strong>Feindseligkeit</strong> und <strong>Ängste</strong> erlaubten. Ferner wurde der Wert des sogenannten <strong>positiven Affekts</strong> bestimmt, der misst, wie stark ein Mensch positive Emotionen zum Ausdruck bringt.</p>
<p>Der <strong>positive Affekt </strong>ist definiert als das Erleben angenehmer Emotionen wie Freude, Glück, Aufregung, Begeisterung und Zufriedenheit. Diese Gefühle können vorübergehend sein, aber normalerweise sind sie stabil und <strong>charakteristisch </strong>für die <strong>Persönlichkeit</strong> eines Menschen, besonders bei Erwachsenen. Der positive Affekt ist weitgehend unabhängig vom <strong>negativen Affekt</strong>, sodass ein Mensch, der im Allgemeinen glücklich und zufrieden ist, bisweilen auch ängstlich, wütend oder niedergeschlagen sein kann.</p>
<p>Nach Korrektur der Daten für den Einfluss von Alter, Geschlecht, Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und negativen Emotionen stellten die Forscher fest, dass über den zehnjährigen Beobachtungszeitraum ein erhöhter <strong>positiver Affekt</strong> ein um 22 Prozent pro Punkt <strong>geringeres Risiko </strong>für <strong>Herzkrankheiten</strong> vorhersagte (auf einer Skala von 5 Punkten, die den Ausdruck von positivem Affekt von „kein“ bis „extrem“ misst).</p>
<p>Dabei bedeutet nach <em>Dr. Davidson</em> „22 Prozent pro Punkt“, dass Teilnehmer mit gar keinem positiven Affekt ein 22 Prozent höheres Risiko für ischämische Herzerkrankungen (Herzinfarkt oder Angina) hatten als Teilnehmer mit einem geringen positiven Affekt, die wiederum ein 22 Prozent höheres Risiko hatten als Leute mit mäßigem positiven Affekt.</p>
<p>„Außerdem stellten wir fest, wenn ein normalerweise <strong>positiver Mensch</strong> zur Zeit der Befragung ein paar <strong>depressive Symptome </strong>hatte, wirkte sich das <strong>nicht</strong> auf sein insgesamt geringeres <strong>Risiko</strong> für Herzerkrankungen aus.“</p>
<p>„Soweit wir wissen, ist dies die erste prospektive Studie, die den Zusammenhang zwischen einem klinisch ausgewerteten positiven Affekt und Herzerkrankungen untersucht hat“.</p>
<p>Die Forscher spekulieren über die möglichen <strong>Mechanismen</strong> und wie positive Emotionen für einen lang anhaltenden Schutz gegen Herzerkrankungen verantwortlich sein könnten. Dazu gehören ein Einfluss auf die Herzfrequenz, Schlafmuster und den Erfolg, mit dem Rauchen aufzugeben.</p>
<p>„Es gibt mehrere mögliche Erklärungen“, sagt <em>Dr. Davidson</em>. „Erstens könnten Menschen mit mehr positivem Affekt aus physiologischen Gründen längere Ruhe- oder <strong>Entspannungspausen</strong> haben. Die Regulation des <strong>Blutdrucks</strong> und der körperlichen Entspannung allgemein könnte bei diesen Menschen besser funktionieren als bei Leuten mit weniger positivem Affekt. Zweitens könnten sich Leute mit mehr positivem Affekt schneller von belastenden Einflüssen erholen und sich <strong>nicht so lange</strong> mit ihnen „<strong>innerlich beschäftigen</strong>“ müssen, was wiederum physiologische Schäden zu verursachen scheint. Dies sind aber Spekulationen, weil wir gerade erst anfangen zu untersuchen, warum positive Emotionen und Glück positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben.“</p>
<p>Sie sagt, dass zu den meisten Behandlungsmethoden gegen <strong>Depressionen</strong> eine Stärkung des positiven und eine Verminderung des negativen Affekts gehört. Wenn weitere klinische Untersuchungen die Ergebnisse dieser Studie bestätigen, sollte es relativ einfach sein, den <strong>positiven Affekt</strong> bei Patienten zu bestimmen und sich Schritte zu überlegen, die ihn <strong>verstärken </strong>und späteren <strong>Herzerkrankungen vorbeugen</strong>. Bis dahin können Leute, die über diese Studie lesen, selbst ein paar einfache Maßnahmen ergreifen, um ihren positiven Affekt zu stärken.</p>
<p>„Genauso wie bei der Beobachtung, dass mäßiger Weingenuss gesund (und angenehm) ist, kann auch jetzt jeder dafür sorgen, dass er in seinem <strong>Alltag</strong> ein paar <strong>Aktivitäten</strong> hat, die ihm <strong>Spaß </strong>machen&#8221;, meint sie. „Manche Leute warten, bis sie zwei Wochen Urlaub haben, um sich zu amüsieren. Das ist so ähnlich wie ein Trinkgelage am Wochenende (man braucht Maßhalten und <strong>Beständigkeit </strong>im Leben, nicht Entbehrung und Exzess). Wenn Sie gerne Novellen lesen, aber nie die Zeit dazu finden, reservieren Sie sich eine Viertelstunde zum Lesen. Wenn Sie spazieren gehen oder Musik hören aufmuntert, planen Sie es in Ihrem Tag ein. Im Grunde kann es nur gut für Ihr seelisches Wohl sein, wenn Sie sich jeden Tag ein paar Minuten lang mit etwas beschäftigen, dass Sie wirklich entspannt und Ihnen Spaß macht, und das könnte auch gut für Ihre körperliche Gesundheit sein (obwohl das erst noch bestätigt werden muss).“</p>
<p>In der gleichen Ausgabe des <em>European Heart Journal </em>erscheint ein Leitartikel von <em>Bertram Pitt</em>, Professor für innere Medizin und <em>Patricia Deldin</em>, Associate Professor für Psychologie und Psychiatrie, beide von der School of Medicine der <em>University of Michigan</em> in den USA. Darin weisen die Autoren darauf hin, dass im Moment niemand weiß, ob <strong>positiver Affekt</strong> eine direkte oder indirekte Rolle für die <strong>Ursachen</strong> von <strong>Herzerkrankungen</strong> spielt, oder ob noch ein dritter, beiden gemeinsamer zugrunde liegender Faktor beteiligt ist. Außerdem wüsste niemand genau, ob man positiven Affekt verändern oder verstärken kann und bis zu welchem Grad.</p>
<p>„Inzwischen werden groß angelegte, kontrollierte <strong>klinische Untersuchungen</strong> durchgeführt, die Methoden zur Verstärkung des positiven Affekts bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen testen“, schreiben sie und fahren fort: „Diese Studien werden es erlauben, die Wirkung eines verstärkten positiven Affekts auf den Verlauf von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszuwerten und einen Einblick in die Natur des Zusammenhangs zwischen positivem Affekt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bieten.“</p>
<p>„Der <strong>Teufelskreis</strong> aus <strong>Herz-Kreislauf-Erkrankungen</strong> und klinischen <strong>Depressionen</strong> verdient mehr Beachtung sowohl in der Herz-Kreislauf- als auch in der psychiatrischen Forschung“, schreiben die Autoren. „Diese neuen Behandlungsmethoden (zur Verstärkung des positiven Affekts) könnten ein vielversprechender Ansatz für eine Therapie von Herz-Kreislauf-Patienten werden, die an Depressionen erkranken. Die Beobachtungen und Hypothesen von <em>Davidson </em>et al. könnten einen Anreiz für weitere Studien über die Wirkung eines verstärkten positiven Affekts auf physiologische Anomalien und das damit verbundene Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bieten. Dann hätten wir vielleicht alle einen Grund zur Freude.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.escardio.org/about/press/press-releases/pr-10/Pages/Happiness-protects-against-heart-disease.aspx?hit=dontmiss" target="_blank">European Society of  Cardiology</a></span>, 18.2.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.oxfordjournals.org/our_journals/eurheartj/press_releases/freepdf/ehp603.pdf" target="_blank">Davidson et al</a></span>. European Heart Journal Feb 2010</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.oxfordjournals.org/our_journals/eurheartj/press_releases/freepdf/ehq031.pdf" target="_blank">Pitt &amp; Deldin</a></span>. European Heart Journal Feb 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<title>Treten postnatale bzw. postpartale Depressionen auch bei Vätern auf?</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 22:02:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Frauen leiden nach der Geburt eines Kindes vorübergehend unter Depressionen. In diesem Übersichtsartikel beschreibt James Paulson, der Assistant Professor für Psychiatrie an der Eastern Virginia Medical School in den USA ist, ähnliche Depressionen bei Vätern. Dabei spielt die Beziehung der Eltern eine entscheidende Rolle und eine „depressive Ansteckungsgefahr“, die von Müttern mit postnatalen Depressionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1859" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="depression in expectant and new fathers s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/depression-in-expectant-and-new-fathers-s.jpg" alt="depression in expectant and new fathers s" width="125" height="203" />Viele Frauen leiden nach der Geburt eines Kindes vorübergehend unter Depressionen. In diesem Übersichtsartikel beschreibt <em>James Paulson</em>, der Assistant Professor für Psychiatrie an der <em>Eastern Virginia Medical School</em> in den USA ist, ähnliche Depressionen bei Vätern. Dabei spielt die Beziehung der Eltern eine entscheidende Rolle und eine „depressive Ansteckungsgefahr“, die von Müttern mit postnatalen Depressionen ausgeht. Ich habe diesen längeren Artikel aus der <em>Psychiatric Times</em> vom 6. Februar übersetzt, der auch einen sehr lesenswerten Überblick über Depressionen allgemein und ihre Auswirkungen auf Familien bietet:</p>
<p>Etwa zehn bis 30 Prozent aller <strong>Frauen</strong> leiden während der <strong>Schwangerschaft</strong> unter erheblichen Depressionen: auch im ersten Jahr <strong>nach der Geburt</strong> treten <strong>Depressionen</strong> weiterhin stärker gehäuft auf. Obwohl ausgesprochen viele Forschungsergebnisse über die Risikofaktoren für und die negativen Auswirkungen von Depressionen bei Müttern vorliegen, wissen wir nur wenig über Depressionen bei Männern, die <strong>Vater</strong> werden oder Babys und Kleinkinder haben.</p>
<p><span id="more-1853"></span>Dieser Artikel bietet einen Überblick über die noch begrenzte aber zunehmende Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen über pränatale und postpartale (vor- und nachgeburtliche) <strong>Depressionen bei Vätern</strong>. Er betont die neueren Ergebnisse, zeigt Bereiche für die zukünftige Forschung auf und schlägt ein vorläufiges <strong>Erklärungsmodell</strong> für das Verständnis von Depressionen vor, das die Rolle der <strong>elterlichen Beziehung</strong> betont. Er zielt auf ein besseres Verständnis von Aspekten der elterlichen Beziehung ab, die Depressionen bei Vätern mit Kleinkindern zugrunde liegen können.</p>
<p><strong>Können Väter bei Geburt ihres Kindes Depressionen bekommen?</strong></p>
<p>Traditionell betrachten wir Depressionen während der Schwangerschaft und nach der Geburt als ein Phänomen, das <strong>nur bei Frauen</strong> auftritt. Darstellungen für Laien in der Presse aber auch die medizinischen und psychologischen Gesundheitsdienste betonen die Rolle von biochemischen Veränderungen bei Müttern während der Schwangerschaft und nach der Geburt als eine der Ursachen für Depressionen. Trotz ihrer Popularität finden Theorien über <strong>hormonelle und biochemische Mechanismen</strong> der Entstehung von Depressionen bei Frauen vor und nach der Geburt in der wissenschaftlichen Literatur jedoch eine nur teilweise Bestätigung. Denn die hormonellen Ursachen lassen sich nicht immer schlüssig aufzeigen und Daten über den Zusammenhang von Hormonen und Depressionen lassen sich nicht ausreichend reproduzieren.</p>
<p><strong>HAUPTPUNKTE</strong></p>
<p>■ Der Umfang und die Qualität des <strong>väterlichen Engagements</strong> für sein Kind bis zum Lauflernalter sagen die spätere <strong>Kindesentwicklung </strong>voraus. Depressionen des Vaters in der frühen Kindheit können die Entwicklung und das seelische Wohl des Kindes gefährden.</p>
<p>■ Die <strong>Häufigkeit</strong> erheblicher Depressionen bei <strong>Vätern</strong> mit Kleinkindern liegt nach Schätzungen zwischen <strong>1,2 und 25,5 Prozent</strong>.</p>
<p>■ Immer mehr Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich depressive Symptome bei Vätern durch <strong>zwischenmenschliche Probleme</strong> mit der Mutter und <strong>depressive</strong> Symptome bei der <strong>Mutter</strong> vorhersagen lassen.</p>
<p>Psychosoziale Theorien über vor- und nachgeburtliche Depressionen konzentrieren sich auf <strong>Stressfaktoren</strong> bei der <strong>Mutter</strong>, die durch die <strong>Beeinträchtigungen</strong> ihrer <strong>Beziehungen</strong> ausgelöst werden (zum Beispiel Anforderungen an ihre Geschlechterrolle, unbefriedigte Bindungsbedürfnisse, Störungen ihrer zwischenmenschlichen Beziehungen und selbst empfundene Abweichungen von sozialen Normen). Die Forschung über psychosoziale Faktoren war recht ergiebig und hat Faktoren identifiziert, die Depressionen zuverlässig vorhersagen können. Dazu gehören <strong>Alltagsstress</strong>, mangelnder <strong>sozialer Rückhalt</strong>, eine schwierige <strong>Ehebeziehung</strong>, sozioökonomischer Status und viele andere psychologische, familiäre und soziale Faktoren, die eine Vorhersage erlauben.</p>
<p>Es ist nicht ganz klar, warum Depressionen bei Männern, die Vater werden oder Kleinkinder haben, bis vor Kurzem nicht untersucht wurden. Die verbreitete Neigung, sich auf die biologischen Veränderungen während der Schwangerschaft als Ursachen zu konzentrieren, mag mit dazu beigetragen haben, den nicht-schwangeren Elternteil zu übersehen. <strong>Väter</strong> (auf die biochemische Veränderungen während der Schwangerschaft keinen Einfluss haben) unterliegen aber den <strong>psychosozialen Stressfaktoren</strong>, die auf Eltern mit Kleinkindern einwirken. Sie können Stressfaktoren ausgesetzt sein, die speziell mit ihrer <strong>neuen Rolle</strong> verbunden ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Umfang und die Qualität des <strong>väterlichen Engagements</strong> für sein <strong>Kind</strong> bis zum Lauflernalter die spätere Kindesentwicklung voraussagen. Depressionen des Vaters während der frühen Kindheit können die Entwicklung und das seelische Wohl des Kindes gefährden.</p>
<p>Mehrere Untersuchungen aus neuerer Zeit haben gezeigt, dass Depressionen bei Vätern mit Kleinkindern „prävalent“ sind (das heißt, sie treten häufiger auf als in der erwachsenen männlichen Gesamtbevölkerung) und sich auch negativ auf das Kind auswirken können. Die <strong>Häufigkeit</strong> erheblicher <strong>Depressionen bei Vätern</strong> in den Monaten nach der Geburt liegt nach Schätzungen zwischen 1,2 und 25,5 Prozent. Dieser Forschungsbereich, der gerade erst im Entstehen ist, hat seine Anfangsschwierigkeiten, wie die <strong>weit auseinander liegenden Schätzungen</strong> für die Häufigkeit deutlich signalisieren. Die Methoden für die Quantifizierung von Depressionen bei werdenden Vätern und Vätern mit Kleinkindern müssen bei Forschern noch vereinheitlicht werden. Wir haben bei Weitem noch keine Einigung erreicht bei Fragen wie:</p>
<p>• Wann <strong>quantifizieren</strong> wir Depressionen (während der Schwangerschaft und/oder nach der Geburt des Kindes)?</p>
<p>• Wie <strong>identifizieren</strong> wir Väter, die untersucht werden sollten?</p>
<p>• Wie regeln wir die Unterteilung in <strong>bestimmte Gruppen</strong> (zum Beispiel Väter, die mit dem Kind zusammen leben oder nicht)?</p>
<p>Wir haben noch keinen Begriff, um das Phänomen überhaupt zu beschreiben (zum Beispiel männliche postpartale Depression oder Depression in der frühen Vaterschaft).</p>
<p>Die großen <strong>Unterschiede</strong> bei den <strong>Methoden</strong>, die zur Untersuchung von Depressionen in der frühen Vaterschaft benutzt wurden, sind wahrscheinlich auch ein Grund für das <strong>Auseinanderklaffen der Schätzungen</strong> für die Prävalenz, die <em>Goodman, Pinheiro</em>, ich selbst und andere Autoren beschrieben haben. Aber trotz dieser Herausforderungen ist bereits klar geworden, dass Depressionen bei werdenden Vätern und Vätern mit Kleinkindern weiter verbreitet sind, als wir einmal dachten.</p>
<p><strong>Folgen der Depression</strong></p>
<p>Bei Müttern mit Kleinkindern sind Depressionen ein Grund zu ernster Besorgnis, weil sie negative Auswirkungen auf die spätere Entwicklung und die geistig-seelische Gesundheit des Kindes haben. Dagegen ist wenig darüber bekannt, welchen Einfluss Depressionen des Vaters auf das Kind haben. Mehrere Studien zeigen aber, dass <strong>Depressionen des Vaters</strong> ein Risiko für die gesunde Entwicklung des Kindes darstellen. Eine Untersuchung aus dem Jahre 2005 stellte fest, dass eine Zunahme von Depressionssymptomen beim Vater acht Wochen nach der Geburt mit verstärkten <strong>Verhaltensproblemen des Kindes</strong> (nach innen und nach außen gekehrten) dreieinhalb Jahre später verbunden war. Dieser Effekt war bei <strong>Jungen ausgeprägter</strong> und wurde auch dann beobachtet, wenn sich die Depressionen des Vaters inzwischen gebessert hatten.</p>
<p>Andere Studien zeigten einen Zusammenhang von Depressionen bei Vätern von Kleinkindern mit <strong>verminderten </strong><strong>Vater-Kind-Aktivitäten</strong>, Störungen bei der Bildung der <strong>Vater-Kind-Bindung</strong>, vermehrtem Stress bei der <strong>Kindeserziehung</strong> und größeren Unstimmigkeiten in der <strong>Beziehung zur Mutter</strong> des Kindes. In mehreren Studien wurde ein Zusammenhang beobachtet zwischen verstärkten, aber noch nicht krankhaften Symptomen für Depressionen und negativen Auswirkungen auf die Kindeserziehung sowie negativen Folgen für das Zurechtkommen des Kindes im Alltag.</p>
<p>In einer unserer eigenen Untersuchungen stellten ich und meine Mitarbeiter fest, dass neun Monate alte Kinder von depressiven Vätern weniger positive Eltern-Kind-Interaktionen hatten (darunter spielen, Lieder singen, Geschichten erzählen und vorlesen). Neue Ergebnisse zeigen, dass sich diese verminderte <strong>Vater-Kind-Interaktion</strong>, insbesondere beim Lesen, <strong>negativ</strong> auf den <strong>Wortschatz auswirkt</strong>, mit dem sich ein <strong>Kind</strong> im Alter von zwei Jahren ausdrücken kann. Außerdem haben auch Depressionen bei <strong>Eltern, die nicht</strong> mit dem Kind <strong>zusammen leben</strong>, einen negativen Einfluss auf die elterliche Beziehung und vermindern später das Engagement des nicht zu Hause lebenden Vaters für sein kleines Kind.</p>
<p><strong>Dynamik der Elternbeziehung</strong></p>
<p>Man weiß nicht viel über die Faktoren, die Depressionen bei Vätern mit Kleinkindern verursachen oder zu ihnen beitragen. Offenbar sagt, wie allgemein beim Risiko für Depressionen, eine <strong>Vorgeschichte von Depressionen</strong> und anderen psychischen Störungen das Auftreten von postnatalen Depressionen bei Vätern wie auch bei Müttern sehr zuverlässig voraus. Obwohl Merkmale der <strong>Familienstruktur</strong> (wie Trennung, Scheidung oder Stieffamilienstatus) Risiken für stärkere Depressionen zu sein scheinen, sind die spezifischen Mechanismen unklar, die Depressionen bei Vätern mit Kleinkindern vorausgehen und zu ihnen führen.</p>
<p>Untersuchungen stellten übereinstimmend einen <strong>Zusammenhang</strong> zwischen <strong>Depressionen bei Müttern und Vätern </strong>fest. Mehrere Studien haben einen schwachen bis mäßigen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad von Depressionssymptomen bei Müttern und Vätern gezeigt. Ein <strong>gestörtes</strong> Verhältnis bei der <strong>gemeinsamen Kindeserziehung</strong> scheint ein wichtiger Mechanismus für diese <strong>depressive Ansteckung</strong> bei Eltern mit Kleinkindern zu sein. Die Wahrscheinlichkeit für erhebliche Depressionen war bei Vätern dreimal so hoch, wenn die Mutter leichte Depressionen hatte, und stieg auf das mehr als Achtfache an, wenn die Mutter unter mäßigen bis schweren Depressionen litt.</p>
<p>Eine Studie untersuchte die Zusammenhänge von <strong>Depressionen bei Vätern</strong> und anderen Faktoren im ersten Jahr nach der Geburt. Der Schweregrad der Depressionssymptome des Vaters wurde nicht in erster Linie von anderen Persönlichkeitseigenschaften beeinflusst. Er ließ sich vor allem anhand des <strong>Neurotizismus</strong> (zu Neurosen neigende Persönlichkeit) und der <strong>depressiven Symptome der Mutter</strong> sowie der <strong>Qualität der Ehebeziehung</strong> voraussagen.</p>
<p>Außerdem stellten wir fest, dass dieses Phänomen der <strong>depressiven Ansteckung</strong> nicht auf Paare in einer Liebesbeziehung beschränkt ist und fanden einen schwachen bis mäßigen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der Depressionen, <strong>auch wenn</strong> die <strong>Eltern </strong>von Kleinkindern <strong>nicht zusammen</strong> leben (wenn sie zum Beispiel geschieden sind, getrennt oder nie zusammen gelebt haben). Auch in solchen Fällen haben Depressionen negative Auswirkungen auf das <strong>Verhältnis der Eltern</strong> bei der <strong>Kindeserziehung</strong> und das <strong>Engagement des Vaters</strong> für ein Kind, mit dem er nicht zusammen lebt. Die Ergebnisse anderer Studien über nicht zusammen lebende Eltern zeigen ebenfalls, dass depressive Ansteckung nicht auf Paare beschränkt ist, die traditionell zusammen leben.</p>
<p><strong>Ein Erklärungsmodell, das die Elternbeziehung berücksichtigt</strong></p>
<p>Bis jetzt hat niemand ein <strong>Modell</strong> zur Erklärung von Depressionen bei Vätern von Kleinkindern vorgeschlagen oder ein Modell für eine gemeinsame Entwicklung von Depressionen bei Vätern und Müttern in Verbindung mit der Geburt ihres Kindes, das die Elternbeziehung ausdrücklich berücksichtigt. Je mehr wir über Depressionen bei Vätern von Kleinkindern lernen und sie als ein wichtiges Problem für den Einzelnen und für Familien akzeptieren, um so mehr wird der Bedarf für einen einheitlichen Forschungsansatz sichtbar, der auch die Elternbeziehung berücksichtigt. Wir brauchen ein klares Modell, um die Rolle einer<strong> gestörten Elternbeziehung</strong> bei Depressionen zu verstehen, ebenso wie den <strong>Einfluss</strong>, den Depressionen bei <strong>einem Partner auf den anderen</strong> haben.</p>
<p>Aus der Kombination dreier unterschiedlicher Denkansätze ergibt sich ein größerer Rahmen, um Depressionen bei Vätern von einer Beziehungsperspektive aus zu beschreiben. Das erste Rahmenkonzept wurde von <em>Simpson</em> und Mitarbeitern vorgeschlagen und bedient sich der <strong>Theorie</strong> über die <strong>Bindung bei Erwachsenen</strong>. Es wurde vor dem Hintergrund von Studien zu Depressionen bei Müttern entwickelt und behauptet, dass ein erfolgreiches <strong>Hineinwachsen</strong> in die <strong>Mutterrolle</strong> durch eine starke, <strong>intime Beziehung</strong> mit ihrem Partner und dem damit verbundenen <strong>sozialen Rückhalt</strong> ermöglicht wird. Dieses Modell beruht auf der Annahme, dass erfolgreiche und belastbare intime Beziehungen die Anfälligkeit eines Menschen gegenüber den <strong>Stressfaktoren</strong> des Alltags <strong>ausgleichen</strong> können.</p>
<p><em>Belsky</em> und <em>Rovine</em> stellten fest, dass die subjektiv wahrgenommene <strong>Liebe und Intimität </strong>in einer Ehe in den drei Jahren <strong>nach der Geburt </strong>des ersten Kindes linear <strong>abnahm</strong> (mit einer stärkeren, quadratischen Abnahme bei Müttern mit Kleinkindern), während umgekehrt <strong>gemischte Gefühle</strong> gegenüber dem Partner und <strong>Konflikte</strong> in der Ehe <strong>zunahmen</strong>. Obwohl sich in diesem durchschnittlichen Trend eine abnehmende Qualität der Ehe ausdrückt, konnte das Erklärungsmodell nur schwer die erheblichen Unterschiede zwischen den einzelnen beobachteten Trends beschreiben: bei manchen Paaren änderte sich nichts und bei anderen verbesserte sich die Qualität der Ehe über den Zeitraum der Untersuchung.</p>
<p>Zweitens haben die Arbeiten von <em>Kendler</em> und Mitarbeitern zu zwei umfangreichen Modellen für Depressionen geführt, die jeweils für Männer und Frauen spezifisch sind. Neben <strong>anderen Ursachen</strong> (darunter genetisches Risiko, Drogenmissbrauch, Persönlichkeit und Entwicklungsgeschichte) konzentrieren sich diese <strong>geschlechterspezifischen Modelle</strong> vor allem auf <strong>belastende Lebensereignisse</strong> und <strong>Eheprobleme</strong>. Die Modelle bieten ein eher allgemeines Bezugssystem, in dem sich Depressionen bei Eltern von Kleinkindern einordnen lassen.</p>
<p>Das dritte Modell, <em>Belskys</em> <strong>Bestimmungsfaktoren der Kindeserziehung</strong>, stellt die elterliche Beziehung und Depressionen in einen weiteren Zusammenhang mit <strong>Familiensystemen</strong>, der sich auf das Erziehungsverhalten von Eltern auswirkt, und der in zukünftigen Studien dazu dienen wird, vorher definierte Ergebnisse der Kindesentwicklung als ein Untersuchungsziel mit einzubeziehen.</p>
<p>Diese Modelle betonen einzeln und zusammen die Beziehung der Eltern als einen dynamischen Faktor, der durch die Geburt des Kindes beeinflusst wird und Depressionen vorhersagen kann. Zusammen mit der zunehmenden Zahl von Forschungsergebnissen über die Rolle von Beziehungsbindungen bei Depressionen von Eltern mit Kleinkindern ergibt sich daraus ein neues <strong>Arbeitsmodell</strong>. In diesem Modell liegt die <strong>zentrale </strong>Betonung auf der <strong>elterlichen Beziehung </strong>(die weit gefasst definiert ist und Intimität und gegenseitigen Rückhalt in der Beziehung einschließt, effektive Kommunikation, konkrete Unterstützung, gemeinsame Interessen/Zeit zusammen, gemeinsame Wertvorstellungen, eine für beide zufrieden stellende Haushaltsführung, Versorgung der Kinder und Aufgaben bei Arbeit und Finanzen). Dabei wird die elterliche <strong>Beziehung</strong> als ein Faktor angenommen, der die Auswirkungen von <strong>Depressionen</strong> des einen Elternteils auf den anderen <strong>überträgt</strong>.</p>
<p>Nach diesem Modell haben in der Zeit nach der Geburt des Kindes Depressionen bei einem der Partner negative Auswirkungen auf die Beziehung der Eltern. Weiter besagt dieses Modell, dass auch die <strong>elterliche Beziehung vor der Schwangerschaft </strong>wichtig und als ein Faktor anzusehen ist, der die Wirkung von Stressfaktoren auf Eltern mit Kleinkindern später beeinflusst. Darüber hinaus kann jeder Partner auch seine oder ihre <strong>eigenen Risiken</strong> für Depressionen haben wie eine persönliche <strong>Vorgeschichte</strong> von Depressionen und <strong>belastende Lebensereignisse</strong>. Das anfängliche Engagement der Eltern für ihr Kind, der Umfang der Beteiligung an seiner Grundversorgung, andere bereichernde Interaktionen und die Bildung der Eltern-Kind-Bindung lassen sich aufgrund von Depressionen bei beiden Eltern und der elterlichen Beziehung vorhersagen.</p>
<p><strong>Zukünftige Forschung</strong></p>
<p>Die aktuelle wissenschaftliche Literatur über Depressionen bei Vätern von Kleinkindern hat noch keinen klaren Bezugspunkt gefunden. Das könnte auch daran liegen, dass viele Studien Depressionen bei Vätern nur als einen Teilaspekt im Rahmen größerer Studien untersuchen. Wir brauchen mehr Forschungsarbeiten, die sich <strong>spezifisch</strong> auf <strong>Depressionen bei Vätern</strong> konzentrieren und stärker auf <strong>repräsentative Gruppen</strong> achten, die die beträchtlichen <strong>kulturellen Unterschiede</strong> beim Engagement von Vätern vor und nach der Geburt ihres Kindes widerspiegeln. Forscher, die Depressionen bei Vätern von Kleinkindern untersuchen, müssen sich auf gemeinsame Definitionen einigen, darunter den Zeitpunkt der Untersuchung, die Stellung des Vaters in der Familie und einen einheitlichen Gebrauch von Fachbegriffen.</p>
<p>Künftige Untersuchungen sollten insbesondere die folgenden Aspekte mit einschließen:</p>
<p>• <strong>Methoden</strong>, die Fälle von Depressionen eindeutig definieren (zum Beispiel durch strukturierte Interviews) und nicht nur die allgemeine <strong>Häufigkeit</strong> von Depressionen bei Vätern nach der Geburt ihres Kindes untersuchen, sondern auch den <strong>Schweregrad</strong> der Depressionssymptome, noch nicht klinisch erhöhte depressive Stimmungen und den genauen <strong>Zeitpunkt</strong>, wann Depressionen vor und nach der Geburt auftreten</p>
<p>• Die Häufigkeit von <strong>Depressionen bei Müttern</strong> und der gesamte Umfang verschiedener Bereiche der <strong>elterlichen Beziehung</strong>, die an <strong>depressiver Ansteckung</strong> zwischen den Eltern beteiligt sein könnten (oder dagegen schützen)</p>
<p>• Die zeitliche <strong>Aufeinanderfolge</strong> von Depressionen oder verstärkten Depressionssymptomen bei einem Paar (zum Beispiel, gehen Depressionen bei Müttern öfter Depressionen bei Vätern voraus?)</p>
<p>• Strategien entwickeln, die Depressionen bei beiden Eltern rechtzeitig feststellen, durch ein verstärktes <strong>Bewusstsein</strong> in der <strong>Öffentlichkeit</strong> und/oder den <strong>Gesundheitsdiensten</strong> sowie verbesserte <strong>Vorsorgemaßnahmen</strong></p>
<p>Auch wenn man den Stand der Forschung berücksichtigt, bei der vieles noch in den Anfängen steckt, lassen sich bereits jetzt überzeugende Argumente finden, die Gesundheitsdienste zu einer aktiveren Vorsorge gegen postnatale Depressionen bei beiden Eltern ermutigen sollten, und für die Aufklärung von werdenden Eltern und Eltern mit Kleinkindern über Depressionen.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.psychiatrictimes.com/display/article/10168/1519072?CID=rss&amp;verify=0" target="_blank">Paulson</a></span>. Psychiatric Times, Feb 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<item>
		<title>Untreue und Eifersucht: Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/untreue-und-eifersucht-was-sind-die-grunde-fur-die-geschlechterunterschiede/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 20:02:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Männer und Frauen erleben ihre Sexualität unterschiedlich, was sich auch in der Eifersucht äußert, mit der beide Geschlechter auf sexuelle und emotionale Untreue reagieren. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei nicht nur die biologische Verschiedenheit sondern auch die individuelle Persönlichkeit und Lebenserfahrung von Menschen eine Rolle spielt. Ich habe einen Presseartikel des Journals vom 26. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1901" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Untreue und Eifersucht - Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/Untreue-und-Eifersucht-Was-sind-die-Gründe-für-die-Geschlechterunterschiede-s.jpg" alt="Untreue und Eifersucht - Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede s" width="167" height="125" />Männer und Frauen erleben ihre Sexualität unterschiedlich, was sich auch in der Eifersucht äußert, mit der beide Geschlechter auf sexuelle und emotionale Untreue reagieren. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei nicht nur die biologische Verschiedenheit sondern auch die individuelle Persönlichkeit und Lebenserfahrung von Menschen eine Rolle spielt. Ich habe einen Presseartikel des Journals vom 26. Januar übersetzt, der die Ergebnisse zusammenfasst:</p>
<p>Als der Gouverneur von South Carolina, Mark Sanford letzten Juni auf frischer Tat ertappt wurde, wie er von einem Rendezvous mit seiner argentinischen <strong>Geliebten</strong> wiederkam, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press, er hätte sich mit seiner <strong>„Seelengefährtin”</strong> getroffen. Mit dieser Wortwahl schien er andeuten zu wollen, dass seine tiefe Gefühls- und Gemütsverwandtschaft mit Maria Belen Chapur aus seiner sexuellen Untreue gegenüber seiner <strong>Ehefrau </strong>Jenny Sanford etwas weniger Niederträchtiges machte.</p>
<p>Dabei verstand der zweimalige Gouverneur nicht, dass die meisten Frauen <strong>emotionale Untreue</strong> für schlimmer, nicht besser, als <strong>sexuellen Betrug</strong> halten. Das könnte erklären, warum Hillary Clinton mit Bill Clinton zusammenblieb und sich dem Anschein nach aus seiner sexuellen Affäre mit Monica Lewinsky nicht so viel machte.</p>
<p><span id="more-1547"></span>Forschungsuntersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Männer bei sexueller Untreue viel eifersüchtiger werden als bei emotionaler Untreue. Frauen reagieren umgekehrt, und das überall auf der Welt. Die vorherrschende Theorie besagt, dass dieser Unterschied seinen Grund in der <strong>Evolution</strong> des Menschen hat: Über lange Zeiträume haben <strong>Männer</strong> „gelernt“, bei <strong>Sex</strong> überaus wachsam zu sein, weil sie sich nie absolut sicher sein können, dass sie der Vater eines Kindes sind. Dagegen kommt es <strong>Frauen</strong> viel mehr darauf an, dass sie einen <strong>Partner</strong> haben, der zuverlässig die Kinder mit großzieht.</p>
<p>Nun zeigen neue Forschungsergebnisse, dass es auch eine andere Erklärung gibt. Die neue <strong>Studie</strong> stellt den grundsätzlichen Geschlechterunterschied bei der Eifersucht nicht infrage – sie liefert sogar weitere Beweise für diesen Unterschied. Doch die neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass der <strong>Unterschied</strong> eher auf der individuellen Verschiedenheit von <strong>Persönlichkeiten</strong> beruhen könnte, die das Ergebnis persönlicher <strong>Erfahrungen mit Beziehungen</strong> sind, die aber durchaus mit dem typischen Denken beider Geschlechter zusammenfallen können.</p>
<p><em>Kenneth Levy</em> und  <em>Kirsten Kelly</em>, zwei Psychologen von der <em>Pennsylvania State University</em> in den USA, hegten Zweifel an der vorherrschenden evolutionären Deutung, weil manche Männer, wie die meisten Frauen, auffällig mehr unter emotionalem Betrug leiden als unter sexueller Untreue. Warum sollten sie so empfinden? Die Forscher vermuteten, dass es etwas mit Vertrauen und <strong>emotionaler Bindung </strong>zu tun haben könnte. <strong>Manche Menschen</strong> – Männer wie Frauen – fühlen sich in einer Bindung an jemand anderen <strong>sicherer</strong>, während <strong>andere</strong> ein weniger starkes Bedürfnis nach Beziehungen mit einer engen Bindung haben. Psychologen sehen in dieser zwanghaften <strong>Eigenständigkeit </strong>eine Verteidigungsstrategie – einen <strong>Schutz gegen</strong> ein tief sitzendes Gefühl der <strong>Verletzlichkeit</strong>. <em>Levy </em>und <em>Kelly</em> stellten die Hypothese auf, dass für diese Menschen die sexuellen Aspekte einer Beziehung eher wichtig sein würden als emotionale Nähe.</p>
<p>Ähnlich wie in früheren <strong>Studien</strong>, die Geschlechterunterschiede bei der Eifersucht untersucht hatten, fragten <em>Levy</em> und <em>Kelly</em> Männer und Frauen, was sie stärker belastet – sexuelle oder emotionale Untreue. Außerdem machten die Teilnehmer noch andere Tests, darunter einen allgemein anerkannten Standardtest für die <strong>Art der Bindung</strong> in einer Liebesbeziehung.</p>
<p>Die Ergebnisse bestätigten die Hypothese. <em>Levy</em> und <em>Kelly</em> veröffentlichten ihre Studie in <em>Psychological Science</em>, einem Journal der <em>Association for Psychological Science</em>. Danach ärgerten sich Menschen mit einem <strong>losen Bindungsstil</strong> – denen ihre Autonomie in Beziehungen wichtiger als Hingabe ist – viel stärker über <strong>sexuelle </strong>als über emotionale Untreue. Und umgekehrt ärgerten sich Menschen mit <strong>festen Bindungen</strong> in Beziehungen – einschließlich Männer mit festen Bindungen – viel mehr über <strong>emotionalen</strong> Betrug.</p>
<p>Nach Meinung der Wissenschaftler deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass die <strong>psychologischen Mechanismen</strong> und <strong>kulturellen Einflüsse</strong>, die den Unterschieden bei den Eifersuchtsgefühlen beider Geschlechter zugrunde liegen, eine größere Rolle spielen könnten, und dass die Eifersucht von mehr Faktoren bestimmt wird als man bisher dachte.</p>
<p>Indem die Studie die Eifersucht aus der Perspektive der Bindungstheorie betrachtet, unterstreicht sie die Vorteile eines Ansatzes, der differenzierter als frühere Untersuchungen vorgeht, und deutet auf neue Forschungsmöglichkeiten hin. Weiter zeigt sie, dass eine Förderung fester Bindungen eine effektive Methode sein könnte, um die Art von sexueller Eifersucht einzudämmen, die zu <strong>Gewalt in der Familie</strong> mit beiträgt.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.psychologicalscience.org/media/releases/2010/levy.cfm" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Association for Psychological Science</span></a>, 26.1.2010</p>
<p><a href="http://pss.sagepub.com/content/early/2009/12/21/0956797609357708.abstract" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Levy &amp; Kelly</span></a>, Psychological Science, Dez 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-muenchen.php">Zur Paartherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-duesseldorf.php">Zur Paartherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lässt sich vom Äußeren auf die Persönlichkeit schließen?</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 13:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Abraham Lincoln 1865 ermordet wurde, wussten die meisten Amerikaner nicht, wie ihr Präsident eigentlich aussah, weil die Fotografie noch ganz in ihren Anfängen steckte. Heute vermittelt ein Foto oft den ersten Eindruck von einem Menschen, vom Online-Dating bis zur Jobbewerbung. Eine Studie amerikanischer und britischer Forscher zeigt nun, dass der äußere Eindruck eine bemerkenswert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-916" style="margin: 0px 10px;border: 0px" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/vom-auesseren-auf-persoenlichkeit1.jpg" alt="vom auesseren auf persoenlichkeit" width="125" height="155" />Als Abraham Lincoln 1865 ermordet wurde, wussten die meisten Amerikaner nicht, wie ihr Präsident eigentlich aussah, weil die Fotografie noch ganz in ihren Anfängen steckte. Heute vermittelt ein Foto oft den ersten Eindruck von einem Menschen, vom Online-Dating bis zur Jobbewerbung. Eine Studie amerikanischer und britischer Forscher zeigt nun, dass der äußere Eindruck eine bemerkenswert genaue Einschätzung erlaubt. Ich habe eine Pressemitteilung von letzter Woche übersetzt, die die Studie genauer beschreibt:</p>
<p>In einer aktuellen Studie konnten Testpersonen manche Aspekte der Persönlichkeit eines <strong>unbekannten Menschen genau beurteilen</strong>, wenn sie einfach nur <strong>Fotos</strong> von ihm anschauten. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der neusten Ausgabe des <em>Personality and Social Psychology Bulletin (PSBP)</em> veröffentlicht, der offiziellen Monatszeitschrift der <em>Society for Personality and Social Psychology</em>. <strong>Selbstbewusstsein</strong>, Grad der <strong>Extraversion</strong> (nach außen gewandt sein) und <strong>Religiosität </strong>wurden nach dem äußeren Erscheinungsbild richtig eingeschätzt.</p>
<p><span id="more-886"></span>Die Forscher baten die Studienteilnehmer um ihr Urteil über die Persönlichkeit von Unbekannten, nachdem sie zuerst ein Foto von ihnen anschauten, für das die Forscher eine <strong>neutrale Pose</strong> vorgegeben hatten, und dann ein Foto, für das sich die Person ihre <strong>Pose selbst ausgewählt</strong> hatte. Die Urteile wurden dann mit der <strong>Selbsteinschätzung </strong>der fotografierten Personen und mit der Einschätzung der Persönlichkeit durch <strong>Bekannte </strong>verglichen. Dabei stellten sie fest, dass beide Posen den Studienteilnehmern genaue Hinweise auf die Persönlichkeit gaben. Allerdings bot die <strong>spontane Pose</strong> einen <strong>tieferen Einblick</strong>, und zwar auch über Persönlichkeitsmerkmale wie Umgänglichkeit, emotionale Stabilität, Offenheit, Liebenswürdigkeit und Einsamkeit.</p>
<p>Damit zeigt die Studie, dass die äußere Erscheinung allein Hinweise auf die wahre Persönlichkeit eines Menschen geben kann.</p>
<p>„Wie wir es vorhergesagt hatten, dient die <strong>äußere Erscheinung</strong> als ein Kanal, durch den sich eine <strong>Persönlichkeit ausdrückt</strong>”, schreiben <em>Samuel D. Gosling</em>, der Leiter der Studie und Associate Professor an der <em>University of Texas</em> in Austin und seine Mitarbeiter. „Wir nahmen Fotos von ganzen Personen und untersuchten ein weites Spektrum von Merkmalen. So konnten wir Persönlichkeitszüge identifizieren, von denen noch nicht bekannt war, dass sie sich genau vorhersagen lassen. Daraus schließen wir, dass die äußere Erscheinung bei der Beurteilung der Persönlichkeit eine wichtigere Rolle spielt als bisher angenommen wurde.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2009-12/sp-pjb121009.php" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">EurekAlert</span></a></p>
<p><a href="http://psp.sagepub.com/cgi/content/abstract/35/12/1661" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Personality and Social Psychology Bulletin</span></a></p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kann die Behandlung von Depressionen mit Antidepressiva zu Persönlichkeitsveränderungen führen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-die-behandlung-von-depressionen-mit-antidepressiva-zu-personlichkeitsveranderungen-fuhren/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 16:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Persönlichkeitspsychologie werden fünf übergeordnete Typen von Persönlichkeitseigenschaften unterschieden. Eine neue Untersuchung hat nun gezeigt, dass zwei davon, die bei Patienten mit Depression gehäuft stärker beziehungsweise schwächer ausgeprägt sind, durch ein Antidepressivum verändert werden können. Laut Pressemitteilung des Fachjournals, die ich übersetzt habe, lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass Antidepressiva vielleicht anders wirken als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Persönlichkeitspsychologie werden fünf übergeordnete Typen von Persönlichkeitseigenschaften unterschieden. Eine neue Untersuchung hat nun gezeigt, dass zwei davon, die bei Patienten mit Depression gehäuft stärker beziehungsweise schwächer ausgeprägt sind, durch ein Antidepressivum verändert werden können. Laut Pressemitteilung des Fachjournals, die ich übersetzt habe, lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass Antidepressiva vielleicht anders wirken als bisher angenommen wurde:</p>
<p>Die Persönlichkeit von Menschen, die <strong>Medikamente zur Behandlung von Depression</strong> einnehmen, kann sich verändern, und dieser <strong>Persönlichkeitswandel</strong> ist unabhängig von einer Besserung der Depressionssymptome. Das zeigt eine aktuelle Studie, die in der Dezemberausgabe der <em>Archives of General Psychiatry</em> aus der Reihe der JAMA/Archives-Journale erscheint.</p>
<p><span id="more-860"></span>Einleitend schreiben die Autoren, dass das Risiko für die Entwicklung einer Depression in Zusammenhang mit zwei <strong>Persönlichkeitseigenschaften</strong> gebracht wurde, dem <strong>Neurotizismus</strong> und der <strong>Extraversion</strong>. Neurotische Menschen neigen zu negativen Emotionen und emotionaler Instabilität. Kennzeichnend für Extraversion ist nicht nur ein sozial aus sich herausgehendes Verhalten, sondern auch Dominanz und eine Neigung zu positiven Emotionen. Diese beiden Persönlichkeitseigenschaften sind in Verbindung mit dem <strong>Serotonin-System</strong> von Botenstoffen im Gehirn gebracht worden, auf das eine Klasse von <strong>Antidepressiva</strong> wirkt, die SSRIs (selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer).</p>
<p><em>Dr. Tony Z. Tang</em> von der <em>Northwestern University</em> bei Chicago und seine Mitarbeiter untersuchten die Wirkungen von Paroxetin, einem SSRI, in einer <strong>klinischen Studie</strong> an 240 erwachsenen Patienten mit <strong>Depression</strong>. Die Studienteilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip in vier Gruppen eingeteilt. Dann erhielten 120 Patienten <strong>Paroxetin</strong>, 60 hatten kognitive Verhaltenstherapie und 60 nahmen ein Placebo ein. Ihre <strong>Persönlichkeitseigenschaften</strong> und Depressionssymptome wurden zu Beginn, während und am Ende der Studie (nach 12 Monaten) getestet und ausgewertet.</p>
<p>Die Depressionssymptome verbesserten sich bei allen Studienteilnehmern. Aber selbst nach Berücksichtigung der verbesserten Depression <strong>nahm</strong> bei Patienten mit Paroxetin der <strong>Neurotizismus</strong> sehr viel stärker <strong>ab und</strong> die <strong>Extraversion</strong><strong> zu</strong> als bei Patienten, die kognitive Verhaltenstherapie oder Placebo erhielten. “Patienten, die mit Paroxetin behandelt wurden, zeigten veränderte Persönlichkeitseigenschaften. Diese Veränderungen waren bei Neurotizismus 6,8-mal und bei Extraversion 3,5-mal so stark war wie bei Patienten, die Placebo erhielten und eine ähnlich starke Verbesserung ihrer Depression hatten.”</p>
<p>Nach Meinung der Autoren <strong>widersprechen </strong>diese Ergebnisse der <strong>„State Effect”-Hypothese</strong>, nach der sämtliche Persönlichkeitsveränderungen während einer Depressionsbehandlung mit SSRIs lediglich die Folge der verbesserten Depressionssymptome sind. Aber es könnte auch andere Erklärungen geben. „Eine Möglichkeit besteht darin, dass die biochemischen Eigenschaften von SSRIs eine reale <strong>Persönlichkeitsveränderung</strong> direkt <strong>verursachen</strong>“, schreiben sie. „Außerdem ist <strong>Neurotizismus </strong>ein wichtiger <strong>Risikofaktor</strong>, der viele Aspekte der genetischen Veranlagung <strong>für Depression</strong> einschließt. Daher könnte eine Veränderung des Neurotizismus (und der neurobiologischen Faktoren, die ihm zugrunde liegen) zur Verbesserung der Depression beigetragen haben.“</p>
<p>Der Gebrauch von SSRIs zur Depressionsbehandlung ist weitverbreitet, aber ihr Mechanismus ist nur begrenzt verstanden, meinen die Autoren. Klinische Untersuchungen haben gezeigt, dass SSRIs auch bei der Therapie von <strong>Angst- und Essstörungen</strong> wirksam sind. Für diese Erkrankungen können ein starker Neurotizismus und eine schwache Extraversion ebenfalls ein erhöhtes Risiko darstellen. „Wenn wir untersuchen, wie sich SSRIs auf Neurotizismus und Extraversion auswirken, könnte das zu einem besseren Verständnis der SSRI-Mechanismen führen“, schließen die Autoren.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://pubs.ama-assn.org/homepage/media/2009a/1207.dtl#1" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">JAMA &amp; Archives</span></a>, 7.12.09</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://archpsyc.ama-assn.org/cgi/content/short/66/12/1322" target="_blank">Tang et al.</a></span> Arch Gen Psychiatry, December 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Helfen Antidepressiva nur bei schweren Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/helfen-antidepressiva-nur-bei-schweren-depressionen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;"> Helfen Antidepressiva nur bei schweren Depressionen?</span></a></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum wirkt medikamentöse Therapie bei Depressionen häufig nicht?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-wirkt-die-medikamentose-behandlung-bei-depressionen-haufig-nicht/" target="_self">Warum wirkt medikamentöse Therapie bei Depressionen häufig nicht?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie wirkt sich Pornographie auf die Sexualität aus?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-wirkt-sich-pornographie-auf-die-sexualitat-aus/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 15:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie an Studenten, die gerne Pornofilme sehen, liefert Hinweise , dass ihr Hobby sie nicht an einem normalen Sexualleben hindert.  Ich habe einen Artikel der Uni über die Untersuchung mit den (zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings nur 20!)  Kommilitonen übersetzt. Eine kleine Stichprobe also, weitere ausführlichere Erhebungen sind abzuwarten. Aber die Ergebnisse dieser Kleinstudie sind schon mal interessant:
Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-932" style="margin: 0px 10px; border: black 1px solid;" title="porn small" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/porn-small.jpg" alt="porn small" width="167" height="125" />Eine aktuelle Studie an Studenten, die gerne Pornofilme sehen, liefert Hinweise , dass ihr Hobby sie nicht an einem normalen Sexualleben hindert.  Ich habe einen Artikel der Uni über die Untersuchung mit den (zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings nur 20!)  Kommilitonen übersetzt. Eine kleine Stichprobe also, weitere ausführlichere Erhebungen sind abzuwarten. Aber die Ergebnisse dieser Kleinstudie sind schon mal interessant:</p>
<p>Ein Forscher von der <em>Université de Montréal</em> in Kanada, dessen Arbeit vom <em>Interdisziplinären Forschungszentrum für Familiengewalt und Gewalt gegen Frauen</em> finanziert wird, hat mit einer neuen Studie über die <strong>Auswirkungen von Pornografie auf Männer</strong> begonnen. „Zu Anfang unserer Untersuchung haben wir Männer in ihren Zwanzigern gesucht, die noch nie einen Pornofilm gesehen hatten. Wir konnten aber keine finden”, sagt <em>Simon Louis Lajeunesse</em>, ein Associate Professor an der <em>School of Social Work</em>.</p>
<p>„Meine Arbeit zielt darauf ab, den Einfluss von Pornografie auf die Sexualität von Männern zu betrachten, und wie sie ihre Sichtweise von Männern und Frauen prägt“, sagt <em>Lajeunesse</em>. Dazu hat er bis jetzt zwanzig heterosexuelle Männer in seine <strong>Studie</strong> aufgenommen und interviewt. Diese <strong>Männer</strong> sind alle Universitätsstudenten und sehen sich regelmäßig <strong>Pornofilme </strong>an.</p>
<p><span id="more-852"></span>„Sie haben über ihre bisherige sexuelle Entwicklung geredet, angefangen von ihrem <strong>ersten Kontakt zur Pornografie</strong>, der in der <strong>frühen Pubertät </strong>war. Nicht einer von ihnen hatte eine krankhafte Sexualität. Tatsächlich waren alle ihre sexuellen Praktiken ganz konventionell“, sagt <em>Lajeunesse</em>.</p>
<p>Bis jetzt hat die Studie gezeigt, dass <strong>neunzig Prozent </strong>des Pornokonsums auf dem <strong>Internet</strong> stattfindet, während zehn Prozent aus Videoläden stammt. Im Durchschnitt sahen sich die <strong>Singles</strong> dreimal die Woche für jeweils vierzig Minuten pornografische Filme an. Die Männer in einer <strong>festen Beziehung</strong> sahen sie durchschnittlich 1,7-mal pro Woche und für je zwanzig Minuten.</p>
<p><em>Lajeunesse</em> stellte fest, dass die meisten Jungen bis zum Alter von zehn Jahren pornografisches Material gesucht und gefunden haben. In diesem Alter sind Jungen sexuell besonders neugierig. Aber sie verlieren schnell das Interesse, wenn ihnen etwas nicht gefällt oder sie es abstoßend finden. Als Erwachsene suchen sie dann weiter nach <strong>Material, dass ihren Vorstellungen</strong> von Sexualität <strong>entspricht</strong>. Außerdem sehen sie sich nur <strong>selten</strong> Pornofilme <strong>zusammen mit</strong> ihrer <strong>Partnerin </strong>an und suchen sich immer selbst aus, was sie sehen.</p>
<p>Alle Studienteilnehmer gaben an, dass sie <strong>für die Gleichberechtigung</strong> von Mann und Frau sind, und <strong>fühlten sich als Opfer</strong> einer Rhetorik, die Pornografie verteufelt. „Pornografie hat ihre Sichtweise von Frauen nicht verändert oder ihre Beziehungen, die sie sich alle möglichst harmonisch und erfüllend wünschen. Diejenigen, die ihre Fantasien im wirklichen Leben mit ihrer Partnerin nicht ausleben konnten, haben ihnen einfach ihren eigenen Platz reserviert. Die <strong>reale Welt zerstört ihre Fantasien</strong>, und diese Männer wollen auch gar nicht, dass ihre Partnerin aussieht wie ein Pornostar“, sagt <em>Lajeunesse</em>.</p>
<p>Daher <strong>widerspricht </strong><em>Lajeunesse </em>der Theorie von der <strong>perversen Auswirkung</strong>, die Pornografie oft zugeschrieben wird. „Leute, die aggressiv werden, brauchen keine Pornografie, um gewalttätig zu sein. Süchtige können nach Drogen, Alkohol oder Spielen süchtig sein. Und Fälle von asozialem Verhalten gehören in den Bereich der Pathologie. Wenn Pornografie den Einfluss hätte, der immer wieder behauptet wird, müsste man einem Homosexuellen einfach heterosexuelle Filme zeigen können, und das würde seine sexuelle Orientierung ändern.“</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><a href="http://www.nouvelles.umontreal.ca/udem-news/news-digest/are-the-effects-of-pornography-negligible.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">UdeMNouvelles</span></a></p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Untreue für Frauen etwas anderes als für Männer?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-untreue-fur-frauen-etwas-anderes-als-fur-manner/" target="_self">Ist Untreue für Frauen etwas anderes als für Männer?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hängt Internet-Abhängigkeit mit anderen Störungen zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-internetabhangigkeit-mit-anderen-storungen-zusammen/" target="_self">Wie hängt Internet-Abhängigkeit mit anderen Störungen zusammen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie lange hält sich die Romantik in der Beziehung?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lange-halt-sich-die-romantik-in-der-beziehung/" target="_self">Wie lange hält sich die Romantik in der Beziehung?</a></span></p>
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		<title>Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 22:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Forscher haben gezeigt, dass sich übertriebene Strenge von Eltern bei manchen Kindern besonders nachteilig auswirken kann, zum Beispiel, wenn sie von Natur aus eher in sich gekehrt sind. Ich habe eine Pressemitteilung zu der Studie übersetzt:
In einer aktuellen Studie, die jetzt im The Journal of Child Psychology and Psychiatry veröffentlicht wurde, zeigen Forscher, dass ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1813" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Werden-Aggressionen-von-Kindern-durch-die-Kritik-der-Eltern-gefördert-s.jpg" alt="Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert s" width="167" height="154" />Forscher haben gezeigt, dass sich übertriebene Strenge von Eltern bei manchen Kindern besonders nachteilig auswirken kann, zum Beispiel, wenn sie von Natur aus eher in sich gekehrt sind. Ich habe eine Pressemitteilung zu der Studie übersetzt:</p>
<p>In einer aktuellen Studie, die jetzt im <em>The Journal of Child Psychology and Psychiatry</em> veröffentlicht wurde, zeigen Forscher, dass ein <strong>überreagierender Erziehungsstil</strong> von Eltern, wie zum Beispiel heftige Kritik oder Anbrüllen als Reaktion auf das <strong>ungewollte Verhalten</strong> eines Kindes, zu <strong>noch mehr</strong> Aggression oder einem verstärkten Verletzen von Regeln führen kann.</p>
<p><span id="more-803"></span>So reagieren Kinder auf diesen Erziehungsstil, wenn sie normalerweise <strong>introvertiert</strong>, <strong>nicht gutwillig</strong> oder <strong>nicht pflichtbewusst</strong> sind, aber auch Kinder mit einer <strong>starken Fantasie</strong>. Dagegen hat diese Reaktion bei Eltern am wenigsten nachteilige Folgen für Kinder, die von Natur aus extrovertiert, gutwillig, pflichtbewusst sind oder keine ausgeprägte Fantasie haben.</p>
<p>Die Studie, an der 586 Familien teilnahmen, zeigt, dass das Verletzen von Regeln und aggressives Verhalten von den <strong>Persönlichkeitsmerkmalen</strong> beeinflusst wird, die in der <strong>Natur eines Kindes</strong> liegen. Weiter zeigt die Studie, dass aggressive Verhaltensweisen im Allgemeinen bei älteren Kindern seltener werden, aber <strong>Regeln verletzendes Verhalten</strong> <strong>ändert sich</strong> im Großen und Ganzen <strong>nicht</strong>.</p>
<p><strong>Beide Geschlechter</strong> zeigen diese Verhaltensweisen im Alter von sechs bis fünfzehn Jahren. Wenn man sowohl die Persönlichkeit als auch das Geschlecht betrachtet, haben Erziehungsmethoden auf Jungen und Mädchen keinen unterschiedlichen Einfluss.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://eu.wiley.com/WileyCDA/PressRelease/pressReleaseId-63697.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Wiley Press Room</span></a>, 19.11.09</p>
<p><a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/122688775/abstract" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">The Journal of Child Psychology and Psychiatry</span></a>, 19.11.09</p>
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