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	<title>Psychologie aktuell &#187; fMRT</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
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	<copyright>Praxis Dr. Shaw</copyright>
	<itunes:subtitle>Psychologie &amp; Psychotherapie</itunes:subtitle>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; fMRT</title>
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		<title>Welche Rolle spielen die Gene bei Depressionen?</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 19:27:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Erblichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
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		<description><![CDATA[Trotz überzeugenden wissenschaftlichen Beweisen, dass klinische Depressionen eine erbliche Komponente haben, ist es Forschern bis jetzt nicht gelungen, „das“ entscheidende Depressionsgen zu identifizieren. Eine aktuelle Studie hat eine neue Strategie untersucht die komplexen Daten zu analysieren. Wir haben eine Presseerklärung des Herausgebers der Studie von Anfang Januar übersetzt, die ein weiteres Depressionsgen identifizierte:
Psychiatrische Erkrankungen wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-5043" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Lassen-sich-Panikattacken-durch-Atmung-kontrollieren2.jpg" alt="Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren" width="167" height="134" />Trotz überzeugenden wissenschaftlichen Beweisen, dass klinische Depressionen eine erbliche Komponente haben, ist es Forschern bis jetzt nicht gelungen, „das“ entscheidende Depressionsgen zu identifizieren. Eine aktuelle Studie hat eine neue Strategie untersucht die komplexen Daten zu analysieren. Wir haben eine Presseerklärung des Herausgebers der Studie von Anfang Januar übersetzt, die ein weiteres Depressionsgen identifizierte:</p>
<p>Psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen lassen sich auf verschiedenen Ebenen beschreiben. Die traditionellste Art sind <strong>subjektive</strong> Beschreibungen der Erfahrung Depressionen zu haben und Messskalen, mit denen man <strong>Depressionssymptome</strong> quantifizieren kann. In den letzten zwei Jahrzehnten haben Forscher andere Strategien entwickelt, um die biologischen Grundlagen von Depressionen zu beschreiben. Dazu gehören Messungen des Gehirnvolumens mit magnetischer Resonanztomographie (<strong>MRT</strong>) und Muster der <strong>Genaktivität</strong> in weißen Blutkörperchen.</p>
<p>Gleichzeitig haben zahlreiche Studien versucht die <strong>Gene zu charakterisieren</strong>, die Depressionen verursachen, wie sie auf Messskalen des Gemütszustands sichtbar werden, durch Veränderungen der Struktur und Funktion des Gehirns in MRT-Scans und als Muster der Genaktivität in Gehirngewebe post mortem von Menschen, die Depressionen hatten.<span id="more-5028"></span></p>
<p>Wie wäre es aber, wenn jemand versuchen würde das Gen oder die Gene zu finden, die das „ganze Bild“ erklären, indem er all die verschiedenen Arten von Informationen kombiniert, die man sammeln kann? Genau das versuchten <em>Dr. David Glahn</em> und seine Kollegen von der <em>Yale University</em> und dem <em>Institute of Living</em>, Hartford Hospital in den USA.</p>
<p>„Sie haben sich eine sehr aufregende <strong>Strategie</strong> überlegt, wie man die verschiedenen Arten von Daten vereinen kann, die wir in der klinischen Forschung in Studien sammeln, die versuchen <strong>Risikogene zu identifizieren</strong>&#8220;, sagt <em>Dr. John Krystal</em>, der Herausgeber des Journals <em>Biological Psychiatry</em>, das die Studie jetzt publizierte.</p>
<p>Ihre Untersuchung lokalisierte ein Gen, das <em>RNF123</em> heißt und eine Rolle bei klinischen Depressionen spielen könnte.</p>
<p>Die Studie hatte zwei klare Ziele: Die Forscher wollten erstens eine neue <strong>Methode</strong> beschreiben, mit der man <strong>Messdaten</strong> über die Struktur und Funktion des Gehirns nach ihrer genetischen „Bedeutung“ für eine Krankheit <strong>klassifizieren</strong> kann. Zweitens wollten sie einen Genkandidaten für klinische Depressionen lokalisieren.</p>
<p>„Wir versuchten eine Methode zu finden, die man generell anwenden könnte, um den Zusammenhang von biologischen Messdaten mit dem Risiko für eine (psychiatrische) Erkrankung zu untersuchen“, sagt <em>Dr. John Blangero</em>, der die Studie leitete und Direktor des AT&amp;T Genomics Computing Centers am <em>Texas Biomedical Research Institute</em> ist. „Und bei unserem ersten Versuch diese Methode auf depressive Störungen anzuwenden, haben wir sogar etwas ganz Aufregendes gefunden.“</p>
<p><em>RNF123</em> ist bis jetzt noch nicht mit Depressionen in Verbindung gebracht worden, aber man hat gezeigt, dass es eine Gehirnregion beeinflusst, die <strong>Hippocampus</strong> heißt und bei Patienten mit klinischen <strong>Depressionen verändert</strong> ist.</p>
<p>„Wir gehen davon aus, dass die biologischen Messdaten eher die Mechanismen widerspiegeln, die den Krankheitsprozessen im Gehirn zugrunde liegen. Aber letzten Endes interessieren wir uns für die subjektiven Erfahrungen und die funktionellen Beeinträchtigungen, die mit psychischen Erkrankungen verbunden sind“, merkt <em>Krystal</em> an. „Der Ansatz, den die Autoren dieser Studie gewählt haben, könnte helfen, all diese Informationen zu nutzen und hoffentlich die <strong>Gene zu identifizieren</strong>, die Depressionen verursachen, oder auf die eine <strong>Behandlung</strong> abzielen könnte.“</p>
<p><em>Glahn</em> sagt: „Wir haben noch mehr Arbeit vor uns, bevor wir wirklich glauben, dass wir ein entscheidendes Gen gefunden haben, aber wir haben einen wirklich guten Kandidaten. Und das war bei Depressionen schon schwierig genug.“</p>
<p><em><strong>Quellen:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.biologicalpsychiatryjournal.com/webfiles/images/journals/BPS/BPS_120104_Press%20Release_A_Gene_for_Depression_Localized_final.pdf" target="_blank">Elsevier</a></span>, 4. Jan 2012</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.biopsych.2011.08.022" target="_blank">Glahn et al</a></span>. <em>Biological Psychiatry</em>, Jan 2012</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hängen Stressanfälligkeit und Depressionen zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangen-stressanfalligkeit-und-depressionen-zusammen/" target="_self">Wie hängen Stressanfälligkeit und Depressionen zusammen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum wirkt medikamentöse Therapie bei Depressionen häufig nicht?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-wirkt-die-medikamentose-behandlung-bei-depressionen-haufig-nicht/" target="_self">Warum wirkt medikamentöse Therapie bei Depressionen häufig nicht?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie tragen Genetik und Umwelt zur Entstehung von Depressionen bei?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-tragen-genetik-und-umwelt-zur-entstehung-von-depressionen-bei/" target="_self">Wie tragen Genetik und Umwelt zur Entstehung von Depressionen bei?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p>em</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie tragen Genetik und Umwelt zur Entstehung von Depressionen bei?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-tragen-genetik-und-umwelt-zur-entstehung-von-depressionen-bei/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-tragen-genetik-und-umwelt-zur-entstehung-von-depressionen-bei/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 10:06:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
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		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik & Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele psychische Erkrankungen haben eine genetische Komponente, deren Beitrag sich aber oft nur schwer von Umwelteinflüssen trennen und analysieren lässt. Eine neue Studie hat das Zusammenspiel von Genen und Umwelt bei der Empfindung negativer Emotionen untersucht. Wir haben die Presseerklärung des Instituts zu der Studie von Ende Oktober übersetzt, die veranschaulicht, wie komplex die Zusammenhänge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4796" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Warum-wecken-Gerüche-Kindheitserinnerungen-1-300x199" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Warum-wecken-Gerüche-Kindheitserinnerungen-1-300x1991.jpg" alt="Warum-wecken-Gerüche-Kindheitserinnerungen-1-300x199" width="180" height="119" />Viele psychische Erkrankungen haben eine genetische Komponente, deren Beitrag sich aber oft nur schwer von Umwelteinflüssen trennen und analysieren lässt. Eine neue Studie hat das Zusammenspiel von Genen und Umwelt bei der Empfindung negativer Emotionen untersucht. Wir haben die Presseerklärung des Instituts zu der Studie von Ende Oktober übersetzt, die veranschaulicht, wie komplex die Zusammenhänge sind:</p>
<p>An der Entstehung von Ängsten und Depressionen sind <strong>psychische</strong> und <strong>Umweltfaktoren</strong> beteiligt, aber auch die <strong>genetische Veranlagung</strong> eines Menschen spielt eine Rolle. Wie die einzelnen Faktoren auf die Funktion des Gehirns einwirken, sodass Angst- und Depressionssymptome ausgelöst werden, ist jedoch immer noch nicht klar. Um einen besseren Einblick in diese Wechselwirkungen zu bekommen, hat ein französisches Forscherteam vom Centre Émotion-Remédiation et Réalité Virtuelle (<em>CNRS, Pitié Salpêtrière Hospital</em>, Paris) die <strong>Amygdala</strong> untersucht. Dieser Teil des Gehirns ist bei Menschen überaktiv, die unter Ängsten und Depressionen leiden.</p>
<p>Die Forscher konnten zeigen, dass die Amygdala unterschiedlich reagiert, je nach dem genetischen Make-up eines Menschen, seiner Lebensgeschichte und seiner geistigen Tätigkeit. Diese Ergebnisse bedeuten, dass eine <strong>Psychotherapie</strong> eine <strong>unterschiedliche Wirkung</strong> auf die Gehirnaktivität von Patienten <strong>haben könnte</strong>, die von ihren jeweiligen genetischen Merkmalen abhängt. Die Studie erscheint als Titelgeschichte der Novemberausgabe von <em>Human Brain Mapping</em>.</p>
<p><span id="more-4781"></span>Mehrere Studien, die in den letzten zehn Jahren publiziert wurden, deuten darauf hin, dass das <strong>Gen 5-HTTLPR</strong> eine wichtige Rolle bei <strong>Depressionen</strong> spielen könnte. Das Gen kodiert für ein Transportprotein für den Neurotransmitter Serotonin, der an der <strong>Regulation von Emotionen</strong> beteiligt ist. Der Promotor des Gens (eine Region, die die Genaktivität bestimmt) kann entweder lang oder kurz sein, und die kurze Variante kann die emotionale Wirkung belastender Ereignisse verstärken. Obwohl diese Hypothese noch umstritten ist, sind Forscher sich einig, dass die kurze Variante des Gens zu einer stärkeren <strong>Aktivierung der Amygdala</strong> (oder auch Mandelkern) führt, einer Struktur im Gehirn, die an der Entstehung von Gefühlen und der Erkennung von Gefahrensignalen beteiligt ist.</p>
<p>In ihrer neusten <strong>Studie</strong> untersuchten die Forscher den Einfluss von psychischen und Umweltfaktoren auf die Wirkung der beiden <strong>Genvarianten</strong>. Dafür machten sie die Aktivität der Amygdala mit <strong>funktionellem MRT</strong>, einer Gehirnimaging-Methode, sichtbar und führten Scans an den Gehirnen von 45 gesunden Testpersonen durch, darunter Träger der kurzen und der langen Genvariante. Während den Scans zeigten die Forscher den Testpersonen angenehme und unangenehme Bilder. Die Testpersonen sollten die <strong>Wirkung der Bilder</strong> entweder nur beschreiben (als angenehm oder unangenehm) oder über die Bedeutung nachdenken, die die Bilder für sie persönlich hatten.</p>
<p>Die Scans zeigten unterschiedliche Gehirnaktivitäten, je nach der Genvariante der Testpersonen: Bei Trägern der kurzen Variante war die Aktivierung der Amygdala stärker, wenn sie das Foto mit sich selbst in Verbindung brachten, als wenn sie nur überlegten, ob sie das Bild angenehm oder unangenehm fanden. Bei Testpersonen ohne die kurze Genvariante war es genau umgekehrt. Das heißt, die <strong>Aktivität der Amygdala</strong> war <strong>verschieden</strong>, je nach der <strong>Genvariante</strong>, aber auch nach der geistigen<strong> Tätigkeit</strong> der Testpersonen – ob sie das Bild „objektiv“ beschrieben oder eine Assoziation mit ihrer persönlichen Lebenserfahrung herstellten.</p>
<p>Vor den Scans wurden die Testpersonen über negative Ereignisse befragt, die sie im vorangegangenen Jahr erlebt hatten, wie zum Beispiel Schwierigkeiten im Beruf, Trennungen, Todesfälle etc. Die Ergebnisse zeigten, dass sich <strong>belastende Erlebnisse</strong> im vorangegangenen Jahr auch auf den Einfluss des Gens auf die Aktivierung der Amygdala auswirkten, wobei diese Interaktion zwischen Genen und Umwelt selbst durch die geistige Tätigkeit der Testpersonen verändert wurde.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass das genetische Make-up der Testpersonen einen Einfluss auf ihre Gehirnfunktion hatte. Aber dieser Einfluss war abhängig von ihrer Lebensgeschichte und der Art des psychologischen Tests. Im Hinblick auf die Behandlung von Depressionen bedeuten diese Ergebnisse, dass eine <strong>Psychotherapie</strong> und insbesondere eine Verhaltenstherapie, die <strong>Depressionspatienten</strong> helfen soll ihre Welt anders wahrzunehmen, <strong>unterschiedliche Auswirkungen</strong> auf das Gehirn haben könnte, die von bestimmten Genen abhängen. Diese Möglichkeit wollen die Forscher nun weiter untersuchen.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www2.cnrs.fr/en/1928.htm" target="_blank">CNRS</a></span>, 28. Okt 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1002/hbm.21150" target="_blank">Lemogne et al</a></span>. <em>Human Brain Mapping</em>, Nov 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-erfolgreiche-verhaltenstherapie-im-hirnscanner-nachweisen/" target="_self">Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann man Angststörungen im Gehirn „sehen”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-man angststorungen im-gehirn-sehen/" target="_self">Kann man Angststörungen im Gehirn „sehen”?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hängen Stressanfälligkeit und Depressionen zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangen-stressanfalligkeit-und-depressionen-zusammen/" target="_self">Wie hängen Stressanfälligkeit und Depressionen zusammen?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten &amp; Phobien?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/aengste.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten &amp; Phobien?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kann Biofeedback helfen Gedanken zu kontrollieren?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-biofeedback-helfen-gedanken-zu-kontrollieren/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 08:33:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Biofeedback]]></category>
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		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Biofeedback macht normalerweise unbewusste physiologische Vorgänge wie Veränderungen des Blutdrucks sichtbar, sodass Patienten lernen können sie zu regulieren.  Eine neue Untersuchung kanadischer Forscher zeigt nun, dass man durch Biofeedback auch lernen kann komplexe Gedankenvorgänge zu steuern. Wir haben die Presseerklärung der Universität von Anfang April übersetzt, die auf die Möglichkeiten des Biofeedbacks zur Behandlung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4099" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Depressive-Symptome-und-Übergewicht-bei-Teenagern-Was-ist-der-Zusammenhang.jpg" alt="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" width="125" height="195" />Biofeedback macht normalerweise unbewusste physiologische Vorgänge wie Veränderungen des Blutdrucks sichtbar, sodass Patienten lernen können sie zu regulieren.  Eine neue Untersuchung kanadischer Forscher zeigt nun, dass man durch Biofeedback auch lernen kann komplexe Gedankenvorgänge zu steuern. Wir haben die Presseerklärung der Universität von Anfang April übersetzt, die auf die Möglichkeiten des Biofeedbacks zur Behandlung psychischer Erkrankungen aufmerksam macht:</p>
<p>Menschen sehen sich heute im Privatleben wie im Beruf einer wachsenden Zahl von Ablenkungen gegenüber. Nun zeigt eine neue Studie von Forschern der <em>University of British Columbia (UBC)</em> in Kanada, dass <strong>Gehirn-Feedback</strong> in Echtzeit einem Menschen helfen kann, seine <strong>Gedanken besser zu kontrollieren</strong>.</p>
<p>Die Studie ist die weltweit erste Untersuchung darüber, wie man mithilfe der <strong>fMRT</strong> (funktionellen magnetischen Resonanztomographie) die Fähigkeit eines Menschen seine Gedanken zu kontrollieren durch Feedback vom Gehirn in Echtzeit beeinflussen kann. Die Forscher konnten zeigen, dass Feedback von Gehirnregionen, die für <strong>höhere Gedankenprozesse</strong> wie die Introspektion (Selbstbeobachtung) zuständig sind, einem Menschen hilft seine Gedanken zu kontrollieren und sein „<strong>Gehirn zu trainieren</strong>“.</p>
<p><span id="more-4092"></span>„Genauso wie Athleten beim Sport von der Anleitung ihres Trainers profitieren, kann uns Feedback vom Gehirn helfen, uns unserer Gedanken bewusster zu werden“, sagt <em>Prof. Kalina Christoff</em>, eine Autorin der Studie von der Abteilung Psychologie an der <em>UBC</em>. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir unser Denken besser kontrollieren können, wenn wir wissen, wie sich die entsprechenden Gehirnregionen verhalten.&#8221;</p>
<p>Für die <strong>Studie</strong>, die in der Aprilausgabe des Journals <em>NeuroImage</em> veröffentlicht wurde, machten die Teilnehmer viermal Testaufgaben, die jeweils sechs Minuten dauerten, und bei denen die geistige <strong>Introspektion</strong> alle dreißig Sekunden erhöht oder erniedrigt war. Während der Tests führten die Forscher <strong>fMRT-Messungen</strong> durch, mit denen sie die Aktivität in der RLPFC-Gehirnregion (rostrolateraler präfrontaler Cortex), die an höheren Gedankenprozessen beteiligt ist, in Echtzeit verfolgten.</p>
<p>Teilnehmer, die fMRT-Feedback in Echtzeit erhielten, konnten sehen, wie ihre RLPFC-Aktivität während Introspektion zunahm und bei anderen Gedanken abnahm, zum Beispiel bei Testaufgaben, für die sie sich auf körperliche Empfindungen konzentrierten. Diese Teilnehmer konnten das <strong>Feedback</strong> nutzen, um ihre <strong>Gedanken zu steuern</strong>. Dadurch konnten sie ihre Gedanken deutlich besser kontrollieren und schnitten bei den geistigen Testaufgaben besser ab. Dagegen konnten Teilnehmer, die nur ungenaues oder gar kein Gehirn-Feedback erhielten, ihre Gehirnaktivität nicht regulieren und ihre <strong>Leistung steigern</strong>.</p>
<p>„Wenn die Teilnehmer sehen konnten, wie ihr Gehirn auf ihre Gedanken reagierte, wussten sie, ob sie die Testaufgabe gut oder schlecht machten, und konnten ihre Gedanken entsprechend anpassen“, sagt <em>Graeme McCaig</em>, der erste Autor der Studie, der an der Abteilung Electrical and Computer Engineering der <em>UBC </em>über die Interaktion von Mensch und Computer promoviert hat. „Daher konnten sich die Teilnehmer, die <strong>Feedback</strong> in Echtzeit erhielten, mit <strong>größerer Konsistenz</strong> auf die Testaufgaben konzentrieren.“</p>
<p>Die Studie eröffnet die Möglichkeit, das Leben von Menschen im Alltag zu verbessern, indem man fMRT-Technologie nutzt, um ihre <strong>Konzentrationsfähigkeit </strong>für Dinge im Privat- und Berufsleben zu <strong>steigern</strong>, schreibt das Forscherteam, zu dem auch <em>Matt Dixon, Kamyar Keramatian</em> und <em>Irene Liu </em>gehören.</p>
<p>Darüber hinaus wecken die Studienergebnisse Hoffnung auf <strong>klinische Behandlungen</strong> für Erkrankungen, die sich verbessern lassen, wenn Patienten bewusster und kontrollierter denken, zum Beispiel bei <strong>Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen</strong>, schreiben die Forscher. In dem Maße, in dem die fMRT-Technologie weiter verfügbar wird, könnte Gehirn-Feedback in Echtzeit zu einer wichtigen Ergänzung für das Feedback werden, das ein Therapeut geben kann, oder Patienten helfen sich selbst zu beobachten.</p>
<p><em><strong>Quellen:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.publicaffairs.ubc.ca/2011/04/08/people-control-thoughts-better-when-they-see-their-brain-activity-ubc-study/" target="_blank">University of British Columbia</a></span>, 8. April 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.neuroimage.2010.12.016" target="_blank">McCaig et al.</a></span> <em>NeuroImage</em>, April 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-panikattacken-durch-atmung-kontrollieren/" target="_self">Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich die Therapie von ADHS mit Computerspielen für Kinder unterstützen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-die-therapie-von-adhs-mit-computerspielen-fur-kinder-unterstutzen/" target="_self">Lässt sich die Therapie von ADHS mit Computerspielen für Kinder unterstützen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/beziehungsstreit-lasst-sich-vorhersagen-wann-die-wut-verraucht-ist/" target="_self">Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		<item>
		<title>Kann Akupunktur wirklich Schmerzen lindern?</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 16:49:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Neurophysiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Placebo]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 2007 zahlen gesetzliche Krankenkassen eine Akupunkturbehandlung nur noch für Rückenschmerzen und Arthrose, denn bei anderen Erkrankungen gilt die Therapie als noch nicht ausreichend erforscht. In einer aktuellen Untersuchung, die im November auf einer Fachtagung präsentiert wurde, haben deutsche Forscher die Wirkung der Akupunktur im menschlichen Gehirn sichtbar gemacht. Wir haben die Presseerklärung des Veranstalters [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3876" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Kann Akkupunktur wirklich Schmerzen lindern" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Kann-Akkupunktur-wirklich-Schmerzen-lindern.jpg" alt="Kann Akkupunktur wirklich Schmerzen lindern" width="167" height="137" />Seit 2007 zahlen gesetzliche Krankenkassen eine Akupunkturbehandlung nur noch für Rückenschmerzen und Arthrose, denn bei anderen Erkrankungen gilt die Therapie als noch nicht ausreichend erforscht. In einer aktuellen Untersuchung, die im November auf einer Fachtagung präsentiert wurde, haben deutsche Forscher die Wirkung der Akupunktur im menschlichen Gehirn sichtbar gemacht. Wir haben die Presseerklärung des Veranstalters zu der Studie übersetzt, die einen Einblick in die Wirkungsweise der Akupunktur gibt:</p>
<p>Forscher haben die Wirkung von Akupunktur auf die <strong>Schmerzverarbeitung im Gehirn</strong> untersucht, indem sie funktionelle magnetische Resonanztomographie (fMRT) benutzten, um Bildaufnahmen des Gehirns von Patienten zu machen, die sie <strong>mit und ohne Akupunktur</strong> einem schmerzhaften Reiz aussetzten. Die Ergebnisse der Studie, die nach Ansicht der Forscher die Wirksamkeit der Akupunktur zeigt, wurden heute auf der Jahrestagung der <em>Radiological Society of North America (RSNA)</em> in Chicago vorgestellt.</p>
<p><span id="more-3868"></span>„Bis jetzt war <strong>umstritten, wie Akupunktur </strong>die Wahrnehmung und Verarbeitung von <strong>Schmerzen beeinflusst</strong>”, sagt die Leiterin der Studie <em>Dr. Nina Theysohn</em> vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am <em>Universitätsklinikum Essen</em>. „Die funktionelle MRT ermöglicht uns, die Gehirnregionen direkt zu beobachten, die während der Wahrnehmung von Schmerzen aktiviert werden, und welche Veränderungen die Akupunktur dort bewirkt.“</p>
<p><strong>fMRT</strong> ist ein Imagingverfahren und misst die sehr geringen Veränderungen im Stoffwechsel von Teilen des Gehirns, die aktiviert werden, wenn ein Patient etwas Bestimmtes tut oder spezifischen äußeren Reizen ausgesetzt wird.</p>
<p>Für die <strong>Studie</strong>, die in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Naturheilkunde und Integrative Medizin an der <em>Universität Duisburg-Essen</em> durchgeführt wurde, machten die Forscher fMRT-Scans von achtzehn gesunden <strong>Freiwilligen</strong>, während sie elektrische <strong>Schmerzreize</strong> an ihrem linken Fußknöchel auslösten. Dann setzten sie Akupunkturnadeln an drei genau definierte Stellen der rechten Körperhälfte (zwischen den Zehen, unterhalb des Knies und in der Nähe des Daumens) und wiederholten die fMRT-Scans, während sie erneut Schmerzreize am linken Knöchel auslösten. Für ihre Analyse verglichen die Forscher die <strong>fMRT-Aufnahmen </strong>und Daten, die sie während der Schmerzreizung <strong>mit und ohne Akupunktur </strong>erhalten hatten.</p>
<p>„Die Aktivierung der Gehirnregionen, die an der Wahrnehmung von Schmerzen beteiligt sind, war während der Akupunktur deutlich reduziert oder verändert”, sagt <em>Dr. Theysohn</em>.</p>
<p>Genauer gesagt, zeigten die <strong>fMRT-Scans</strong> während elektrischer Schmerzstimulierung ohne Akupunktur eine deutliche Aktivierung in der supplementären motorischen Region der gegenüberliegenden Seite, dem somatosensorischen Kortex, dem Precuneus, der bilateralen Insel und dem somatomotorischen Kortex der gleichen Seite. Dagegen war die <strong>Aktivierung </strong>der meisten dieser <strong>Gehirnregionen</strong>, die für die <strong>Verarbeitung von Schmerzreizen </strong>zuständig sind, während Akupunktur deutlich <strong>vermindert</strong>.</p>
<p>Nach <em>Dr. Theysohn</em> zeigen die Ergebnisse, dass <strong>Akupunktur </strong>nicht nur die vermutlich spezifischen Wirkungen auf das <strong>Schmerzsignal</strong> hatte, sondern auch die Gehirnaktivierung in Regionen <strong>beeinflusste</strong>, die die <strong>Schmerzerwartung</strong> des Patienten bestimmen, ähnlich der Reaktion auf einen schmerzlindernden <strong>Placebo</strong>.</p>
<p>Die Gehirnregion der vorderen Insel ist zum Beispiel an der Umwandlung des Schmerzreizes in eine bewusste Wahrnehmung beteiligt und stellt eine subjektive Komponente der Schmerzempfindung dar. Die verminderte Aktivierung des primären somatosensorischen Kortex und der Insel während der Akupunktur deutet auf eine veränderte Kodierung des empfundenen Schmerzreizes im Gehirn hin, die durch die Akupunktur induziert wird.</p>
<p>„Man nimmt an, dass <strong>Akupunktur</strong> durch mindestens zwei <strong>Mechanismen</strong> wirkt – <strong>unspezifische</strong> Effekte, die auf einer Erwartung beruhen, und einer <strong>spezifischen</strong> Veränderung des Schmerzsignals, das das Gehirn erreicht“, sagt <em>Dr. Theysohn</em>. „Unsere Ergebnisse sprechen für die Existenz beider Mechanismen, des unspezifischen und des spezifischen, und sie zeigen, dass Akupunktur Schmerzen lindern kann.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.rsna.org/Media/rsna/RSNA10_newsrelease_target.cfm?id=515" target="_blank">Radiological Society of North America</a></span>, 30.11.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://rsna2010.rsna.org/program/event_display.cfm?em_id=9012055" target="_blank">Theysohn et al</a></span>. <em>RSNA Annual Meeting </em>2010</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Können Emotionen das Schmerzempfinden beeinflussen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/konnen-emotionen-das-schmerzempfinden-beeinflussen/" target="_self">Können Emotionen das Schmerzempfinden beeinflussen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum helfen Placebos?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-helfen-placebos /" target="_self">Warum helfen Placebos?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben depressive Menschen ein höheres Schmerzempfinden?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-das-schmerzempfinden-von-depressiven-menschen-hoher/" target="_self">Haben depressive Menschen ein höheres Schmerzempfinden?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei chronischen Schmerzen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/chronische-schmerzen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei chronischen Schmerzen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf </span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		<title>Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-erfolgreiche-verhaltenstherapie-im-hirnscanner-nachweisen/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 15:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Verhaltenstherapie kann bei Angststörungen sehr effektiv sein, hilft aber nicht allen Patienten. Amerikanische Forscher haben die Gehirnaktivität von Patienten mit Angststörungen untersucht und festgestellt, dass ihr Angstzentrum im Gehirn auf potenzielle Bedrohungen ganz unterschiedlich reagieren kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom November übersetzt, die helfen könnte, die Verhaltenstherapie für bestimmte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3603" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/Lässt-sich-erfolgreiche-Verhaltenstherapie-im-Hirnscanner-nachweisen.jpg" alt="Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen" width="167" height="125" />Verhaltenstherapie kann bei Angststörungen sehr effektiv sein, hilft aber nicht allen Patienten. Amerikanische Forscher haben die Gehirnaktivität von Patienten mit Angststörungen untersucht und festgestellt, dass ihr Angstzentrum im Gehirn auf potenzielle Bedrohungen ganz unterschiedlich reagieren kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom November übersetzt, die helfen könnte, die Verhaltenstherapie für bestimmte Patientengruppen anzupassen:</p>
<p>Ein Hirnscan mit funktionellem MRT (<strong>fMRT</strong>) reicht aus um vorherzusagen, welche Patienten mit pädiatrischen <strong>Angststörungen</strong> auf eine „<strong>Gesprächstherapie</strong>“ ansprechen und keine medikamentöse Behandlung brauchen werden, sagen Neurowissenschaftler vom <em>Georgetown University Medical Center</em> in den USA.</p>
<p>Ihre Studie, die auf der Jahrestagung der <em>Society for Neuroscience</em> in San Diego präsentiert wurde, zeigte, dass <strong>Kinder</strong> und Jugendliche im Alter von acht bis sechzehn Jahren, die <strong>mit Angst reagierten</strong>, wenn sie auf einem Bildschirm im fMRT-Scanner <strong>fröhliche Gesichter</strong> sahen, <strong>am wenigsten von</strong> einer achtwöchigen <strong>Verhaltenstherapie profitierten</strong>.</p>
<p>Dagegen stellten die Forscher fest, dass Kinder, die auf ängstliche Gesichter selbst mit Angst reagierten, von der Behandlung profitierten, die auch als Gesprächstherapie bekannt ist.</p>
<p><span id="more-3593"></span>„Angststörungen und Furcht gehören von Natur aus zusammen. Wie das <strong>Angstzentrum des Gehirns</strong> reagiert, wird deshalb natürlich auch einen Einfluss darauf haben, wie sich Angststörungen manifestieren“, sagt der erste Autor der Studie <em>Steve Rich</em>, ein Medizinstudent im vierten Jahr.</p>
<p>„Die Auswirkung der Reaktionen auf den Therapieerfolg war wirklich beeindruckend”, sagt er. „Frühere Studien haben gezeigt, dass viele Menschen auf ängstliche Gesichter selbst mit Angst reagieren. Aber vor allem zeigten unsere Daten, dass <strong>manche Patienten</strong> mit Angststörungen <strong>mehr Angst vor fröhlichen als vor ängstlichen Gesichtern</strong> hatten, und diese Patienten sprachen auf die Verhaltenstherapie am wenigsten an.“</p>
<p>An der <strong>Studie </strong>nahmen dreizehn Jungen und zehn Mädchen teil, die alle eine Diagnose von pädiatrischen Angststörungen hatten.</p>
<p>Während die Patienten in der fMRT-Maschine waren, sahen sie Bilder von Gesichtern, die bestimmte starke Emotionen zeigten. „Wir wollten zwei Fragen beantworten: Welche Emotionen machen Menschen Angst, wenn sie sie im Gesicht eines anderen sehen, und sagt das Muster der Reaktionen den Erfolg einer Gesprächstherapie voraus?“, sagt <em>Rich</em>.</p>
<p>Ein <strong>fMRT</strong> ist eine Art des Scans, der Veränderungen der Durchblutung in den verschiedenen Gehirnregionen aufzeichnet und die Gehirnaktivität in der jeweiligen Region sichtbar macht. In dieser Studie konzentrierten sich die Forscher auf die <strong>Amygdala</strong>, eine Gehirnstruktur, in der die Emotion Angst repräsentiert wird.</p>
<p>Dann verglichen sie die unterschiedlichen Reaktionen, die sie in der Amygdala sahen, mit dem <strong>Erfolg</strong> einer anschließenden <strong>Verhaltenstherapie</strong> von acht Wochen.</p>
<p>Die Forscher beobachteten eine deutliche Korrelation, die zeigte, dass sich mit einem fMRT-Scan vor der Behandlung <strong>Patienten selektieren</strong> lassen, die am ehesten auf eine reine Gesprächstherapie ansprechen, und Patienten, die eine andere, z.B. medikamentöse Behandlung brauchen.</p>
<p>Nach <em>Rich</em> wäre eine Erklärung für die Ergebnisse, dass die Patienten, die mehr Angst vor fröhlichen als vor ängstlichen Gesichtern haben, unter einer etwas anderen Form der Störung leiden, die sehr ähnlich ist, sich aber nicht durch eine Verhaltenstherapie behandeln lässt.</p>
<p>„Bei dieser <strong>Untergruppe von Patienten</strong> könnte diese Art der Therapie in Wirklichkeit sogar noch <strong>mehr Ängste auslösen</strong> und so zu einer <strong>Entfremdung vom Therapeuten</strong> führen“, sagt er. „Weitere Studien werden nötig sein, um zu untersuchen, ob dies tatsächlich ein eigenständiger Subtyp der Erkrankung ist, oder ob ein modifizierter Ansatz der Verhaltenstherapie, bei dem der Therapeut völlig neutral bleiben müsste, eine effektivere Behandlung für diese Patienten sein könnte.“</p>
<p><em>Rich</em> und seine Mitautoren glauben aber nicht, dass jeder Patient mit pädiatrischen Angststörungen eine Diagnose durch fMRT haben muss.</p>
<p>„fMRT ist teuer, und diese Studie zeigt keineswegs, dass man die Methode universell zur Diagnostik anwenden sollte“, meint er. „Aber dieses Gebiet wird sich weiterentwickeln und unsere Ergebnisse zeigen, dass uns <strong>Neuroimaging</strong>-Studien wie fMRT helfen können zu verstehen, <strong>warum bestimmte Patienten </strong>auf die Standardbehandlung <strong>nicht ansprechen</strong> könnten. In anderen Worten, wenn die Routineversorgung nicht ausreicht, können wir die individuellen Bedürfnisse von Patienten genauer untersuchen.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://explore.georgetown.edu/news/?ID=54076&amp;PageTemplateID=295" target="_blank">Georgetown University Medical Center</a></span>, 14.11.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.abstractsonline.com/Plan/ViewAbstract.aspx?sKey=cca5b361-ebdd-4598-8b0a-b247692684c4&amp;cKey=d600c28f-2b6c-40a9-a62e-f0c78b2427e3&amp;mKey=%7bE5D5C83F-CE2D-4D71-9DD6-FC7231E090FB%7d" target="_blank">Rich et al</a></span>. <em>Society for Neuroscience</em>, San Diego 2010</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann man Angststörungen im Gehirn „sehen”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-man angststorungen im-gehirn-sehen/" target="_self">Kann man Angststörungen im Gehirn „sehen”?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/posttraumatische-belastungsstorung-ptsd-was-passiert-wirklich-im-gehirn/" target="_self">Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei Panikstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wir-wirksam-ist-verhaltenstherapie-bei-panikstorungen/" target="_self">Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei Panikstörungen?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Angstzuständen von Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/aengste-und-angstzustaende.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Angstzuständen von Kindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></p>
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		<item>
		<title>Wie lange dauert Liebe auf den ersten Blick?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lange-dauert-liebe-auf-den-ersten-blick/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 16:19:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[neuronales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon in der Antike wurde zwischen drei Grundformen der Liebe (Eros, Philia und Agape – in etwa Sex, Freundschaft und Nächstenliebe) unterschieden. Eine aktuelle Studie hat die Gehirnaktivität von Liebenden untersucht und zeigt, dass neben gemeinsamen „emotionalen“ Gehirnregionen andere mit eher rationalen Funktionen beteiligt sind, je nach dem „Zielobjekt“ der Liebe. Wir haben die Presseerklärung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3377" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie lange dauert Liebe auf den ersten Blick" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/10/Wie-lange-dauert-Liebe-auf-den-ersten-Blick.jpg" alt="Wie lange dauert Liebe auf den ersten Blick" width="167" height="138" />Schon in der Antike wurde zwischen drei Grundformen der Liebe (Eros, Philia und Agape – in etwa Sex, Freundschaft und Nächstenliebe) unterschieden. Eine aktuelle Studie hat die Gehirnaktivität von Liebenden untersucht und zeigt, dass neben gemeinsamen „emotionalen“ Gehirnregionen andere mit eher rationalen Funktionen beteiligt sind, je nach dem „Zielobjekt“ der Liebe. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von letzter Woche übersetzt, nach der Liebe alles andere als ein irrationales Gefühl ist:</p>
<p>Eine neue Studie von Wissenschaftlern aus den USA und der Schweiz zeigt, dass <strong>Verliebtsein</strong> nicht nur das gleiche <strong>euphorische Gefühl</strong> hervorrufen kann wie Kokain, sondern auch <strong>intellektuelle </strong>Gehirnregionen beeinflusst. Außerdem stellten die Forscher unter Leitung von <em>Prof. Stephanie Ortigue</em> von der <em>Syracuse University</em> fest, dass es nur etwa eine fünftel Sekunde dauert, wenn sich ein Mensch verliebt. Für ihre Untersuchung, eine sogenannte Metaanalyse, werteten die Wissenschaftler frühere <strong>Imagingstudien</strong> an verliebten Menschen aus, deren <strong>Gehirnaktivität</strong> mit funktioneller Magnetresonanztomographie gemessen wurde.</p>
<p><em>Ortigue</em> ist eine Assistenzprofessorin für Psychologie und Neurologie am College of Arts and Sciences der <em>Syracuse University</em> in New York.</p>
<p><span id="more-3368"></span>Die Studie von <em>Ortigues </em>Team zeigte, dass zwölf Gehirnregionen zusammenarbeiten, wenn sich ein Mensch verliebt, und <strong>chemische Substanzen</strong> wie Dopamin, Oxytocin, Adrenalin und Vasopressin freisetzen, die ein <strong>Hochgefühl </strong>erzeugen. Aber das Gefühl des Verliebtseins beeinflusst auch komplexe <strong>kognitive Funktionen </strong>wie geistige Vorstellungen, Metaphern und das Körperbild.</p>
<p>Die Ergebnisse werfen die Frage auf: „Verliebt sich das Herz oder das Gehirn?”</p>
<p>„Das ist immer eine schwierige Frage“, sagt <em>Ortigue</em>. „Ich würde sagen, das <strong>Gehirn</strong>. Aber das Herz hat auch etwas damit zu tun, weil Liebe komplex ist und dazu Prozesse gehören, die nach oben und nach unten gerichtet sind, vom Gehirn zum Herzen und umgekehrt. Zum Beispiel kann die Aktivierung mancher Gehirnregionen das <strong>Herz anregen</strong>, was wir als <strong>Schmetterlinge im Bauch</strong> wahrnehmen. Auch andere Symptome, die sich anfühlen, als ob sie vom Herzen kommen, können ihren Ursprung im Gehirn haben.“</p>
<p>Außerdem haben Untersuchungen gezeigt, dass auch der Blutspiegel von Nerve Growth Factor (NGF) steigt und bei frisch verliebten Paaren deutlich erhöht ist. Das Molekül spielt eine wichtige Rolle bei der „<strong>sozialen Chemie</strong>“ von Menschen oder dem Phänomen der „<strong>Liebe auf den ersten Blick</strong>“. „Diese Ergebnisse bestätigen, dass Liebe eine wissenschaftliche Grundlage hat“, sagt <em>Ortigue</em>.</p>
<p>Die Studienergebnisse sind von großer Bedeutung für die Neurowissenschaften und die Erforschung der psychischen Gesundheit, denn <strong>enttäuschte Liebe</strong> kann ein wichtiger Grund für emotionalen <strong>Stress und Depressionen</strong> sein. „Es ist eine weitere Möglichkeit, das Gehirn und die Psyche eines Patienten zu untersuchen“, sagt <em>Ortigue</em>. „Wenn wir verstehen, warum Menschen sich verlieben, und warum ihnen das Herz bricht, können wir <strong>neue Therapien</strong> entwickeln.“ Indem sie die Gehirnregionen identifizieren, die das Verliebtsein aktiviert, können Ärzte und Therapeuten den Schmerz eines Patienten mit Liebeskummer besser verstehen.</p>
<p>Außerdem zeigt die Studie, dass bei verschiedenen Arten der Liebe unterschiedliche Gehirnregionen aktiviert sind. Zum Beispiel wird <strong>bedingungslose Liebe</strong> wie die zwischen einer <strong>Mutter</strong> und ihrem Kind teilweise von den gleichen aber auch von anderen Gehirnregionen ausgelöst, darunter von Bereichen tief im Inneren des Gehirns. <strong>Leidenschaftliche Liebe</strong> wiederum wird von den Gehirnregionen entfacht, in denen sich das <strong>Belohnungszentrum </strong>befindet, aber auch von assoziativen kognitiven Gehirnregionen mit höheren geistigen Funktionen wie dem Körperbild.</p>
<p><em>Ortigue</em> und ihre Mitarbeiter führten die Studie gemeinsam mit Wissenschaftlern der <em>West Virginia University</em> und des <em>Universitätskrankenhauses Genf </em>durch. Die Ergebnisse wurden im <em>Journal of Sexual Medicine </em>veröffentlicht. <em>Ortigues</em> nächste Studie, wie schnell sich das menschliche Gehirn verliebt, soll demnächst erscheinen.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.syr.edu/news/articles/2010/ortigue-neuroimaging-of-love-10-10.html" target="_blank">Syracuse University</a></span>, 18.10.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1743-6109.2010.01999.x/abstract;jsessionid=2102776DBBFB3FD0FE459F55A21E0469.d01t01" target="_blank">Ortigue et al</a></span>. <em>Journal of Sexual Medicine</em>, 2010</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/beziehungsstreit-lasst-sich-vorhersagen-wann-die-wut-verraucht-ist/" target="_self">Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?</a></span></p>
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<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist unser Angebot für Paare?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie.php" target="_self">Was ist unser Angebot für Paare?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Riskantes Verhalten in der Pubertät: Was sind die biologischen Hintergründe?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/riskantes-verhalten-in-der-pubertat-was-sind-die-biologischen-hintergrunde/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 20:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Unfälle sind bei Menschen unter vierzig Jahren die häufigste Todesursache und erreichen im Teenageralter einen deutlichen Höchstwert. Eine aktuelle Studie hat einen Gehirnmechanismus untersucht, der zu der Risikobereitschaft von Teens mit beitragen könnte. Wir haben eine Pressemitteilung der Universität zu der Studie von dieser Woche übersetzt, die einen faszinierenden Einblick in die Biologie der Unvernunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2669" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Riskantes Verhalten in der Pubertät - Was sind die biologischen Hintergründe" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Riskantes-Verhalten-in-der-Pubertät-Was-sind-die-biologischen-Hintergründe.jpg" alt="Riskantes Verhalten in der Pubertät - Was sind die biologischen Hintergründe" width="125" height="167" />Unfälle sind bei Menschen unter vierzig Jahren die häufigste Todesursache und erreichen im Teenageralter einen deutlichen Höchstwert. Eine aktuelle Studie hat einen Gehirnmechanismus untersucht, der zu der Risikobereitschaft von Teens mit beitragen könnte. Wir haben eine Pressemitteilung der Universität zu der Studie von dieser Woche übersetzt, die einen faszinierenden Einblick in die Biologie der Unvernunft bietet:</p>
<p>Die Fehlurteile und die Risikobereitschaft, die für junge Menschen so typisch sind, haben biologische Ursachen. Das zeigt eine neue Studie von Psychologen der <em>University of Texas at Austin</em>.</p>
<p>Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass <strong>Teenager stärker </strong>auf <strong>Belohnungen</strong> <strong>reagieren</strong> als Kinder oder Erwachsene. Nun haben <em>Russell Poldrack </em>und seine Mitarbeiter einen ersten entscheidenden Schritt gemacht, um die Mechanismen im Gehirn zu identifizieren, die junge Menschen zu diesem Verhalten treiben, und zu verstehen, welche Auswirkungen diese entwicklungsbedingten biologischen Unterschiede auf das unüberlegte Verhalten junger Menschen haben könnten.</p>
<p><span id="more-2608"></span>„Unsere Ergebnisse legen die Vermutung nahe, dass junge Menschen zu riskanten Verhaltensweisen wie mit Drogen experimentieren oder ungeschützten Sex haben in Wirklichkeit von einer Überaktivität des mesolimbischen <strong>Dopaminsystems</strong> in ihrem Gehirn getrieben werden, einem System, das wohl der letzte Schritt bei den Mechanismen ist, die zu allem Suchtverhalten führen”, sagt <em>Poldrack</em>.</p>
<p><em>Poldrack</em> ist Professor für Psychologie und Neurobiologie und leitet das Forschungszentrum für Imaging an der <em>University of Texas</em>. Die Forscher des Zentrums benutzen eine Imagingtechnologie, die funktionelle magnetische Resonanztomographie (<strong>fMRT</strong>), bei der die Gehirnaktivität mit magnetischen Feldern sichtbar gemacht wird. Die Studie wurde gemeinsam mit <em>Jessica Cohen</em> und <em>Robert Asarnow</em> und ihren Mitarbeitern von der <em>University of California Los Angeles </em>durchgeführt.</p>
<p>Für die <strong>Studie </strong>machten Versuchspersonen im Alter von acht bis dreißig Jahren einen <strong>Lerntest</strong>, bei dem sie ein abstraktes Bild in eine von zwei Kategorien einordnen sollten. Nach jeder Antwort wurde auf einem Monitor eingeblendet, ob sie richtig oder falsch war. Als Motivation erhielten die Versuchspersonen für jede richtige Antwort ein paar Cent.</p>
<p>Die Forscher waren vor allem daran interessiert, wie das Gehirn der Teilnehmer auf den sogenannten <strong>Belohungs-Vorhersagefehler</strong> reagierte, während sie lernten, die Bilder in Kategorien einzuordnen. Der Vorhersagefehler ist die Diskrepanz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ergebnis einer Handlung. Das Ergebnis eines positiven Vorhersagefehlers ist besser als erwartet und das eines negativen Vorhersagefehlers ist schlechter als erwartet.</p>
<p>„<strong>Vorhersagefehler</strong> scheinen beim <strong>Lernen</strong> eine entscheidende Rolle zu spielen, denn wenn die Welt immer so wäre, wie wir es erwarten, gäbe es nichts Neues zu lernen“, sagt <em>Poldrack</em>. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass das <strong>Dopaminsystem</strong> des Gehirns auf Vorhersagefehler reagiert, indem es die Ausschüttung des Neurotransmitters Dopamin verstärkt (bei positivem Fehler) oder vermindert (bei negativem Fehler).</p>
<p>Die Forscher maßen die für positive Vorhersagefehler charakteristischen <strong>Gehirnsignale</strong> der Teilnehmer, wenn sie sahen, ob ihre Antwort richtig war, und wie viel Cent Belohnung sie bekommen würden. Diese Signale waren im Gehirn von <strong>Teenagern</strong> am <strong>stärksten</strong>, d.h. vermutlich bildete es mehr Dopamin als bei Kindern oder Erwachsenen.</p>
<p>Man weiß, dass <strong>Dopamin</strong> wichtig für menschliches Verhalten ist, das durch eine <strong>Belohnung</strong> motiviert ist. Daher könnten ihre größeren Gehirnsignale bei Vorhersagefehlern junge Menschen verstärkt zu einem Verhalten motivieren, das <strong>erfolgsorientiert</strong> und deshalb <strong>risikobereit</strong> ist.</p>
<p><em>Poldrack</em> ist zuversichtlich, dass weitere Studien die biologischen Ursachen des typischen Teenagerverhaltens untersuchen werden. Auf die Frage, ob irgendeine wissenschaftliche Studie die Eskapaden von Teens entschuldigen kann, meint er, “Das ist eine Frage für Philosophen.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nature.com/neuro/journal/v13/n6/abs/nn.2558.html" target="_blank">Cohen et al</a></span>. <em>Nature Neuroscience</em>, Mai 2010</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.utexas.edu/news/2010/06/03/adolescent_behavior_research/" target="_blank">University of Texas at Austin</a></span>, 3.6.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		<title>Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/beziehungsstreit-lasst-sich-vorhersagen-wann-die-wut-verraucht-ist/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 10:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
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		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
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		<description><![CDATA[Manche Leute haben ihre Gefühle besser unter Kontrolle als andere. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei eine ganz bestimmte Gehirnregion eine entscheidende Rolle spielt. Ich habe die Pressemitteilung der Universität von dieser Woche übersetzt, die auf mögliche diagnostische Anwendungen des Untersuchungsverfahrens hinweist:
Man sagt, in einer guten Beziehung sollten Paare nicht im Groll zu Bett gehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2116" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Beziehungsstreit -- Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Beziehungsstreit-Lässt-sich-vorhersagen-wann-die-Wut-verraucht-ist-s.jpg" alt="Beziehungsstreit -- Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist s" width="167" height="125" />Manche Leute haben ihre Gefühle besser unter Kontrolle als andere. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei eine ganz bestimmte Gehirnregion eine entscheidende Rolle spielt. Ich habe die Pressemitteilung der Universität von dieser Woche übersetzt, die auf mögliche diagnostische Anwendungen des Untersuchungsverfahrens hinweist:</p>
<p>Man sagt, in einer guten Beziehung sollten Paare nicht im Groll zu Bett gehen. Aber die neuste Studie einer Psychologin der <em>Harvard University</em> zeigt, dass man an der <strong>Gehirnaktivität</strong> – und zwar in der LPFC-Region (lateraler präfrontaler Kortex, ein Teil des <strong>Stirnhirns</strong>) – viel besser erkennen kann, wie sich jemand in den Tagen nach einem <strong>Streit</strong> mit seiner oder ihrer besseren Hälfte fühlen wird.</p>
<p><span id="more-2097"></span>Die in der Märzausgabe von <em>Biological Psychiatry</em> veröffentlichte Studie zeigt, dass Menschen mit einer stärkeren Nervenaktivität in der LPFC-Region am Tag nach einem Beziehungsstreit weniger wütend sind. Damit deuten die Ergebnisse auf eine Rolle der LPFC-Region bei der <strong>Regulation</strong> von <strong>Gefühlen</strong> hin und zeigen, dass eine verbesserte Funktion dieser Region auch die Stimmung von Menschen ganz allgemein verbessern könnte.</p>
<p>„Unsere Ergebnisse zeigten wie erwartet, dass sich niemand am Tag nach dem Beziehungsstreit wohlfühlte”, sagt <em>Christine Hooker</em>, die erste Autorin der Studie und Assistant Professor für Psychologie am Fachbereich Künste und Wissenschaften der <em>Harvard University</em>. „Aber am Tag darauf fühlten sich Leute mit einer <strong>hohen Aktivität</strong> in der LPFC-Region <strong>besser</strong>, und Leute mit einer niedrigen Aktivität in dieser Region fühlten sich immer noch schlecht.“</p>
<p><em>Hooker</em> führte die Studie zusammen mit <em>Özlem Ayduk</em>, <em>Anett Gyurak</em>, <em>Sara Verosky</em> und <em>Asako Miyakawa</em> durch, die alle an der <em>University of California</em> in Berkeley sind.</p>
<p>Frühere Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass die LPFC-Region eine Rolle bei der Regulation von Gefühlen spielt. Allerdings wurde noch nie ein Zusammenhang der Region mit alltäglichen Lebenserfahrungen nachgewiesen.</p>
<p>An der <strong>Studie</strong> nahmen Paare von gesunden Erwachsenen teil, die länger als drei Monate zusammen waren. Die Forscher testeten die Reaktion der Teilnehmer auf eine Reihe von Bildern ihres Partners mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken (positiv, negativ oder neutral). Während ihnen die Fotos gezeigt wurden, befanden sich die Testpersonen in einem <strong>fMRT-Scanner</strong>, einem Gerät, das Bildaufnahmen der Nervenaktivität in ihrem Gehirn machte. Außerdem untersuchten die Forscher die <strong>geistige Kontrolle</strong> der Teilnehmer über ihre <strong>Emotionen</strong> in Labortests. Dazu gehörte unter anderem die Fähigkeit, Gefühlsimpulse zu kontrollieren und die Aufmerksamkeit umlenken und auf etwas anderes richten zu können.</p>
<p>Dann führten die Paare drei Wochen lang jeden Tag ein Online-Tagebuch über ihre Gemütsverfassung, und ob sie Streit mit ihrem Partner gehabt hatten.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass manche Versuchsteilnehmer beim Anblick von Fotos ihres Partners mit einem negativen Gesichtsausdruck eine <strong>stärkere Aktivität</strong> in Scans der LPFC-Region hatten. Und diese Leute waren an Tagen nach einem Beziehungsstreit weniger schlecht gelaunt. Das deutet darauf hin, dass sie sich nach der Auseinandersetzung <strong>emotional besser „erholen”</strong> konnten.</p>
<p>Außerdem hatten Menschen mit einer höheren Aktivität in der LPFC-Region und einer besseren emotionalen Regulation nach einem Streit auch mehr geistige Kontrolle über ihre Emotionen in den Labortests, was auf einen Zusammenhang zwischen der emotionalen Regulation und der Fähigkeit zur geistigen Kontrolle im Allgemeinen hindeutet.</p>
<p>„Entscheidend ist, dass wir anhand der Gehirnaktivität im <strong>Scanner</strong> das <strong>Erleben</strong> von Menschen <strong>im Alltag</strong> vorhersagen konnten“, erklärt <em>Hooker</em>. „Wissenschaftler glauben an die Relevanz von Versuchsbeobachtungen in Scannern für das tägliche Leben, aber natürlich verbringt niemand sein Leben in einem Scanner. Wenn wir eine Verbindung herstellen können zwischen Beobachtungen im Scanner und der Fähigkeit von Menschen zur Regulation ihrer Emotionen im Alltag, könnten Psychologen vorhersagen, wie gut Menschen mit belastenden Ereignissen in ihrem Leben zurechtkommen werden.“</p>
<p><em>Hooker</em> weiß, dass für die Entwicklung klinischer Anwendungen ihrer Forschung weitere Studien nötig sein werden. Aber die Funktion der LPFC-Region könnte Aufschluss über die <strong>Anfälligkeit</strong> von Menschen für <strong>Störungen</strong> ihrer <strong>Gemütslage</strong> nach belastenden Ereignissen geben. Außerdem stellt sich die Frage, ob eine Verbesserung der LPFC-Funktion auch die Fähigkeit solcher Menschen zur Regulation ihrer Gefühle verbessern würde.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://news.harvard.edu/gazette/story/2010/03/it’s-all-in-the-cortex/" target="_blank">Harvard Gazette</a></span>, 8.3.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.biopsych.2009.10.014" target="_blank">Hooker et al</a></span>. <em>Biological Psychiatry</em>, 2010</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welche Rolle spielen Hormone beim Ehestreit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-rolle-spielen-hormone-beim-ehestreit/" target="_self">Welche Rolle spielen Hormone beim Ehestreit?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Woher kommen “die guten alten Zeiten”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/woher-kommen-die-guten-alten-zeiten/" target="_self">Woher kommen “die guten alten Zeiten”?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie beeinflusst Stress die Leistungsfähigkeit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-beeinflusst-stress-die-leistungsfahigkeit/" target="_self">Wie beeinflusst Stress die Leistungsfähigkeit?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist unser Angebot für Paare?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie.php" target="_self">Was ist unser Angebot für Paare?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		<title>Ein Ziel von Psychotherapie bei Depressionen: Den positiven Moment verlängern?</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 22:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
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		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Neurophysiologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie hat die Freudlosigkeit bei Menschen mit Depression und ihre neurophysiologischen Grundlagen untersucht. Die Ergebnisse deuten auf eine gestörte Regulation des Empfindens von Freude und nicht ihr Fehlen hin. Ich habe eine Pressemitteilung der Universität vom 28.12.09 übersetzt, in der die Autoren meinen, neue Therapieformen könnten auf diese Fehlregulation der neuralen Mechanismen abzielen:
Eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine aktuelle Studie hat die Freudlosigkeit bei Menschen mit Depression und ihre neurophysiologischen Grundlagen untersucht. Die Ergebnisse deuten auf eine gestörte Regulation des Empfindens von Freude und nicht ihr Fehlen hin. Ich habe eine Pressemitteilung der Universität vom 28.12.09 übersetzt, in der die Autoren meinen, neue Therapieformen könnten auf diese Fehlregulation der neuralen Mechanismen abzielen:</p>
<p>Eine neue Studie an der <em>University of Wisconsin-Madison</em> in den USA zeigt, dass Patienten mit <strong>Depression</strong> die Aktivität in Gehirnregionen, die mit <strong>positiven Emotionen </strong>zusammenhängen, <strong>nicht aufrechterhalten</strong> können.</p>
<p>Damit <strong>widerspricht</strong> die Studie der bisher verbreiteten Auffassung, dass Menschen mit Depression eine <strong>generell verminderte Aktivität</strong> in Gehirnregionen haben, die mit positiven Emotionen assoziiert sind. Stattdessen zeigen die neuen Ergebnisse, dass die Aktivität zunächst ein ähnliches Niveau erreicht, dann aber nicht sehr lange aufrechterhalten werden kann. Die Forschungsergebnisse wurden Ende Dezember 2009 in den <em>Proceedings of the National Academy of Sciences</em> veröffentlicht.</p>
<p><span id="more-1080"></span>„<strong>Anhedonie</strong>, d.h. sich über Etwas <strong>nicht freuen können</strong>, was Menschen normalerweise als schön empfinden, ist eines der Hauptsymptome von Depression”, erläutert <em>Aaron Heller</em>, der erste Autor der Studie und Doktorand an der <em>UW-Madison</em>. „Die meisten Wissenschaftler dachten bis jetzt, dass Anhedonie mit einer allgemein verminderten Aktivität in den <strong>Gehirnregionen</strong> zusammenhängt, die für <strong>positive Emotionen</strong> und <strong>Belohnung</strong> wichtig zu sein scheinen. Tatsächlich fanden wir aber bei Patienten mit Depression in der Anfangphase der Experimente ein normales Aktivitätsniveau. Gegen Ende der Experimente fiel das Aktivitätsniveau jedoch sehr stark ab.“</p>
<p>„Nach ihren eigenen Angaben hatten die depressiven Testpersonen, die ihre Aktivität in den mit positiven Emotionen und Belohnung assoziierten Gehirnregionen besser aufrechterhalten konnten, <strong>auch</strong> ein höheres Niveau von positiven Emotionen <strong>im Alltag</strong>“, fährt <em>Heller</em> fort.</p>
<p>„Die Fähigkeit, positive Gefühlserfahrungen aufrechtzuerhalten oder sogar zu verstärken, trägt entscheidend zur Gesundheit und zum Wohlbefinden von Menschen bei“, bemerkt <em>Richard Davidson</em>, der Leiter der Studie. <em>Davidson</em> ist Professor für Psychologie und Psychiatrie an der <em>UW-Madison</em> und Direktor des <em>Centers for Investigating Healthy Minds</em> sowie des <em>Waisman Laboratory for Brain Imaging and Behavior</em> der Universität. „Diese Ergebnisse könnten zu <strong>Therapieformen</strong> führen, die Menschen mit Depression helfen, <strong>positive Emotionen</strong> im Alltagsleben besser <strong>aufrechtzuerhalten</strong>.“</p>
<p>Für ihre <strong>Studie</strong> zeigten die Forscher 27 Patienten mit Depression und 19 gesunden Kontrollpersonen <strong>Fotos</strong>, die bei ihnen positive bzw. negative emotionale Reaktionen auslösen sollten. Während sie diese Bilder betrachteten, versuchten die <strong>Versuchsteilnehmer</strong>, ihre Gefühlsantwort auf die Fotos zu verstärken, zu dämpfen oder aufrechtzuerhalten. Sie <strong>stellten sich vor, selbst in</strong> der jeweils dargestellten <strong>Situation </strong>zu sein, während <em>Heller </em>und seine Mitarbeiter die Aktivität in den für die Wissenschaftler interessanten Gehirnregionen maßen.</p>
<p>Für die Messung verwendeten die Forscher die Methode des funktionellen magnetischen Resonanzimaging (<strong>fMRT</strong>), bei der sich die Testperson in einem magnetischen Feld befindet und <strong>aktive Gehirnbereiche</strong> anhand des dort erhöhten Blutflusses auf Bildaufnahmen sichtbar gemacht werden. So konnten sie untersuchen, wie gut die Testpersonen beim Betrachten der „positiven Bilder” die Aktivierung des Belohnungszentrums des Gehirns für längere Zeit aufrechterhalten konnten.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.news.wisc.edu/17494" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">University of Wisconsin-Madison</span></a>, 28.12.09</p>
<p><a href="http://www.pnas.org/content/106/52/22445.abstract?sid=17656f00-35e6-4b5c-9cf6-ba88f28ec82c" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Heller et al.</span></a> Proceedings of the National Academy of Sciences 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Bieten Musik und Kunst Hilfe gegen Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bieten-musik-und-kunst hilfe-gegen-depressionen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Bieten Musik und Kunst Hilfe gegen Depressionen?</span></a></p>
<p><a title="Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-ehrenamtliche-tatigkeit das-kognitive-altern verlangsamen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?</span></a></p>
<p><a title="Warum wirkt medikamentöse Therapie bei Depressionen häufig nicht?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-wirkt-die-medikamentose-behandlung-bei-depressionen-haufig-nicht/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Warum wirkt medikamentöse Therapie bei Depressionen häufig nicht?</span></a></p>
<p><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</span></a></p>
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		<title>Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-ehrenamtliche-tatigkeit%c2%a0das-kognitive-altern%c2%a0verlangsamen/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 08:11:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie untersucht die geistige Fitness von Senioren in einem Projekt, das auf die Förderung von sozial schwachen alten und jungen Menschen abzielt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit mit Kindern die Senioren geistig reger macht, was sich auch in der Aktivität der entsprechenden Gehirnregionen sehen lässt. Ich habe einen Presseartikel der Universität vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1268" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="senior voluntary work s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/senior-voluntary-work-s.jpg" alt="senior voluntary work s" width="125" height="150" />Eine aktuelle Studie untersucht die geistige Fitness von Senioren in einem Projekt, das auf die Förderung von sozial schwachen alten und jungen Menschen abzielt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeit mit Kindern die Senioren geistig reger macht, was sich auch in der Aktivität der entsprechenden Gehirnregionen sehen lässt. Ich habe einen Presseartikel der Universität vom 15. 12. übersetzt, der die positiven Gesundheitsaspekte dieses auch sozial sinnvollen Programms beschreibt:</p>
<p>Eine ehrenamtliche Tätigkeit wie etwa <strong>Förderunterricht für Schulkinder</strong> kann helfen, das Nachlassen der Gehirnfunktion bei älteren Menschen hinauszuzögern oder umzukehren. Das geht aus einer Studie amerikanischer Forscher an der <em>Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health</em> hervor. Die Forscher benutzten die Methode des funktionellen magnetischen Resonanzimaging (fMRT), um die <strong>Gehirnfunktion bei Senioren</strong> zu untersuchen, die an einem Betreuungsprogramm für Schulkinder teilnahmen. Mit fMRT wird der Blutfluss und damit die Aktivität bestimmter Gehirnregionen mithilfe eines magnetischen Feldes auf Scans (Bildern) sichtbar gemacht. Die Ergebnisse zeigten eine <strong>verbesserte </strong>Funktion der Gehirnregionen, die an der <strong>geistigen Planung und Organisation</strong> des täglichen Lebens beteiligt sind.</p>
<p><span id="more-1019"></span>Die Studie ist die erste ihrer Art, die zeigt, dass soziale Programme wie das <strong>Experience Corps</strong> – ein Programm zur <strong>Förderung von Kindern</strong> und der Gesundheit <strong>älterer Menschen </strong>– den zusätzlichen Nutzen haben können, die geistigen Fähigkeiten und damit die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Dezemberausgabe der <em>Journals of Gerontology: Medical Sciences</em> veröffentlicht. In den Jahren von 1946 bis 1964 wurden 78 Millionen US-Amerikaner geboren. <strong>Menschen im rentenfähigen Alter</strong> sind die am schnellsten <strong>wachsende Bevölkerungsgruppe </strong>der USA. Entsprechend groß ist das öffentliche Interesse an Programmen zur Aufrechterhaltung der geistigen und körperlichen Gesundheit von Senioren, insbesondere angesichts der sozialen Kosten anderer Alternativen.</p>
<p>„Wir stellten fest, dass Menschen, die am Experience Corps teilnahmen, dadurch <strong>geistig reger </strong>wurden. Dieser Effekt war mit deutlich <strong>veränderten Aktivierungsmustern im Gehirn </strong>verbunden”, sagt die Studienleiterin <em>Dr. Michelle C. Carlson</em>, die Associate Professor am Department of Mental Health und Center on Aging and Health der <em>Bloomberg School</em> ist. „Im Grunde ist es wie eine therapeutische Maßnahme, die bei diesen älteren Menschen geistige und Gehirnfunktionen verbessert.“</p>
<p>Dies ist die erste solche Untersuchung über die Auswirkungen des <strong>Experience Corps</strong> auf die geistige Gesundheit älterer Menschen. Das Experience Corps ist ein landesweites Freiwilligenprogramm in den USA, das <strong>Senioren </strong>dafür schult, <strong>Kindern </strong>in städtischen öffentlichen Schulen beim Lesen und auf anderen akademischen Gebieten zu <strong>helfen</strong>. Die Studie untersuchte 17 Frauen, die 65 Jahre oder älter waren. Die Hälfte nahm an laufenden Experience Corps-Programmen an Schulen in der Stadt Baltimore teil. Die andere Hälfte war noch auf einer Warteliste, um an einem anderen Experience Corps-Programm im darauffolgenden Jahr teilzunehmen. Bei ihrer Aufnahme ins Programm und sechs Monate später hatten die Teilnehmerinnen eine Gesundheitsuntersuchung, zu der <strong>fMRT-Scans</strong> für <strong>Gehirnaktivität</strong> und <strong>psychologischen Tests</strong> für <strong>geistige Funktionen</strong> gehörten.</p>
<p>„Die Ergebnisse dieser Studie sind zwar vorläufig aber vielversprechend. Sie zeigen, dass sich die <strong>Reserven des Gehirns</strong> auch <strong>später im Leben</strong> ausbauen und aufrechterhalten lassen, insbesondere bei wenig aktiven Menschen, die am meisten von verhaltensändernden Maßnahmen wie dem Experience Corps profitieren können”, sagt <em>Carlson</em>. Inzwischen leitet die Wissenschaftlerin eine größere fMRT-Studie als Teil einer groß angelegten klinischen Untersuchung über das Experience Corps-Programm in Baltimore, die auch statistisch ausgewertet werden soll.</p>
<p>„Angesichts der <strong>steigenden Lebenserwartung</strong> ist es für die öffentliche Gesundheit wichtig, den Zeitpunkt <strong>hinauszuzögern</strong>, ab dem <strong>altersbedingte Erkrankungen</strong> auftreten“, meint die Autorin <em>Dr. Linda P. Fried</em>, die Dekanin der <em>Mailman School of Public Health </em>an der <em>Columbia University</em> in New York. „Diese Studie zeigt, dass sich <strong>neue Rollen für Senioren</strong> in unserer immer älter werdenden Gesellschaft gestalten lassen, von denen <strong>alle profitieren</strong> – hier die wichtigen gesellschaftlichen Bedürfnisse für den Erfolg von Kindern in der Schule und zugleich die Gesundheit und das Wohlbefinden der älteren ehrenamtlichen Helfer selbst.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><a href="http://www.jhsph.edu/publichealthnews/press_releases/2009/carlson_brain_scan.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health</span></a>, 15.12.09</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://biomedgerontology.oxfordjournals.org/content/64A/12/1275.abstract" target="_blank">Carlson et al.</a></span> <em>The Journals of Gerontology</em>, 2009</p>
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