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	<title>Psychologie aktuell &#187; neuronales Netzwerk</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; neuronales Netzwerk</title>
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		<title>Wie bewältigt das Gehirn Stress?</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 15:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[neuronales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Neurophysiologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Goldfischen wird nachgesagt, dass sie nicht sehr schlau sind, weil sie sich einfach nichts merken können. Dafür wirken sie aber immer ruhig und zufrieden. Oder gerade deshalb? In einer aktuellen Studie haben Forscher Mäuse mit einem besonders guten Gedächtnis für negative Erfahrungen hergestellt und gezeigt, dass die Tiere gestresst und verängstigt sind. Wir haben einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4697" title="Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Lassen-sich-Panikattacken-durch-Atmung-kontrollieren1.jpg" alt="Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren" width="167" height="134" />Goldfischen wird nachgesagt, dass sie nicht sehr schlau sind, weil sie sich einfach nichts merken können. Dafür wirken sie aber immer ruhig und zufrieden. Oder gerade deshalb? In einer aktuellen Studie haben Forscher Mäuse mit einem besonders guten Gedächtnis für negative Erfahrungen hergestellt und gezeigt, dass die Tiere gestresst und verängstigt sind. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von Anfang Oktober übersetzt, die zu neuen Behandlungen für stressbedingte Erkrankungen führen könnte:</p>
<p>Ein Forscherteam von der <em>University of Leicester</em> in England sagt, es hat die Nervenzellen entdeckt, die im Gehirn für die Bewältigung von Stress verantwortlich sind.</p>
<p>Die Neurowissenschaftler scheinen einen wichtigen Schritt vorwärts gemacht zu haben, um die biologischen Mechanismen des Stresses zu verstehen und welche Rolle das Gehirn dabei spielt, seine Auswirkungen zu begrenzen. Sie sagen, sie haben „dünne“ und „pilzförmige“ <strong>Fortsätze von Nervenzellen</strong> entdeckt, die für das <strong>Lernen </strong>und das <strong>Gedächtnis</strong> verantwortlich sind. Wichtiger noch sagen sie, dass diese Zellen imstande sind Erinnerungen an Geschehenes zu verändern, sodass schmerzhafte oder traumatische Erinnerungen weniger deutlich sind.</p>
<p><span id="more-4676"></span>Das <strong>Gehirn</strong> produziert ein spezielles Protein, das ihm hilft sich <strong>an belastende Erfahrungen anzupassen</strong>, indem es die Effizienz und Art und Weise beeinflusst, wie im Gehirn Gedächtnisinhalte gespeichert werden. So stellten die Forscher fest, dass Mäuse, die dieses Protein nicht bilden konnten, weniger kontaktfreudig waren und sich mehr als normale Mäuse im Dunkeln versteckten. Die Forscher deuten dieses Verhalten als eine empfindlichere Reaktion auf unangenehme Erfahrungen.</p>
<p><em>Dr. Pawlak</em> von der Abteilung Zellphysiologie und Pharmakologie der Universität sagt:</p>
<p>„Stress beeinflusst die ständige <strong>,Umbildung’ im Gehirn</strong> – Nervenzellen verändern ihre Gestalt, die Anzahl ihrer Verbindungen mit anderen Zellen, und wie sie mit anderen Nervenzellen kommunizieren. In den meisten Fällen sind diese Reaktionen nützliche Anpassungen – sie helfen dem Gehirn <strong>Stress zu bewältigen</strong> und ermöglichen uns angemessene Verhaltensreaktionen. Aber bei sehr großem Stress können diese Prozesse außer Kontrolle geraten. Die <strong>,Pufferkapazität’ des Gehirns</strong> ist erschöpft und die Nervenzellen im Hippocampus – eine Gehirnregion, die für das Lernen und Gedächtnis zuständig ist – beginnen ihre Zellfortsätze zurückzuziehen, kommunizieren nicht mehr effektiv mit anderen Zellen und werden sichtbar krank.“</p>
<p><em>Dr. Pawlak </em>sagt:</p>
<p>„Eine Strategie benutzen Gehirnzellen besonders gerne, um Stress zu bewältigen. Sie verändern die Form ihrer winzigen Fortsätze, die normalerweise dazu da sind, um <strong>Informationen</strong> mit anderen Nervenzellen <strong>auszutauschen</strong>. Diese sogenannten <strong>Dornfortsätze</strong> können manchmal nur ein Tausendstel Millimeter groß sein und haben verschiedene Formen. Manche Dornen (die <strong>,dünnen’ Dornen</strong>) sind wie Kinder – sehr lebhaft und neugierig, sie wechseln ständig ihre Gestalt und ihre ,Gesprächspartner’ – sie helfen uns neue Dinge zu <strong>lernen</strong>. Wenn diese Dornen erst einmal etwas gelernt haben, werden sie zu reifen ,Couch-Potatoes’ – sie sehen aus wie Pilze, haben feste Verbindungen, wechseln ihre Partner nicht und bewegen sich nicht gerne.“</p>
<p>Die <strong>pilzförmigen Dornen</strong> ermöglichen uns die <strong>Erinnerung</strong> an Dinge, die wir einmal gelernt haben – aber schlechte Erinnerungen können einen Menschen auch zu sehr hemmen. Stark belastende Erfahrungen sollte man am besten schnell vergessen, denn sonst können klare Erinnerungen daran Angststörungen verursachen. Das Gehirn ist ständig damit beschäftigt ein <strong>Gleichgewicht</strong> zwischen Erinnerungen herzustellen, an die wir uns gut erinnern sollten, nur vage oder sie ganz vergessen.</p>
<p>Die Studie wurde in den <em>Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)</em> veröffentlicht und dürfte wichtig für das Verständnis stressbedingter psychiatrischer Erkrankungen beim Menschen sein. Die Arbeit wurde durch einen Marie Curie Excellence Grant von der Europäischen Kommission finanziert. Nach <em>Dr. Robert Pawlak</em>, Dozent für Neurowissenschaften an der <em>University of Leicester</em>, zeigen die Ergebnisse, dass die Bildung des Proteins im Gehirn den Menschen davor bewahren könnte „zu starke Angstgefühle“ zu entwickeln und dem Gehirn hilft die Fülle <strong>negativer Erfahrungen</strong> im Leben eines Menschen zu <strong>bewältigen</strong>.</p>
<p><em>Dr. Robert Pawlak</em> fährt fort:</p>
<p>„Wir haben ein <strong>Protein</strong> identifiziert, das das Gehirn <strong>als Antwort auf Stress produziert</strong>, um die Anzahl pilzförmiger Dornen zu <strong>reduzieren</strong> und damit künftige <strong>Ängste</strong>, die mit einem belastenden Ereignis verbunden sind. Normalerweise wird dieses Protein (Lipocalin-2) nicht gebildet. Aber wenn ein Mensch gestresst ist, steigt seine Produktion im Hippocampus dramatisch an. Als wir Lipocalin-2 zu Kulturen von Nervenzellen gaben, so wie es bei Stress passiert, fingen die Nervenzellen an ihre <strong>,Gedächtnisdornen’</strong> (die reifen, pilzförmigen) zu <strong>verlieren</strong>.“</p>
<p>„Deshalb stellten wir uns die Frage: ,Was würde geschehen, wenn wir Mäuse Stress aussetzen, deren Gehirn kein Lipocalin-2 bildet? Würden sie anders reagieren?’ Für diese Experimente benutzten wir <strong>Mäuse</strong>, bei denen das <strong>Lipocalin-2-Gen zerstört</strong> war, und stellten fest, dass sie auf Stress <strong>ängstlicher</strong> reagierten als normale Mäuse. Zum Beispiel waren sie weniger ,kontaktfreudig’ und verkrochen sich lieber im Dunkeln anstatt wie normale Mäuse ihre Umgegend zu erkunden. Die Ergebnisse zeigten, dass im Gehirn dieser Mäuse bei Stress mehr pilzförmige Dornen gebildet wurden, und deshalb konnten sie sich an ein belastendes Ereignis besser erinnern.“</p>
<p>Die Identifikation von Lipocalin-2 als ein neues Molekül, das im Gehirn eine Rolle bei der Bewältigung von Stress spielt, ist ein wichtiger Schritt bei der Entschlüsselung der molekularen Mechanismen des Stress, die zu stressbedingten psychiatrischen Erkrankungen führen können, wenn sie gestört sind.</p>
<p>„<strong>Stressbedingte</strong> geistig-seelische Störungen sind ausgesprochen häufig und mehr als 30 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Wir würden gerne untersuchen, ob die Mechanismen, die wir entdeckt haben, bei Menschen ähnlich funktionieren, und ob sich daraus Ideen für klinische Strategien ableiten lassen, wie man <strong>Angststörungen und Depressionen behandeln</strong> könnte.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.medicalnewstoday.com/articles/235379.php" target="_blank">Medical News Today</a></span>, 4. Okt 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1073/pnas.1107936108" target="_blank">Mucha et al</a></span>. <em>PNAS</em>, Okt 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hängen Stressanfälligkeit und Depressionen zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangen-stressanfalligkeit-und-depressionen-zusammen/" target="_self">Wie hängen Stressanfälligkeit und Depressionen zusammen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Besteht ein biologischer Zusammenhang zwischen Stress, Ängsten und Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/besteht-ein-biologischer-zusammenhang-zwischen-stress-angsten-und-depressionen/" target="_self">Besteht ein biologischer Zusammenhang zwischen Stress, Ängsten und Depressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/posttraumatische-belastungsstorung-ptsd-was-passiert-wirklich-im-gehirn/" target="_self">Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/stress-burn-out.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zu unserem Burnout Zentrum München" href="http://www.burnout-zentren.de/muenchen.php" target="_blank">Zu unserem Burnout Zentrum München</a></span></p>
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		<title>Fördert Musik die Gehirnentwicklung?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/fordert-musik-die-gehirnentwicklung/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 08:06:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[EEG]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Jahren erweckte der sogenannte Mozart-Effekt großes Interesse in der Öffentlichkeit. Ob Mozart hören wirklich schlau macht, ist bis heute nicht geklärt. In einer neuen Studie verglichen Forscher die Gehirne und geistigen Fähigkeiten von professionellen und Amateurmusikern. Dabei schnitten die Profis deutlich besser ab. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4229" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="music and dancing small" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/music-and-dancing-small.jpg" alt="music and dancing small" width="167" height="125" />Vor einigen Jahren erweckte der sogenannte Mozart-Effekt großes Interesse in der Öffentlichkeit. Ob Mozart hören wirklich schlau macht, ist bis heute nicht geklärt. In einer neuen Studie verglichen Forscher die Gehirne und geistigen Fähigkeiten von professionellen und Amateurmusikern. Dabei schnitten die Profis deutlich besser ab. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang Mai übersetzt, die Musik als eine effektive Form des Gehirntrainings empfiehlt:</p>
<p>Eine neue Untersuchung zeigt, dass die <strong>Gehirne von Musikern hoch entwickelt</strong> sind, sodass Musiker aufmerksam sind, gerne lernen und dazu neigen das große Ganze zu sehen, sie sind ruhig und verspielt. Frühere Studien haben gezeigt, dass die gleichen Eigenschaften auch Weltklassesportler, Spitzenmanager und Anhänger der transzendentalen Meditation kennzeichnen.</p>
<p>Die neue Studie wurde von <em>Fred Travis, Maharishi University of Management</em> in den USA, <em>Harald Harung, Fachhochschule Oslo</em> in Norwegen und <em>Yvonne Lagrosen, Fachhochschule West</em> in Schweden durchgeführt. Die beobachteten Merkmale sind charakteristisch für eine hohe geistige und Gehirnentwicklung und scheinbar ein Zeichen dafür, dass ein Mensch grundsätzlich das Potenzial hat bei etwas wirklich, wirklich gut zu werden.</p>
<p><span id="more-4220"></span>Die Forscher quantifizieren die geistige und Gehirnentwicklung mit verschiedenen Methoden. Im <strong>EEG</strong> kann man bei der elektrischen Gehirnaktivität von Menschen mit einem hoch entwickelten Geist und Gehirn spezifische Muster beobachten. Sie haben gut koordinierte <strong>Stirnlappen</strong>, Gehirnregionen, die für <strong>höhere geistige Funktionen </strong>wie Planung und logisches Denken zuständig sind. Ein anderes Merkmal ist die Dominanz bestimmter EEG-Frequenzen, der sogenannten <strong>Alphawellen</strong>, in der Gehirnaktivität. Alphawellen treten auf, wenn das Gehirn Details zu einem Ganzen zusammenfügt. Weiter zeigt das EEG, dass Menschen mit einem hoch entwickelten Geist und Gehirn ihre<strong> Gehirnressourcen ökonomisch nutzen</strong>. Sie sind aufmerksam und bereit zu handeln, wenn die Situation es erfordert, aber wenn nicht, sind sie entspannt und nehmen eine abwartende Haltung ein.</p>
<p>Außerdem benutzen die Forscher zwei Fragebögen, um die geistige und Gehirnentwicklung zu quantifizieren. Der eine testet die Fähigkeit <strong>moralisch zu argumentieren</strong>. Hier haben Menschen mit einem hoch entwickelten Geist und Gehirn höhere Werte. Für den anderen Test werden Menschen nach sogenannten <strong>Gipfelerlebnissen</strong> befragt. Diese werden als eine <strong>höhere Bewusstseinsebene b</strong>eschrieben. Der Mensch hat ein intensives Gefühl des Glücks, der Harmonie und des Überschreitens von Grenzen. Menschen mit einem hoch entwickelten Geist und Gehirn haben viele solcher Gipfelerlebnisse.</p>
<p><em>Fred Travis</em> betont, dass <strong>jede Aktivität das Gehirn verändert</strong>. Transzendentale Meditation und Musik machen sind Dinge, mit denen sich ein Mensch beschäftigen sollte, der möchte, dass sich sein Geist in die richtige Richtung verändert. Gute Fortschritte kann man aber auch machen, wenn man allgemeine Ratschläge für die Gesundheit befolgt: genug schlafen, Sport treiben, gesund essen und keine Drogen nehmen. Wie ein Mensch denkt, spielt auch eine Rolle.</p>
<p>„Wenn jemand ein sehr neidischer, wütender und gemeiner Mensch ist und so über andere Leute denkt, wird das in seinem Gehirn verstärkt. Aber wenn er sehr großzügig und offen ist und seinen Mitmenschen hilft, wird er andere Verbindungen haben“, sagt <em>Fred Travis</em>.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.alphagalileo.org/ViewItem.aspx?ItemId=102212&amp;CultureCode=en" target="_blank">AlphaGalileo</a></span>, 5. Mai 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.concog.2011.03.020" target="_blank">Travis et al.</a></span> <em>Consciousness and Cognition</em>, April 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lassen sich Gehirnleistungen durch Meditation steigern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-gehirnleistungen-durch-meditation-steigern/" target="_self">Lassen sich Gehirnleistungen durch Meditation steigern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hängt Kreativität mit guter Laune zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-kreativitat-mit-guter-laune-zusammen/" target="_self">Wie hängt Kreativität mit guter Laune zusammen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Steigert körperliche Fitness die Intelligenz?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/steigert-korperliche-fitness-die-intelligenz/" target="_self">Steigert körperliche Fitness die Intelligenz?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg </span></a></p>
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		<title>Wie lange dauert Liebe auf den ersten Blick?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lange-dauert-liebe-auf-den-ersten-blick/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 16:19:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
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		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon in der Antike wurde zwischen drei Grundformen der Liebe (Eros, Philia und Agape – in etwa Sex, Freundschaft und Nächstenliebe) unterschieden. Eine aktuelle Studie hat die Gehirnaktivität von Liebenden untersucht und zeigt, dass neben gemeinsamen „emotionalen“ Gehirnregionen andere mit eher rationalen Funktionen beteiligt sind, je nach dem „Zielobjekt“ der Liebe. Wir haben die Presseerklärung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3377" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie lange dauert Liebe auf den ersten Blick" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/10/Wie-lange-dauert-Liebe-auf-den-ersten-Blick.jpg" alt="Wie lange dauert Liebe auf den ersten Blick" width="167" height="138" />Schon in der Antike wurde zwischen drei Grundformen der Liebe (Eros, Philia und Agape – in etwa Sex, Freundschaft und Nächstenliebe) unterschieden. Eine aktuelle Studie hat die Gehirnaktivität von Liebenden untersucht und zeigt, dass neben gemeinsamen „emotionalen“ Gehirnregionen andere mit eher rationalen Funktionen beteiligt sind, je nach dem „Zielobjekt“ der Liebe. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von letzter Woche übersetzt, nach der Liebe alles andere als ein irrationales Gefühl ist:</p>
<p>Eine neue Studie von Wissenschaftlern aus den USA und der Schweiz zeigt, dass <strong>Verliebtsein</strong> nicht nur das gleiche <strong>euphorische Gefühl</strong> hervorrufen kann wie Kokain, sondern auch <strong>intellektuelle </strong>Gehirnregionen beeinflusst. Außerdem stellten die Forscher unter Leitung von <em>Prof. Stephanie Ortigue</em> von der <em>Syracuse University</em> fest, dass es nur etwa eine fünftel Sekunde dauert, wenn sich ein Mensch verliebt. Für ihre Untersuchung, eine sogenannte Metaanalyse, werteten die Wissenschaftler frühere <strong>Imagingstudien</strong> an verliebten Menschen aus, deren <strong>Gehirnaktivität</strong> mit funktioneller Magnetresonanztomographie gemessen wurde.</p>
<p><em>Ortigue</em> ist eine Assistenzprofessorin für Psychologie und Neurologie am College of Arts and Sciences der <em>Syracuse University</em> in New York.</p>
<p><span id="more-3368"></span>Die Studie von <em>Ortigues </em>Team zeigte, dass zwölf Gehirnregionen zusammenarbeiten, wenn sich ein Mensch verliebt, und <strong>chemische Substanzen</strong> wie Dopamin, Oxytocin, Adrenalin und Vasopressin freisetzen, die ein <strong>Hochgefühl </strong>erzeugen. Aber das Gefühl des Verliebtseins beeinflusst auch komplexe <strong>kognitive Funktionen </strong>wie geistige Vorstellungen, Metaphern und das Körperbild.</p>
<p>Die Ergebnisse werfen die Frage auf: „Verliebt sich das Herz oder das Gehirn?”</p>
<p>„Das ist immer eine schwierige Frage“, sagt <em>Ortigue</em>. „Ich würde sagen, das <strong>Gehirn</strong>. Aber das Herz hat auch etwas damit zu tun, weil Liebe komplex ist und dazu Prozesse gehören, die nach oben und nach unten gerichtet sind, vom Gehirn zum Herzen und umgekehrt. Zum Beispiel kann die Aktivierung mancher Gehirnregionen das <strong>Herz anregen</strong>, was wir als <strong>Schmetterlinge im Bauch</strong> wahrnehmen. Auch andere Symptome, die sich anfühlen, als ob sie vom Herzen kommen, können ihren Ursprung im Gehirn haben.“</p>
<p>Außerdem haben Untersuchungen gezeigt, dass auch der Blutspiegel von Nerve Growth Factor (NGF) steigt und bei frisch verliebten Paaren deutlich erhöht ist. Das Molekül spielt eine wichtige Rolle bei der „<strong>sozialen Chemie</strong>“ von Menschen oder dem Phänomen der „<strong>Liebe auf den ersten Blick</strong>“. „Diese Ergebnisse bestätigen, dass Liebe eine wissenschaftliche Grundlage hat“, sagt <em>Ortigue</em>.</p>
<p>Die Studienergebnisse sind von großer Bedeutung für die Neurowissenschaften und die Erforschung der psychischen Gesundheit, denn <strong>enttäuschte Liebe</strong> kann ein wichtiger Grund für emotionalen <strong>Stress und Depressionen</strong> sein. „Es ist eine weitere Möglichkeit, das Gehirn und die Psyche eines Patienten zu untersuchen“, sagt <em>Ortigue</em>. „Wenn wir verstehen, warum Menschen sich verlieben, und warum ihnen das Herz bricht, können wir <strong>neue Therapien</strong> entwickeln.“ Indem sie die Gehirnregionen identifizieren, die das Verliebtsein aktiviert, können Ärzte und Therapeuten den Schmerz eines Patienten mit Liebeskummer besser verstehen.</p>
<p>Außerdem zeigt die Studie, dass bei verschiedenen Arten der Liebe unterschiedliche Gehirnregionen aktiviert sind. Zum Beispiel wird <strong>bedingungslose Liebe</strong> wie die zwischen einer <strong>Mutter</strong> und ihrem Kind teilweise von den gleichen aber auch von anderen Gehirnregionen ausgelöst, darunter von Bereichen tief im Inneren des Gehirns. <strong>Leidenschaftliche Liebe</strong> wiederum wird von den Gehirnregionen entfacht, in denen sich das <strong>Belohnungszentrum </strong>befindet, aber auch von assoziativen kognitiven Gehirnregionen mit höheren geistigen Funktionen wie dem Körperbild.</p>
<p><em>Ortigue</em> und ihre Mitarbeiter führten die Studie gemeinsam mit Wissenschaftlern der <em>West Virginia University</em> und des <em>Universitätskrankenhauses Genf </em>durch. Die Ergebnisse wurden im <em>Journal of Sexual Medicine </em>veröffentlicht. <em>Ortigues</em> nächste Studie, wie schnell sich das menschliche Gehirn verliebt, soll demnächst erscheinen.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.syr.edu/news/articles/2010/ortigue-neuroimaging-of-love-10-10.html" target="_blank">Syracuse University</a></span>, 18.10.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1743-6109.2010.01999.x/abstract;jsessionid=2102776DBBFB3FD0FE459F55A21E0469.d01t01" target="_blank">Ortigue et al</a></span>. <em>Journal of Sexual Medicine</em>, 2010</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/beziehungsstreit-lasst-sich-vorhersagen-wann-die-wut-verraucht-ist/" target="_self">Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-bringt-uns-weiter-wettbewerb-oder-mitgefuhl/" target="_self">Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie lange hält sich die Romantik in der Beziehung?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lange-halt-sich-die-romantik-in-der-beziehung/" target="_self">Wie lange hält sich die Romantik in der Beziehung?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist unser Angebot für Paare?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie.php" target="_self">Was ist unser Angebot für Paare?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
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		<title>Macht Mittagsschlaf schlau?</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 18:09:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[EEG]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[neuronales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Gut ausgeschlafene Schüler lernen am besten – aber wieso eigentlich? Eine neue Studie von Forschern aus den USA zeigt, dass während des Schlafs ein entscheidender Schritt beim Lernprozess stattfindet. Ich habe eine Pressemitteilung der Universität vom 22. Februar übersetzt, der die Untersuchung vorstellt, von der auch Senioren profitieren könnten:
Wenn Sie das nächste Mal einen Studenten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1995" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Macht Mittagsschlaf schlau napping s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Macht-Mittagsschlaf-schlau-napping-s.jpg" alt="Macht Mittagsschlaf schlau napping s" width="167" height="119" />Gut ausgeschlafene Schüler lernen am besten – aber wieso eigentlich? Eine neue Studie von Forschern aus den USA zeigt, dass während des Schlafs ein entscheidender Schritt beim Lernprozess stattfindet. Ich habe eine Pressemitteilung der Universität vom 22. Februar übersetzt, der die Untersuchung vorstellt, von der auch Senioren profitieren könnten:</p>
<p>Wenn Sie das nächste Mal einen Studenten in der Bibliothek wegdösen oder eine Kollegin am Arbeitsplatz bei der Siesta sehen, verdrehen Sie nicht gleich die Augen. Eine neue Studie von der <em>University of California </em>in <em>Berkeley </em>zeigt, dass ein Stündchen Schlaf die <strong>geistige Leistungsfähigkeit</strong> erheblich <strong>steigern</strong> und wiederherstellen kann. Weiter zeigen sie, dass ein <strong>zweiphasiges Schlafmuster</strong> nicht nur den Geist erfrischt, es kann Menschen sogar schlauer machen.</p>
<p><span id="more-1965"></span>Umgekehrt zeigt die Untersuchung, dass der Geist zunehmend träger wird je länger ein Mensch wach ist. Damit bestätigt sie frühere Ergebnisse desselben Forscherteams, dass eine <strong>Nacht durchmachen</strong> – ein unter manchen Jugendlichen verbreitetes Ritual während der kurzen Schulferien und nach großen Prüfungen – die Aufnahmefähigkeit für neuen Lernstoff um fast vierzig Prozent vermindert, weil sich bestimmte <strong>Gehirnregionen</strong> bei Schlafmangel einfach <strong>abschalten</strong>.</p>
<p>„Schlaf gleicht nicht einfach nur die Auswirkungen eines länger andauernden Wachzustandes aus. Sondern, was die geistigen Gehirnfunktionen angeht, macht er Sie noch frischer als vor dem Schlafen”, sagt <em>Matthew Walker</em>, der Leiter der Untersuchungen und ein Assistant Professor für Psychologie an der <em>UC Berkeley</em>.</p>
<p>Für ihre neuste <strong>Schlafstudie</strong> teilten die Forscher der <em>UC Berkeley</em> 39 gesunde junge Erwachsene in zwei Gruppen auf – <strong>Schläfchen</strong> und kein Schläfchen. Zur Mittagszeit machten alle Teilnehmer einen anspruchsvollen <strong>Lerntest</strong>, der ihren Hippocampus strapazieren sollte. Diese Gehirnregion spielt bei der Gedächtnisspeicherung von Faktenwissen eine Rolle. Beide Gruppen lernten ähnlich gut.</p>
<p>Um vierzehn Uhr hielt die Schlaf-Gruppe  eine neunzigminütige Siesta, während die andere Gruppe wach blieb. Alle Teilnehmer machten dann am gleichen Tag um achtzehn Uhr einen zweiten Lerntest. Die Versuchspersonen, die den ganzen Tag wach geblieben waren, lernten jetzt schlechter. Diejenigen, die kurz <strong>geschlafen</strong> hatten, <strong>lernten</strong> dagegen deutlich <strong>besser</strong> als die andere Gruppe und sogar besser als sie selbst bei ihrem ersten Test vor dem Mittagsschlaf.</p>
<p>Damit bestätigten die Ergebnisse die Hypothese der Forscher, dass Schlaf dazu dient, den Speicher für das <strong>Kurzzeitgedächtnis</strong> im Gehirn zu <strong>entleeren</strong> und Platz für neue Informationen zu schaffen, sagt <em>Walker</em>, der seine noch vorläufigen Ergebnisse am 21. Februar auf der Jahrestagung der <em>American Association of the Advancement of Science (AAAS)</em> in San Diego in Kalifornien vorstellte.</p>
<p>Seit 2007 haben <em>Walker </em>und andere Schlafforscher in ihren Untersuchungen wiederholt gezeigt, dass die <strong>Erinnerung </strong>von Tatsachen zunächst im <strong>Hippocampus</strong> gespeichert wird. Von dort wird sie <strong>dann</strong> zur Stirnregion des <strong>Großhirns</strong> gesendet, dessen Speicherkapazität größer sein könnte.</p>
<p>„Das ist etwa so, als wenn der Posteingang der <strong>E-Mail</strong> in Ihrem Hippocampus <strong>voll</strong> ist, und bis Sie schlafen und dabei diese Fakten-E-Mails wegsortieren, können Sie keine neuen Mails mehr empfangen. Sie werden einfach wieder zurückgesendet, bis Sie geschlafen und dabei die Mails in einen anderen Ordner verschoben haben,” sagt <em>Walker</em>.</p>
<p>In ihrer neusten Studie haben <em>Walker</em> und sein Team eine grundlegende Entdeckung gemacht, nämlich dass dieser Prozess der <strong>Gedächtniserneuerung</strong> während einer ganz <strong>bestimmten Schlafphase</strong> stattfindet. <strong>EEG</strong>- (Elektroenzephalogramm-) Tests der elektrischen Aktivität im Gehirn haben gezeigt, dass diese Erneuerung der Gedächtniskapazität etwas mit dem sogenannten Stadium II des Non-REM-Schlafs zu tun hat. In diesem Stadium befindet sich der Schlafende <strong>zwischen Tiefschlaf </strong>(Stadium IV des Non-REM-Schlafs) und <strong>Traumschlaf</strong> (REM-Schlaf; von Rapid Eye Movement, englisch für schnelle Augenbewegungen). Der Zweck dieses Stadiums war bis jetzt nicht klar, aber die neuen Ergebnisse bieten nun eine mögliche Erklärung, warum Menschen mindestens die Hälfte ihres Schlafs im Stadium II des Non-REM-Schlafs verbringen, sagt <em>Walker</em>.</p>
<p>„Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mutter Natur uns fünfzig Prozent der Nacht ohne guten Grund von einem Schlafstadium zu einem anderen wechseln lässt“, sagt <em>Walker</em>. „Der Schlaf ist hoch entwickelt. Er gibt uns genau das, was wir brauchen.&#8221;</p>
<p><em>Walker </em>und seine Mitarbeiter wollen nun untersuchen, ob die kürzer werdende <strong>Schlafdauer</strong> in höherem <strong>Alter</strong> etwas mit der bekanntlich abnehmenden Lernfähigkeit älterer Menschen zu tun hat. „Wenn wir solch einen Zusammenhang finden, könnte uns das helfen, den <strong>Abbau der Gehirnfunktion</strong> bei Erkrankungen wie Alzheimer besser zu verstehen,&#8221; sagt <em>Walker</em>.</p>
<p><strong><em>Quelle:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.berkeley.edu/news/media/releases/2010/02/22_naps_boost_learning_capacity.shtml" target="_blank">University of California-Berkeley News</a></span>, 22.2.10</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie beeinflusst Stress die Leistungsfähigkeit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-beeinflusst-stress-die-leistungsfahigkeit/" target="_self">Wie beeinflusst Stress die Leistungsfähigkeit?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welchen Einfluss hat ein Spaziergang auf unsere Leistungsfähigkeit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welchen-einfluss-hat-ein-spaziergang-auf-unsere-mentale-leistungsfahigkeit/" target="_self">Welchen Einfluss hat ein Spaziergang auf unsere Leistungsfähigkeit?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hilft Meditation gegen Stress?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-meditation-gegen-stress/" target="_self">Hilft Meditation gegen Stress?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Gibt es einen Zusammenhang zwischen zu wenig Schlaf und schlechten Schulleistungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-einen-zusammenhang-zwischen-zu-wenig-schlaf-und-schlechten-schulleistungen/" target="_self">Gibt es einen Zusammenhang zwischen zu wenig Schlaf und schlechten Schulleistungen?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></p>
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		<title>Kann man Angststörungen im Gehirn „sehen”?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-man%c2%a0angststorungen%c2%a0im-gehirn-sehen/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 15:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[neuronales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Neurophysiologie]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer neuen Studie haben Neurowissenschaftler gezeigt, dass bei Patienten mit allgemeinen Angststörungen die Aktivität bestimmter Gehirnregionen verändert ist. Manche dieser Regionen haben Funktionen, die Symptome wie irrationale Ängste oder Herzrasen erklären können. Studien dieser Art machen sichtbar, wie real psychische Probleme sind, die ein Patient nur schildern kann. Ich habe einen Presseartikel von voriger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-910" style="margin: 0px 5px;border: black 1px solid" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/angststoerungen-im-gehirn-sehen.jpg" alt="angststoerungen im gehirn sehen" width="167" height="125" />In einer neuen Studie haben Neurowissenschaftler gezeigt, dass bei Patienten mit allgemeinen Angststörungen die Aktivität bestimmter Gehirnregionen verändert ist. Manche dieser Regionen haben Funktionen, die Symptome wie irrationale Ängste oder Herzrasen erklären können. Studien dieser Art machen sichtbar, wie real psychische Probleme sind, die ein Patient nur schildern kann. Ich habe einen Presseartikel von voriger Woche übersetzt, der die Ergebnisse der Studie genauer beschreibt:</p>
<p>Eine aktuelle Studie untersuchte die Funktion von <strong>Nervenverbindungen</strong> im Gehirn von Patienten mit <strong>allgemeinen Angststörungen (GAD)</strong> und zeigte eine unnormale Funktion in Teilen der <strong>Amygdala</strong>, einer Gehirnregion. Weiter stellten die Forscher eine unnormale Aktivierung eines Netzwerks von Nerven in Regionen des Großhirns fest, die hinter der Stirn und über den Ohren liegen. Die Aktivierung dieses <strong>Netzwerks </strong>könnte bei Patienten zur <strong>Steuerung</strong> ihres unnormalen <strong>Verhaltens </strong>mit beitragen aber auch die Veränderungen in der Amygdala teilweise ausgleichen. Diese Untersuchungsergebnisse, die in der Dezemberausgabe der <em>Archives of General Psychiatry</em> veröffentlicht sind, bestätigen Theorien der Hirnforschung über die <strong>Wahrnehmung</strong> bei Patienten mit GAD.</p>
<p><span id="more-905"></span><em>Dr. Amit Etkin</em>, der an der <em>Stanford University School of Medicine</em> in Kalifornien eine Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie macht, und seine Kollegen untersuchten in ihrer Studie, ob sich GAD an charakteristischen Mustern von Nervenverbindungen in Teilregionen der Amygdala erkennen lässt. Die <strong>Amygdala</strong> liegt am Boden des Gehirns und besteht aus zwei Nervenbündeln, die die Form von Mandeln haben und paarig angeordnet sind. Die Amygdala ist an der Verarbeitung von <strong>Emotionen</strong> wie <strong>Furcht </strong>und am <strong>Gedächtnis</strong> beteiligt. Bei ihrer Untersuchung konzentrierten sich die Forscher auf die beiden <strong>Teilregionen</strong>, die in der Amygdala „basolateral” (<strong>BLA</strong>, unten) und „zentromedial” (<strong>CMA</strong>, oben) liegen.</p>
<p>Insgesamt 33 Testpersonen nahmen an der <strong>Studie</strong> teil, sechzehn Patienten mit GAD und siebzehn psychologisch gesunde Menschen, die zur Kontrolle untersucht wurden. Die Studienteilnehmer ließen ihre Gedanken schweifen, während sie einen achtminütigen „<strong>funktionellen MRT-Scan</strong>” hatten. Bei diesem Verfahren befindet sich die Testperson in einer Röhre mit einem magnetischen Feld, und Veränderungen der <strong>Aktivität </strong>in verschiedenen <strong>Gehirnregionen</strong> werden auf Bildern (Scans) <strong>sichtbar gemacht</strong>, die Unterschiede des Blutflusses im Gehirn anzeigen.</p>
<p>Die Autoren konzentrierten sich bei der Auswertung der Scans auf die BLA- und CMA-Regionen der Amygdala. Die Scans der Kontrollgruppe zeigten den <strong>Normalzustand</strong> des Gehirns, bei dem die <strong>BLA-Region </strong>in <strong>Verbindung mit</strong> Gehirnregionen steht, die für die anfängliche und weitere Verarbeitung von <strong>Sinneswahrnehmungen</strong>, <strong>emotionalen</strong> und <strong>geistigen Funktionen</strong> zuständig sind. Die <strong>CMA-Region</strong> hat aktive Nervenverbindungen mit dem Mittelhirn, dem Thalamus und dem Kleinhirn. Diese Teile des Gehirns kontrollieren den Informationsfluss, koordinieren Bewegungen und regulieren die <strong>Aufmerksamkeit</strong>, die <strong>Herzfrequenz</strong> und die <strong>Atmung</strong>. Außerdem setzen sie <strong>Neurotransmitter</strong> (Botenstoffe) wie Serotonin und Dopamin frei.</p>
<p>Auf den Scans der Amygdala von GAD-Patienten fanden die Autoren zwei wesentliche <strong>Unterschiede</strong> zu gesunden Testpersonen. Die Amygdalaregionen der <strong>GAD-Patienten</strong> hatten weniger aktive Verbindungen zu der Gehirnregion, die bestimmt, <strong>welche Reize</strong> ein Mensch als <strong>wichtig</strong> oder unwichtig wahrnimmt. Dafür hatten sie aktivere Verbindungen zu einem Netzwerk von Nerven im Großhirn, das für die geistige <strong>Kontrolle über Emotionen</strong> zuständig ist.</p>
<p>„Die basolaterale Amygdala hatte weniger aktive Verbindungen mit all ihren normalen Zielregionen aber dafür mehr mit zentromedialen Zielgebieten”, sagt <em>Etkin</em>. „Und die zentromediale Amygdala hatte weniger aktive Verbindungen mit ihren normalen Zielregionen aber dafür mehr mit basolateralen Zielregionen.”</p>
<p>Damit hatte die Analyse der Nervenverbindungen der Amygdala zu bestimmten Gehirnregionen gezeigt, welche Regionen zusammenarbeiten, und wie sich die Funktion der Amygdala bei GAD-Patienten und gesunden Menschen unterscheidet. Die Autoren meinen, dass die beobachteten <strong>Unterschiede der Nervenverbindungen </strong>erklären könnten, warum Menschen mit <strong>GAD zwanghafte und überwältigende Emotionen und Sorgen</strong> haben.</p>
<p><em>Etkin</em> und seine Kollegen meinen, dass künftige Studien dieser Art mögliche Zusammenhänge zwischen GAD und Depression untersuchen sollten.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><a href="http://www.healthimaging.com/index.php?option=com_articles&amp;view=article&amp;id=19840:study-functional-mri-studies-could-mark-anxiety-disorders&amp;division=hiit" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">HealthImaging</span></a>, 8.12.09</p>
<p><a href="http://archpsyc.ama-assn.org/cgi/content/abstract/66/12/1361" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Etkin et al.</span></a> <em>Archives of General Psychiatry</em>, 7.12.09</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><a title="Was sind die Unterschiede zwischen spezifischer und generalisierter Angststörung?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/worin-unterscheiden-sich-angststorungen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Was sind die Unterschiede zwischen spezifischer und generalisierter Angststörung?</span></a></p>
<p><a title="Kann Angst vor der Angst zu einer Depression führen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-angst-vor-der-angst-zu-einer-depression-fuhren/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Kann Angst vor der Angst zu einer Depression führen?</span></a></p>
<p><a title="Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/posttraumatische-belastungsstorung-ptsd-was-passiert-wirklich-im-gehirn/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?</span></a></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/aengste.html" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was findet bei Magersucht im Kopf statt?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-findet-bei-magersucht-im-kopf-statt/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 20:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[neuronales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[
In einem Pressearchiv bin ich auf einen Artikel vom vergangenen Sommer gestoßen, den ich sehr interessant finde. In diesem geht es unter anderem darum, welchen Beitrag die Hirnforschung dazu leistet, die (Hinter-)Gründe für Magersucht – einem weiterhin schwer zu therapierenden Krankheitsbild &#8211; zu verstehen. Ich fasse den englischen Beitrag in Auszügen zusammen. Ist dieses Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		H2 { margin-bottom: 0.21cm } 		H2.cjk { font-family: "Arial Unicode MS", sans-serif } 		H2.ctl { font-family: "Tahoma", sans-serif } 		H1 { margin-bottom: 0.21cm } 		H1.western { font-family: "Times New Roman", serif } 		H1.cjk { font-family: "Arial Unicode MS", sans-serif } 		H1.ctl { font-family: "Tahoma", sans-serif } 		A.western:link { so-language: zxx } 		A.ctl:link { so-language: zxx } --></p>
<p>In einem Pressearchiv bin ich auf einen Artikel vom vergangenen Sommer gestoßen, den ich sehr interessant finde. In diesem geht es unter anderem darum, welchen <strong>Beitrag</strong> die <strong>Hirnforschung</strong> dazu leistet, die <strong>(Hinter-)Gründe für Magersucht</strong> – einem weiterhin schwer zu therapierenden Krankheitsbild &#8211; zu <strong>verstehen</strong>. Ich fasse den englischen Beitrag in Auszügen zusammen. Ist dieses Mal ein bißchen länger als sonst, aber es braucht die Länge, sonst versteht man nicht, <span lang="de-DE">worum es geht:</span></p>
<p><span lang="de-DE"><span id="more-547"></span>Neue Imagingtechniken (das ist vereinfacht gesagt das „Abfilmen der Gehirntätigkeit“ z.B. im Computertomographen) erlauben einen Einblick in die Abläufe im Gehirn von Patienten mit Anorexia nervosa (besser bekannt als Magersucht). In einem online in </span><span lang="de-DE"><em>Nature Reviews Neuroscience </em></span><span lang="de-DE">veröffentlichten Übersichtsarartikel beschreiben <em>Walter Kaye, MD, </em>Professor für Psychiatrie und Direktor des Forschungsprogramms zu  Essstörungen an der <em>University of California, San Diego </em>und seine Mitarbeiter <strong>Funktionsstörungen in bestimmten neuronalen Schaltkreisen des Gehirns</strong>. Sie könnten helfen zu erklären, warum Menschen überhaupt eine Magersucht entwickeln bzw. was der Hintergrund hinter den typischen Verhaltensweisen ist, wie das schier unermüdliche Streben danach, Gewicht zu verlieren.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Schon in der <strong>Kindheit </strong>können die Persönlichkeit und das Temperament die <strong>Anfälligkeit eines Menschen für die Entwicklung einer Magersucht </strong>erhöhen. Diese  Faktoren, manche vermutlich ererbt, wie Perfektionismus, Ängstlichkeit oder zwanghafte Neigungen, können bereits vor Beginn einer Essstörung vorhanden sein und in der Jugend unter Umständen durch die <strong>Wirkung vieler Faktoren wie Hormonveränderungen, Stress und kulturelle Einflüsse zusätzlich verstärkt </strong>werden. </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Das Jugendalter ist eine Zeit des Übergangs, in der jeder Einzelne lernen muss, kurz- und langfristige Bedürfnisse und Ziele in ein Gleichgewicht zu bringen um unabhängig zu werden”, sagt <em>Kaye</em>. “Für Jugendliche kann der Umgang mit gemischten Botschaften und Druck durch die Gesellschaft eine Überforderung darstellen. Dieses kann Wesenszüge wie Ängstlichkeit oder den Wunsch nach Perfektion verschlimmern.&#8221;</span></p>
<p><span lang="de-DE">Wenn ein Patient erst einmal eine </span><span lang="de-DE">Magersucht entwickelt, haben das <strong>Hungern und die Fehlernährung </strong>tief greifende <strong>Auswirkungen auf das Gehirn </strong>und andere Organsysteme. Zu diesen Veränderungen gehören <strong>neurochemische Ungleichgewichte</strong>, die dann wiederum die schon bestehenden Wesenszüge übertrieben verstärken und <strong>das Fortschreiten der Erkrankung beschleunigen </strong>können. </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Häufig sagen Menschen mit Magersucht, dass <strong>Fasten ihre Ängste vermindert</strong> während Essen sie verstärkt”, stellt Kaye fest. “Das ist ganz anders als bei den meisten Menschen, die Hunger als etwas Unangenehmes erfahren.” Der machtvolle Trieb, Angst zu vermeiden, treibt bei Anorexia nervosa den Gewichtsverlust voran und löst die <strong>unkontrollierte Spirale </strong>aus, die schwere Abmagerung und Fehlernährung zur Folge hat. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Außerdem neigen Menschen mit Anorexia nervosa dazu,  kaum je “im Augenblick” zu leben. Sie haben oft eine übertriebene und <strong>zwanghafte Sorge um die Folgen ihres Verhaltens</strong>, sie suchen nach Regeln, wo es keine gibt, und machen sich allzu viele Gedanken darüber Fehler zu begehen. Eine der Mitautorinnen, </span><span lang="de-DE"><em>Julie L. Fudge</em></span><span lang="de-DE"> vom </span><span lang="de-DE"><em>Department of Psychiatry &amp; Neurobiology and Anatomy </em></span><span lang="de-DE">an der</span><span lang="de-DE"><em> University of Rochester Medical Center</em></span><span lang="de-DE">, bemerkt dazu: Imagingstudien deuten darauf hin, dass Menschen mit Magersucht ein <strong>Ungleichgewicht haben zwischen Abläufen im Gehirn, die Belohnung und Emotionen regulieren </strong>(der ventrale oder limbische Schaltkreis) und solchen, die mit Konsequenzen und Vorausplanung assoziiert sind (der dorsale oder kognitive Schaltkreis). </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Imagingstudien des Gehirns zeigen auch, dass Menschen mit Magersucht Veränderungen in den Teilen des Gehirns aufweisen, die mit körperlichen Empfindungen zu tun haben, wie etwa Belohnung durch lustvolles Essen zu verspüren”, so der Mitautor <em>Martin Paulus</em>, Professor für Psychiatrie und Leiter des <em>Laboratory of Biological Dynamics and Theoretical Medicine </em>an der <em>University of California, San Diego</em>. “<strong>Magersüchtige könnten es buchstäblich vielleicht gar nicht merken, wenn sie Hunger haben</strong>.“</span></p>
<p><span lang="de-DE">Eine dieser Gehirnregionen ist die </span><span lang="de-DE">sogenannte vordere Insel, die von entscheidender Bedeutung für die Interozeption ist, d.h. für die <strong>Eigenwahrnehmung innerer Signale </strong>des Körpers. Über das Fehlen einer angemessenen Antwort auf Hungersignale hinaus könnten Symptome der Magersucht – wie ein verzerrtes Körperbild oder eine verringerte Motivation sich zu ändern – auch mit einer gestörten interozeptiven Wahrnehmung zu tun haben. </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Magersucht ist sehr kompliziert, und wir brauchen ein radikales Umdenken beim Verständnis ihrer tieferen Ursache “, sagt <em>Kaye</em>. “Wir stehen erst am Anfang mit unserer Vorstellung davon, wie das Gehirn bei Menschen mit dieser Krankheit funktioniert.”</span></p>
<p><span lang="de-DE"><em>Kaye </em>merkt jedoch an, dass die Merkmale des Temperaments und der Persönlichkeit, die anfällig für die Entstehung einer Magersucht machen können, auch positive Seiten haben können. Zu diesen Merkmalen gehören eine Liebe zum Detail, Rücksichtnahme auf Konsequenzen und ein Drang etwas mit Erfolg zu Ende zu bringen. “In meiner klinischen Erfahrung“, sagt er „<strong>sind  viele Menschen, die eine Magersucht überwinden, im späteren Leben durchaus erfolgreich</strong>”</span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong><em>Quellen:</em></strong></span></p>
<p><span lang="de-DE"><a href="http://ucsdnews.ucsd.edu/newsrel/health/07-09Anorexia.asp" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">University of California, San Diego</span></a>, 21.7.09</span></p>
<p><span lang="de-DE"><a href="http://www.nature.com/nrn/journal/v10/n8/abs/nrn2682.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Kaye et al.</span></a> <em>Nature Reviews Neuroscience</em>, Aug 2009</span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></span></p>
<p><span lang="de-DE"><a title="Hängen Essstörungen mit kognitiven Defiziten zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-essstorungen-mit-kognitiven-defiziten-zusammen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Hängen Essstörungen mit kognitiven Defiziten zusammen?</span></a></span></p>
<p><span lang="de-DE"><a title="Woran erkennt man Anorexie (Anorexia nervosa)?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/woran-erkennt-man-anorexie-anorexia-nervosa/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Woran erkennt man Anorexie (Anorexia nervosa)?</span></a></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="BZGA aktualisiert ihr Info-Angebot zum Thema Essstörungen" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bzga-aktualisiert-ihr-info-angebot-zum-thema-essstorungen/" target="_self">BZGA aktualisiert ihr Info-Angebot zum Thema Essstörungen</a></span></span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong><em>Weitere Links:</em></strong></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie hängen Schmerzen und Depressionen zusammen?</title>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 07:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Süddeutschen Zeitung ist heute ein interessanter Beitrag erschienen. Hier wird eine Studie vorgestellt, in der es um den Zusammenhang von Depressionen und chronischen Schmerzen geht und wie beides effektiv behandelt werden kann. Ich zitiere den Artikel nachfolgend auszugsweise (Hervorhebungen von mir):
Schmerz drückt auf die Stimmung. Chronische Schmerzen können sogar depressiv machen. Bisher wissen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der <em>Süddeutschen Zeitung </em>ist heute ein interessanter Beitrag erschienen. Hier wird eine Studie vorgestellt, in der es um den <strong>Zusammenhang von Depressionen und chronischen Schmerzen</strong> geht und wie beides effektiv behandelt werden kann. Ich zitiere den Artikel nachfolgend auszugsweise (Hervorhebungen von mir):</p>
<p><span id="more-475"></span>Schmerz drückt auf die Stimmung. Chronische Schmerzen können sogar depressiv machen. Bisher wissen Ärzte allerdings nicht genau, welches Leid das andere heftiger beeinflusst und warum in 30 bis 50 Prozent der Fälle Schmerzen und Depressionen gemeinsam auftreten. Nehmen Depressive ihre Schmerzen stärker wahr? Oder macht sie der Schmerz überhaupt erst trübsinnig?</p>
<p>Ärzte aus den USA zeigen im Fachblatt <em>Journal of the American Medical Association</em> vom Mittwoch einen verblüffend einfachen Weg, um die Beschwerden zu mildern (Bd.301, S.2099, 2009). Mit einer besseren Anpassung der Medikamente und psychotherapeutischen Verfahren lassen sich beide Leiden, Schmerzen wie Depressionen, erheblich lindern. „Wir haben uns sehr gefreut, um wie viel besser es unseren Patienten ging&#8221;, sagt <em>Kurt Kroenke</em> von der <em>Indiana-Universität </em>in Indianapolis, der die Studie geleitet hat. „Wir vermuten sogar, dass wir Schmerz und Depression noch besser in den Griff bekommen könnten.&#8221;</p>
<p>Das Team um <em>Kroenke</em> untersuchte 250 Patienten, die sowohl an chronischen Rückenschmerzen, Arthrose in Hüfte oder Knie als auch an einer Depression litten. Die Hälfte der Patienten wurde wie bisher von ihren Ärzten betreut. Bei der anderen Gruppe wurden die Medikamente regelmäßig überprüft. Halfen die verordneten Antidepressiva nicht, wurde die Dosis verändert oder ein anderes Mittel probiert.</p>
<p>Zusätzlich bekamen die Patienten der zweiten Gruppe <strong>beigebracht</strong>, wie sie <strong>Schmerzen mental besser verarbeiten </strong>konnten. Sie lernten beispielsweise, in welchen Situationen der Schmerz besonders intensiv auftrat, wie sie ihre Muskeln dann <strong>entspannen</strong> konnten statt zu verkrampfen und auf welche Weise <strong>Atemübungen</strong> und <strong>feste Schlafgewohnheiten</strong> die Beschwerden linderten.</p>
<p>Die Erfolge waren deutlich. Bei nahezu 40 Prozent der Patienten <strong>verbesserten </strong>sich durch diese simplen Veränderungen <strong>die Symptome der Depression</strong> &#8211; in der Gruppe derer, die wie üblich weiterbehandelt wurden, waren es weniger als halb so viele. <strong>Auch die Schmerzen ließen </strong>durch die veränderte Therapie bei mehr als 41 Prozent der Teilnehmer <strong>nach</strong>. In der anderen Gruppe verspürten nur 17 Prozent eine Linderung. [...]</p>
<p>Schmerztherapeuten wissen, dass Antidepressiva nicht nur die Laune heben, sondern auch Schmerzen bei Menschen dämpfen können, die nicht depressiv sind. „<strong>Wer</strong><strong> chronische Beschwerden hat, erlebt sie mal stärker als Schmerz, dann stärker als Depression oder Angst</strong>&#8220;, sagt <em>Peter Henningsen</em>, Chef der Psychosomatik an der <em>TU München</em>. „Es ist daher naheliegend, diese Symptome zusammen anzugehen &#8211; und im Praxisalltag ist es wichtig, dass der Arzt bei Schmerzpatienten das Ausmaß ihrer Depressivität erfasst.&#8221;</p>
<p>Weil die Hirnregionen, in denen Schmerzen und Gefühle verarbeitet werden, eng miteinander verknüpft sind, trägt bessere Stimmung dazu bei, körperliche Qualen weniger stark zu empfinden. Die Therapieforschung hat zudem gezeigt, dass im Gehirn ansetzende Behandlungen &#8211; ob medikamentös oder psychotherapeutisch &#8211; Patienten besser helfen als Pharmaka, die an Knochen oder Muskeln wirken.</p>
<p>„Für chronisch Kranke ist es wichtig, ihre <strong>Schmerzerwartung zu unterbrechen</strong>&#8220;, sagt <em>Carl Scheidt</em>, Professor für Psychosomatik an der <em>Universität Freiburg</em>. „Schafft man es nicht, bleibt ein Teufelskreis bestehen: Dann sagt chronischer Schmerz weiteren chronischen Schmerz voraus.&#8221; Die Patienten kommen dann selten in den Genuss zu erleben, wie schön es ist, wenn der Schmerz nachlässt.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><strong></strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/417/469969/text/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Süddeutsche Zeitung</span></a>, 27.05.2009</p>
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		<title>Woher kommen &#8220;die guten alten Zeiten&#8221;?</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 10:06:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
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		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum tendieren ältere Menschen dazu, die Vergangenheit durch eine rosa-rote Brille zu betrachten? Forscher der University of Alberta (Kanada) und der Duke University (USA) haben heraufgefunden, dass das Gehirn  alter Menschen offensichtlich nicht mehr so gut in der Lage ist, negative Erinnerungen zu speichern (veröffentlicht gestern online in Psychological Sciences). Hierzu wurden jungen und älteren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum tendieren ältere Menschen dazu, die <strong>Vergangenheit durch eine rosa-rote Brille </strong>zu betrachten? Forscher der <em>University of Alberta </em>(Kanada)<em> </em>und der <em>Duke University</em> (USA) haben heraufgefunden, dass das Gehirn  alter Menschen offensichtlich nicht mehr so gut in der Lage ist, negative Erinnerungen zu speichern (veröffentlicht gestern online in <em>Psychological Sciences</em>). Hierzu wurden jungen und älteren (70+ Jahre) Menschen Bilder gezeigt, die entweder neutrale oder sehr negative Ereignisse zeigten. Die Teilnehmer des Versuchs wurden gebeten einzuschätzen, wie angenehm sie jedes einzelne Bild empfanden. Gleichzeitig wurden ihre Gehirnaktivitäten gemessen. 30 Minuten später wurden die Versuchspersonen (überraschend) gebeten, die gezeigten Inhalte wiederzugeben. Im Ergebnis erinnerten die älteren Menschen deutlich weniger negative Bilder als die jüngeren. Die Hirnmessungen zeigten, dass zwar ähnliche Areale an der Speicherung der Informationen beteiligt waren, diese aber bei den Senioren anders als bei den Jüngeren mit den übrigen Hirnarealen interagierten. Tatsächlich scheinen bei den älteren Menschen eher kognitive Areale als emotionale an der Speicherung der negativen Bilder beteiligt zu sein.</p>
<p>Dieser Befund passt zu einer Studie, die die Autoren Anfang diesen Jahres in der Zeitschrift <em>Neurobiology of Aging </em>veröffentlicht haben.  Hier konnten sie zeigen, dass Senioren besser als junge Menschen in der Lage sind, ihre Emotionen bei der Bewältigung von belastenden Ereignissen zu kontrollieren.</p>
<p>Insgesamt könnten sich diese Ergebnisse als wichtig herausstellen, um unter anderem einzelne Aspekte von <strong>Depressionen </strong>und <strong>Angstzustände </strong>besser zu verstehen, zum Beispiel die vergleichsweise schlechtere emotionale Verarbeitung von belastenden Ereignissen; -außerdem lassen sie die Jüngeren vielleicht etwas gelassener mit den Verklärungen der Senioren umgehen, denn sie wissen nun: Bald werden wir es sein, die von der guten alten Zeit schwärmen.</p>
<p><a title="Woher kommen die guten alten Zeiten" href="http://www.expressnews.ualberta.ca/article.cfm?id=9839" target="_blank">Mehr zu der <span style="text-decoration: underline;">Studie</span></a></p>
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<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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