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	<title>Psychologie aktuell &#187; Magersucht</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; Magersucht</title>
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		<title>Hängen Essstörungen mit kognitiven Defiziten zusammen?</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 20:25:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bulimie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
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		<description><![CDATA[Menschen mit Essstörungen haben ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper. Eine neue Studie befasst sich mit der Frage, ob dies mit einer veränderten Wahrnehmung oder anderen geistigen Funktionen bei den Patienten zusammenhängen könnte. Solche Veränderungen wurden tatsächlich beobachtet, was aber nicht beweist, ob das eine das andere verursacht. Ich habe eine Presseerklärung des Journals vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen mit Essstörungen haben ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper. Eine neue Studie befasst sich mit der Frage, ob dies mit einer veränderten Wahrnehmung oder anderen geistigen Funktionen bei den Patienten zusammenhängen könnte. Solche Veränderungen wurden tatsächlich beobachtet, was aber nicht beweist, ob das eine das andere verursacht. Ich habe eine Presseerklärung des Journals vom Julie 2009 übersetzt, das die Studie vorab online publiziert hat:</p>
<p>Menschen, die unter <strong>Essstörungen</strong> leiden, schneiden in psychologischen Tests bei bestimmten <strong>kognitiven Aufgaben schlechter </strong>ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende Literaturstudie, die den Zusammenhang zwischen Essstörungen und kognitiven Defiziten untersuchte und im<em> Journal of Neuropsychology </em>veröffentlicht wurde.</p>
<p><span id="more-1074"></span><em>Professor Konstantine Zakzanis </em>und seine Mitarbeiter von der <em>University of Toronto</em> in Kanada werteten Untersuchungen über Menschen mit Essstörungen auf übereinstimmende <strong>Muster von kognitiven Defiziten</strong> aus. Insgesamt analysierten die Autoren 27 Studien an 608 Patienten mit <strong>Anorexia nervosa</strong> (Magersucht) und 14 Studien an 347 Patienten mit <strong>Bulimia nervosa</strong> (Ess-Brechsucht).</p>
<p><em>Professor Zakzanis</em> sagt: „In den letzten 30 Jahren wurden viele Menschen mit Anorexie oder Bulimie in psychologischen <strong>Studien</strong> untersucht, darunter mit Tests, wie sie <strong>Entscheidungen</strong> treffen, ihr verbales <strong>Gedächtnis</strong> und ihre <strong>Reaktionszeiten</strong>. Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten mit Essstörungen bei manchen dieser Aufgaben nicht so gut abschneiden wie gesunde Menschen.”</p>
<p>„In dieser Übersichtsstudie haben wir gezeigt, dass man bei Menschen mit Anorexie und Bulimie übereinstimmend deutliche Probleme bei manchen kognitiven Aufgaben beobachtet hat. Dabei ist die <strong>kognitive Leistungsfähigkeit umso geringer je weniger der Patient wiegt</strong>.”</p>
<p>Patienten mit <strong>Anorexie</strong> hatten insbesondere eine beeinträchtigte <strong>räumliche Wahrnehmung</strong> und geistige Vorstellung vom Raum, was die verzerrte Selbsteinschätzung des <strong>Körperbildes </strong>bei Patienten mit dieser Störung erklären könnte. Insgesamt hatten Menschen mit Bulimie weniger Beeinträchtigungen als Patienten mit Anorexie. Allerdings waren <strong>Bulimiepatienten impulsiver</strong>, und einundzwanzig Prozent hatten in Tests für Impulsivität schlechtere Ergebnisse als Menschen, die nicht unter einer Essstörung litten.</p>
<p>„Diese Ergebnisse zeigen, dass kognitive Defizite bei Menschen mit Essstörungen bestimmten Mustern folgen. Aber bis jetzt <strong>wissen</strong> wir noch <strong>nicht</strong>, ob diese Defizite eine <strong>Folge des unnormalen Essverhaltens</strong> sind, zum Beispiel Unterernährung, <strong>oder</strong> ob kognitive Defizite <strong>Essstörungen verursachen</strong> oder sie verschlimmern ”, fährt <em>Professor Zakzanis</em> weiter. „Wenn kognitive Defizite zu Essstörungen beitragen, könnte uns das helfen zu verstehen, warum diese Störungen bei bestimmten Menschen auftreten, und die Entwicklung psychologischer <strong>Behandlungen für die Zukunft </strong>erleichtern.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.bps.org.uk/media-centre/press-releases/releases$/british-journal-of-clinical-psychology$/psychologists-investigate-cognitive-failings-of-eatign-disorder-sufferers.cfm" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">British Psychological Society</span></a>, 22.7.09</p>
<p><a href="http://bpsoc.publisher.ingentaconnect.com/content/bpsoc/jnp/pre-prints/jnp189" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Journal of Neuropsychology</span></a> 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Was findet bei Magersucht im Kopf statt?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-findet-bei-magersucht-im-kopf-statt/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Was findet bei Magersucht im Kopf statt?</span></a></p>
<p><a title="Wie hängt Bulimie mit impulsivem Verhalten zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-bulimie-mit-impulsivem-verhalten-zusammen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;"> Wie hängt Bulimie mit impulsivem Verhalten zusammen?</span></a></p>
<p><a title="Wie hilft Psychotherapie Erwachsenen bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.html" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie Erwachsenen bei Essstörungen?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie Kindern und Jugendlichen bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie Kindern und Jugendlichen bei Essstörungen?</a></span></p>
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		<title>Beeinflussen Mode-Models das Selbstwertgefühl von Frauen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-beeinflussen-die-medien-das-selbstwertgefuhl-von-frauen-mit-ubergewicht-und-untergewicht/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 19:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute eine interessante Studie, in der gezeigt wird, dass das Betrachten von Models, z.B. in Zeitschriften Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl von Frauen hat.  Damit lässt sich Bezug nehmen, u.a. auch auf die zunehmende Kritik an dem Einsatz von offensichtlich unterernährte Frauen auf den Laufstegen der Modeindustrie.  Nachfolgend eine Zusammenfassung in meiner Übersetzung:

Das Selbstwertgefühl von Frauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1003" style="margin: 0px 10px; border: black 1px solid;" title="Beeinflussen Mode-Models das Selbstwertgefühl von Frauen-1" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/10/Beeinflussen-Mode-Models-das-Selbstwertgefühl-von-Frauen-1-300x199.jpg" alt="Beeinflussen Mode-Models das Selbstwertgefühl von Frauen-1" width="240" height="159" />Heute eine interessante Studie, in der gezeigt wird, dass das Betrachten von Models, z.B. in Zeitschriften Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl von Frauen hat.  Damit lässt sich Bezug nehmen, u.a. auch auf die zunehmende Kritik an dem Einsatz von offensichtlich unterernährte Frauen auf den Laufstegen der Modeindustrie.  Nachfolgend eine Zusammenfassung in meiner Übersetzung:</p>
<p><span id="more-570"></span></p>
<p><span lang="DE">Das Selbstwertgefühl von Frauen mit Übergewicht sinkt geradezu in den Keller, wenn sie Fotos von Modellen gleich welcher Kleidergröße betrachten. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor, die jetzt im <em>Journal of Consumer Research</em> veröffentlicht wurde. Aber das Selbstwertgefühl von Frauen mit Untergewicht nimmt zu, und zwar ebenfalls unabhängig von der Kleidergröße des Modells. Die Autoren <em>Dirk Smeesters (Erasmus-Universität, Niederlande), Thomas Mussweiler (Universität Köln) </em>und <em>Naomi Mandel (Arizona State University)</em> untersuchten, was <strong>Frauen mit unterschiedlichen Body-Mass-Indizes</strong> (BMIs) empfinden, wenn sie dünne oder dicke <strong>Medienmodelle</strong> (Frauen, wie sie in den Medien dargestellt werden) <strong>betrachten</strong>.</span></p>
<p>„Unsere Studie bestätigt die Ergebnisse früherer Untersuchungen, wonach das <strong>Selbstwertgefühl von Frauen</strong> mit einem <strong>normalen Body-Mass-Index</strong> (BMI) <strong>sowohl zu- als auch abnehmen kann</strong>, je nachdem, welches Modell sie betrachten&#8221;, schreiben die Autoren. „Frauen mit einem BMI im Normalbereich (BMI-Werte zwischen 18,5 und 25) haben ein höheres Selbstwertgefühl beim Betrachten von mäßig dünnen Modellen (weil sie sich den Modellen ähnlich fühlen) und extrem dicken Modellen (weil sie sich den Modellen nicht ähnlich fühlen). Dagegen haben sie ein niedrigeres Selbstwertgefühl beim Betrachten von mäßig dicken Modellen (weil sie sich ihnen ähnlich fühlen) und extrem dünnen Modellen (weil sie sich ihnen nicht ähnlich fühlen).&#8221;</p>
<p>Diese Untersuchung bietet wichtige neue Einblicke, wie die Beeinflussung durch Medien das Selbstwertgefühl von Frauen mit Über- und Untergewicht verändern kann. „Das <strong>Selbstwertgefühl von Frauen mit Untergewicht nimmt immer zu</strong>, egal welches Modell sie sich anschauen&#8221;, erläutern die Autoren. „Dagegen <strong>nimmt das Selbstwertgefühl von Frauen mit Übergewicht immer ab</strong>, und zwar ebenfalls unabhängig vom Modell, das sie gerade betrachten.&#8221; Ein vielleicht etwas unerwartetes Ergebnis war aber, dass das Selbstwertgefühl von Frauen mit Übergewicht und Frauen mit Untergewicht recht ähnlich war, solange sie überhaupt kein Modell betrachteten.</p>
<p>Außerdem <strong>beeinflusste die Werbung das Essverhalten</strong> der Teilnehmerinnen an der Studie und <strong>Vorsätze</strong> wie abnehmen und Sport treiben zu wollen. Zum Beispiel aßen Teilnehmerinnen mit Übergewicht weniger süße Kekse und nahmen sich ernsthafter vor, Diät halten und Sport treiben zu wollen, wenn sie dicke Modelle betrachteten als beim Anblick dünner Modelle. (<span style="color: #000000;"><span lang="DE"><em>Quelle</em><em>: </em></span></span><span style="color: #000000;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://esciencenews.com/articles/2009/10/13/how.does.media.exposure.affect.self.esteem.overweight.and.underweight.women" target="_blank">University of Chicago Press Journals</a></span></span>)</p>
<p>Natürlich gilt hier wie nahezu überall: Vorsicht vor einfachen und unikausalen Erklärungen, z.B. der, dass die Modeindustrie dafür verantwortlich ist, dass Frauen ein geringes Selbstwertgefühl haben und sich als Folge daraus z.B. in die körperliche Nähe der idealisierten Models hungern. Wie in anderen Beiträgen in diesem Blog dargestellt, ist die Wirklichkeit (hier: der Essstörungen) sehr viel komplexer. Aber es ist in jedem Fall ein interessanter Beleg für die Wirkungen von medial vermittelten Frauentypen auf die Adressatinnen der Modewerbung.</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-viele-frauen-leiden-unter-essstorungen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was beeinflusst unser Essverhalten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-beeinflusst-unser-essverhalten/" target="_self">Was beeinflusst unser Essverhalten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-neigen-wir-dazu-mit-der-masse-zu-gehen/" target="_self">Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was findet bei Magersucht im Kopf statt?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-findet-bei-magersucht-im-kopf-statt/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 20:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[neuronales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[
In einem Pressearchiv bin ich auf einen Artikel vom vergangenen Sommer gestoßen, den ich sehr interessant finde. In diesem geht es unter anderem darum, welchen Beitrag die Hirnforschung dazu leistet, die (Hinter-)Gründe für Magersucht – einem weiterhin schwer zu therapierenden Krankheitsbild &#8211; zu verstehen. Ich fasse den englischen Beitrag in Auszügen zusammen. Ist dieses Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		H2 { margin-bottom: 0.21cm } 		H2.cjk { font-family: "Arial Unicode MS", sans-serif } 		H2.ctl { font-family: "Tahoma", sans-serif } 		H1 { margin-bottom: 0.21cm } 		H1.western { font-family: "Times New Roman", serif } 		H1.cjk { font-family: "Arial Unicode MS", sans-serif } 		H1.ctl { font-family: "Tahoma", sans-serif } 		A.western:link { so-language: zxx } 		A.ctl:link { so-language: zxx } --></p>
<p><span style="font-size: small;"><span lang="de-DE"><span style="font-weight: normal;">In einem Pressearchiv bin ich auf einen Artikel vom vergangenen Sommer gestoßen, den ich sehr interessant finde. In diesem geht es unter anderem darum, welchen <strong>Beitrag </strong>die <strong>Hirnforschung </strong>dazu leistet, die <strong>(Hinter-)Gründe für Magersucht</strong> – einem weiterhin schwer zu therapierenden Krankheitsbild &#8211; zu <strong>verstehen</strong>.</span></span></span><span lang="de-DE"> Ich fasse den englischen Beitrag in Auszügen zusammen. Ist dieses Mal ein bißchen länger als sonst, aber es braucht die Länge, sonst versteht man nicht, worum es geht:</span></p>
<p><span lang="de-DE"><span id="more-547"></span>Neue Imagingtechniken (das ist vereinfacht gesagt das „Abfilmen der Gehirntätigkeit“ z.B. im Computertomographen) erlauben einen Einblick in die Abläufe im Gehirn von Patienten mit Anorexia nervosa (besser bekannt als Magersucht). In einem online in </span><span lang="de-DE"><em>Nature Reviews Neuroscience </em></span><span lang="de-DE">veröffentlichten Übersichtsarartikel beschreiben <em>Walter Kaye, MD, </em>Professor für Psychiatrie und Direktor des Forschungsprogramms zu  Essstörungen an der <em>University of California, San Diego </em>und seine Mitarbeiter <strong>Funktionsstörungen in bestimmten neuronalen Schaltkreisen des Gehirns</strong>. Sie könnten helfen zu erklären, warum Menschen überhaupt eine Magersucht entwickeln bzw. was der Hintergrund hinter den typischen Verhaltensweisen ist, wie das schier unermüdliche Streben danach, Gewicht zu verlieren.</span></p>
<p><span lang="de-DE">Schon in der <strong>Kindheit </strong>können die Persönlichkeit und das Temperament die <strong>Anfälligkeit eines Menschen für die Entwicklung einer Magersucht </strong>erhöhen. Diese  Faktoren, manche vermutlich ererbt, wie Perfektionismus, Ängstlichkeit oder zwanghafte Neigungen, können bereits vor Beginn einer Essstörung vorhanden sein und in der Jugend unter Umständen durch die <strong>Wirkung vieler Faktoren wie Hormonveränderungen, Stress und kulturelle Einflüsse zusätzlich verstärkt </strong>werden. </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Das Jugendalter ist eine Zeit des Übergangs, in der jeder Einzelne lernen muss, kurz- und langfristige Bedürfnisse und Ziele in ein Gleichgewicht zu bringen um unabhängig zu werden”, sagt <em>Kaye</em>. “Für Jugendliche kann der Umgang mit gemischten Botschaften und Druck durch die Gesellschaft eine Überforderung darstellen. Dieses kann Wesenszüge wie Ängstlichkeit oder den Wunsch nach Perfektion verschlimmern.&#8221;</span></p>
<p><span lang="de-DE">Wenn ein Patient erst einmal eine </span><span lang="de-DE">Magersucht entwickelt, haben das <strong>Hungern und die Fehlernährung </strong>tief greifende <strong>Auswirkungen auf das Gehirn </strong>und andere Organsysteme. Zu diesen Veränderungen gehören <strong>neurochemische Ungleichgewichte</strong>, die dann wiederum die schon bestehenden Wesenszüge übertrieben verstärken und <strong>das Fortschreiten der Erkrankung beschleunigen </strong>können. </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Häufig sagen Menschen mit Magersucht, dass <strong>Fasten ihre Ängste vermindert</strong> während Essen sie verstärkt”, stellt Kaye fest. “Das ist ganz anders als bei den meisten Menschen, die Hunger als etwas Unangenehmes erfahren.” Der machtvolle Trieb, Angst zu vermeiden, treibt bei Anorexia nervosa den Gewichtsverlust voran und löst die <strong>unkontrollierte Spirale </strong>aus, die schwere Abmagerung und Fehlernährung zur Folge hat. </span></p>
<p><span lang="de-DE">Außerdem neigen Menschen mit Anorexia nervosa dazu,  kaum je “im Augenblick” zu leben. Sie haben oft eine übertriebene und <strong>zwanghafte Sorge um die Folgen ihres Verhaltens</strong>, sie suchen nach Regeln, wo es keine gibt, und machen sich allzu viele Gedanken darüber Fehler zu begehen. Eine der Mitautorinnen, </span><span lang="de-DE"><em>Julie L. Fudge</em></span><span lang="de-DE"> vom </span><span lang="de-DE"><em>Department of Psychiatry &amp; Neurobiology and Anatomy </em></span><span lang="de-DE">an der</span><span lang="de-DE"><em> University of Rochester Medical Center</em></span><span lang="de-DE">, bemerkt dazu: Imagingstudien deuten darauf hin, dass Menschen mit Magersucht ein <strong>Ungleichgewicht haben zwischen Abläufen im Gehirn, die Belohnung und Emotionen regulieren </strong>(der ventrale oder limbische Schaltkreis) und solchen, die mit Konsequenzen und Vorausplanung assoziiert sind (der dorsale oder kognitive Schaltkreis). </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Imagingstudien des Gehirns zeigen auch, dass Menschen mit Magersucht Veränderungen in den Teilen des Gehirns aufweisen, die mit körperlichen Empfindungen zu tun haben, wie etwa Belohnung durch lustvolles Essen zu verspüren”, so der Mitautor <em>Martin Paulus</em>, Professor für Psychiatrie und Leiter des <em>Laboratory of Biological Dynamics and Theoretical Medicine </em>an der <em>University of California, San Diego</em>. “<strong>Magersüchtige könnten es buchstäblich vielleicht gar nicht merken, wenn sie Hunger haben</strong>.“</span></p>
<p><span lang="de-DE">Eine dieser Gehirnregionen ist die </span><span lang="de-DE">sogenannte vordere Insel, die von entscheidender Bedeutung für die Interozeption ist, d.h. für die <strong>Eigenwahrnehmung innerer Signale </strong>des Körpers. Über das Fehlen einer angemessenen Antwort auf Hungersignale hinaus könnten Symptome der Magersucht – wie ein verzerrtes Körperbild oder eine verringerte Motivation sich zu ändern – auch mit einer gestörten interozeptiven Wahrnehmung zu tun haben. </span></p>
<p>“<span lang="de-DE">Magersucht ist sehr kompliziert, und wir brauchen ein radikales Umdenken beim Verständnis ihrer tieferen Ursache “, sagt <em>Kaye</em>. “Wir stehen erst am Anfang mit unserer Vorstellung davon, wie das Gehirn bei Menschen mit dieser Krankheit funktioniert.”</span></p>
<p><span lang="de-DE"><em>Kaye </em>merkt jedoch an, dass die Merkmale des Temperaments und der Persönlichkeit, die anfällig für die Entstehung einer Magersucht machen können, auch positive Seiten haben können. Zu diesen Merkmalen gehören eine Liebe zum Detail, Rücksichtnahme auf Konsequenzen und ein Drang etwas mit Erfolg zu Ende zu bringen. “In meiner klinischen Erfahrung“, sagt er „<strong>sind  viele Menschen, die eine Magersucht überwinden, im späteren Leben durchaus erfolgreich</strong>”</span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>Quellen:</strong></span></p>
<p><span lang="de-DE"><a href="http://ucsdnews.ucsd.edu/newsrel/health/07-09Anorexia.asp" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">University of California, San Diego</span></a>, 21.7.09</span></p>
<p><span lang="de-DE"><a href="http://www.nature.com/nrn/journal/v10/n8/abs/nrn2682.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Kaye et al.</span></a> <em>Nature Reviews Neuroscience</em>, Aug 2009</span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>Verwandte Artikel:</strong></span></p>
<p><span lang="de-DE"><a title="Hängen Essstörungen mit kognitiven Defiziten zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-essstorungen-mit-kognitiven-defiziten-zusammen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Hängen Essstörungen mit kognitiven Defiziten zusammen?</span></a></span></p>
<p><span lang="de-DE"><a title="Woran erkennt man Anorexie (Anorexia nervosa)?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/woran-erkennt-man-anorexie-anorexia-nervosa/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Woran erkennt man Anorexie (Anorexia nervosa)?</span></a></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="BZGA aktualisiert ihr Info-Angebot zum Thema Essstörungen" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bzga-aktualisiert-ihr-info-angebot-zum-thema-essstorungen/" target="_self">BZGA aktualisiert ihr Info-Angebot zum Thema Essstörungen</a></span></span></p>
<p><span lang="de-DE"><strong>Weitere Links:</strong></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></span></p>
<p><span lang="de-DE"><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Woran erkennt man Anorexie (Anorexia nervosa)?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/woran-erkennt-man-anorexie-anorexia-nervosa/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/woran-erkennt-man-anorexie-anorexia-nervosa/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 07:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen des ausgezeichneten britischen NHS Videoangebots fasst Janet Treasure, Professorin für Psychiatrie am Kings College, London die Symptome zusammen, an denen man eine Anorexia nervosa erkennen kann und schildert die Belastungen, die eine Anorexie-Erkrankung in der Familie auslösen kann. Außerdem äußert sie sich zum Einfluss der heutigen Gesellschaft auf Anorexie und fasst den Forschungstand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des ausgezeichneten britischen NHS Videoangebots fasst <em>Janet Treasure</em>, Professorin für Psychiatrie am <em>Kings College</em>, London die <strong>Symptome</strong> zusammen, an denen man eine Anorexia nervosa erkennen kann und schildert die <strong>Belastungen</strong>, die eine Anorexie-Erkrankung <strong>in der Familie </strong>auslösen kann. Außerdem äußert sie sich zum Einfluss der heutigen Gesellschaft auf Anorexie und fasst den Forschungstand hinsichtlich möglicher <strong>Spätfolgen </strong>von Anorexie zusammen. Das Video dauert knapp 4 Minuten.</p>
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	</span><a href="http://www.youtube.com/watch?v=G-u_i33X9-4">www.youtube.com/watch?v=G-u_i33X9-4</a></p>
<p>Wenn man das Video lieber mit Untertiteln ansehen möchte, ist das <em><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nhs.uk/video/Pages/medialibrary.aspx?Tag=Mental+health&amp;Page=3" target="_blank">hier</a></span></em> möglich</p>
<p><em>München, 31.03.09</em></p>
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]]></content:encoded>
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		<title>BZGA aktualisiert ihr Info-Angebot zum Thema Essstörungen</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 08:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor wenigen Tagen hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) ihr Informationsangebot zum Thema Essstörungen überarbeitet.
Hier findet man übersichtliche und detaillierte Infos u.a. zu Magersucht, Ess-Brech-Sucht, und latente Esssucht. Ein eigene Rubrik ist dem Thema &#8220;Männer und Essstörungen&#8221; gewidmet und damit einem Thema, das erst in den letzten Jahren die nötige Aufmerksamkeit bekommt. Auch zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor wenigen Tagen hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) ihr Informationsangebot zum Thema Essstörungen überarbeitet.</p>
<p>Hier findet man übersichtliche und detaillierte Infos u.a. zu <strong>Magersucht</strong>, <strong>Ess-Brech-Sucht</strong>, und <strong>latente Esssucht</strong>. Ein eigene Rubrik ist dem Thema &#8220;<strong>Männer und Essstörungen</strong>&#8221; gewidmet und damit einem Thema, das erst in den letzten Jahren die nötige Aufmerksamkeit bekommt. Auch zum Thema <strong>Fütterstörungen </strong>erfahren Mütter und Väter von Kindern viel nützliches. Ausführliche Links zu Büchern, Ratgebern und Beratungsstellen runden das übersichtlich aufgebaute und in den Einzelheiten detaillierte Internet-Angebot ab, dass ich an dieser Stelle gerne weiterempfehle:</p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.bzga-essstoerungen.de/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Info-Portal &#8220;Essstörungen&#8221; der BZGA</span></a></em></p>
<p>Autorin: Dr. Rose Shaw, München</p>
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		<title>Teenager berichten über ihre Essstörung</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 09:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der ausgezeichneten Website des NHS (National Health Service, UK) ist ein (englischsprachiges) etwa sechsminütiges Video veröffentlicht, in dem Teenager über ihre Anorexie berichten. Sehr zu empfehlen!
	
	
		
			
			
			
			
			
		
	www.youtube.com/watch?v=QCl1fPUwjyk
Wenn man das Video auf der Website des NHS (hier) anschaut, werden auch englische Untertitel eingeblendet, die das Verständnis erleichtern.
Verwandte Artikel:
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der ausgezeichneten Website des <em>NHS </em>(<em>National Health Service</em>, UK) ist ein (englischsprachiges) etwa sechsminütiges Video veröffentlicht, in dem Teenager über ihre Anorexie berichten. Sehr zu empfehlen!</p>
<p>	<!-- Smart Youtube -->
	<span class="youtube">
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			<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/QCl1fPUwjyk&amp;rel=1&amp;color1=5d1719&amp;color2=cd311b&amp;border=1&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0" />
			<param name="allowFullScreen" value="true" />
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			<param name="wmode" value="transparent" />
		</object>
	</span><a href="http://www.youtube.com/watch?v=QCl1fPUwjyk">www.youtube.com/watch?v=QCl1fPUwjyk</a></p>
<p>Wenn man das Video auf der Website des NHS <a title="NHs" href="http://www.nhs.uk/video/pages/medialibrary.aspx?Id={9E5E1037-D2E8-4094-B793-B90AE71EBAE9}&amp;Uri=video/2008/February/Pages/Anorexiateenagers.aspx" target="_blank"><em>(</em><span style="text-decoration: underline;"><em>hier</em></span><em>)</em></a> anschaut, werden auch englische Untertitel eingeblendet, die das Verständnis erleichtern.</p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
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