<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"
>

<channel>
	<title>Psychologie aktuell &#187; Drogen</title>
	<atom:link href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/tag/drogen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog</link>
	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
	<lastBuildDate>Sat, 31 Jul 2010 21:02:47 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.4</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<!-- podcast_generator="Blubrry PowerPress/1.0.6" mode="advanced" entry="normal" -->
	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
	<itunes:explicit>no</itunes:explicit>
	<itunes:image href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/powerpress/podcast_psychologie_aktuell.jpg" />
	<itunes:owner>
		<itunes:name>Psychologie aktuell</itunes:name>
		<itunes:email>stefanshaw@praxis-dr-shaw.de</itunes:email>
	</itunes:owner>
	<managingEditor>stefanshaw@praxis-dr-shaw.de (Psychologie aktuell)</managingEditor>
	<copyright>Praxis Dr. Shaw</copyright>
	<itunes:subtitle>Psychologie &amp; Psychotherapie</itunes:subtitle>
	<itunes:keywords>psychologie, psychology, verhaltenstherapie, cognitive behavioral therapy, burn-out, adhs, depressionen, glücksforschung, partnerschaft</itunes:keywords>
	<image>
		<title>Psychologie aktuell &#187; Drogen</title>
		<url>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/plugins/powerpress/rss_default.jpg</url>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog</link>
	</image>
	<itunes:category text="Science &amp; Medicine">
		<itunes:category text="Medicine" />
	</itunes:category>
	<itunes:category text="Health" />
	<itunes:category text="Science &amp; Medicine">
		<itunes:category text="Social Sciences" />
	</itunes:category>
		<item>
		<title>Lässt sich Alkoholabhängigkeit durch Sport bekämpfen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-alkoholabhangigkeit-durch-sport-bekampfen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-alkoholabhangigkeit-durch-sport-bekampfen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 08:17:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schlafstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik & Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2905</guid>
		<description><![CDATA[Sport kann zur Unterstützung bei der Behandlung der verschiedensten psychischen Erkrankungen eingesetzt werden, unter anderem, weil er die Stimmung hebt. Eine neue Untersuchung zeigt, dass Sport auch in der Suchttherapie als eine Art natürliche und gesunde Ersatz-„Droge“ wirken könnte. Wir haben eine Presseerklärung der Nachrichtenagentur EurekAlert zu der Studie vom Juni übersetzt, die die Wechselwirkungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2922" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Lässt sich Alkoholabhängigkeit durch Sport bekämpfen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Lässt-sich-Alkoholabhängigkeit-durch-Sport-bekämpfen.jpg" alt="Lässt sich Alkoholabhängigkeit durch Sport bekämpfen" width="130" height="173" />Sport kann zur Unterstützung bei der Behandlung der verschiedensten psychischen Erkrankungen eingesetzt werden, unter anderem, weil er die Stimmung hebt. Eine neue Untersuchung zeigt, dass Sport auch in der Suchttherapie als eine Art natürliche und gesunde Ersatz-„Droge“ wirken könnte. Wir haben eine Presseerklärung der Nachrichtenagentur EurekAlert zu der Studie vom Juni übersetzt, die die Wechselwirkungen von Sport, Schlafstörungen und Alkoholmissbrauch untersucht hat:</p>
<p><strong>Alkoholmissbrauch</strong> hat eine sehr störende Wirkung auf den <strong>circadianen Rhythmus</strong> (Tag-Nachtrhythmus), aber Störungen des circadianen Rhythmus’ können auch zu Alkoholmissbrauch und zu einem Rückfall bei abstinenten Alkoholikern führen. Die circadiane zeitliche Anpassung wird bei Säugetieren durch Licht und andere Einflüsse wie Essen, soziale Interaktionen und körperliche Aktivität reguliert. Eine neue Studie über den Zusammenhang von Alkoholkonsum und Radlaufen bei Hamstern hat gezeigt, dass <strong>Sport </strong>eine effektive Methode sein könnte, um den Alkoholkonsum bei Menschen zu reduzieren.</p>
<p>Die Ergebnisse werden in der Septemberausgabe des Journals <em>Alcoholism: Clinical &amp; Experimental Research</em> veröffentlicht, sind aber bereits online zu lesen.</p>
<p><span id="more-2905"></span>„Die <strong>Kennzeichen</strong> von <strong>Alkoholmissbrauch</strong> sind ein Verlangen nach und Konsum von Alkohol, die zur Gewohnheit werden, und dass ein Mensch ohne Alkohol im Alltag nicht mehr normal zurechtkommen kann. Er wirkt sich störend auf die zeitliche Anpassung und Stabilisierung der <strong>circadianen Tagesrhythmen</strong> aus – wann wir schlafen, essen und Sex haben – die von der circadianen Uhr im Gehirn bestimmt werden”, erklärt der Leiter der Studie <em>J. David Glass</em>, Professor für Biowissenschaften an der <em>Kent State University</em> in den USA.</p>
<p>„Wenn sie ständig <strong>Alkohol </strong>zu sich nehmen, können Leute zu früh oder zu spät <strong>ins Bett gehen</strong>, die Nacht nicht durchschlafen und ungewöhnliche <strong>Essgewohnheiten</strong> entwickeln wie tagsüber wenig essen und/oder spät abends zu viel essen. Das kann bei ihrem Trinkverhalten zu einem Teufelskreis führen, weil diese Leute mit erhöhtem Alkoholkonsum reagieren, um besser einzuschlafen, nur um dann über noch schlechteren Nachtsschlaf zu klagen und außerdem ein stärkeres Verlangen nach Alkohol zu haben”, sagt <em>Glass</em>.</p>
<p>Mit anderen Worten, sagt <em>Alan M. Rosenwasser</em>, Professor für Psychologie an der <em>University of Maine </em>in den USA, chronischer Alkoholmissbrauch und ein gestörter circadianer Rhythmus stehen in einem destruktiven Verhältnis zueinander und haben negative Auswirkungen auf die körperliche und emotionale Gesundheit. „Daher ist es sehr interessant, dass der Zugang zu <strong>Laufrädern</strong> und anderen Arten freiwilliger körperlicher Betätigung bei <strong>Tierexperimenten</strong> zu einem wichtigen Umweltfaktor geworden sind, der die Gesundheit des Gehirns, circadiane Rhythmen und das emotionale Wohlbefinden beeinflusst”, sagt er.</p>
<p><em>Glass</em> stimmt dem zu weist darauf hin, dass <strong>körperliche Betätigung</strong> wichtig für die lichtunabhängige Regulation der circadianen <strong>zeitlichen Anpassung</strong> ist. „Wenn man die körperliche Aktivität von Tieren einschränkt”, sagt er, „zum Beispiel indem man ihnen wie in dieser Studie kein Laufrad gibt, hat das eine eindeutig stimulierende Wirkung auf ihren <strong>Alkoholkonsum</strong>.”</p>
<p>In ihrer <strong>Studie </strong>untersuchten <em>Glass</em> und seine Mitarbeiter drei Faktoren: den Einfluss des <strong>Radlaufens</strong> auf den chronischen freiwilligen Konsum von Trinkwasser mit <strong>Alkohol</strong> (20 Volumenprozent); den Einfluss des Alkoholkonsums auf das Radlaufen bei Hamstern, die vorher noch nie Alkohol getrunken hatten; und den Einfluss von <strong>Dauerlicht</strong> (LL) sowohl auf den Alkoholkonsum als auch auf das Radlaufen.</p>
<p>„In dieser Untersuchung stellten wir fest, je mehr die Hamster liefen, desto geringer war ihr Alkoholkonsum”, sagt <em>Glass</em>. „Die <strong>,fauleren’ Hamster</strong>, die nicht so viel liefen, hatten ein größeres Verlangen nach Alkohol und <strong>tranken mehr</strong>. Das zeigt, dass körperliche Betätigung eine effektive, nützliche und nicht-medikamentöse Behandlungsmethode für Alkoholismus sein könnte.”</p>
<p>„<strong>Alkoholkonsum </strong>und freiwillige <strong>körperliche Betätigung</strong> scheinen zwei Verhaltensweise zu sein, die von Natur aus <strong>belohnend</strong> sind”, fügt <em>Rosenwasser</em> hinzu, „und die belohnenden Effekte dieser beiden Verhaltensweisen könnten teilweise <strong>austauschbar</strong> sein. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass die beiden Verhaltensweisen von überlappenden Systemen im Gehirn reguliert werden.”</p>
<p><em>Glass </em>ist auch dieser Meinung und merkt an, dass körperliche Betätigung scheinbar ähnliche Veränderungen der Gehirnchemie wie Alkohol hervorrufen kann. „<strong>Dopamin</strong> ist die wichtigste chemische Substanz, die im Gehirn als Antwort auf jede Art von <strong>Belohnung</strong> wie Sport, Drogen, Essen und Sex freigesetzt wird”, sagt er. „Für Menschen könnte <strong>Sport</strong> ein effektiver, nützlicher und auf natürliche Weise belohnender <strong>Ersatz</strong> für jede Art von <strong>Sucht </strong>sein. Er könnte auch das Suchtrisiko bei Menschen mit einer Familiengeschichte von Sucht vermindern und außerdem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Störungen der Stimmungslage erheblich senken. Aber wie bei allen Belohnungen sollte man Sport in Maßen treiben, sodass er das normale Alltagsleben eines Menschen nicht beeinträchtigt.”</p>
<p>Ein zweites wichtiges Ergebnis war, dass Hamster, die empfindlicher auf den störenden Einfluss von <strong>Dauerlicht</strong> auf circadiane Rhythmen reagierten, auch ein geringeres Verlangen nach Alkohol hatten. „Daher könnte es eine genetische <strong>Veranlagung </strong>geben, die <strong>Alkoholabhängigkeit</strong> und –missbrauch zugrunde liegt und sich unter Bedingungen zeigt, die den circadianen Rhythmus stören”, sagt <em>Glass</em>, „wie Schichtarbeit, Schlafstörungen oder wiederholter Jetlag.”</p>
<p>„Mehrere Forschungsgruppen haben in letzter Zeit ein Interesse für die Zusammenhänge zwischen <strong>circadianen Uhren</strong>, <strong>Sport</strong> und <strong>Alkohol</strong>- und Drogenmissbrauch entwickelt”, sagt <em>Rosenwasser</em>. „Im Allgemeinen haben die Untersuchungen auf diesem Gebiet gezeigt, dass Alkoholmissbrauch einen sehr störenden Einfluss auf biologische Rhythmen haben kann, dass diese Störungen späteren Alkoholmissbrauch begünstigen können, und dass Sport ein wichtiger Umweltfaktor ist, der sowohl circadiane Rhythmen als auch den Alkoholkonsum beeinflusst. Diese Studien haben zu mehreren neuen Richtungen in der Alkoholforschung geführt und geben Anlass zu der Hoffnung, dass <strong>Behandlungsmethoden </strong>entwickelt werden können, die von circadianen Rhythmen und/oder Sport Gebrauch machen, um das Management der ernsten und behindernden Begleiterkrankungen von exzessivem Trinken zu verbessern.”</p>
<p>„Viele in der Öffentlichkeit aber auch viele Ärzte betrachten <strong>Alkoholmissbrauch</strong> und Alkoholsucht immer noch als Charakterschwäche und mangelnde ,Willensstärke’”, sagt <em>Rosenwasser</em>. „Ergebnisse wie diese helfen, Alkoholmissbrauch-Erkrankungen in einen weiteren biologischen Kontext zu stellen, und zeigen, dass sowohl <strong>physiologische</strong> als auch <strong>Umweltfaktoren</strong> zu exzessivem Alkoholkonsum beitragen. Deshalb müssen diese physiologischen und Umweltfaktoren untersucht werden, um Alkoholmissbrauch und andere Formen exzessiven Verhaltens effektiv kontrollieren zu können.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-06/ace-emb061410.php" target="_blank">EurekAlert</a></span>!, 21.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/123549368/abstract" target="_blank">Hammer et al</a></span>. <em>Alcoholism: Clinical &amp; Experimental Research</em>, 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann Paartherapie alkoholkranken Frauen eher helfen als individuelle Verhaltenstherapie?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-paartherapie-alkoholkranken-frauen-eher-helfen-als-individuelle-verhaltenstherapie/" target="_self">Kann Paartherapie alkoholkranken Frauen eher helfen als individuelle Verhaltenstherapie?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was kann man gegen Schlafstörungen tun?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-kann-man-gegen-schlafstorungen-tun/" target="_self">Was kann man gegen Schlafstörungen tun?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lassen sich Ängste und Depressionen durch körperliche Bewegung therapieren?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-angste-und-depressionen-durch-korperliche-bewegung-therapieren/" target="_self">Lassen sich Ängste und Depressionen durch körperliche Bewegung therapieren?</a></span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/suchterkrankungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/schlafstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Schlafstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-alkoholabhangigkeit-durch-sport-bekampfen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Lässt sich Drogenabhängigkeit durch mangelnde Plastizität des Gehirns erklären?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-drogenabhangigkeit-durch-mangelnde-plastizitat-des-gehirns-erklaren/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-drogenabhangigkeit-durch-mangelnde-plastizitat-des-gehirns-erklaren/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 16:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Neurophysiologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2838</guid>
		<description><![CDATA[Nur relativ wenige Leute (15 Prozent), die Kokain „benutzen“, werden auch im Wortsinne „süchtig“. Warum das so ist, bleibt unklar. Mit einer aktuellen Studie sind Forscher aus Frankreich der Antwort einen Schritt näher gekommen, denn sie konnten einen Gehirnmechanismus identifizieren, der bei einem kontrollierten Gebrauch von Kokain eine entscheidende Rolle spielt. Wir haben die Presseerklärung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2844" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Lässt sich Drogenabhängigkeit durch mangelnde Plastizität des Gehirns erklären" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Lässt-sich-Drogenabhängigkeit-durch-mangelnde-Plastizität-des-Gehirns-erklären.jpg" alt="Lässt sich Drogenabhängigkeit durch mangelnde Plastizität des Gehirns erklären" width="125" height="167" />Nur relativ wenige Leute (15 Prozent), die Kokain „benutzen“, werden auch im Wortsinne „süchtig“. Warum das so ist, bleibt unklar. Mit einer aktuellen Studie sind Forscher aus Frankreich der Antwort einen Schritt näher gekommen, denn sie konnten einen Gehirnmechanismus identifizieren, der bei einem kontrollierten Gebrauch von Kokain eine entscheidende Rolle spielt. Wir haben die Presseerklärung des Instituts zu der Studie von Ende Juni übersetzt, die einen möglichen neuen Ansatz zur Suchttherapie bietet:</p>
<p>Warum werden <strong>nur manche</strong> Drogenkonsumenten <strong>süchtig</strong>? Diese Frage haben die Teams von <em>Pier Vincenzo Piazza</em> und <em>Olivier Manzoni</em> am <em>Neurocentre Magendie</em> in Bordeaux (Unité INSERM 862) untersucht. Die Forscher entdeckten, dass der <strong>Übergang </strong>zur <strong>Sucht</strong> die Folge einer bleibenden Störung der <strong>synaptischen Plastizität</strong> in einer entscheidenden Struktur des Gehirns sein könnte. Dies ist der erste Nachweis, dass es einen Zusammenhang zwischen synaptischer Plastizität und dem Übergang zur Sucht gibt.</p>
<p>Die Ergebnisse der Teams vom <em>Neurocentre Magendie </em>stellen die bisherige Vorstellung infrage, dass Sucht durch pathologische Veränderungen im Gehirn verursacht wird, die sich beim Drogenkonsums mit der Zeit entwickeln. Die Ergebnisse zeigen stattdessen, dass Sucht von einer Art der „Anaplastizität” herrühren könnte, das heißt von einer Unfähigkeit des Suchtkranken, die pathologischen Veränderungen auszugleichen, die Drogen bei allen hervorrufen, die sie nehmen.</p>
<p>Die Studie wurde in der Juniausgabe des Journals <em>Science</em> veröffentlicht.</p>
<p><span id="more-2838"></span>Der freiwillige Konsum von Drogen ist ein Verhalten, dass bei vielen Spezies des Tierreichs verbreitet ist. Aber man dachte lange, dass <strong>Sucht</strong>, die als ein <strong>zwanghafter </strong>und <strong>pathologischer</strong> Drogenkonsum definiert ist, ein Verhalten ist, das für die Spezies Mensch und ihre Sozialstruktur spezifisch ist. Das Team von <em>Pier Vincenzo Piazza</em> konnte 2004 zeigen, dass das charakteristische Suchtverhalten von Menschen auch bei manchen <strong>Ratten</strong> beobachtet werden kann, die sich <strong>Kokain</strong> freiwillig selbst verabreichen. Die Sucht bei Menschen und Ratten weist erstaunliche Ähnlichkeiten auf, insbesondere die Tatsache, dass nur ein kleiner Prozentsatz der Konsumenten (Menschen wie Nager) eine Drogensucht entwickelt. Daher eröffnete die Studie drogenabhängigen Verhaltens in diesem Säugetiermodell die Möglichkeit, die Biologie der Sucht zu untersuchen.</p>
<p>Für die aktuelle <strong>Studie </strong>arbeiteten die Teams von <em>Pier Vincenzo Piazza</em> und <em>Olivier Manzoni </em>zusammen und beschreiben nun zum ersten Mal biologische Mechanismen für der <strong>Übergang</strong> von einem regelmäßigen aber <strong>kontrollierten</strong> Drogenkonsum zu einer echten <strong>Kokainsucht</strong>, die sich durch den Verlust der Kontrolle über den Drogenkonsum auszeichnet.</p>
<p>Chronischer Drogenkonsum führt zu zahlreichen Veränderungen in der Physiologie des Gehirns. Aber welche dieser Veränderungen ist für die Entwicklung einer Sucht verantwortlich? Die Forscher suchten nach einer Antwort auf diese Frage, um gezielt potenzielle Therapiemethoden für eine Krankheit zu entwickeln, für die es entsetzlich wenige Behandlungsmöglichkeiten gibt.</p>
<p>Das <strong>Suchtmodell</strong>, das in Bordeaux entwickelt wurde, bietet eine einzigartige Möglichkeit, diese Frage zu beantworten. Denn das Modell erlaubt es, Tiere zu vergleichen, die eine identische Drogendosis erhalten, obwohl nur wenige von ihnen süchtig werden. Die Teams von <em>Pier Vincenzo Piazza</em> und <em>Olivier Manzoni</em> verglichen <strong>süchtige</strong> und <strong>nichtsüchtige Tiere</strong>, während sie über einen längeren Zeitraum Drogen konsumierten.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Tiere, die eine Kokainsucht entwickelten, durch einen dauerhaften Verlust einer Art der <strong>neuronalen Plastizität</strong> auszeichneten, die als Langzeit-Depression (oder <strong>LTD</strong>) bezeichnet wird. Darunter versteht man die Fähigkeit der Synapsen (der Teil der Zelle, über den Nervenzellen miteinander kommunizieren), ihre Aktivität unter dem Einfluss bestimmter Reize zu vermindern. Dieser Mechanismus spielt eine entscheidende Rolle bei der Fähigkeit, <strong>neue Gedächtnisinhalte</strong> zu speichern und daher sich <strong>flexibel verhalten</strong> zu können.</p>
<p>Nach kurzzeitigem Gebrauch von Kokain ist die LTD unverändert. Bei <strong>längerem Gebrauch</strong> entwickelt sich jedoch bei allen Konsumenten ein erhebliches <strong>LTD-Defizit</strong>. Ohne diese Art der neuronalen Plastizität, die eine Voraussetzung für das Lernen ist, wird das Verhalten des Drogenkonsumenten immer unflexibler und er beginnt, ein zwanghaftes Konsumverhalten zu entwickeln. Bei der Mehrheit der Konsumenten funktionieren die biologischen Anpassungsmechanismen, mit denen das Gehirn der Wirkung der Droge entgegensteuern und eine normale LTD wiederherstellen kann. Dagegen führt die Anaplastizität (oder <strong>Mangel </strong>an <strong>Plastizität</strong>) bei <strong>Drogensüchtigen </strong>dazu, dass dieser <strong>Schutzmechanismus fehlt</strong>, und das LTD-Defizit, das die Droge hervorgerufen hat, wird chronisch.</p>
<p>Dieser dauerhafte Verlust synaptischer Plastizität könnte erklären, warum der Süchtige bei seinem Verhalten auf der Suche nach der Droge äußere Widerstände (Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Droge, negative Auswirkungen des Drogenkonsums auf die Gesundheit, das Sozialleben etc.) ignoriert und deshalb sein <strong>Verhalten</strong> immer <strong>zwanghafter </strong>wird. So verliert er nach und nach die Kontrolle über den Drogenkonsum und wird <strong>süchtig</strong>.</p>
<p>Nach Meinung von <em>Pier Vincenzo Piazza </em>und seinen Mitarbeitern lassen diese Ergebnisse auch wichtige Schlussfolgerungen für die Entwicklung neuer Methoden der <strong>Suchttherapie</strong> zu. „Wahrscheinlich werden wir keine neuen Therapien finden, indem wir versuchen, die Veränderungen zu verstehen, die Drogen im Gehirn von Süchtigen hervorrufen”, erklären die Forscher, „denn ihr Gehirn ist anaplastisch.” Die Autoren schreiben, „Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass wir den <strong>Schlüssel</strong> zu einer wirklichen Suchttherapie wahrscheinlich im Gehirn der <strong>nichtsüchtigen Konsumenten </strong>finden werden.”</p>
<p>Die Autoren glauben, „Wenn wir die biologischen Mechanismen verstehen, die eine Anpassung an die Droge ermöglichen und dem Konsumenten helfen, ihren Gebrauch weiter zu kontrollieren, könnten wir vielleicht den anaplastischen Zustand behandeln, der zur Sucht führt.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.inserm.fr/content/download/12872/97006/file/cp_piazza24juin10(va).pdf" target="_blank">INSERM</a></span>, 24.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/328/5986/1709" target="_blank">Kasanetz et al</a></span>. <em>Science</em>, Juni 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Macht hoher sozialer Status glücklich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-hoher-sozialer-status-glucklich/" target="_self">Macht hoher sozialer Status glücklich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Riskantes Verhalten in der Pubertät: Was sind die biologischen Hintergründe?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/riskantes-verhalten-in-der-pubertat-was-sind-die-biologischen-hintergrunde/" target="_self">Riskantes Verhalten in der Pubertät: Was sind die biologischen Hintergründe?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was findet bei Magersucht im Kopf statt?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-findet-bei-magersucht-im-kopf-statt/" target="_self">Was findet bei Magersucht im Kopf statt?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/suchterkrankungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-drogenabhangigkeit-durch-mangelnde-plastizitat-des-gehirns-erklaren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie hängt Nikotinabhängigkeit und Stress am Arbeitsplatz miteinander zusammen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-nikotinabhangigkeit-und-stress-am-arbeitsplatz-miteinander-zusammen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-nikotinabhangigkeit-und-stress-am-arbeitsplatz-miteinander-zusammen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 07:52:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=2365</guid>
		<description><![CDATA[Zu den Stressfaktoren der Arbeitswelt gehört für Raucher seit einer Weile auch das Rauchverbot. Eine aktuelle Studie hat den Zusammenhang untersucht und zeigt, dass Raucher, die auf der Arbeit weniger rauchen, wirklich mehr gestresst sind. Wir haben eine Pressemitteilung von Medical News Today von Mitte des Monats übersetzt, in der die Forscher auf eine alternative [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2373" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie hängt Nikotinabhängigkeit und Stress am Arbeitsplatz miteinander zusammen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Wie-hängt-Nikotinabhängigkeit-und-Stress-am-Arbeitsplatz-miteinander-zusammen.jpg" alt="Wie hängt Nikotinabhängigkeit und Stress am Arbeitsplatz miteinander zusammen" width="200" height="150" />Zu den Stressfaktoren der Arbeitswelt gehört für Raucher seit einer Weile auch das Rauchverbot. Eine aktuelle Studie hat den Zusammenhang untersucht und zeigt, dass Raucher, die auf der Arbeit weniger rauchen, wirklich mehr gestresst sind. Wir haben eine Pressemitteilung von <em>Medical News Today</em> von Mitte des Monats übersetzt, in der die Forscher auf eine alternative Interpretation ihrer Daten hinweisen:</p>
<p>Viele betrachten Rauchen als eine <strong>Bewältigungsstrategie</strong>, mit der Menschen besser mit Berufsstress zurechtzukommen können. Aber entgegen dieser landläufigen Meinung können die <strong>Belastungen</strong> der Arbeitswelt die <strong>Nikotinabhängigkeit </strong>von Rauchern sogar <strong>vermindern</strong>. Das überraschende Ergebnis wurde jetzt in <em>Tobacco Induced Diseases</em>, einem kostenlosen Online-Journal aus der Reihe BioMed Central, veröffentlicht und widerspricht sogar der Hypothese der Wissenschaftler selbst.</p>
<p><span id="more-2365"></span>Das deutsche Forscherteam unter Leitung von <em>Anna Schmidt </em>von der Universität Köln untersuchte den Zusammenhang zwischen Stressfaktoren auf der Arbeit und Nikotinabhängigkeit an 197 <strong>berufstätigen Rauchern</strong>, die an der größeren „<strong>Kölner Raucherstudie</strong>” teilnehmen. Der Fagerström-Test für Nikotinabhängigkeit, ein international anerkannter Test zur statistischen Auswertung des Grades der Nikotinabhängigkeit bei Rauchern, diente zur Erfassung detaillierter Informationen über das Rauchverhalten der Studienteilnehmer.</p>
<p>Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass Arbeitnehmer, die auf der Arbeit <strong>gestresst </strong>sind, <strong>weniger rauchen</strong>, als sie normalerweise würden. Daher sind sie weniger stark nikotinabhängig. Die Autoren vermuten, dass sich die unerwarteten Ergebnisse durch <strong>Überstunden</strong> und strikte <strong>Rauchverbote</strong> am Arbeitsplatz erklären lassen. <em>Schmidt </em>sagt, „Eine starke Arbeitsbelastung könnte Arbeitnehmer dazu zwingen, nur noch in ihrer Freizeit zu rauchen.”</p>
<p>Weiter zeigte die Studie, dass religiöse, verheiratete sowie höher gebildete Raucher deutlich geringer nikotinabhängig waren.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.medicalnewstoday.com/articles/185248.php" target="_blank">Medical News Today</a></span>, 13. April 2010</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.tobaccoinduceddiseases.com/content/8/1/6" target="_blank">Schmidt et al</a></span>. <em>Tabacco Induced Diseases</em>, April 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Gibt es heute mehr psychische Erkrankungen als früher?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-heute-haufiger-psychische-erkrankungen-als-fruher/" target="_self">Gibt es heute mehr psychische Erkrankungen als früher?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Neujahrsvorsatz “Mit dem Rauchen aufhören”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/neujahrsvorsatz-mit-dem-rauchen-aufhoren/" target="_self">Neujahrsvorsatz “Mit dem Rauchen aufhören”?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/suchterkrankungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Stress und Burn-Out?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/stress-burn-out.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Stress und Burn-Out?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-nikotinabhangigkeit-und-stress-am-arbeitsplatz-miteinander-zusammen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Macht hoher sozialer Status glücklich?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-hoher-sozialer-status-glucklich/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-hoher-sozialer-status-glucklich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 19:05:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Neurotransmitter]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=1675</guid>
		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie von amerikanischen Forschern zeigt, dass sich im Gehirn von Menschen mit einem hohen sozialen Status mehr „Glücksrezeptoren“ feststellen lassen. Wie oft bei Untersuchungen dieser Art, bleibt ungeklärt, ob diese Rezeptoren Menschen glücklicher machen oder aber das Gehirn mehr solche Moleküle bildet, um mit dem  Glück des sozialen Zuspruchs fertig zu werden. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1809" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Macht hoher sozialer Status glücklich s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/Macht-hoher-sozialer-Status-glücklich-s.jpg" alt="Macht hoher sozialer Status glücklich s" width="167" height="125" />Eine aktuelle Studie von amerikanischen Forschern zeigt, dass sich im Gehirn von Menschen mit einem hohen sozialen Status mehr „Glücksrezeptoren“ feststellen lassen. Wie oft bei Untersuchungen dieser Art, bleibt ungeklärt, ob diese Rezeptoren Menschen glücklicher machen oder aber das Gehirn mehr solche Moleküle bildet, um mit dem  Glück des sozialen Zuspruchs fertig zu werden. Ich habe die Pressemitteilung des Herausgebers vom 3. Februar übersetzt:</p>
<p>Normalerweise denken wir bei den Vorteilen, die Menschen von ihrem <strong>sozialen Status</strong> haben, zuerst an Belohnungen von außerhalb. Nun zeigt eine neue wissenschaftliche Veröffentlichung in der Februarausgabe von <em>Biological Psychiatry</em>, einem Fachjournal von <em>Elsevier</em>, dass es auch <strong>innere Belohnungen</strong> gibt.</p>
<p><em>Dr. Martinez</em> und ihre Mitarbeiter stellten einen Zusammenhang zwischen einem hohen sozialen Status, starkem sozialen Rückhalt und der Dichte von <strong>Dopamin</strong>-D2/D3-Rezeptoren im Striatum fest. Das <strong>Striatum</strong> ist eine Gehirnregion, die eine zentrale Rolle beim Empfinden von <strong>Belohnung</strong> und <strong>Motivation</strong> spielt. Der Neurotransmitter (Botenstoff) Dopamin und die Rezeptoren, an die er bindet, haben eine Schlüsselfunktion bei der Entstehung dieser Verhaltensreaktionen im Striatum.</p>
<p><span id="more-1675"></span>Die Forscher von der <em>Columbia University</em> in New York untersuchten den sozialen Status und sozialen Rückhalt bei gesunden Testpersonen. Dann verwendeten sie <strong>PET</strong> (Positronen-Emissions-Tomographie), ein Verfahren für das diagnostische <strong>Imaging</strong>, um Bildaufnahmen zu machen, mit denen sich die Anzahl der Typ 2-Rezeptormoleküle für Dopamin im Gehirn der Versuchsteilnehmer bestimmen ließ.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen, mit einen <strong>hohen sozialen Status</strong> ihr Leben wahrscheinlich deshalb als angenehmer und stimulierender erfahren, weil sie <strong>mehr Rezeptormoleküle</strong> im Striatum haben, an die Dopamin binden und seine Wirkung entfalten kann, die der eines „<strong>Glückshormons</strong>“ ähnelt.</p>
<p><em>Dr. Martinez</em> erläutert die Ergebnisse näher: „Wir haben gezeigt, dass eine geringe Anzahl von Dopaminrezeptoren mit niedrigem sozialen Status assoziiert war und eine hohe mit einem besseren sozialen Status. Den gleichen Zusammenhang beobachten wir auch zwischen der Rezeptorzahl und den Angaben der Versuchsteilnehmer zu ihrem sozialen Rückhalt bei Freunden, Familie oder anderen wichtigen Menschen in ihrem Leben.“</p>
<p><em>Dr. John Krystal</em>, der Herausgeber von <em>Biological Psychiatry</em>, meint: „Diese Ergebnisse bieten einen interessanten Einblick in eine grundlegende soziale Verhaltensweise – unser Bestreben, einen hohen sozialen Status zu erlangen. Man kann sich gut vorstellen, dass Menschen mit <strong>mehr</strong> D2-<strong>Rezeptoren</strong> hoch <strong>motiviert</strong> sind und sich in sozialen Situationen <strong>stärker engagieren</strong>. Dadurch bringen sie es im Leben weiter und haben mehr sozialen Rückhalt.“</p>
<p>Diese Ergebnisse könnten auch von Bedeutung sein, um zu verstehen, warum manche Menschen stärker zu Alkohol- und Drogenmissbrauch neigen. Denn die Untersuchungen von <em>Dr. Nora Volkow</em>, der Direktorin des National Institute on Drug Abuse in den USA, und ihrer Mitarbeiter haben gezeigt, dass ein <strong>niedriges </strong>Niveau von D2/D3-<strong>Rezeptoren</strong> zum erhöhten <strong>Risiko für Alkoholabhängigkeit</strong> bei Menschen mit beitragen kann, deren Verwandte ebenfalls Alkoholprobleme haben. Nach dem derzeitigen Stand ihrer Forschung könnten Menschen mit einer Neigung zu Alkoholmissbrauch und wenigen D2/D3-Rezeptormolekülen auch <strong>empfindlicher</strong> auf einen niedrigen <strong>sozialen Status</strong> und schwächeren sozialen <strong>Rückhalt</strong> reagieren. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass diese sozialen Faktoren zum Risiko für Alkohol- und Drogenmissbrauch mit beitragen.</p>
<p>Diese Ergebnisse sind von besonderem Interesse, weil sie die <strong>Neurobiologie</strong> des Menschen in einen <strong>sozialen Kontext</strong> stellen, und der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen. In gesellschaftlichen Zusammenhängen wie diesem zeigt sich die wahre Bedeutung biologischer Einflüsse auf unser Verhalten.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.elsevier.com/wps/find/authored_newsitem.cws_home/companynews05_01421" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Elsevier Science &amp; Health News</span></a>, 3.2.10</p>
<p><a href="http://www.journals.elsevierhealth.com/periodicals/bps/article/S0006-3223(09)00965-2/abstract" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Martinez et al.</span></a> <em>Biological Psychiatry</em>, Feb 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-neigen-wir-dazu-mit-der-masse-zu-gehen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Warum neigen wir dazu, mit der Masse zu gehen?</span></a></p>
<p><a title="Ist Beliebtheit genetisch?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-beliebtheit-genetisch/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Ist Beliebtheit genetisch?</span></a></p>
<p><a title="Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-bringt-uns-weiter-wettbewerb-oder-mitgefuhl/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?</span></a></p>
<p><a title="Kann die Behandlung von Depressionen mit Antidepressiva zu Persönlichkeitsveränderungen führen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-die-behandlung-von-depressionen-mit-antidepressiva-zu-personlichkeitsveranderungen-fuhren/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Kann die Behandlung von Depressionen mit Antidepressiva zu Persönlichkeitsveränderungen führen?</span></a></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-hoher-sozialer-status-glucklich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Welche Auswirkungen hat Mobbing in der Schule auf die Zuschauer?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-mobbing-in-der-schule-auf-die-zuschauer/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-mobbing-in-der-schule-auf-die-zuschauer/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 13:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=981</guid>
		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie hat untersucht, welche Folgen tatenloses Zuschauen beim Mobbing für Schüler hat, und gezeigt, dass sie seelisch noch mehr leiden als die Opfer selbst. Ich habe einen Presseartikel über die Studie von letzter Woche übersetzt, in dem die Autoren raten, Zuschauer sollten auch im eigenen Interesse gegen Mobbing aktiv werden:
Eine neue Studie zeigt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-987" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px;margin-left: 10px;margin-right: 10px;border: 1px solid #000000" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/bullying-bystander-s.jpg" alt="bullying bystander s" width="167" height="125" />Eine aktuelle Studie hat untersucht, welche Folgen tatenloses Zuschauen beim Mobbing für Schüler hat, und gezeigt, dass sie seelisch noch mehr leiden als die Opfer selbst. Ich habe einen Presseartikel über die Studie von letzter Woche übersetzt, in dem die Autoren raten, Zuschauer sollten auch im eigenen Interesse gegen Mobbing aktiv werden:</p>
<p>Eine neue Studie zeigt, wenn <strong>Schüler zuschauen</strong>, wie ihre Kameraden unter der verbalen oder physischen <strong>Quälerei eines Mitschülers</strong> leiden, könnten sie das Geschehen als genauso große oder <strong>sogar größere seelische Notlage</strong> empfinden als das Opfer selbst.</p>
<p>Täter und Zuschauer beim Mobbing nehmen auch eher <strong>Drogen </strong>und trinken <strong>Alkohol</strong>, so das Ergebnis der Studie, die in der Dezemberausgabe von <em>School Psychology Quarterly</em>, einem Journal der <em>American Psychological Association</em>, veröffentlicht wurde.</p>
<p><span id="more-981"></span>„Es ist gut belegt, dass Kinder und Jugendliche, die in ihrer Familie oder außerhalb der Schule <strong>Gewalt </strong>ausgesetzt sind, ein höheres <strong>Risiko für psychische Probleme</strong> haben als Kinder in einer gewaltfreien Umgebung”, sagt <em>Prof. Ian Rivers</em>, der Leiter der Studie von der <em>Brunel University</em> in London. „Es sollte niemanden überraschen, wenn Gewalt in der Schule ein ähnliches Risiko darstellt.”</p>
<p>Die Forscher machten eine <strong>Umfrage</strong> unter 2002 <strong>Schülern</strong> im Alter von zwölf bis sechzehn Jahren an vierzehn staatlichen Schulen in England. Sie legten den Schülern eine längere Liste mit Verhaltensweisen vor, die für <strong>Mobbing</strong> charakteristisch sind, wie beschimpfen, treten, hauen, Gerüchte verbreiten und Gewalt androhen. Die Schüler gaben an, ob sie sich in den vorangegangenen 9 Wochen in der Schule selbst so verhalten hatten, es mit angesehen hatten oder Opfer solcher Verhaltensweisen geworden waren und, falls ja, wie oft.</p>
<p>Die Mehrheit der Schüler (<strong>63 Prozent</strong>) sagte, sie wären <strong>Zeuge</strong> geworden, wie Kameraden gemobbt wurden. Nach eigenen Angaben waren <strong>34 Prozent</strong> der Befragten zu <strong>Opfern</strong> und <strong>20 Prozent</strong> zu <strong>Tätern</strong> geworden. Etwa 28 Prozent sagten, sie hätten überhaupt nichts mit Mobbingvorfällen zu tun gehabt. Mädchen gaben öfter an als Jungen, dass sie Mobbing beobachtet hatten.</p>
<p>Die Schüler antworteten auch Fragen, ob sie bestimmte <strong>Symptome</strong> von seelischen Nöten hatten, wie Gefühle von <strong>Depression</strong>,<strong> Ängsten</strong>, <strong>Feindseligkeit</strong> oder <strong>Minderwertigkeit</strong>. Außerdem wurden sie gefragt, ob sie jemals Zigaretten, Alkohol und andere Drogen ausprobiert oder benutzt hatten.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass Schüler <strong>eher</strong> unter <strong>seelischen Nöte</strong> litten, wenn sie <strong>Mobbing mit ansahen</strong>, als wenn sie selbst Täter oder Opfer von Mobbing waren. Das war sogar dann der Fall, wenn die Schüler nicht selbst ein Opfer waren. Allerdings ließen sich geistig-seelische Probleme auch dann mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen, wenn jemand sowohl Zuschauer als auch Opfer war.</p>
<p>„Es ist möglich, dass die Schüler, die bei anderen Gelegenheiten selbst ein Opfer waren, das psychologisch gesehen <strong>alles wieder neu durchleben</strong>”, sagt <em>Rivers</em>. „Derweile könnten sich andere Zuschauer <strong>Sorgen</strong> machen, dass sie in <strong>Zukunft</strong> irgendwann selbst Ziel des Täters werden, und das erzeugt große seelische Qualen und Ängste.”</p>
<p>Frühere Studien haben gezeigt, dass Schüler <strong>Schuldgefühle</strong> haben, wenn sie ohne direkte Beteiligung zu Zeugen von Mobbing werden, ohne sich aber für das Opfer einzusetzen, was ihre größeren seelischen Nöte erklären könnte.</p>
<p><em>Rivers</em> und sein Mitautor <em>Dr. Paul Poteat </em>vom <em>Boston College</em> in den USA hoffen, dass Schulen diese Studie zum Anlass nehmen, mehr auf mögliche Folgen zu achten, die bloßes Zuschauen beim Mobbing für die seelische Gesundheit ihrer Schüler haben kann. „Schulpsychologen können <strong>Schülern</strong> helfen zu erkennen, dass sie keine Zuschauer sein müssen. Sie <strong>können Verteidiger sein</strong>“, fügt <em>Rivers</em> an.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="http://www.apa.org/news/press/releases/2009/12/witness-bullying.aspx" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">American Psychology Association</span></a>, 17.12.09</p>
<p><a href="http://www.apa.org/pubs/journals/releases/spq-24-4-211.pdf" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Rivers et al.</span></a> School Psychology Quaterly 2009</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Was treibt gewalttätige Teenager an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-treibt-gewalttatige-teenager-an/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Was treibt gewalttätige Teenager an?</span></a></p>
<p><a title="Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?</span></a></p>
<p><a title="Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/oppositionelles-und-aggressives-verhalten.html" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?</span></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-mobbing-in-der-schule-auf-die-zuschauer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Werden Kinder mit ADHS als Erwachsene häufiger straffällig?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-kinder-mit-adhs-als-erwachsene-haufiger-straffallig/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-kinder-mit-adhs-als-erwachsene-haufiger-straffallig/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 20:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Berufserfolg Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/2009/10/30/werden-kinder-mit-adhs-als-erwachsene-haufiger-straffallig/</guid>
		<description><![CDATA[Dass überaktive Kinder in der Schule oft Schwierigkeiten haben, weiss jeder. Ob und welche Folgen das auch für das spätere Leben haben kann, ist weit weniger klar. Ein aktuelle Studie hat die Diskussion über diese Frage unter Fachleuten in den letzten Tagen weiter entfacht. Die wichtigsten Ergebnisse des Artikels habe ich für Sie zusammengefasst:
Schulkinder mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass überaktive Kinder in der Schule oft Schwierigkeiten haben, weiss jeder. Ob und welche Folgen das auch für das spätere Leben haben kann, ist weit weniger klar. Ein aktuelle Studie hat die Diskussion über diese Frage unter Fachleuten in den letzten Tagen weiter entfacht. Die wichtigsten Ergebnisse des Artikels habe ich für Sie zusammengefasst:</p>
<p><strong>Schulkinder mit</strong> Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung <strong>(ADHS) werden im späteren Leben viel wahrscheinlicher Straftaten begehen</strong> wie zum Beispiel Einbruch, Diebstahl und Drogenhandel. Zum diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Forschern der <em>Yale School of Public Health</em>, die jetzt im <em>Journal of Mental Health Policy and Economics</em> veröffentlich wurde.</p>
<p><span id="more-695"></span>Die Untersuchung wurde an 10000 Jungendlichen durchgeführt, die dann wieder als junge Erwachsene befragt wurden. Sie zeigte, dass Menschen, die <strong>als Kinder ADHS</strong> hatten, <strong>später</strong> doppelt so oft <strong>Diebstahl</strong> begingen und 50 Prozent häufiger <strong>Drogen</strong> verkauften. Die Forschungsergebnisse gelten als die ersten wissenschaftlichen Daten über eine Bevölkerungsgruppe, die für die USA landesweit repräsentativ sind, und zeigen einen Zusammenhang zwischen illegalem Verhalten und der sogenannten ADHS, einer Verhaltensstörung bei Kindern.</p>
<p>Nach Meinung der Autoren <em>Jason M. Fletcher</em>, Assistant Professor an der <em>Yale School of Public Health</em>, und <em>Barbara Wolfe</em> von der <em>University of Wisconsin-Madison</em> zeigen die Ergebnisse, dass Kinder mit Symptomen von ADHS als eine <strong>Risikogruppe</strong> anzusehen sind und Programme für eine <strong>vorbeugende Behandlung</strong> angebracht sein könnten.</p>
<p>Forscher schätzen die Kosten für die Gesellschaft durch Straftaten, bei denen ADHS eine Rolle spielt, auf jährlich zwei bis 4 Milliarden Dollar. „Nachdem viele Studien bereits einen Zusammenhang zwischen ADHS und dem relativ <strong>kurzfristigen</strong> schulischen Erfolg von Jugendlichen gezeigt haben, weisen unsere Ergebnisse nun auch auf wichtige <strong>langfristige Folgen</strong> in anderen Bereichen wie Straffälligkeit hin ”, sagt <em>Fletcher</em>, der Leiter der Studie, und fährt fort: „Außerdem stellten wir wichtige <strong>Unterschiede</strong> beim Zusammenhang zwischen Straffälligkeit als Erwachsener und der Art der ADHS-Symptome in der Kindheit fest—ob <strong>überaktiv oder unaufmerksam</strong> oder beides.”</p>
<p>Man schätzt, dass <strong>zwei bis zehn Prozent der Schulkinder</strong> in den USA unter ADHS leiden. Die Störung ist <strong>bei Jungen</strong> weitaus <strong>häufiger als bei Mädchen </strong>und unter nahen Verwandten im Vergleich zur Gesamtbevölkerung stark gehäuft, was man als Hinweis auf einen genetischen Ursprung deuten kann. In den letzten 20 Jahren hat der Gebrauch von <strong>Medikamenten</strong> wie Ritalin zur Behandlung von ADHS stark zugenommen und ist heutzutage <strong>weit verbreitet</strong>.</p>
<p><em>Fletcher </em>sagt, der Zusammenhang zwischen ADHS und Straffälligkeit wird nun genauer untersucht, um festzustellen, ob eine medikamentöse Behandlung im Kindesalter das Risiko für ein kriminelles Verhalten im Erwachsenenalter vermindern kann. Außerdem untersucht er das Verhältnis von ADHS-Symptomen bei Kindern und Auswirkungen für den Arbeitsmarkt wie spätere Berufstätigkeit und Einkommen.</p>
<p><strong>Quelle: </strong><a href="http://www.icmpe.org/test1/journal/issues/v12i3/v12i3abs03.html" target="_blank"></a></p>
<p><a href="http://www.icmpe.org/test1/journal/issues/v12i3/v12i3abs03.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Journal of Mental Health Policy and Economics</span></a>, 30.9.09</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welche Auswirkungen hat ADHS auf die Lebensqualität?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-adhs-auf-die-lebensqualitat/" target="_self">Welche Auswirkungen hat ADHS auf die Lebensqualität?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben heute mehr Kinder ADHS als früher?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-heute-mehr-kinder-adhs-als-fruher/" target="_self">Haben heute mehr Kinder ADHS als früher?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sehenswerte Video-Einführung in ADHS" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/test/" target="_self">Sehenswerte Video-Einführung in ADHS</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/adhs-bei-kindern.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei ADS/ADHS?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-kinder-mit-adhs-als-erwachsene-haufiger-straffallig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Unterschätzen wir die Häufigkeit psychischer Krankheiten?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/unterschatzen-wir-die-haufigkeit-psychischer-krankheiten/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/unterschatzen-wir-die-haufigkeit-psychischer-krankheiten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 14:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rose Shaw</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/2009/10/21/unterschatzen-wir-die-haufigkeit-psychischer-krankheiten/</guid>
		<description><![CDATA[In dem Nachrichtendienst eScience ist vor wenigen Wochen ein guter Beitrag veröffentlicht worden, der eine Studie zum Thema &#8220;Wie häufig sind psychische Krankheiten tatsächlich?&#8221; zusammenfasst. Nachfolgend übersetze ich den Beitrag in Auszügen:
Die Häufigkeit von Ängsten, Depression und Anhängigkeit von Substanzen mit einer Wirkung auf die Psyche könnte doppelt so hoch sein, wie Experten für psychische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2148" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Unterschätzen wir die Häufigkeit psychischer Krankheiten s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/10/Unterschätzen-wir-die-Häufigkeit-psychischer-Krankheiten-s.jpg" alt="Unterschätzen wir die Häufigkeit psychischer Krankheiten s" width="167" height="125" />In dem Nachrichtendienst eScience ist vor wenigen Wochen ein guter Beitrag veröffentlicht worden, der eine Studie zum Thema &#8220;Wie häufig sind psychische Krankheiten tatsächlich?&#8221; zusammenfasst. Nachfolgend übersetze ich den Beitrag in Auszügen:</p>
<p>Die <strong>Häufigkeit</strong> von Ängsten, Depression und Anhängigkeit von Substanzen mit einer Wirkung auf die Psyche <strong>könnte doppelt so hoch sein</strong>, wie Experten für psychische Gesundheit bisher angenommen haben. Das hängt davon ab, wie man sie misst.</p>
<p><span id="more-585"></span></p>
<p>Die Psychologen <em>Terrie Moffitt</em> und <em>Avshalom Caspi</em> von der <em>Duke University</em> in den USA haben zusammen mit Kollegen aus Großbritannien und Neuseeland die Daten einer <strong>Langzeitstudie</strong> an mehr als 1000 Neuseeländern von der Geburt bis zum Alter von 32 Jahren ausgewertet. Dabei kamen die Autoren zu dem Schluss, dass Leute die Häufigkeit ihrer <strong>geistig-seelischen Erkrankungen als viel zu niedrig angeben</strong>, wenn man sie <strong>Jahre danach</strong> zu ihrer Gesundheitsgeschichte befragt.</p>
<p>Aber solche Antworten auf Fragen aus der persönlichen Erinnerung heraus bilden die Grundlage für den Großteil unseres Wissens darüber, wie weit verbreitet Ängste, Depression und Abhängigkeit von Alkohol oder Marihuana sind. Langzeitstudien, wie die in der Stadt Dunedin in Neuseeland, die Menschen über Jahre hindurch beobachten, sind selten und kostspielig, erklärt <em>Moffitt</em>.</p>
<p>„Wenn man mit einer Gruppe von Kindern beginnt und sie ihr ganzes Leben lang beobachtet, <strong>wird früher oder später fast jeder</strong> an einer dieser Störungen <strong>erkranken</strong>”, sagt <em>Moffitt</em>, der Knut Schmitt-Nielsen-Professor für Psychologie und Neurowissenschaften an der <em>Duke University</em> ist.</p>
<p>Die Great-Smoky-Mountains-Studie, ein ähnliches Projekt an der Duke University, hat 1400 amerikanische Kinder seit dem Alter von 9 bis 13 in ihre späten Zwanziger Lebensjahre mitverfolgt und ähnliche Verhaltensmuster gefunden, sagt <em>Jane Costello</em>, die Professorin für Medizinische Psychologie an der <em>Duke University</em> ist und diese Untersuchung leitet.</p>
<p>„Ich glaube, wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass <strong>geistig-seelische Erkrankungen in Wirklichkeit sehr weit verbreitet</strong> sind”, meint <em>Costello</em>. „Menschen wachsen mit Störungen auf, werden nicht behandelt und kommen dann im Leben nicht so gut zurecht, wie sie es eigentlich könnten, weil wir das <strong>ignoriert</strong> haben.”</p>
<p>Darüber, wie weit verbreitet geistig-seelische Erkrankungen sind, wird seit Jahren unter politischen Entscheidungsträgern und Anbietern der Gesundheitsversorgung für psychisch Kranke heftig gestritten. Auch die pharmazeutische Industrie und die Krankenversicherungen haben ein wirtschaftliches Interesse an der Debatte, sagt <em>Moffitt</em>.</p>
<p>Die besten retrospektiven Untersuchungen (systematische Analysen von Krankengeschichten), die US National Comorbidity Surveys (NCS) und die New Zealand Mental Health Survey, haben bei Umfragen unter Menschen im Alter von 18 bis 32 Jahren eine <strong>Depressionsrate</strong> von 18 Prozent festgestellt. Diese Studien sind jedoch von manchen Experten heftig kritisiert worden, weil sie die Raten für zu hoch halten. Die letzte Auswertung der Dunedin-Studie kam zu dem Ergebnis, dass in dieser Altersgruppe schon 41 Prozent der Befragten irgendwann einmal an klinisch relevanten Depressionen erkrankt gewesen waren.</p>
<p>Die Studien durch Umfragen bei 18- bis 32-Jährigen haben ähnliche lebenslange (d.h. auf das ganze Leben hoch gerechnete) Raten von 6 bis 17 Prozent für <strong>Alkoholabhängigkeit</strong> ergeben, verglichen mit nahezu 32 Prozent in der Dunedin-Studie.</p>
<p>Das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) ist eine Sammlung von Richtlinien, die <strong>verbindliche Standards festlegen</strong>, was eine behandelbare psychische Erkrankung ist und was nicht. Das DSM wird von der American Psychiatric Association herausgegeben, die diese Standards zurzeit überprüft und auf den neusten Stand bringt. Aber angesichts der Ergebnisse dieser Langzeitstudien könnte man die Strenge der diagnostischen Kriterien direkt noch einmal überdenken, meint <em>Moffitt</em>, der dem Komitee angehört, das die neuen Standards (DSM-V) ausarbeitet.</p>
<p>„Forscher könnten nun vielleicht überlegen, warum so viele Menschen mindestens einmal im Leben unter solch einer Erkrankung leiden, und was das für unsere <strong>Definition von psychischer Gesundheit</strong> bedeutet, das Angebot des <strong>Gesundheitswesens</strong> und die <strong>wirtschaftliche Belastung</strong> durch psychische Krankheiten“, sagt <em>Moffitt</em>.</p>
<p>Einerseits könnte man meinen, dass die diagnostischen Standards zu niedrig angesetzt sind, wenn man so viele Menschen als psychisch krank betrachten kann. Andererseits könnten diese Ergebnisse Anlass sein, mehr und bessere Gesundheitsdienste für psychisch Kranke zu fordern, weil die Erkrankungen häufiger sind als wir bisher dachten.</p>
<p>„Hier stehen sich zwei Lager gegenüber, aber ich will mich da nicht festlegen“, sagt <em>Moffitt</em>.</p>
<p>Zu aller mindest könnten diese Ergebnisse zum <strong>Abbau des Stigmas</strong> beitragen, den psychische Krankheit und Gesundheitsdienste haben, die sich darum kümmern, fügt <em>Moffitt</em> an. So wurde zum Beispiel in Neuseeland kürzlich eine Werbekampagne für Dinge von öffentlichem Interesse gestartet, in der allseits beliebte Sportler sagen, dass sie früher einmal psychische Probleme hatten.</p>
<p>„Wenn wir dieses Problem ernst nehmen, müssen wir auch <strong>mit der Vorsorge dagegen ernst machen</strong>“, fügt <em>Costello</em> an. „Jetzt wissen wir viel besser, was zur Vorbeugung zu tun ist.&#8221;</p>
<p><strong>Quelle: </strong></p>
<p><strong> </strong><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://news.duke.edu/2009/09/prevalence.html" target="_blank">Duke University</a></span>, 10.9.09</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><a title="Gibt es heute mehr psychische Erkrankungen als früher?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-heute-haufiger-psychische-erkrankungen-als-fruher/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Gibt es heute mehr psychische Erkrankungen als früher?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben heute mehr Kinder ADHS als früher?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-heute-mehr-kinder-adhs-als-fruher/" target="_self">Haben heute mehr Kinder ADHS als früher?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie verbreitet sind Depression und Angststörungen im Vorschulalter?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-verbreitet-sind-depression-und-angststorungen-im-vorschulalter/" target="_self">Wie verbreitet sind Depression und Angststörungen im Vorschulalter?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist kognitive Verhaltenstherapie? Interview mit Dr. Judith Beck" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-ist-kognitive-verhaltenstherapie-interview-mit-dr-judith-beck/" target="_self">Was ist kognitive Verhaltenstherapie? Interview mit Dr. Judith Beck</a></span></p>
<p><span lang="DE"><strong><strong><span style="color: #0000ff"> </span></strong></strong></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/unterschatzen-wir-die-haufigkeit-psychischer-krankheiten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Immer mehr Menschen sind süchtig nach Schlaftabletten</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/immer-mehr-menschen-sind-suchtig-nach-schlaftabletten/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/immer-mehr-menschen-sind-suchtig-nach-schlaftabletten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 07:59:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schlafstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=258</guid>
		<description><![CDATA[In Spiegel-Online ist vorgestern basierend auf einem Artikel der Frankfurter Rundschau ein Beitrag zur weit verbreiteten Schlafmittelabhängigkeit erschienen. Er ist so knapp und prägnant, dass ich ihn an dieser Stelle zitiere:
&#8220;Die Zahlen, die das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung in Hamburg veröffentlicht, sind erschreckend. Demnach wird sich die Zahl der Schlaftabletten-Süchtigen in den kommenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In <em>Spiegel-Online </em>ist vorgestern basierend auf einem Artikel der <em>Frankfurter Rundschau </em>ein Beitrag zur weit verbreiteten Schlafmittelabhängigkeit erschienen. Er ist so knapp und prägnant, dass ich ihn an dieser Stelle zitiere:</p>
<p><!--[endif]--><span id="more-258"></span>&#8220;Die Zahlen, die das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung in Hamburg veröffentlicht, sind erschreckend. Demnach wird sich die Zahl der <strong>Schlaftabletten-Süchtigen </strong>in den <strong>kommenden fünf Jahren </strong>von derzeit <strong>2,3 auf rund vier Millionen erhöhen</strong>. &#8220;Das macht deutlich, dass es einen erheblichen Handlungsbedarf gibt&#8221;, sagte Institutsleiter <em>Peter Raschke </em>der &#8220;Frankfurter Rundschau&#8221;.</p>
<p>Komplizen dieser verhängnisvollen Entwicklung seien zunehmend Ärzte, die Privatrezepte an den Krankenkassen vorbei für ihre Patienten ausstellten. Die Mediziner wüssten in der Regel um die problematische Langzeiteinnahme ihrer Patienten, etwa bei Valium und dessen Abkömmlingen, sagte <em>Raschke</em>: &#8220;Entweder erkennen sie die typischen Veränderungen von Menschen mit Benzodiazepin-Langzeiteinnahme nicht richtig oder sie nehmen diese billigend in Kauf und setzen deshalb die Verschreibung fort.&#8221;</p>
<p>Noch düsterer sieht es dem Bericht zufolge bei den 1991 eingeführten sogenannten Schlafmitteln Zolpidem und Zopiclon aus &#8211; derzeit die erfolgreichsten Präparate auf dem Markt. Gemäß den Leitlinien sollten sie in niedriger Dosierung und maximal vier Wochen lang eingesetzt werden.</p>
<p>Bremer Sozialforscher um <em>Professor Gerd Glaeske </em>haben laut &#8220;FR&#8221; errechnet, dass der Anteil der Privatrezepte zwischen 1993 und 2007 drastisch angestiegen sei. Die Verkaufszahlen für beide Schlafmittel hätten sich dadurch verdreifacht. Rund 45 Prozent der Bevölkerung haben gelegentlich oder dauernd Schlafstörungen. Die Insomnie, wie Schlaflosigkeit auch heißt, nimmt mit dem Alter zu, bei den über 65-Jährigen leidet jeder zweite stark.&#8221;</p>
<p><em><a title="valium" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,609147,00.html" target="_blank">Quelle: </a><span style="text-decoration: underline;"><a title="valium" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,609147,00.html" target="_blank">Spiegel-Online, 21.02.2008</a></span></em></p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie lässt sich zu wenig Schlaf „nachholen”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-lasst-sich-zu-wenig-schlaf-„nachholen”/" target="_self">Wie lässt sich zu wenig Schlaf „nachholen”?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie verbreitet sind Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-verbreitet-sind-schlafstorungen/" target="_self">Wie verbreitet sind Schlafstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was kann man gegen Schlafstörungen tun?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-kann-man-gegen-schlafstorungen-tun/" target="_self">Was kann man gegen Schlafstörungen tun?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/schlafstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Schlafstörungen?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/immer-mehr-menschen-sind-suchtig-nach-schlaftabletten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neujahrsvorsatz &#8220;Mit dem Rauchen aufhören&#8221;?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/neujahrsvorsatz-mit-dem-rauchen-aufhoren/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/neujahrsvorsatz-mit-dem-rauchen-aufhoren/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 07:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sucht/Substanzmissbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.drshaw.de/blog/?p=108</guid>
		<description><![CDATA[Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) hat mit Beginn dieses Jahres ein Angebot online gestellt, das Raucher darin unterstützen soll, vom Nikotin loszukommen. Wer sich bei dem kostenlosen Programm anmeldet, wird über mehrere Wochen interaktiv begleitet.  Darüber hinaus bietet das Angebot Hinweise auf unterstützende Gruppenkurse in Deutschland, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Therapieforschung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZGA) hat mit Beginn dieses Jahres ein Angebot online gestellt, das Raucher darin unterstützen soll, vom Nikotin loszukommen. Wer sich bei dem kostenlosen Programm anmeldet, wird über mehrere Wochen interaktiv begleitet.  Darüber hinaus bietet das Angebot Hinweise auf unterstützende Gruppenkurse in Deutschland, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Therapieforschung in München entwickelt wurde.</p>
<p><a title="Rauchfrei Programm" href="http://www.rauchfrei-info.de/" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">Link zum BZGA Ausstiegsprogramm</span></a></p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wird das Risiko für ADHS bei Kindern durch das Rauchen der Eltern erhöht?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wird-das-risiko-fur-adhs-bei-kindern-durch-das-rauchen-der-eltern-erhoht/" target="_self">Wird das Risiko für ADHS bei Kindern durch das Rauchen der Eltern erhöht?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind depressive Kinder suchtgefährdet?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-depressive-kinder-suchtgefahrdet/" target="_self">Sind depressive Kinder suchtgefährdet?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben Angstpatienten ein höheres Herzinfarktrisiko?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-angstpatienten-ein-hoheres-herzinfarktrisiko/" target="_self">Haben Angstpatienten ein höheres Herzinfarktrisiko?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/suchterkrankungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Suchterkrankungen?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/neujahrsvorsatz-mit-dem-rauchen-aufhoren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Macht Fernsehen unglücklich?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-fernsehen-unglucklich/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-fernsehen-unglucklich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 08:54:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkonsum]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://dr-rose-shaw.de/2008/12/08/macht-fernsehen-unglucklich/</guid>
		<description><![CDATA[In der Dezember-Ausgabe des Magazins Social Indicators Research ist eine Studie erschienen, in der Forscher der University of Maryland Daten aus 30 Jahren Längsschnittuntersuchung ausgewertet wurden. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass trotz der kurzfristig positiven emotionalen Wirkungen von Fernsehkonsum, die langfristigen Wirkungen offensichtlich negativ sind. Im direkten Vergleich gegenüber etwa Zeitungslektüre oder sozialer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Dezember-Ausgabe des Magazins <em>Social Indicators Research </em>ist eine Studie erschienen, in der Forscher der <em>University of Maryland </em>Daten aus 30 Jahren Längsschnittuntersuchung ausgewertet wurden. Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass trotz der kurzfristig positiven emotionalen Wirkungen von Fernsehkonsum, die langfristigen Wirkungen offensichtlich negativ sind. Im direkten Vergleich gegenüber etwa Zeitungslektüre oder sozialer Interaktion konnte gezeigt werden, dass ausdauernder Fernsehkonsum die Menschen unglücklicher macht. Eine typische Aussage von Probanden war: &#8220;Grundsätzlich ist Fernsehschauen langweilig und eine Zeitverschwendung; &#8211; die Sendung, die ich heute gesehen habe, waren jedoch ziemlich gut.&#8221; Die Forscher verweisen darauf, dass diese Schilderungen an die kurzfristig positiv erlebten Wirkungen von Drogen erinnern, die im distanzierten Rückblick jedoch auch als schädlich und belastend beschrieben werden.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.newsdesk.umd.edu/sociss/release.cfm?ArticleID=1789" target="_blank">University of Maryland</a></span>, 14.11.08</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://springerlink.com/content/t482u48402883086/?p=8d956db1038048889ed9fdfc45984230&amp;pi=14" target="_blank">Robinson &amp; Martin</a></span>. Social Indicators Research 2008</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hängt Internet-Abhängigkeit mit anderen Störungen zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-internetabhangigkeit-mit-anderen-storungen-zusammen/" target="_self">Wie hängt Internet-Abhängigkeit mit anderen Störungen zusammen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Macht Fernsehen depressiv?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-fernsehen-kinder-depressiv/" target="_self">Macht Fernsehen depressiv?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Fernsehen für Kinder unter 2 Jahren schädlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-fernsehen-fur-kinder-unter-2-jahre-schadlich/" target="_self">Ist Fernsehen für Kinder unter 2 Jahren schädlich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind Videospiele für Kinder gefährlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-videospiele-fur-kinder-gefahrlich/" target="_self">Sind Videospiele für Kinder gefährlich?</a></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-fernsehen-unglucklich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
