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	<title>Psychologie aktuell &#187; Entwicklung</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
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	<itunes:subtitle>Psychologie &amp; Psychotherapie</itunes:subtitle>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; Entwicklung</title>
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		<title>Welche Vorstellung haben Babys von Raum und Zeit?</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 20:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik & Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Zahlworte wie „eins“, „zwei“ und „drei“ gehören zu den ältesten Worten in der Evolution der (indogermanischen) Sprachen und sind damit so alt wie „ich“ oder „wir“. Eine aktuelle Studie an Babys zeigt nun, dass die Wahrnehmung von quantitativen Unterschieden vielleicht nicht einfach erlernt ist, sondern dem Menschen sogar angeboren sein könnte. Wir haben die Presseerklärung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2939" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Welche Vorstellung haben Babies von Raum und Zeit" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Welche-Vorstellung-haben-Babies-von-Raum-und-Zeit.jpg" alt="Welche Vorstellung haben Babies von Raum und Zeit" width="170" height="122" />Zahlworte wie „eins“, „zwei“ und „drei“ gehören zu den ältesten Worten in der Evolution der (indogermanischen) Sprachen und sind damit so alt wie „ich“ oder „wir“. Eine aktuelle Studie an Babys zeigt nun, dass die Wahrnehmung von quantitativen Unterschieden vielleicht nicht einfach erlernt ist, sondern dem Menschen sogar angeboren sein könnte. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die die Faszination von Kindern mit Konzepten wie „groß“ und „klein“ erklären könnte:</p>
<p>Noch bevor sie sprechen lernen, organisieren Babys Informationen über <strong>Zahlen</strong>, <strong>Raum </strong>und <strong>Zeit</strong> auf eine komplexere Art und Weise als man bisher dachte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter Leitung der Psychologin <em>Stella Lourenco</em> von der <em>Emory University</em> in den USA. „Wir haben gezeigt, dass neun Monate alte <strong>Babys </strong>ein Gespür für die <strong>Verhältnisse von Objekten</strong> zueinander haben und „mehr als“ oder „weniger als“ bei Zahl, Größe und Dauer erkennen können. Und das wirklich Bemerkenswerte ist, sie brauchen nur Erfahrung mit einem dieser quantitativen Konzepte, um zu erraten, wie andere Quantitäten aussehen sollten”, sagt <em>Lourenco</em>.</p>
<p><em>Lourenco</em> führte die Studie, die in einer der nächsten Ausgaben von <em>Psychological Science</em> veröffentlicht werden soll, zusammen mit dem Neurowissenschaftler <em>Matthew Longo </em>vom <em>University College London</em> durch.</p>
<p><span id="more-2929"></span>In seinem Meisterwerk „The Principles of Psychology&#8221;  aus dem Jahre 1890 beschreibt William James den Eindruck des Babys von der Welt als ein „einziges großes grelles, hektisches Durcheinander.”</p>
<p>Aber immer mehr Forschungsergebnisse stellen diese lange Zeit gültige Theorie auf den Kopf.</p>
<p>„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen ab den ersten paar Monaten im Leben Informationen über die <strong>Quantität</strong> benutzen, um ihre <strong>Wahrnehmung</strong> von der <strong>Welt</strong> zu <strong>organisieren</strong>”, sagt <em>Lourenco</em>. „Die Quantität scheint überaus nützlich zu sein, um vorherzusagen, wie sich Objekte verhalten sollten.”</p>
<p><em>Lourenco</em> konzentriert sich auf die Entwicklung der <strong>räumlichen Wahrnehmung</strong> und ihre Interaktionen mit anderen kognitiven Dimensionen wie der Verarbeitung von <strong>Zahlen</strong> und der Wahrnehmung der <strong>Zeit</strong>. Frühere Forschungsuntersuchungen haben gezeigt, dass diese verschiedenen kognitiven Bereiche auf neuronaler Ebene eng miteinander <strong>verknüpft</strong> sind. So haben zum Beispiel Tests gezeigt, dass Erwachsene kleinere Zahlen mit der linken Seite des Raumes assoziieren und größere Zahlen mit der rechten.</p>
<p>„Es ist, als ob wir ein Lineal im Kopf hätten”, beschreibt <em>Lourenco </em>das Phänomen.</p>
<p>Andere Tests haben gezeigt, wenn Erwachsene schnell die höhere von zwei Zahlen wählen sollen, wird die Aufgabe viel schwieriger, wenn die höhere Zahl physisch kleiner aussieht als die niedrigere Zahl.</p>
<p><em>Lourenco </em>wollte untersuchen, ob unser Gehirn einfach statistische Regelmäßigkeiten durch wiederholte <strong>Erfahrungen</strong> und sprachliche <strong>Assoziationen</strong> erkennt, <strong>oder</strong> ob ein <strong>allgemeines System</strong> für die Wahrnehmung von Größen schon früh im Leben existiert.</p>
<p>Um das zu untersuchen, zeigte sie in ihrem Labor neun Monate alten Babys Gruppen von Objekten auf einem Computerbildschirm. „Babys starren gerne Dinge an, die sie zum ersten Mal sehen”, erklärt <em>Lourenco</em>, „und wir können messen, wie lange sie diese Dinge anschauen, um zu verstehen, wie sie Informationen verarbeiten.”</p>
<p>Wenn die Forscher den Babys Bilder von größeren Objekten zeigten, die schwarz und gestreift waren, und kleineren Objekten, die weiß und gepunktet waren, erwarteten die Babys die gleiche Kombination von <strong>Farbe</strong> und <strong>Muster</strong> auch für das <strong>Größenverhältnis</strong> „mehr und weniger” bei Zahlen und der Zeitdauer. Wenn zum Beispiel die zahlreicheren Objekte weiß und gepunktet waren, fixierten die Babys das Bild länger, als wenn die Objekte schwarz und gestreift waren.</p>
<p>„Wenn die Babys etwas länger anschauen, zeigt es, dass sie von der fehlenden Übereinstimmung überrascht sind”, sagt <em>Lourenco</em>. „Sie scheinen zu erwarten, dass diese verschiedenen <strong>Dimensionen</strong> in der Welt miteinander <strong>korrelieren</strong>.”</p>
<p>Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen mit einem <strong>allgemeinen System</strong> für die <strong>Wahrnehmung von Größen geboren</strong> werden könnten. „Wenn wir nicht mit diesem System geboren werden, dann scheint es sich sehr schnell zu entwickeln”, sagt <em>Lourenco</em>. „Wie dem auch sei, ich finde es erstaunlich, wie wir Informationen über die Quantität benutzen, um uns die Welt zu erklären.”</p>
<p><em>Lourenco</em> hat vor Kurzem 300 000 Dollar Forschungsgelder vom John Merck Fund erhalten. Die Mittel sind für junge Forscher gedacht, die kognitiv-psychologische oder biologische Untersuchungen durchführen, die für Entwicklungsstörungen relevant sind. Sie hat vor, damit näher zu untersuchen, wie sich dieses System zur <strong>Verarbeitung quantitativer Informationen</strong> entwickelt, sowohl bei <strong>gesunden Kindern</strong> als auch bei Kindern mit Entwicklungsstörungen wie der Lernschwäche <strong>Dyskalkulie</strong> (Rechenschwäche) – dem mathematischen Äquivalent der Dyslexie (Lese- und Rechtschreibschwäche).</p>
<p>„In den letzten beiden Jahrzehnten galt die Aufmerksamkeit sehr der Dyslexie”, sagt <em>Lourenco</em>. „Aber weil unsere Welt immer technischer wird und Schüler in den USA denen in anderen Ländern in Mathematik hinterherhinken, findet jetzt die Bedeutung mathematischen, räumlichen und zeitlichen Denkens mehr Beachtung. Ich möchte die tiefer liegenden Ursachen der Dyskalkulie untersuchen und mich mit möglichen Behandlungsmethoden für Kinder befassen, die Schwierigkeiten mit quantitativem Denken haben.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://esciencecommons.blogspot.com/2010/06/how-babies-use-number-space-and-time.html" target="_blank">Emory University</a></span>, 11.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://pss.sagepub.com/content/early/2010/04/27/0956797610370158.abstract" target="_blank">Lourenco &amp; Longo</a></span>. <em>Psychological Science</em>, Juni 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was erklärt die Lesefähigkeit von Kindern: Genetik oder Umwelt?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-erklart-die-lesefahigkeit-von-kindern-genetik-oder-umwelt/" target="_self">Was erklärt die Lesefähigkeit von Kindern: Genetik oder Umwelt?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wann startet die Sprachentwicklung bei Babys?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wann-startet-die-sprachentwicklung-bei-babys/" target="_self">Wann startet die Sprachentwicklung bei Babys?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum wecken Gerüche Kindheitserinnerungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-wecken-geruche-kindheitserinnerungen/" target="_self">Warum wecken Gerüche Kindheitserinnerungen?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Besteht ein Zusammenhang zwischen ADHS und Pestiziden?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/besteht-ein-zusammenhang-zwischen-adhs-und-pestiziden/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 17:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
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		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Häufigkeit von ADHS bei Kindern ist in den letzten Jahren stark gestiegen, doch die Ursachen dafür sind nicht klar. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine hohe Pestizidbelastung vor der Geburt und bei Kleinkindern das Risiko für spätere Verhaltensstörungen erhöht, die ADHS ähneln. Wir haben einen Pressebericht zu einer aktuellen Studie vom Mai übersetzt, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2782" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Besteht ein Zusammenhang zwischen ADHS und Pestiziden" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Besteht-ein-Zusammenhang-zwischen-ADHS-und-Pestiziden.jpg" alt="Besteht ein Zusammenhang zwischen ADHS und Pestiziden" width="167" height="125" />Die Häufigkeit von ADHS bei Kindern ist in den letzten Jahren stark gestiegen, doch die Ursachen dafür sind nicht klar. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine hohe Pestizidbelastung vor der Geburt und bei Kleinkindern das Risiko für spätere Verhaltensstörungen erhöht, die ADHS ähneln. Wir haben einen Pressebericht zu einer aktuellen Studie vom Mai übersetzt, die nun zum ersten Mal einen Zusammenhang zwischen Pestizidbelastung und ADHS bei Kindern in der Allgemeinbevölkerung zeigt:</p>
<p>Ein Team von Wissenschaftlern der <em>University of Montreal</em> in Kanada und der <em>Harvard University</em> in den USA hat einen Zusammenhang zwischen einer Umweltbelastung durch Pestizide vom Typ der <strong>Organophosphate</strong> und einem erhöhten Risiko für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (<strong>ADHS</strong>) bei Kindern gezeigt.</p>
<p><span id="more-2777"></span>Die <strong>Studie</strong>, die in dem Journal <em>Pediatrics </em>erschien, stellte einen Zusammenhang zwischen Pestizidbelastung und ADHS-Symptomen bei Kindern fest. Die Forscher untersuchten 1139 Kinder, die zuvor an einer für die <strong>US-Bevölkerung repräsentativen</strong> Studie teilgenommen hatten, und maßen die Pestizidkonzentrationen in ihrem Urin.</p>
<p>Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ein Grad der Umweltbelastung durch Organophosphat-<strong>Pestizide</strong>, wie er für Kinder in den USA typisch ist, zu der <strong>Häufigkeit </strong>von <strong>ADHS</strong> mit beitragen könnte.</p>
<p>„Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Gabe bestimmter Organophosphat-Verbindungen <strong>Hyperaktivität </strong>und <strong>kognitive Defizite</strong> bei <strong>Tieren</strong> hervorruft“, sagt der erste Autor <em>Maryse F. Bouchard</em> von der Abteilung Umwelt- und Arbeitsmedizin der <em>University of Montreal</em> und dem <em>Sainte-Justine Hospital Research Center</em>. „In unserer Studie haben wir festgestellt, dass eine Belastung durch Organophosphate bei <strong>Kindern</strong>, die noch in der Entwicklung sind, Auswirkungen auf das Nervensystem haben könnte und damit zu Verhaltensweisen wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität beitragen, die für <strong>ADHS </strong>charakteristisch sind.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nouvelles.umontreal.ca/udem-news/news/20100517-pesticide-exposure-may-contribute-to-adhd.html" target="_blank">UdeMNouvelles</a></span>, 17.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1542/peds.2009-3058" target="_blank">Bouchard et al</a></span>. <em>Pediatrics</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wird das Risiko für ADHS bei Kindern durch das Rauchen der Eltern erhöht?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wird-das-risiko-fur-adhs-bei-kindern-durch-das-rauchen-der-eltern-erhoht/" target="_self">Wird das Risiko für ADHS bei Kindern durch das Rauchen der Eltern erhöht?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind für ADHS Verbindungsfehler im Gehirn verantwortlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-fur-adhs-verbindungsfehler-im-gehirn-verantwortlich /" target="_self">Sind für ADHS Verbindungsfehler im Gehirn verantwortlich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sehenswerte Video-Einführung in ADHS" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/test/" target="_self">Sehenswerte Video-Einführung in ADHS</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/adhs-bei-kindern.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie lassen sich Depressionen bei Kleinkindern erkennen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lassen-sich-depressionen-bei-kleinkindern-erkennen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lassen-sich-depressionen-bei-kleinkindern-erkennen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 09:03:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Depressionen bei Kindern im Vorschulalter äußern sich anders als bei älteren Kindern und sind schwer zu erkennen. Zum Beispiel wirken sich die Depressionen nicht auf die schulische Leistung aus und die Kinder werden noch weitgehend von den Eltern versorgt, die vielleicht auch deshalb nicht wahrhaben wollen, ihr Kind könnte depressiv sein. Wir haben die Presseerklärung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2767" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie lassen sich Depressionen bei Kleinkindern erkennen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Wie-lassen-sich-Depressionen-bei-Kleinkindern-erkennen.jpg" alt="Wie lassen sich Depressionen bei Kleinkindern erkennen" width="167" height="125" />Depressionen bei Kindern im Vorschulalter äußern sich anders als bei älteren Kindern und sind schwer zu erkennen. Zum Beispiel wirken sich die Depressionen nicht auf die schulische Leistung aus und die Kinder werden noch weitgehend von den Eltern versorgt, die vielleicht auch deshalb nicht wahrhaben wollen, ihr Kind könnte depressiv sein. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers eines Übersichtsartikels vom Mai übersetzt, der auch neue Ansätze zur Therapie in diesem Alter vorstellt:</p>
<p>Es ist schwierig, sich einen depressiven Drittklässler vorzustellen. Es ist noch schwieriger, sich ein depressives Vorschulkind vorzustellen. Obwohl <strong>Depressionen</strong> bei Kindern wohlbekannt sind und behandelt werden, haben Forschungsstudien erst in letzter Zeit begonnen, Depressionen auch bei <strong>Kindern unter sechs</strong> Jahren zu untersuchen. In der neusten Ausgabe von <em>Current Directions in Psychological Science</em>, einem Journal der <em>Association for Psychological Science</em>, beschreibt die Kinderpsychiaterin und Forscherin <em>Joan Luby</em> von der <em>Washington University</em> in St. Louis in den USA die Ergebnisse aktueller Studien, die Depressionen bei Kindern im Vorschulalter und die Bedeutung der <strong>Früherkennung </strong>untersucht haben.</p>
<p><span id="more-2761"></span>Depressionen bei Vorschulkindern äußern sich nicht immer genauso wie bei älteren Kindern und Erwachsenen – das ist einer der Gründe, warum Depressionen im Vorschulalter bis jetzt kaum beachtet wurden. Zum Beispiel zeigt sich bei erwachsenen Depressionspatienten <strong>Anhedonie</strong> (die Unfähigkeit, Freude oder Lust zu empfinden) häufig in Form einer verminderten Libido. Bei kleinen Kindern kann Anhedonie aber als eine Unfähigkeit zur Freude am <strong>Spielen</strong> zum Ausdruck kommen. Außerdem können Eltern Depressionen bei Vorschulkindern auch deshalb nicht bemerken, weil die Symptome <strong>nicht unbedingt</strong> als ein störendes Verhalten sichtbar werden. Diese Kinder müssen nicht offensichtlich <strong>traurig</strong> wirken (wie das bei vielen Erwachsenen der Fall ist) und können Phasen haben, in denen sie im Alltag ganz normal zurechtkommen. Ein entscheidender Fortschritt bei der Erkennung von Depressionen im Vorschulalter war die Entwicklung psychiatrischer <strong>Interviewmethoden</strong>, die für dieses Alter angemessen sind. Diese Interviews haben gezeigt, dass Vorschulkinder sehr wohl typische Depressionssymptome haben können. Dazu gehören, dass sie <strong>weniger fröhlich</strong> erscheinen, zu <strong>Schuldgefühlen</strong> neigen und sich ihr <strong>Schlafmuster </strong>ändert.</p>
<p>Forschungsuntersuchungen haben gezeigt, dass Depressionen im Vorschulalter <strong>nicht</strong> einfach eine <strong>vorübergehende</strong> Erscheinung sind, sondern ein früher Ausdruck der gleichen chronischen Störung sein können, die auch später auftritt – Studien haben nachgewiesen, dass Vorschulkinder mit Depressionen auch in der späteren Kindheit und Jugend häufiger Depressionen haben werden als gesunde Vorschulkinder. Wegen der potenziell lang anhaltenden Auswirkungen von Depressionen im Vorschulalter ist eine <strong>frühe Erkennung</strong> und Behandlung besonders wichtig. Das <strong>Gehirn</strong> von Kleinkindern ist ausgesprochen „<strong>formbar</strong>”– das heißt, ihr Gehirn passt sich leicht an und neue Erfahrungen und Ereignisse können es verändern. Diese Formbarkeit könnte erklären, warum Behandlungen, die auf die Entwicklung abzielen, effektiver sind, wenn sie früh eingeleitet werden, und das könnte auch bei Psychotherapie der Fall sein.</p>
<p>Die Entwicklung von <strong>Behandlungsmethoden</strong> für Depressionen im Vorschulalter erfordert noch mehr Forschung. <em>Luby</em> schreibt, eine Studie habe gezeigt, dass Antidepressiva vom Typ der <strong>SSRIs</strong> bei Kindern im Schulalter effektiv sein könnten, weist aber auch auf Bedenken über die Nebenwirkungen dieser Medikamente hin. Gegenwärtig wird eine neue Behandlungsmethode für Depressionen bei Vorschulkindern untersucht, die vielversprechend sein könnte. Diese Behandlung beruht auf der <strong>Eltern-Kind-Interaktions-Therapie</strong> und wurde modifiziert, um die emotionale Entwicklung des Kindes stärker zu betonen. Frühe Veränderungen emotionaler Fähigkeiten könnten beim Risiko für Depressionen entscheidend sein, und diese Form der Therapie könnte dazu beitragen, solche Veränderungen schon sehr früh in der Entwicklung zu korrigieren.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.psychologicalscience.org/observer/get.cfm?page=http://www.psychologicalscience.org/redesign/index.php/publications/observer/obsonline/preschool-depression.html" target="_blank">Association for Psychological Science</a></span>, 20.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.psychologicalscience.org/observer/images/preschool_depression.pdf" target="_blank">Luby</a></span>. <em>Current Directions in Psychological Science</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie verbreitet sind Depression und Angststörungen im Vorschulalter?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-verbreitet-sind-depression-und-angststorungen-im-vorschulalter/" target="_self">Wie verbreitet sind Depression und Angststörungen im Vorschulalter?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Gibt es bei Kindern einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-bei-kindern-einen-zusammenhang-zwischen-schlafstorungen-und-depressionen/" target="_self">Gibt es bei Kindern einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Depressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie wirkt sich Alkohol in der Schwangerschaft auf das Verhalten des Kindes aus?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-wirkt-sich-alkohol-in-der-schwangerschaft-auf-das-verhalten-des-kindes-aus/" target="_self">Wie wirkt sich Alkohol in der Schwangerschaft auf das Verhalten des Kindes aus?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen von Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/depressionen-bei-kindern.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen von Kindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Werden wir im Alter glücklicher?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-wir-im-alter-glucklicher-2/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-wir-im-alter-glucklicher-2/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 09:28:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2692</guid>
		<description><![CDATA[Wenn wir von Menschen in ihren „besten Jahren“ reden, meinen wir das Alter um die Fünfzig. Nun zeigt eine neue Studie, dass gerade in diesem Alter Menschen mit sich und ihrem Leben am wenigsten zufrieden sind. Wir haben einen Artikel aus der New York Times über die Studie von vor zwei Wochen übersetzt, der das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2699" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Werden wir im Alter glücklicher" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Werden-wir-im-Alter-glücklicher.jpg" alt="Werden wir im Alter glücklicher" width="125" height="265" />Wenn wir von Menschen in ihren „besten Jahren“ reden, meinen wir das Alter um die Fünfzig. Nun zeigt eine neue Studie, dass gerade in diesem Alter Menschen mit sich und ihrem Leben am wenigsten zufrieden sind. Wir haben einen Artikel aus der <em>New York Times</em> über die Studie von vor zwei Wochen übersetzt, der das Phänomen beschreibt aber nicht richtig erklären kann:</p>
<p>Es kommt unaufhaltsam. Die Muskeln schlaffen ab. Das Gehör und die Augen werden langsam immer schlechter. Wir bekommen Falten und gehen gebückt. Wir können nicht mehr rennen oder noch nicht einmal so schnell laufen, wie wir es gewohnt waren. Körperteile ziepen und schmerzen, die wir vorher nie wahrgenommen hatten. Wir werden alt.</p>
<p>Es klingt zum Bemitleiden, aber scheinbar ist es das nicht. Eine große Gallup-Umfrage hat gezeigt, dass Menschen, egal wie man es betrachtet, mit <strong>zunehmendem Alter glücklicher</strong> werden, und die Forscher wissen nicht recht warum.</p>
<p><span id="more-2692"></span>„Es könnte an den sich ändernden <strong>Lebensumständen</strong> liegen“, sagt <em>Arthur A. Stone</em>, der erste Autor einer neuen Studie, die sich auf die Umfrage stützt, „oder an psychologischen Veränderungen, etwa der Art und Weise, wie wir die <strong>Welt sehen</strong>, oder sogar an <strong>biologischen Faktoren</strong> – zum Beispiel der Hirnchemie oder hormonellen Veränderungen.“</p>
<p>Die telefonische <strong>Umfrage</strong>, die 2008 in den USA durchgeführt wurde, erfasste landesweit 340000 Menschen im Alter von achtzehn bis fünfundachtzig Jahren, die Fragen über Alter, Geschlecht, aktuelle Ereignisse, persönliche Finanzen, Gesundheit und anderes beantworteten.</p>
<p>Die Teilnehmer wurden auch über ihr „<strong>globales Wohlbefinden</strong>“ (Zufriedenheit mit dem Leben insgesamt) befragt, das sie auf einer Skala von eins bis zehn einschätzten. Solche Fragen werden von Zeit zu Zeit in Bevölkerungsumfragen gestellt, obwohl sich die Antworten nicht sehr genau auswerten lassen.</p>
<p>Schließlich enthielt die Umfrage sechs Ja-oder-Nein-Fragen: Wie fühlten Sie sich gestern die meiste Zeit des Tages: froh, zufrieden, gestresst, besorgt, ärgerlich, traurig? Die Antworten, so die Forscher, zeigen das „<strong>hedonistische Wohlbefinden</strong>“ eines Menschen, das heißt die unmittelbare Erfahrung seiner seelischen Verfassung. Es wird daher nicht durch korrigierte Erinnerungen oder subjektive Urteile verfälscht, wie sie die Frage über seine allgemeine Lebenszufriedenheit in einem Menschen wachrufen könnte.</p>
<p>Die Ergebnisse der Studie, die am 17. Mai online in den <em>Proceedings of the National Academy of Sciences</em> erschien, sind gute Nachrichten für alte Menschen und für die, die älter werden. Was ihr <strong>Wohlbefinden insgesamt</strong> angeht, sind Menschen zu <strong>Beginn</strong> ihres Erwachsenenlebens recht <strong>zufrieden</strong>, aber dann machen ihnen offenbar die Alltagsprobleme immer mehr zu schaffen. Sie fühlen sich schlechter und schlechter bis zu einem <strong>Tiefpunkt</strong> mit <strong>fünfzig</strong>. Dann wechselt der Trend plötzlich und Leute fühlen sich immer <strong>wohler, je älter</strong> sie werden. Wenn sie erst einmal die Fünfundachtzig erreicht haben, sind Menschen sogar zufriedener als mit achtzehn.</p>
<p>Die Untersuchung des <strong>unmittelbaren Wohlbefindens </strong>– des emotionalen Zustands am Vortag – zeigte, dass der Stress ab dem Alter von zweiundzwanzig abnimmt und mit fünfundachtzig am geringsten ist. Die Sorgen bleiben bis fünfzig etwa gleich, nehmen aber danach stark ab. Der Ärger nimmt ab achtzehn kontinuierlich ab. Die <strong>Traurigkeit</strong> nimmt bis zu einem Höchstwert mit fünfzig zu, nimmt dann bis dreiundsiebzig ab und bis fünfundachtzig wieder leicht zu. Die Freude und <strong>Zufriedenheit</strong> haben ähnliche Kurven: beide fallen langsam ab, bis wir fünfzig werden, steigen die nächsten fünfundzwanzig Jahre stetig an und gegen Ende wieder sehr geringfügig ab. Aber einen Tiefststand wie in unseren frühen Fünfzigern erreichen sie nie wieder.</p>
<p>Andere Experten zeigten sich von der Untersuchung beeindruckt. <em>Andrew J. Oswald</em>, Professor für Psychologie an der <em>Warwick Business School </em>in England, der mehrere Studien über die Zufriedenheit des Menschen veröffentlicht hat, nannte die Ergebnisse bedeutend und in mancher Hinsicht ermutigend. „Wenn man damit rechnen kann, mit Anfang achtzig zufriedener zu sein als in seinen Zwanzigern, ist das sehr ermutigend“, sagt er. „Und das hängt nicht in erster Linie von irgendwelchen Dingen ab, die in unserem Leben passieren. Dahinter scheint etwas sehr Tiefes und Menschliches zu stehen.“</p>
<p>Laut <em>Dr. Stone</em>, der Professor für Psychologie an der <em>State University of New York</em> in Stony Brook ist, wirft die Studie Fragen auf, die noch näher untersucht werden müssten. „Diese Ergebnisse bilden ein charakteristisches Muster“, meint er, „und man sollte versuchen, es besser zu verstehen. Was ändert sich ab dem <strong>Alter von fünfzig</strong> und warum?“</p>
<p>Die Studie sollte nicht untersuchen, <strong>was </strong>Menschen <strong>glücklich macht</strong>, und die Fragen zur Gesundheit waren nicht spezifisch genug, um Schlussfolgerungen über den Einfluss von Krankheiten oder Behinderungen auf die Zufriedenheit im Alter zu ziehen. Aber vier Möglichkeiten untersuchten die Forscher: das Geschlecht der Befragten, ob sie einen <strong>Partner</strong> hatten, ob <strong>Kinder</strong> zu Hause lebten, und ob sie <strong>berufstätig</strong> waren. „Das sind vier plausible Einflussfaktoren“, sagt <em>Dr. Stone</em>, „aber sie spielen scheinbar <strong>keine große Rolle</strong>.“</p>
<p>Wenn sich jemand unter fünfzig manchmal niedergeschlagen fühlt, könnte das ein Trost sein. Die Aussichten erscheinen Ihnen jetzt vielleicht etwas trübe, aber sehen Sie das Positive: Sie werden älter.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nytimes.com/2010/06/01/health/research/01happy.html?partner=rss&amp;emc=rss" target="_blank">New York Times Health</a></span>, 31.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.pnas.org/content/early/2010/05/04/1003744107.abstract" target="_blank">Stone et al</a></span>. <em>Proceedings of the National Academy of Sciences</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden wir im Alter glücklicher?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-wir-im-alter-glucklicher/" target="_self">Werden wir im Alter glücklicher?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Woher kommen “die guten alten Zeiten”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/woher-kommen-die-guten-alten-zeiten/" target="_self">Woher kommen “die guten alten Zeiten”?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hängt die Fähigkeit zu vergeben vom Alter ab?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangt-die-fahigkeit-zu-vergeben-vom-alter-ab/" target="_self">Hängt die Fähigkeit zu vergeben vom Alter ab?</a></span></p>
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		<title>Riskantes Verhalten in der Pubertät: Was sind die biologischen Hintergründe?</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 20:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Unfälle sind bei Menschen unter vierzig Jahren die häufigste Todesursache und erreichen im Teenageralter einen deutlichen Höchstwert. Eine aktuelle Studie hat einen Gehirnmechanismus untersucht, der zu der Risikobereitschaft von Teens mit beitragen könnte. Wir haben eine Pressemitteilung der Universität zu der Studie von dieser Woche übersetzt, die einen faszinierenden Einblick in die Biologie der Unvernunft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2669" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Riskantes Verhalten in der Pubertät - Was sind die biologischen Hintergründe" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Riskantes-Verhalten-in-der-Pubertät-Was-sind-die-biologischen-Hintergründe.jpg" alt="Riskantes Verhalten in der Pubertät - Was sind die biologischen Hintergründe" width="125" height="167" />Unfälle sind bei Menschen unter vierzig Jahren die häufigste Todesursache und erreichen im Teenageralter einen deutlichen Höchstwert. Eine aktuelle Studie hat einen Gehirnmechanismus untersucht, der zu der Risikobereitschaft von Teens mit beitragen könnte. Wir haben eine Pressemitteilung der Universität zu der Studie von dieser Woche übersetzt, die einen faszinierenden Einblick in die Biologie der Unvernunft bietet:</p>
<p>Die Fehlurteile und die Risikobereitschaft, die für junge Menschen so typisch sind, haben biologische Ursachen. Das zeigt eine neue Studie von Psychologen der <em>University of Texas at Austin</em>.</p>
<p>Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass <strong>Teenager stärker </strong>auf <strong>Belohnungen</strong> <strong>reagieren</strong> als Kinder oder Erwachsene. Nun haben <em>Russell Poldrack </em>und seine Mitarbeiter einen ersten entscheidenden Schritt gemacht, um die Mechanismen im Gehirn zu identifizieren, die junge Menschen zu diesem Verhalten treiben, und zu verstehen, welche Auswirkungen diese entwicklungsbedingten biologischen Unterschiede auf das unüberlegte Verhalten junger Menschen haben könnten.</p>
<p><span id="more-2608"></span>„Unsere Ergebnisse legen die Vermutung nahe, dass junge Menschen zu riskanten Verhaltensweisen wie mit Drogen experimentieren oder ungeschützten Sex haben in Wirklichkeit von einer Überaktivität des mesolimbischen <strong>Dopaminsystems</strong> in ihrem Gehirn getrieben werden, einem System, das wohl der letzte Schritt bei den Mechanismen ist, die zu allem Suchtverhalten führen”, sagt <em>Poldrack</em>.</p>
<p><em>Poldrack</em> ist Professor für Psychologie und Neurobiologie und leitet das Forschungszentrum für Imaging an der <em>University of Texas</em>. Die Forscher des Zentrums benutzen eine Imagingtechnologie, die funktionelle magnetische Resonanztomographie (<strong>fMRT</strong>), bei der die Gehirnaktivität mit magnetischen Feldern sichtbar gemacht wird. Die Studie wurde gemeinsam mit <em>Jessica Cohen</em> und <em>Robert Asarnow</em> und ihren Mitarbeitern von der <em>University of California Los Angeles </em>durchgeführt.</p>
<p>Für die <strong>Studie </strong>machten Versuchspersonen im Alter von acht bis dreißig Jahren einen <strong>Lerntest</strong>, bei dem sie ein abstraktes Bild in eine von zwei Kategorien einordnen sollten. Nach jeder Antwort wurde auf einem Monitor eingeblendet, ob sie richtig oder falsch war. Als Motivation erhielten die Versuchspersonen für jede richtige Antwort ein paar Cent.</p>
<p>Die Forscher waren vor allem daran interessiert, wie das Gehirn der Teilnehmer auf den sogenannten <strong>Belohungs-Vorhersagefehler</strong> reagierte, während sie lernten, die Bilder in Kategorien einzuordnen. Der Vorhersagefehler ist die Diskrepanz zwischen dem erwarteten und dem tatsächlichen Ergebnis einer Handlung. Das Ergebnis eines positiven Vorhersagefehlers ist besser als erwartet und das eines negativen Vorhersagefehlers ist schlechter als erwartet.</p>
<p>„<strong>Vorhersagefehler</strong> scheinen beim <strong>Lernen</strong> eine entscheidende Rolle zu spielen, denn wenn die Welt immer so wäre, wie wir es erwarten, gäbe es nichts Neues zu lernen“, sagt <em>Poldrack</em>. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass das <strong>Dopaminsystem</strong> des Gehirns auf Vorhersagefehler reagiert, indem es die Ausschüttung des Neurotransmitters Dopamin verstärkt (bei positivem Fehler) oder vermindert (bei negativem Fehler).</p>
<p>Die Forscher maßen die für positive Vorhersagefehler charakteristischen <strong>Gehirnsignale</strong> der Teilnehmer, wenn sie sahen, ob ihre Antwort richtig war, und wie viel Cent Belohnung sie bekommen würden. Diese Signale waren im Gehirn von <strong>Teenagern</strong> am <strong>stärksten</strong>, d.h. vermutlich bildete es mehr Dopamin als bei Kindern oder Erwachsenen.</p>
<p>Man weiß, dass <strong>Dopamin</strong> wichtig für menschliches Verhalten ist, das durch eine <strong>Belohnung</strong> motiviert ist. Daher könnten ihre größeren Gehirnsignale bei Vorhersagefehlern junge Menschen verstärkt zu einem Verhalten motivieren, das <strong>erfolgsorientiert</strong> und deshalb <strong>risikobereit</strong> ist.</p>
<p><em>Poldrack</em> ist zuversichtlich, dass weitere Studien die biologischen Ursachen des typischen Teenagerverhaltens untersuchen werden. Auf die Frage, ob irgendeine wissenschaftliche Studie die Eskapaden von Teens entschuldigen kann, meint er, “Das ist eine Frage für Philosophen.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nature.com/neuro/journal/v13/n6/abs/nn.2558.html" target="_blank">Cohen et al</a></span>. <em>Nature Neuroscience</em>, Mai 2010</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.utexas.edu/news/2010/06/03/adolescent_behavior_research/" target="_blank">University of Texas at Austin</a></span>, 3.6.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Macht hoher sozialer Status glücklich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-hoher-sozialer-status-glucklich/" target="_self">Macht hoher sozialer Status glücklich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-neigen-wir-dazu-mit-der-masse-zu-gehen/" target="_self">Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ein Ziel von Psychotherapie bei Depressionen: Den positiven Moment verlängern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/therapieziel-fur-depressionen-den-positiven-moment-verlangern/" target="_self">Ein Ziel von Psychotherapie bei Depressionen: Den positiven Moment verlängern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was findet bei Magersucht im Kopf statt?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-findet-bei-magersucht-im-kopf-statt/" target="_self">Was findet bei Magersucht im Kopf statt?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		<title>Fernsehen bei Kleinkindern: Was sind die Folgen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/fernsehen-bei-kleinkindern-was-sind-die-folgen/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 19:41:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob und wie sehr fernsehen kleinen Kindern schadet, ist unter Eltern und Forschern umstritten. Eine aktuelle Studie hat eine Vielzahl von negativen Einflüssen des Fernsehens auf die Entwicklung von Kindern gezeigt. Diese Effekte sind alle nicht groß, aber ihr Trend ist eindeutig, und er ist negativ. Wir haben die Pressemitteilung der Universität zu der Studie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2674" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Fernsehen bei Kleinkindern - Was sind die Folgen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Fernsehen-bei-Kleinkindern-Was-sind-die-Folgen.jpg" alt="Fernsehen bei Kleinkindern - Was sind die Folgen" width="167" height="125" />Ob und wie sehr fernsehen kleinen Kindern schadet, ist unter Eltern und Forschern umstritten. Eine aktuelle Studie hat eine Vielzahl von negativen Einflüssen des Fernsehens auf die Entwicklung von Kindern gezeigt. Diese Effekte sind alle nicht groß, aber ihr Trend ist eindeutig, und er ist negativ. Wir haben die Pressemitteilung der Universität zu der Studie vom Mai übersetzt, die zu dem Schluss kommt, je weniger fernsehen desto besser:</p>
<p>Möchten Sie Kinder haben, die schlauer sind und weniger dick? Dann lassen Sie Ihre Kinder im Vorschulalter nicht so viel fernsehen. Das zeigt eine schockierende Studie von Kinderexperten an der <em>Université de Montréal</em>, dem Forschungszentrum des <em>CHU Sainte-Justine</em> in Kanada und der <em>University of Michigan</em> in den USA, die jetzt in den <em>Archives of Pediatrics &amp; Adolescent Medicine</em> veröffentlicht wurde. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass ein <strong>hoher Fernsehkonsum</strong> im Alter von zwei Jahren negative Folgen für Kinder hat, von <strong>mangelnder schulischer Anpassung</strong> bis zu <strong>ungesunden Verhaltensweisen</strong>.</p>
<p><span id="more-2583"></span>„Wir stellten fest, dass jede Stunde, die sie im Vorschulalter länger fernsahen, einen <strong>negativen Einfluss</strong> auf die <strong>Entwicklung</strong> von Kindern hatte. Sie beteiligten sich später weniger am Unterricht, konnten schlechter rechnen und wurden häufiger von ihren Klassenkameraden diskriminiert. Sie bewegten sich weniger, aßen mehr Junkfood, und schließlich hatten sie auch einen höheren Body Mass Index”, sagt die Leiterin der Studie <em>Dr. Linda S. Pagani</em>, eine Professorin für Psychosoziologie an der <em>Université de Montréal</em> und Mitarbeiterin am Forschungszentrum des <em>CHU Sainte-Justine</em>.</p>
<p>Das Ziel der Studie war zu untersuchen, wie sich der <strong>Fernsehkonsum</strong> bei Zweijährigen auf ihren späteren <strong>schulischen Erfolg</strong>, ihre <strong>Verhaltensweisen</strong> und allgemein auf ihren <strong>Umgang mit anderen</strong> Kindern auswirkt. „Im Alter von zwei bis vier Jahren verzögerte jedes bisschen mehr Fernsehen die spätere Entwicklung“, sagt <em>Dr. Pagani</em>.</p>
<p>Die <strong>Studie</strong> untersuchte insgesamt 1314 Kinder, die an einer Langzeitstudie über Umwelteinflüsse auf die Entwicklung von Kindern in Quebec teilnahmen. Die Eltern wurden befragt, wie viel Fernsehen ihre Kinder im Alter von neunundzwanzig beziehungsweise dreiundfünfzig Monaten sahen. Die Lehrer bewerteten die akademischen Leistungen ihrer Schüler, ihr psychosoziales Verhalten und ihr Gesundheitsbewusstsein. Der Body Mass Index (BMI) der Kinder wurde im Alter von zehn Jahren gemessen.</p>
<p>„Die <strong>frühe Kindheit</strong> ist eine entscheidende Phase für die Entwicklung des Gehirns und des Verhaltens&#8221;, gibt <em>Dr. Pagani</em> zu bedenken. „In diesem Alter kann viel fernsehen zu <strong>Angewohnheiten</strong> führen, die später der Gesundheit schaden. Trotz der klaren Empfehlungen der American Academy of Pediatrics, die zu weniger als zwei Stunden Fernsehen pro Tag rät – und zwar über das Alter von zwei Jahren hinaus – kennen viele Eltern nicht die Fakten und sind sich der Existenz solcher Richtlinien nicht bewusst.”</p>
<p>Die Untersuchung zeigte zahlreiche <strong>Spätfolgen</strong> für Kinder, die im Vorschulalter zu viel ferngesehen hatten:</p>
<p>sieben Prozent schwächere <strong>Beteiligung am Unterricht</strong><br />
sechs Prozent schlechtere Leistungen in Mathematik (aber keine negativen Auswirkungen auf die spätere Lesefähigkeit)<br />
zehn Prozent häufigere <strong>Diskriminierung</strong> durch Klassenkameraden (Ablehnung durch Gleichaltrige, gehänselt werden, physische oder verbale Aggressionen von Mitschülern)<br />
dreizehn Prozent weniger <strong>körperliche Aktivität</strong> am Wochenende<br />
neun Prozent weniger körperliche Aktivität insgesamt<br />
neun Prozent höherer Konsum von Softdrinks<br />
zehn Prozent höherer Konsum von Snacks<br />
fünf Prozent höherer <strong>BMI</strong></p>
<p>„Wir hatten erwartet, dass die Auswirkungen frühen Fernsehkonsums siebeneinhalb Jahre später in der Kindheit nicht mehr sichtbar sein würden. Daher ist die Beobachtung solcher <strong>anhaltender, negativer Effekte</strong> äußerst beunruhigend“, sagt <em>Dr. Pagani</em>. „Unsere Ergebnisse sind ein zwingendes Argument für eine öffentliche Gesundheitspolitik, die einen übertrieben hohen Fernsehkonsum in der frühen Kindheit entgegenwirkt und eine Aufforderung an Eltern, sich an den Richtlinien der American Academy of Pediatrics zum Fernsehkonsum zu orientieren.“</p>
<p>Da Fernsehkonsum einen Lebensstil mit wenig Bewegung fördert, sagt <em>Dr. Pagani</em>, sollten Kleinkinder nicht unbegrenzt fernsehen dürfen, um eine <strong>Entwicklung passiver</strong> geistiger und physischer <strong>Angewohnheiten</strong> zu vermeiden, die Kinder später beibehalten: „Es ist gesunder Menschenverstand, dass Fernsehkonsum Zeit in Anspruch nimmt, die Kinder mit anderen entwicklungsfördernden Aktivitäten und Aufgaben verbringen könnten, die gut für ihre geistige Entwicklung sind und die ihres Verhaltens und ihrer Motorik.“</p>
<p>Sie fügt hinzu, „Das Besondere an dieser Studie ist, dass sie Vermutungen bestätigt, die schon seit Langem geäußert werden, aber bis jetzt nur für den einen oder anderen Aspekt durch kleinere Untersuchungen belegt waren. Dagegen geht diese Studie die Frage systematisch an und untersucht viele Faktoren wie Eltern, Gesundheit und soziale Aspekte zusammen.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nouvelles.umontreal.ca/udem-news/news/20100503-toddlers-tv-early-exposure-has-negative-and-long-term-impact.html" target="_blank">UdeMNouvelles</a></span>, 3.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://archpedi.ama-assn.org/cgi/content/abstract/164/5/425?maxtoshow=&amp;hits=10&amp;RESULTFORMAT=&amp;fulltext=Pagani&amp;searchid=1&amp;FIRSTINDEX=0&amp;resourcetype=HWCIT" target="_blank">Pagani et al</a></span>. <em>Archives of Pediatrics &amp; Adolescent Medicine</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Macht Fernsehen depressiv?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-fernsehen-kinder-depressiv/" target="_self">Macht Fernsehen depressiv?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Fernsehen für Kinder unter 2 Jahren schädlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-fernsehen-fur-kinder-unter-2-jahre-schadlich/" target="_self">Ist Fernsehen für Kinder unter 2 Jahren schädlich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist der Beitrag der Eltern zum Übergewicht ihrer Kinder?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-ist-der-beitrag-der-eltern-zum-ubergewicht-ihrer-kinder/" target="_self">Was ist der Beitrag der Eltern zum Übergewicht ihrer Kinder?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-ubergewichtige-kinder-haufiger-gemobbt-als-andere/" target="_self">Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Können ADHS Symptome innerhalb kurzer Zeit wieder verschwinden?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/konnen-adhs-symptome-innerhalb-kurzer-zeit-wieder-verschwinden/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/konnen-adhs-symptome-innerhalb-kurzer-zeit-wieder-verschwinden/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 14:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer mehr Kindern haben heute eine Diagnose von ADHS und werden dagegen, zum Teil medikamentös, behandelt. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass sich zumindest weniger schwere Verhaltensprobleme auch von allein wieder geben können. Wir haben einen Presseartikel von HealthDay News übersetzt, der die Untersuchung kurz darstellt:
Kinder mit einem Aufmerksamkeitsdefizit sollten jährlich neu untersucht werden, weil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2347" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Können ADHS Symptome innerhalb kurzer Zeit wieder verschwinden" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Können-ADHS-Symptome-innerhalb-kurzer-Zeit-wieder-verschwinden.jpg" alt="Können ADHS Symptome innerhalb kurzer Zeit wieder verschwinden" width="167" height="130" />Immer mehr Kindern haben heute eine Diagnose von ADHS und werden dagegen, zum Teil medikamentös, behandelt. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass sich zumindest weniger schwere Verhaltensprobleme auch von allein wieder geben können. Wir haben einen Presseartikel von HealthDay News übersetzt, der die Untersuchung kurz darstellt:</p>
<p>Kinder mit einem <strong>Aufmerksamkeitsdefizit</strong> sollten jährlich <strong>neu untersucht</strong> werden, weil sich die Symptome oft von einem Jahr zum nächsten bessern. Das zeigt eine neue Studie von <em>Dr. David Rabiner</em> und seinen Mitarbeitern an der <em>Duke University</em> in den USA.</p>
<p><span id="more-2339"></span>Die Autoren der <strong>Studie</strong> untersuchten drei Gruppen von Kindern im Grundschulalter: siebenundzwanzig Erstklässler und vierundzwanzig Viertklässler, die offenbar nur <strong>nicht gut aufpassen</strong> konnten, aber noch keine Diagnose von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) hatten. Die achtundzwanzig Kinder der dritten Gruppe gingen in die erste bis vierte Klasse und hatten eine <strong>klinische Diagnose</strong> von ADHS.</p>
<p>Lehrer bewerteten die Unaufmerksamkeit und andere Verhaltensauffälligkeiten ihrer Schüler etwa einmal pro Jahr auf einer Skala. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der Aprilausgabe des <em>Journals of Developmental and Behavioral Pediatrics</em> veröffentlicht.</p>
<p>Die Forscher stellten fest, dass sich die Messwerte für unaufmerksames <strong>Verhalten</strong> bei den meisten dieser Kinder verbesserten und bei fünfundzwanzig bis fünfzig Prozent von ihnen <strong>wieder normalisierten</strong>. Etwa ein Drittel der Kinder zeigten keinerlei Anzeichen für Probleme mit der Aufmerksamkeit nur ein Jahr, nachdem sie sechs oder mehr Symptome von ADHS gehabt hatten.</p>
<p>Die Autoren weisen darauf hin, dass Probleme mit der Aufmerksamkeit auch das Ergebnis <strong>anderer Faktoren</strong> sein könnten als nur das Kind selbst. Sie meinen, ein schlecht organisierter <strong>Schulalltag</strong> oder <strong>Klassenkameraden</strong>, die den Unterricht stören, könnten ebenso zu Problemen mit mangelnder Aufmerksamkeit führen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass man durch eine regelmäßige Überprüfung von Symptomen eine <strong>unnötige Behandlung</strong> von Kindern gegen ADHS vermeiden könnte.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.healthday.com/Article.asp?AID=637287" target="_blank">HealthDay News</a></span>, 26.3.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://journals.lww.com/jrnldbp/Abstract/2010/04000/Instability_in_Teacher_Ratings_of_Children_s.1.aspx" target="_blank">Rabiner et al</a></span>. <em>Journal of Developmental &amp; Behavioral Pediatrics</em>, April 2010</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.dukenews.duke.edu/2010/03/ADHD_checks.html" target="_blank">Duke University</a></span></p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<title>Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-aggressionen-von-kindern-mit-einem-schwierigen-familienumfeld-zusammen/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 12:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Oft kommen besonders aggressive Kinder aus gestörten Familienverhältnissen. Eine neue Studie hat das bekannte Phänomen systematisch untersucht und zeigt, dass an ihrem Verhalten eine Fülle von Faktoren beteiligt sind, die überwiegend nichts mit der Natur der Kinder zu tun haben. Ich habe einen Presseartikel der Universität von letzter Woche übersetzt, der die noch unveröffentlichte Studie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2132" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Hängen-Aggressionen-von-Kindern-mit-einem-schwierigen-Familienumfeld-zusammen-s.jpg" alt="Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen s" width="125" height="193" />Oft kommen besonders aggressive Kinder aus gestörten Familienverhältnissen. Eine neue Studie hat das bekannte Phänomen systematisch untersucht und zeigt, dass an ihrem Verhalten eine Fülle von Faktoren beteiligt sind, die überwiegend nichts mit der Natur der Kinder zu tun haben. Ich habe einen Presseartikel der Universität von letzter Woche übersetzt, der die noch unveröffentlichte Studie zusammenfasst:</p>
<p>Eine Reihe von Forschungsuntersuchungen hat gezeigt, dass <strong>aggressive Kinder</strong> meistens aus <strong>Familien</strong> stammen, die durch starke <strong>Konflikte</strong> geprägt sind. Eine neue Studie der Psychologin <em>Arantzazu Bellido</em> hat dieses Phänomen in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland systematisch untersucht und bestätigt. Dazu befragte sie eine größere Anzahl von Familien in der baskischen Provinz Bizkaia, wobei sie Elemente ähnlicher früherer Umfragen an die örtlichen Gegebenheiten anpasste und mit neuen, für diese Studie spezifischen Umfragen ergänzte.</p>
<p><span id="more-2125"></span>So konnte Frau <em>Bellido</em> einen direkten Zusammenhang zwischen dem Verhalten von Kindern und ihrem Familienumfeld zeigen. Die Ergebnisse ihrer Studie hat sie nun als Doktorarbeit bei der <em>Universität des Baskenlandes</em> (UPV/EHU) eingereicht.</p>
<p>Für die Forschung zu ihrer Doktorarbeit mit dem Titel „Familienumfeld und aggressives Verhalten bei achtjährigen Kindern” besuchte Frau <em>Bellido</em> Schulen in der Baskenprovinz Bizkaia und befragte 251 Familien mit achtjährigen Kindern. Als Grundlage der Forschung diente ein <strong>„ökologisches” Modell</strong>, das heißt neben den Kindern selbst untersuchte die Psychologin auch äußere Faktoren, die ihr soziales Umfeld und damit ihre Entwicklung beeinflussen. Daher nahmen an der Studie nicht nur die <strong>Kinder</strong> sondern auch ihre <strong>Familienmitglieder</strong>, <strong>Freunde</strong> und <strong>Klassenkameraden</strong> teil.</p>
<p>Dieser ökologische Ansatz erforderte, dass Frau <em>Bellido</em> die Umfragen sorgfältig an die Gegebenheiten in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland anpasste. Dazu verwendete sie mehrere Fragebögen, die bereits vorher in Spanien benutzt und ausgewertet worden waren und modifizierte sie entsprechend. Zusätzlich entwarf sie neue Fragebögen, von denen zum Beispiel einer die Ansichten baskischer Eltern über eine gesunde Entwicklung von Kindern analysierte und andere, die der Erfassung demographischer und sozioökonomischer Daten der Provinz Bizkaia dienten.</p>
<p><strong>Trennung von den Eltern als ein Schlüsselfaktor</strong></p>
<p>In den 251 befragten Familien wurden fünfzehn Kinder als aggressiv eingestuft, davon zwei als hochaggressiv. Nach Meinung der Psychologin war diese Anzahl nicht sehr hoch aber sie reichte aus, um mehrere interessante Beobachtungen auszuwerten. So wurden zum Beispiel manche dieser aggressiven Kinder <strong>nicht</strong> von den <strong>Eltern</strong> sondern von ihren Onkeln, Tanten oder Großeltern <strong>großgezogen</strong>.</p>
<p>Die Studie kommt zu dem Schluss, dass gerade Faktoren des Familienumfelds einen entscheidenden Einfluss auf aggressives Verhalten bei Kindern haben. Neben einer Trennung von den Eltern sind dies insbesondere eine <strong>strenge</strong> Erziehung durch den <strong>Vater</strong> (aber nicht durch die Mutter), die vom Bildungsstand der Eltern und ihrer Bereitschaft zur Toleranz abhängt. Auch eine <strong>Unzufriedenheit</strong> mit den Familienverhältnissen trägt zu Aggressionen des Kindes bei, ebenso wie eine unausgewogene Verteilung der Aufgaben im Haushalt (d.h. eine berufstätige <strong>Mutter</strong>, die den Haushalt allein führt und <strong>gestresst</strong> ist).</p>
<p>Darüber hinaus macht Frau <em>Bellido</em> auf einen weiteren wichtigen Faktor aufmerksam: eine mangelnde anfängliche <strong>Bereitschaft Eltern zu werden</strong>. Die Forscherin stellte fest, dass in diesem Fall Kinder Verhaltensstörungen auch dann entwickeln, wenn sich die Einstellung der Eltern und ihre Beziehung zum Kind später verbessert. Die Psychologin meint, zukünftige Studien sollten genauer untersuchen, wie sich die Eltern-Kind-Beziehung auswirkt, die schon vor der Geburt und während der Schwangerschaft beginnt.</p>
<p><strong>Ablehnung in der Schule</strong></p>
<p>Über diese Merkmale des Familienumfelds hinaus haben auch Faktoren des Schulumfelds einen Einfluss auf aggressives Verhalten bei Kindern. Aggressive Kinder haben eine <strong>negative Einstellung</strong> zum <strong>Lernen</strong> und stören den Unterricht. Ihre <strong>Schulkameraden lehnen </strong>sie <strong>ab</strong> und glauben, sie sein nicht feige sondern stark. Aggressive Kinder werden auch selbst zu <strong>Opfern von Aggressionen</strong> anderer Schüler. Kennzeichnend für das Verhältnis aggressiver Kinder zu Gleichaltrigen ist eine <strong>mangelnde soziale Anpassung</strong>, die durch viele Streitereien und eine Missachtung sozialer Normen geprägt ist. Dadurch entsteht bei anderen Kindern der Eindruck von Feindseligkeit.</p>
<p>Schließlich untersuchte die Studie auch individuelle Merkmale, die aber von Kind zu Kind sehr verschieden und daher schwer zu definieren sind. Frau <em>Bellido</em> stellte fest, dass sich aggressive Kinder vor allem durch eine starke <strong>Dominanz</strong> auszeichnen. Darüber hinaus spielen auch die Empfindlichkeit, Ängstlichkeit und Extrovertiertheit oder Introvertiertheit der Kinder eine Rolle.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.basqueresearch.com/berria_irakurri.asp?Berri_Kod=2612&amp;hizk=I" target="_blank">Basque Research News</a></span>, 17.3.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<item>
		<title>Bietet hohe Stress-Empfindlichkeit von Kindern auch Vorteile?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bietet-hohe-stress-empfindlichkeit-von-kindern-auch-vorteile/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 21:02:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Stresshormon]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Hochsensible Kinder leiden besonders stark unter einer unglücklichen Kindheit. Eine neue Studie zeigt nun, dass solche Kinder aber bei guter Fürsorge auch besonders gut gedeihen. Ich habe einen Presseartikel der EurekAlert vom 5. Februar übersetzt, der die umfangreiche Untersuchung kurz zusammenfasst:
Kinder, die besonders empfindlich auf Stress reagieren, sind auch anfälliger für die Auswirkungen schwieriger Familienverhältnisse, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1823" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Bietet hohe Stress-Empfindlichkeit von Kindern auch Vorteile s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Bietet-hohe-Stress-Empfindlichkeit-von-Kindern-auch-Vorteile-s.jpg" alt="Bietet hohe Stress-Empfindlichkeit von Kindern auch Vorteile s" width="167" height="146" />Hochsensible Kinder leiden besonders stark unter einer unglücklichen Kindheit. Eine neue Studie zeigt nun, dass solche Kinder aber bei guter Fürsorge auch besonders gut gedeihen. Ich habe einen Presseartikel der EurekAlert vom 5. Februar übersetzt, der die umfangreiche Untersuchung kurz zusammenfasst:</p>
<p>Kinder, die besonders empfindlich auf Stress reagieren, sind auch <strong>anfälliger</strong> für die Auswirkungen <strong>schwieriger Familienverhältnisse</strong>, und sie haben mehr Verhaltens- und Gesundheitsprobleme als gleichaltrige Kinder. Aber eine neue Langzeitstudie zeigt, dass sich hoch empfindsame Kinder auch <strong>besonders gut</strong> entwickeln, <strong>wenn</strong> sie in einer Umwelt aufwachsen, die sie <strong>fördert</strong>.</p>
<p><span id="more-1797"></span>Die Studie amerikanischer Wissenschaftler von der <em>University of British Columbia</em>, der <em>University of California, San Francisco</em>, und der <em>University of California, Berkeley</em>, erscheint in der Februarausgabe des Fachjournals <em>Child Development</em>.</p>
<p>„Eltern und Lehrer sind vielleicht der Meinung, dass empfindsame Kinder, wie Orchideen, schwieriger großzuziehen sind und <strong>mehr Fürsorge brauchen</strong>. Aber sie können aufblühen und zu Menschen mit außerordentlichen Fähigkeiten und Stärken heranwachsen, wenn sie in einer Umgebung groß werden, die sie unterstützt, und in der sie gut versorgt und gefördert werden“, sagt <em>Jelena Obradović</em>, die Assistant Professor an der School of Education der <em>Stanford University</em> ist. (<em>Dr. Obradović</em> war an der <em>University of British Columbia</em>, als sie und ihre Mitarbeiter die Untersuchung durchführten.)</p>
<p>Für ihre <strong>Studie</strong> untersuchten die Forscher 338 <strong>Vorschulkinder</strong>, ihre Familien und Lehrer, um festzustellen, wie schwierige <strong>Familienverhältnisse</strong> und die biologisch messbare <strong>Stress-Empfindlichkeit</strong> die gesunde Entwicklung von Kindern beeinflussen.</p>
<p>Als Maß für die Stress-Empfindlichkeit dienten die normalen atmungsabhängigen Schwankungen der <strong>Herzfrequenz </strong>und der Spiegel des <strong>Stresshormons</strong> Cortisol der Kinder. Die <strong>Familienverhältnisse</strong> wurden durch Befragungen untersucht, darunter zu möglichen finanziellen Notlagen, Überforderung der Eltern bei der Erziehung, Ehestreitigkeiten, offenen Aggressionen der Eltern untereinander und gegen die Kinder sowie Depression der Mütter.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass <strong>Kinder</strong> mit deutlich stärkeren biologischen Reaktionen beim Betrachten von Szenen eines Puppentheaters, die etwas belastende Situationen aus dem Alltagsleben der Kinder darstellten, <strong>stärker</strong> von den Familienverhältnissen (ungünstigen wie günstigen) <strong>beeinflusst</strong> wurden. Das heißt, das hoch empfindsame Kinder eher zu <strong>Entwicklungsproblemen</strong> neigten, wenn sie in schwierigen und <strong>belastenden Familienverhältnissen</strong> aufwuchsen.</p>
<p>Aber anders als erwartet entwickelten sich solche Kinder überdurchschnittlich gut, wenn sie in fürsorglichen, unbelasteten Familienverhältnissen groß wurden, weil sie auch <strong>stärker</strong> auf die <strong>positiven Seiten</strong> einer Umgebung <strong>ansprachen</strong>, in der sie unterstützt und gefördert wurden.</p>
<p>„Die Studie zeigt, wenn Kinder sehr empfindlich auf Stress reagieren, muss das nicht unbedingt etwas Negatives sein, sondern wir müssen dabei die Art ihrer Lebensumstände berücksichtigen“, erklärt <em>Obradović</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-02/sfri-hst012910.php" target="_blank">EurekAlert!</a></span>, 5.2.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/fulltext/123275002/PDFSTART" target="_blank">Obradović et al</a></span>. Child Development, Feb 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		<title>Wann startet die Sprachentwicklung bei Babys?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wann-startet-die-sprachentwicklung-bei-babys/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 21:47:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Eltern sind vorsichtig, was sie in Gegenwart ihrer Kinder sagen, damit die Kleinen nichts falsch aufschnappen. Dabei lernen sie wahrscheinlich das meiste richtig, sehr gut und offenbar auch erstaunlich früh. Eine aktuelle Studie hat nun gezeigt, dass bei Babys die Sprachentwicklung schon viel früher beginnt als bisher angenommen. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Eltern sind vorsichtig, was sie in Gegenwart ihrer Kinder sagen, damit die Kleinen nichts falsch aufschnappen. Dabei lernen sie wahrscheinlich das meiste richtig, sehr gut und offenbar auch erstaunlich früh. Eine aktuelle Studie hat nun gezeigt, dass bei Babys die Sprachentwicklung schon viel früher beginnt als bisher angenommen. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher übersetzt.</p>
<p>Schon von den allerersten Tagen im Leben an hat das Schreien von Babys Merkmale, die typisch für die Sprache seiner Eltern sind. Das zeigt eine neue Studie, die in der Novemberausgabe von <em>Current Biology</em>, einem Journal aus der Cell Press-Reihe, online veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich Säuglinge Elemente ihrer späteren ersten <strong>Sprache schon im Mutterleib aneignen</strong>, und damit lange vor ihrem ersten Babbeln oder Gurren.</p>
<p><span id="more-772"></span>„Das beeindruckende Ergebnis dieser Studie ist, dass Menschen schon als Neugeborene nicht nur dazu in der Lage sind, unterschiedliche <strong>Schreimelodien</strong> zu erzeugen, sondern sie verwenden dabei bevorzugt die <strong>Melodiemuster</strong>, die <strong>typisch für die Sprache</strong> sind, die sie während ihres Lebens als Fötus in ihrer Umgebung gehört haben, und zwar im letzten Drittel der Schwangerschaft”, sagt <em>Prof. Kathleen Wermke</em> von der <em>Julius-Maximilians-Universität Würzburg</em>. „Im Gegensatz zu althergebrachten Interpretationen sprechen diese Daten für die wichtige Rolle des Schreiens von Säuglingen als ein <strong>Ausgangspunkt der Sprachentwicklung</strong>.“</p>
<p>Frühere Studien haben gezeigt, dass sich menschliche Föten ab dem <strong>letzten Drittel der Schwangerschaft</strong> Töne und <strong>Geräusche der Außenwelt</strong> merken können und dabei ein besonderes Gespür für <strong>Melodiebögen</strong> der Musik und der Sprache haben. Neugeborene hören die Stimme ihrer Mutter lieber als andere Stimmen. Wenn die Mutter mit ihnen redet, erfassen Babys die emotionale Bedeutung dessen, was sie zu ihnen sagt, durch <strong>Änderungen in der Tonhöhe</strong> der Sprache der Mutter (auch „Motherese” oder Ammensprache genannt). Ihre Vorliebe für den Klang der Sprache ihrer gewohnten Umgebung und ihre Fähigkeit, verschiedene Sprachen und Veränderungen der Stimmhöhe zu unterscheiden, beruhen vornehmlich auf der <strong>Wahrnehmung der Melodie</strong>.</p>
<p>Obwohl bekannt war, dass die Muttersprache schon auf den Fötus einwirkt und so die spätere Wahrnehmung Neugeborener beeinflusst, dachten Wissenschaftler, dass sich die Sprache in der Umgebung erst viel später auch auf die Produktion eigener Laute auswirkt, schreiben die Forscher. Nun hat es den Anschein, dass das nicht stimmt.</p>
<p><em>Wermkes</em> Team machte Tonaufnahmen vom Schreien 60 gesunder Neugeborener, 30 aus <strong>französischsprachigen Familien</strong> und 30 aus <strong>deutschsprachigen</strong>, als sie drei bis fünf Tage alt waren. Die Analyse der Tonbänder zeigte eindeutige Unterschiede der Gestalt von <strong>Schreimelodien bei Neugeborenen</strong>, die bereits manche Grundzüge ihrer jeweiligen Muttersprache erkennen ließen.</p>
<p>Genauer gesagt schreien französische Neugeborene eher mit einem ansteigenden <strong>Melodiebogen</strong>, während deutsche Neugeborene beim Schreien einen fallenden Melodiebogen bevorzugen. Diese Muster sind <strong>typische Unterschiede</strong> der beiden <strong>Sprachen</strong>, sagt <em>Wermke</em>.</p>
<p>Die neuen Daten zeigen einen extrem frühen Einfluss der Muttersprache, sagen die Forscher. Frühere Untersuchungen über das <strong>Nachahmen von Vokalen</strong> hatten bereits gezeigt, dass Säuglinge die Laute von Vokalen genauso gut nachmachen können, die Erwachsene es ihnen vorsprechen, aber erst ab dem <strong>Alter von 12 Wochen</strong>. Diese Fähigkeit erfordert eine Kontrolle der Vokalbildung, die der Körper viel früher einfach noch nicht hat, erklären die Forscher.</p>
<p>„Dagegen ist die Nachahmung des Melodiebogens eine Eigenschaft der Sprache, die lediglich wohl koordinierte Mechanismen der Atmung und des Kehlkopfes erfordert, und die durch eine noch unausgereifte Fähigkeit zur Lautbildung nicht eingeschränkt wird“, schreiben die Autoren. „<strong>Neugeborene</strong> haben wahrscheinlich einen starken <strong>Drang</strong>, das Verhalten ihrer Mutter <strong>nachzuahmen</strong>, um ihre <strong>Aufmerksamkeit</strong> auf sich zu lenken und so die Entwicklung einer <strong>Bindung zu fördern</strong>. Da der Melodiebogen der vielleicht einzige Aspekt der Sprache der Mutter ist, den Neugeborene nachahmen können, ließe sich so erklären, warum wir eine Nachahmung des Melodiebogens in einem solch frühen Alter gefunden haben.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2009-11/cp-bll102909.php" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">EurekAlert!</span></a>, 5.11.09</p>
<p><a href="http://www.cell.com/current-biology/abstract/S0960-9822(09)01824-7" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Current Biology</span></a>, 5.11.09</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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