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	<title>Psychologie aktuell &#187; Einsamkeit</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; Einsamkeit</title>
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		<title>Psychologie des Alters &#8211; 5 interessante Studien der letzten 12 Monate</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 17:52:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cathleen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In unserer neuen Folge des Podcasts „Psychologie aktuell“ steht das Thema Alter im Mittelpunkt.
Dazu haben wir wiederum fünf bemerkenswerte Studien für Sie zusammengestellt, die in den letzten 12 Monaten erschienen sind und die wir alle auch bereits im Blog vorgestellt haben:
Die ersten beiden Studien behandeln das Thema Altersdepression: Welche Wahrnehmungsveränderungen liegen der Altersdepression zugrunde und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In unserer neuen Folge des Podcasts „Psychologie aktuell“ steht das <strong>Thema Alter</strong> im Mittelpunkt.</p>
<p>Dazu haben wir wiederum fünf bemerkenswerte Studien für Sie zusammengestellt, die in den letzten 12 Monaten erschienen sind und die wir alle auch bereits im Blog vorgestellt haben:</p>
<p>Die ersten beiden Studien behandeln das Thema Altersdepression: Welche <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-sind-altersdepressionen-besonders-hartnackig/" target="_blank"><strong>Wahrnehmungsveränderungen</strong> </a></span>liegen der Altersdepression zugrunde und wie kann <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-verhaltenstherapie-bei-altersdepressionen/" target="_blank"><strong>Verhaltenstherapie</strong> </a></span>Abhilfe schaffen?</p>
<p>Die dritte Studie geht der Frage nach, ob bei <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-bei-gedachtnisverlust-auch-die-emotionen-verloren/" target="_blank"><strong>Gedächtnisverlust auch die Emotionen verloren gehen</strong></a></span>.</p>
<p>Die vierte und fünfte Studien zeigen Faktoren auf, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit im Alter haben: die <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/halt-geistige-fitness-menschen-jung/" target="_blank"><strong>subjektive Sichtweise auf das eigene Alter</strong></a></span> und die <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/fordert-arbeit-im-ruhestand-die-gesundheit/"><strong>Arbeit im Ruhestand</strong></a>.</span></p>
<p>Unsere Sprecherin ist Cathleen Henning. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Zuhören!</p>
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		<itunes:summary>In unserer neuen Folge des Podcasts „Psychologie aktuell“ steht das Thema Alter im Mittelpunkt.

Dazu haben wir wiederum fünf bemerkenswerte Studien für Sie zusammengestellt, die in den letzten 12 Monaten erschienen sind und die wir alle auch bereits im Blog vorgestellt haben:

Die ersten beiden Studien behandeln das Thema Altersdepression: Welche Wahrnehmungsveränderungen liegen der Altersdepression zugrunde und wie kann Verhaltenstherapie Abhilfe schaffen?

Die dritte Studie geht der Frage nach, ob bei Gedächtnisverlust auch die Emotionen verloren gehen.

Die vierte und fünfte Studien zeigen Faktoren auf, die einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit im Alter haben: die subjektive Sichtweise auf das eigene Alter und die Arbeit im Ruhestand.

Unsere Sprecherin ist Cathleen Henning. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Zuhören!</itunes:summary>
		<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
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		<title>Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 19:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Kinder gelten als besonders anpassungsfähig, zum Beispiel bei einem Schul- oder Ortswechsel. Eine aktuelle Studie hat die Auswirkung von Umzügen in der Kindheit untersucht und zeigt, dass das seelische Wohlbefinden von Menschen, die von Natur aus sensibel sind, darunter leiden kann. Wir haben die Pressemitteilung des Journals zu der Studie von letzter Woche übersetzt, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2666" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Sind-häufige-Umzüge-für-Kinder-schädlich1.jpg" alt="Sind häufige Umzüge für Kinder schädlich" width="167" height="140" />Kinder gelten als besonders anpassungsfähig, zum Beispiel bei einem Schul- oder Ortswechsel. Eine aktuelle Studie hat die Auswirkung von Umzügen in der Kindheit untersucht und zeigt, dass das seelische Wohlbefinden von Menschen, die von Natur aus sensibel sind, darunter leiden kann. Wir haben die Pressemitteilung des Journals zu der Studie von letzter Woche übersetzt, die den erstaunlich nachhaltigen Effekt beschreibt:</p>
<p>In eine andere Stadt zu ziehen oder auch nur in einen Nachbarbezirk, ist für Menschen eine Belastung, egal in welchem Alter. Aber eine neue Studie zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen häufigem <strong>Ortswechsel</strong> in der <strong>Kindheit</strong> und einem geringeren <strong>Wohlbefinden</strong> von Menschen im <strong>Erwachsenenalter</strong> gibt. Das gilt besonders für Menschen, die eher introvertiert oder neurotisch sind.</p>
<p><span id="more-2617"></span>Die Forscher untersuchten den Zusammenhang zwischen der Anzahl der Umzüge in der Kindheit und dem späteren Wohlbefinden von Menschen an einer Gruppe von 7108 erwachsenen US-Amerikanern, die über einen Zeitraum von zehn Jahren beobachtet wurden. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in der Juniausgabe des <em>Journals of Personality and Social Psychology</em> veröffentlicht, das von der <em>American Psychological Association</em> herausgegeben wird.</p>
<p>„Wir wissen, dass <strong>Kinder</strong>, die häufig umziehen, in der <strong>Schule</strong> oft nicht so gut mitkommen und mehr <strong>Verhaltensschwierigkeiten</strong> haben”, sagt der erste Autor der Studie <em>Dr. Shigehiro Oishi</em> von der <em>University of Virginia</em> in den USA. „Aber die langfristigen Auswirkungen häufiger Umzüge auf das Wohlbefinden im Erwachsenenalter sind bis jetzt nicht untersucht worden.“</p>
<p>Die Studienteilnehmer, die zwischen zwanzig und fünfundsiebzig Jahre alt waren, wurden 1994 und 1995 im Rahmen einer landesweit repräsentativen Stichprobenerhebung befragt und dann noch mal zehn Jahre später. Die Forscher sammelten Daten zu der Anzahl der <strong>Umzüge</strong> in der Kindheit, das seelische <strong>Wohlbefinden</strong>, den <strong>Persönlichkeitstyp </strong>und die <strong>sozialen Beziehungen </strong>der Teilnehmer.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, je öfter Menschen als Kinder umgezogen waren, desto <strong>geringer</strong> war bei der Befragung ihre <strong>Lebenszufriedenheit </strong>und ihr seelisches <strong>Wohlbefinden</strong>, auch wenn Unterschiede bei Alter, Geschlecht und Bildungsstand der Teilnehmer berücksichtig wurden. Außerdem hatten Menschen, die als Kinder öfter umgezogen waren, weniger enge <strong>soziale Beziehungen</strong>.</p>
<p>Weiter untersuchten die Forscher, ob unterschiedliche <strong>Persönlichkeitstypen</strong> – Extravertiertheit, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Neurotizismus (emotionale Labilität) – einen Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen hatten, die in der Kindheit oft umgezogen waren. <strong>Introvertierte</strong> Menschen fühlten sich umso weniger wohl, je öfter sie als Kinder umgezogen waren. Dagegen war das Wohlbefinden von <strong>extravertierten</strong> Menschen unabhängig von der Zahl der Ortswechsel in der Kindheit.</p>
<p>„Wenn Menschen häufig umziehen, ist es für sie schwerer, enge Beziehungen über längere Zeit aufrecht zu erhalten”, sagt <em>Oishi</em>. „Für Menschen, die gut auf andere zugehen können, und die schnell und einfach neue Freundschaften schließen, muss das kein ernsthaftes Problem sein. Aber Menschen, die weniger aus sich herausgehen, fällt es schwerer, neue Freunde zu finden.“</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass <strong>neurotische</strong> Menschen, die oft umgezogen waren, mit ihrem Leben weniger zufrieden waren und sich seelisch nicht so wohl fühlten wie Menschen, die nicht so oft umgezogen waren, oder die keine neurotische Persönlichkeit hatten. In dieser Studie definierten die Autoren Neurotizismus als eine Persönlichkeit, für die Launenhaftigkeit, Nervosität und Überempfindlichkeit typisch sind. Dabei hatte aber die Anzahl und Qualität der Beziehungen neurotischer Menschen keinen Einfluss auf ihr Wohlbefinden, egal wie oft sie als Kinder umgezogen waren. <em>Oishi</em> vermutet, das könnte an der allgemein eher <strong>negativen</strong> Art liegen, mit der neurotische Menschen auf belastende Ereignisse in ihrem Leben <strong>reagieren</strong>.</p>
<p>Außerdem untersuchten die Forscher die <strong>Sterblichkeitsraten</strong> der Studienteilnehmer. Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen, die als Kinder öfter umgezogen waren, zum Zeitpunkt der zweiten Befragung häufiger verstorben waren. Dieser Effekt war auch nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht und Rasse noch sichtbar. „Wir können vermuten, dass ein häufiger <strong>Ortswechsel </strong>mit mehr <strong>Stress</strong> verbunden ist, und es ist bekannt, dass Stress der Gesundheit von Menschen schadet“, sagt <em>Oishi</em>. „Aber wir brauchen weitere Untersuchungen über diesen Zusammenhang, bevor wir daraus schließen können, dass häufiges Umziehen in der Kindheit tatsächlich zu langfristigen Gesundheitsschäden führen kann.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.apa.org/news/press/releases/2010/06/moving-well-being.aspx" target="_blank">American Psychological Association</a></span>, 3.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.apa.org/pubs/journals/releases/psp-98-6-980.pdf" target="_blank">Oishi &amp; Schimmack</a></span>. <em>J. Personality &amp; Social Psychology</em>, Juni 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Einsamkeit ansteckend?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-einsamkeit-ansteckend/" target="_self">Ist Einsamkeit ansteckend?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist der Zusammenhang zwischen emotionaler und körperlicher Gesundheit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-ist-der-zusammenhang-zwischen-positiven-emotionen-und-korperlicher-gesundheit/" target="_self">Was ist der Zusammenhang zwischen emotionaler und körperlicher Gesundheit?</a></span></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie weit reichen die gesundheitlichen Folgen von Belastungen im Kindesalter?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-weit-reichen-die-gesundheitlichen-folgen-von-belastungen-im-kindesalter/" target="_self">Wie weit reichen die gesundheitlichen Folgen von Belastungen im Kindesalter?</a></span></p>
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		<title>Macht zu viel Smalltalk unglücklich?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-zu-viel-smalltalk-unglucklich/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 11:49:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden von Menschen und dem Zusammensein mit anderen ist durch viele Studien belegt. In einer aktuellen Untersuchung haben Forscher den Einfluss von Quantität und Qualität menschlicher Kommunikation verglichen und gezeigt, die glücklichsten Menschen reden viel und plappern wenig. Ich habe einen Presseartikel von dieser Woche übersetzt, der die noch nicht veröffentlichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2061" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Macht zu viel Smalltalk unglücklich s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Macht-zu-viel-Smalltalk-unglücklich-s1.jpg" alt="Macht zu viel Smalltalk unglücklich s" width="190" height="125" />Der Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden von Menschen und dem Zusammensein mit anderen ist durch viele Studien belegt. In einer aktuellen Untersuchung haben Forscher den Einfluss von Quantität und Qualität menschlicher Kommunikation verglichen und gezeigt, die glücklichsten Menschen reden viel und plappern wenig. Ich habe einen Presseartikel von dieser Woche übersetzt, der die noch nicht veröffentlichte Studie schon kurz beschreibt:</p>
<p>Womit verbringt ein <strong>glücklicher</strong> <strong>Mensch</strong> mehr Zeit – mit belanglosem <strong>Geschwätz</strong> oder mit nachdenklichen und <strong>tiefgehenden Gesprächen</strong>? Die Psychologen <em>Matthias R. Mehl</em>, <em>Shannon E. Holleran</em> und <em>C. Shelby Clark </em>von der <em>University of Arizona </em>sowie <em>Simine Vazire</em> von der <em>Washington University</em> in St. Louis in den USA untersuchten, ob sich glückliche und unglückliche Menschen darin unterscheiden, wie sie sich mit anderen unterhalten.</p>
<p><span id="more-2053"></span>Für die <strong>Studie</strong> trugen Freiwillige vier Tage lang einen sogenannten Electronically Activated Recorder (EAR), ein unauffälliges Aufzeichnungsgerät. Das Gerät machte in bestimmten Abständen kurze Aufnahmen der Umgebungsgeräusche, während die Versuchsteilnehmer ihren normalen Alltagsgeschäften nachgingen. In dieser Untersuchung machte das EAR-Gerät alle zwölfeinhalb Minuten eine dreißig Sekunden lange Aufnahme. Insgesamt hörten sich die Forscher mehr als zwanzigtausend solcher Einzelaufnahmen an und identifizierten die <strong>Unterhaltungen</strong> als <strong>trivialen</strong> Smalltalk oder <strong>ernsthafte</strong> Diskussionen. Außerdem füllten die Versuchsteilnehmer Fragebögen zu ihrer <strong>Persönlichkeit</strong> und ihrem <strong>Wohlbefinden</strong> aus.</p>
<p>Die Auswertung der Studie, die jetzt in <em>Psychological Science</em>, einem Journal der <em>Association for Psychological Science</em> veröffentlicht wird, kam zu zwei bemerkenswerten Ergebnissen. <strong>Am besten </strong>ging es Leuten, die am <strong>wenigsten allein</strong> waren und am <strong>meisten</strong> mit anderen <strong>sprachen</strong>: Die glücklichsten Studienteilnehmer waren fünfundzwanzig Prozent weniger allein und verbrachten siebzig Prozent mehr Zeit im Gespräch mit anderen als die unglücklichsten Teilnehmer. Außer den Unterschieden bei den sozialen Interaktionen, die glückliche und unglückliche Menschen hatten, nahmen sie auch an anderen Arten der Unterhaltung teil: Die <strong>glücklichsten</strong> Teilnehmer führten doppelt so viele <strong>ernsthafte Gespräche</strong> und machten nur ein Drittel so viel Smalltalk wie die unglücklichsten Teilnehmer.</p>
<p>Diese Ergebnisse zeigen, dass ein glückliches Leben eher durch soziale Kontakte und tiefgehende Unterhaltungen geprägt ist als durch Einsamkeit und Oberflächlichkeit. Obwohl die Ergebnisse derzeit keine Rückschlüsse auf die Richtung einer möglichen Ursache-Wirkungs-Beziehung zulassen, vermuten die Forscher, dass tiefe Gespräche Menschen glücklicher machen können. Sie meinen, „Genauso, wie sich Menschen <strong>füreinander öffnen</strong> und dadurch einer Beziehung eine Atmosphäre von <strong>Nähe</strong> geben, können <strong>tiefe Gespräche </strong>einem Gegenüber das Gefühl besonderer Bedeutung verleihen.”</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.psychologicalscience.org/media/releases/2010/mehl.cfm" target="_blank">Association for Psychological Science</a></span>, 4.3.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Glück ansteckend?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-gluck-ansteckend/" target="_self">Ist Glück ansteckend?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind Singles tatsächlich so wie wir denken, dass sie sind?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-singles-tatsachlich-so-wie-wir-denken-dass-sie-sind/" target="_self">Sind Singles tatsächlich so wie wir denken, dass sie sind?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-bringt-uns-weiter-wettbewerb-oder-mitgefuhl/" target="_self">Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-neigen-wir-dazu-mit-der-masse-zu-gehen/" target="_self">Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?</a></span></p>
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		<title>Was treibt gewalttätige Teenager an?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-treibt-gewalttatige-teenager-an/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 09:58:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie hat eine indirekte Form des Mobbings unter Schülern untersucht, die sich nicht so sehr durch körperliche oder verbale Aggression äußert, sondern auf die sozialen Beziehungen des Opfers abzielt. Die Autoren zeigen, dass manche Täter ein mangelndes Selbstwertgefühl haben können und den Wunsch ihr soziales Ansehen zu steigern. Ich habe einen Presseartikel vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1070" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;margin-left: 10px;margin-right: 10px;border: 1px solid #000000" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/teenager-violence-s-s.jpg" alt="teenager violence s s" width="137" height="167" />Eine aktuelle Studie hat eine indirekte Form des Mobbings unter Schülern untersucht, die sich nicht so sehr durch körperliche oder verbale Aggression äußert, sondern auf die sozialen Beziehungen des Opfers abzielt. Die Autoren zeigen, dass manche Täter ein mangelndes Selbstwertgefühl haben können und den Wunsch ihr soziales Ansehen zu steigern. Ich habe einen Presseartikel vom 22.12. übersetzt, der die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammenfasst:</p>
<p>Eine neue Studie spanischer Wissenschaftler untersuchte <strong>Beziehungsaggressionen</strong>, ein Verhalten, das darauf abzielt, dem <strong>Freundschaftskreis</strong> eines Menschen zu schaden oder sein <strong>Ansehen </strong>bei seinen Freunden zu <strong>ruinieren</strong>. Experten meinen, dass diese Art der Aggression psychische Schäden verursacht, weil sie das Opfer an den Rand der Gruppe drängt, es isoliert und ihm seelisches Leid zufügt, von dem sich der Mensch manchmal nur schwer wieder erholt.</p>
<p>Die Forscher analysierten die Zusammenhänge zwischen Beziehungsaggression, sozialen Beziehungen unter <strong>Teenagern </strong>beiderlei Geschlechts sowie Faktoren, die ihre psychosoziale Anpassung beeinflussen wie Einsamkeit, Selbstwertgefühl und Zufriedenheit mit dem Leben. Die Ergebnisse zeigten, dass junge Menschen, die eine größere <strong>Beliebtheit</strong> und mehr <strong>Respekt</strong> in ihrer Gruppe <strong>anstreben</strong>, am ehesten zu dieser Form des <strong>Psychoterrors</strong> greifen.</p>
<p><span id="more-1065"></span>„Das zunehmende Interesse an Studien über aggressives Verhalten von Teenagern in der Schule liegt an den ernsthaften <strong>Folgen</strong>, die es für die <strong>psychologische </strong>und <strong>emotionale Anpassung</strong> der Beteiligten haben kann, und weil es das soziale Geschehen in einer <strong>Schule</strong> stören kann”, sagte der erste Autor der Studie, <em>David Moreno Ruiz </em>von der <em>Pablo de Olavide-Universität</em> in Sevilla gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur SINC.</p>
<p>Die Studie, die in dem spanischen Fachjournal <em>Psicothema</em> veröffentlicht wurde, untersucht das Verhältnis von Beziehungsaggression, sozialer Anpassung und dem Ansehen unter Teenagern. Sie zeigt, dass junge Menschen, die einen hoch „geachteten Status” anstreben, d.h. eine soziale Identität, mit der sie zu einer Gruppe gehören und ihren Respekt genießen, häufiger zu Beziehungsaggression als einem Mittel greifen, mit dem sie dieses Ziel erreichen können.</p>
<p>Frühere Studien haben gezeigt, dass manche Teenager, die bei ihren Kameraden beliebt sind, Beziehungsaggression einsetzen, um ihr <strong>Ansehen</strong> in der Gruppe zu <strong>bewahren</strong> und weiter zu <strong>verbessern</strong>. „Ein wichtiger Aspekt ist bei Teenagern ein hohes <strong>Selbstwertgefühl</strong>, weil es sie davon abhält, Verhaltensweisen wie Beziehungsaggressionen gegen Schulkameraden zu entwickeln“, erklärt <em>Ruiz</em>.</p>
<p>Die Studie untersuchte 1319 Teenager an sieben Schulen in Valencia und zeigte, dass Schüler, deren sozialer Status von ihren Kameraden infrage gestellt wird, die von ihnen <strong>sozial abgelehnt</strong> werden oder keine engen Freundschaften haben, verstärkt unter einem Gefühl von <strong>Einsamkeit</strong> leiden, ein <strong>niedrigeres Selbstwertgefühl</strong> haben und mit ihrem Leben <strong>weniger zufrieden </strong>sind.</p>
<p>„Wir müssen verhindern, dass Teenager soziale Identitäten entwickeln, die auf der Schädigung anderer aufbauen, und dass sie dabei mit unentschuldbaren Taktiken wie mit Beziehungsaggression vorgehen. Wir müssen entsprechende <strong>psychologische Schulungsprogramme </strong>entwerfen, um solche Fälle von Gewalt zu verhindern, zu erkennen und dagegen einzuschreiten, und so das Zusammenleben in Schulen verbessern“, betonen die Forscher.</p>
<p><strong>Beziehungsaggression gibt es auch bei Mädchen</strong></p>
<p>Nachdem Studien über den Zusammenhang dieser Art von Aggression und dem Geschlecht zu widersprüchlichen Ergebnissen kamen, zeigte diese Untersuchung, dass <strong>Beziehungsaggression</strong> unter <strong>Jungen</strong> viel <strong>häufiger</strong> vorkommt. Eine Ausnahme ist ein solch aggressives Verhalten als <strong>Abwehrreaktion auf Provokationen</strong>, wo es bei Jungen und Mädchen <strong>gleich häufig</strong> ist.</p>
<p>Aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung machen <strong>Mädchen</strong> wahrscheinlich <strong>öfter</strong> von Beziehungsaggression Gebrauch als einer Strategie, mit der sie einen <strong>besseren</strong> sozialen <strong>Status</strong> innerhalb ihres Freundeskreises erreichen oder aufrechterhalten.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2009-12/f-sf-tuv122209.php" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">EurekAlert!</span></a>, 22.12.09</p>
<p><a href="http://www.psicothema.com/psicothema.asp?id=3667" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Ruiz et al.</span></a> Psicothema Nov 2009 (spanisch/englisch)</p>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 16:18:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie zeigt, dass ältere Menschen mit einer Neigung zu Depression, die sich allein gelassen fühlen, ein besonders hohes Risiko für Depression haben. Ich habe eine Pressemitteilung der Universität von vorgestern übersetzt, in der die Autoren darauf hinweisen, dass eine vorsorgliche Behandlung dieser Menschen auch kosteneffektiv wäre:
Forscher des University of Rochester Medical Center haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine aktuelle Studie zeigt, dass ältere Menschen mit einer Neigung zu Depression, die sich allein gelassen fühlen, ein besonders hohes Risiko für Depression haben. Ich habe eine Pressemitteilung der Universität von vorgestern übersetzt, in der die Autoren darauf hinweisen, dass eine vorsorgliche Behandlung dieser Menschen auch kosteneffektiv wäre:</p>
<p>Forscher des <em>University of Rochester Medical Center</em> haben die wichtigsten <strong>Faktoren</strong> identifiziert, mit denen sich <strong>vorhersagen</strong> lässt, welche <strong>älteren Menschen</strong> am stärksten <strong>depressionsgefährdet</strong> sind. Die Forscher unter Leitung von <em>Dr.</em> <em>Jeffrey M. Lyness</em>, Professor für Psychiatry am Medical Center, veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Dezemberausgabe des <em>American Journal of Psychiatry</em>.</p>
<p>Die Autoren kommen zu dem Schluss, eine <strong>vorsorgliche Behandlung</strong> von Menschen in der <strong>Hochrisiko-Gruppe</strong> sei ein vielversprechender Ansatz, um eine größtmögliche gesundheitsfördernde Wirkung mit dem geringsten Kostenaufwand zu erreichen.</p>
<p><span id="more-950"></span>„Menschen ohne stark ausgeprägte Symptome von Depression, die aber meinen, sie hätten <strong>unzureichend</strong> soziale <strong>Unterstützung</strong> von anderen Menschen, und die schon in der <strong>Vergangenheit</strong> unter <strong>Depression</strong> litten, hatten ein besonders hohes Risiko, in den ein bis vier Jahren der Studie erneut an Depression zu erkranken“, sagt <em>Lyness</em>. „Die gute Nachricht ist, dass wir auf diesem Gebiet immer besser verstehen, wie man bei Gruppen mit einem besonders hohen Risiko gegen Depression vorbeugen kann. In Zukunft werden wir testen können, welche der unterschiedlichen Behandlungen <strong>Depression</strong> wirksam <strong>verhindern</strong> können. Menschen mit den Risiken, die wir in dieser Studie identifiziert haben, könnten vielleicht mit <strong>Psychotherapie</strong>, vielleicht mit <strong>Medikamenten </strong>oder vielleicht mit <strong>anderen Methoden</strong> behandelt werden, etwa mit <strong>Sport</strong>.“</p>
<p>Über 600 Menschen, die 65 Jahre oder älter waren, nahmen an der <strong>Studie</strong> teil. Sie kamen aus Privatpraxen und mit der Universität verbundenen Kliniken für innere Medizin, Geriatrie und Allgemeinmedizin in Monroe County im amerikanischen Bundesstaat New York. Nur Menschen ohne klinische Depression zu Studienbeginn konnten an der Untersuchung teilnehmen.</p>
<p>Während der Studie, die bis zu <strong>vier Jahre </strong>dauerte, wurden die Teilnehmer jedes Jahr in persönlichen <strong>Interviews</strong> befragt. Außerdem wurden Informationen aus Telefonaten mit den Teilnehmern und aus einer jährlichen Durchsicht von Krankenunterlagen ausgewertet. Insgesamt 33 Teilnehmer oder <strong>5,3 Prozent </strong>hatten während der Studiendauer eine Phase mit <strong>Depression</strong>.</p>
<p>Die Forscher werteten die Ergebnisse aus und errechneten einen Wert von fünf für die „Anzahl der notwendigen Behandlungen“. Dieser Wert ist ein Maß, das in Bevölkerungsstudien die <strong>Wirksamkeit einer Vorsorgemaßnahme</strong> beschreibt. Das heißt, bei einer vorsorglichen Behandlung von <strong>fünf Menschen </strong>mit Risikofaktoren durch eine optimal wirksame Methode würde sich <strong>ein neuer Fall</strong> von Depression <strong>verhindern</strong> lassen.</p>
<p>In einem Leitartikel des Journals vertrat auch <em>Dr. Warren D. Taylor</em>, Associate Professor für Psychiatrie am <em>Duke University Medical Center</em>, die Meinung, dass die Anzahl der notwendigen Behandlungen gering sei, was auf eine <strong>Kostenwirksamkeit </strong>solcher Vorsorgemaßnahmen hindeutet.</p>
<p>„Angesichts der <strong>Komplikationen von Depression</strong> bei einer Gruppe älterer Menschen könnten Vorsorgemaßnahmen für diese Hochrisiko-Gruppe ein sehr wichtig Ansatz sein, der nicht nur <strong>seelischem Leid</strong> vorbeugt, sondern auch die schädlichen <strong>Auswirkungen</strong> einer Depression <strong>auf andere Erkrankungen</strong> vermeidet“, schreibt <em>Taylor</em>.</p>
<p>Abschließend schreiben die Autoren, „diese Studie kann zur einer besser informierten klinischen Praxis beitragen, indem sie eine Früherkennung und rechtzeitige ärztliche Maßnahmen erleichtert, die von entscheidender Bedeutung für verbesserte Behandlungsergebnisse bei Depressionspatienten sind.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.urmc.rochester.edu/news/story/index.cfm?id=2714" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">University of Rochester Medical Center</span></a>, 17.12.09</p>
<p><a href="http://ajp.psychiatryonline.org/cgi/content/abstract/166/12/1375" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">American Journal of Psychiatry</span></a>, Dez 2009</p>
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		<title>Bieten Musik und Kunst Hilfe gegen Depressionen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bieten-musik-und-kunst%c2%a0hilfe-gegen-depressionen/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 19:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Musik und Kunst werden schon lange in der Therapie, auch von geistig-seelischen Störungen eingesetzt. Eine neue Studie hat nun gezeigt, dass sich Menschen mit einem regen Interesse an Kunst und Musik allgemein gesünder und wohler fühlen und, im Falle von Männern, weniger häufig unter Depression leiden. Ich habe eine Pressemitteilung über die Studie von vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-942" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;margin-left: 10px;margin-right: 10px;border: 1px solid #000000" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/music-and-dancing-small.jpg" alt="music and dancing small" width="167" height="125" />Musik und Kunst werden schon lange in der Therapie, auch von geistig-seelischen Störungen eingesetzt. Eine neue Studie hat nun gezeigt, dass sich Menschen mit einem regen Interesse an Kunst und Musik allgemein gesünder und wohler fühlen und, im Falle von Männern, weniger häufig unter Depression leiden. Ich habe eine Pressemitteilung über die Studie von vor ein paar Tagen übersetzt, deren Ergebnisse die Autoren auf einer Fachkonferenz vorgestellt haben:</p>
<p>Wenn Sie malen, tanzen gehen oder ein Musikinstrument spielen – oder einfach gerne ins <strong>Theater oder Konzert</strong> gehen – dann fühlen Sie sich wahrscheinlich <strong>gesünder </strong>und sind <strong>weniger depressiv</strong> als Leute, die das nicht tun. Das zeigt eine Studie an fast 50000 Menschen aus dem gleichen Landkreis in Mittelnorwegen aber mit sonst sehr verschiedenen sozialen und ökonomischen Lebensumständen.</p>
<p><span id="more-937"></span>Die Ergebnisse beruhen auf der neusten Analyse von Untersuchungen, die für die <strong>HUNT-Studie</strong> (die Nord-Trøndelag-Gesundheitsstudie der <em>Norwegian University of Science and Technology, NTNU</em>) durchgeführt werden. Die Studie beinhaltet Umfragen, Interviews, ärztliche Untersuchungen sowie das Sammeln von Blut- und Urinproben, mit deren Hilfe detaillierte <strong>Gesundheitsprofile </strong>der 48289 Teilnehmer zu erstellt werden.</p>
<p>„Wir fanden einen positiven Zusammenhang zwischen der Teilnahme am <strong>kulturellen Leben </strong>und einem als gut empfundenen <strong>Gesundheitszustand</strong>, und zwar sowohl bei <strong>Frauen</strong> wie auch bei <strong>Männern</strong>”, sagt <em>Professor Jostein Holmen</em>, der Leiter der HUNT-Studie. <em>Holmen</em> stellte die Ergebnisse, die noch nicht veröffentlicht sind, Ende November in einen Vortrag auf einer norwegischen Konferenz über Gesundheit in Stjørdal vor. „Bei <strong>Männern</strong> gibt es <strong>auch</strong> einen Zusammenhang zwischen einer Teilnahme am kulturellen Leben und <strong>Depression</strong>. Kulturell aktive Männer haben seltener Depression. Bei Frauen ist das allerdings nicht der Fall.”</p>
<p>Aber die Forscher waren überrascht, dass die Ergebnisse <strong>unabhängig vom sozioökonomischen Status</strong> eines Menschen waren. Ob Lasterfahrer oder Bankdirektor–jede Beschäftigung mit Kunst, Theater oder Musik, als Aktiver oder als Zuschauer, hatte eine positive Auswirkung auf das Gefühl eines Menschen von Gesundheit und Wohlbefinden.</p>
<p>Für die Auswertung ihrer neusten Ergebnisse berücksichtigten die Forscher nicht nur den sozioökonomischem Status sondern auch den Einfluss von chronischen Erkrankungen, sozialen Beziehungen, Rauchen und Alkohol. Aber <em>Holmen </em>wies in seinem Vortrag auch darauf hin, dass das Gefühl von Wohlbefinden bei kulturell aktiven Menschen, das vor Depression zu schützen scheint, offenbar <strong>nicht </strong>den gleichen günstigen Effekt auf <strong>Angststörungen</strong> hat.</p>
<p>Außerdem warnte <em>Holmen</em> zur Vorsicht bei der Interpretation der Ergebnisse. Das <strong>Verhältnis</strong> von <strong>Gesundheit</strong> und <strong>kulturellen Aktivitäten</strong> sei <strong>nicht eindeutig </strong>genug, dass er wirklich sagen könnte, Kultur macht Menschen gesund. Trotzdem meint der Forscher, Politiker sollten die Ergebnisse als Aufforderung verstehen, über das Thema Gesundheit einmal anders nachzudenken. Eine ähnliche Meinung äußerte auf der Konferenz <em>Steinar Krokstad</em>, der Projektdirektor der HUNT-Studie und Associate Professor an der NTNU.</p>
<p>„Wir im Gesundheitswesen verfügen angesichts der Fülle der Gesundheitsprobleme von heute nicht immer über die kostengünstigsten Mittel zur <strong>Vorsorge</strong>. Wir müssen uns mehr auf die Möglichkeiten konzentrieren, die sich bieten, und weniger auf die Risiken”, meinte <em>Krokstad</em>.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><a href="http://www.alphagalileo.org/ViewItem.aspx?ItemId=64400&amp;CultureCode=en" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">AlphaGalileo</span></a>, 14.12.09</p>
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		<title>Hilft Verhaltenstherapie bei Altersdepressionen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-verhaltenstherapie-bei-altersdepressionen/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 15:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Behandlung von älteren Patienten mit Depression kann schwierig sein, zum Beispiel wegen Nebenwirkungen von Antidepressiva bei Menschen, die oft sowieso schon körperliche Beschwerden haben. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass kognitive Verhaltenstherapie älteren Depressionspatienten helfen kann. Ich habe einen Pressebericht über die Studie übersetzt, der die Vorteile von Psychotherapie für diese Menschen kurz beschreibt:
Ältere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1263" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="behavior therapy for the elderly s s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/behavior-therapy-for-the-elderly-s-s.jpg" alt="behavior therapy for the elderly s s" width="167" height="125" />Die Behandlung von älteren Patienten mit Depression kann schwierig sein, zum Beispiel wegen Nebenwirkungen von Antidepressiva bei Menschen, die oft sowieso schon körperliche Beschwerden haben. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass kognitive Verhaltenstherapie älteren Depressionspatienten helfen kann. Ich habe einen Pressebericht über die Studie übersetzt, der die Vorteile von Psychotherapie für diese Menschen kurz beschreibt:</p>
<p><strong>Ältere Patienten mit Depression</strong> sprechen gut auf <strong>kognitive Verhaltenstherapie (KVT)</strong> an, und die Behandlung hilft <strong>besser als Gespräche</strong> mit jemandem, der warmherzig und Anteil nehmend zuhört. Das ist das Ergebnis einer Studie, die in der Dezemberausgabe der <em>Archives of General Psychiatry</em> erscheint.</p>
<p><span id="more-881"></span><em>Marc Antony Serfaty</em> vom <em>University College London</em> und seine Mitarbeiter untersuchten in ihrer <strong>Studie</strong> 204 Menschen im Alter von 65 oder älter, davon 79,4 Prozent Frauen, die eine Diagnose von Depression hatten. Die Patienten, die alle ihre <strong>Standardbehandlung </strong>weiter erhielten, wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wurde <strong>zusätzlich</strong> mit <strong>KVT </strong>und eine zweite mit <strong>Gesprächstherapie</strong> behandelt. Die dritte Gruppe erhielt keine Zusatzbehandlung.</p>
<p>Die Forscher werteten den geistig-seelischen Zustand der Patienten nach psychologischen Tests zu Anfang der Studie sowie nach vier und zehn Monaten Therapie aus. Die Ergebnisse zeigten, dass nach durchschnittlich nur etwas mehr als sieben Therapiesitzungen Patienten in der <strong>KVT-Gruppe</strong> stärker <strong>verbesserte</strong> Werte für <strong>Depression</strong> hatten als Patienten in der Gesprächstherapie-Gruppe.</p>
<p>„Obwohl man Symptome von <strong>Depression</strong> als normale <strong>Folge des Alterns</strong> betrachten kann, stellen unsere Ergebnisse den <strong>Mythos</strong> vom älteren Menschen infrage, der einfach <strong>nur einsam</strong> ist und Gesellschaft und ein offenes Ohr braucht“, schreiben die Autoren. „Wie frühere Studien bereits gezeigt haben, kann man <strong>ältere Menschen</strong> dafür gewinnen, <strong>aktiv</strong> an Gesprächstherapien teilzunehmen. Sie können für psychologische Unterstützung <strong>offen </strong>sein und von einer bestimmten Form der Behandlung wie kognitiver Verhaltenstherapie <strong>profitieren</strong>.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.modernmedicine.com/modernmedicine/Modern+Medicine+Now/Cognitive-Behavioral-Therapy-Helps-Elders-With-Dep/ArticleNewsFeed/Article/detail/647771?ref=25" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">HealthDay News</span></a>, 10.12.09</p>
<p><a href="http://archpsyc.ama-assn.org/cgi/content/abstract/66/12/1332" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Serfaty et al.</span></a> Arch Gen Psychiatry 2009</p>
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<p><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.html" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</span></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ist Einsamkeit ansteckend?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-einsamkeit-ansteckend/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 16:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die meisten Menschen haben Angst vor Ansteckung. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass auch Einsamkeit ansteckend sein kann. Da hilft nur eins – schnell die Flucht ergreifen, was dem einsamen Menschen dann aber weniger hilft. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher übersetzt, die eine ebenso interessante wie nachdenklich stimmende gesellschaftliche Erscheinung beschreibt:
Einsamkeit kann sich, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-957" style="margin: 0px 10px; border: black 1px solid;" title="lonliness s s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/lonliness-s-s.jpg" alt="lonliness s s" width="125" height="167" />Die meisten Menschen haben Angst vor Ansteckung. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass auch Einsamkeit ansteckend sein kann. Da hilft nur eins – schnell die Flucht ergreifen, was dem einsamen Menschen dann aber weniger hilft. Ich habe die Pressemitteilung der Forscher übersetzt, die eine ebenso interessante wie nachdenklich stimmende gesellschaftliche Erscheinung beschreibt:</p>
<p><strong>Einsamkeit</strong> <strong>kann sich</strong>, wie eine schlimme Erkältung, von einer Gruppe von Menschen <strong>auf andere ausbreiten</strong>. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Forschern an der <em>University of Chicago</em>, der <em>University of California</em> in San Diego und <em>Harvard</em>.</p>
<p>Das Team von Wissenschaftlern analysierte die Daten einer großen <strong>Langzeitstudie</strong>, die seit <strong>über 60 Jahren</strong> den Gesundheitszustand von Menschen verfolgt, und stellte fest, dass einsame Menschen ihre Einsamkeit oft an andere weitergeben. So entsteht im Laufe der Zeit eine <strong>Gruppe von einsamen Menschen</strong>, die von anderen abgesondert sind, und diese Gruppe <strong>rückt</strong> dann immer weiter <strong>in die Randbereiche</strong> sozialer Netze.</p>
<p><span id="more-821"></span>Zu dem Forscherteam gehörten <em>John Cacioppo</em>, Professor für Psychologie an der <em>University of Chicago</em>, <em>James Fowler</em>, Associate Professor für Politikwissenschaft an der <em>University of California</em> in San Diego und <em>Nicholas Christakis</em>, Professor für Medizin und Professor für medizinische Soziologie an der <em>Harvard Medical School</em>.</p>
<p>„Wir fanden ein außergewöhnliches Muster sozialer Ansteckung, das dazu führt, dass Menschen an den <strong>Rand des sozialen Netzes</strong> gedrängt werden, und dann <strong>vereinsamen</strong> sie”, sagt <em>John Cacioppo</em>, der eine der führenden wissenschaftlichen Kapazitäten in den USA auf dem Gebiet der Einsamkeit ist. „In diesem Randbereich haben Menschen weniger Freunde, aber ihre Einsamkeit führt dazu, dass sie auch die wenigen Bindungen verlieren, die ihnen noch bleiben.“</p>
<p>Bevor sich Beziehungen auflösen, <strong>übertragen Menschen im Randbereich</strong> das Gefühl von <strong>Einsamkeit</strong> auf ihre noch verbleibenden Freunde, die dann ebenfalls einsam werden. „Diese verstärkenden Effekte bedeuten, dass das Gewebe unseres sozialen Netzes an den Rändern ausfransen kann, wie ein Faden eines Häkelpullovers, der am Ende lose wird“, sagt <em>Cacioppo</em>.</p>
<p>Einsamkeit ist mit einer Vielzahl seelischer und körperlicher <strong>Erkrankungen</strong> verbunden, die das Leben verkürzen können. Daher, meint <em>Cacioppo</em>, ist es wichtig, dass Menschen Einsamkeit erkennen und diesen Leuten helfen, die Verbindung mit ihrer sozialen Gruppe aufrechtzuerhalten, bevor sich diese Einzelgänger auf die Randbereiche hinzubewegen.</p>
<p>Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun in dem Artikel „Allein in der Masse: Struktur und Ausbreitung von Einsamkeit in einem großen sozialen Netz“, der in der Dezemberausgabe des <em>Journal of Personality and Social Psychology</em> erscheint.</p>
<p>Für ihre Studie untersuchte das Team die Akten der <strong>Framingham-Herzstudie</strong>, die seit 1948 an den Leuten von Framingham, einer Stadt mit 67000 Einwohnern im amerikanischen Bundesstaat Massachusetts, durchgeführt wird. Die ursprüngliche Gruppe von 5209 Menschen wurde auf Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht.</p>
<p>Seitdem ist die Studie auf etwa 12000 Leute ausgeweitet worden und schließt nun die <strong>Kinder</strong> und <strong>Enkel </strong>der ursprünglichen Gruppe sowie andere Menschen mit ein, um eine weiter gefächerte Bevölkerungsgruppe untersuchen zu können. Außerdem werden für die Framingham-Studie inzwischen mehr Tests gemacht, darunter die Abschätzung von Werten für <strong>Einsamkeit </strong>und <strong>Depression</strong>. Die Untersuchung zur Einsamkeit konzentrierte sich auf 5124 Menschen, die <strong>zweite Generation</strong> in der Studie.</p>
<p>Da dies eine Langzeitstudie ist, nahmen die Forscher alle 2 bis 4 Jahre mit den Teilnehmern Verbindung auf und sammelten dabei auch die Namen von <strong>Freunden</strong> und <strong>Bekannten</strong> der Teilnehmer. Diese Aufzeichnungen wurden mit der Zeit zu einer hervorragenden Informationsquelle über die <strong>sozialen Netze</strong> der Menschen.</p>
<p>Die Forscher stellten den <strong>sich wandelnden Freundeskreis</strong> der Teilnehmer sowie ihre Angaben zur Einsamkeit auf Abbildungen dar, die Karten von Straßennetzen ähneln. So konnten sie die Existenz eines für die <strong>Einsamkeit typischen</strong> sozialen <strong>Kartenmusters</strong> zeigen, dass von Menschen mit wenigen engen Freunden ausgeht und sich dann weiter <strong>verbreitet</strong>. Die Daten zeigten, dass einsame Menschen andere in ihrem Umfeld mit Einsamkeit „ansteckten”, und diese Leute bewegten sich auf die Randgebiete sozialer Kreise zu.</p>
<p>Das Team stellte fest, dass Nachbarn, die sich nur einen Tag pro Woche öfter einsam fühlten, schon vermehrte Einsamkeitsgefühle bei unmittelbaren Nachbarn auslösten, wenn diese eng mit ihnen befreundet waren. Die Einsamkeit breitete sich in dem Maße aus, in dem die Nachbarn <strong>weniger Zeit</strong> miteinander <strong>verbrachten</strong>.</p>
<p>Frühere Studien haben gezeigt, dass Frauen von emotionaler Unterstützung stärker abhängig sind als Männer, und in dieser aktuellen Untersuchung gaben <strong>Frauen öfter</strong> als Männer an, dass sie sich von anderen mit Einsamkeit „<strong>ansteckten</strong>”. Dabei vereinsamten Menschen <strong>eher</strong> durch Veränderungen in den sozialen Netzen ihres <strong>Freundeskreises</strong> <strong>als </strong>durch Veränderungen ihres <strong>Familienkreises</strong>.</p>
<p>Die Forschung zur Einsamkeit hat auch gezeigt, dass einsamer werdende Menschen anderen immer <strong>weniger vertrauen</strong>. So entsteht ein Kreislauf, in dem es ihnen zunehmend schwerer fällt, Freundschaften zu schließen. <strong>Soziale Gruppen</strong> scheinen eine natürliche Tendenz zu haben, diese <strong>einsamen Menschen abzustoßen</strong>. Ein ähnliches Verhalten spiegelt sich in Experimenten an Affen wider, die auch dazu neigen, Mitglieder ihrer eigenen Gruppe zu vertreiben, nachdem man die Affen erst aus der Kolonie heraus genommen und dann wieder eingeführt hatte, sagt <em>Cacioppo</em>.</p>
<p>In Anbetracht dieses Verhaltensmusters ist es umso wichtiger, Einsamkeit zu erkennen und ihr entgegenzuwirken, bevor sie sich ausbreitet, sagt er.</p>
<p>„Die <strong>Gesellschaft</strong> könnte einen Nutzen davon haben, wenn sie aggressiv <strong>auf</strong> <strong>Menschen</strong> im Randbereich <strong>zugeht</strong>, um die Reparatur ihrer sozialen Netze zu erleichtern. So könnte sie einen <strong>Schutzwall gegen Einsamkeit</strong> schaffen, der das soziale Gefüge insgesamt vor dem Auseinanderfallen bewahrt“, sagt er.</p>
<p>„Frühere Studien haben gezeigt, dass <strong>Einsamkeit</strong> und fehlender sozialer Anschluss einen sehr <strong>schädigenden</strong> Einfluss auf die allgemeine <strong>Gesundheit</strong> und das <strong>Wohlbefinden</strong> älterer Menschen haben kann“, sagt <em>Dr. Richard Suzman</em>, Direktor der Abteilung für Verhaltens- und Sozialforschung am National Institute on Aging, das die Studie finanzierte. „Diese wegweisende Forschung über die Verbindungen Einzelner innerhalb ihrer sozialen Netze ist ausgesprochen wichtig für die größere Frage nach dem Zusammenhang von sozialen Wechselwirkungen und Gesundheit.“</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://news.uchicago.edu/news.php?asset_id=1796" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">University of Chicago</span></a>, 1.12.09</p>
<p><a href="http://news.uchicago.edu/static/091201.alone.pdf" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Cacioppo </span></a>et al. (2009) Journal of Personality and Social Psychology</p>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 08:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Antidepressiva]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte heute auf ein ausgezeichnetes Angebot im Internet hinweisen.  In dem sogenannten &#8220;Kompetenznetzwerk Depression&#8220;, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird,  sind eine Reihe hilfreicher und fundierter Informationen zum Thema Depression gebündelt.
Unter anderem sind dies:  Selbsttest &#8220;Bin ich depressiv?&#8221;, Erfahrungsberichte depressiver Menschen in Text und Film, eine Übersicht über Fakten zur Depression, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte heute auf ein <strong>ausgezeichnetes Angebot im Internet </strong>hinweisen.  In dem sogenannten &#8220;<em>Kompetenznetzwerk Depression</em>&#8220;, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird,  sind eine Reihe hilfreicher und fundierter Informationen <strong>zum Thema Depression </strong>gebündelt.</p>
<p>Unter anderem sind dies:  Selbsttest &#8220;Bin ich depressiv?&#8221;, Erfahrungsberichte depressiver Menschen in Text und Film, eine Übersicht über Fakten zur Depression, Antworten auf die Fragen &#8220;Wie kann man Depression erkennen&#8221; und &#8220;Wie lässt sie sich behandeln?&#8221; Und nicht zuletzt sehr nützliche Ratschläge für Angehörige depressiver Menschen.</p>
<p>Sehr zu empfehlen!</p>
<p><em>München, 15.04.09</em></p>
<p><a href="http://www.kompetenznetz-depression.de/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Kompetenznetzwerk Depression</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.kompetenznetz-depression.de/betroffene/frameset_betroffene.htm" target="_blank">Selbsttest &#8220;Bin ich depressiv?&#8221;</a></span></p>
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		<title>Sind Singles tatsächlich so wie wir denken, dass sie sind?</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2008 10:08:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[In der aktuellen Ausgabe des European Journal of Social Psychology (12/2008) fasst Dr. Tobias Greitemeyer von der University of Sussex, UK mehrer mehrere eigene Studien zusammen. In diesen ist er im wesentlichen zwei Fragen nachgegangen. Stimmt es tatsächlich, dass Menschen, die in Partnerschaft leben negative Stereotypen gegenüber Singles haben? Und entsprechen diese Sterotypen der Wahrheit? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="border: 0pt none; margin: 2px 5px;" title="Singles" src="http://www.drshaw.de/blogimages/singe%20stereotypes%20web.jpg" border="1" alt="Singles" hspace="10" vspace="10" width="200" height="133" align="left" />In der aktuellen Ausgabe des <em>European Journal of Social Psychology (12/2008) </em>fasst Dr. Tobias Greitemeyer von der <em>University of </em><em>Sussex, UK </em>mehrer mehrere eigene Studien zusammen. In diesen ist er im wesentlichen zwei Fragen nachgegangen. Stimmt es tatsächlich, dass Menschen, die in Partnerschaft leben <strong>negative Stereotypen gegenüber Singles </strong>haben? Und <strong>entsprechen diese Sterotypen der Wahrheit</strong>? Die Antworten sind statistisch so eindeutig wie sonst selten in vergleichbaren Studien. <strong>Ja</strong>, die Sterotypen gegenüber Singles sind umfangreich, eindeutig und negativ: Singles werden von Menschen, die in Partnerschaft leben, als weniger extravertiert, weniger liebenswürdig, weniger gewissenhaft, weniger körperlich attraktiv, weniger zufrieden,  dafür aber eher neurotisch, unzufrieden mit ihrem Single-Dasein und insgesamt als einsamer beschrieben. Außerdem hätten Singles &#8211; so das Klischee &#8211; grundsätzlich ein geringeres Selbstwertgefühl und seien eben nicht so sozial. Dies betrifft Männer wie Frauen, Junge wie Alte. Die Sterotypen gegenüber Singles sind statistisch so robust, dass der Autor sie als &#8220;gesicherte Fakten&#8221; beschreibt.</p>
<p>Aber unterscheiden sich Singles und Menschen in Partnerschaft tatsächlich so wie die Stereotypen es nahelegen? Die Antwort ist ebenso eindeutig. <strong>Nein</strong>, sie tun es nicht. Lediglich in einer Dimension lässt sich eine Übereinstimmung zwischen Klischee und Wirklichkeit aufzeigen. Singles wünschen sich tatsächlich eine Liebesbeziehung und sind unzufrieden damit, dass sie Single sind.  Auf ihre tatsächliche Lebenszufriedenheit und die vielen weiteren oben beschriebenen Attribute hat dieser Wunsch jedoch keinen negativen Einfluss. Die Tatsache, dass sich Singles einen Partner wünschen ist nicht weiter überraschend, denn auch dieses &#8211; der Wunsch nach einem Partner, den man liebt und von dem man geliebt wird &#8211; ist ein &#8220;gesichertes Faktum&#8221; menschlicher Existenz. Warum sind die Singles dann nicht unglücklicher als Menschen in Partnerschaft? Nun, die Antwort hat wahrscheinlich damit zu tun, dass sich zum einen Zufriedenheit nicht nur aus einer Liebenbeziehung speist, sondern ebenso aus der Nähe etwa zu Freunden und/oder Geschwistern. Zum anderen sind die Menschen in Partnerschaft vielleicht auch nicht so zufrieden, wie sie es zunächst vermuten.</p>
<p>Hierzu passt etwa eine weitere Studie (die der Autor in seinem Artikel zitiert), in der Menschen in Partnerschaft befragt wurden, was am vergangenen Tag ihr schönstes Erlebnis war: Überzufällig häufig hatte dieses Erlebnis mit ihrer Familie zu tun. Befragt danach, was am vergangenen Tag das belastendste Ereignis war, äußerten die Personen überzufällig häufig, dass dieses ebenfalls mit der Familie zu tun hatte.</p>
<p>Wie lässt sich dies alles zusammenfassen? Singles bedauern, dass sie Single sind. Aber es macht sie nicht unglücklicher oder neurotischer als Menschen in Partnerschaft, die zwar glauben, das grundsätzlich bessere (Lebens-)Los gezogen zu haben, aber hiermit nachweislich einem Irrtum unterliegen.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/119338842/abstract" target="_blank">Greitemeyer</a></span>. European Journal of Social Psychology, 2009</p>
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