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	<title>Psychologie aktuell &#187; fMRT</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; fMRT</title>
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		<title>Riskantes Verhalten in der Pubertät: Was sind die biologischen Hintergründe?</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 20:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
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		<description><![CDATA[Unfälle sind bei Menschen unter vierzig Jahren die häufigste Todesursache und erreichen im Teenageralter einen deutlichen Höchstwert. Eine aktuelle Studie hat einen Gehirnmechanismus untersucht, der zu der Risikobereitschaft von Teens mit beitragen könnte. Wir haben eine Pressemitteilung der Universität zu der Studie von dieser Woche übersetzt, die einen faszinierenden Einblick in die Biologie der Unvernunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2669" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Riskantes Verhalten in der Pubertät - Was sind die biologischen Hintergründe" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Riskantes-Verhalten-in-der-Pubertät-Was-sind-die-biologischen-Hintergründe.jpg" alt="Riskantes Verhalten in der Pubertät - Was sind die biologischen Hintergründe" width="125" height="167" />Unfälle sind bei Menschen unter vierzig Jahren die häufigste Todesursache und erreichen im Teenageralter einen deutlichen Höchstwert. Eine aktuelle Studie hat einen Gehirnmechanismus untersucht, der zu der Risikobereitschaft von Teens mit beitragen könnte. Wir haben eine Pressemitteilung der Universität zu der Studie von dieser Woche übersetzt, die einen faszinierenden Einblick in die Biologie der Unvernunft bietet:</p>
<p>Die Fehlurteile und die Risikobereitschaft, die für junge Menschen so typisch sind, haben biologische Ursachen. Das zeigt eine neue Studie von Psychologen der <em>University of Texas at Austin</em>.</p>
<p>Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass <strong>Teenager stärker </strong>auf <strong>Belohnungen</strong> <strong>reagieren</strong> als Kinder oder Erwachsene. Nun haben <em>Russell Poldrack </em>und seine Mitarbeiter einen ersten entscheidenden Schritt gemacht, um die Mechanismen im Gehirn zu identifizieren, die junge Menschen zu diesem Verhalten treiben, und zu verstehen, welche Auswirkungen diese entwicklungsbedingten biologischen Unterschiede auf das unüberlegte Verhalten junger Menschen haben könnten.</p>
<p><span id="more-2608"></span>„Unsere Ergebnisse legen die Vermutung nahe, dass junge Menschen zu riskanten Verhaltensweisen wie mit Drogen experimentieren oder ungeschützten Sex haben in Wirklichkeit von einer Überaktivität des mesolimbischen <strong>Dopaminsystems</strong> in ihrem Gehirn getrieben werden, einem System, das wohl der letzte Schritt bei den Mechanismen ist, die zu allem Suchtverhalten führen”, sagt <em>Poldrack</em>.</p>
<p><em>Poldrack</em> ist Professor für Psychologie und Neurobiologie und leitet das Forschungszentrum für Imaging an der <em>University of Texas</em>. Die Forscher des Zentrums benutzen eine Imagingtechnologie, die funktionelle magnetische Resonanztomographie (<strong>fMRT</strong>), bei der die Gehirnaktivität mit magnetischen Feldern sichtbar gemacht wird. Die Studie wurde gemeinsam mit <em>Jessica Cohen</em> und <em>Robert Asarnow</em> und ihren Mitarbeitern von der <em>University of California Los Angeles </em>durchgeführt.</p>
<p>Für die <strong>Studie </strong>machten Versuchspersonen im Alter von acht bis dreißig Jahren einen <strong>Lerntest</strong>, bei dem sie ein abstraktes Bild in eine von zwei Kategorien einordnen sollten. Nach jeder Antwort wurde auf einem Monitor eingeblendet, ob sie richtig oder falsch war. Als Motivation erhielten die Versuchspersonen für jede richtige Antwort ein paar Cent.</p>
<p>Die Forscher waren vor allem daran interessiert, wie das Gehirn der Teilnehmer auf den sogenannten <strong>Belohungs-Vorhersagefehler</strong> reagierte, während sie lernten, die Bilder in Kategorien einzuordnen. Der Vorhersagefehler ist die Diskrepanz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ergebnis einer Handlung. Das Ergebnis eines positiven Vorhersagefehlers ist besser als erwartet und das eines negativen Vorhersagefehlers ist schlechter als erwartet.</p>
<p>„<strong>Vorhersagefehler</strong> scheinen beim <strong>Lernen</strong> eine entscheidende Rolle zu spielen, denn wenn die Welt immer so wäre, wie wir es erwarten, gäbe es nichts Neues zu lernen“, sagt <em>Poldrack</em>. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass das <strong>Dopaminsystem</strong> des Gehirns auf Vorhersagefehler reagiert, indem es die Ausschüttung des Neurotransmitters Dopamin verstärkt (bei positivem Fehler) oder vermindert (bei negativem Fehler).</p>
<p>Die Forscher maßen die für positive Vorhersagefehler charakteristischen <strong>Gehirnsignale</strong> der Teilnehmer, wenn sie sahen, ob ihre Antwort richtig war, und wie viel Cent Belohnung sie bekommen würden. Diese Signale waren im Gehirn von <strong>Teenagern</strong> am <strong>stärksten</strong>, d.h. vermutlich bildete es mehr Dopamin als bei Kindern oder Erwachsenen.</p>
<p>Man weiß, dass <strong>Dopamin</strong> wichtig für menschliches Verhalten ist, das durch eine <strong>Belohnung</strong> motiviert ist. Daher könnten ihre größeren Gehirnsignale bei Vorhersagefehlern junge Menschen verstärkt zu einem Verhalten motivieren, das <strong>erfolgsorientiert</strong> und deshalb <strong>risikobereit</strong> ist.</p>
<p><em>Poldrack</em> ist zuversichtlich, dass weitere Studien die biologischen Ursachen des typischen Teenagerverhaltens untersuchen werden. Auf die Frage, ob irgendeine wissenschaftliche Studie die Eskapaden von Teens entschuldigen kann, meint er, “Das ist eine Frage für Philosophen.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nature.com/neuro/journal/v13/n6/abs/nn.2558.html" target="_blank">Cohen et al</a></span>. <em>Nature Neuroscience</em>, Mai 2010</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.utexas.edu/news/2010/06/03/adolescent_behavior_research/" target="_blank">University of Texas at Austin</a></span>, 3.6.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/beziehungsstreit-lasst-sich-vorhersagen-wann-die-wut-verraucht-ist/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 10:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
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		<description><![CDATA[Manche Leute haben ihre Gefühle besser unter Kontrolle als andere. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei eine ganz bestimmte Gehirnregion eine entscheidende Rolle spielt. Ich habe die Pressemitteilung der Universität von dieser Woche übersetzt, die auf mögliche diagnostische Anwendungen des Untersuchungsverfahrens hinweist:
Man sagt, in einer guten Beziehung sollten Paare nicht im Groll zu Bett gehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2116" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Beziehungsstreit -- Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Beziehungsstreit-Lässt-sich-vorhersagen-wann-die-Wut-verraucht-ist-s.jpg" alt="Beziehungsstreit -- Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist s" width="167" height="125" />Manche Leute haben ihre Gefühle besser unter Kontrolle als andere. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei eine ganz bestimmte Gehirnregion eine entscheidende Rolle spielt. Ich habe die Pressemitteilung der Universität von dieser Woche übersetzt, die auf mögliche diagnostische Anwendungen des Untersuchungsverfahrens hinweist:</p>
<p>Man sagt, in einer guten Beziehung sollten Paare nicht im Groll zu Bett gehen. Aber die neuste Studie einer Psychologin der <em>Harvard University</em> zeigt, dass man an der <strong>Gehirnaktivität</strong> – und zwar in der LPFC-Region (lateraler präfrontaler Kortex, ein Teil des <strong>Stirnhirns</strong>) – viel besser erkennen kann, wie sich jemand in den Tagen nach einem <strong>Streit</strong> mit seiner oder ihrer besseren Hälfte fühlen wird.</p>
<p><span id="more-2097"></span>Die in der Märzausgabe von <em>Biological Psychiatry</em> veröffentlichte Studie zeigt, dass Menschen mit einer stärkeren Nervenaktivität in der LPFC-Region am Tag nach einem Beziehungsstreit weniger wütend sind. Damit deuten die Ergebnisse auf eine Rolle der LPFC-Region bei der <strong>Regulation</strong> von <strong>Gefühlen</strong> hin und zeigen, dass eine verbesserte Funktion dieser Region auch die Stimmung von Menschen ganz allgemein verbessern könnte.</p>
<p>„Unsere Ergebnisse zeigten wie erwartet, dass sich niemand am Tag nach dem Beziehungsstreit wohlfühlte”, sagt <em>Christine Hooker</em>, die erste Autorin der Studie und Assistant Professor für Psychologie am Fachbereich Künste und Wissenschaften der <em>Harvard University</em>. „Aber am Tag darauf fühlten sich Leute mit einer <strong>hohen Aktivität</strong> in der LPFC-Region <strong>besser</strong>, und Leute mit einer niedrigen Aktivität in dieser Region fühlten sich immer noch schlecht.“</p>
<p><em>Hooker</em> führte die Studie zusammen mit <em>Özlem Ayduk</em>, <em>Anett Gyurak</em>, <em>Sara Verosky</em> und <em>Asako Miyakawa</em> durch, die alle an der <em>University of California</em> in Berkeley sind.</p>
<p>Frühere Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass die LPFC-Region eine Rolle bei der Regulation von Gefühlen spielt. Allerdings wurde noch nie ein Zusammenhang der Region mit alltäglichen Lebenserfahrungen nachgewiesen.</p>
<p>An der <strong>Studie</strong> nahmen Paare von gesunden Erwachsenen teil, die länger als drei Monate zusammen waren. Die Forscher testeten die Reaktion der Teilnehmer auf eine Reihe von Bildern ihres Partners mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken (positiv, negativ oder neutral). Während ihnen die Fotos gezeigt wurden, befanden sich die Testpersonen in einem <strong>fMRT-Scanner</strong>, einem Gerät, das Bildaufnahmen der Nervenaktivität in ihrem Gehirn machte. Außerdem untersuchten die Forscher die <strong>geistige Kontrolle</strong> der Teilnehmer über ihre <strong>Emotionen</strong> in Labortests. Dazu gehörte unter anderem die Fähigkeit, Gefühlsimpulse zu kontrollieren und die Aufmerksamkeit umlenken und auf etwas anderes richten zu können.</p>
<p>Dann führten die Paare drei Wochen lang jeden Tag ein Online-Tagebuch über ihre Gemütsverfassung, und ob sie Streit mit ihrem Partner gehabt hatten.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass manche Versuchsteilnehmer beim Anblick von Fotos ihres Partners mit einem negativen Gesichtsausdruck eine <strong>stärkere Aktivität</strong> in Scans der LPFC-Region hatten. Und diese Leute waren an Tagen nach einem Beziehungsstreit weniger schlecht gelaunt. Das deutet darauf hin, dass sie sich nach der Auseinandersetzung <strong>emotional besser „erholen”</strong> konnten.</p>
<p>Außerdem hatten Menschen mit einer höheren Aktivität in der LPFC-Region und einer besseren emotionalen Regulation nach einem Streit auch mehr geistige Kontrolle über ihre Emotionen in den Labortests, was auf einen Zusammenhang zwischen der emotionalen Regulation und der Fähigkeit zur geistigen Kontrolle im Allgemeinen hindeutet.</p>
<p>„Entscheidend ist, dass wir anhand der Gehirnaktivität im <strong>Scanner</strong> das <strong>Erleben</strong> von Menschen <strong>im Alltag</strong> vorhersagen konnten“, erklärt <em>Hooker</em>. „Wissenschaftler glauben an die Relevanz von Versuchsbeobachtungen in Scannern für das tägliche Leben, aber natürlich verbringt niemand sein Leben in einem Scanner. Wenn wir eine Verbindung herstellen können zwischen Beobachtungen im Scanner und der Fähigkeit von Menschen zur Regulation ihrer Emotionen im Alltag, könnten Psychologen vorhersagen, wie gut Menschen mit belastenden Ereignissen in ihrem Leben zurechtkommen werden.“</p>
<p><em>Hooker</em> weiß, dass für die Entwicklung klinischer Anwendungen ihrer Forschung weitere Studien nötig sein werden. Aber die Funktion der LPFC-Region könnte Aufschluss über die <strong>Anfälligkeit</strong> von Menschen für <strong>Störungen</strong> ihrer <strong>Gemütslage</strong> nach belastenden Ereignissen geben. Außerdem stellt sich die Frage, ob eine Verbesserung der LPFC-Funktion auch die Fähigkeit solcher Menschen zur Regulation ihrer Gefühle verbessern würde.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://news.harvard.edu/gazette/story/2010/03/it’s-all-in-the-cortex/" target="_blank">Harvard Gazette</a></span>, 8.3.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&amp;_udi=B6T4S-4XWMGRH-1&amp;_user=10&amp;_coverDate=03%2F01%2F2010&amp;_alid=1244766493&amp;_rdoc=1&amp;_fmt=high&amp;_orig=search&amp;_cdi=4982&amp;_sort=r&amp;_docanchor=&amp;view=c&amp;_ct=2&amp;_acct=C000050221&amp;_version=1&amp;_urlVersion=0&amp;_userid=10&amp;md5=35e27bc6d88e31258bb6d3abc1d0ee6c" target="_blank">Hooker et al</a></span>. Biological Psychiatry 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welche Rolle spielen Hormone beim Ehestreit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-rolle-spielen-hormone-beim-ehestreit/" target="_self">Welche Rolle spielen Hormone beim Ehestreit?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Woher kommen “die guten alten Zeiten”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/woher-kommen-die-guten-alten-zeiten/" target="_self">Woher kommen “die guten alten Zeiten”?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie beeinflusst Stress die Leistungsfähigkeit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-beeinflusst-stress-die-leistungsfahigkeit/" target="_self">Wie beeinflusst Stress die Leistungsfähigkeit?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-muenchen.php">Zur Paartherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-duesseldorf.php">Zur Paartherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Ziel von Psychotherapie bei Depressionen: Den positiven Moment verlängern?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/therapieziel-fur-depressionen-den-positiven-moment-verlangern/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/therapieziel-fur-depressionen-den-positiven-moment-verlangern/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 22:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie hat die Freudlosigkeit bei Menschen mit Depression und ihre neurophysiologischen Grundlagen untersucht. Die Ergebnisse deuten auf eine gestörte Regulation des Empfindens von Freude und nicht ihr Fehlen hin. Ich habe eine Pressemitteilung der Universität vom 28.12.09 übersetzt, in der die Autoren meinen, neue Therapieformen könnten auf diese Fehlregulation der neuralen Mechanismen abzielen:
Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine aktuelle Studie hat die Freudlosigkeit bei Menschen mit Depression und ihre neurophysiologischen Grundlagen untersucht. Die Ergebnisse deuten auf eine gestörte Regulation des Empfindens von Freude und nicht ihr Fehlen hin. Ich habe eine Pressemitteilung der Universität vom 28.12.09 übersetzt, in der die Autoren meinen, neue Therapieformen könnten auf diese Fehlregulation der neuralen Mechanismen abzielen:</p>
<p>Eine neue Studie an der <em>University of Wisconsin-Madison</em> in den USA zeigt, dass Patienten mit <strong>Depression</strong> die Aktivität in Gehirnregionen, die mit <strong>positiven Emotionen </strong>zusammenhängen, <strong>nicht aufrechterhalten</strong> können.</p>
<p>Damit <strong>widerspricht</strong> die Studie der bisher verbreiteten Auffassung, dass Menschen mit Depression eine <strong>generell verminderte Aktivität</strong> in Gehirnregionen haben, die mit positiven Emotionen assoziiert sind. Stattdessen zeigen die neuen Ergebnisse, dass die Aktivität zunächst ein ähnliches Niveau erreicht, dann aber nicht sehr lange aufrechterhalten werden kann. Die Forschungsergebnisse wurden Ende Dezember 2009 in den <em>Proceedings of the National Academy of Sciences</em> veröffentlicht.</p>
<p><span id="more-1080"></span>„<strong>Anhedonie</strong>, d.h. sich über Etwas <strong>nicht freuen können</strong>, was Menschen normalerweise als schön empfinden, ist eines der Hauptsymptome von Depression”, erläutert <em>Aaron Heller</em>, der erste Autor der Studie und Doktorand an der <em>UW-Madison</em>. „Die meisten Wissenschaftler dachten bis jetzt, dass Anhedonie mit einer allgemein verminderten Aktivität in den <strong>Gehirnregionen</strong> zusammenhängt, die für <strong>positive Emotionen</strong> und <strong>Belohnung</strong> wichtig zu sein scheinen. Tatsächlich fanden wir aber bei Patienten mit Depression in der Anfangphase der Experimente ein normales Aktivitätsniveau. Gegen Ende der Experimente fiel das Aktivitätsniveau jedoch sehr stark ab.“</p>
<p>„Nach ihren eigenen Angaben hatten die depressiven Testpersonen, die ihre Aktivität in den mit positiven Emotionen und Belohnung assoziierten Gehirnregionen besser aufrechterhalten konnten, <strong>auch</strong> ein höheres Niveau von positiven Emotionen <strong>im Alltag</strong>“, fährt <em>Heller</em> fort.</p>
<p>„Die Fähigkeit, positive Gefühlserfahrungen aufrechtzuerhalten oder sogar zu verstärken, trägt entscheidend zur Gesundheit und zum Wohlbefinden von Menschen bei“, bemerkt <em>Richard Davidson</em>, der Leiter der Studie. <em>Davidson</em> ist Professor für Psychologie und Psychiatrie an der <em>UW-Madison</em> und Direktor des <em>Centers for Investigating Healthy Minds</em> sowie des <em>Waisman Laboratory for Brain Imaging and Behavior</em> der Universität. „Diese Ergebnisse könnten zu <strong>Therapieformen</strong> führen, die Menschen mit Depression helfen, <strong>positive Emotionen</strong> im Alltagsleben besser <strong>aufrechtzuerhalten</strong>.“</p>
<p>Für ihre <strong>Studie</strong> zeigten die Forscher 27 Patienten mit Depression und 19 gesunden Kontrollpersonen <strong>Fotos</strong>, die bei ihnen positive bzw. negative emotionale Reaktionen auslösen sollten. Während sie diese Bilder betrachteten, versuchten die <strong>Versuchsteilnehmer</strong>, ihre Gefühlsantwort auf die Fotos zu verstärken, zu dämpfen oder aufrechtzuerhalten. Sie <strong>stellten sich vor, selbst in</strong> der jeweils dargestellten <strong>Situation </strong>zu sein, während <em>Heller </em>und seine Mitarbeiter die Aktivität in den für die Wissenschaftler interessanten Gehirnregionen maßen.</p>
<p>Für die Messung verwendeten die Forscher die Methode des funktionellen magnetischen Resonanzimaging (<strong>fMRT</strong>), bei der sich die Testperson in einem magnetischen Feld befindet und <strong>aktive Gehirnbereiche</strong> anhand des dort erhöhten Blutflusses auf Bildaufnahmen sichtbar gemacht werden. So konnten sie untersuchen, wie gut die Testpersonen beim Betrachten der „positiven Bilder” die Aktivierung des Belohnungszentrums des Gehirns für längere Zeit aufrechterhalten konnten.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.news.wisc.edu/17494" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">University of Wisconsin-Madison</span></a>, 28.12.09</p>
<p><a href="http://www.pnas.org/content/106/52/22445.abstract?sid=17656f00-35e6-4b5c-9cf6-ba88f28ec82c" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Heller et al.</span></a> Proceedings of the National Academy of Sciences 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Bieten Musik und Kunst Hilfe gegen Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bieten-musik-und-kunst hilfe-gegen-depressionen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Bieten Musik und Kunst Hilfe gegen Depressionen?</span></a></p>
<p><a title="Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-ehrenamtliche-tatigkeit das-kognitive-altern verlangsamen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?</span></a></p>
<p><a title="Warum wirkt medikamentöse Therapie bei Depressionen häufig nicht?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-wirkt-die-medikamentose-behandlung-bei-depressionen-haufig-nicht/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Warum wirkt medikamentöse Therapie bei Depressionen häufig nicht?</span></a></p>
<p><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</span></a></p>
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		<title>Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-ehrenamtliche-tatigkeit%c2%a0das-kognitive-altern%c2%a0verlangsamen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-ehrenamtliche-tatigkeit%c2%a0das-kognitive-altern%c2%a0verlangsamen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 08:11:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
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		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
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		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie untersucht die geistige Fitness von Senioren in einem Projekt, das auf die Förderung von sozial schwachen alten und jungen Menschen abzielt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit mit Kindern die Senioren geistig reger macht, was sich auch in der Aktivität der entsprechenden Gehirnregionen sehen lässt. Ich habe einen Presseartikel der Universität vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1268" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="senior voluntary work s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/senior-voluntary-work-s.jpg" alt="senior voluntary work s" width="125" height="150" />Eine aktuelle Studie untersucht die geistige Fitness von Senioren in einem Projekt, das auf die Förderung von sozial schwachen alten und jungen Menschen abzielt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit mit Kindern die Senioren geistig reger macht, was sich auch in der Aktivität der entsprechenden Gehirnregionen sehen lässt. Ich habe einen Presseartikel der Universität vom 15. 12. übersetzt, der die positiven Gesundheitsaspekte dieses auch sozial sinnvollen Programms beschreibt:</p>
<p>Eine ehrenamtliche Tätigkeit wie etwa <strong>Förderunterricht für Schulkinder</strong> kann helfen, das Nachlassen der Gehirnfunktion bei älteren Menschen hinauszuzögern oder umzukehren. Das geht aus einer Studie amerikanischer Forscher an der <em>Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health</em> hervor. Die Forscher benutzten die Methode des funktionellen magnetischen Resonanzimaging (fMRT), um die <strong>Gehirnfunktion bei Senioren</strong> zu untersuchen, die an einem Betreuungsprogramm für Schulkinder teilnahmen. Mit fMRT wird der Blutfluss und damit die Aktivität bestimmter Gehirnregionen mithilfe eines magnetischen Feldes auf Scans (Bildern) sichtbar gemacht. Die Ergebnisse zeigten eine <strong>verbesserte </strong>Funktion der Gehirnregionen, die an der <strong>geistigen Planung und Organisation</strong> des täglichen Lebens beteiligt sind.</p>
<p><span id="more-1019"></span>Die Studie ist die erste ihrer Art, die zeigt, dass soziale Programme wie das <strong>Experience Corps</strong> – ein Programm zur <strong>Förderung von Kindern</strong> und der Gesundheit <strong>älterer Menschen </strong>– den zusätzlichen Nutzen haben können, die geistigen Fähigkeiten und damit die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Dezemberausgabe der <em>Journals of Gerontology: Medical Sciences</em> veröffentlicht. In den Jahren von 1946 bis 1964 wurden 78 Millionen US-Amerikaner geboren. <strong>Menschen im rentenfähigen Alter</strong> sind die am schnellsten <strong>wachsende Bevölkerungsgruppe </strong>der USA. Entsprechend groß ist das öffentliche Interesse an Programmen zur Aufrechterhaltung der geistigen und körperlichen Gesundheit von Senioren, insbesondere angesichts der sozialen Kosten anderer Alternativen.</p>
<p>„Wir stellten fest, dass Menschen, die am Experience Corps teilnahmen, dadurch <strong>geistig reger </strong>wurden. Dieser Effekt war mit deutlich <strong>veränderten Aktivierungsmustern im Gehirn </strong>verbunden”, sagt die Studienleiterin <em>Dr. Michelle C. Carlson</em>, die Associate Professor am Department of Mental Health und Center on Aging and Health der <em>Bloomberg School</em> ist. „Im Grunde ist es wie eine therapeutische Maßnahme, die bei diesen älteren Menschen geistige und Gehirnfunktionen verbessert.“</p>
<p>Dies ist die erste solche Untersuchung über die Auswirkungen des <strong>Experience Corps</strong> auf die geistige Gesundheit älterer Menschen. Das Experience Corps ist ein landesweites Freiwilligenprogramm in den USA, das <strong>Senioren </strong>dafür schult, <strong>Kindern </strong>in städtischen öffentlichen Schulen beim Lesen und auf anderen akademischen Gebieten zu <strong>helfen</strong>. Die Studie untersuchte 17 Frauen, die 65 Jahre oder älter waren. Die Hälfte nahm an laufenden Experience Corps-Programmen an Schulen in der Stadt Baltimore teil. Die andere Hälfte war noch auf einer Warteliste, um an einem anderen Experience Corps-Programm im darauffolgenden Jahr teilzunehmen. Bei ihrer Aufnahme ins Programm und sechs Monate später hatten die Teilnehmerinnen eine Gesundheitsuntersuchung, zu der <strong>fMRT-Scans</strong> für <strong>Gehirnaktivität</strong> und <strong>psychologischen Tests</strong> für <strong>geistige Funktionen</strong> gehörten.</p>
<p>„Die Ergebnisse dieser Studie sind zwar vorläufig aber vielversprechend. Sie zeigen, dass sich die <strong>Reserven des Gehirns</strong> auch <strong>später im Leben</strong> ausbauen und aufrechterhalten lassen, insbesondere bei wenig aktiven Menschen, die am meisten von verhaltensändernden Maßnahmen wie dem Experience Corps profitieren können”, sagt <em>Carlson</em>. Inzwischen leitet die Wissenschaftlerin eine größere fMRT-Studie als Teil einer groß angelegten klinischen Untersuchung über das Experience Corps-Programm in Baltimore, die auch statistisch ausgewertet werden soll.</p>
<p>„Angesichts der <strong>steigenden Lebenserwartung</strong> ist es für die öffentliche Gesundheit wichtig, den Zeitpunkt <strong>hinauszuzögern</strong>, ab dem <strong>altersbedingte Erkrankungen</strong> auftreten“, meint die Autorin <em>Dr. Linda P. Fried</em>, die Dekanin der <em>Mailman School of Public Health </em>an der <em>Columbia University</em> in New York. „Diese Studie zeigt, dass sich <strong>neue Rollen für Senioren</strong> in unserer immer älter werdenden Gesellschaft gestalten lassen, von denen <strong>alle profitieren</strong> – hier die wichtigen gesellschaftlichen Bedürfnisse für den Erfolg von Kindern in der Schule und zugleich die Gesundheit und das Wohlbefinden der älteren ehrenamtlichen Helfer selbst.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.jhsph.edu/publichealthnews/press_releases/2009/carlson_brain_scan.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health</span></a>, 15.12.09</p>
<p><a href="http://biomedgerontology.oxfordjournals.org/cgi/content/abstract/64A/12/1275" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">The Journals of Gerontology</span></a></p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Leben fleissige Menschen länger?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/leben-fleissige-menschen-langer/" target="_self">Leben fleissige Menschen länger?</a></span></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was sind die Risikofaktoren für das Entstehen von Altersdepressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-sind-die-risikofaktoren-fur-das-entstehen-von-altersdepressionen/" target="_self">Was sind die Risikofaktoren für das Entstehen von Altersdepressionen?</a></span></p>
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		<title>Kann man Angststörungen im Gehirn „sehen”?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 15:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[neuronales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Neurophysiologie]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer neuen Studie haben Neurowissenschaftler gezeigt, dass bei Patienten mit allgemeinen Angststörungen die Aktivität bestimmter Gehirnregionen verändert ist. Manche dieser Regionen haben Funktionen, die Symptome wie irrationale Ängste oder Herzrasen erklären können. Studien dieser Art machen sichtbar, wie real psychische Probleme sind, die ein Patient nur schildern kann. Ich habe einen Presseartikel von voriger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-910" style="margin: 0px 5px;border: black 1px solid" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/angststoerungen-im-gehirn-sehen.jpg" alt="angststoerungen im gehirn sehen" width="167" height="125" />In einer neuen Studie haben Neurowissenschaftler gezeigt, dass bei Patienten mit allgemeinen Angststörungen die Aktivität bestimmter Gehirnregionen verändert ist. Manche dieser Regionen haben Funktionen, die Symptome wie irrationale Ängste oder Herzrasen erklären können. Studien dieser Art machen sichtbar, wie real psychische Probleme sind, die ein Patient nur schildern kann. Ich habe einen Presseartikel von voriger Woche übersetzt, der die Ergebnisse der Studie genauer beschreibt:</p>
<p>Eine aktuelle Studie untersuchte die Funktion von <strong>Nervenverbindungen</strong> im Gehirn von Patienten mit <strong>allgemeinen Angststörungen (GAD)</strong> und zeigte eine unnormale Funktion in Teilen der <strong>Amygdala</strong>, einer Gehirnregion. Weiter stellten die Forscher eine unnormale Aktivierung eines Netzwerks von Nerven in Regionen des Großhirns fest, die hinter der Stirn und über den Ohren liegen. Die Aktivierung dieses <strong>Netzwerks </strong>könnte bei Patienten zur <strong>Steuerung</strong> ihres unnormalen <strong>Verhaltens </strong>mit beitragen aber auch die Veränderungen in der Amygdala teilweise ausgleichen. Diese Untersuchungsergebnisse, die in der Dezemberausgabe der <em>Archives of General Psychiatry</em> veröffentlicht sind, bestätigen Theorien der Hirnforschung über die <strong>Wahrnehmung</strong> bei Patienten mit GAD.</p>
<p><span id="more-905"></span><em>Dr. Amit Etkin</em>, der an der <em>Stanford University School of Medicine</em> in Kalifornien eine Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie macht, und seine Kollegen untersuchten in ihrer Studie, ob sich GAD an charakteristischen Mustern von Nervenverbindungen in Teilregionen der Amygdala erkennen lässt. Die <strong>Amygdala</strong> liegt am Boden des Gehirns und besteht aus zwei Nervenbündeln, die die Form von Mandeln haben und paarig angeordnet sind. Die Amygdala ist an der Verarbeitung von <strong>Emotionen</strong> wie <strong>Furcht </strong>und am <strong>Gedächtnis</strong> beteiligt. Bei ihrer Untersuchung konzentrierten sich die Forscher auf die beiden <strong>Teilregionen</strong>, die in der Amygdala „basolateral” (<strong>BLA</strong>, unten) und „zentromedial” (<strong>CMA</strong>, oben) liegen.</p>
<p>Insgesamt 33 Testpersonen nahmen an der <strong>Studie</strong> teil, sechzehn Patienten mit GAD und siebzehn psychologisch gesunde Menschen, die zur Kontrolle untersucht wurden. Die Studienteilnehmer ließen ihre Gedanken schweifen, während sie einen achtminütigen „<strong>funktionellen MRT-Scan</strong>” hatten. Bei diesem Verfahren befindet sich die Testperson in einer Röhre mit einem magnetischen Feld, und Veränderungen der <strong>Aktivität </strong>in verschiedenen <strong>Gehirnregionen</strong> werden auf Bildern (Scans) <strong>sichtbar gemacht</strong>, die Unterschiede des Blutflusses im Gehirn anzeigen.</p>
<p>Die Autoren konzentrierten sich bei der Auswertung der Scans auf die BLA- und CMA-Regionen der Amygdala. Die Scans der Kontrollgruppe zeigten den <strong>Normalzustand</strong> des Gehirns, bei dem die <strong>BLA-Region </strong>in <strong>Verbindung mit</strong> Gehirnregionen steht, die für die anfängliche und weitere Verarbeitung von <strong>Sinneswahrnehmungen</strong>, <strong>emotionalen</strong> und <strong>geistigen Funktionen</strong> zuständig sind. Die <strong>CMA-Region</strong> hat aktive Nervenverbindungen mit dem Mittelhirn, dem Thalamus und dem Kleinhirn. Diese Teile des Gehirns kontrollieren den Informationsfluss, koordinieren Bewegungen und regulieren die <strong>Aufmerksamkeit</strong>, die <strong>Herzfrequenz</strong> und die <strong>Atmung</strong>. Außerdem setzen sie <strong>Neurotransmitter</strong> (Botenstoffe) wie Serotonin und Dopamin frei.</p>
<p>Auf den Scans der Amygdala von GAD-Patienten fanden die Autoren zwei wesentliche <strong>Unterschiede</strong> zu gesunden Testpersonen. Die Amygdalaregionen der <strong>GAD-Patienten</strong> hatten weniger aktive Verbindungen zu der Gehirnregion, die bestimmt, <strong>welche Reize</strong> ein Mensch als <strong>wichtig</strong> oder unwichtig wahrnimmt. Dafür hatten sie aktivere Verbindungen zu einem Netzwerk von Nerven im Großhirn, das für die geistige <strong>Kontrolle über Emotionen</strong> zuständig ist.</p>
<p>„Die basolaterale Amygdala hatte weniger aktive Verbindungen mit all ihren normalen Zielregionen aber dafür mehr mit zentromedialen Zielgebieten”, sagt <em>Etkin</em>. „Und die zentromediale Amygdala hatte weniger aktive Verbindungen mit ihren normalen Zielregionen aber dafür mehr mit basolateralen Zielregionen.”</p>
<p>Damit hatte die Analyse der Nervenverbindungen der Amygdala zu bestimmten Gehirnregionen gezeigt, welche Regionen zusammenarbeiten, und wie sich die Funktion der Amygdala bei GAD-Patienten und gesunden Menschen unterscheidet. Die Autoren meinen, dass die beobachteten <strong>Unterschiede der Nervenverbindungen </strong>erklären könnten, warum Menschen mit <strong>GAD zwanghafte und überwältigende Emotionen und Sorgen</strong> haben.</p>
<p><em>Etkin</em> und seine Kollegen meinen, dass künftige Studien dieser Art mögliche Zusammenhänge zwischen GAD und Depression untersuchen sollten.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.healthimaging.com/index.php?option=com_articles&amp;view=article&amp;id=19840:study-functional-mri-studies-could-mark-anxiety-disorders&amp;division=hiit" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">HealthImaging</span></a>, 8.12.09</p>
<p><a href="http://archpsyc.ama-assn.org/cgi/content/abstract/66/12/1361" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Etkin et al.</span></a> Archives of General Psychiatry, 7.12.09</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<title>Warum wecken Gerüche Kindheitserinnerungen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-wecken-geruche-kindheitserinnerungen/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 16:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Neurophysiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn jemand sich an etwas stört, kann er wegschauen oder weghören, aber wegriechen – das gibt es nicht. Wir haben nicht die gleiche Willenskontrolle über den Geruchssinn wie über andere Sinne. Eine neue wissenschaftliche Studie zeigt nun warum: Die Wahrnehmung von Gerüchen funktioniert anders. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher übersetzt:
Von den Madeleine-Küchlein in Prousts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-1040" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Warum wecken Gerüche Kindheitserinnerungen-1" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Warum-wecken-Gerüche-Kindheitserinnerungen-1-300x199.jpg" alt="Warum wecken Gerüche Kindheitserinnerungen-1" width="240" height="159" />Wenn jemand sich an etwas stört, kann er wegschauen oder weghören, aber wegriechen – das gibt es nicht. Wir haben nicht die gleiche Willenskontrolle über den Geruchssinn wie über andere Sinne. Eine neue wissenschaftliche Studie zeigt nun warum: Die Wahrnehmung von Gerüchen funktioniert anders. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher übersetzt:</p>
<p>Von den Madeleine-Küchlein in Prousts Novelle Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zu dem anmaßenden Restaurantkritiker im Film Ratatouille, den der Duft von geschmortem Gemüse in seine Kindheit zurück versetzt – Künstler wussten schon lange, dass manche <strong>Gerüche</strong> spontan die <strong>lebhaftesten Erinnerungen wachrufen</strong> können. Wissenschaftler am <em>Weizmann Institute of Science</em> in Israel haben jetzt die wissenschaftliche Basis für diesen Zusammenhang aufgezeigt. Ihre Forschungsergebnisse sind in der letzten Ausgabe von <em>Current Biology</em> veröffentlicht worden.</p>
<p><span id="more-767"></span><em>Yaara Yeshurun</em>, eine Doktorandin, <em>Prof. Noam Sobel </em>und <em>Prof. Yadin Dudai</em> von der Abteilung Neurobiologie des Instituts dachten darüber nach, ob der Schlüssel vielleicht gar nicht unbedingt in der Kindheit selbst liegt, sondern im <strong>Zusammentreffen der allerersten Wahrnehmung</strong> eines <strong>Geruches</strong> mit der eines bestimmten <strong>Gegenstandes oder Ereignisses</strong>. Oder anders ausgedrückt, es könnte die anfängliche Assoziation eines Geruches mit einer Erfahrung sein, die im Gehirn irgendwie einen <strong>einzigartigen und bleibenden</strong> <strong>Eindruck </strong>hinterlässt.</p>
<p>Diese Idee testeten die Wissenschaftler mit dem folgenden <strong>Experiment</strong>: Zuerst schauten sich Testpersonen in einem eigens dafür ausgestatteten Geruchslabor <strong>Bilder</strong> von 60 Gegenständen an, von denen jedes zusammen mit einem <strong>gleichzeitig</strong> ausströmenden angenehmen oder unangenehmen <strong>Geruch</strong> gezeigt wurde, der von einer Maschine, einem sogenannten Olfaktometer erzeugt wurde. Danach wurde das Olfaktometer ausgeschaltet, die Testpersonen betrachteten die Bilder noch einmal und versuchten, sich an die dazu passenden <strong>Gerüche zu erinnern</strong>. Dabei machten die Forscher <strong>Bildaufnahmen</strong> von der <strong>Gehirnaktivität</strong> der Testpersonen mit einem sogenannten <strong>fMRT-Scanner</strong>, einem Gerät, mit dem sich die erhöhte Durchblutung aktiver Gehirnregionen sichtbar machen lässt.</p>
<p>Jetzt hatten die Forscher bei den Testpersonen eine erste Assoziation zwischen Bildern und Gerüchen hergestellt, und sie hatten Aufnahmen der zu jeder Assoziation gehörenden Gehirnaktivität. Nun untersuchten sie einen möglichen Unterschied zwischen der ersten und einer weiteren Assoziation und wiederholten dazu den ganzen Test – diesmal mit Bildern, Gerüchen und fMRT zusammen – mit den <strong>gleichen Bildern</strong>, aber jedes kombiniert mit einem <strong>anderen Geruch</strong>. Schließlich kamen die Testpersonen <strong>eine Woche später</strong> zu einem weiteren fMRT-Scan der Gehirnaktivität. Dabei betrachteten sie die Gegenstände ein letztes Mal und versuchten, sich an die damit assoziierten <strong>Gerüche zu erinnern</strong>.</p>
<p>Die Wissenschaftler stellten fest, dass nach einer Woche, auch wenn sich die Testperson gleich gut an beide Gerüche erinnern konnte, die <strong>erste Assoziation</strong> ein <strong>unverkennbares </strong>Muster der <strong>Gehirnaktivität</strong> zeigte. Dieser Effekt war immer zu sehen und unabhängig davon, ob der Geruch angenehm oder unangenehm war. Diese einzigartige „Repräsentation” (innere Abbildung der Außenwelt im Gehirn) zeigte sich in den Gehirnregionen des Hippocampus, der am <strong>Gedächtnis</strong> beteiligt ist, und der Amygdala, die am <strong>Gefühl </strong>beteiligt ist.</p>
<p>Das <strong>Muster der Gehirnaktivität</strong> was derart <strong>charakteristisch</strong>, dass die Wissenschaftler <strong>vorhersagen</strong> konnten, an <strong>welche Assoziation</strong> eine Testperson sich erinnern würde, indem sie einfach die Gehirnaktivität in diesen beiden Regionen nach der allerersten Wahrnehmung eines Geruches analysierten. Die Wissenschaftler konnten sogar schon beim Betrachten der fMRT-Aufnahmen am ersten Tag des Experiments voraussagen, zu welchen Assoziationen es eine Woche später kommen würde.</p>
<p>Um zu untersuchen, ob die Wahrnehmung anderer Reize diese Tendenz auch zeigt, wiederholten die Forscher das ganze Experiment mit <strong>Geräuschen</strong> anstelle von Gerüchen. Dabei stellten sie fest, dass Geräusche <strong>keineswegs</strong> ein ähnlich unverwechselbares <strong>„Urmuster“</strong> der Gehirnaktivität hervorriefen wie Gerüche. In anderen Worten zeigen diese Ergebnisse eine <strong>Besonderheit des Geruchssinns</strong>. „Aus irgendeinem Grund brennt sich die erste Assoziation mit einem Geruch in das Gedächtnis ein“, sagt <em>Prof.</em> S<em>obel</em>, „und weil es dieses Phänomen gibt, konnten wir voraussagen, welche Erinnerung eine Woche später wiederkommen würde, und das allein aufgrund der Gehirnaktivität.“</p>
<p><em>Yeshurun</em>: „Soweit wir wissen, ist dieses Phänomen einzigartig für Gerüche. Geruchserinnerungen aus der <strong>Kindheit</strong> könnten nicht deshalb besonders sein, weil die Kindheit als solche etwas Besonderes ist, sondern <strong>einfach weil</strong> wir in diesem Lebensalter etwas <strong>zum ersten Mal mit einem Geruch assoziieren</strong>.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://wis-wander.weizmann.ac.il/site/EN/weizman.asp?pi=371&amp;doc_id=6039" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Weizmann Institute of Science</span></a>, 9.11.09</p>
<p><a href="http://www.cell.com/current-biology/abstract/S0960-9822(09)01857-0" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Current Biology</span></a>, 9.11.09</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum wirkt medikamentöse Therapie bei Depressionen häufig nicht?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-wirkt-die-medikamentose-behandlung-bei-depressionen-haufig-nicht/" target="_self">Warum wirkt medikamentöse Therapie bei Depressionen häufig nicht?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/posttraumatische-belastungsstorung-ptsd-was-passiert-wirklich-im-gehirn/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 17:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Neurophysiologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Schritt vom Verhalten von Molekülen oder Nerven zur Wahrnehmung und Empfindung des Menschen ist riesig, und entsprechend lange kann die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden dauern. Forscher haben in einer aktuellen Studie eine Methode vorgestellt, mit der man diesen Prozess für Menschen mit Angststörungen beschleunigen könnte. Ich habe die Pressemitteilung der Wissenschaftler zu ihrer faszinierenden Studie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schritt vom Verhalten von Molekülen oder Nerven zur Wahrnehmung und Empfindung des Menschen ist riesig, und entsprechend lange kann die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden dauern. Forscher haben in einer aktuellen Studie eine Methode vorgestellt, mit der man diesen Prozess für Menschen mit Angststörungen beschleunigen könnte. Ich habe die Pressemitteilung der Wissenschaftler zu ihrer faszinierenden Studie übersetzt:</p>
<p>In einer neuen Studie gelang es Psychologen an der <em>University of Alabama, Birmingham</em> <em>(UAB)</em> in den USA zum ersten Mal zu sehen, wie genau verschiedene <strong>Gehirnregionen</strong> des Menschen <strong>bei einem unerwarteten</strong> oder traumatischen <strong>Ereignis reagieren</strong>. Die Untersuchung könnte die Entwicklung biologischer Diagnoseverfahren ermöglichen, mit denen man bei Leuten eine <strong>Posttraumatische Belastungsstörung </strong>(PTSD) feststellen kann, oder Patienten mit PTSD, die von einer bestimmten Behandlungsmethode profitieren könnten.</p>
<p><span id="more-763"></span>Für ihre Studie benutzten die Forscher der <em>UAB </em>die Technik der sogenannten funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT), um Veränderungen der <strong>Gehirnaktivität</strong> in den Regionen sichtbar zu machen, die an <strong>Angst</strong>, <strong>Lernen</strong> und <strong>Gedächtnis </strong>beteiligt sind. Sie verglichen die <strong>Reaktion </strong>im Gehirn von Testpersonen, die sie durch ein unangenehm <strong>lautes Geräusch</strong> erschreckten, bevor und nachdem die Studienteilnehmer gelernt hatten, das Geräusch richtig vorauszusagen.</p>
<p>„Wenn das <strong>Geräusch unerwartet</strong> ist, <strong>reagiert das Gehirn</strong> darauf <strong>stärker</strong>”, sagt der Psychologe <em>Dr. David Knight</em>, der Hauptautor der Studie an der <em>UAB</em>, die jetzt schon online zu lesen ist und im Januar 2010 in <em>NeuroImage</em> erscheinen soll. „Aber wenn die Studienteilnehmer <strong>voraussagen können</strong>, ob sie das unangenehme Geräusch hören werden, sieht man, wie sich diese <strong>Gehirnregionen beruhigen</strong>, sodass es zu einer schwächeren Empfindungsreaktion kommt.“</p>
<p>„Während Studien bis jetzt das menschliche Verhalten bei der Reaktion auf einen Schreck untersucht haben, sehen wir nun zum ersten Mal, was sich wirklich in diesen Gehirnregionen abspielt, wenn ein Mensch etwas Unangenehmes und nicht Vorhersagbares passiert“, sagt <em>Knight</em>.</p>
<p>Für die Studie legten die Psychologen der <em>UAB </em>fünfzehn gesunde Erwachsene in einen <strong>fMRT-Scanner</strong>, einen diagnostischen Apparat, in dem magnetische Strahlung <strong>Bildaufnahmen</strong> vom Inneren des Körpers erzeugt. Dann wurde den Testpersonen eine Folge von längeren tiefen und hohen <strong>Tönen vorgespielt</strong>. Bei manchen Tönen konnten die Testpersonen vorhersagen, dass danach ein kurzes, <strong>sehr lautes Geräusch</strong> (nahe der Schmerzgrenze) folgt, und bei anderen, dass es nicht folgt. Während der Experimente schätzten die Testpersonen die Bedeutung der Warntöne auf einer Skala von null bis hundert ein, je nachdem, für wie wahrscheinlich sie das laute Geräusch nach verschiedenen Warntönen hielten.</p>
<p>Außerdem bestimmten die Forscher bei den Testpersonen die <strong>Hautfeuchtigkeit</strong> (Angstschweiß), um die Stärke des <strong>körperlichen Unwohlseins</strong> kurz vor und nach dem Hören des lauten Geräusches zu messen. Dann analysierten die Forscher den <strong>Zusammenhang </strong>zwischen den Reaktionen der Haut und des Gehirns und damit den <strong>Einfluss der Gehirnaktivität</strong> auf den Ausdruck von <strong>Gefühlen</strong>.</p>
<p>Die Auswertung der Gehirnaufnahmen zeigte, dass unangenehme Ereignisse eine erhöhte Aktivität im Frontallappen (der Stirnregion des Gehirns) erzeugten. Diese <strong>Aktivität ließ nach, wenn</strong> die Testpersonen das unangenehme <strong>Ereignis erwarteten</strong>, aber nicht, wenn es unerwartet war. Außerdem kontrollierte die Höhe der Gehirnaktivität in diesen Regionen die Stärke der Gefühlsreaktion.</p>
<p>„Diese Ergebnisse sind ein erster Schritt, um Techniken und Verfahren zu finden, mit denen wir in Zukunft bestimmte Gruppen von Patienten untersuchen können und besser verstehen, wie ihre Gehirne auf negative oder unangenehme Reize reagieren“, sagt <em>Knight</em>.</p>
<p>„Wir hoffen, dass unsere Studien zu weiteren führen, in denen wir verschiedene <strong>Medikamente</strong> darauf testen könnten, ob das bei diesen Menschen die <strong>Gehirnreaktion auf abstoßende Reize verändert</strong>“, sagt er. „Mit diesen Informationen können wir jetzt anfangen, mit fMRT nach Biomarkern [geeigneten Biomolekülen für eine gezielte Diagnose und Therapie] zu suchen, um so vielleicht <strong>unterschiedliche Krankheitstypen</strong> besser identifizieren und behandeln zu können.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://main.uab.edu/Sites/MediaRelations/articles/70916/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">University of Alabama, 10.11.09</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&amp;_udi=B6WNP-4WSHK41-1&amp;_user=10&amp;_coverDate=01%2F01%2F2010&amp;_rdoc=84&amp;_fmt=high&amp;_orig=browse&amp;_srch=doc-info(%23toc%236968%232010%23999509998%231532119%23FLA%23display%23Volume)&amp;_cdi=6968&amp;_sort=d&amp;_docanchor=&amp;_ct=119&amp;_acct=C000050221&amp;_version=1&amp;_urlVersion=0&amp;_userid=10&amp;md5=ce361bde8fffcd6a7f2201abbb709e9a" target="_blank">NeuroImage, Jan 2010</a></span></p>
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		<title>Können Emotionen das Schmerzempfinden beeinflussen?</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 07:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Menschen greifen bei starken Schmerzen zu Pillen – mit wechselndem Erfolg. Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt nun, dass sich Schmerzen auch anders und vielleicht wirksamer lindern lassen. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher für Sie übersetzt.
Sie lassen sich diesen Herbst gegen Grippe impfen? Kanadische Wissenschaftler haben festgestellt, wenn man sich dabei auf ein schönes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1807" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Können Emotionen das Schmerzempfinden beeinflussen s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Können-Emotionen-das-Schmerzempfinden-beeinflussen-s.jpg" alt="Können Emotionen das Schmerzempfinden beeinflussen s" width="167" height="138" />Viele Menschen greifen bei starken Schmerzen zu Pillen – mit wechselndem Erfolg. Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt nun, dass sich Schmerzen auch anders und vielleicht wirksamer lindern lassen. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher für Sie übersetzt.</p>
<p>Sie lassen sich diesen Herbst gegen Grippe impfen? Kanadische Wissenschaftler haben festgestellt, wenn man sich dabei auf ein schönes Bild konzentriert, könnte die Impfspritze weniger wehtun. Nach einer neuen Studie von Forschern der <em>Université de Montréal</em> in <em>Nature Precedings</em>, <strong>wirken sich</strong> negative und positive <strong>Emotionen stark auf das</strong> <strong>Schmerzempfinden</strong> eines Menschen <strong>aus</strong>.</p>
<p><span id="more-751"></span>„<strong>Emotionen</strong> – oder Stimmungen – können unsere Reaktion auf <strong>Schmerzen</strong> verändern, weil beides <strong>miteinander verknüpft</strong> ist“, sagt der Hauptautor der Studie <em>Mathieu Roy</em>, der die Untersuchung als Doktorand an der <em>Université de Montréal</em> durchführte und jetzt Postdoctoral Fellow an der <em>Columbia University</em> ist. „Unsere Tests haben gezeigt, wann unser Gehirn Schmerz wahrnimmt, und wie dieser <strong>Schmerz verstärkt</strong> werden kann, wenn er <strong>mit negativen Emotionen kombiniert</strong> wird.“</p>
<p>Für die Studie erhielten 13 Testpersonen kleine, aber schmerzhafte <strong>Elektroschocks</strong>, mit denen eine Kniereflex-Reaktion ausgelöst wurde. Diese Reflexe werden von Nervenzellen im Rückenmark kontrolliert und lassen sich messen. Während der Experimente wurden den Testpersonen nacheinander <strong>Bilder gezeigt</strong>, die entweder angenehm (nämlich im Sommer Wasserski fahren), unangenehm (ein grimmiger Bär) oder aber neutral (ein Buch) waren. Dabei wurde die Reaktion im Gehirn der Testpersonen durch <strong>fMRT </strong>(Funktionelle Magnetresonanztomographie) gemessen. Bei dieser Methode aus der Diagnostik befindet sich der Mensch in einem magnetischen Feld, und die Aktivität bestimmter Gehirnregionen wird sichtbar gemacht, ähnlich wie bei Röntgenaufnahmen.</p>
<p>Anhand der <strong>fMRT-Aufnahmen</strong> konnten die Wissenschaftler die <strong>Gehirnaktivitäten </strong>unterscheiden, die durch Emotionen und die Reaktion auf den Schmerz in verschiedenen Gehirnregionen ausgelöst werden. „Wir stellten fest, dass der Anblick unangenehmer Bilder während der Schocks bei den Testpersonen einen stärkeren Schmerz auslöste als das Betrachten angenehmer Bilder“, sagt <em>Dr. Roy</em>.</p>
<p>Die Beobachtungen sind ein wissenschaftlicher Nachweis dafür, dass das Schmerzempfinden eines Menschen von seiner Stimmung beeinflusst wird. Damit stehen sie im Einklang mit <em>Dr. Roy’s</em> früheren Untersuchungen, die zeigten, wie angenehme <strong>Musik Schmerzen lindern konnte</strong>. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass man eine <strong>nicht-medikamentöse Behandlung</strong> – zum Beispiel Fotografie oder Musik zum Aufhellen der Stimmung – bei Kranken zum Lindern von Schmerzen verwenden könnte“, sagt er und betont: „Solche Behandlungen wären nicht teuer und ließen sich nach Bedarf für viele Bereiche anpassen.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.nouvelles.umontreal.ca/udem-news/news-digest/emotions-increase-or-decrease-pain-researchers.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">UdeMNouvelles</span></a>, 10.11.09</p>
<p><a href="http://precedings.nature.com/documents/2885/version/1" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Nature Precedings</span></a>, 2009</p>
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		<title>Wie beeinflusst Stress die Leistungsfähigkeit?</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 09:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Stress ist mitverantwortlich für eine Reihe von psychischen Erkrankungen. Was aber genau im Gehirn passiert, wenn Menschen unter Stress geraten, ist bislang weitgehend unklar.  In einer Studie, die vor einigen Wochen in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, haben Forscher der Rockefeller University versucht, etwas Licht in das Dunkel zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1827" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Wie beeinflusst Stress die Leistungsfähigkeit s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/Wie-beeinflusst-Stress-die-Leistungsfähigkeit-s.jpg" alt="Wie beeinflusst Stress die Leistungsfähigkeit s" width="167" height="117" />Stress ist mitverantwortlich für eine Reihe von psychischen Erkrankungen. Was aber genau im Gehirn passiert, wenn Menschen unter Stress geraten, ist bislang weitgehend unklar.  In einer Studie, die vor einigen Wochen in der Zeitschrift <em>Proceedings of the National Academy of Sciences </em>veröffentlicht wurde, haben Forscher der <em>Rockefeller University </em>versucht, etwas Licht in das Dunkel zu bringen. Die Forscher ließen zwei Gruppen von jeweils 20 Studenten Aufgaben lösen, in denen es u.a. notwendig war, die Aufmerksamkeit zwischen unterschiedlichen Arten von Informationen zu wechseln, um die Aufgabe bewältigen zu können (&#8221;attention shifting&#8221;). Die eine Gruppe befand sich kurz vor einer entscheidenden Prüfung und war nach eigenen Angaben unter Stress. Die andere Gruppe nahm das Studieren gerade leicht (&#8221;taking it easy&#8221;), gab also an, nicht unter Stress zu sein.</p>
<p>In den &#8220;Attention-Shifting&#8221;-Tests war die Leistungsfähigkeit der gestressten Gruppe tatsächlich erheblich schlechter als die der Kontrollgruppe. Mit Hilfe eines Magnetresonanztomographen konnte außerdem gezeigt werden, dass bei den gestressten Versuchspersonen die Hirnareale im präfrontalen Cortex, die für das Lösen der Aufgaben nötig waren, deutlich niedrigere Aktivität aufwiesen als bei den nicht gestressten.</p>
<p>Stress führt also offensichtlich zu <strong>physischen Veränderungen in der Hirnaktivität </strong>und damit einhergehend zu einer <strong>verminderten Leistungsfähigkeit </strong>bei spezifischen Aufgaben.</p>
<p>Die gute Nachricht: Das Gehirn kann sich offensichtlich relativ schnell <strong>regenerieren</strong>. Als die Forscher die gestressten Studenten einige Zeit nach ihren Prüfungen wieder untersuchten, unterschieden sich ihre Leistungen sich nicht mehr von der Kontrollgruppe.  Auch die Aktivität der entsprechenden Hirnareale war wieder auf dem zu erwartenden Niveau.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.pnas.org/content/106/3/912.full.pdf+html" target="_blank">Liston et al</a></span>. Proceedings of the National Academy of Sciences, Jan 2009</p>
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		<title>Haben depressive Menschen ein höheres Schmerzempfinden?</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 07:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Forscher der University of California San Diego, La Jolla haben in der Novemberausgabe der Archives of General Psychiatry eine Studie veröffentlicht, die einen Beitrag zur Aufklärung des Zusammenhangs zwischen Depressionen und Schmerzen liefern soll. Hintergrund ist, dass Depression und chronische Schmerzen häufig Hand in Hand gehen. Die Autoren verweisen darauf, dass mehr als 75% der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Forscher der <em>University of California San Diego, La Jolla </em>haben in der Novemberausgabe der <em>Archives of General Psychiatry </em>eine Studie veröffentlicht, die einen Beitrag zur Aufklärung des Zusammenhangs zwischen Depressionen und Schmerzen liefern soll. Hintergrund ist, dass <strong>Depression und chronische Schmerzen häufig Hand in Hand gehen</strong>. Die Autoren verweisen darauf, dass mehr als 75% der Patienten mit Depressionen auch von wiederkehrenden oder chronischen Schmerzen berichten. Umgekehrt kann man &#8211; so die Forscher &#8211; davon ausgehen, dass zwischen 30% und 60% der Schmerzpatienten auch Symptome einer Depression zeigen.</p>
<p>Um herauszufinden, wie sich das Schmerzempfinden unterscheidet, wurden zwei Gruppen von jeweils 15 depressiven und nicht depressiven Personen untersucht. Jede Versuchsperson wurde an ihrem Arm schmerzhaften Empfindungen (durch Hitze) ausgesetzt. Die Hirn-Reaktionen des Versuchspersonen wurden durch einen Magnetresonanztomographen gemessen (das sind die klaustrophobisch engen Röhren, in die Menschen hineingeschoben werden, nicht ohne den Hinweis des Arztes, dass man jetzt wirklich keine Angst haben muss&#8230;)  Bevor schmerzhaftes Empfinden ausgelöst wurde, wurden den Versuchspersonen Symbole gezeig, die ihnen ankündigten, ob die nun folgende Empfindung schmerzhaft sein würde oder nicht.</p>
<p>Tatsächlich ließen sich bei den depressiven Versuchspersonen bereits bei der Ankündigung von Schmerz höhere Aktivität in den &#8220;Schmerzregionen&#8221; des Gehirns feststellen als bei der Kontrollgruppe. Zudem zeigten die depressiven Personen während des Schmerzempfindens eine geringere Aktivität in den Hirnarealen, die das Schmerzempfinden verringern. <em>Warum </em>dies so ist, soll künftige Forschung klären. Dies wäre insofern sinnvoll als dass &#8211; so die Autoren &#8211; die effektive Behandlung von Depressionen häufig durch das gemeinsame Auftreten von Depressionen mit Schmerzen erschwert wird.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://archpsyc.ama-assn.org/cgi/content/abstract/65/11/1275" target="_blank">Strigo et al.</a></span> Archives of General Psychiatry. 2008; 65(11): 1275-1284</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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