<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"
>

<channel>
	<title>Psychologie aktuell &#187; Erziehung</title>
	<atom:link href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/tag/erziehung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog</link>
	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
	<lastBuildDate>Sat, 31 Jul 2010 21:02:47 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<!-- podcast_generator="Blubrry PowerPress/1.0.6" mode="advanced" entry="normal" -->
	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
	<itunes:explicit>no</itunes:explicit>
	<itunes:image href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/powerpress/podcast_psychologie_aktuell.jpg" />
	<itunes:owner>
		<itunes:name>Psychologie aktuell</itunes:name>
		<itunes:email>stefanshaw@praxis-dr-shaw.de</itunes:email>
	</itunes:owner>
	<managingEditor>stefanshaw@praxis-dr-shaw.de (Psychologie aktuell)</managingEditor>
	<copyright>Praxis Dr. Shaw</copyright>
	<itunes:subtitle>Psychologie &amp; Psychotherapie</itunes:subtitle>
	<itunes:keywords>psychologie, psychology, verhaltenstherapie, cognitive behavioral therapy, burn-out, adhs, depressionen, glücksforschung, partnerschaft</itunes:keywords>
	<image>
		<title>Psychologie aktuell &#187; Erziehung</title>
		<url>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/plugins/powerpress/rss_default.jpg</url>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog</link>
	</image>
	<itunes:category text="Science &amp; Medicine">
		<itunes:category text="Medicine" />
	</itunes:category>
	<itunes:category text="Health" />
	<itunes:category text="Science &amp; Medicine">
		<itunes:category text="Social Sciences" />
	</itunes:category>
		<item>
		<title>Können Depressionen mit der Vorzugsbehandlung im Kindesalter zusammenhängen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/konnen-depressionen-mit-der-vorzugsbehandlung-im-kindesalter-zusammenhangen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/konnen-depressionen-mit-der-vorzugsbehandlung-im-kindesalter-zusammenhangen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 12:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2874</guid>
		<description><![CDATA[In der Bibel endet die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern erst fast mit Mord, schließlich wurde jahrhundertelange Knechtschaft daraus. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Ungleichbehandlung von Kindern durch Eltern für alle Beteiligten schlecht ist, sogar für das bevorzugte Kind. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2882" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Können Depressionen mit der Vorzugsbehandlung im Kindesalter zusammenhängen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Können-Depressionen-mit-der-Vorzugsbehandlung-im-Kindesalter-zusammenhängen.jpg" alt="Können Depressionen mit der Vorzugsbehandlung im Kindesalter zusammenhängen" width="170" height="128" />In der Bibel endet die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern erst fast mit Mord, schließlich wurde jahrhundertelange Knechtschaft daraus. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Ungleichbehandlung von Kindern durch Eltern für alle Beteiligten schlecht ist, sogar für das bevorzugte Kind. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die ein soziales Tabu untersucht hat:</p>
<p>Ob Muttis Liebling oder ihr schwarzes Schaf, wenn Geschwister spüren, dass ihre Mutter ein <strong>Kind</strong> immer <strong>vorzieht</strong> oder den anderen gegenüber benachteiligt, haben sie als Erwachsene im mittleren Alter eher <strong>Depressionssymptome</strong>. Das zeigt eine neue Studie des Gerontologen <em>Karl Pillemer </em>von der <em>Cornell University</em> in den USA.</p>
<p>Die aktuelle Untersuchung, die zusammen mit der Soziologin <em>Jill Suitor </em>von der <em>Purdue University</em> an 275 Familien in der Gegend von Boston in den USA durchgeführt wurde, zeigt zum ersten Mal, dass solche <strong>schädlichen Auswirkungen </strong>noch lange bis ins <strong>Erwachsenenalter</strong> anhalten. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Vorzugsbehandlung durch Eltern einen negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit hat und oft zum Auslöser für Verhaltensschwierigkeiten bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird.</p>
<p><span id="more-2874"></span>„Ein Verhalten der Mutter, das als Bevorzugung wahrgenommen wird, beeinflusst das seelische Wohlergehen eines Kindes weiter, auch wenn der Mensch schon seit Jahren nicht mehr zu Hause lebt und seine eigene Familie gegründet hat&#8221;, sagt <em>Pillemer</em>, ein Professor in der Abteilung Entwicklung des Menschen und stellvertretender Dekan am College of Human Ecology der <em>Cornell University</em>. „Es ist egal, ob man das auserwählte Kind ist oder nicht, das Gefühl einer <strong>ungleichen Behandlung</strong> hat <strong>schädigende</strong> Auswirkungen für <strong>alle Geschwister</strong>.”</p>
<p>Die <strong>Studie</strong>, die Unterschiede der Familiengröße, Rasse und andere Faktoren berücksichtigte, stützte sich auf Interviews mit 275 Müttern in ihren Sechzigern und Siebzigern, die mindestens zwei lebende erwachsene Kinder hatten. Außerdem befragten die Forscher 671 Kinder der Frauen.</p>
<p>Die Ergebnisse könnten zu neuen Behandlungsmethoden für Therapeuten führen, die mit solchen Familien in späteren Jahren arbeiten, sagt <em>Pillemer</em>.</p>
<p>„Wir haben in unserer Gesellschaft eine Norm, die klar festlegt, dass Eltern ihre Kinder gleich behandeln sollten, und daher kann <strong>Vorzugsbehandlung </strong>so etwas wie ein <strong>Tabuthema</strong> sein”, sagt er. „Wenn Gesprächstherapeuten alten Eltern und erwachsenen Kindern helfen können, über manche dieser Probleme offen zu reden, könnte das dazu beitragen, die Entstehung von <strong>Konflikten</strong> in der Familie zu <strong>verhindern</strong>.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.pressoffice.cornell.edu/releases/release.cfm?r=47905&amp;y=2010&amp;m=6" target="_blank">Cornell University</a></span>, 24.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/123343737/abstract" target="_blank">Pillemer et al</a></span>. <em>Journal of Marriage and Family</em>, April 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/" target="_self">Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie weit reichen die gesundheitlichen Folgen von Belastungen im Kindesalter?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-weit-reichen-die-gesundheitlichen-folgen-von-belastungen-im-kindesalter/" target="_self">Wie weit reichen die gesundheitlichen Folgen von Belastungen im Kindesalter?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Bietet hohe Stress-Empfindlichkeit von Kindern auch Vorteile?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bietet-hohe-stress-empfindlichkeit-von-kindern-auch-vorteile/" target="_self">Bietet hohe Stress-Empfindlichkeit von Kindern auch Vorteile?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-aggressionen-von-kindern-mit-einem-schwierigen-familienumfeld-zusammen/" target="_self">Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/konnen-depressionen-mit-der-vorzugsbehandlung-im-kindesalter-zusammenhangen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-aggressionen-von-kindern-mit-einem-schwierigen-familienumfeld-zusammen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-aggressionen-von-kindern-mit-einem-schwierigen-familienumfeld-zusammen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 12:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2125</guid>
		<description><![CDATA[Oft kommen besonders aggressive Kinder aus gestörten Familienverhältnissen. Eine neue Studie hat das bekannte Phänomen systematisch untersucht und zeigt, dass an ihrem Verhalten eine Fülle von Faktoren beteiligt sind, die überwiegend nichts mit der Natur der Kinder zu tun haben. Ich habe einen Presseartikel der Universität von letzter Woche übersetzt, der die noch unveröffentlichte Studie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2132" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Hängen-Aggressionen-von-Kindern-mit-einem-schwierigen-Familienumfeld-zusammen-s.jpg" alt="Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen s" width="125" height="193" />Oft kommen besonders aggressive Kinder aus gestörten Familienverhältnissen. Eine neue Studie hat das bekannte Phänomen systematisch untersucht und zeigt, dass an ihrem Verhalten eine Fülle von Faktoren beteiligt sind, die überwiegend nichts mit der Natur der Kinder zu tun haben. Ich habe einen Presseartikel der Universität von letzter Woche übersetzt, der die noch unveröffentlichte Studie zusammenfasst:</p>
<p>Eine Reihe von Forschungsuntersuchungen hat gezeigt, dass <strong>aggressive Kinder</strong> meistens aus <strong>Familien</strong> stammen, die durch starke <strong>Konflikte</strong> geprägt sind. Eine neue Studie der Psychologin <em>Arantzazu Bellido</em> hat dieses Phänomen in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland systematisch untersucht und bestätigt. Dazu befragte sie eine größere Anzahl von Familien in der baskischen Provinz Bizkaia, wobei sie Elemente ähnlicher früherer Umfragen an die örtlichen Gegebenheiten anpasste und mit neuen, für diese Studie spezifischen Umfragen ergänzte.</p>
<p><span id="more-2125"></span>So konnte Frau <em>Bellido</em> einen direkten Zusammenhang zwischen dem Verhalten von Kindern und ihrem Familienumfeld zeigen. Die Ergebnisse ihrer Studie hat sie nun als Doktorarbeit bei der <em>Universität des Baskenlandes</em> (UPV/EHU) eingereicht.</p>
<p>Für die Forschung zu ihrer Doktorarbeit mit dem Titel „Familienumfeld und aggressives Verhalten bei achtjährigen Kindern” besuchte Frau <em>Bellido</em> Schulen in der Baskenprovinz Bizkaia und befragte 251 Familien mit achtjährigen Kindern. Als Grundlage der Forschung diente ein <strong>„ökologisches” Modell</strong>, das heißt neben den Kindern selbst untersuchte die Psychologin auch äußere Faktoren, die ihr soziales Umfeld und damit ihre Entwicklung beeinflussen. Daher nahmen an der Studie nicht nur die <strong>Kinder</strong> sondern auch ihre <strong>Familienmitglieder</strong>, <strong>Freunde</strong> und <strong>Klassenkameraden</strong> teil.</p>
<p>Dieser ökologische Ansatz erforderte, dass Frau <em>Bellido</em> die Umfragen sorgfältig an die Gegebenheiten in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland anpasste. Dazu verwendete sie mehrere Fragebögen, die bereits vorher in Spanien benutzt und ausgewertet worden waren und modifizierte sie entsprechend. Zusätzlich entwarf sie neue Fragebögen, von denen zum Beispiel einer die Ansichten baskischer Eltern über eine gesunde Entwicklung von Kindern analysierte und andere, die der Erfassung demographischer und sozioökonomischer Daten der Provinz Bizkaia dienten.</p>
<p><strong>Trennung von den Eltern als ein Schlüsselfaktor</strong></p>
<p>In den 251 befragten Familien wurden fünfzehn Kinder als aggressiv eingestuft, davon zwei als hochaggressiv. Nach Meinung der Psychologin war diese Anzahl nicht sehr hoch aber sie reichte aus, um mehrere interessante Beobachtungen auszuwerten. So wurden zum Beispiel manche dieser aggressiven Kinder <strong>nicht</strong> von den <strong>Eltern</strong> sondern von ihren Onkeln, Tanten oder Großeltern <strong>großgezogen</strong>.</p>
<p>Die Studie kommt zu dem Schluss, dass gerade Faktoren des Familienumfelds einen entscheidenden Einfluss auf aggressives Verhalten bei Kindern haben. Neben einer Trennung von den Eltern sind dies insbesondere eine <strong>strenge</strong> Erziehung durch den <strong>Vater</strong> (aber nicht durch die Mutter), die vom Bildungsstand der Eltern und ihrer Bereitschaft zur Toleranz abhängt. Auch eine <strong>Unzufriedenheit</strong> mit den Familienverhältnissen trägt zu Aggressionen des Kindes bei, ebenso wie eine unausgewogene Verteilung der Aufgaben im Haushalt (d.h. eine berufstätige <strong>Mutter</strong>, die den Haushalt allein führt und <strong>gestresst</strong> ist).</p>
<p>Darüber hinaus macht Frau <em>Bellido</em> auf einen weiteren wichtigen Faktor aufmerksam: eine mangelnde anfängliche <strong>Bereitschaft Eltern zu werden</strong>. Die Forscherin stellte fest, dass in diesem Fall Kinder Verhaltensstörungen auch dann entwickeln, wenn sich die Einstellung der Eltern und ihre Beziehung zum Kind später verbessert. Die Psychologin meint, zukünftige Studien sollten genauer untersuchen, wie sich die Eltern-Kind-Beziehung auswirkt, die schon vor der Geburt und während der Schwangerschaft beginnt.</p>
<p><strong>Ablehnung in der Schule</strong></p>
<p>Über diese Merkmale des Familienumfelds hinaus haben auch Faktoren des Schulumfelds einen Einfluss auf aggressives Verhalten bei Kindern. Aggressive Kinder haben eine <strong>negative Einstellung</strong> zum <strong>Lernen</strong> und stören den Unterricht. Ihre <strong>Schulkameraden lehnen </strong>sie <strong>ab</strong> und glauben, sie sein nicht feige sondern stark. Aggressive Kinder werden auch selbst zu <strong>Opfern von Aggressionen</strong> anderer Schüler. Kennzeichnend für das Verhältnis aggressiver Kinder zu Gleichaltrigen ist eine <strong>mangelnde soziale Anpassung</strong>, die durch viele Streitereien und eine Missachtung sozialer Normen geprägt ist. Dadurch entsteht bei anderen Kindern der Eindruck von Feindseligkeit.</p>
<p>Schließlich untersuchte die Studie auch individuelle Merkmale, die aber von Kind zu Kind sehr verschieden und daher schwer zu definieren sind. Frau <em>Bellido</em> stellte fest, dass sich aggressive Kinder vor allem durch eine starke <strong>Dominanz</strong> auszeichnen. Darüber hinaus spielen auch die Empfindlichkeit, Ängstlichkeit und Extrovertiertheit oder Introvertiertheit der Kinder eine Rolle.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.basqueresearch.com/berria_irakurri.asp?Berri_Kod=2612&amp;hizk=I" target="_blank">Basque Research News</a></span>, 17.3.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/" target="_self">Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/" target="_self">Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-wut-soziologisch-erklaren/" target="_self">Lässt sich Wut soziologisch erklären?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/oppositionelles-und-aggressives-verhalten.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-aggressionen-von-kindern-mit-einem-schwierigen-familienumfeld-zusammen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Treten postnatale bzw. postpartale Depressionen auch bei Vätern auf?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/treten-postnatale-bzw-postpartale-depressionen-auch-bei-vatern-auf/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/treten-postnatale-bzw-postpartale-depressionen-auch-bei-vatern-auf/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 22:02:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=1853</guid>
		<description><![CDATA[Viele Frauen leiden nach der Geburt eines Kindes vorübergehend unter Depressionen. In diesem Übersichtsartikel beschreibt James Paulson, der Assistant Professor für Psychiatrie an der Eastern Virginia Medical School in den USA ist, ähnliche Depressionen bei Vätern. Dabei spielt die Beziehung der Eltern eine entscheidende Rolle und eine „depressive Ansteckungsgefahr“, die von Müttern mit postnatalen Depressionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1859" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="depression in expectant and new fathers s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/depression-in-expectant-and-new-fathers-s.jpg" alt="depression in expectant and new fathers s" width="125" height="203" />Viele Frauen leiden nach der Geburt eines Kindes vorübergehend unter Depressionen. In diesem Übersichtsartikel beschreibt <em>James Paulson</em>, der Assistant Professor für Psychiatrie an der <em>Eastern Virginia Medical School</em> in den USA ist, ähnliche Depressionen bei Vätern. Dabei spielt die Beziehung der Eltern eine entscheidende Rolle und eine „depressive Ansteckungsgefahr“, die von Müttern mit postnatalen Depressionen ausgeht. Ich habe diesen längeren Artikel aus der <em>Psychiatric Times</em> vom 6. Februar übersetzt, der auch einen sehr lesenswerten Überblick über Depressionen allgemein und ihre Auswirkungen auf Familien bietet:</p>
<p>Etwa zehn bis 30 Prozent aller <strong>Frauen</strong> leiden während der <strong>Schwangerschaft</strong> unter erheblichen Depressionen: auch im ersten Jahr <strong>nach der Geburt</strong> treten <strong>Depressionen</strong> weiterhin stärker gehäuft auf. Obwohl ausgesprochen viele Forschungsergebnisse über die Risikofaktoren für und die negativen Auswirkungen von Depressionen bei Müttern vorliegen, wissen wir nur wenig über Depressionen bei Männern, die <strong>Vater</strong> werden oder Babys und Kleinkinder haben.</p>
<p><span id="more-1853"></span>Dieser Artikel bietet einen Überblick über die noch begrenzte aber zunehmende Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen über pränatale und postpartale (vor- und nachgeburtliche) <strong>Depressionen bei Vätern</strong>. Er betont die neueren Ergebnisse, zeigt Bereiche für die zukünftige Forschung auf und schlägt ein vorläufiges <strong>Erklärungsmodell</strong> für das Verständnis von Depressionen vor, das die Rolle der <strong>elterlichen Beziehung</strong> betont. Er zielt auf ein besseres Verständnis von Aspekten der elterlichen Beziehung ab, die Depressionen bei Vätern mit Kleinkindern zugrunde liegen können.</p>
<p><strong>Können Väter bei Geburt ihres Kindes Depressionen bekommen?</strong></p>
<p>Traditionell betrachten wir Depressionen während der Schwangerschaft und nach der Geburt als ein Phänomen, das <strong>nur bei Frauen</strong> auftritt. Darstellungen für Laien in der Presse aber auch die medizinischen und psychologischen Gesundheitsdienste betonen die Rolle von biochemischen Veränderungen bei Müttern während der Schwangerschaft und nach der Geburt als eine der Ursachen für Depressionen. Trotz ihrer Popularität finden Theorien über <strong>hormonelle und biochemische Mechanismen</strong> der Entstehung von Depressionen bei Frauen vor und nach der Geburt in der wissenschaftlichen Literatur jedoch eine nur teilweise Bestätigung. Denn die hormonellen Ursachen lassen sich nicht immer schlüssig aufzeigen und Daten über den Zusammenhang von Hormonen und Depressionen lassen sich nicht ausreichend reproduzieren.</p>
<p><strong>HAUPTPUNKTE</strong></p>
<p>■ Der Umfang und die Qualität des <strong>väterlichen Engagements</strong> für sein Kind bis zum Lauflernalter sagen die spätere <strong>Kindesentwicklung </strong>voraus. Depressionen des Vaters in der frühen Kindheit können die Entwicklung und das seelische Wohl des Kindes gefährden.</p>
<p>■ Die <strong>Häufigkeit</strong> erheblicher Depressionen bei <strong>Vätern</strong> mit Kleinkindern liegt nach Schätzungen zwischen <strong>1,2 und 25,5 Prozent</strong>.</p>
<p>■ Immer mehr Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich depressive Symptome bei Vätern durch <strong>zwischenmenschliche Probleme</strong> mit der Mutter und <strong>depressive</strong> Symptome bei der <strong>Mutter</strong> vorhersagen lassen.</p>
<p>Psychosoziale Theorien über vor- und nachgeburtliche Depressionen konzentrieren sich auf <strong>Stressfaktoren</strong> bei der <strong>Mutter</strong>, die durch die <strong>Beeinträchtigungen</strong> ihrer <strong>Beziehungen</strong> ausgelöst werden (zum Beispiel Anforderungen an ihre Geschlechterrolle, unbefriedigte Bindungsbedürfnisse, Störungen ihrer zwischenmenschlichen Beziehungen und selbst empfundene Abweichungen von sozialen Normen). Die Forschung über psychosoziale Faktoren war recht ergiebig und hat Faktoren identifiziert, die Depressionen zuverlässig vorhersagen können. Dazu gehören <strong>Alltagsstress</strong>, mangelnder <strong>sozialer Rückhalt</strong>, eine schwierige <strong>Ehebeziehung</strong>, sozioökonomischer Status und viele andere psychologische, familiäre und soziale Faktoren, die eine Vorhersage erlauben.</p>
<p>Es ist nicht ganz klar, warum Depressionen bei Männern, die Vater werden oder Kleinkinder haben, bis vor Kurzem nicht untersucht wurden. Die verbreitete Neigung, sich auf die biologischen Veränderungen während der Schwangerschaft als Ursachen zu konzentrieren, mag mit dazu beigetragen haben, den nicht-schwangeren Elternteil zu übersehen. <strong>Väter</strong> (auf die biochemische Veränderungen während der Schwangerschaft keinen Einfluss haben) unterliegen aber den <strong>psychosozialen Stressfaktoren</strong>, die auf Eltern mit Kleinkindern einwirken. Sie können Stressfaktoren ausgesetzt sein, die speziell mit ihrer <strong>neuen Rolle</strong> verbunden ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Umfang und die Qualität des <strong>väterlichen Engagements</strong> für sein <strong>Kind</strong> bis zum Lauflernalter die spätere Kindesentwicklung voraussagen. Depressionen des Vaters während der frühen Kindheit können die Entwicklung und das seelische Wohl des Kindes gefährden.</p>
<p>Mehrere Untersuchungen aus neuerer Zeit haben gezeigt, dass Depressionen bei Vätern mit Kleinkindern „prävalent“ sind (das heißt, sie treten häufiger auf als in der erwachsenen männlichen Gesamtbevölkerung) und sich auch negativ auf das Kind auswirken können. Die <strong>Häufigkeit</strong> erheblicher <strong>Depressionen bei Vätern</strong> in den Monaten nach der Geburt liegt nach Schätzungen zwischen 1,2 und 25,5 Prozent. Dieser Forschungsbereich, der gerade erst im Entstehen ist, hat seine Anfangsschwierigkeiten, wie die <strong>weit auseinander liegenden Schätzungen</strong> für die Häufigkeit deutlich signalisieren. Die Methoden für die Quantifizierung von Depressionen bei werdenden Vätern und Vätern mit Kleinkindern müssen bei Forschern noch vereinheitlicht werden. Wir haben bei Weitem noch keine Einigung erreicht bei Fragen wie:</p>
<p>• Wann <strong>quantifizieren</strong> wir Depressionen (während der Schwangerschaft und/oder nach der Geburt des Kindes)?</p>
<p>• Wie <strong>identifizieren</strong> wir Väter, die untersucht werden sollten?</p>
<p>• Wie regeln wir die Unterteilung in <strong>bestimmte Gruppen</strong> (zum Beispiel Väter, die mit dem Kind zusammen leben oder nicht)?</p>
<p>Wir haben noch keinen Begriff, um das Phänomen überhaupt zu beschreiben (zum Beispiel männliche postpartale Depression oder Depression in der frühen Vaterschaft).</p>
<p>Die großen <strong>Unterschiede</strong> bei den <strong>Methoden</strong>, die zur Untersuchung von Depressionen in der frühen Vaterschaft benutzt wurden, sind wahrscheinlich auch ein Grund für das <strong>Auseinanderklaffen der Schätzungen</strong> für die Prävalenz, die <em>Goodman, Pinheiro</em>, ich selbst und andere Autoren beschrieben haben. Aber trotz dieser Herausforderungen ist bereits klar geworden, dass Depressionen bei werdenden Vätern und Vätern mit Kleinkindern weiter verbreitet sind, als wir einmal dachten.</p>
<p><strong>Folgen der Depression</strong></p>
<p>Bei Müttern mit Kleinkindern sind Depressionen ein Grund zu ernster Besorgnis, weil sie negative Auswirkungen auf die spätere Entwicklung und die geistig-seelische Gesundheit des Kindes haben. Dagegen ist wenig darüber bekannt, welchen Einfluss Depressionen des Vaters auf das Kind haben. Mehrere Studien zeigen aber, dass <strong>Depressionen des Vaters</strong> ein Risiko für die gesunde Entwicklung des Kindes darstellen. Eine Untersuchung aus dem Jahre 2005 stellte fest, dass eine Zunahme von Depressionssymptomen beim Vater acht Wochen nach der Geburt mit verstärkten <strong>Verhaltensproblemen des Kindes</strong> (nach innen und nach außen gekehrten) dreieinhalb Jahre später verbunden war. Dieser Effekt war bei <strong>Jungen ausgeprägter</strong> und wurde auch dann beobachtet, wenn sich die Depressionen des Vaters inzwischen gebessert hatten.</p>
<p>Andere Studien zeigten einen Zusammenhang von Depressionen bei Vätern von Kleinkindern mit <strong>verminderten </strong><strong>Vater-Kind-Aktivitäten</strong>, Störungen bei der Bildung der <strong>Vater-Kind-Bindung</strong>, vermehrtem Stress bei der <strong>Kindeserziehung</strong> und größeren Unstimmigkeiten in der <strong>Beziehung zur Mutter</strong> des Kindes. In mehreren Studien wurde ein Zusammenhang beobachtet zwischen verstärkten, aber noch nicht krankhaften Symptomen für Depressionen und negativen Auswirkungen auf die Kindeserziehung sowie negativen Folgen für das Zurechtkommen des Kindes im Alltag.</p>
<p>In einer unserer eigenen Untersuchungen stellten ich und meine Mitarbeiter fest, dass neun Monate alte Kinder von depressiven Vätern weniger positive Eltern-Kind-Interaktionen hatten (darunter spielen, Lieder singen, Geschichten erzählen und vorlesen). Neue Ergebnisse zeigen, dass sich diese verminderte <strong>Vater-Kind-Interaktion</strong>, insbesondere beim Lesen, <strong>negativ</strong> auf den <strong>Wortschatz auswirkt</strong>, mit dem sich ein <strong>Kind</strong> im Alter von zwei Jahren ausdrücken kann. Außerdem haben auch Depressionen bei <strong>Eltern, die nicht</strong> mit dem Kind <strong>zusammen leben</strong>, einen negativen Einfluss auf die elterliche Beziehung und vermindern später das Engagement des nicht zu Hause lebenden Vaters für sein kleines Kind.</p>
<p><strong>Dynamik der Elternbeziehung</strong></p>
<p>Man weiß nicht viel über die Faktoren, die Depressionen bei Vätern mit Kleinkindern verursachen oder zu ihnen beitragen. Offenbar sagt, wie allgemein beim Risiko für Depressionen, eine <strong>Vorgeschichte von Depressionen</strong> und anderen psychischen Störungen das Auftreten von postnatalen Depressionen bei Vätern wie auch bei Müttern sehr zuverlässig voraus. Obwohl Merkmale der <strong>Familienstruktur</strong> (wie Trennung, Scheidung oder Stieffamilienstatus) Risiken für stärkere Depressionen zu sein scheinen, sind die spezifischen Mechanismen unklar, die Depressionen bei Vätern mit Kleinkindern vorausgehen und zu ihnen führen.</p>
<p>Untersuchungen stellten übereinstimmend einen <strong>Zusammenhang</strong> zwischen <strong>Depressionen bei Müttern und Vätern </strong>fest. Mehrere Studien haben einen schwachen bis mäßigen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad von Depressionssymptomen bei Müttern und Vätern gezeigt. Ein <strong>gestörtes</strong> Verhältnis bei der <strong>gemeinsamen Kindeserziehung</strong> scheint ein wichtiger Mechanismus für diese <strong>depressive Ansteckung</strong> bei Eltern mit Kleinkindern zu sein. Die Wahrscheinlichkeit für erhebliche Depressionen war bei Vätern dreimal so hoch, wenn die Mutter leichte Depressionen hatte, und stieg auf das mehr als Achtfache an, wenn die Mutter unter mäßigen bis schweren Depressionen litt.</p>
<p>Eine Studie untersuchte die Zusammenhänge von <strong>Depressionen bei Vätern</strong> und anderen Faktoren im ersten Jahr nach der Geburt. Der Schweregrad der Depressionssymptome des Vaters wurde nicht in erster Linie von anderen Persönlichkeitseigenschaften beeinflusst. Er ließ sich vor allem anhand des <strong>Neurotizismus</strong> (zu Neurosen neigende Persönlichkeit) und der <strong>depressiven Symptome der Mutter</strong> sowie der <strong>Qualität der Ehebeziehung</strong> voraussagen.</p>
<p>Außerdem stellten wir fest, dass dieses Phänomen der <strong>depressiven Ansteckung</strong> nicht auf Paare in einer Liebesbeziehung beschränkt ist und fanden einen schwachen bis mäßigen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad der Depressionen, <strong>auch wenn</strong> die <strong>Eltern </strong>von Kleinkindern <strong>nicht zusammen</strong> leben (wenn sie zum Beispiel geschieden sind, getrennt oder nie zusammen gelebt haben). Auch in solchen Fällen haben Depressionen negative Auswirkungen auf das <strong>Verhältnis der Eltern</strong> bei der <strong>Kindeserziehung</strong> und das <strong>Engagement des Vaters</strong> für ein Kind, mit dem er nicht zusammen lebt. Die Ergebnisse anderer Studien über nicht zusammen lebende Eltern zeigen ebenfalls, dass depressive Ansteckung nicht auf Paare beschränkt ist, die traditionell zusammen leben.</p>
<p><strong>Ein Erklärungsmodell, das die Elternbeziehung berücksichtigt</strong></p>
<p>Bis jetzt hat niemand ein <strong>Modell</strong> zur Erklärung von Depressionen bei Vätern von Kleinkindern vorgeschlagen oder ein Modell für eine gemeinsame Entwicklung von Depressionen bei Vätern und Müttern in Verbindung mit der Geburt ihres Kindes, das die Elternbeziehung ausdrücklich berücksichtigt. Je mehr wir über Depressionen bei Vätern von Kleinkindern lernen und sie als ein wichtiges Problem für den Einzelnen und für Familien akzeptieren, um so mehr wird der Bedarf für einen einheitlichen Forschungsansatz sichtbar, der auch die Elternbeziehung berücksichtigt. Wir brauchen ein klares Modell, um die Rolle einer<strong> gestörten Elternbeziehung</strong> bei Depressionen zu verstehen, ebenso wie den <strong>Einfluss</strong>, den Depressionen bei <strong>einem Partner auf den anderen</strong> haben.</p>
<p>Aus der Kombination dreier unterschiedlicher Denkansätze ergibt sich ein größerer Rahmen, um Depressionen bei Vätern von einer Beziehungsperspektive aus zu beschreiben. Das erste Rahmenkonzept wurde von <em>Simpson</em> und Mitarbeitern vorgeschlagen und bedient sich der <strong>Theorie</strong> über die <strong>Bindung bei Erwachsenen</strong>. Es wurde vor dem Hintergrund von Studien zu Depressionen bei Müttern entwickelt und behauptet, dass ein erfolgreiches <strong>Hineinwachsen</strong> in die <strong>Mutterrolle</strong> durch eine starke, <strong>intime Beziehung</strong> mit ihrem Partner und dem damit verbundenen <strong>sozialen Rückhalt</strong> ermöglicht wird. Dieses Modell beruht auf der Annahme, dass erfolgreiche und belastbare intime Beziehungen die Anfälligkeit eines Menschen gegenüber den <strong>Stressfaktoren</strong> des Alltags <strong>ausgleichen</strong> können.</p>
<p><em>Belsky</em> und <em>Rovine</em> stellten fest, dass die subjektiv wahrgenommene <strong>Liebe und Intimität </strong>in einer Ehe in den drei Jahren <strong>nach der Geburt </strong>des ersten Kindes linear <strong>abnahm</strong> (mit einer stärkeren, quadratischen Abnahme bei Müttern mit Kleinkindern), während umgekehrt <strong>gemischte Gefühle</strong> gegenüber dem Partner und <strong>Konflikte</strong> in der Ehe <strong>zunahmen</strong>. Obwohl sich in diesem durchschnittlichen Trend eine abnehmende Qualität der Ehe ausdrückt, konnte das Erklärungsmodell nur schwer die erheblichen Unterschiede zwischen den einzelnen beobachteten Trends beschreiben: bei manchen Paaren änderte sich nichts und bei anderen verbesserte sich die Qualität der Ehe über den Zeitraum der Untersuchung.</p>
<p>Zweitens haben die Arbeiten von <em>Kendler</em> und Mitarbeitern zu zwei umfangreichen Modellen für Depressionen geführt, die jeweils für Männer und Frauen spezifisch sind. Neben <strong>anderen Ursachen</strong> (darunter genetisches Risiko, Drogenmissbrauch, Persönlichkeit und Entwicklungsgeschichte) konzentrieren sich diese <strong>geschlechterspezifischen Modelle</strong> vor allem auf <strong>belastende Lebensereignisse</strong> und <strong>Eheprobleme</strong>. Die Modelle bieten ein eher allgemeines Bezugssystem, in dem sich Depressionen bei Eltern von Kleinkindern einordnen lassen.</p>
<p>Das dritte Modell, <em>Belskys</em> <strong>Bestimmungsfaktoren der Kindeserziehung</strong>, stellt die elterliche Beziehung und Depressionen in einen weiteren Zusammenhang mit <strong>Familiensystemen</strong>, der sich auf das Erziehungsverhalten von Eltern auswirkt, und der in zukünftigen Studien dazu dienen wird, vorher definierte Ergebnisse der Kindesentwicklung als ein Untersuchungsziel mit einzubeziehen.</p>
<p>Diese Modelle betonen einzeln und zusammen die Beziehung der Eltern als einen dynamischen Faktor, der durch die Geburt des Kindes beeinflusst wird und Depressionen vorhersagen kann. Zusammen mit der zunehmenden Zahl von Forschungsergebnissen über die Rolle von Beziehungsbindungen bei Depressionen von Eltern mit Kleinkindern ergibt sich daraus ein neues <strong>Arbeitsmodell</strong>. In diesem Modell liegt die <strong>zentrale </strong>Betonung auf der <strong>elterlichen Beziehung </strong>(die weit gefasst definiert ist und Intimität und gegenseitigen Rückhalt in der Beziehung einschließt, effektive Kommunikation, konkrete Unterstützung, gemeinsame Interessen/Zeit zusammen, gemeinsame Wertvorstellungen, eine für beide zufrieden stellende Haushaltsführung, Versorgung der Kinder und Aufgaben bei Arbeit und Finanzen). Dabei wird die elterliche <strong>Beziehung</strong> als ein Faktor angenommen, der die Auswirkungen von <strong>Depressionen</strong> des einen Elternteils auf den anderen <strong>überträgt</strong>.</p>
<p>Nach diesem Modell haben in der Zeit nach der Geburt des Kindes Depressionen bei einem der Partner negative Auswirkungen auf die Beziehung der Eltern. Weiter besagt dieses Modell, dass auch die <strong>elterliche Beziehung vor der Schwangerschaft </strong>wichtig und als ein Faktor anzusehen ist, der die Wirkung von Stressfaktoren auf Eltern mit Kleinkindern später beeinflusst. Darüber hinaus kann jeder Partner auch seine oder ihre <strong>eigenen Risiken</strong> für Depressionen haben wie eine persönliche <strong>Vorgeschichte</strong> von Depressionen und <strong>belastende Lebensereignisse</strong>. Das anfängliche Engagement der Eltern für ihr Kind, der Umfang der Beteiligung an seiner Grundversorgung, andere bereichernde Interaktionen und die Bildung der Eltern-Kind-Bindung lassen sich aufgrund von Depressionen bei beiden Eltern und der elterlichen Beziehung vorhersagen.</p>
<p><strong>Zukünftige Forschung</strong></p>
<p>Die aktuelle wissenschaftliche Literatur über Depressionen bei Vätern von Kleinkindern hat noch keinen klaren Bezugspunkt gefunden. Das könnte auch daran liegen, dass viele Studien Depressionen bei Vätern nur als einen Teilaspekt im Rahmen größerer Studien untersuchen. Wir brauchen mehr Forschungsarbeiten, die sich <strong>spezifisch</strong> auf <strong>Depressionen bei Vätern</strong> konzentrieren und stärker auf <strong>repräsentative Gruppen</strong> achten, die die beträchtlichen <strong>kulturellen Unterschiede</strong> beim Engagement von Vätern vor und nach der Geburt ihres Kindes widerspiegeln. Forscher, die Depressionen bei Vätern von Kleinkindern untersuchen, müssen sich auf gemeinsame Definitionen einigen, darunter den Zeitpunkt der Untersuchung, die Stellung des Vaters in der Familie und einen einheitlichen Gebrauch von Fachbegriffen.</p>
<p>Künftige Untersuchungen sollten insbesondere die folgenden Aspekte mit einschließen:</p>
<p>• <strong>Methoden</strong>, die Fälle von Depressionen eindeutig definieren (zum Beispiel durch strukturierte Interviews) und nicht nur die allgemeine <strong>Häufigkeit</strong> von Depressionen bei Vätern nach der Geburt ihres Kindes untersuchen, sondern auch den <strong>Schweregrad</strong> der Depressionssymptome, noch nicht klinisch erhöhte depressive Stimmungen und den genauen <strong>Zeitpunkt</strong>, wann Depressionen vor und nach der Geburt auftreten</p>
<p>• Die Häufigkeit von <strong>Depressionen bei Müttern</strong> und der gesamte Umfang verschiedener Bereiche der <strong>elterlichen Beziehung</strong>, die an <strong>depressiver Ansteckung</strong> zwischen den Eltern beteiligt sein könnten (oder dagegen schützen)</p>
<p>• Die zeitliche <strong>Aufeinanderfolge</strong> von Depressionen oder verstärkten Depressionssymptomen bei einem Paar (zum Beispiel, gehen Depressionen bei Müttern öfter Depressionen bei Vätern voraus?)</p>
<p>• Strategien entwickeln, die Depressionen bei beiden Eltern rechtzeitig feststellen, durch ein verstärktes <strong>Bewusstsein</strong> in der <strong>Öffentlichkeit</strong> und/oder den <strong>Gesundheitsdiensten</strong> sowie verbesserte <strong>Vorsorgemaßnahmen</strong></p>
<p>Auch wenn man den Stand der Forschung berücksichtigt, bei der vieles noch in den Anfängen steckt, lassen sich bereits jetzt überzeugende Argumente finden, die Gesundheitsdienste zu einer aktiveren Vorsorge gegen postnatale Depressionen bei beiden Eltern ermutigen sollten, und für die Aufklärung von werdenden Eltern und Eltern mit Kleinkindern über Depressionen.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.psychiatrictimes.com/display/article/10168/1519072?CID=rss&amp;verify=0" target="_blank">Paulson</a></span>. Psychiatric Times, Feb 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welchen Einfluss haben Kinder auf das Beziehungsglück?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welchen-einfluss-haben-kinder-auf-das-beziehungsgluck/" target="_self">Welchen Einfluss haben Kinder auf das Beziehungsglück?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Einsamkeit ansteckend?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-einsamkeit-ansteckend/" target="_self">Ist Einsamkeit ansteckend?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie lässt sich postnatale Depression lindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lasst-sich-postnatale-depression-lindern/" target="_self">Wie lässt sich postnatale Depression lindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/treten-postnatale-bzw-postpartale-depressionen-auch-bei-vatern-auf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bietet hohe Stress-Empfindlichkeit von Kindern auch Vorteile?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bietet-hohe-stress-empfindlichkeit-von-kindern-auch-vorteile/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bietet-hohe-stress-empfindlichkeit-von-kindern-auch-vorteile/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 21:02:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Stresshormon]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=1797</guid>
		<description><![CDATA[Hochsensible Kinder leiden besonders stark unter einer unglücklichen Kindheit. Eine neue Studie zeigt nun, dass solche Kinder aber bei guter Fürsorge auch besonders gut gedeihen. Ich habe einen Presseartikel der EurekAlert vom 5. Februar übersetzt, der die umfangreiche Untersuchung kurz zusammenfasst:
Kinder, die besonders empfindlich auf Stress reagieren, sind auch anfälliger für die Auswirkungen schwieriger Familienverhältnisse, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1823" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Bietet hohe Stress-Empfindlichkeit von Kindern auch Vorteile s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Bietet-hohe-Stress-Empfindlichkeit-von-Kindern-auch-Vorteile-s.jpg" alt="Bietet hohe Stress-Empfindlichkeit von Kindern auch Vorteile s" width="167" height="146" />Hochsensible Kinder leiden besonders stark unter einer unglücklichen Kindheit. Eine neue Studie zeigt nun, dass solche Kinder aber bei guter Fürsorge auch besonders gut gedeihen. Ich habe einen Presseartikel der EurekAlert vom 5. Februar übersetzt, der die umfangreiche Untersuchung kurz zusammenfasst:</p>
<p>Kinder, die besonders empfindlich auf Stress reagieren, sind auch <strong>anfälliger</strong> für die Auswirkungen <strong>schwieriger Familienverhältnisse</strong>, und sie haben mehr Verhaltens- und Gesundheitsprobleme als gleichaltrige Kinder. Aber eine neue Langzeitstudie zeigt, dass sich hoch empfindsame Kinder auch <strong>besonders gut</strong> entwickeln, <strong>wenn</strong> sie in einer Umwelt aufwachsen, die sie <strong>fördert</strong>.</p>
<p><span id="more-1797"></span>Die Studie amerikanischer Wissenschaftler von der <em>University of British Columbia</em>, der <em>University of California, San Francisco</em>, und der <em>University of California, Berkeley</em>, erscheint in der Februarausgabe des Fachjournals <em>Child Development</em>.</p>
<p>„Eltern und Lehrer sind vielleicht der Meinung, dass empfindsame Kinder, wie Orchideen, schwieriger großzuziehen sind und <strong>mehr Fürsorge brauchen</strong>. Aber sie können aufblühen und zu Menschen mit außerordentlichen Fähigkeiten und Stärken heranwachsen, wenn sie in einer Umgebung groß werden, die sie unterstützt, und in der sie gut versorgt und gefördert werden“, sagt <em>Jelena Obradović</em>, die Assistant Professor an der School of Education der <em>Stanford University</em> ist. (<em>Dr. Obradović</em> war an der <em>University of British Columbia</em>, als sie und ihre Mitarbeiter die Untersuchung durchführten.)</p>
<p>Für ihre <strong>Studie</strong> untersuchten die Forscher 338 <strong>Vorschulkinder</strong>, ihre Familien und Lehrer, um festzustellen, wie schwierige <strong>Familienverhältnisse</strong> und die biologisch messbare <strong>Stress-Empfindlichkeit</strong> die gesunde Entwicklung von Kindern beeinflussen.</p>
<p>Als Maß für die Stress-Empfindlichkeit dienten die normalen atmungsabhängigen Schwankungen der <strong>Herzfrequenz </strong>und der Spiegel des <strong>Stresshormons</strong> Cortisol der Kinder. Die <strong>Familienverhältnisse</strong> wurden durch Befragungen untersucht, darunter zu möglichen finanziellen Notlagen, Überforderung der Eltern bei der Erziehung, Ehestreitigkeiten, offenen Aggressionen der Eltern untereinander und gegen die Kinder sowie Depression der Mütter.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass <strong>Kinder</strong> mit deutlich stärkeren biologischen Reaktionen beim Betrachten von Szenen eines Puppentheaters, die etwas belastende Situationen aus dem Alltagsleben der Kinder darstellten, <strong>stärker</strong> von den Familienverhältnissen (ungünstigen wie günstigen) <strong>beeinflusst</strong> wurden. Das heißt, das hoch empfindsame Kinder eher zu <strong>Entwicklungsproblemen</strong> neigten, wenn sie in schwierigen und <strong>belastenden Familienverhältnissen</strong> aufwuchsen.</p>
<p>Aber anders als erwartet entwickelten sich solche Kinder überdurchschnittlich gut, wenn sie in fürsorglichen, unbelasteten Familienverhältnissen groß wurden, weil sie auch <strong>stärker</strong> auf die <strong>positiven Seiten</strong> einer Umgebung <strong>ansprachen</strong>, in der sie unterstützt und gefördert wurden.</p>
<p>„Die Studie zeigt, wenn Kinder sehr empfindlich auf Stress reagieren, muss das nicht unbedingt etwas Negatives sein, sondern wir müssen dabei die Art ihrer Lebensumstände berücksichtigen“, erklärt <em>Obradović</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-02/sfri-hst012910.php" target="_blank">EurekAlert!</a></span>, 5.2.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/fulltext/123275002/PDFSTART" target="_blank">Obradović et al</a></span>. Child Development, Feb 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-bringt-uns-weiter-wettbewerb-oder-mitgefuhl/" target="_self">Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?</a></span></p>
<p><a title="Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie weit reichen die gesundheitlichen Folgen von Belastungen im Kindesalter?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-weit-reichen-die-gesundheitlichen-folgen-von-belastungen-im-kindesalter/" target="_self">Wie weit reichen die gesundheitlichen Folgen von Belastungen im Kindesalter?</a></span></p>
<p><a title="Wie verbreitet sind Depression und Angststörungen im Vorschulalter?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-verbreitet-sind-depression-und-angststorungen-im-vorschulalter/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie verbreitet sind Depression und Angststörungen im Vorschulalter?</span></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bietet-hohe-stress-empfindlichkeit-von-kindern-auch-vorteile/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-bringt-uns-weiter-wettbewerb-oder-mitgefuhl/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-bringt-uns-weiter-wettbewerb-oder-mitgefuhl/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 30 Dec 2009 13:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=1047</guid>
		<description><![CDATA[Mehrere neue Studien amerikanischer Psychologen zeigen, dass der Mensch von Mitgefühl und selbstlosen Verhaltensweisen auch Vorteile für sich hat, zum Beispiel bei der Fürsorge für seine Kinder. Ich habe einen Presseartikel der Universität vom 8.12. übersetzt, der ein ganzes Forschungsprogramm beschreibt und etwas länger ist. Er kommt zu dem Schluss, dass Mitgefühl angeboren und der stärkste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1056" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;margin-left: 10px;margin-right: 10px;border: 1px solid black" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/compassion-s-s.jpg" alt="compassion s s" width="125" height="167" />Mehrere neue Studien amerikanischer Psychologen zeigen, dass der Mensch von Mitgefühl und selbstlosen Verhaltensweisen auch Vorteile für sich hat, zum Beispiel bei der Fürsorge für seine Kinder. Ich habe einen Presseartikel der Universität vom 8.12. übersetzt, der ein ganzes Forschungsprogramm beschreibt und etwas länger ist. Er kommt zu dem Schluss, dass Mitgefühl angeboren und der stärkste Instinkt des Menschen ist:</p>
<p>Forscher an der <em>University of California</em> in Berkeley stellen den lange vorherrschenden Glauben infrage, dass der Mensch darauf programmiert ist egoistisch zu sein. In Untersuchungen auf ganz verschiedenen Gebieten tragen Sozialwissenschaftler immer mehr Daten zusammen, die zeigen, dass sich der <strong>Mensch</strong> in seinem Drang zu überleben und gedeihen zu einer Spezies entwickelt, die immer <strong>mitfühlender</strong> wird und besser <strong>füreinander arbeitet</strong>.</p>
<p><span id="more-1047"></span>Im Gegensatz zur Interpretation von Charles Darwins Theorie der Evolution durch natürliche Auslese als „Jeder ist sich selbst der Nächste“ sammelt <em>Dr. Dacher Keltner</em>, ein Psychologe an der <em>UC Berkeley</em> und Autor des Buches „Born to be Good: The Science of a Meaningful Life&#8221; gemeinsam mit anderen Sozialwissenschaftlern Beweise für eine andere These: Der <strong>Mensch</strong> ist als <strong>Spezies </strong>gerade deshalb <strong>erfolgreich, weil</strong> er die Fähigkeit hat, <strong>fürsorglich, uneigennützig</strong> und <strong>mitfühlend</strong> zu handeln hat.</p>
<p>Sie nennen es „Der Netteste überlebt.“</p>
<p>„Da sein <strong>Nachwuchs</strong> äußerst <strong>verwundbar</strong> ist, wird die <strong>Sorge</strong> des Menschen für andere zur <strong>grundlegenden Aufgabe</strong> für sein Überleben und die Fortpflanzung seiner Gene“, sagt <em>Dr. Keltner</em>, einer der Direktoren des <em>Greater Good Science Center </em>an der <em>UC Berkeley</em>. „Wir Menschen haben als Spezies überlebt, weil wir die Fähigkeit entwickelt haben, uns um Hilfebedürftige zu kümmern und zusammenzuarbeiten. Wie es Darwin schon vor langer Zeit vermutet hat, ist das <strong>Mitgefühl</strong> unser <strong>stärkster Instinkt</strong>.“</p>
<p><strong>Das Mitgefühl liegt uns in den Genen</strong></p>
<p><em>Dr. Keltners</em> Team hat begonnen zu untersuchen, wie die Fähigkeit des Menschen zur Fürsorge und Zusammenarbeit in bestimmten Gehirnregionen und im Nervensystem verschaltet sein könnte. Eine seiner neusten Studien zeigte deutlich, dass manche Menschen eine <strong>genetische Veranlagung</strong> zu einem größeren <strong>Einfühlungsvermögen</strong> für andere haben.</p>
<p>Die <strong>Studie</strong>, die <em>Dr. Sarina Rodrigues</em> von der <em>Oregon State University</em> in den USA und die Doktorandin <em>Laura Saslow</em> von der <em>UC Berkeley</em> durchführten, stellte fest, dass Menschen mit einer bestimmten Variante des <strong>Gens</strong> für das Oxytocinrezeptor-Protein in psychologischen Tests den <strong>Gefühlszustand anderer</strong> besser <strong>wahrnehmen</strong> können und unter Anspannung <strong>weniger gestresst</strong> reagieren.</p>
<p><strong>Oxytocin</strong> (umgangssprachlich auch „Kuschelhormon“) wird überwiegend im Gehirn gebildet und auch ins Blut abgegeben. Es hat verschiedene Funktionen und beeinflusst das menschliche Verhalten, unter anderem indem es <strong>soziale Interaktionen, Fürsorge </strong>und das <strong>Verliebtsein </strong>fördert.</p>
<p>„Die Neigung zu mehr Einfühlungsvermögen könnte auf dem Einfluss eines einzigen Gens beruhen“, sagt <em>Dr. Rodrigues</em>, deren Studie jetzt in dem renommierten Journal <em>PNAS</em> (2009) veröffentlicht wurde.</p>
<p><strong>Freigebigkeit hebt den sozialen Status</strong></p>
<p>Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass zwischenmenschliche Bindungen und soziale Interaktion ein Menschenleben gesünder und sinnvoller machen können. Aber manche Forscher der <em>UC Berkeley </em>stellen die weitergehende Frage, „Wie sichern diese Charakterzüge unser Überleben und heben unseren Status bei unseren Mitmenschen?“</p>
<p>Eine Antwort ist laut <em>Dr. Robb Willer</em>, einem Sozialpsychologen und Soziologen an der <em>UC Berkeley</em>, dass <strong>großzügige</strong> Menschen bei anderen <strong>mehr Respekt und Einfluss</strong> genießen. In einer neueren <strong>Studie </strong>gaben <em>Dr. Willer</em> und sein Team Testpersonen eine bescheidene Menge Bargeld und ließen sie unterschiedlich komplexe <strong>Gesellschaftsspiele </strong>spielen. Das Ziel dieser Spiele war dem „Gemeinwohl“ zu dienen. Die Studie wurde in dem Fachjournal <em>American Sociological Review </em>veröffentlicht und zeigte, dass großzügiger handelnde Teilnehmer von ihren Mitspielern mit mehr Geschenken, Respekt und <strong>Zusammenarbeit honoriert</strong> wurden und einen größeren Einfluss auf sie hatten.</p>
<p>„Die Ergebnisse zeigten, dass jeder, der nur streng im eigenen Interesse handelt, gemieden, verachtet, ja sogar gehasst wird“, sagt <em>Dr. Willer</em>. „Aber die Leute, die sich anderen gegenüber großzügig verhalten, werden von ihren Mitspielern am meisten <strong>geachtet</strong> und damit steigt ihr <strong>Status</strong>.“</p>
<p>„Wenn man bedenkt, wie viel man von Großzügigkeit profitiert, stellen sich Sozialwissenschaftler immer weniger die Frage, warum Menschen großzügig sind, sondern mehr, warum sie überhaupt jemals egoistisch sind“, fügt er an.</p>
<p><strong>Kinder sind die Zukunft</strong></p>
<p>Solche Ergebnisse bestätigen die von Pionieren der „<strong>positiven Psychologie</strong>“ wie <em>Prof. Martin Seligman</em> von der <em>University of Pennsylvania</em> in den USA, dessen Forschungsschwerpunkt  sich Anfang der neunziger Jahre von psychischen Erkrankungen und Funktionsstörungen weg verlagerte, und der sich stattdessen dem Geheimnis der seelischen <strong>Belastbarkeit</strong> und des <strong>Optimismus </strong>bei Menschen widmet.</p>
<p>Während sich in den USA ein Großteil der Forschung auf dem Gebiet der positiven Psychologie auf die Erfüllung und das <strong>Glück des Einzelnen</strong> konzentriert, untersuchen Forscher an der <em>UC Berkeley</em> vor allem, wie es zum <strong>Wohl der Allgemeinheit </strong>beiträgt.</p>
<p>Ein Erfolg dieser Arbeit ist das <em>Greater Good Science Center </em>auf dem Campus der <em>UC Berkeley</em>, das an der amerikanischen Westküste zu einem Magneten für die Forschung über Dankbarkeit, Mitleid, Selbstlosigkeit, Ehrfurcht und gute <strong>elterliche Fürsorge</strong> geworden ist, und zu dessen finanziellen Unterstützern das Metanexus Institute, Tom und Ruth Ann Hornaday und die Quality of Life Foundation gehören.</p>
<p><em>Dr. Christine Carter</em> ist die Geschäftsführerin des <em>Greater Good Science Centers</em> und hat die Internetseite „Science for Raising Happy Kids&#8221; ins Leben gerufen, zu deren Zielen unter anderem die Unterstützung und <strong>Förderung</strong> von Eltern bei der Erziehung von <strong>Kindern </strong>gehört, die die „<strong>emotionalen Grundregeln</strong>“ beherrschen. Damit meint sie die Fähigkeit, die eigenen <strong>Gefühle </strong>und die anderer zu <strong>verstehen</strong> und mit ihnen umzugehen. So setzt <em>Dr. Carter</em> gründliche Forschung in praktische Erziehungsratschläge für Eltern um. Sie sagt, viele Eltern kehren materialistischen und am Wettbewerb orientierten Aktivitäten den Rücken und denken neu darüber nach, womit sie ihren Familien wahres Glück und Wohlergehen schenken können.</p>
<p>„Ich habe festgestellt, wenn Eltern anfangen, bewusst die <strong>Dankbarkeit</strong> und <strong>Großzügigkeit</strong> ihrer Kindern zu <strong>kultivieren</strong>, sehen sie schnell, wie viel glücklicher und belastbarer ihre Kinder werden“, sagt <em>Dr. Carter</em>. Sie ist die Autorin des Buches &#8220;Raising Happiness: 10 Simple Steps for More Joyful Kids and Happier Parents&#8221;, dass ab Februar 2010 in den Buchläden zu haben sein wird. „Eltern sind oft überrascht, wie viel glücklicher auch sie selbst dadurch werden.“</p>
<p><strong>Der Touch des Mitgefühls</strong></p>
<p>Bei <strong>Collegestudenten</strong> hat der Psychologe <em>Dr. Rodolfo Mendoza-Denton</em> von der <em>UC Berkeley</em> festgestellt, dass Bekanntschaften zwischen Menschen unterschiedlicher <strong>Rassen</strong> und ethnischer Herkunft die soziale und akademische Erfahrung des Campuslebens bereichern können. In einer <strong>Studie</strong>, deren Ergebnisse im <em>Journal of Personality and Social Psychology</em> veröffentlicht wurden, <strong>lernten sich </strong>weiße und Latinostudenten mit starken Rassenvorurteilen bei mehreren Treffen zu zweit besser <strong>kennen</strong>. Dabei <strong>sanken </strong>nach und nach ihre Spiegel von <strong>Cortisol</strong>, einem Hormon, das bei <strong>Stress und Angst</strong> gebildet wird. Auch nach dem Ende des Experiments kamen diese Studenten auf dem Campus besser mit Menschen anderer Rassen aus.</p>
<p>In einer weiteren <strong>Studie</strong> (<em>Hertenstein</em> et al., <em>Emotion</em> 2006) von Psychologen der <em>DePauw University</em> in den USA und der <em>UC Berkeley</em> versuchten Menschen, die durch einen undurchsichtigen Vorhang voneinander getrennt waren und nicht reden durften, sich <strong>Gefühle mitzuteilen</strong>. Dabei steckte der „Decoder“ seinen Arm durch den Vorhang und der andere (der „Encoder“) <strong>berührte</strong> seinen Arm, um ihm unterschiedliche Gefühle mitzuteilen. Neben leicht zu erratenden Gefühlen wie Ärger (zum Beispiel hauen) und Ablehnung (wegschubsen) konnte der Decoder die Emotionen <strong>Mitgefühl, Liebe</strong> und <strong>Dankbarkeit </strong><strong>erraten</strong>, nicht jedoch die eher selbstorientierten Gefühle Verlegenheit, Neid oder Stolz. Dabei konnte der Decoder durch <strong>Berührung </strong>ausgedrückte „nette“ Gefühle <strong>ähnlich</strong> zuverlässig erraten wie (in anderen Studien) anhand des <strong>Gesichtsausdrucks</strong>.</p>
<p>„Menschen sind von Kopf bis Fuß auf Mitgefühl programmiert, und Berührung kann es von einem auf den anderen übertragen“, sagt <em>Dr. Keltner</em>.</p>
<p>Das gilt auch für kleinere Säugetiere. <em>Dr. Darlene Francis</em>, eine Psychologin der <em>UC Berkeley</em>, und <em>Michael Meaney</em>, Professor für Biologische Psychiatrie und Neurologie an der <em>McGill University</em> in Kanada, stellten in einer Reihe von <strong>Studien</strong> fest, dass <strong>Rattenbabys</strong>, die von ihren <strong>Müttern</strong> geleckt, geputzt und allgemein <strong>versorgt</strong> werden, verminderte Spiegel von Stresshormonen haben. Auch als erwachsene Tiere bleiben diese Ratten auf Dauer <strong>weniger stressanfällig</strong> als Tiere, deren Mütter sich nicht gut um sie gekümmert hatten.</p>
<p>Insgesamt stellen diese und andere Ergebnisse der <em>UC Berkeley</em> die Auffassung infrage, dass nette Menschen ihr Leben lang zu kurz kommen. Stattdessen sprechen sie für die Hypothese, dass der Mensch bei entsprechender Erziehung und Unterstützung eher zu Mitgefühl neigt.</p>
<p>„Diese neue <strong>Wissenschaft von der Selbstlosigkeit</strong> und den physiologischen Grundlagen des Mitgefühls werfen ein neues Licht auf die Beobachtung, die Darwin vor fast 130 Jahren machte, dass <strong>Mitgefühl</strong> der <strong>stärkste Instinkt </strong>des Menschen ist“, sagt <em>Dr. Keltner</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.berkeley.edu/news/media/releases/2009/12/08_survival_of_kindest.shtml" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">UCBerkeleyNews</span></a>, 8.12.09</p>
<p><a href="http://socrates.berkeley.edu/~keltner/publications/rodrigues.2009.pdf" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Rodriguez et al.</span></a> PNAS Dec 2009</p>
<p><a href="http://socrates.berkeley.edu/~keltner/publications/hertenstein.2006.pdf" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Hertenstein et al.</span></a> Emotion 2006</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-ehrenamtliche-tatigkeit das-kognitive-altern verlangsamen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Kann ehrenamtliche Tätigkeit das kognitive Altern verlangsamen?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/machen-kinder-glucklich/" target="_self">Machen Kinder glücklich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-konsum-glucklich/" target="_self">Macht Konsum glücklich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-menschen-von-natur-aus-optimistisch/" target="_self">Sind Menschen “von Natur aus” optimistisch?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-bringt-uns-weiter-wettbewerb-oder-mitgefuhl/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 15:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=836</guid>
		<description><![CDATA[Eine neue Untersuchung hat festgestellt, dass Hänselei in der Schule und Mobbing unter Geschwistern zu Hause große Ähnlichkeiten haben, auch wenn es dafür bei Jungen und Mädchen recht unterschiedliche Gründe geben kann. In einer Pressemitteilung des Journals, die ich übersetzt habe, meinen die Forscher, dass man Hänselei in der Schule oft schon zu Hause einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-946" style="margin: 0px 10px; border: black 1px solid;" title="bullying c s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/bullying-c-s.jpg" alt="bullying c s" width="167" height="125" />Eine neue Untersuchung hat festgestellt, dass Hänselei in der Schule und Mobbing unter Geschwistern zu Hause große Ähnlichkeiten haben, auch wenn es dafür bei Jungen und Mädchen recht unterschiedliche Gründe geben kann. In einer Pressemitteilung des Journals, die ich übersetzt habe, meinen die Forscher, dass man Hänselei in der Schule oft schon zu Hause einen Riegel vorschieben könnte:</p>
<p>Kinder, die andere <strong>in der Schule hänseln</strong>, tyrannisieren <strong>wahrscheinlich auch</strong> ihre Geschwister <strong>zu Hause</strong>. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die jetzt im <em>British Journal of Developmental Psychology</em> veröffentlicht wurde.</p>
<p><em>Dr. Ersilia Menesini </em>und ihre Kollegen an der <em>Universita&#8217; degli Studi di Firenze</em> in Italien untersuchen in ihrer <strong>Studie</strong>, ob man anhand des <strong>Alters</strong> und <strong>Geschlechts</strong> der Geschwister eines Kindes vorhersagen kann, ob es eher zu einem <strong>Täter oder</strong> zu einem <strong>Opfer </strong>von Mobbing wird. Außerdem wollten sie wissen, ob es einen Zusammenhang zwischen Mobbing unter <strong>Geschwistern </strong>und in der <strong>Schule</strong> gibt.</p>
<p><span id="more-836"></span>An der Studie nahmen insgesamt 195 Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren teil. Alle Kinder hatten einen Bruder oder eine Schwester, die nicht mehr als vier Jahre älter oder jünger waren als sie selbst. Alle Kinder beantworteten in Fragebögen, ob sie in der Schule Opfer oder Täter von Mobbing waren. Dann beantworteten sie die gleichen Fragen über Mobbing zu Hause.</p>
<p><em>Dr. Menesini </em>sagt: „Wir stellten fest, dass Kinder mit älteren <strong>Brüdern</strong> die am meisten schikanierte Gruppe waren. Außerdem sagten uns erheblich mehr Jungen als Mädchen, sie würden ihre Geschwister tyrannisieren – die meistens jünger waren als sie selbst. Wahrscheinlich geht es bei dieser Art des <strong>Geschwistermobbings</strong> letzten Endes um die Aufrechterhaltung einer <strong>dominanten Stellung</strong>.“</p>
<p>„Allerdings hat bei <strong>Mädchen</strong> Mobbing vor allem etwas mit einem <strong>schlechten Verhältnis</strong> der Geschwister zu tun und nicht damit, wer älter ist. Tatsächlich gab es einen deutlichen Zusammenhang zwischen heftigen Streitereien und einem Mangel an gegenseitiger Zuneigung und Mobbing und Gemobbt-Werden unter Geschwistern.“</p>
<p>Die Studie stellte auch einen deutlichen <strong>Zusammenhang zwischen Verhaltensmustern</strong> des Mobbens und Gemobbt-Werdens <strong>zu Hause</strong> und in der <strong>Schule</strong> fest. Geschwistertyrannen drangsalierten auch in der Schule öfter ihre Kameraden, und Opfer von Mobbing zu Hause wurden häufiger zu Opfern in der Schule. <em>Dr. Menesini </em>fährt fort: „Aus unserer Studie lässt sich nicht ableiten, welches Verhalten zuerst kommt. Aber wenn Kinder zu Hause bestimmte <strong>Verhaltensweisen</strong> entwickeln, wie zum Beispiel ihre Geschwister tyrannisieren, und sie werden nicht gebremst, können sie ihr Verhalten <strong>in die Schule weiter tragen</strong>.“</p>
<p>Was lässt sich aus diesen Ergebnissen über das Eingreifen bei Mobbing schließen? Um Mobbing unter Geschwistern zu verhindern und einzudämmen, sollten <strong>Eltern</strong> auf das <strong>Verhältnis unter den Geschwistern achten </strong>und versuchen, zu vermitteln und eine konfliktgeladene Atmosphäre abzubauen. Das gilt insbesondere, wenn sie <strong>ältere Söhne </strong>haben und die Geschwisterbeziehung negativ und sehr <strong>feindselig</strong> erscheint.</p>
<p>Andererseits sollten sich <strong>Lehrer </strong>mehr um den <strong>Zusammenhang zwischen Familie und Schule</strong> kümmern, um Mobbing zu verstehen und zu verhindern, dass es auf die Schule übergreift. Mobbing kann schon bei kleinen Kindern anfangen, und man sollte sich stärker bemühen, seine Entwicklung zu Hause zu verhindern und dagegen vorzugehen, um Mobbing und Gemobbt-Werden in der Schule zu abzubauen.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.bps.org.uk/media-centre/press-releases/releases$/british-journal-of-psychology$/bullying-at-school-linked-to-bullying-at-home.cfm" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">British Psychological Society</span></a>, 2.12.09</p>
<p><a href="http://bpsoc.publisher.ingentaconnect.com/content/bpsoc/bjdp/pre-prints/bjdp563" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">British Journal of Developmental Psychology</span></a> 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Was treibt gewalttätige Teenager an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-treibt-gewalttatige-teenager-an/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Was treibt gewalttätige Teenager an?</span></a></p>
<p><a title="Welche Auswirkungen hat Mobbing in der Schule auf die Zuschauer?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-mobbing-in-der-schule-auf-die-zuschauer/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Welche Auswirkungen hat Mobbing in der Schule auf die Zuschauer?</span></a></p>
<p><a title="Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/" target="_self"> <span style="text-decoration: underline;">Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?</span></a></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><a title="Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/oppositionelles-und-aggressives-verhalten.html" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 22:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/2009/11/29/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/</guid>
		<description><![CDATA[Forscher haben gezeigt, dass sich übertriebene Strenge von Eltern bei manchen Kindern besonders nachteilig auswirken kann, zum Beispiel, wenn sie von Natur aus eher in sich gekehrt sind. Ich habe eine Pressemitteilung zu der Studie übersetzt:
In einer aktuellen Studie, die jetzt im The Journal of Child Psychology and Psychiatry veröffentlicht wurde, zeigen Forscher, dass ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1813" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/Werden-Aggressionen-von-Kindern-durch-die-Kritik-der-Eltern-gefördert-s.jpg" alt="Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert s" width="167" height="154" />Forscher haben gezeigt, dass sich übertriebene Strenge von Eltern bei manchen Kindern besonders nachteilig auswirken kann, zum Beispiel, wenn sie von Natur aus eher in sich gekehrt sind. Ich habe eine Pressemitteilung zu der Studie übersetzt:</p>
<p>In einer aktuellen Studie, die jetzt im <em>The Journal of Child Psychology and Psychiatry</em> veröffentlicht wurde, zeigen Forscher, dass ein <strong>überreagierender Erziehungsstil</strong> von Eltern, wie zum Beispiel heftige Kritik oder Anbrüllen als Reaktion auf das <strong>ungewollte Verhalten</strong> eines Kindes, zu <strong>noch mehr</strong> Aggression oder einem verstärkten Verletzen von Regeln führen kann.</p>
<p><span id="more-803"></span>So reagieren Kinder auf diesen Erziehungsstil, wenn sie normalerweise <strong>introvertiert</strong>, <strong>nicht gutwillig</strong> oder <strong>nicht pflichtbewusst</strong> sind, aber auch Kinder mit einer <strong>starken Fantasie</strong>. Dagegen hat diese Reaktion bei Eltern am wenigsten nachteilige Folgen für Kinder, die von Natur aus extrovertiert, gutwillig, pflichtbewusst sind oder keine ausgeprägte Fantasie haben.</p>
<p>Die Studie, an der 586 Familien teilnahmen, zeigt, dass das Verletzen von Regeln und aggressives Verhalten von den <strong>Persönlichkeitsmerkmalen</strong> beeinflusst wird, die in der <strong>Natur eines Kindes</strong> liegen. Weiter zeigt die Studie, dass aggressive Verhaltensweisen im Allgemeinen bei älteren Kindern seltener werden, aber <strong>Regeln verletzendes Verhalten</strong> <strong>ändert sich</strong> im Großen und Ganzen <strong>nicht</strong>.</p>
<p><strong>Beide Geschlechter</strong> zeigen diese Verhaltensweisen im Alter von sechs bis fünfzehn Jahren. Wenn man sowohl die Persönlichkeit als auch das Geschlecht betrachtet, haben Erziehungsmethoden auf Jungen und Mädchen keinen unterschiedlichen Einfluss.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://eu.wiley.com/WileyCDA/PressRelease/pressReleaseId-63697.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Wiley Press Room</span></a>, 19.11.09</p>
<p><a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/122688775/abstract" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">The Journal of Child Psychology and Psychiatry</span></a>, 19.11.09</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-bringt-uns-weiter-wettbewerb-oder-mitgefuhl/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?</span></a></p>
<p><a title="Verschlechtert sich die Partnerschaft, wenn die Kinder aus dem Haus sind?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/verschlechtert-sich-die-partnerschaft-wenn-die-kinder-aus-dem-haus-sind/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Verschlechtert sich die Partnerschaft, wenn die Kinder aus dem Haus sind?</span></a></p>
<p><a title="Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/" target="_self"> <span style="text-decoration: underline;">Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?</span></a></p>
<p><a title="Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/oppositionelles-und-aggressives-verhalten.html" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?</span></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Machen Kinder glücklich?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/machen-kinder-glucklich/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/machen-kinder-glucklich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 14:10:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/2009/10/29/machen-kinder-glucklich/</guid>
		<description><![CDATA[Vor Kurzem erschien eine interessante wissenschaftliche Studie darüber, ob Kinder Eltern glücklich machen. Die wichtigsten Ergebnisse fasse ich hier zusammen:
Wenn Ehepaare Kinder haben, sind sie mit ihrem Leben zufriedener, und je mehr Kinder, desto glücklicher sind sie. Aber bei unverheirateten Menschen haben Kinder kaum oder gar keinen positiven Einfluss auf das Glücksempfinden. Das geht aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1063" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="make children happy c s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/10/make-children-happy-c-s.jpg" alt="make children happy c s" width="167" height="140" />Vor Kurzem erschien eine interessante wissenschaftliche Studie darüber, ob Kinder Eltern glücklich machen. Die wichtigsten Ergebnisse fasse ich hier zusammen:</p>
<p><strong>Wenn Ehepaare Kinder haben</strong>, sind sie mit ihrem Leben <strong>zufriedener</strong>, und je mehr Kinder, desto glücklicher sind sie. Aber bei <strong>unverheirateten</strong> Menschen haben Kinder kaum oder gar <strong>keinen positiven</strong> Einfluss auf das Glücksempfinden. Das geht aus einer Studie von <em>Dr. Luis Angeles</em> an der <em>University of Glasgow</em> hervor, die gerade online im <em>Journal of Happiness Studies</em> veröffentlicht wurde.</p>
<p><span id="more-689"></span><strong>Frühere Untersuchungen</strong> haben gezeigt, dass Menschen mit zunehmender Zahl ihrer Kinder nicht glücklicher werden. Manche dieser Studien fanden sogar, <strong>je mehr Kinder</strong> ein Mensch hat, <strong>umso</strong> <strong>unzufriedener </strong>ist er mit seinem Leben. Dafür wurde die recht ernüchternde Erklärung geboten, dass Kinder groß zu ziehen mit viel harter Arbeit verbunden ist, von der Menschen nur ab und zu durch ein paar lohnende Erfahrungen profitieren.</p>
<p><em>Dr. Angeles</em> glaubt, diese Erklärung ist zu stark vereinfacht. Wenn man sie fragt, was die <strong>wichtigsten Dinge in ihrem Leben</strong> sind, setzen die meisten Menschen ihre <strong>Kinder</strong> ziemlich oder sogar ganz obenan auf ihre Liste. Im Gegensatz zu früheren Studien berücksichtigt <em>Dr. Angeles’</em> Analyse des Zusammenhangs zwischen eigenen Kindern und Zufriedenheit im Leben auch die <strong>Rolle individueller Eigenschaften</strong> wie Familienstand, Geschlecht, Alter, Einkommen und Bildung.</p>
<p><strong>Bei Verheirateten</strong> gleich welchen Alters, und insbesondere bei verheirateten Frauen, <strong>erhöhen Kinder die Zufriedenheit</strong> mit dem Leben, und sie steigt mit der Anzahl der Kinder im Haushalt. Dagegen berichten Menschen, die Kinder groß ziehen, von <strong>negativen Erfahrungen</strong>, wenn sie getrennt sind, <strong>unverheiratet</strong> zusammen leben, oder sie sind Singles, die nie verheiratet waren. Kinder fordern einen Tribut an der Zufriedenheit der Eltern mit ihrem <strong>sozialen Leben</strong> und am Umfang und der Gestaltung ihrer <strong>Freizeit</strong>.</p>
<p><em>Dr. Angeles</em> kommt zu dem Schluss: „Ich neige zu der Interpretation, dass es Menschen mit Kindern unter den „richtigen Bedingungen” besser geht – zu einer Zeit im Leben, wenn Leute meinen, dass sie dazu <strong>bereit</strong> sind, oder zumindest willens, <strong>Eltern zu werden</strong>. Dieser Punkt kann für jeden Einzelnen zu einer sehr anderen Zeit im Leben kommen. Aber wahrscheinlich ist ein Signal dafür, dass er naht, <strong>wenn Menschen heiraten</strong>.”</p>
<p><strong>Quelle: </strong><a href="http://www.springer.com/social+sciences/quality+of+life+research/journal/10902" target="_blank"></a></p>
<p><a href="http://www.springer.com/social+sciences/quality+of+life+research/journal/10902" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Journal of Happiness Studies</span></a>, 14.10.09</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-bringt-uns-weiter-wettbewerb-oder-mitgefuhl/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welchen Einfluss haben Kinder auf das Beziehungsglück?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welchen-einfluss-haben-kinder-auf-das-beziehungsgluck/" target="_self">Welchen Einfluss haben Kinder auf das Beziehungsglück?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Verschlechtert sich die Partnerschaft, wenn die Kinder aus dem Haus sind?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/verschlechtert-sich-die-partnerschaft-wenn-die-kinder-aus-dem-haus-sind/  " target="_self">Verschlechtert sich die Partnerschaft, wenn die Kinder aus dem Haus sind?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/machen-kinder-glucklich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Welche Auswirkungen hat ADHS auf die Lebensqualität?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-adhs-auf-die-lebensqualitat/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-adhs-auf-die-lebensqualitat/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 11:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=183</guid>
		<description><![CDATA[In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie ist zu dieser Frage ein Artikel erschienen, der den Forschungsstand zusammenfasst und eine eigene Studie zu dem Thema vorstellt.  Ina Schreyer und Petra Hampel von der Universität Bremen stellen zusammenfassend folgendes fest:
- Die Lebensqualität von Jungen mit ADHS (in der vorliegenden Studie wurden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der aktuellen Ausgabe der <em>Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie </em>ist zu dieser Frage ein Artikel erschienen, der den Forschungsstand zusammenfasst und eine eigene Studie zu dem Thema vorstellt.  <em>Ina Schreyer </em>und <em>Petra Hampel </em>von der <em>Universität Bremen </em>stellen zusammenfassend folgendes fest:</p>
<p>- Die <strong>Lebensqualität </strong>von Jungen mit ADHS (in der vorliegenden Studie wurden nur Jungen untersucht) ist gegenüber Jungen ohne ADHS <strong>vermindert</strong>, sowohl hinsichtlich Familie, Freunden als auch der Schule.</p>
<p>- Auch die <strong>Lebensqualität der Mütter </strong>wird durch die Erkrankung eines Kindes mit ADHS <strong>beeinträchtigt</strong>. Dies ist auf den ersten Blick nicht wirklich überraschend. Bemerkenswert ist jedoch schon, dass die Einschränkungen offensichtlich höher sind als bei Müttern von chronisch kranken Kindern. Dies weist darauf hin, dass die Eltern von ADHS-kranken Kindern <strong>in außerordentlich hohem Maße </strong>durch die Krankheit belastet werden.</p>
<p>- Die Studie zeigte außerdem, dass sich das <strong>Erziehungsverhalten </strong>von Müttern von Jungen mit ADHS signifikant von dem Erziehungsverhalten von Müttern von gesunden Kindern unterschied.  Im Einklang mit vorangegangenen Studien zu diesem Thema stellen die Autorinnen fest, dass das Erziehungsverhalten der untersuchten Müttern von ADHS-Kindern <strong>stärker kontrollierend </strong>und negativ war,  zudem <strong>weniger positiv verstärkend </strong>und außerdem durch ein geringeres Interesse am Kind charakterisiert als bei Müttern mit gesunden Kindern.</p>
<p>Aus vorangegangenen Studien weiß man, dass negatives Erziehungsverhalten an der Aufrechterhaltung von ADHS beteiligt sein kann oder wie es die Autorinnen formulieren: &#8220;Das Chronifizierungsrisiko steigt [an], je höher die Rate negativer Eltern-Kind Interaktionen ist.&#8221;</p>
<p>Für die <strong>Behandlung </strong>von ADHS-kranken Kindern bedeutet das, dass die <strong>Eltern aktiv miteinbezogen </strong>werden<strong> </strong>sollten. Zum einen, um sie selbst darin zu unterstützen, ihre eigene Lebensqualität wieder zu steigern und zum anderen um ihnen zu helfen ihre Interaktionen mit ihrem Kind zu verbessern und somit einen Risikofaktor für die Aufrechterhaltung von ADHS zu verringern.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.psycontent.com/content/l57t04711897545g/?p=6a9000cee6a346f2beab4ad2eee243e9&amp;pi=6" target="_blank">Schreyer &amp; Hampel</a></span>. Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 37 (1), 2009, 69-75</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sehenswerte Video-Einführung in ADHS" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/test/" target="_self">Sehenswerte Video-Einführung in ADHS</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/" target="_self">Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben heute mehr Kinder ADHS als früher?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-heute-mehr-kinder-adhs-als-fruher/" target="_self">Haben heute mehr Kinder ADHS als früher?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/adhs-bei-kindern.html " target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-adhs-auf-die-lebensqualitat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wovon hängt es ab, dass Kinder gut schlafen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wovon-hangt-es-ab-dass-kinder-gut-schlafen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wovon-hangt-es-ab-dass-kinder-gut-schlafen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 10:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dr-rose-shaw.de/2009/01/03/wovon-hangt-es-ab-dass-kinder-gut-schlafen/</guid>
		<description><![CDATA[In einer aktuellen (vorab online veröffentlichten) Studie des Journal of Sleep Research (01/09) berichtet eine Forschergruppe aus Israel und USA von den Ergebnissen einer umfangreichen Untersuchung zu Schlafverhalten und -gewohnheiten von Kindern in den ersten drei Lebensjahren in USA und Kanada. Über einen internetbasierten Fragebogen wurden die Angaben von über 5.000 Eltern zu ihrem Verhalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer aktuellen (vorab online veröffentlichten) Studie des <em>Journal of Sleep Research (01/09) </em>berichtet eine Forschergruppe aus Israel und USA von den Ergebnissen einer umfangreichen Untersuchung zu Schlafverhalten und -gewohnheiten von Kindern in den ersten drei Lebensjahren in USA und Kanada. Über einen internetbasierten Fragebogen wurden die Angaben von über 5.000 Eltern zu ihrem Verhalten sowie dem Schlafverhalten ihrer Kinder erfasst. Hintergrund der Studie ist, dass kaum ein Thema Eltern so beeinträchtigt und belastet wie das Auftreten von Schlafstörungen bei ihren Kindern. Tatsächlich wird geschätzt, dass <strong>zwischen 20% und 30% aller Kinder </strong>unter drei Jahren <strong>unter Schlafstörungen leiden </strong>wie z.B.  <strong>Schwierigkeiten mit dem Einschlafen </strong>und/oder häufiges <strong>nächtliches Aufwachen</strong>.</p>
<p>Einige Ergebnisse der Studie überraschen kaum, wie zum Beispiel, dass die Schlafdauer der Kinder mit zunehmenden Alter abnimmt. Andere Ergebnisse sind jedoch durchaus bemerkenswert, so zum Beispiel die enorme Schwankungsbreite der täglichen Schlafdauer: Die &#8220;unteren&#8221; 5% der Kinder unter einem Jahr schliefen zwischen 9 und 10 Stunden pro Tag; die &#8220;oberen&#8221; 5% schliefen knapp 16 Stunden täglich.</p>
<p>Ebenfalls wenig überraschend, aber dennoch nicht weniger wichtig, ist der Befund, dass die <strong>nächtlichen Schlafstörungen der Kinder eng mit dem Verhalten der Eltern zusammen hängen</strong>.  Je mehr Gewicht die Eltern darauf legten, dass ihr Kind selbständig und in ihrem eigenen Zimmer einschlief, desto unproblematischer schlief es auch ein. Je aktiver die Eltern auf nächtliches Aufwachen ihres Kindes reagierten (aus der Krippe nehmen, schaukeln, trösten) desto häufiger traten die nächtlichen Schlafstörungen auf. Verhaltenstherapeutisch lässt sich dieser Zusammenhang leicht erklären: In den Arm nehmen, Schnuller geben etc.  wird dem Kind als &#8220;Belohnung&#8221; für sein nächtliches Aufwachen wahrgenommen und verstärkt daher dieses Verhalten. Tatsächlich haben eine Vielzahl von Studien den eindeutigen Zusammenhang zwischen Veränderungen im Elternverhalten und dem Schlafverhalten ihrer Kinder nachgewiesen.</p>
<p>Was heißt dies für die Arbeit in unserer Praxis? Schlafstörungen bei Kindern sind ein gutes Beispiel dafür, dass es bei der &#8220;Kindertherapie&#8221; eben oftmals darum geht, auch mit den Eltern über <em>ihr </em>Verhalten zu sprechen als ausschließlich über das Verhalten ihres Kindes.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/121457562/abstract" target="_blank">Sadeh et al</a></span>. Journal of Sleep Research 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wieviel Schlaf braucht mein Kind?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wieviel-schlaf-braucht-mein-kind/" target="_self">Wieviel Schlaf braucht mein Kind?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie verbreitet sind Schlafstörungen bei Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-verbreitet-sind-schlafstorungen-bei-kindern/" target="_self">Wie verbreitet sind Schlafstörungen bei Kindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Führt Schlafmangel bei Kindern zu Hyperaktivität?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-schlafmangel-bei-kindern-zu-ubergewicht-und-hyperaktivitat-fuhren/" target="_self">Führt Schlafmangel bei Kindern zu Hyperaktivität?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei (Ein-)Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/schlafstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei (Ein-)Schlafstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sleep Websurvey" href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/121457562/abstract" target="_blank"></a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wovon-hangt-es-ab-dass-kinder-gut-schlafen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
