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	<title>Psychologie aktuell &#187; klinische Studie</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; klinische Studie</title>
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		<title>Besteht ein Zusammenhang zwischen ADHS und Pestiziden?</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 17:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Häufigkeit von ADHS bei Kindern ist in den letzten Jahren stark gestiegen, doch die Ursachen dafür sind nicht klar. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine hohe Pestizidbelastung vor der Geburt und bei Kleinkindern das Risiko für spätere Verhaltensstörungen erhöht, die ADHS ähneln. Wir haben einen Pressebericht zu einer aktuellen Studie vom Mai übersetzt, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2782" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Besteht ein Zusammenhang zwischen ADHS und Pestiziden" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Besteht-ein-Zusammenhang-zwischen-ADHS-und-Pestiziden.jpg" alt="Besteht ein Zusammenhang zwischen ADHS und Pestiziden" width="167" height="125" />Die Häufigkeit von ADHS bei Kindern ist in den letzten Jahren stark gestiegen, doch die Ursachen dafür sind nicht klar. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine hohe Pestizidbelastung vor der Geburt und bei Kleinkindern das Risiko für spätere Verhaltensstörungen erhöht, die ADHS ähneln. Wir haben einen Pressebericht zu einer aktuellen Studie vom Mai übersetzt, die nun zum ersten Mal einen Zusammenhang zwischen Pestizidbelastung und ADHS bei Kindern in der Allgemeinbevölkerung zeigt:</p>
<p>Ein Team von Wissenschaftlern der <em>University of Montreal</em> in Kanada und der <em>Harvard University</em> in den USA hat einen Zusammenhang zwischen einer Umweltbelastung durch Pestizide vom Typ der <strong>Organophosphate</strong> und einem erhöhten Risiko für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (<strong>ADHS</strong>) bei Kindern gezeigt.</p>
<p><span id="more-2777"></span>Die <strong>Studie</strong>, die in dem Journal <em>Pediatrics </em>erschien, stellte einen Zusammenhang zwischen Pestizidbelastung und ADHS-Symptomen bei Kindern fest. Die Forscher untersuchten 1139 Kinder, die zuvor an einer für die <strong>US-Bevölkerung repräsentativen</strong> Studie teilgenommen hatten, und maßen die Pestizidkonzentrationen in ihrem Urin.</p>
<p>Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ein Grad der Umweltbelastung durch Organophosphat-<strong>Pestizide</strong>, wie er für Kinder in den USA typisch ist, zu der <strong>Häufigkeit </strong>von <strong>ADHS</strong> mit beitragen könnte.</p>
<p>„Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gabe bestimmter Organophosphat-Verbindungen <strong>Hyperaktivität </strong>und <strong>kognitive Defizite</strong> bei <strong>Tieren</strong> hervorruft“, sagt der erste Autor <em>Maryse F. Bouchard</em> von der Abteilung Umwelt- und Arbeitsmedizin der <em>University of Montreal</em> und dem <em>Sainte-Justine Hospital Research Center</em>. „In unserer Studie haben wir festgestellt, dass eine Belastung durch Organophosphate bei <strong>Kindern</strong>, die noch in der Entwicklung sind, Auswirkungen auf das Nervensystem haben könnte und damit zu Verhaltensweisen wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität beitragen, die für <strong>ADHS </strong>charakteristisch sind.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nouvelles.umontreal.ca/udem-news/news/20100517-pesticide-exposure-may-contribute-to-adhd.html" target="_blank">UdeMNouvelles</a></span>, 17.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1542/peds.2009-3058" target="_blank">Bouchard et al</a></span>. <em>Pediatrics</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wird das Risiko für ADHS bei Kindern durch das Rauchen der Eltern erhöht?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wird-das-risiko-fur-adhs-bei-kindern-durch-das-rauchen-der-eltern-erhoht/" target="_self">Wird das Risiko für ADHS bei Kindern durch das Rauchen der Eltern erhöht?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind für ADHS Verbindungsfehler im Gehirn verantwortlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-fur-adhs-verbindungsfehler-im-gehirn-verantwortlich /" target="_self">Sind für ADHS Verbindungsfehler im Gehirn verantwortlich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sehenswerte Video-Einführung in ADHS" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/test/" target="_self">Sehenswerte Video-Einführung in ADHS</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/adhs-bei-kindern.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kann Tai Chi Stress, Ängste und Depressionen abbauen helfen?</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 18:55:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbewusstsein]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sport und Meditation kann Patienten mit den verschiedensten körperlichen und psychischen Erkrankungen helfen. Eine aktuelle Studie hat die Wirkung von Tai Chi, das Elemente von Beidem vereint, untersucht und zeigt eine positive Wirkung der traditionellen chinesischen Technik bei Patienten mit Stimmungs- und anderen Störungen. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom Mai übersetzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2721" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Kann Tai Chi Stress, Ängste und Depressionen abbauen helfen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Kann-Tai-Chi-Stress-Ängste-und-Depressionen-abbauen-helfen.jpg" alt="Kann Tai Chi Stress, Ängste und Depressionen abbauen helfen" width="167" height="140" />Sport und Meditation kann Patienten mit den verschiedensten körperlichen und psychischen Erkrankungen helfen. Eine aktuelle Studie hat die Wirkung von Tai Chi, das Elemente von Beidem vereint, untersucht und zeigt eine positive Wirkung der traditionellen chinesischen Technik bei Patienten mit Stimmungs- und anderen Störungen. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom Mai übersetzt, die auch auf die methodischen Schwierigkeiten bei der Untersuchung solcher Effekte hinweist:</p>
<p>Tai Chi ist eine von fernöstlichen Kampfkünsten abgeleitete Form der Bewegungsmeditation. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Tai Chi bei <strong>gesunden</strong> Menschen und <strong>chronisch Kranken</strong> Stress, Ängste und Depressionen abbauen sowie die <strong>Stimmung heben</strong> kann. Eine systematische Auswertung dieser Studien, die in dem öffentlich zugänglichen Journal <em>BMC Complementary and Alternative Medicine</em> erschien, kam nun zu dem Ergebnis, dass Thai Chi tatsächlich positive Auswirkungen auf die Psyche zu haben scheint. Aber um diese Effekte genauer zu untersuchen, sind weitere, <strong>besser</strong> durchgeführte randomisierte <strong>Studien nötig</strong>.</p>
<p><span id="more-2716"></span><em>Dr. Chenchen Wang</em>, Associate Professor am Tufts Medical Center der <em>Tufts University School of Medicine</em> in den USA, und ihre Mitarbeiter werteten die Ergebnisse von insgesamt <strong>vierzig Studien</strong> über die Wirkung von Tai Chi auf die psychische Gesundheit aus. Darunter waren auch siebzehn randomisierte, kontrollierte Untersuchungen, in denen die Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip in Behandlungs- und Kontrollgruppen eingeteilt wurden. <em>Wang</em> sagt, „Tai Chi, die traditionellen chinesischen Übungen für Körper und Geist, werden im Fernen Osten seit Jahrhunderten zur Stärkung der <strong>Gesundheit</strong> und <strong>Fitness</strong> praktiziert und werden in letzter Zeit auch im Westen immer beliebter. Man glaubt, dass sie die <strong>Stimmung</strong> verbessern und das seelische Wohlbefinden insgesamt fördern, aber bis jetzt gibt es dafür keine überzeugenden Beweise.“</p>
<p><em>Wang </em>und ihre Kollegen zeigten, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Praktizieren von Tai Chi und dem Abbau von <strong>Stress, Ängsten, Depressionen</strong> und Stimmungsstörungen sowie einem erhöhten <strong>Selbstwertgefühl</strong> gibt. Die Qualität der Studien war aber im Allgemeinen nicht hoch. Insbesondere <strong>mangelte</strong> es an gründlichen, <strong>prospektiven</strong> und gut <strong>kontrollierten randomisierten</strong> Untersuchungen mit passenden Vergleichsgruppen und allgemein anerkannten Messmethoden für die Studienergebnisse. <em>Wang</em> sagt, „Eine genauere Kenntnis der physiologischen und psychologischen Wirkungen von Tai Chi-Übungen könnte zu neuen methodischen Ansätzen  führen, um die Gesundheit zu fördern und chronische Krankheiten zu behandeln. Sie würde wohl informierte klinische Entscheidungen erleichtern und helfen, die Mechanismen einer erfolgreichen Körper-und-Geist-Medizin besser aufzuklären.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-05/bc-tcg051910.php" target="_blank">EurekAlert!</a></span>, 20.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.biomedcentral.com/1472-6882/10/23/abstract" target="_blank">Wang et al</a></span>. <em>BMC Complementary and Alternative Medicine</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lassen sich Gehirnleistungen durch Meditation steigern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-gehirnleistungen-durch-meditation-steigern/" target="_self">Lassen sich Gehirnleistungen durch Meditation steigern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hilft Meditation gegen Stress?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-meditation-gegen-stress/" target="_self">Hilft Meditation gegen Stress?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hilft regelmäßiger Sport gegen Angststörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-regelmasiger-sport-gegen-angststorungen/" target="_self">Hilft regelmäßiger Sport gegen Angststörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lassen sich Ängste und Depressionen durch körperliche Bewegung therapieren?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-angste-und-depressionen-durch-korperliche-bewegung-therapieren/" target="_self">Lassen sich Ängste und Depressionen durch körperliche Bewegung therapieren?</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern: Was ist der Zusammenhang?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/depressive-symptome-und-ubergewicht-bei-teenagern-was-ist-der-zusammenhang/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 13:25:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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		<description><![CDATA[Essstörungen (von Anorexie bis Fettsucht) sind ein häufiges Symptom bei Patienten mit Depressionen. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt nun, dass Essstörungen der Entwicklung von Depressionen auch vorausgehen können. Wir haben eine Presseerklärung der Universität von vor drei Wochen zu der Studie übersetzt, die wichtige Konsequenzen für die Prävention und Behandlung von Depressionen bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2709" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Depressive-Symptome-und-Übergewicht-bei-Teenagern-Was-ist-der-Zusammenhang.jpg" alt="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" width="125" height="195" />Essstörungen (von Anorexie bis Fettsucht) sind ein häufiges Symptom bei Patienten mit Depressionen. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt nun, dass Essstörungen der Entwicklung von Depressionen auch vorausgehen können. Wir haben eine Presseerklärung der Universität von vor drei Wochen zu der Studie übersetzt, die wichtige Konsequenzen für die Prävention und Behandlung von Depressionen bei manchen Patienten haben könnte:</p>
<p>Eine Studie unter Leitung von <em>Dr. Kerri Boutelle</em>, Associate Professor für Pädiatrie und Psychiatrie an der School of Medicine der <em>University of California</em> in San Diego, hat gezeigt, dass <strong>Adipositas</strong> (krankhaftes Übergewicht) das <strong>Risiko</strong> für die Entwicklung von <strong>Depressionssymptomen</strong> erhöht, nicht jedoch das Risiko für klinische Depressionen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Adipositas bei manchen jungen Mädchen zur Entwicklung von Depressionen beitragen könnte.</p>
<p>„Das ist insofern von Bedeutung als Depressionssymptome als ein Vorläufer von klinischen Depressionen gelten”, sagt <em>Boutelle</em>.</p>
<p><span id="more-2704"></span>Nach Informationen der Centers for Disease and Prevention hat sich in den USA die Häufigkeit von <strong>Adipositas </strong>bei Kindern in den letzten dreißig Jahren mehr als verdreifacht. So nahm die Häufigkeit von Adipositas bei <strong>Jugendlichen</strong> im Alter von zwölf bis neunzehn Jahren von fünf auf achtzehn Prozent im Jahre 2008 zu. Weiter zeigte die National Survey on Drug Use and Health, eine regelmäßig im Auftrag der US-Gesundheitsbehörden erhobene Statistik, dass im Jahre 2007 zwei Millionen Jugendliche im Alter von zwölf bis siebzehn Jahren mindestens eine Episode von <strong>klinischen Depressionen</strong> hatten.</p>
<p>Bekanntlich sind die <strong>Teenagerjahre</strong> eine Phase im Leben junger Menschen, die oft von <strong>Stimmungsschwankungen </strong>geprägt ist. <em>Boutelle</em> und ihre Mitarbeiter von der <em>University of California</em>, der <em>University of Minnesota</em> und dem <em>Oregon Research Institute</em> untersuchten daher, ob Adipositas zur Entwicklung von Depressionen bei Jugendlichen beiträgt. Die umgekehrte Wirkung, dass Depressionen das Risiko für Adipositas erhöhen, ist bereits gut dokumentiert. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Maiausgabe von <em>Health Psychology</em> veröffentlicht.</p>
<p>Für die <strong>Studie</strong> befragten die Forscher fast fünfhundert Mädchen im Alter von dreizehn bis sechzehn Jahren und von unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Dabei verwendeten sie das K-SADS (Schedule for Affective Disorders and Schizophrenia for School-Age Children), ein strukturiertes psychiatrisches <strong>Interview</strong>, das <strong>Stimmungsstörungen</strong> bei Kindern und Jugendlichen feststellen kann. Eine Diagnose von klinischen Depressionen wurde gestellt, wenn die Mädchen mindestens fünf Symptome mit einem bestimmten Schweregrad hatten. Die Interviews wurden vier Jahre lang alle zwölf Monate durchgeführt und dabei das Gewicht und die Größe der Mädchen bestimmt. Die Ergebnisse zeigten, dass Mädchen mit <strong>Adipositas</strong> bei den anfänglichen Untersuchungen <strong>später</strong> gehäuft <strong>Symptome von Depressionen</strong> entwickelten. Klinische Depressionen waren bei diesen Mädchen später jedoch nicht häufiger.</p>
<p>„Aufgrund der Ergebnisse raten wir Eltern, Lehrern und Ärzten, bei Mädchen mit Übergewicht oder Adipositas auf Symptome von Depressionen zu achten und sie gegebenenfalls eingehend untersuchen zu lassen“, sagt <em>Boutelle</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://health.ucsd.edu/news/2010/5-24-teen-obesity.htm" target="_blank">University of California San Diego</a></span>, 24.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psycnet.apa.org/journals/hea/29/3/293/" target="_blank">Boutelle et al</a></span>. <em>Health Psychology</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben Eltern Einfluss auf das Entstehen von Esstörungen bei ihren Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-eltern-einfluss-auf-das-entstehen-von-esstorungen-bei-ihren-kindern/" target="_self">Haben Eltern Einfluss auf das Entstehen von Esstörungen bei ihren Kindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-ubergewichtige-kinder-haufiger-gemobbt-als-andere/" target="_self">Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen von Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/depressionen-bei-kindern.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen von Kindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Werden wir im Alter glücklicher?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-wir-im-alter-glucklicher-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 09:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir von Menschen in ihren „besten Jahren“ reden, meinen wir das Alter um die Fünfzig. Nun zeigt eine neue Studie, dass gerade in diesem Alter Menschen mit sich und ihrem Leben am wenigsten zufrieden sind. Wir haben einen Artikel aus der New York Times über die Studie von vor zwei Wochen übersetzt, der das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2699" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Werden wir im Alter glücklicher" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Werden-wir-im-Alter-glücklicher.jpg" alt="Werden wir im Alter glücklicher" width="125" height="265" />Wenn wir von Menschen in ihren „besten Jahren“ reden, meinen wir das Alter um die Fünfzig. Nun zeigt eine neue Studie, dass gerade in diesem Alter Menschen mit sich und ihrem Leben am wenigsten zufrieden sind. Wir haben einen Artikel aus der <em>New York Times</em> über die Studie von vor zwei Wochen übersetzt, der das Phänomen beschreibt aber nicht richtig erklären kann:</p>
<p>Es kommt unaufhaltsam. Die Muskeln schlaffen ab. Das Gehör und die Augen werden langsam immer schlechter. Wir bekommen Falten und gehen gebückt. Wir können nicht mehr rennen oder noch nicht einmal so schnell laufen, wie wir es gewohnt waren. Körperteile ziepen und schmerzen, die wir vorher nie wahrgenommen hatten. Wir werden alt.</p>
<p>Es klingt zum Bemitleiden, aber scheinbar ist es das nicht. Eine große Gallup-Umfrage hat gezeigt, dass Menschen, egal wie man es betrachtet, mit <strong>zunehmendem Alter glücklicher</strong> werden, und die Forscher wissen nicht recht warum.</p>
<p><span id="more-2692"></span>„Es könnte an den sich ändernden <strong>Lebensumständen</strong> liegen“, sagt <em>Arthur A. Stone</em>, der erste Autor einer neuen Studie, die sich auf die Umfrage stützt, „oder an psychologischen Veränderungen, etwa der Art und Weise, wie wir die <strong>Welt sehen</strong>, oder sogar an <strong>biologischen Faktoren</strong> – zum Beispiel der Hirnchemie oder hormonellen Veränderungen.“</p>
<p>Die telefonische <strong>Umfrage</strong>, die 2008 in den USA durchgeführt wurde, erfasste landesweit 340000 Menschen im Alter von achtzehn bis fünfundachtzig Jahren, die Fragen über Alter, Geschlecht, aktuelle Ereignisse, persönliche Finanzen, Gesundheit und anderes beantworteten.</p>
<p>Die Teilnehmer wurden auch über ihr „<strong>globales Wohlbefinden</strong>“ (Zufriedenheit mit dem Leben insgesamt) befragt, das sie auf einer Skala von eins bis zehn einschätzten. Solche Fragen werden von Zeit zu Zeit in Bevölkerungsumfragen gestellt, obwohl sich die Antworten nicht sehr genau auswerten lassen.</p>
<p>Schließlich enthielt die Umfrage sechs Ja-oder-Nein-Fragen: Wie fühlten Sie sich gestern die meiste Zeit des Tages: froh, zufrieden, gestresst, besorgt, ärgerlich, traurig? Die Antworten, so die Forscher, zeigen das „<strong>hedonistische Wohlbefinden</strong>“ eines Menschen, das heißt die unmittelbare Erfahrung seiner seelischen Verfassung. Es wird daher nicht durch korrigierte Erinnerungen oder subjektive Urteile verfälscht, wie sie die Frage über seine allgemeine Lebenszufriedenheit in einem Menschen wachrufen könnte.</p>
<p>Die Ergebnisse der Studie, die am 17. Mai online in den <em>Proceedings of the National Academy of Sciences</em> erschien, sind gute Nachrichten für alte Menschen und für die, die älter werden. Was ihr <strong>Wohlbefinden insgesamt</strong> angeht, sind Menschen zu <strong>Beginn</strong> ihres Erwachsenenlebens recht <strong>zufrieden</strong>, aber dann machen ihnen offenbar die Alltagsprobleme immer mehr zu schaffen. Sie fühlen sich schlechter und schlechter bis zu einem <strong>Tiefpunkt</strong> mit <strong>fünfzig</strong>. Dann wechselt der Trend plötzlich und Leute fühlen sich immer <strong>wohler, je älter</strong> sie werden. Wenn sie erst einmal die Fünfundachtzig erreicht haben, sind Menschen sogar zufriedener als mit achtzehn.</p>
<p>Die Untersuchung des <strong>unmittelbaren Wohlbefindens </strong>– des emotionalen Zustands am Vortag – zeigte, dass der Stress ab dem Alter von zweiundzwanzig abnimmt und mit fünfundachtzig am geringsten ist. Die Sorgen bleiben bis fünfzig etwa gleich, nehmen aber danach stark ab. Der Ärger nimmt ab achtzehn kontinuierlich ab. Die <strong>Traurigkeit</strong> nimmt bis zu einem Höchstwert mit fünfzig zu, nimmt dann bis dreiundsiebzig ab und bis fünfundachtzig wieder leicht zu. Die Freude und <strong>Zufriedenheit</strong> haben ähnliche Kurven: beide fallen langsam ab, bis wir fünfzig werden, steigen die nächsten fünfundzwanzig Jahre stetig an und gegen Ende wieder sehr geringfügig ab. Aber einen Tiefststand wie in unseren frühen Fünfzigern erreichen sie nie wieder.</p>
<p>Andere Experten zeigten sich von der Untersuchung beeindruckt. <em>Andrew J. Oswald</em>, Professor für Psychologie an der <em>Warwick Business School </em>in England, der mehrere Studien über die Zufriedenheit des Menschen veröffentlicht hat, nannte die Ergebnisse bedeutend und in mancher Hinsicht ermutigend. „Wenn man damit rechnen kann, mit Anfang achtzig zufriedener zu sein als in seinen Zwanzigern, ist das sehr ermutigend“, sagt er. „Und das hängt nicht in erster Linie von irgendwelchen Dingen ab, die in unserem Leben passieren. Dahinter scheint etwas sehr Tiefes und Menschliches zu stehen.“</p>
<p>Laut <em>Dr. Stone</em>, der Professor für Psychologie an der <em>State University of New York</em> in Stony Brook ist, wirft die Studie Fragen auf, die noch näher untersucht werden müssten. „Diese Ergebnisse bilden ein charakteristisches Muster“, meint er, „und man sollte versuchen, es besser zu verstehen. Was ändert sich ab dem <strong>Alter von fünfzig</strong> und warum?“</p>
<p>Die Studie sollte nicht untersuchen, <strong>was </strong>Menschen <strong>glücklich macht</strong>, und die Fragen zur Gesundheit waren nicht spezifisch genug, um Schlussfolgerungen über den Einfluss von Krankheiten oder Behinderungen auf die Zufriedenheit im Alter zu ziehen. Aber vier Möglichkeiten untersuchten die Forscher: das Geschlecht der Befragten, ob sie einen <strong>Partner</strong> hatten, ob <strong>Kinder</strong> zu Hause lebten, und ob sie <strong>berufstätig</strong> waren. „Das sind vier plausible Einflussfaktoren“, sagt <em>Dr. Stone</em>, „aber sie spielen scheinbar <strong>keine große Rolle</strong>.“</p>
<p>Wenn sich jemand unter fünfzig manchmal niedergeschlagen fühlt, könnte das ein Trost sein. Die Aussichten erscheinen Ihnen jetzt vielleicht etwas trübe, aber sehen Sie das Positive: Sie werden älter.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nytimes.com/2010/06/01/health/research/01happy.html?partner=rss&amp;emc=rss" target="_blank">New York Times Health</a></span>, 31.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.pnas.org/content/early/2010/05/04/1003744107.abstract" target="_blank">Stone et al</a></span>. <em>Proceedings of the National Academy of Sciences</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<title>Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hilft-online-therapie-bei-depressionen/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 20:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Therapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Psychotherapie ist von Natur aus aufwendig und sehr persönlich. Eine Studie, die voriges Jahr erschien, hat eine Online-Verhaltenstherapie für Patienten mit Depressionen untersucht und gezeigt, dass sie effektiv ist, flexibel und in der normalen Patientenversorgung gut durchführbar. Wir haben eine Pressemitteilung von Medical News Today zu der Studie übersetzt, die einige Vorzüge dieser neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2672" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Wie-hilft-Online-Therapie-bei-Depressionen.jpg" alt="Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen" width="167" height="149" />Eine Psychotherapie ist von Natur aus aufwendig und sehr persönlich. Eine Studie, die voriges Jahr erschien, hat eine Online-Verhaltenstherapie für Patienten mit Depressionen untersucht und gezeigt, dass sie effektiv ist, flexibel und in der normalen Patientenversorgung gut durchführbar. Wir haben eine Pressemitteilung von Medical News Today zu der Studie übersetzt, die einige Vorzüge dieser neuen Form des Therapieangebots beschreibt:</p>
<p>Ein Artikel in der Sonderausgabe des <em>Lancet</em> über psychische Gesundheit von dieser Woche zeigt, dass <strong>kognitive Verhaltenstherapie (KVT)</strong> wirksam zu sein scheint, wenn sie <strong>online</strong> und in Echtzeit von einem Therapeuten durchführt wird. Die Verbesserung der Symptome bei Patienten hält mindestens acht Monate an. Diese Therapieform könnte dazu beitragen, das <strong>Angebot</strong> von KVT in der normalen Patientenversorgung <strong>auszuweiten</strong>. Die Studie wurde von <em>Dr. David Kessler</em> und seinen Mitarbeitern an der NIHR National School for Primary Care Research der <em>University of Bristol</em> in Großbritannien durchgeführt.</p>
<p><span id="more-2593"></span>Es ist nach wie vor schwierig, einen Platz für eine KVT zu bekommen, weil es <strong>nicht genügend </strong>qualifizierte <strong>Therapeuten</strong> gibt. Andererseits zeigen viele Studien, dass die Behandlung sehr effektiv ist. Daher wurden Computerprogramme entwickelt, die das Therapieangebot verbessern sollen. Allerdings ist <strong>nicht klar, ob</strong> diese Form der Behandlung auch <strong>flexibel</strong> genug ist, um auf die <strong>individuellen</strong> Bedürfnisse von Patienten einzugehen. In dieser Studie untersuchten die Autoren die Wirksamkeit einer Online-KVT für Patienten mit Depressionen in der normalen medizinischen Grundversorgung.</p>
<p>Insgesamt 297 Patienten aus 55 Hausarztpraxen in Bristol, London und Warwickshire in Großbritannien nahmen an dieser <strong>Studie</strong> teil. Für alle Patienten wurde die Diagnose von klinischen <strong>Depressionen</strong> bestätigt. Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt. Die 149 Patienten der Behandlungsgruppe nahmen zusätzlich zu ihrer normalen ärztlichen Versorgung an einer Online-KVT teil. Auch die 148 Patienten der Kontrollgruppe hatten die normale Behandlung durch ihren Hausarzt und kamen acht Monate lang auf eine Warteliste für eine spätere Online-KVT. Das Hauptkriterium für den Behandlungserfolg war eine Genesung der Patienten von ihren Depressionen nach vier Monaten.</p>
<p>Aus der Behandlungsgruppe nahmen 113 Patienten bis zur Nachuntersuchung nach vier Monaten an der Studie teil und aus der Kontrollgruppe 97 Patienten. In der Behandlungsgruppe hatten sich nach <strong>vier Monaten</strong> 38 Prozent der Patienten von ihren Depressionen erholt im Vergleich zu 24 Prozent in der Kontrollgruppe. Nach acht Monaten war dieser Anteil in der Behandlungsgruppe 42 Prozent und in der Kontrollgruppe 26 Prozent. Diese <strong>Unterschiede</strong> waren statistisch <strong>signifikant</strong>.</p>
<p>Die Autoren kommen zu dem Schluss: „Die Zahl der Patienten, die eine Online-KVT machen können und es möchten, wird zunehmen. Sie könnte in Gegenden von Nutzen sein, wo das <strong>Therapieangebot</strong> sehr <strong>begrenzt </strong>ist. Auch Patienten, deren erste <strong>Sprache</strong> nicht Englisch ist, könnten von ihr profitieren. Sie könnte den Zugang zu einer Psychotherapie fairer machen und Patienten einen Service in Gegenden oder sogar Ländern anbieten, wo es schwierig ist, einen Therapieplatz zu bekommen. Online-KVT in Echtzeit ist <strong>flexibel</strong> und kann genauso <strong>individuell </strong>auf Patienten eingehen wie eine persönliche KVT und eignet sich für Patienten mit schweren Symptomen. Der Behandlungsablauf bietet dem Therapeuten die Möglichkeit, über die Behandlung nachzudenken und sie anzupassen, was ihre Wirksamkeit verbessern könnte.“</p>
<p>In ihrem Begleitkommentar erklären <em>Dr. Gregory E. Simon</em> und <em>Dr. Evette J. Ludman</em> vom <em>Group Health Research Institute</em> in Seattle, WA in den USA, dass neue Kommunikationstechnologien manche herkömmliche Auffassungen über das Wesen der Psychotherapie infrage stellen werden. Zum Beispiel wäre ein täglicher Kontakt zwischen Patient und Therapeut möglich anstelle von einstündigen Sitzungen alle ein oder zwei Wochen. Abschließend schreiben sie: „Traditionelle Therapeuten könnten bei der Aussicht auf kognitiv-verhaltenstherapeutische Callcenter oder live Chatcenter in Übersee, die Patienten jederzeit nutzen können, entsetzt sein. Aber was die Krankenkassen vielleicht erwarten, ist ihre Sicht. Es geht um den <strong>klinischen Nutzen</strong> und eine ökonomische <strong>Lösung für Patienten</strong>, nicht um die Wirkung oder den Nutzen für die Kassen.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.medicalnewstoday.com/articles/161383.php" target="_blank">Medical News Today</a></span>, 21.8.09</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19700005" target="_blank">Kessler et al</a></span>. <em>Lancet</em>, 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Näheres zur Online-Beratung der Praxis Dr. Shaw" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/online-therapie.php" target="_self">Näheres zur Online-Beratung der Praxis Dr. Shaw</a></span></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-panikattacken-und-depressionen-wirksam/" target="_self">Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Näheres zur Online-Beratung der Praxis Dr. Shaw" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/online-therapie.php" target="_self">Näheres zur Online-Beratung der Praxis Dr. Shaw</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		<title>Warum sind Altersdepressionen besonders hartnäckig?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-sind-altersdepressionen-besonders-hartnackig/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 20:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Diagnose und Therapie von Altersdepressionen ist nicht die Gleiche wie die von Depressionen bei jüngeren Menschen. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass eine unnormale Wahrnehmung von Emotionen bei Patienten mit Alterdepressionen zu diesen Unterschieden beitragen könnte. Wir haben eine Presseerklärung des Instituts zu der Untersuchung von Anfang des Monats übersetzt, die einen Aspekt der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2676" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Warum sind Altersdepressionen besonders hartnäckig" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Warum-sind-Altersdepressionen-besonders-hartnäckig.jpg" alt="Warum sind Altersdepressionen besonders hartnäckig" width="167" height="125" />Die Diagnose und Therapie von Altersdepressionen ist nicht die Gleiche wie die von Depressionen bei jüngeren Menschen. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass eine unnormale Wahrnehmung von Emotionen bei Patienten mit Alterdepressionen zu diesen Unterschieden beitragen könnte. Wir haben eine Presseerklärung des Instituts zu der Untersuchung von Anfang des Monats übersetzt, die einen Aspekt der deutlich anderen Sichtweise der Patienten beschreibt:</p>
<p>Wissenschaftler haben eine wichtige Beobachtung gemacht, die helfen könnte zu verstehen, warum Depressionen bei älteren Menschen <strong>schwieriger zu behandeln</strong> sind und der Erfolg oft <strong>nicht von Dauer</strong> ist. Die Studie unter Leitung von Wissenschaftlern des <em>Baycrest</em>, einem geriatrischen Forschungszentrum in Toronto in Kanada, zeigte, dass ältere Menschen mit Depressionen <strong>nicht normal auf emotionale Reize</strong> wie den Anblick fröhlicher, trauriger oder neutraler Gesichter <strong>reagieren</strong>.</p>
<p>Die Studie erscheint diese Woche online im <em>American Journal of Geriatric Psychiatry</em> und ist wahrscheinlich die erste Veröffentlichung, die die Verarbeitung emotionaler Reize speziell bei älteren Depressionspatienten untersucht, die nicht medikamentös behandelt werden.</p>
<p><span id="more-2572"></span>„Unsere Studie zeigte, dass es deutliche Unterschiede zwischen älteren Patienten mit Depressionen und gesunden älteren Menschen gibt, wie sie emotional auf den <strong>Ausdruck von Gesichtern</strong> reagieren und ihn wahrnehmen“, sagt <em>Dr. Linda Mah</em>, die Leiterin der Studie und klinische Wissenschaftlerin an der Mood Clinic von <em>Baycrest</em>.</p>
<p><strong>Emotionale Fehlregulation</strong> ist ein wohl bekanntes Symptom von Depressionen bei Patienten mittleren Alters, und manche Studien haben gezeigt, dass sie das Risiko für ein späteres Wiederauftreten emotionaler Depressionssymptome bei Patienten erhöht. Doch Studien über Altersdepressionen haben sich überwiegend auf den Zusammenhang zwischen <strong>wiederkehrenden Depressionen</strong> und <strong>geistigem Verfall</strong> konzentriert. Diese Untersuchungen haben gezeigt, dass die Prognose der Depressionen mit fortschreitendem geistigen Verfall schlechter wird.</p>
<p>„Unsere Daten zeigen, dass wir die Emotionen eingehender untersuchen müssen, um die Neurobiologie von Altersdepressionen besser zu verstehen, damit wir sie effektiver behandeln können und die Besserung länger anhält“, sagt <em>Dr. Mah</em>.</p>
<p>Für die <strong>Studie</strong> nahmen elf Patienten mit klinischen Depressionen, die in einer ambulanten Klinik nicht-medikamentös behandelt wurden, sowie elf gesunde Kontrollpersonen an zwei psychologischen Tests teil, in denen sie Fotos von <strong>Gesichtern</strong> betrachteten, die verschiedene <strong>Emotionen</strong> zeigten (fröhlich, traurig, ängstlich oder neutral). Die Testpersonen waren zwischen sechzig und achtundsiebzig Jahre alt.</p>
<p>Im ersten Test sollten die Teilnehmer eine physische Eigenschaft von Gesichtern beurteilen, ohne dabei den emotionalen Ausdruck zu bewerten. Im zweiten Test sollten die Teilnehmer den emotionalen Ausdruck von Gesichtern beurteilen.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass die <strong>gesunden</strong> Kontrollpersonen 16 Prozent mehr Zeit brauchten, um die <strong>physischen Eigenschaften</strong> bei Gesichtern mit einem positiven oder negativen Gefühlsausdruck (fröhlich, traurig oder ängstlich) zu beurteilen als bei neutralen Gesichtern. Das deutet darauf hin, dass sie der <strong>Gefühlsausdruck</strong> der Gesichter <strong>ablenkte</strong> oder anderweitig beeinflusste. Dagegen waren die Reaktionszeiten der Patienten mit Depressionen gleich, unabhängig davon, ob sie die physischen Eigenschaften von Gesichtern mit einem emotionalen oder einem neutralen Ausdruck bewerteten. Das zeigt, dass die <strong>Patienten weniger empfindlich</strong> auf den positiven oder negativen <strong>Gefühlsausdruck</strong> der Gesichter reagierten.</p>
<p>Im zweiten Test machten die Depressionspatienten über 60 Prozent mehr <strong>Fehler</strong> als die gesunden Kontrollpersonen, wenn sie neutrale <strong>Gesichter beurteilen</strong> sollten. Denn die Depressionspatienten hielten neutrale Gesichter oft für fröhlich, traurig oder ängstlich.</p>
<p><em>Dr. Mah</em> bemerkt, dass diese Schwierigkeiten beim Deuten des emotionalen Gesichtsausdruck anderer Menschen <strong>soziale Folgen</strong> haben und die Qualität der sozialen Interaktion mit anderen beeinträchtigen können.</p>
<p>Außerdem macht sie darauf aufmerksam, dass sich diese unnormale Verarbeitung von Emotionen bei älteren Patienten mit Depressionen von der bei <strong>jüngeren Patienten</strong> unterscheidet, da sie emotionale Reize insgesamt <strong>negativer wahrnehmen</strong> und verarbeiten als gesunde Menschen.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.baycrest.org/News_and_Media/default_14331.asp" target="_blank">Baycrest News</a></span>, 4.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://journals.lww.com/ajgponline/Abstract/publishahead/Emotional_Processing_Deficits_in_Late_Life.99816.aspx" target="_blank">Mah &amp; Pollock</a></span>. <em>American Journal of Geriatric Psychiatry</em>, April 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hilft Verhaltenstherapie bei Altersdepressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-verhaltenstherapie-bei-altersdepressionen/" target="_self">Hilft Verhaltenstherapie bei Altersdepressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind bei Gedächtnisverlust auch die Emotionen verloren?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-bei-gedachtnisverlust-auch-die-emotionen-verloren/" target="_self">Sind bei Gedächtnisverlust auch die Emotionen verloren?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Woher kommen “die guten alten Zeiten”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/woher-kommen-die-guten-alten-zeiten/" target="_self">Woher kommen “die guten alten Zeiten”?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
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		<title>Wie hilft Online-Therapie bei chronischen Schlafstörungen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hilft-online-therapie-bei-chronischen-schlafstorungen/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 20:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online-Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
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		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlafstörungen können das Leben von Patienten zur Qual machen, und das nicht nur nachts.  Eine kanadische Studie zeigt, dass die Inhalte einer Verhaltenstherapie für Schlafstörungen sehr effektiv auch online vermittelt werden können. Wir haben eine Pressemitteilung des Journals zu der Untersuchung übersetzt, die schon voriges Jahr erschien, aber deswegen für Menschen mit Schlafstörungen nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2678" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie hilft Online-Therapie bei chronischen Schlafstörungen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Wie-hilft-Online-Therapie-bei-chronischen-Schlafstörungen.jpg" alt="Wie hilft Online-Therapie bei chronischen Schlafstörungen" width="167" height="125" />Schlafstörungen können das Leben von Patienten zur Qual machen, und das nicht nur nachts.  Eine kanadische Studie zeigt, dass die Inhalte einer Verhaltenstherapie für Schlafstörungen sehr effektiv auch online vermittelt werden können. Wir haben eine Pressemitteilung des Journals zu der Untersuchung übersetzt, die schon voriges Jahr erschien, aber deswegen für Menschen mit Schlafstörungen nicht weniger aktuell ist:</p>
<p>Eine Studie in der Juniausgabe des Journals <em>SLEEP</em> zeigt, dass eine <strong>online</strong> angebotene kognitive <strong>Verhaltenstherapie </strong>(KVT) für chronischen <strong>Schlafstörungen</strong> bei Patienten den Schweregrad der Störungen, die Müdigkeit tagsüber und die Qualität des Schlafs verbessert. Außerdem korrigiert die Online-Therapie falsche Vorstellungen der Patienten über das Schlafen und reduziert ihre geistige Anspannung vor dem Einschlafen.</p>
<p><span id="more-2564"></span>Nach Ende des <strong>fünfwöchigen</strong> <strong>Programms</strong> hatte sich nach Patientenangaben der Schlaf bei einundachtzig Prozent der Teilnehmer (30 von 37) zumindest leicht verbessert. Fünfunddreißig Prozent der Patienten (13 von 37) schätzten ihren Schlaf sogar als viel oder sehr viel besser ein. Dreißig Prozent der Patienten, die bis zum Schluss an der Behandlung teilnahmen, bekamen am Ende des Therapieprogramms eine Stunde <strong>mehr Schlaf</strong>. Die Teilnehmer der Behandlungsgruppe entwickelten außerdem eine gesündere <strong>Einstellung zum Schlaf</strong> und gaben an, zur Schlafenszeit <strong>seltener geistig überaktiv</strong> zu sein.</p>
<p>Laut Studienleiterin <em>Dr. Norah Vincent</em>, einer Psychologin an der <em>University of Manitoba</em> in Winnipeg in Kanada, waren  die Forscher selbst überrascht, wie deutlich die Ergebnisse waren, da die Patienten keine weitere ärztliche Betreuung hatten. Das Behandlungsprogramm bestand aus <strong>Psychoedukation</strong> (Aufklärung der Patienten) über Schlafstörungen, Informationen zur <strong>Schlafhygiene</strong> (praktische Tipps für besseren Schlaf), Anweisungen zur <strong>Reizkontrolle</strong>, <strong>Entspannungsübungen</strong>, <strong>Schlafbeschränkung</strong> und <strong>kognitiver Therapie</strong>.</p>
<p>„Obwohl alle Teile des KVT-Programms wichtig sind, fanden die Patienten den Abschnitt über kognitive Therapie am besten“, sagt <em>Vincent</em>. „Der Abschnitt über kognitive Therapie sollte den Patienten helfen, <strong>realistischere Erwartungen</strong> zum Schlaf und seiner Bedeutung für die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag zu entwickeln. Außerdem vermittelte er Patienten verschiedene <strong>Strategien</strong>, um besser mit geistiger <strong>Überaktivität</strong> und <strong>Sorgen</strong> umgehen zu können.“</p>
<p>An der <strong>Studie</strong> nahmen 118 Erwachsene mit chronischen Schlafstörungen teil. Die Patienten waren von der verhaltensmedizinischen Schlafklinik eines Lehrkrankenhauses überwiesen worden, oder sie hatten sich auf eine Zeitungsanzeige gemeldet. Die Studienteilnehmer mussten einen Heimcomputer mit einer schnellen Internetverbindung haben. Außerdem mussten sie seit mindestens sechs Monaten unter Schlafstörungen leiden, die sie öfter als vier Nächte pro Woche hatten, und die sie auch tagsüber beeinträchtigten.</p>
<p>Die Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip in <strong>zwei Gruppen</strong> eingeteilt. Die Teilnehmer der einen Gruppe wurden online behandelt und die anderen kamen auf eine <strong>Warteliste</strong>. Den Patienten auf der Warteliste wurde mitgeteilt, dass sie später behandelt würden, wenn ihre Daten für den Zeitraum der Nachbeobachtung vollständig wären. Außerdem wurden sie gebeten, sich während der Dauer der Studie nicht anderweitig behandeln zu lassen.</p>
<p>Die Patienten der <strong>Behandlungsgruppe</strong> nahmen fünf Wochen an der Online-KVT teil, kommunizierten aber über das Internet nicht mit einem Arzt. Die Online-Therapie verwendete als <strong>Schulungsmaterial</strong> vor allem <strong>Videoclips</strong>, herunterladbare <strong>mp3-Dateien</strong> für die Entspannungsübungen sowie <strong>pdf-Dateien</strong> zur Patientenaufklärung und kognitiven Therapie. Die Forscher werteten die Ergebnisse anhand von <strong>Fragebögen</strong> aus, die die Patienten nach Ende der Therapie beantworteten, sowie anhand von <strong>Schlaftagebüchern</strong> der Patienten.</p>
<p>Die <strong>Abbrecherquote </strong>war dreiunddreißig Prozent und war deutlich höher bei Patienten, die vom Arzt überwiesen worden waren, als bei Patienten, die sich auf die Zeitungsanzeige gemeldet hatten. Nach Angaben der Autoren liegt diese Quote in Nordamerika für eine persönliche Psychotherapie bei zweiundzwanzig Prozent.</p>
<p><em>Vincent </em>sagt, die meisten Patienten mit Schlafstörungen könnten von Online-KVT profitieren, denn das Programm wurde mit Erfolg von Patienten im Alter von 18 bis 80 Jahren genutzt. Sie vermuten, dass Programm könnte auch Teenagern helfen.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.aasmnet.org/Articles.aspx?id=1295" target="_blank">American Academy of Sleep Medicine</a></span>, 1.6.09</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.journalsleep.org/ViewAbstract.aspx?pid=27480" target="_blank">Vincent &amp; Lewycky</a></span>. <em>SLEEP</em> 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Näheres zur Online-Beratung der Praxis Dr. Shaw" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/online-therapie.php" target="_self">Näheres zur Online-Beratung der Praxis Dr. Shaw</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Online-Psychotherapie – geht das?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/online-therapie-geht-das/" target="_self">Online-Psychotherapie – geht das?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie verbreitet sind Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-verbreitet-sind-schlafstorungen/" target="_self">Wie verbreitet sind Schlafstörungen?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/schlafstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Schlafstörungen?</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		<item>
		<title>Wie hilft Verhaltenstherapie bei schweren Depressionen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hilft-verhaltenstherapie-bei-schweren-depressionen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hilft-verhaltenstherapie-bei-schweren-depressionen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 22 May 2010 07:55:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2545</guid>
		<description><![CDATA[Der Name „Verhaltenstherapie“ hat sich für eine Behandlung eingebürgert, in der es nicht nur und auch nicht unbedingt überwiegend um eine Änderung des Verhaltens geht. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass bei Patienten mit Depressionen eine zweite Komponente der Therapie, die Hilfe zur Veränderung kontraproduktiver Denkweisen, wichtiger sein kann. Wir haben die Pressemitteilung der Universität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2682" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie hilft Verhaltenstherapie bei schweren Depressionen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Wie-hilft-Verhaltenstherapie-bei-schweren-Depressionen.jpg" alt="Wie hilft Verhaltenstherapie bei schweren Depressionen" width="167" height="125" />Der Name „Verhaltenstherapie“ hat sich für eine Behandlung eingebürgert, in der es nicht nur und auch nicht unbedingt überwiegend um eine Änderung des Verhaltens geht. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass bei Patienten mit Depressionen eine zweite Komponente der Therapie, die Hilfe zur Veränderung kontraproduktiver Denkweisen, wichtiger sein kann. Wir haben die Pressemitteilung der Universität zu der Studie von voriger Woche übersetzt, die auch auf weitere wichtige Aspekte der Therapie hinweist:</p>
<p>Eine neue Studie zeigt, dass Verhaltenstherapie bei Patienten mit mittelschweren bis schweren Depressionen am wirksamsten ist, wenn der Schwerpunkt der Behandlung auf einer <strong>Veränderung des Denkens</strong> des Patienten liegt und nicht auf der seines Verhaltens.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Verhaltenstherapeut zumindest in den ersten paar Sitzungen auf gedankenorientierte Techniken konzentrieren sollte. Das ermöglicht Patienten mit eher schweren Depressionen, von <strong>negativen Denkmustern</strong> loszukommen und Ereignisse in ihrem Leben realistischer zu sehen.</p>
<p><span id="more-2545"></span>Die Forscher stellten fest, dass die Betonung auf eine <strong>Verhaltensänderung</strong> – wie Aktivitäten mit dem Patienten zu planen, damit er öfter seine Wohnung verlässt, und nachzufragen, was er gemacht hat – <strong>keinen</strong> wesentlichen <strong>Einfluss</strong> auf die Veränderung der Depressionssymptome hat.</p>
<p>„In letzter Zeit war das Interesse sehr auf verhaltensorientierte Methoden zur Behandlung von schweren Depressionen gerichtet. Das hat vielleicht dazu geführt, dass manche Leute vermuten, gedankenorientierte Techniken spielen bei Patienten mit eher schweren Depressionen keine Rolle“, sagt <em>Daniel Strunk</em>, der erste Autor der Studie und Assistant Professor für Psychologie an der <em>Ohio State University</em> in den USA.</p>
<p>„Aber unsere Ergebnisse zeigen, dass es in Wirklichkeit die gedankenorientierten Strategien sind, die in den <strong>entscheidenden ersten Wochen</strong> einer Verhaltenstherapie am meisten dazu beitragen, dass es Patienten besser geht.“</p>
<p><em>Strunk</em> führte die Studie zusammen mit <em>Melissa Brotman</em> vom <em>National Institute of Mental Health</em> und <em>Robert DeRubeis </em>von der <em>University of Pennsylvania</em> in den USA durch. Die Ergebnisse wurden nun im Journal <em>Behaviour Research and Therapy</em> online publiziert und werden in einer späteren Druckausgabe erscheinen.</p>
<p>An der <strong>Studie</strong> nahmen sechzig Patienten mit klinischen <strong>Depressionen </strong>teil, die an zwei Universitätskliniken behandelt wurden.</p>
<p>Alle Patienten wurden von einem von insgesamt <strong>sechs Verhaltenstherapeuten</strong> behandelt und hatten sich bereit erklärt, ihre Therapiesitzungen für die Studie mit einer Videokamera aufzeichnen zu lassen.</p>
<p>Zwei speziell geschulte Gutachter sahen sich die Videoaufnahmen der <strong>ersten vier Therapiesitzungen</strong> an und beurteilten, wie viel Gewicht die Therapeuten auf gedankenorientierte und verhaltensorientierte Methoden legten sowie andere Aspekte der Therapiesitzungen.</p>
<p>Außerdem beantworteten die Patienten bei jeder Therapiesitzung einen Fragebogen,  mit dem der <strong>Schweregrad</strong> ihrer <strong>Depressionen </strong>gemessen wurde.</p>
<p>Dann verglichen die Forscher die einzelnen Techniken, mit denen die Therapeuten arbeiteten, mit den Verbesserungen der Depressionswerte ihrer Patienten von einer Therapiesitzung zur nächsten.</p>
<p>Die Studie konzentrierte sich auf die <strong>ersten paar Wochen </strong>der Therapie, da andere Untersuchungen gezeigt hatten, dass sich in dieser Phase der Behandlung die <strong>Depressionen</strong> der Patienten <strong>am meisten verbessern</strong>, sagt <em>Strunk</em>.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass sich der Schweregrad der Depressionen bei den Patienten deutlich verbesserte, wenn ihre Therapeuten vor allem <strong>gedankenorientierte Techniken</strong> verwendeten, aber nicht, wenn sie sich auf verhaltensorientierte Techniken konzentrierten.</p>
<p>Weiter zeigte die Studie, dass die Verbesserung der Depressionen auch mit anderen Faktoren zusammenhängt.</p>
<p>Die <strong>Patienten</strong> machten größere Fortschritte, wenn sie mit den Therapeuten an ihrem Behandlungsplan <strong>zusammenarbeiteten</strong> und den Plan befolgten.</p>
<p>Nicht überraschend machten die Patienten auch dann größere Fortschritte, wenn sie sich mehr am Ablauf der Therapie <strong>beteiligten </strong>und für die Vorschläge des Therapeuten offen waren.</p>
<p>„Unsere Daten zeigen den größten Nutzen bei Patienten, die bereit sind, voll und ganz am Therapieablauf mitzuwirken“, sagt <em>Strunk</em>.</p>
<p><em>Strunk</em> sagt, dass diese Studien an der Klinik für Depressionsbehandlung und -forschung der <em>Ohio State University</em> fortgesetzt werden. Die Forscher an der Klinik arbeiten mit Depressionspatienten zusammen, um das Wesen der Veränderungen in ihrem Denken zu untersuchen, und wie es sich auf die Verbesserung ihrer Depressionen auswirkt.</p>
<p>„Wir wollen herausfinden, ob die <strong>Verhaltenstherapie</strong> bei Menschen eine grundlegende <strong>Veränderung</strong> ihres <strong>Selbstbilds</strong> bewirkt, oder ob sie ihnen bestimmte <strong>Fähigkeiten</strong> <strong>vermittelt</strong>, die sie dann immer weiter praktizieren müssen“, sagt er.</p>
<p>Nach Meinung von <em>Strunk</em> zeigen diese Ergebnisse, dass gedankenorientierte Techniken bei der Behandlung von Depressionen sehr wirksam zu sein scheinen, auch wenn die Aufmerksamkeit in letzter Zeit mehr den verhaltensorientierten Methoden gegolten hat.</p>
<p>„In unserer Studie schienen gedankenorientierte Techniken die Depressionssymptome von Patienten bei der Verhaltenstherapie viel effektiver zu verbessern als die verhaltensorientierten Techniken“, sagt er.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://researchnews.osu.edu/archive/cogther.htm" target="_blank">Ohio State University Research News</a></span>, 12.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&amp;_udi=B6V5W-4YR33H1-1&amp;_user=10&amp;_coverDate=03%2F29%2F2010&amp;_rdoc=21&amp;_fmt=high&amp;_orig=browse&amp;_srch=doc-info(%23toc%235797%239999%23999999999%2399999%23FLA%23display%23Articles)&amp;_cdi=5797&amp;_sort=d&amp;_docanchor=&amp;_ct=33&amp;_acct=C000050221&amp;_version=1&amp;_urlVersion=0&amp;_userid=10&amp;md5=ae47189943efc6766fd4ebb0baf75515" target="_blank">Strunk et al</a></span>. <em>Behaviour Research and Therapy</em>, 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie funktioniert Verhaltenstherapie?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-funktioniert-verhaltenstherapie/" target="_self">Wie funktioniert Verhaltenstherapie?</a></span></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
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		<item>
		<title>Ist „Online-Therapie&#8221; per Telefon bei Depressionen wirksam?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-%e2%80%9eonline-therapie-per-telefon-bei-depressionen-wirksam/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-%e2%80%9eonline-therapie-per-telefon-bei-depressionen-wirksam/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 15:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Dinge haften Berufsbildern so fest an, dass sie kaum wegzudenken sind. Der weiße Kittel des Hausarztes und die Krawatte des Bankers gehören dazu wie beim Therapeuten die Couch. Aber eine aktuelle Studie zeigt, dass Psychotherapie per Telefon und im eigenen Wohnzimmer sehr effektiv sein kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität von voriger Woche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2685" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Ist Online-Therapie per Telefon bei Depressionen wirksam" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Ist-Online-Therapie-per-Telefon-bei-Depressionen-wirksam.jpg" alt="Ist Online-Therapie per Telefon bei Depressionen wirksam" width="167" height="125" />Manche Dinge haften Berufsbildern so fest an, dass sie kaum wegzudenken sind. Der weiße Kittel des Hausarztes und die Krawatte des Bankers gehören dazu wie beim Therapeuten die Couch. Aber eine aktuelle Studie zeigt, dass Psychotherapie per Telefon und im eigenen Wohnzimmer sehr effektiv sein kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität von voriger Woche übersetzt, in der die Forscher auf die praktischen Vorteile ihrer Telefontherapie hinweisen:</p>
<p>Die Therapie von klinischen Depressionen per Telefon ist fast <strong>genauso effektiv</strong> wie persönliche Sitzungen mit dem Therapeuten. Das zeigt eine neue Studie von Forschern der <em>Brigham Young University</em> in den USA.</p>
<p><span id="more-2534"></span>An der Pilotstudie nahmen dreißig Patienten teil, kurz nachdem bei ihnen <strong>klinische Depressionen</strong> festgestellt worden waren. Die normale Behandlung sieht dann acht Sitzungen mit <strong>kognitiver Verhaltenstherapie</strong> in einer ambulanten psychiatrischen Klinik vor. Aber stattdessen sprachen Patienten und Therapeuten die gleichen Dinge in einer Reihe von <strong>Telefonaten</strong> durch. Die Telefongespräche waren unterschiedlich lang und dauerten zwischen einundzwanzig und zweiundfünfzig Minuten. Die Patienten erhielten keine Antidepressiva.</p>
<p>Eine Nachuntersuchung sechs Monate später zeigte, dass sich zweiundvierzig Prozent der Patienten von ihren Depressionen erholt hatten. Wenn diese Therapie in persönlichen Sitzungen durchgeführt wird, liegt die Rate erfahrungsgemäß bei fünfzig Prozent.</p>
<p>„Eine solche Effizienz reicht aus, um ein Angebot von Psychotherapie per <strong>Telefon </strong>oder per <strong>Webcam</strong> zu rechtfertigen”, sagt <em>Diane Spangler</em>, eine Professorin für Psychologie an der <em>Brigham Young University</em> und Mitautorin der Studie. „Die Behandlung ist <strong>benutzerfreundlicher</strong> – kein Hin- und Herfahren, mehr Flexibilität bei Ort und Zeit – und hat keine Nebenwirkungen.“</p>
<p>Telefontherapie wird nicht für jeden das Richtige sein. Ein <strong>Drittel</strong> der Patienten, die an der Studie hätten teilnehmen können, <strong>lehnten</strong> das Angebot von Therapiesitzungen per Telefon <strong>ab </strong>und zogen die Couch des Therapeuten ihrer eigenen zu Hause vor. Aber für Menschen, die gerne telefonieren, könnte es bald eine Therapieform geben, die billiger und bequemer ist und ohne peinliches Wartezimmer auskommt.</p>
<p>Obwohl dreißig Patienten nicht viel sind, zitieren die Autoren eine frühere Therapiestudie über Antidepressiva, zu der auch Therapiegespräche per Telefon gehörten. In dieser Studie war der zusätzliche therapeutische Nutzen der Telefonate für Patienten vergleichbar mit der neusten Studie an der <em>Brigham Young University</em>.</p>
<p><em>Steve Tutty</em>, ein ehemaliger Doktorand und Mitarbeiter von <em>Spangler</em>, ist der erste Autor der Studie, die in der Juniausgabe von <em>Behavior Therapy</em> erscheint.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://news.byu.edu/archive10-may-teletherapy.aspx" target="_blank">Brigham Young University News</a></span>, 10.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href=" http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&amp;_udi=B7XMW-4XY9DS8-1&amp;_user=10&amp;_coverDate=06%2F30%2F2010&amp;_rdoc=1&amp;_fmt=high&amp;_orig=search&amp;_sort=d&amp;_docanchor=&amp;view=c&amp;_acct=C000050221&amp;_version=1&amp;_urlVersion=0&amp;_userid=10&amp;md5=aa854f6e8a96abf74091c4ea14f0543e" target="_blank">Tutty et al</a></span>. <em>Behavior Therapy</em>, Juni 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Näheres zur Online-Beratung der Praxis Dr. Shaw" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/online-therapie.php" target="_self">Näheres zur Online-Beratung der Praxis Dr. Shaw</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-panikattacken-und-depressionen-wirksam/" target="_self">Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Online-Psychotherapie – geht das?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/online-therapie-geht-das/" target="_self">Online-Psychotherapie – geht das?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		<title>Lassen sich Ängste und Depressionen durch körperliche Bewegung therapieren?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-angste-und-depressionen-durch-korperliche-bewegung-therapieren/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-angste-und-depressionen-durch-korperliche-bewegung-therapieren/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 May 2010 05:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sport ist gut für viele der körperlichen Begleiterkrankungen, die Menschen mit psychischen Störungen haben können. Eine aktuelle Übersichtsstudie zeigt nun, dass Sport ebenso gut für die Psyche selbst sein kann. Wir haben eine Pressemeldung von UPI.com zu der Studie vom April übersetzt, in der die Forscher auf eine mögliche Rolle von Sport bei der Behandlung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2501" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Lassen sich Ängste und Depressionen durch körperliche Bewegung therapieren" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Lassen-sich-Ängste-und-Depressionen-durch-körperliche-Bewegung-therapieren.jpg" alt="Lassen sich Ängste und Depressionen durch körperliche Bewegung therapieren" width="200" height="150" />Sport<strong> </strong>ist gut für viele der körperlichen Begleiterkrankungen, die Menschen mit psychischen Störungen haben können. Eine aktuelle Übersichtsstudie zeigt nun, dass Sport ebenso gut für die Psyche selbst sein kann. Wir haben eine Pressemeldung von UPI.com zu der Studie vom April übersetzt, in der die Forscher auf eine mögliche Rolle von Sport bei der Behandlung von Patienten mit Ängsten und Depressionen hinweisen:</p>
<p><strong>Sport</strong> hat für viele Patienten mit Depressionen und Angststörungen geradezu die Wirkung einer <strong>Wunderpille</strong>, sagen Forscher aus den USA und raten Ärzten, sie häufiger zu verschreiben.</p>
<p>„Untersuchungen haben gezeigt, dass Sport der psychischen Gesundheit ungeheuer gut tut”, sagt <em>Jasper Smits</em>, der Leiter des Programms für Forschung und Therapie von Angststörungen an der <em>Southern Methodist University</em> in Dallas, in einer Erklärung. „Je mehr Therapeuten es gibt, die in <strong>Sporttherapie</strong> geschult sind, desto besser für Patienten.“</p>
<p><em><span id="more-2475"></span>Smits</em> und <em>Michael Otto</em>, ein Psychologieprofessor an der <em>Boston University</em>, analysierten Dutzende von Bevölkerungsumfragen und klinischen Studien über Sport und psychische Gesundheit in einer <strong>Metaanalyse</strong> (eine Übersichtsstudie, die die Ergebnisse von Einzelstudien zusammen statistisch neu auswertet). Die Analyse zeigte, dass Sportprogramme <strong>Depressionen</strong> und <strong>Ängste</strong> reduzieren können.</p>
<p>„Sport kann eine <strong>Versorgungslücke</strong> für Menschen <strong>schließen</strong>, denen eine der traditionellen Therapien aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist. Das kann an den Kosten liegen, an einem mangelnden regionalen Angebot, oder die Patienten wollen es nicht wegen des sozialen Stigmas, das diesen Behandlungen anhaftet“, sagt <em>Smits</em>. „Außerdem kann Sport die traditionellen <strong>Behandlungen ergänzen</strong> und Patienten helfen, mehr zielorientiert und aktiv zu werden.“</p>
<p>Die Forscher stellten ihre Ergebnisse im März auf der Jahreskonferenz der <em>Anxiety Disorders Association of America</em> in Baltimore vor. Die Autoren beschreiben ihre Analyse auch in ihrem Handbuch für Therapeuten „Exercise for Mood and Anxiety Disorders&#8221; (Sport bei Stimmungs- und Angststörungen von <em>Smits</em> und <em>Otto</em>, nur auf Englisch erhältlich).  <strong></strong></p>
<p><strong>Quellen:</strong> <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.upi.com/Health_News/2010/04/06/Exercise-a-magic-pill-for-depressed/UPI-96211270611467/" target="_blank"></a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.upi.com/Health_News/2010/04/06/Exercise-a-magic-pill-for-depressed/UPI-96211270611467/" target="_blank">UPI.com Health News</a></span>, 6.4.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://books.google.com/books?id=8xYT2lO0kmcC&amp;printsec=frontcover&amp;dq=Exercise+for+Mood+and+Anxiety+Disorders&amp;source=bl&amp;ots=5JWXM1lW3j&amp;sig=0dn1P6le_ccAXyY-F0CBmd4Vi5U&amp;hl=en&amp;ei=dbK0S7j4OcL58AbdhdiwAw&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=5&amp;ved=0CB0Q6AEwBA#v=onepage&amp;q&amp;f=false" target="_blank">Otto &amp; Smits</a></span>. Exercise for Mood and Anxiety Disorders. 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong> <span style="text-decoration: underline;"><a title="Hilft regelmäßiger Sport gegen Angststörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-regelmasiger-sport-gegen-angststorungen/" target="_self"></a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hilft regelmäßiger Sport gegen Angststörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-regelmasiger-sport-gegen-angststorungen/" target="_self">Hilft regelmäßiger Sport gegen Angststörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Schützt Physiotherapie vor postnataler Depression?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/schutzt-physiotherapie-vor-postnataler-depression/" target="_self">Schützt Physiotherapie vor postnataler Depression?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/aengste.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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