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	<title>Psychologie aktuell &#187; Geschlechterunterschiede</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
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	<itunes:subtitle>Psychologie &amp; Psychotherapie</itunes:subtitle>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; Geschlechterunterschiede</title>
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		<title>Glückliche Beziehungen: Was ist das Erfolgsgeheimnis?</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 11:42:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Zwillinge]]></category>

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		<description><![CDATA[Forensische Genetiker wissen, dass etwa zehn Prozent aller Kinder von Männern großgezogen werden, die glauben, sie sein der Vater, aber sie sind es nicht. Dabei haben es Genetiker mit ihren Labortests noch relativ einfach. Doch wie kann ein Psychologe auf eine ehrliche Antwort von Versuchspersonen zum Thema Treue hoffen? In ihrem Artikel, der letzte Woche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2527" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Glückliche Beziehungen - Was ist das Erfolgsgeheimnis s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Glückliche-Beziehungen-Was-ist-das-Erfolgsgeheimnis-s.jpg" alt="Glückliche Beziehungen - Was ist das Erfolgsgeheimnis s" width="167" height="160" />Forensische Genetiker wissen, dass etwa zehn Prozent aller Kinder von Männern großgezogen werden, die glauben, sie sein der Vater, aber sie sind es nicht. Dabei haben es Genetiker mit ihren Labortests noch relativ einfach. Doch wie kann ein Psychologe auf eine ehrliche Antwort von Versuchspersonen zum Thema Treue hoffen? In ihrem Artikel, der letzte Woche in der New York Times erschien, beschreibt <em>Tara Parker-Pope</em> Beispiele aus der Trickkiste der Beziehungsforscher. Wir haben den etwas längeren Artikel übersetzt, in dem es unter anderem um Unterschiede zwischen Männern und Frauen geht:</p>
<p>Warum betrügen manche Männer und Frauen ihre Partner, während andere der Versuchung widerstehen?</p>
<p>Um die Antwort zu finden, konzentriert sich die Forschung immer mehr auf eine wissenschaftliche Untersuchung der <strong>Treue</strong>. Forscher untersuchen die verschiedensten Aspekte, von <strong>biologischen Faktoren</strong>, die einen Einfluss auf die Stabilität von Ehen zu haben scheinen, bis zu den <strong>psychologischen Reaktionen</strong> von Menschen auf einen Flirt mit einem Fremden.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass manche Menschen einer Versuchung von Natur aus besser widerstehen könnten als andere. Aber Männer und Frauen können auch lernen, ihre Beziehung zu schützen und ihr Gefühl von Loyalität zu ihrem Partner zu stärken.</p>
<p><span id="more-2521"></span>In neuerer Zeit haben Studien untersucht, ob <strong>genetische Faktoren</strong> einen Einfluss auf die Treue von Menschen und die Stabilität von Ehen haben können. <em>Hasse Walum</em>, ein Biologe vom <em>Karolinska-Institut</em> in Schweden, untersuchte 552 Zwillingspaare, um ein Gen zu analysieren, das an der Regulation von <strong>Vasopressin</strong> beteiligt ist. Vasopressin ist ein Hormon, das im Gehirn gebildet wird und die <strong>Bindung </strong>von Menschen <strong>beeinflusst</strong>.</p>
<p>Insgesamt waren Männer mit einer bestimmten Variante des Gens seltener verheiratet. Diejenigen von ihnen, die verheiratet waren, hatten häufiger ernsthafte Eheprobleme und unzufriedene Frauen. Von den Männern mit zwei Kopien der Genvariante hatten etwa ein Drittel in den vorangegangenen zwölf Monaten eine schwere Beziehungskrise gehabt, doppelt so viele wie Männer, die keine Kopie der Genvariante hatten.</p>
<p>Obwohl oft vom „Treue-Gen” die Rede ist, hält <em>Walum</em> die Bezeichnung für schlecht gewählt: in seiner Untersuchung ging es um die <strong>Stabilität von Ehen, nicht</strong> um die <strong>Treue</strong> von Menschen. „Aus diesen Daten lässt sich nur schwer das Verhalten von Männern vorhersagen“, sagt er. Jetzt arbeitet er mit seinen Kollegen an einer ähnlichen Studie, um die Ergebnisse zu bestätigen und die Untersuchung auf Frauen auszuweiten.</p>
<p>Es könnte also genetische Unterschiede geben, die die Treue von Menschen beeinflussen. Aber andere Studien zeigen, dass das Gehirn <strong>lernen</strong> kann, <strong>Versuchungen</strong> zu <strong>widerstehen</strong>.</p>
<p>Mehrere ungewöhnliche <strong>Studien</strong> unter Leitung von <em>John Lydon</em>, einem Psychologen an der <em>McGill University</em> in Montreal in Kanada, haben untersucht, wie Menschen mit einem festen Partner auf Versuchungen reagieren. In einer dieser Studien ließen die Forscher fest verheiratete Männer und Frauen die <strong>Attraktivität von Menschen </strong>des anderen Geschlechts auf Fotos bewerten. Wie erwartet erhielten Leute, die man normalerweise attraktiv nennen würden, die besten Bewertungen.</p>
<p>Danach betrachteten die Testpersonen ähnliche Fotos, aber ihnen wurde gesagt, diese Leute würden sich gerne mit ihnen treffen. In dieser zweiten Testreihe gaben die Versuchsteilnehmer den Leuten auf den Fotos eine durchweg schlechtere Bewertung als in der Runde zuvor.</p>
<p>Wenn sie jemanden attraktiv fanden, der ihre <strong>Beziehung </strong>hätte <strong>gefährden</strong> können, sagten sie sich wohl instinktiv, „Der sieht gar nicht so gut aus.” „Je treuer ein Mensch ist ”, sagt <em>Dr. Lydon</em>, “desto <strong>weniger attraktiv </strong>findet er Leute, die seiner Beziehung gefährlich werden könnten.”</p>
<p>Aber manche Studien der <em>McGill</em>-Forscher haben gezeigt, dass <strong>Männer</strong> und <strong>Frauen</strong> auf die Bedrohung, untreu zu werden, <strong>unterschiedlich reagieren</strong>. In einer Untersuchung testeten sie die Neigung von Menschen zur Untreue an 300 heterosexuellen Männern und Frauen. Die Hälfte der Testpersonen sollte sich vorstellen sollten, dass sie sich mit einem attraktiven Menschen unterhalten und dabei <strong>flirten</strong>. Die andere Hälfte stellte sich eine ganz alltägliche Begegnung vor.</p>
<p>Danach wurden die Testpersonen gebeten, Lücken in <strong>Worträtseln</strong> wie LO_AL und DR_HUNG auszufüllen.</p>
<p>Die Teilnehmer wussten nicht, dass die Wortfragmente zu einem psychologischen Test gehörten, der <strong>unterbewusste Gefühle</strong> über Treue <strong>sichtbar</strong> macht. (Ähnliche Worträtsel werden benutzt, um unterbewusste Gefühle über Vorurteile und Klischees zu testen.)</p>
<p>Die Testergebnisse der Teilnehmer, die sich eine alltägliche Begegnung vorgestellt hatten, zeigten nichts Auffälliges. Doch bei den Männern und Frauen, die sich vorgestellt hatten zu flirten, wurden Unterschiede zwischen den Geschlechtern sichtbar. In dieser Gruppe vervollständigten die Männer ihre Wortpuzzles häufiger zu neutralen Begriffen wie LOKAL und DREHUNG.  Aber die <strong>Frauen</strong>, die sich einen Flirt vorgestellt hatten, antworteten viel häufiger mit LOYAL und DROHUNG. Das deutet darauf hin, dass die Fantasie bei ihnen unterbewusste <strong>Sorgen </strong>über ihre eigene <strong>Treue</strong> ausgelöst hatte.</p>
<p>Natürlich lässt sich daraus nicht unbedingt das Verhalten von Menschen im wirklichen Leben ableiten. Aber die Unterschiede bei den Antworten waren so deutlich, dass die Forscher glauben, Frauen könnten eine Art <strong>Frühwarnsystem</strong> entwickelt haben, das sie bei einer <strong>Bedrohung</strong> für ihre <strong>Beziehung</strong> alarmiert.</p>
<p>Andere Studien an der <em>McGill University</em> haben die unterschiedlichen Reaktionen von Männern und Frauen auf solche Bedrohungen bestätigt. Für ein Experiment engagierten die Forscher gut aussehende Schauspieler und Schauspielerinnen, die mit den Studienteilnehmern in einem Aufenthaltsraum <strong>flirteten</strong>. Später befragten sie die Teilnehmer über ihre Beziehung und insbesondere, wie sie darauf reagieren würden, wenn ihr Partner einen Fehler begeht, z.B. zu spät kommt oder vergisst anzurufen.</p>
<p><strong>Männer</strong>, die gerade geflirtet hatten, zeigten weniger Verständnis für das hypothetische Fehlverhalten. Das deutet darauf hin, dass die attraktive Schauspielerin ihr <strong>Loyalitätsgefühl</strong> vorübergehend <strong>geschwächt</strong> hatte. Dagegen waren <strong>Frauen</strong> nach einem Flirt nachsichtiger gestimmt und bemühten sich mehr um Entschuldigungen für ihren Mann. Das deutet darauf hin, dass der Flirt kurz vorher bei Frauen eine <strong>Beschützerreaktion</strong> ausgelöst hatte, die sichtbar wurde, als sie über ihre Beziehung sprachen.</p>
<p>„Wir glauben, dass die Männer in diesen Studien vielleicht loyal waren, aber die Frauen hatten einen Notfallplan – die attraktive Alternative löste einen Alarm aus”, sagt <em>Dr. Lydon</em>. „Frauen empfinden das unterbewusst als eine Bedrohung. Männer nicht.“</p>
<p>Die Frage ist, ob Menschen <strong>lernen</strong> können, einer <strong>Versuchung</strong> zu <strong>widerstehen</strong>. In einer weiteren Studie bat das Forscherteam Studenten mit einer festen Freundin sich vorzustellen, dass sie zufällig eine attraktive Frau kennenlernen, während ihre Freundin gerade über das Wochenende weg ist. Manche der Männer sollten dann einen <strong>Plan</strong> für diesen <strong>Notfall</strong> entwickeln und den Satz vervollständigen: „Wenn sie auf mich zukommt, werde ich __________, um meine Beziehung zu schützen.”</p>
<p>Weil die Forscher keine echte Frau nehmen konnten, um die Versuchung darzustellen, schufen sie ein Spiel in einer virtuellen Welt aus vier Räumen, von denen zwei Bilder einer attraktiven Frau enthielten, die man aber nur unterbewusst wahrnehmen konnte. Die Männer, die geübt hatten, der Versuchung zu widerstehen, verbrachten 25 Prozent der Spielzeit in diesen Räumen. Die anderen Männer fühlten sich 62 Prozent der Spielzeit dorthin gezogen.</p>
<p>Aber vielleicht sind es gar nicht Gefühle von Liebe oder Loyalität, die Paare zusammenhalten. Stattdessen vermuten manche Wissenschaftler, wie treu ein Mensch ist, könnte davon abhängen, wie sehr sein <strong>Partner</strong> sein <strong>Leben bereichert</strong> und seinen Horizont erweitert – ein Konzept, das der Psychologe <em>Arthur Aron</em>, der an der <em>Stony Brook University</em> in den USA über Beziehungen forscht, „<strong>Selbsterweiterung</strong>” nennt.</p>
<p>Um das zu untersuchen, stellen Forscher Paaren Fragen wie: Welche Rolle spielt Ihr Partner bei Dingen, die Ihnen Spaß machen? Hat die Beziehung zu Ihrem Partner einen besseren Menschen aus Ihnen gemacht? Hilft Ihr Partner Ihnen dabei, Ihre Fähigkeiten zu erweitern?</p>
<p>Ihre These von der Selbsterweiterung konnten die Stony Brook-Forscher auch experimentell bestätigen. In einem dieser Experimente sollten Paare <strong>gemeinsam Aufgaben bewältigen</strong>. Manche Paare bekamen langweilige Aufgaben. Andere nahmen an einem albernen Wettkampf teil, wo sie aneinandergebunden wurden, auf Matten herumkriechen und einen Zylinder aus Schaumstoff mit den Köpfen vor sich herschieben mussten. Die Forscher hatten das Spiel manipuliert, sodass die Paare ihre Aufgabe in den ersten zwei Runden nicht in der vorgegebenen Zeit schafften. In der Dritten reichte die Zeit gerade so, und der Jubel war entsprechend groß.</p>
<p>Vor und nach dem Spiel befragten die Forscher die Paare über ihre Beziehung. Die Antworten zeigten, dass die empfundene <strong>Liebe</strong> und Zufriedenheit mit der Beziehung bei Paaren nach dem Spiel mehr <strong>zugenommen</strong> hatte als bei Paaren, die kein gemeinsames <strong>Siegeserlebnis</strong> gehabt hatten.</p>
<p>Nun wollen die Forscher in weiteren Studien untersuchen, welchen Einfluss die Selbsterweiterung von Menschen auf eine Beziehung hat. Sie glauben, dass das Gefühl der <strong>Selbsterweiterung</strong>, wenn Paare gemeinsam neue Gegenden erkunden und neue Dinge ausprobieren, den Partnern gut tut und ihre <strong>Beziehung festigt</strong>.</p>
<p>„Wir gehen Beziehungen ein, weil der andere Mensch ein Teil von uns wird, und das erweitert uns selbst ”, sagt <em>Dr. Aron</em>. „Darum bleiben Verliebte die ganze Nacht auf und reden miteinander, und sie fühlen sich glücklich. Wir glauben, Paare können etwas davon wieder erleben, wenn sie gemeinsam Dinge unternehmen, die für sie herausfordernd und aufregend sind.“</p>
<p>Der Artikel von <em>Tara Parker-Pope </em>basiert auf ihrem neuen Buch über Partnerschaft, das im Juli unter dem Titel „Drum prüfe, wer sich ewig bindet” im deutschen Buchhandel erscheinen soll.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://well.blogs.nytimes.com/2010/05/10/tracking-the-science-of-commitment/?scp=1&amp;sq=science%20marriage&amp;st=cse" target="_blank">New York Times Health</a></span>, 10.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://us.penguingroup.com/nf/Book/BookDisplay/0,,9780525951384,00.html?sym=EXC" target="_blank">Tara Parker-Pope</a></span>. For Better: The Science of a Good Marriage</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Welche Auswirkungen hat das Ende einer Beziehung auf die eigene  Identität?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-das-ende-einer-beziehung-auf-die-eigene-identitat/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Welche Auswirkungen hat das Ende einer Beziehung auf die eigene<br />
Identität?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was beeinflusst unser Essverhalten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-beeinflusst-unser-essverhalten/" target="_self">Was beeinflusst unser Essverhalten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Untreue für Frauen etwas anderes als für Männer?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-untreue-fur-frauen-etwas-anderes-als-fur-manner/" target="_self">Ist Untreue für Frauen etwas anderes als für Männer?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie können wir Paaren helfen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie.html" target="_self">Wie können wir Paaren helfen?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-muenchen.php">Zur Paartherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-duesseldorf.php">Zur Paartherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rauchen Menschen mit Depressionen mehr als andere?</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 14:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen mit Depressionen rauchen mehr, was sicher zu manchen körperlichen Begleiterkrankungen der Patienten mit beitragen wird. Eine neue Studie hat nun den Zusammenhang zwischen Depressionen und Rauchen im Detail untersucht. Wir haben eine Pressemitteilung von Medical News Today zu der Studie vom April übersetzt, die die Frage aufwirft, inwieweit bei diesen Patienten Raucherentwöhnung und Depressionsbehandlung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2471" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Rauchen Menschen mit Depressionen mehr als andere" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Rauchen-Menschen-mit-Depressionen-mehr-als-andere.jpg" alt="Rauchen Menschen mit Depressionen mehr als andere" width="167" height="125" />Menschen mit Depressionen rauchen mehr, was sicher zu manchen körperlichen Begleiterkrankungen der Patienten mit beitragen wird. Eine neue Studie hat nun den Zusammenhang zwischen Depressionen und Rauchen im Detail untersucht. Wir haben eine Pressemitteilung von Medical News Today zu der Studie vom April übersetzt, die die Frage aufwirft, inwieweit bei diesen Patienten Raucherentwöhnung und Depressionsbehandlung Hand in Hand gehen sollten:</p>
<p><strong>Menschen mit Depressionen rauchen häufiger</strong> und auch <strong>stärker</strong> als Menschen, die keine Depressionen haben. Das zeigt ein neuer Bericht der US-Regierung, der zu dem Schluss kommt, dass spezielle Programme für Menschen mit Depressionen nötig sind, die ihnen helfen, das Rauchen aufzugeben.</p>
<p>Der Bericht, der am 14. April veröffentlicht wurde, beruht auf den landesweiten Umfragen zur Gesundheit und Ernährung der US-Bevölkerung, die von den <em>Centers for Disease Control and Prevention (CDC)</em> zwischen 2005 und 2008 durchführt wurden.</p>
<p><span id="more-2458"></span>Der Bericht des <em>National Centers for Health Statistics (NCHS)</em> der <em>CDC</em> beweist nicht, dass Rauchen Depressionen verursacht oder umgekehrt. Aber er zeigt einen engen Zusammenhang zwischen Rauchen und Depressionen bei US-Amerikanern, die zwanzig Jahre oder älter sind.</p>
<p>Nach den Umfragen, die 2005 bis 2008 durchgeführt wurden, hatten <strong>7 Prozent</strong> der Erwachsenen in den USA <strong>Depressionen</strong>.</p>
<p>Dabei fasste die Untersuchung den Begriff „Depression” weit und schloss darunter auch Menschen mit „leichten Depressionen” ein, die manche Symptome der Erkrankung haben aber keine Diagnose von klinischen Depressionen.</p>
<p>Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts sind:</p>
<p><strong>• </strong><strong>43 Prozent</strong> der Erwachsenen <strong>mit Depressionen rauchten</strong>, aber nur 22 Prozent der Erwachsenen ohne Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>Erwachsene mit Depressionen <strong>gaben</strong> das Rauchen <strong>seltener auf </strong>als Erwachsene ohne Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>Auch Erwachsene mit leichten Symptomen für Depressionen rauchten häufiger als Erwachsene ohne Symptome.</p>
<p><strong>• </strong><strong>Frauen</strong> mit Depressionen rauchten etwa so häufig wie Männer mit Depressionen. Dagegen rauchten Frauen ohne Depressionen seltener als Männer.</p>
<p><strong>• </strong>Bei Frauen waren die Unterschiede in der Altersgruppe von 20 bis 39 Jahren am größten, in der 50 Prozent der Frauen mit Depressionen rauchten, aber nur 21 Prozent der Frauen ohne Depressionen.</p>
<p><strong>•</strong> Bei Männern war der größte Unterschied in der Altersgruppe von 40 bis 54 Jahren, in der 55 Prozent der Männer mit Depressionen rauchten, verglichen mit 26 Prozent der Männer ohne Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>Menschen mit <strong>schweren </strong>Depressionen rauchten häufiger als Menschen mit leichten Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>Männer und Frauen mit Depressionen rauchten <strong>stärker</strong> als Menschen ohne Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>Von den Menschen mit Depressionen rauchten 28 Prozent mehr als ein Päckchen (20 Zigaretten) pro Tag, verglichen mit 15 Prozent der Menschen ohne Depressionen.</p>
<p><strong>• </strong>51 Prozent der Raucher mit Depressionen rauchten ihre erste Zigarette am Tag in den ersten fünf Minuten nach dem Aufstehen, aber nur 30 Prozent der Raucher ohne Depressionen. Außerdem rauchten Menschen mit Depressionen häufiger mehr als ein Päckchen pro Tag.</p>
<p>In ihrem Bericht zitieren <em>Laura Pratt </em>und <em>Debra Brody</em> die wenigen Studien, die untersucht haben, ob Menschen mit Depressionen das Rauchen erfolgreich aufgeben können. Aus diesen Studien geht hervor, dass Menschen mit Depressionen das Rauchen mit intensiver Unterstützung aufgeben können, ohne wieder anzufangen.</p>
<p>Diese intensiven Programme zur <strong>Raucherentwöhnung</strong> ähneln der <strong>Behandlung für Depressionen</strong> selbst, wie z.B. kognitive Verhaltenstherapie und Antidepressiva, schreiben die Autorinnen und kommen zu dem Schuss:</p>
<p>„Erwachsene mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen sind eine wichtige Untergruppe von Rauchern, auf die Programme zur Raucherentwöhnung abzielen sollten.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.medicalnewstoday.com/articles/185499.php" target="_blank">Medical News Today</a></span>, 15.4.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.cdc.gov/nchs/data/databriefs/db34.pdf" target="_blank">Pratt &amp; Brody</a></span>. <em>NCHS Data Brief No. 34</em>, April 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben Angstpatienten ein höheres Herzinfarktrisiko?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-angstpatienten-ein-hoheres-herzinfarktrisiko/" target="_self">Haben Angstpatienten ein höheres Herzinfarktrisiko?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind depressive Kinder suchtgefährdet?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-depressive-kinder-suchtgefahrdet/" target="_self">Sind depressive Kinder suchtgefährdet?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Neujahrsvorsatz „Mit dem Rauchen aufhören”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/neujahrsvorsatz-mit-dem-rauchen-aufhoren/" target="_self">Neujahrsvorsatz „Mit dem Rauchen aufhören”?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie verändert sich das Selbstwertgefühl über die Zeit?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-verandert-sich-das-selbstwertgefuhl-uber-die-zeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 12:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie hat das Selbstwertgefühl von Menschen untersucht und zeigt, dass es von einer Vielzahl von Faktoren abhängt, die sich im Laufe des Lebens ändern. Wenn man alle auflistet, ergibt sich als Prototyp eines Menschen mit hohem Selbstwertgefühl ein „Mann in den besten Jahren“. Wir haben eine Pressemitteilung des Herausgebers von voriger Woche übersetzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2229" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie verändert sich das Selbstwertgefühl über die Zeit s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Wie-verändert-sich-das-Selbstwertgefühl-über-die-Zeit-s.jpg" alt="Wie verändert sich das Selbstwertgefühl über die Zeit s" width="125" height="167" />Eine aktuelle Studie hat das Selbstwertgefühl von Menschen untersucht und zeigt, dass es von einer Vielzahl von Faktoren abhängt, die sich im Laufe des Lebens ändern. Wenn man alle auflistet, ergibt sich als Prototyp eines Menschen mit hohem Selbstwertgefühl ein „Mann in den besten Jahren“. Wir haben eine Pressemitteilung des Herausgebers von voriger Woche übersetzt, die die Studie zusammenfasst:</p>
<p>Wenn Menschen älter werden, nimmt ihr <strong>Selbstwertgefühl</strong> erst stetig zu und <strong>sinkt </strong>dann nach Erreichen des <strong>Rentenalters</strong> wieder ab. Das geht aus einer Langzeitstudie hervor, die Menschen im Alter von fünfundzwanzig bis hundertvier Jahren untersuchte.</p>
<p>„Menschen mit einem hohen Selbstwertgefühl sind gesünder, werden seltener straffällig, leiden weniger unter Depressionen und sind im Leben insgesamt erfolgreicher“, sagt der Leiter der Studie <em>Dr. Ulrich Orth</em> von der <em>Universität Basel</em>. „Deshalb ist es wichtig, dass wir besser verstehen, wie sich das Selbstwertgefühl von Menschen im Laufe ihres Lebens verändert.“</p>
<p><span id="more-2205"></span>Die Ergebnisse zeigten, dass junge Erwachsene das niedrigste <strong>Selbstwertgefühl</strong> hatten. Aber es nahm mit dem Alter zu und erreichte <strong>mit sechzig</strong> Jahren seinen <strong>Höhepunkt</strong>, um dann wieder abzusinken. Die Studie erscheint in der neusten Ausgabe des <em>Journal of Personality and Social Psychology</em>, das von der <em>American Psychological Association</em> herausgegeben wird.</p>
<p>Für ihre <strong>Studie </strong>führten die Forscher zwischen 1986 und 2002 vier Befragungen über das Selbstwertgefühl von <strong>Erwachsenen</strong> in den <strong>USA</strong> durch. Die 3617 Studienteilnehmer bewerteten, wie gut verschiedene Aussagen über das Selbstwertgefühl auf sie zutreffen. Zum Beispiel deutet „Ich habe eine positive Einstellung zu mir selbst“ auf ein hohes Selbstwertgefühl hin. Dagegen zeugen „Manchmal glaube ich, mir gelingt gar nichts“ und „Im Großen und Ganzen halte ich mit für einen Versager&#8221; von einem niedrigen Selbstwertgefühl.</p>
<p>Die Studienteilnehmer wurden auch zu Themen wie ethnische Herkunft, Bildung, Einkommen, Berufstätigkeit, Zufriedenheit in ihrer Beziehung, Ehestand, Gesundheit, sozialer Rückhalt und belastende Ereignisse im Leben befragt. Beispiele für solche belastende Ereignisse sind plötzlicher Jobverlust, Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, oder Tod eines Elternteils oder Kindes.</p>
<p>Im Durchschnitt hatten <strong>Frauen </strong>über die längste Zeit ihres Erwachsenenlebens ein <strong>niedrigeres Selbstwertgefühl </strong>als Männer. Aber als Männer und Frauen ihre achtziger und neunziger Lebensjahre erreichten, glich sich ihr Selbstwertgefühl an. Schwarze und weiße Erwachsene hatten in jungen und mittleren Lebensjahren ein ähnlich hohes Selbstwertgefühl. Doch in fortgeschrittenem Alter nahm das Selbstwertgefühl bei <strong>Schwarzen</strong> deutlich stärker ab als bei Weißen. Dieser Effekt blieb auch erhalten, wenn Unterschiede bei Einkommen und Gesundheit berücksichtigt wurden. Künftige Studien sollten diesen ethnischen Unterschieden weiter nachgehen, schreiben die Autoren, denn eine genauere Untersuchung könnte zu effektiveren Methoden führen, mit denen sich mangelndes Selbstwertgefühl bei Menschen behandeln lässt.</p>
<p>Bildung, Einkommen, Gesundheit und Berufstätigkeit beeinflussten alle die Entwicklung des Selbstwertgefühls, vor allem bei älteren Menschen. „Insbesondere stellten wir fest, dass Menschen mit höherem <strong>Einkommen</strong> und guter <strong>Gesundheit</strong> im Alter ihr Selbstwertgefühl besser bewahren“, sagt <em>Orth</em>. „Wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass größerer Wohlstand und bessere Gesundheit ein hohes Selbstwertgefühl direkt verursachen, aber es scheint einen Zusammenhang zu geben. Zum Beispiel könnten größerer Wohlstand und bessere Gesundheit mit dem Gefühl einhergehen, <strong>unabhängiger</strong> zu sein und mehr zu Familie und Gesellschaft <strong>beitragen</strong> zu können, was dann das Selbstwertgefühl stärkt.“</p>
<p>Weiter zeigen die Ergebnisse, dass Menschen jeden Alters ein höheres Selbstwertgefühl haben, wenn sie in einer Beziehung leben, in der sie zufrieden sind, und die ihnen Rückhalt gibt. Aber das lebenslang höhere Selbstwertgefühl von Menschen in <strong>glücklichen Beziehungen</strong> nimmt in höherem Alter genauso ab wie bei Menschen in unglücklichen Beziehungen. „Obwohl sie mit einem höheren Selbstwertgefühl ins Alter kommen und es auch weiter behalten, nimmt es ab, wie bei Menschen in unglücklichen Beziehungen“, sagt der Mitautor <em>Dr. Kali H. Trzesniewski</em> von der <em>University of Western Ontario</em> in Kanada. „In einer glücklichen Beziehung zu leben, schützt Leute also nicht vor der Abnahme des Selbstwertgefühls, die für das hohe Alter typisch ist.“</p>
<p>Zahlreiche Theorien versuchen zu erklären, warum das Selbstwertgefühl von Menschen in mittleren Lebensjahren seinen Höhepunkt erreicht, um dann im Alter wieder abzufallen. „Die <strong>Lebensmitte</strong> ist eine Zeit der <strong>Stabilität</strong> im Beruf, in der Familie und in Liebesbeziehungen. In diesem Alter gelangen Menschen zu immer mehr Einfluss, ihr <strong>Status </strong>steigt, und damit ihr Selbstwertgefühl“, sagt der Mitautor <em>Dr. Richard Robins</em> von der <em>University of California, Davis</em>. „Dagegen durchleben <strong>ältere </strong>Menschen eine <strong>Veränderung</strong> ihrer <strong>Rollen</strong>, dass zum Beispiel die Kinder aus dem Haus gehen, die Pensionierung, die Erfahrung, dass ihre berufliche Qualifikationen überholt sind, und dazu die Verschlechterung ihrer Gesundheit.“</p>
<p><em>Orth </em>glaubt nicht, dass sich bei den Menschen der <strong>geburtenstarken Jahrgänge</strong>, die nun das Rentenalter erreichen, etwas an dieser allgemeinen Entwicklung des Selbstwertgefühls ändern wird. Aber durch den medizinischen Fortschritt werden sie länger gesund bleiben und könnten deshalb länger arbeiten und Geld verdienen. „Es ist möglich, dass das Selbstwertgefühl bei Menschen dieser Generation erst später im Leben abnehmen wird“, sagt er.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.apa.org/news/press/releases/2010/04/self-esteem.aspx" target="_blank">American Psychological Association</a></span>, 1.4.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.apa.org/pubs/journals/releases/psp-98-4-645.pdf" target="_blank">Orth et al</a></span>. Journal of Personality and Social Psychology, April 2010</p>
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		<title>Sind Mütter eher vor Suizid geschützt?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-mutter-eher-vor-suizid-geschutzt/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 09:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
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		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Kinder tragen zum Lebensinhalt und sozialen Rückhalt von Eltern mit bei. Eine neue Studie aus Taiwan zeigt, dass sich diese positive Wirkung auch in einer niedrigeren Selbstmordrate von Müttern ausdrückt. Wir haben die Pressemitteilung des Journalherausgebers von voriger Woche übersetzt:
Kinder zu haben, scheint Frauen vor Suizid zu schützen, denn Mütter von mehreren Kindern begehen seltener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2226" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Sind Mütter eher vor Suizid geschützt s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Sind-Mütter-eher-vor-Suizid-geschützt-s.jpg" alt="Sind Mütter eher vor Suizid geschützt s" width="167" height="125" />Kinder tragen zum Lebensinhalt und sozialen Rückhalt von Eltern mit bei. Eine neue Studie aus Taiwan zeigt, dass sich diese positive Wirkung auch in einer niedrigeren Selbstmordrate von Müttern ausdrückt. Wir haben die Pressemitteilung des Journalherausgebers von voriger Woche übersetzt:</p>
<p>Kinder zu haben, scheint Frauen vor Suizid zu schützen, denn <strong>Mütter</strong> von mehreren Kindern <strong>begehen seltener Selbstmord</strong>. Das zeigt eine Studie, die in der Märzausgabe des <em>CMAJ (Canadian Medical Association Journal)</em> erscheint.</p>
<p><span id="more-2183"></span>Die <strong>Studie</strong> untersuchte die Daten von fast 1,3 Millionen Frauen in <strong>Taiwan</strong>, um die Hypothese des Soziologen <em>Emile Durkheim</em> aus dem Jahre 1897 zu testen, dass Kinder Eltern einen Schutz vor Selbstmord bieten. Bei Frauen, die zwei oder mehr Kinder lebend geboren hatten, war Selbstmord um neununddreißig Prozent seltener als bei Frauen mit nur einem Kind. Die Selbstmordrate bei Müttern von drei oder mehr Kindern war sogar um sechzig Prozent niedriger. Für die Untersuchung wurden die <strong>Sterbestatistiken</strong> bis zum Stichtag 31. 12. 2007 ausgewertet für alle Frauen, die zwischen 1978 und 1987 ein Kind geboren hatten.</p>
<p>Bisher waren nur kleinere Untersuchungen in industrialisierten Ländern durchgeführt worden. Dagegen analysierte diese Studie eine große Anzahl von Selbstmordfällen (2252) und konnte einen <strong>statistisch signifikanten</strong> Effekt zeigen.</p>
<p>In <strong>Taiwan</strong> ist Selbstmord die achthäufigste Todesursache bei Männern und die neunthäufigste bei Frauen. Seit 1999 ist die Selbstmordrate stetig gestiegen. Im Vergleich dazu blieb die Selbstmordrate in den meisten <strong>westlichen Länder</strong> in den Neunzigerjahren gleich oder nahm ab. Das Verhältnis von Männern zu Frauen ist bei der Selbstmordrate vieler westlicher Länder größer als 3:1. Aber durch die hohe Selbstmordrate bei Frauen in Taiwan ist dort das Verhältnis 2:1. Außerdem sinken in westlichen Ländern die <strong>Selbstmordraten bei Frauen</strong>, während sie bei Männern steigen.</p>
<p>„Die Ergebnisse zeigen eine <strong>eindeutige Tendenz </strong>zu einer niedrigeren Selbstmordrate bei zunehmender Anzahl der Kinder, auch wenn man Einflüsse wie das Alter der Mutter bei der Geburt des ersten Kindes, den Ehestand, die Länge der schulischen Ausbildung und den Ort der Geburt berücksichtigt”, schreibt der Autor <em>Dr. Chun-Yuh Yang</em> von der <em>Medizinischen Universität Kaoshiung</em> in Taiwan. „Die Schutzwirkung der Geburt von Kindern vor einem Tod durch Selbstmord war viel größer als nach früheren Schätzungen. Das ist umso bemerkenswerter als die <strong>Frauen</strong> in dieser Studie <strong>jung</strong> waren (die allermeisten begingen Selbstmord vor dem Eintritt in die Menopause). Damit waren diese Frauen die jüngsten, die bis jetzt in irgendeinem Land untersucht wurden.“</p>
<p>Kinder zu haben, könnte einen Schutz vor Selbstmord bieten, weil Kinder das <strong>Selbstwertgefühl</strong> einer Mutter erhöhen. Kinder könnten Mütter auch emotional und materiell unterstützen und ihr eine positive gesellschaftliche Rolle geben. Darüber hinaus könnte Mutterschaft die <strong>Vernetzung</strong> und den <strong>Rückhalt</strong> von Frauen in der Gesellschaft fördern. Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Hypothese <em>Durkheims</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p>Pressemitteilung des <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-03/cmaj-mat031610.php" target="_blank">CMAJ</a></span>, 22.3.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.cmaj.ca/cgi/content/abstract/cmaj.090813v1" target="_blank">Yang</a></span>. CMAJ, März 2010</p>
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		<title>Mobbing bei Kindern: Was treibt die Täter an?</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 21:12:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Mobbing unter Schülern ist ein komplexes Zusammenspiel von Tätern, Opfern und Zuschauern. Eine neue Studie zeigt, dass dabei ein Statusgewinn des Täters bei den Zuschauern ein entscheidender Faktor ist. Wir haben einen kurzen Presseartikel des Journalherausgebers von vorgestern übersetzt, der diese Rolle der schweigenden Mehrheit beim Mobbing verdeutlicht:
Mobbing unter Schulkindern ist ein weltweites Phänomen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2144" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Mobbing bei Kindern - Was treibt die Täter an s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Mobbing-bei-Kindern-Was-treibt-die-Täter-an-s.jpg" alt="Mobbing bei Kindern - Was treibt die Täter an s" width="167" height="155" />Das Mobbing unter Schülern ist ein komplexes Zusammenspiel von Tätern, Opfern und Zuschauern. Eine neue Studie zeigt, dass dabei ein Statusgewinn des Täters bei den Zuschauern ein entscheidender Faktor ist. Wir haben einen kurzen Presseartikel des Journalherausgebers von vorgestern übersetzt, der diese Rolle der schweigenden Mehrheit beim Mobbing verdeutlicht:</p>
<p>Mobbing unter Schulkindern ist ein weltweites Phänomen: Etwa fünfzehn Prozent aller Schüler werden zu Opfern von Mobbing und haben unter seinen negativen Folgen wie Depressionen, Ängsten und Einsamkeit zu leiden. Was treibt Mobbingtäter zu ihrem Verhalten? Eine neue, groß angelegte Studie aus den Niederlanden zeigt, dass die <strong>Motive</strong> der meisten Täter ein Streben nach <strong>Status</strong> und <strong>Zuneigung</strong> sind.</p>
<p><span id="more-2136"></span>Die Langzeitstudie wurde von Forschern der <em>Universität Groningen</em> in den Niederlanden durchgeführt, und die Ergebnisse wurden in der Märzausgabe des Fachjournals <em>Child Development</em> veröffentlicht.</p>
<p>Für ihre <strong>Studie</strong> befragten die Forscher fast 500 <strong>Grundschüler</strong> im Alter von neun bis zwölf Jahren und kamen zu dem Schluss, dass Mobbingtäter im Allgemeinen ihre <strong>Opfer dominieren</strong> wollen, um so einen <strong>höheren Status</strong> zu erreichen. Dabei sind sie aber bemüht, es sich nicht mit ihren anderen Klassenkameraden zu verscherzen, und wählen als Opfer solche Kinder, die schwach und bei anderen nicht beliebt sind. Kurzum, selbst Mobbingtäter sind sehr auf die <strong>Zuneigung anderer</strong> bedacht und wollen sie nicht aufs Spiel setzen.</p>
<p>Dabei ist auch das <strong>Geschlecht</strong> von Bedeutung. Zum Beispiel zeigt die Studie, dass in diesem Alter Mobbingtäter nur daran interessiert sind, nicht die <strong>Zuneigung</strong> von Mitschülern ihres eigenen Geschlechts zu verlieren. Wenn also Jungen andere Jungen mobben, ist es ihnen egal, ob Mädchen ihr Verhalten gut oder schlecht finden. Das gilt für Mädchen umgekehrt genauso. Außerdem mobben Jungen nur die Mädchen, die bei anderen Jungen unbeliebt sind. Dabei ist ihnen egal, was Mädchen davon halten. Auch Mädchen verhalten sich so, wenn sie Jungen mobben.</p>
<p>„Um die komplexe Natur von Akzeptanz und Ablehnung zu verstehen, muss man das Geschlecht der Täter berücksichtigen, das der Opfer und auch das der Klassenkameraden, die die Täter und Opfer akzeptieren und ablehnen”, sagt <em>René Veenstra</em>, der Professor für Soziologie an der <em>Universität Groningen</em> ist und die Studie leitete.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/123329496/abstract" target="_blank">Veenstra et al</a></span>. Child Development, 2010</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-03/sfri-pos031810.php" target="_blank">Society for Research in Child Development</a></span>, 25.3.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/" target="_self">Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/oppositionelles-und-aggressives-verhalten.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hält geistige Fitness Menschen jung?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/halt-geistige-fitness-menschen-jung/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/halt-geistige-fitness-menschen-jung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 14:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Jugend assoziiert man, zumindest in der Werbung, eher „gut aussehend“ als „schlau“. Aber eine aktuelle Studie zeigt, dass ältere Menschen, die sich jung fühlen, großen Wert auf geistige Fitness legen. Ich habe eine Presseerklärung der Universität von voriger Woche übersetzt, der die Ergebnisse der Studie zusammenfasst:
Der Spruch „Man ist so alt wie man sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2064" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Ist man tatsächlich so alt wie man sich fühlt s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Ist-man-tatsächlich-so-alt-wie-man-sich-fühlt-s.jpg" alt="Ist man tatsächlich so alt wie man sich fühlt s" width="125" height="166" />Mit Jugend assoziiert man, zumindest in der Werbung, eher „gut aussehend“ als „schlau“. Aber eine aktuelle Studie zeigt, dass ältere Menschen, die sich jung fühlen, großen Wert auf geistige Fitness legen. Ich habe eine Presseerklärung der Universität von voriger Woche übersetzt, der die Ergebnisse der Studie zusammenfasst:</p>
<p>Der Spruch „Man ist so alt wie man sich fühlt” scheint auf ältere Menschen wirklich zuzutreffen. Das zeigt eine Untersuchung von Forschern der <em>Purdue University </em>in den USA.</p>
<p>„Das Alter eines Menschen ist wichtig. Aber darüber hinaus hat seine <strong>Sichtweise</strong> einen großen Einfluss auf den <strong>Alterungsprozess</strong>“, sagt <em>Markus H. Schafer</em>, ein Doktorand der Soziologie und Altersforschung, der die Studie durchführte. „Wenn Sie sich also älter fühlen, als Sie nach Lebensjahren sind, werden Sie wahrscheinlich viele der negativen Seiten, die Menschen mit dem Älterwerden verbinden, stärker spüren.“</p>
<p><span id="more-2034"></span>„Aber wenn Sie älter sind und sich weiter jung fühlen, können Sie sich viele Fähigkeiten, die Ihnen wichtig sind, besser erhalten.“</p>
<p><em>Schafer </em>und seine Mitautorin <em>Tetyana P. Shippee</em>, die an der <em>Purdue University</em> studiert hat und nun Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center on Aging and the Life Course der <em>Purdue University</em> ist, verglichen das <strong>biologische</strong> und das <strong>subjektiv</strong> empfundene <strong>Alter </strong>von Leuten, um festzustellen, was die <strong>geistigen Fähigkeiten</strong> älterer Menschen stärker beeinflusst. Fast 500 Menschen im Alter von 55 bis 74 Jahren wurden 1995 und 2005 im Rahmen von MIDUS, einer landesweiten Studie über das Älterwerden in den USA, befragt. Die Ergebnisse der Untersuchung, die von den National Institutes of Health finanziert wurde, erschienen in der Januarausgabe des <em>Journal of Gerontology: Social Sciences</em>.</p>
<p>Als die Leute 1995 befragt wurden, wie alt sie sich normalerweise fühlten, gab die Mehrheit ihr <strong>selbst empfundenes </strong>Alter als <strong>zwölf Jahre jünger </strong>an, als sie wirklich waren.</p>
<p>„Wir stellten fest, dass diese Menschen, die sich für ihr Alter <strong>jung fühlten</strong>, zehn Jahre später auch mehr <strong>Vertrauen</strong> in ihre <strong>geistigen Fähigkeiten </strong>hatten”, sagt <em>Schafer</em>. „Ja, das biologische Alter war wichtig, aber das subjektive Alter hatte den größeren Einfluss.“</p>
<p>„Aber wir wissen nicht, was zuerst kommt. Wirkt sich das Wohlbefinden und die Zufriedenheit eines Menschen auf seine geistigen Fähigkeiten aus, oder tragen die geistigen Fähigkeiten eines Menschen zu seinem Wohlbefinden mit bei? Das wollen wir in einer künftigen Studie untersuchen.“</p>
<p><em>Schafer</em> meint, dass man aus den derzeitigen Ergebnissen positive und negative Schlüsse ziehen kann.</p>
<p>„Unsere <strong>Gesellschaft</strong> legt enorm viel Wert auf eine <strong>jugendliche Erscheinung</strong>, und das kann einen <strong>negativen Einfluss</strong> auf Menschen haben“, sagt <em>Schafer</em>. „Leute möchten sich gerne jünger fühlen, und wenn sie zwangsläufig ins Alter kommen, kann ihr Vertrauen in ihre geistigen Fähigkeiten sehr darunter leiden.“</p>
<p>„Andererseits ist der Wunsch jung zu bleiben in Amerika so stark, dass es gut für Menschen sein könnte, sich ein Gefühl von <strong>Jugendlichkeit</strong> zu <strong>bewahren</strong>, indem sie sich über <strong>neue Trends </strong>und Aktivitäten auf dem Laufenden halten, um sich jung zu fühlen. Lernen, wie man mit neuen Technologien umgeht, ist eine Möglichkeit, wie man seine geistigen Fähigkeiten weiter verbessern kann. Es wird interessant sein zu beobachten, wie oder ob sich diese kulturellen Normen verändern, wenn die Menschen aus den geburtenstarken Jahrgängen immer älter werden.“</p>
<p>Andere Studien haben gezeigt, dass Frauen zu <strong>stereotypen Vorstellungen</strong> über das Altern neigen. Daher erwartete <em>Schafer</em>, dass Frauen, die sich alt fühlen, weniger Vertrauen in ihre geistigen Fähigkeiten haben würden.</p>
<p>„Wir fanden einen <strong>kleinen Unterschied</strong> zwischen <strong>Männern</strong> und <strong>Frauen</strong>, aber er ist nicht so groß wie erwartet”, sagt <em>Schafer</em>. „Das hat uns überrascht, weil bei Frauen oft übertriebener Wert auf körperliche Attraktivität und Jugend gelegt wird.“</p>
<p><em>Schafer</em> untersucht auch, wie sich belastende Ereignisse, zum Beispiel Gesundheitsprobleme von Familienmitgliedern, auf das Älterwerden auswirken und wie Zufriedenheit und das Älterwerden zusammenhängen.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.purdue.edu/newsroom/research/2010/100222SchaferAging.html" target="_blank">Purdue University News</a></span>, 22.2.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psychsocgerontology.oxfordjournals.org/content/65B/1/91" target="_blank">Schafer &amp; Shippee</a></span>. Journal of Gerontology: Social Sciences, Jan 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist man so alt wie man sich fühlt?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-man-so-alt-wie-man-sich-fuhlt/" target="_self">Ist man so alt wie man sich fühlt?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-ehrenamtliche-tatigkeit das-kognitive-altern verlangsamen/" target="_self">Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt das Gedächtnis im Alter zwangsläufig nach?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-das-gedachtnis-im-alter-zwangslaufig-nach/" target="_self">Lässt das Gedächtnis im Alter zwangsläufig nach?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Leben Optimisten länger als Pessimisten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/leben-optimisten-langer-als-pessimisten/" target="_self">Leben Optimisten länger als Pessimisten?</a></span></p>
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		<title>Untreue und Eifersucht: Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/untreue-und-eifersucht-was-sind-die-grunde-fur-die-geschlechterunterschiede/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 20:02:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Männer und Frauen erleben ihre Sexualität unterschiedlich, was sich auch in der Eifersucht äußert, mit der beide Geschlechter auf sexuelle und emotionale Untreue reagieren. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei nicht nur die biologische Verschiedenheit sondern auch die individuelle Persönlichkeit und Lebenserfahrung von Menschen eine Rolle spielt. Ich habe einen Presseartikel des Journals vom 26. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1901" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Untreue und Eifersucht - Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/Untreue-und-Eifersucht-Was-sind-die-Gründe-für-die-Geschlechterunterschiede-s.jpg" alt="Untreue und Eifersucht - Was sind die Gründe für die Geschlechterunterschiede s" width="167" height="125" />Männer und Frauen erleben ihre Sexualität unterschiedlich, was sich auch in der Eifersucht äußert, mit der beide Geschlechter auf sexuelle und emotionale Untreue reagieren. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei nicht nur die biologische Verschiedenheit sondern auch die individuelle Persönlichkeit und Lebenserfahrung von Menschen eine Rolle spielt. Ich habe einen Presseartikel des Journals vom 26. Januar übersetzt, der die Ergebnisse zusammenfasst:</p>
<p>Als der Gouverneur von South Carolina, Mark Sanford letzten Juni auf frischer Tat ertappt wurde, wie er von einem Rendezvous mit seiner argentinischen <strong>Geliebten</strong> wiederkam, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press, er hätte sich mit seiner <strong>„Seelengefährtin”</strong> getroffen. Mit dieser Wortwahl schien er andeuten zu wollen, dass seine tiefe Gefühls- und Gemütsverwandtschaft mit Maria Belen Chapur aus seiner sexuellen Untreue gegenüber seiner <strong>Ehefrau </strong>Jenny Sanford etwas weniger Niederträchtiges machte.</p>
<p>Dabei verstand der zweimalige Gouverneur nicht, dass die meisten Frauen <strong>emotionale Untreue</strong> für schlimmer, nicht besser, als <strong>sexuellen Betrug</strong> halten. Das könnte erklären, warum Hillary Clinton mit Bill Clinton zusammenblieb und sich dem Anschein nach aus seiner sexuellen Affäre mit Monica Lewinsky nicht so viel machte.</p>
<p><span id="more-1547"></span>Forschungsuntersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Männer bei sexueller Untreue viel eifersüchtiger werden als bei emotionaler Untreue. Frauen reagieren umgekehrt, und das überall auf der Welt. Die vorherrschende Theorie besagt, dass dieser Unterschied seinen Grund in der <strong>Evolution</strong> des Menschen hat: Über lange Zeiträume haben <strong>Männer</strong> „gelernt“, bei <strong>Sex</strong> überaus wachsam zu sein, weil sie sich nie absolut sicher sein können, dass sie der Vater eines Kindes sind. Dagegen kommt es <strong>Frauen</strong> viel mehr darauf an, dass sie einen <strong>Partner</strong> haben, der zuverlässig die Kinder mit großzieht.</p>
<p>Nun zeigen neue Forschungsergebnisse, dass es auch eine andere Erklärung gibt. Die neue <strong>Studie</strong> stellt den grundsätzlichen Geschlechterunterschied bei der Eifersucht nicht infrage – sie liefert sogar weitere Beweise für diesen Unterschied. Doch die neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass der <strong>Unterschied</strong> eher auf der individuellen Verschiedenheit von <strong>Persönlichkeiten</strong> beruhen könnte, die das Ergebnis persönlicher <strong>Erfahrungen mit Beziehungen</strong> sind, die aber durchaus mit dem typischen Denken beider Geschlechter zusammenfallen können.</p>
<p><em>Kenneth Levy</em> und  <em>Kirsten Kelly</em>, zwei Psychologen von der <em>Pennsylvania State University</em> in den USA, hegten Zweifel an der vorherrschenden evolutionären Deutung, weil manche Männer, wie die meisten Frauen, auffällig mehr unter emotionalem Betrug leiden als unter sexueller Untreue. Warum sollten sie so empfinden? Die Forscher vermuteten, dass es etwas mit Vertrauen und <strong>emotionaler Bindung </strong>zu tun haben könnte. <strong>Manche Menschen</strong> – Männer wie Frauen – fühlen sich in einer Bindung an jemand anderen <strong>sicherer</strong>, während <strong>andere</strong> ein weniger starkes Bedürfnis nach Beziehungen mit einer engen Bindung haben. Psychologen sehen in dieser zwanghaften <strong>Eigenständigkeit </strong>eine Verteidigungsstrategie – einen <strong>Schutz gegen</strong> ein tief sitzendes Gefühl der <strong>Verletzlichkeit</strong>. <em>Levy </em>und <em>Kelly</em> stellten die Hypothese auf, dass für diese Menschen die sexuellen Aspekte einer Beziehung eher wichtig sein würden als emotionale Nähe.</p>
<p>Ähnlich wie in früheren <strong>Studien</strong>, die Geschlechterunterschiede bei der Eifersucht untersucht hatten, fragten <em>Levy</em> und <em>Kelly</em> Männer und Frauen, was sie stärker belastet – sexuelle oder emotionale Untreue. Außerdem machten die Teilnehmer noch andere Tests, darunter einen allgemein anerkannten Standardtest für die <strong>Art der Bindung</strong> in einer Liebesbeziehung.</p>
<p>Die Ergebnisse bestätigten die Hypothese. <em>Levy</em> und <em>Kelly</em> veröffentlichten ihre Studie in <em>Psychological Science</em>, einem Journal der <em>Association for Psychological Science</em>. Danach ärgerten sich Menschen mit einem <strong>losen Bindungsstil</strong> – denen ihre Autonomie in Beziehungen wichtiger als Hingabe ist – viel stärker über <strong>sexuelle </strong>als über emotionale Untreue. Und umgekehrt ärgerten sich Menschen mit <strong>festen Bindungen</strong> in Beziehungen – einschließlich Männer mit festen Bindungen – viel mehr über <strong>emotionalen</strong> Betrug.</p>
<p>Nach Meinung der Wissenschaftler deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass die <strong>psychologischen Mechanismen</strong> und <strong>kulturellen Einflüsse</strong>, die den Unterschieden bei den Eifersuchtsgefühlen beider Geschlechter zugrunde liegen, eine größere Rolle spielen könnten, und dass die Eifersucht von mehr Faktoren bestimmt wird als man bisher dachte.</p>
<p>Indem die Studie die Eifersucht aus der Perspektive der Bindungstheorie betrachtet, unterstreicht sie die Vorteile eines Ansatzes, der differenzierter als frühere Untersuchungen vorgeht, und deutet auf neue Forschungsmöglichkeiten hin. Weiter zeigt sie, dass eine Förderung fester Bindungen eine effektive Methode sein könnte, um die Art von sexueller Eifersucht einzudämmen, die zu <strong>Gewalt in der Familie</strong> mit beiträgt.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.psychologicalscience.org/media/releases/2010/levy.cfm" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Association for Psychological Science</span></a>, 26.1.2010</p>
<p><a href="http://pss.sagepub.com/content/early/2009/12/21/0956797609357708.abstract" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Levy &amp; Kelly</span></a>, Psychological Science, Dez 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-muenchen.php">Zur Paartherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-duesseldorf.php">Zur Paartherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		<title>Sind Jungs besser in Mathe als Mädchen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-jungs-besser-in-mathe-als-madchen/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 20:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
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		<category><![CDATA[Berufserfolg Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Untersuchung hat die Daten früherer Studien über die Mathekenntnisse von Schülern neu ausgewertet und zeigt, dass Mädchen Mathe genauso gut liegt wie Jungs. Allerdings glauben das Viele nicht. Auch Mädchen selber trauen sich in dem Fach weniger zu und geben sich weniger Mühe. Ich habe eine Pressemitteilung vom 5. Januar übersetzt, in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1265" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="boys better in math s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/boys-better-in-math-s.jpg" alt="boys better in math s" width="167" height="125" />Eine aktuelle Untersuchung hat die Daten früherer Studien über die Mathekenntnisse von Schülern neu ausgewertet und zeigt, dass Mädchen Mathe genauso gut liegt wie Jungs. Allerdings glauben das Viele nicht. Auch Mädchen selber trauen sich in dem Fach weniger zu und geben sich weniger Mühe. Ich habe eine Pressemitteilung vom 5. Januar übersetzt, in der die Autorinnen fordern, Mädchen müssten mehr positive Rollenmodelle haben:</p>
<p><strong>Mädchen</strong> sind <strong>in Mathe nicht schlechter</strong> als Jungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse internationaler Forschungsstudien über Schüler aus allen Teilen der Welt. Allerdings trauen sich Jungen in Mathe mehr zu, und Mädchen aus Ländern mit einer stärkeren Gleichstellung der Geschlechter schneiden in Mathematiktests besser ab.</p>
<p><span id="more-1124"></span>„Der Stereotyp von einer weiblichen Unterlegenheit in Mathematik steht eindeutig im Widerspruch zu den tatsächlichen wissenschaftlichen Daten”, sagt <em>Dr. Nicole Else-Quest</em>, die Assistant Professor für Psychologie an der <em>Villanova University</em> in den USA ist. <em>Else-Quest</em> ist die erste Autorin dieser sogenannten <strong>Metaanalyse</strong>, bei der die Ergebnisse <strong>früherer Forschungsuntersuchungen</strong> miteinander verglichen und gemeinsam statistisch neu ausgewertet werden. „Diese Ergebnisse zeigen, dass <strong>Mädchen genauso viel erreichen</strong> können wie die Jungen, wenn man ihnen eine angemessene <strong>Schulbildung</strong> bietet und sie weibliche <strong>Rollenmodelle</strong> vor Augen haben, die auf dem Gebiet der Mathematik Hervorragendes leisten.“</p>
<p>Die Ergebnisse wurden in der neusten Ausgabe des <em>Psychological Bulletins</em> veröffentlicht, das von der <em>American Psychological Association</em> herausgegeben wird. Die Beobachtung, dass sich <strong>Mädchen </strong>überall auf der Welt in Mathematik offenbar <strong>weniger zutrauen</strong>, könnte erklären, warum sie seltener als Jungen eine <strong>Karriere </strong>in Wissenschaft, Technik, Ingenieurwissenschaften und Mathematik anstreben.</p>
<p><em>Else-Quest </em>und ihre Mitarbeiterinnen untersuchten die Daten zweier internationaler Studien, der Trends in International Mathematics and Science (<strong>TIMS</strong>)-Studie und des Programme for International Student Assessment (<strong>PISA</strong>), die in 69 Ländern an insgesamt 493 495 Schülern im Alter von vierzehn bis sechzehn Jahren gemacht wurden. Die Ergebnisse beider Untersuchungen wurden 2003 veröffentlicht, und nicht alle Länder nahmen an beiden Studien zur Einstufung von Schülern teil. Der Schwerpunkt der TIMS-Studie lag auf dem <strong>mathematischen Grundwissen</strong>, während die PISA-Studie die Fähigkeit von Schülern zur <strong>Anwendung</strong> ihrer Mathematikkenntnisse <strong>im täglichen Leben</strong> bewertete. Damit boten nach Meinung der Forscherinnen diese beiden Tests einen guten Überblick über die mathematischen Fähigkeiten von Schülern.</p>
<p>Obwohl die Untersuchungen unterschiedliche mathematische Fähigkeiten testeten, waren die <strong>Geschlechterunterschiede </strong>in beiden Studien im <strong>Durchschnitt gering</strong>. Aber das Ausmaß der Geschlechterunterschiede war <strong>von Land zu Land sehr</strong> verschieden.</p>
<p>Beide Studien werteten auch Unterschiede beim Selbstvertrauen der Schüler in ihre mathematischen Fähigkeiten aus und für wie wichtig sie eine gute Note in Mathematik hielten, um später im Beruf Erfolg zu haben. Trotz ihrer insgesamt ähnlich guten Mathematikkenntnisse <strong>trauten sich Jungen</strong> erheblich <strong>mehr zu</strong> als Mädchen und gaben sich in diesem Fach <strong>mehr Mühe</strong>.</p>
<p>Weiter untersuchten die Forscherinnen für jedes Land verschiedene Daten, die die Bildung von Frauen, ihre Beteiligung am politischen Leben sowie ihr allgemeines Wohlergehen und Einkommen widerspiegeln. Die einzelnen <strong>Länder </strong>unterschieden sich hinsichtlich der Geschlechterunterschiede bei den Mathematikkenntnissen und ihrem Verhältnis zum Status und Wohlstand von Frauen. Zum Beispiel waren in bestimmten Ländern mit einem höheren <strong>Frauenanteil in Forschungsberufen</strong> <strong>Mädchen</strong> besser in Mathe und <strong>trauten sich</strong> in diesem Fach <strong>mehr zu</strong>.</p>
<p>„Diese Metaanalyse zeigt, obwohl die Unterrichtsqualität und der Lehrplan den Lernerfolg von Kindern beeinflussen, wirkt sich auch der <strong>Stellenwert</strong> aus, den Schulen, Lehrer und Familien bei Mädchen auf gute <strong>Mathematikkenntnisse </strong>legen. <strong>Mädchen</strong> können wahrscheinlich genauso viel leisten wie Jungen, wenn man ihren <strong>Ehrgeiz</strong> in diesem Fach <strong>fördert</strong>“, sagt <em>Else-Quest</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.apa.org/news/press/releases/2010/01/gender-math.aspx" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">American Psychological Association</span></a>, 5.1.10</p>
<p><a href="http://www.apa.org/pubs/journals/releases/bul-136-1-103.pdf" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Else-Quest et al.</span></a> Psychological Bulletin 2010</p>
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<p><a title="Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?</span></a></p>
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		<title>Was treibt gewalttätige Teenager an?</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 09:58:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie hat eine indirekte Form des Mobbings unter Schülern untersucht, die sich nicht so sehr durch körperliche oder verbale Aggression äußert, sondern auf die sozialen Beziehungen des Opfers abzielt. Die Autoren zeigen, dass manche Täter ein mangelndes Selbstwertgefühl haben können und den Wunsch ihr soziales Ansehen zu steigern. Ich habe einen Presseartikel vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1070" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;margin-left: 10px;margin-right: 10px;border: 1px solid #000000" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/teenager-violence-s-s.jpg" alt="teenager violence s s" width="137" height="167" />Eine aktuelle Studie hat eine indirekte Form des Mobbings unter Schülern untersucht, die sich nicht so sehr durch körperliche oder verbale Aggression äußert, sondern auf die sozialen Beziehungen des Opfers abzielt. Die Autoren zeigen, dass manche Täter ein mangelndes Selbstwertgefühl haben können und den Wunsch ihr soziales Ansehen zu steigern. Ich habe einen Presseartikel vom 22.12. übersetzt, der die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammenfasst:</p>
<p>Eine neue Studie spanischer Wissenschaftler untersuchte <strong>Beziehungsaggressionen</strong>, ein Verhalten, das darauf abzielt, dem <strong>Freundschaftskreis</strong> eines Menschen zu schaden oder sein <strong>Ansehen </strong>bei seinen Freunden zu <strong>ruinieren</strong>. Experten meinen, dass diese Art der Aggression psychische Schäden verursacht, weil sie das Opfer an den Rand der Gruppe drängt, es isoliert und ihm seelisches Leid zufügt, von dem sich der Mensch manchmal nur schwer wieder erholt.</p>
<p>Die Forscher analysierten die Zusammenhänge zwischen Beziehungsaggression, sozialen Beziehungen unter <strong>Teenagern </strong>beiderlei Geschlechts sowie Faktoren, die ihre psychosoziale Anpassung beeinflussen wie Einsamkeit, Selbstwertgefühl und Zufriedenheit mit dem Leben. Die Ergebnisse zeigten, dass junge Menschen, die eine größere <strong>Beliebtheit</strong> und mehr <strong>Respekt</strong> in ihrer Gruppe <strong>anstreben</strong>, am ehesten zu dieser Form des <strong>Psychoterrors</strong> greifen.</p>
<p><span id="more-1065"></span>„Das zunehmende Interesse an Studien über aggressives Verhalten von Teenagern in der Schule liegt an den ernsthaften <strong>Folgen</strong>, die es für die <strong>psychologische </strong>und <strong>emotionale Anpassung</strong> der Beteiligten haben kann, und weil es das soziale Geschehen in einer <strong>Schule</strong> stören kann”, sagte der erste Autor der Studie, <em>David Moreno Ruiz </em>von der <em>Pablo de Olavide-Universität</em> in Sevilla gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur SINC.</p>
<p>Die Studie, die in dem spanischen Fachjournal <em>Psicothema</em> veröffentlicht wurde, untersucht das Verhältnis von Beziehungsaggression, sozialer Anpassung und dem Ansehen unter Teenagern. Sie zeigt, dass junge Menschen, die einen hoch „geachteten Status” anstreben, d.h. eine soziale Identität, mit der sie zu einer Gruppe gehören und ihren Respekt genießen, häufiger zu Beziehungsaggression als einem Mittel greifen, mit dem sie dieses Ziel erreichen können.</p>
<p>Frühere Studien haben gezeigt, dass manche Teenager, die bei ihren Kameraden beliebt sind, Beziehungsaggression einsetzen, um ihr <strong>Ansehen</strong> in der Gruppe zu <strong>bewahren</strong> und weiter zu <strong>verbessern</strong>. „Ein wichtiger Aspekt ist bei Teenagern ein hohes <strong>Selbstwertgefühl</strong>, weil es sie davon abhält, Verhaltensweisen wie Beziehungsaggressionen gegen Schulkameraden zu entwickeln“, erklärt <em>Ruiz</em>.</p>
<p>Die Studie untersuchte 1319 Teenager an sieben Schulen in Valencia und zeigte, dass Schüler, deren sozialer Status von ihren Kameraden infrage gestellt wird, die von ihnen <strong>sozial abgelehnt</strong> werden oder keine engen Freundschaften haben, verstärkt unter einem Gefühl von <strong>Einsamkeit</strong> leiden, ein <strong>niedrigeres Selbstwertgefühl</strong> haben und mit ihrem Leben <strong>weniger zufrieden </strong>sind.</p>
<p>„Wir müssen verhindern, dass Teenager soziale Identitäten entwickeln, die auf der Schädigung anderer aufbauen, und dass sie dabei mit unentschuldbaren Taktiken wie mit Beziehungsaggression vorgehen. Wir müssen entsprechende <strong>psychologische Schulungsprogramme </strong>entwerfen, um solche Fälle von Gewalt zu verhindern, zu erkennen und dagegen einzuschreiten, und so das Zusammenleben in Schulen verbessern“, betonen die Forscher.</p>
<p><strong>Beziehungsaggression gibt es auch bei Mädchen</strong></p>
<p>Nachdem Studien über den Zusammenhang dieser Art von Aggression und dem Geschlecht zu widersprüchlichen Ergebnissen kamen, zeigte diese Untersuchung, dass <strong>Beziehungsaggression</strong> unter <strong>Jungen</strong> viel <strong>häufiger</strong> vorkommt. Eine Ausnahme ist ein solch aggressives Verhalten als <strong>Abwehrreaktion auf Provokationen</strong>, wo es bei Jungen und Mädchen <strong>gleich häufig</strong> ist.</p>
<p>Aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung machen <strong>Mädchen</strong> wahrscheinlich <strong>öfter</strong> von Beziehungsaggression Gebrauch als einer Strategie, mit der sie einen <strong>besseren</strong> sozialen <strong>Status</strong> innerhalb ihres Freundeskreises erreichen oder aufrechterhalten.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2009-12/f-sf-tuv122209.php" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">EurekAlert!</span></a>, 22.12.09</p>
<p><a href="http://www.psicothema.com/psicothema.asp?id=3667" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Ruiz et al.</span></a> Psicothema Nov 2009 (spanisch/englisch)</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<title>Bieten Musik und Kunst Hilfe gegen Depressionen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bieten-musik-und-kunst%c2%a0hilfe-gegen-depressionen/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 19:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Musik und Kunst werden schon lange in der Therapie, auch von geistig-seelischen Störungen eingesetzt. Eine neue Studie hat nun gezeigt, dass sich Menschen mit einem regen Interesse an Kunst und Musik allgemein gesünder und wohler fühlen und, im Falle von Männern, weniger häufig unter Depression leiden. Ich habe eine Pressemitteilung über die Studie von vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-942" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;margin-left: 10px;margin-right: 10px;border: 1px solid #000000" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/music-and-dancing-small.jpg" alt="music and dancing small" width="167" height="125" />Musik und Kunst werden schon lange in der Therapie, auch von geistig-seelischen Störungen eingesetzt. Eine neue Studie hat nun gezeigt, dass sich Menschen mit einem regen Interesse an Kunst und Musik allgemein gesünder und wohler fühlen und, im Falle von Männern, weniger häufig unter Depression leiden. Ich habe eine Pressemitteilung über die Studie von vor ein paar Tagen übersetzt, deren Ergebnisse die Autoren auf einer Fachkonferenz vorgestellt haben:</p>
<p>Wenn Sie malen, tanzen gehen oder ein Musikinstrument spielen – oder einfach gerne ins <strong>Theater oder Konzert</strong> gehen – dann fühlen Sie sich wahrscheinlich <strong>gesünder </strong>und sind <strong>weniger depressiv</strong> als Leute, die das nicht tun. Das zeigt eine Studie an fast 50000 Menschen aus dem gleichen Landkreis in Mittelnorwegen aber mit sonst sehr verschiedenen sozialen und ökonomischen Lebensumständen.</p>
<p><span id="more-937"></span>Die Ergebnisse beruhen auf der neusten Analyse von Untersuchungen, die für die <strong>HUNT-Studie</strong> (die Nord-Trøndelag-Gesundheitsstudie der <em>Norwegian University of Science and Technology, NTNU</em>) durchgeführt werden. Die Studie beinhaltet Umfragen, Interviews, ärztliche Untersuchungen sowie das Sammeln von Blut- und Urinproben, mit deren Hilfe detaillierte <strong>Gesundheitsprofile </strong>der 48289 Teilnehmer zu erstellt werden.</p>
<p>„Wir fanden einen positiven Zusammenhang zwischen der Teilnahme am <strong>kulturellen Leben </strong>und einem als gut empfundenen <strong>Gesundheitszustand</strong>, und zwar sowohl bei <strong>Frauen</strong> wie auch bei <strong>Männern</strong>”, sagt <em>Professor Jostein Holmen</em>, der Leiter der HUNT-Studie. <em>Holmen</em> stellte die Ergebnisse, die noch nicht veröffentlicht sind, Ende November in einen Vortrag auf einer norwegischen Konferenz über Gesundheit in Stjørdal vor. „Bei <strong>Männern</strong> gibt es <strong>auch</strong> einen Zusammenhang zwischen einer Teilnahme am kulturellen Leben und <strong>Depression</strong>. Kulturell aktive Männer haben seltener Depression. Bei Frauen ist das allerdings nicht der Fall.”</p>
<p>Aber die Forscher waren überrascht, dass die Ergebnisse <strong>unabhängig vom sozioökonomischen Status</strong> eines Menschen waren. Ob Lasterfahrer oder Bankdirektor–jede Beschäftigung mit Kunst, Theater oder Musik, als Aktiver oder als Zuschauer, hatte eine positive Auswirkung auf das Gefühl eines Menschen von Gesundheit und Wohlbefinden.</p>
<p>Für die Auswertung ihrer neusten Ergebnisse berücksichtigten die Forscher nicht nur den sozioökonomischem Status sondern auch den Einfluss von chronischen Erkrankungen, sozialen Beziehungen, Rauchen und Alkohol. Aber <em>Holmen </em>wies in seinem Vortrag auch darauf hin, dass das Gefühl von Wohlbefinden bei kulturell aktiven Menschen, das vor Depression zu schützen scheint, offenbar <strong>nicht </strong>den gleichen günstigen Effekt auf <strong>Angststörungen</strong> hat.</p>
<p>Außerdem warnte <em>Holmen</em> zur Vorsicht bei der Interpretation der Ergebnisse. Das <strong>Verhältnis</strong> von <strong>Gesundheit</strong> und <strong>kulturellen Aktivitäten</strong> sei <strong>nicht eindeutig </strong>genug, dass er wirklich sagen könnte, Kultur macht Menschen gesund. Trotzdem meint der Forscher, Politiker sollten die Ergebnisse als Aufforderung verstehen, über das Thema Gesundheit einmal anders nachzudenken. Eine ähnliche Meinung äußerte auf der Konferenz <em>Steinar Krokstad</em>, der Projektdirektor der HUNT-Studie und Associate Professor an der NTNU.</p>
<p>„Wir im Gesundheitswesen verfügen angesichts der Fülle der Gesundheitsprobleme von heute nicht immer über die kostengünstigsten Mittel zur <strong>Vorsorge</strong>. Wir müssen uns mehr auf die Möglichkeiten konzentrieren, die sich bieten, und weniger auf die Risiken”, meinte <em>Krokstad</em>.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><a href="http://www.alphagalileo.org/ViewItem.aspx?ItemId=64400&amp;CultureCode=en" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">AlphaGalileo</span></a>, 14.12.09</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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