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	<title>Psychologie aktuell &#187; Aggression</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
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	<managingEditor>stefanshaw@praxis-dr-shaw.de (Psychologie aktuell)</managingEditor>
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	<itunes:subtitle>Psychologie &amp; Psychotherapie</itunes:subtitle>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; Aggression</title>
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		<title>Wie wirkt sich Stress mit dem Boss auf das Privatleben aus?</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 12:31:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
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		<description><![CDATA[Etwa fünf Prozent aller Arbeitnehmer fühlen sich auf der Arbeit gemobbt. Dabei ist Mobbing durch den Boss (manchmal auch Bossing genannt) genauso häufig wie durch Kollegen. Eine aktuelle Studie hat die Auswirkungen dieser Form des Mobbings auf das Privatleben von Arbeitnehmern untersucht. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Ende November übersetzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4975" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Was ist der Zusammenhang zwischen Lebens- und Jobzufriedenheit s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Was-ist-der-Zusammenhang-zwischen-Lebens-und-Jobzufriedenheit-s.jpg" alt="Was ist der Zusammenhang zwischen Lebens- und Jobzufriedenheit s" width="167" height="125" />Etwa fünf Prozent aller Arbeitnehmer fühlen sich auf der Arbeit gemobbt. Dabei ist Mobbing durch den Boss (manchmal auch Bossing genannt) genauso häufig wie durch Kollegen. Eine aktuelle Studie hat die Auswirkungen dieser Form des Mobbings auf das Privatleben von Arbeitnehmern untersucht. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Ende November übersetzt, die sich besonders auf die Folgen für die Partner der Opfer konzentrierte:</p>
<p>Wenn jemand von seinem <strong>Chef schikaniert </strong>wird, verursacht das nicht nur Probleme auf der Arbeit, sondern es kann auch zu <strong>Spannungen</strong> in der Beziehung mit dem Partner <strong>zu Hause </strong>führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern an der <em>Baylor University</em> in den USA, die jetzt online in dem Journal <em>Personnel Psychology</em> erschienen ist. Die Studie zeigt, dass der Stress und die Anspannung, die Schikanen durch einen Chef verursachen, auch den Partner des Arbeitnehmers in Mitleidenschaft ziehen, was sich auf ihre Beziehung auswirkt und schließlich auf die ganze Familie des Arbeitnehmers.</p>
<p>Weiter zeigte die Studie, dass Arbeitnehmer mit mehr Kindern zu Hause mit ihrem Familienleben zufriedener waren, und je länger Partner schon zusammen waren, desto weniger beeinträchtigten die Schikanen eines Chefs das Familienleben.</p>
<p>„Dies sind Ergebnisse von großer Tragweite für Arbeitgeber und ihre Manager. Die Daten zeigen, wie wichtig es ist, dass <strong>Organisationen</strong> eine eindeutige Botschaft an Mitarbeiter in leitenden Positionen senden, dass solch aggressive und schädigende <strong>Verhaltensweisen nicht toleriert</strong> werden“, sagt der erste Autor der Studie <em>Dr. Dawn Carlson</em>, der Professor für Management ist. <em>Carlson</em> hat den H. R. Gibson-Lehrstuhl für Entwicklung von Organisationen an der Hankamer School of Business der <em>Baylor University</em> in Waco, Texas inne.</p>
<p><span id="more-4968"></span><strong>Schikanöses Verhalten</strong> eines Vorgesetzten kann sich in cholerischen Anfällen, Unverschämtheiten, Kritik im Beisein anderer und unsensiblem Verhalten äußern.</p>
<p>„Je mehr die Schikanen eines Vorgesetzten die Spannungen in einer Beziehung verstärken, desto weniger könnte ein Arbeitnehmer motiviert oder dazu fähig sein mit seinem Partner und anderen in der Familie positiv umzugehen“, sagt die Mitautorin <em>Dr. Merideth Ferguson</em>, eine Assistenzprofessorin für Management und Unternehmensleitung an der <em>Baylor University</em>.</p>
<p>Organisationen sollten ihre Mitarbeiter in untergeordneten Positionen ermutigen sich an die <strong>Mitarbeiterberatung</strong> ihrer Personalabteilung zu wenden oder andere Hilfen (z.B. Beratungsdienste, <strong>Stressmanagement</strong>) in Anspruch zu nehmen. Nach Meinung der Autoren kann das Arbeitnehmern dabei helfen Taktiken oder Mechanismen zu identifizieren, wie sie die Auswirkungen von Schikanen auf ihre Familie abpuffern können.</p>
<p>An der <strong>Studie</strong> nahmen 280 Arbeitnehmer in Vollzeitbeschäftigung und ihre Partner teil. Siebenundfünfzig Prozent der Arbeitnehmer waren männlich und hatten ihre Stellen im Durchschnitt seit fünf Jahren. Fünfundsiebzig Prozent hatten Kinder, die bei ihnen zu Hause wohnten. Das Durchschnittsalter der Arbeitnehmer und ihrer Partner war 36 Jahre und sie waren im Durchschnitt zehn Jahre zusammen. Von den Teilnehmern hatten 46 Prozent selber eine leitende Position an ihrem Arbeitsplatz, 47 Prozent arbeiteten im öffentlichen Dienst, 40 Prozent in der privaten Wirtschaft, 9 Prozent arbeiteten für eine gemeinnützige Organisation und  fünf Prozent waren selbstständig. In der Gruppe der Partner waren 43 Prozent männlich und 78 Prozent von ihnen waren berufstätig.</p>
<p>Die <strong>Arbeitnehmer</strong> beantworteten einen <strong>Online-Fragebogen</strong>. Wenn sie mit ihrer Hälfte des Fragebogens fertig waren, füllten ihre <strong>Partner</strong> die andere Hälfte getrennt aus. Dann wurden beide Hälften kombiniert. Um seine Fragen zu beantworten, gab der Partner eine Kennzahl ein, die zur Koordination beider Hälften des Fragebogens diente. Die Antworten beider Partner wurden zu einem einzigen Datensatz zusammengefasst.</p>
<p>Fragen für die Arbeitnehmer waren zum Beispiel: „Wie oft zeigt Ihr Vorgesetzter im Umgang mit Ihnen folgende Verhaltensweisen?“ und ein paar der Antworten waren: „Sagt, meine Gedanken oder Gefühle sind dumm“, „Lässt seine/ihre Wut an mir aus, wenn er/sie aus einem anderen Grund wütend ist“, „Kanzelt mich vor anderen Leuten ab“ und „Sagt mir, ich sei inkompetent“.</p>
<p>Fragen für die Partner waren zum Beispiel: „Wie oft waren Sie im letzten Monat gereizt oder wütend wegen Dingen, die Ihr Partner machte bzw. nicht machte“ und „…waren Sie angespannt wegen Streit, Meinungsverschiedenheiten oder Unstimmigkeiten mit Ihrem Partner.&#8221;</p>
<p>„<strong>Arbeitgeber</strong> müssen <strong>Maßnahmen ergreifen</strong>, um Schikanen vorzubeugen oder sie zu unterbinden. Außerdem müssen sie Mitarbeitern in untergeordneten Positionen effektive Hilfen bieten, um mit den negativen Auswirkungen von Schikanen umzugehen und sie von ihren Familien fernzuhalten. Schikanöses Verhalten von Vorgesetzten ist eine Realität am Arbeitsplatz und diese Untersuchung hilft uns besser zu verstehen, wie dieser Stressfaktor das Leben eines Arbeitnehmers über den Arbeitsplatz hinaus beeinträchtigt“, sagt <em>Carlson</em>.</p>
<p><em><strong>Quellen:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.baylor.edu/pr/news.php?action=story&amp;story=105023" target="_blank">Baylor University</a></span>, 28. Nov 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1111/j.1744-6570.2011.01232.x" target="_blank">Carlson et al</a></span>. <em>Personnel Psychology</em>, 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/" target="_self">Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welche Auswirkungen hat chronischer Stress auf das Erziehungsverhalten von Eltern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-chronischer-stress-auf-das-erziehungsverhalten-von-eltern/" target="_self">Welche Auswirkungen hat chronischer Stress auf das Erziehungsverhalten von Eltern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Mobbing bei Kindern: Was treibt die Täter an?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/mobbing-bei-kindern-was-treibt-die-tater-an/" target="_self">Mobbing bei Kindern: Was treibt die Täter an?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/stress-burn-out.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zu unserem Burnout Zentrum München" href="http://www.burnout-zentren.de/muenchen.php" target="_blank">Zu unserem Burnout Zentrum München</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hilft Transzendentale Meditation gegen Stress in der Schule?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-transzendentale-meditation-gegen-stress-in-der-schule/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 15:13:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Etliche Studien haben übereinstimmend gezeigt, dass verschiedene Formen der Meditation sehr effektiv sein können, um Stress abzubauen. Allerdings erfordert Meditation mehr Zeit und Disziplin als viele Menschen aufbringen können. Eine neue Studie hat untersucht, ob Meditation zum Stressabbau bei Oberschülern im normalen Schulalltag machbar ist. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4890" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Lässt sich die Aufmerksamkeitsspanne durch Meditation steigern" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Lässt-sich-die-Aufmerksamkeitsspanne-durch-Meditation-steigern1.jpg" alt="Lässt sich die Aufmerksamkeitsspanne durch Meditation steigern" width="125" height="167" />Etliche Studien haben übereinstimmend gezeigt, dass verschiedene Formen der Meditation sehr effektiv sein können, um Stress abzubauen. Allerdings erfordert Meditation mehr Zeit und Disziplin als viele Menschen aufbringen können. Eine neue Studie hat untersucht, ob Meditation zum Stressabbau bei Oberschülern im normalen Schulalltag machbar ist. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom November übersetzt, die demnächst erscheinen soll:</p>
<p>Eine Umfrage der <em>University of California, Los Angeles (UCLA) </em>hat vor Kurzem  gezeigt, dass Stress unter Collegestudenten ein Rekordniveau erreicht hat. Aber könnte eine einfache Meditationstechnik eine praktikable Lösung sein, um Stress zu reduzieren?</p>
<p>Eine neue Studie, die im <em>Journal of Instructional Psychology</em> erscheint, zeigt, dass die <strong>Technik der Transzendentalen Meditation (TM) </strong>psychischen Stress bei <strong>Schülern</strong> an öffentlichen Schulen deutlich vermindert. Die Studie an Oberschülern, die ethnischen Minderheiten angehörten und ein erhöhtes Risiko hatten, zeigte eine  <strong>Verminderung der psychischen Belastung</strong> um insgesamt 36 Prozent. Depressionssymptome und die Neigung zu Ängsten waren ebenfalls deutlich reduziert.</p>
<p><span id="more-4878"></span><strong>Zunehmender Stress beeinträchtigt die emotionale und körperliche Gesundheit</strong></p>
<p>Der Anteil der Oberschüler in der<em> UCLA</em>-Umfrage mit einer guten oder überdurchschnittlichen emotionalen Gesundheit sank von 55,3 Prozent im Jahre 2009 auf 51,9 Prozent im Jahre 2010. Das ist der niedrigste Stand seit 25 Jahren.</p>
<p><em>Dr. Charles Elder</em>, der erste Autor der Studie über TM, der am <em>Kaiser Permanente Center for Health Research</em> forscht, betont die Bedeutung der Ergebnisse über den <strong>Abbau von Stress</strong>. „Es ist äußerst wichtig, dass wir anfangen etwas gegen den hohen emotionalen Stress tun, über den Oberschüler und Collegestudenten klagen. Der Abbau von Stress kann positive Auswirkungen auf die <strong>psychische Gesundheit</strong> haben und außerdem das Risiko für hohen Blutdruck, Übergewicht und Diabetes senken – wichtige Risikofaktoren für <strong>Herzkrankheiten</strong>“, erläutert <em>Dr. Elder</em>.</p>
<p>Erziehungswissenschaftler haben auch einen Zusammenhang zwischen Stress bei Schülern und schlechtem Betragen sowie schwachen schulischen Leistungen gezeigt.</p>
<p><strong>Vielversprechende Ergebnisse für Schulen</strong></p>
<p>„Diese neusten Ergebnisse über den <strong>Abbau von Stress</strong> genauso wie unsere Ergebnisse über <strong>verbesserte Leistungen</strong> bei Schülern sind äußerst vielversprechend für öffentliche Schulen&#8221;, sagt <em>Dr. Sanford Nidich</em>, der die Studie leitete und Professor für Erziehungswissenschaften an der <em>Maharishi University of Management</em>, Iowa ist. „Es gibt immer mehr Daten, die zeigen, dass <strong>Transzendentale Meditation</strong> ein nützliches und leicht umsetzbares <strong>Erziehungsprogramm</strong> ist, das bei Schülern mit einem erhöhten Risiko die emotionale Gesundheit fördert und schulische Leistungen steigert“, sagt <em>Dr. Nidich</em>.</p>
<p>Insgesamt 106 Oberschüler, 87 Prozent aus ethnischen Minderheiten, nahmen an der viermonatigen Studie teil. Die Ergebnisse zeigten, dass Schüler, die TM im Rahmen des Pausenprogramms ihrer Schule praktizierten, deutlich niedrigere Werte für psychische Stressfaktoren hatten als Schüler, die nicht meditierten.</p>
<p>Nach <em>James Dierke </em>vom Bundesverband der Oberschuldirektoren in den USA (NASSP) und Rektor des Jahres 2008 ist „Stress der größte Feind der Bildung an öffentlichen Schulen, besonders solche in Stadtzentren. Er führt zu Spannungen, Gewalt und beeinträchtigt die geistige und psychische Kapazität der Schüler zu lernen und zu wachsen. Das <strong>TM-Pausenprogramm</strong> ist das überzeugendste und effektivste Programm, um gegen dieses Problem vorzugehen, das mir in 39 Jahren als Lehrer an öffentlichen Schulen begegnet ist. Es ist wie Nahrung für die Kinder und bietet ihnen ein immens wertvolles Werkzeug für ihr späteres Leben. Es rettet Menschenleben.“</p>
<p><strong>Studienfakten</strong></p>
<p>• Diese Studie verglich die Veränderungen von<strong> psychischen Stressfaktoren</strong> bei Schülern, die an dem TM-Programm teilnahmen, mit einer Kontrollgruppe von Schülern, die nicht meditierten. Insgesamt nahmen 106 Schüler an der Studie teil (68 in der TM-Gruppe und 38 in der Kontrollgruppe). Die Schüler gingen auf vier verschiedene öffentliche Schulen.</p>
<p>• Siebenundachtzig Prozent der Schüler gehörten ethnischen Minderheiten an. Sechsundzwanzig Prozent waren spanischen, 25 Prozent afrikanischen und 19 Prozent indianischen Ursprungs.</p>
<p>• Das TM-Programm fand vier Monate lang <strong>zweimal täglich</strong> in der Schule statt und war Teil des Pausenprogramms der Schulen.</p>
<p>• Das TM-Programm wurde im Rahmen des schulweiten Pausenprogramms unterrichtet, und die <strong>Schüler konnten frei wählen</strong>, an welchem Pausenprogramm sie teilnehmen wollten.</p>
<p>• TM ist eine einfache, natürliche und nicht anstrengende Technik, die es dem Geist ermöglicht zur Ruhe zu kommen. Dabei erlebt der Meditierende einen stillen aber wachen<strong> Bewusstseinszustand</strong>, einen Zustand „<strong>ruhiger Aufmerksamkeit</strong>“. Wer dieses Programm zum Stressabbau praktiziert, muss weder seinen Glauben, seine Werte oder Religion aufgeben noch seinen Lebensstil ändern.</p>
<p>• Studien, die das Praktizieren von TM und einfaches Entspannen mit geschlossenen Augen verglichen haben, zeigen, dass TM die Aktivität oder Erregung des <strong>autonomen Nervensystems</strong> vermindert, was sich als eine verlangsamte Atemfrequenz und eine geringere Aktivität des sympathischen Nervensystems messen lässt. Untersuchungen durch Elektroenzephalographie (EEG) haben gezeigt, dass das TM-Programm die Integration und Kohärenz der <strong>Gehirnaktivität</strong> steigert, besonders in der Stirnregion des Gehirns, die für höhere Prozesse zuständig ist.</p>
<p>• Andere veröffentlichte Studien an Oberschülern und Collegestudenten haben gezeigt, dass TM psychischen Stress reduziert, Menschen hilft Probleme positiv zu bewältigen, den Blutdruck senkt und die Stressempfindlichkeit des Herz-Kreislaufsystems vermindert. Außerdem fehlten meditierende Schüler weniger und wurden seltener von der Schule suspendiert.</p>
<p>• Die Ergebnisse dieser neusten Studie zeigten eine signifikante <strong>Verminderung</strong> der Werte für psychischen <strong>Stress</strong> insgesamt (p = 0.010) und der Neigung zu <strong>Ängsten</strong> (p = 0.035) im Vergleich zu Schülern der Kontrollgruppe. Innerhalb der TM-Gruppe wurden signifikante Unterschiede bei <strong>Depressionssymptomen </strong>beobachtet (p = 0.003).</p>
<p><em><strong>Quelle:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2011-11/muom-tme111511.php" target="_blank">EurekAlert!</a></span>, 16. Nov 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hilft Meditation gegen Stress?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-meditation-gegen-stress/" target="_self">Hilft Meditation gegen Stress?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Achtsamkeitsmeditation Stress abzubauen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hilft-achtsamkeitsmeditation-stress-abzubauen/" target="_self">Wie hilft Achtsamkeitsmeditation Stress abzubauen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welchen Einfluss hat ein Spaziergang auf unsere Leistungsfähigkeit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welchen-einfluss-hat-ein-spaziergang-auf-unsere-mentale-leistungsfahigkeit/" target="_self">Welchen Einfluss hat ein Spaziergang auf unsere Leistungsfähigkeit?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/stress-burn-out.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zu unserem Burnout Zentrum München" href="http://www.burnout-zentren.de/muenchen.php" target="_blank">Zu unserem Burnout Zentrum München</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Welche Auswirkungen hat chronischer Stress auf das Erziehungsverhalten von Eltern?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-auswirkungen-hat-chronischer-stress-auf-das-erziehungsverhalten-von-eltern/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 19:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
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		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleine Kinder können einerseits furchtbar süß sein, andererseits aber auch sehr anstrengend. Eine aktuelle Studie hat untersucht, was passiert, wenn die normale Stressantwort von Müttern aus dem Gleichgewicht gerät. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang Oktober übersetzt, in der Forscher die Herzfrequenzen gestresster Mütter maßen:
Auch unter idealen Umständen kann es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4670" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Sind Mütter eher vor Suizid geschützt s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Sind-Mütter-eher-vor-Suizid-geschützt-s.jpg" alt="Sind Mütter eher vor Suizid geschützt s" width="167" height="125" />Kleine Kinder können einerseits furchtbar süß sein, andererseits aber auch sehr anstrengend. Eine aktuelle Studie hat untersucht, was passiert, wenn die normale Stressantwort von Müttern aus dem Gleichgewicht gerät. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang Oktober übersetzt, in der Forscher die Herzfrequenzen gestresster Mütter maßen:</p>
<p>Auch unter idealen Umständen kann es eine starke Belastung sein ein Kleinkind großzuziehen. Aber für <strong>Eltern</strong>, die <strong>auf Dauer unter Stress</strong> stehen, ist es oft eine besondere Herausforderung die Geduld, Sensibilität und Energie aufzubringen, die nötig sind, um sich gut um ein Kind zu kümmern.</p>
<p>Nun hilft eine Untersuchung von Forschern der <em>University of Rochester</em> in den USA zu erklären, warum <strong>chronischer Stress</strong> und Kindeserziehung so ein explosives Gemisch sind. Die Studie zeigt, dass anhaltende Belastungen wie <strong>Armut</strong> oder<strong> Depressionen</strong> die natürliche Stressantwort des Körpers stören, sodass Mütter bei der Erziehung zu einer Vielzahl von problematischen Verhaltensweisen neigen können, darunter Vernachlässigung, Ablehnung und mangelnde Sensibilität.<span id="more-4659"></span></p>
<p>„<strong>Stress</strong> kann einem Menschen unter die Haut gehen”, erklärt <em>Melissa Sturge-Apple</em>, Assistenzprofessorin für Psychologie an der <em>University of Rochester</em> und erste Autorin der Studie, die im Oktober in <em>Development and Psychopathology</em> erscheint. „Er <strong>verändert </strong>wirklich die Art und Weise, <strong>wie der Körper</strong> einer Mutter auf die normalen Anforderungen kleiner Kinder <strong>reagiert</strong> und diese Veränderungen machen es viel schwieriger sich gut um ein Kind zu kümmern.“</p>
<p>Die Auswirkungen von Stress bei Kindern sind gut dokumentiert und wurden bei Erwachsenen mit den verschiedensten Erkrankungen in Verbindung gebracht. Aber dies ist eine der ersten Studien, die gezielt den Zusammenhang von <strong>Stress und Kindeserziehung</strong> untersucht haben, schreiben die Autoren. Die Ergebnisse zeigen die zersetzenden Auswirkungen auf, die Armut und Depressionen auf die Physiologie eines Menschen haben, und helfen zu erklären, warum Menschen so fühlen und handeln, wie sie es tun, wenn sie anhaltendem <strong>psychischen und ökonomischen Druck</strong> ausgesetzt sind.</p>
<p>„Stress ist nicht nur im Kopf eines Menschen, er ist in seinem Körper”, sagt <em>Sturge-Apple</em>.</p>
<p>Dies ist auch die erste Studie, in der die <strong>physiologische Stressantwort in Echtzeit</strong> gemessen wurde, sagt <em>Fred Rogosch</em>, Forschungsdirektor am <em>Mt. Hope Family Center</em> der <em>University of Rochester</em> und Mitautor der Studie. Die Reaktionen der Teilnehmerinnen wurden mithilfe eines neuartigen <strong>drahtlosen EKG</strong>-Messgerätes aufgenommen, das die Ingenieure <em>Zeljko Ignjatovic</em> und <em>Wendi Heinzelman</em> an der <em>University of Rochester</em> für die Studie entwickelten. Der unauffällige kleine Apparat ermöglichte es dem Team winzige <strong>Veränderungen des Herzrhythmus</strong> der Teilnehmerinnen in Echtzeit zu analysieren. So hatten die Forscher eine Messmethode, die unabhängig von der Beobachtung der Verhaltensreaktionen der Mütter in der Studie war. Andere Methoden wie die Messung des Stresshormons Cortisol liefern Ergebnisse erst mit einer zwanzigminütigen Verzögerung und sind nicht annähernd so präzise, erklärt <em>Rogosch</em>.</p>
<p>Der neue Monitor könnte ein wichtiges Instrument werden, mit dem sich Stress außerhalb des Labors messen lässt, schreiben die Autoren. Sie meinen, man könnte ihn zum Beispiel in der Klinik als eine Art emotionalen Biofeedback-Monitor benutzen, sodass Therapeuten eine Möglichkeit haben quantitativ zu beurteilen, welche Behandlungen am effektivsten sind, um negative Emotionen abzubauen.</p>
<p>In der <strong>Studie</strong> beobachteten die Forscher 153 Mütter und ihre 17 bis 19 Monate alten Kinder in individuellen zweistündigen Sitzungen. Sie benutzten den drahtlosen EKG-Monitor, um die <strong>Stressantwort jeder Mutter</strong> während einer leicht <strong>belastenden Situation</strong> zu messen, in der sie ihr Kind für ein paar Minuten bei einem Fremden lassen musste. Später wurden die Mütter und Kinder auf Video aufgenommen, während sie zusammen frei <strong>spielten</strong>.</p>
<p>Die Studie zeigte, dass die <strong>Stressantwort</strong> von Müttern <strong>außer Balance</strong> geraten kann und dann entweder zu stark oder zu schwach reagiert. Die Forscher stellten fest, dass die Stressantwort bei Müttern <strong>„</strong><strong>überaktiv</strong><strong>“</strong> war, wenn sie starke Symptome von <strong>Depressionen</strong> hatten. Das Herzfrequenzmuster war bei diesen Müttern von Anfang an höher und stieg steil an, wenn ihr Kind zu schreien begann. Nachdem diese Mütter ihre Kinder wiederhatten, blieb ihr Herzfrequenzmuster weiter erhöht. Während sie mit ihrem Kind frei spielten, waren bei Müttern mit einer überaktiven Stressantwort deutliche Zeichen von <strong>Ablehnung</strong> gegenüber ihrem Kind sichtbar. Sie machten zum Beispiel abwertende Bemerkungen, hatten einen ärgerlichen Tonfall und fassten ihr Kind ruppig an.</p>
<p>Die meisten Leute meinen, dass jemand mit Depressionen lustlos und traurig ist. Aber <em>Sturge-Apple</em> weist darauf hin, dass die Studie etwas bestätigt, was Kliniker schon lange beobachtet haben: dass <strong>Depressionen bei Müttern</strong> manchmal mit einem harten, <strong>heftig reagierenden Erziehungsstil</strong> verbunden sind und nicht mit stillem vor sich hin Leiden der Mutter. Diese Studie hilft die biologischen Grundlagen dieses Verhaltens zu erklären. Die <strong>Stressantwort</strong> von Müttern, die unter Depressionen leiden, ist in hoher Alarmbereitschaft, reagiert <strong>überempfindlich</strong> auf soziale Stressfaktoren und kann sich nicht wieder beruhigen, erklärt <em>Sturge-Apple</em>.</p>
<p>Dagegen beobachteten sie eine <strong>„unteraktive“ Stressantwort</strong> bei Studienteilnehmerinnen, die in <strong>Armut</strong> lebten und in Gegenden mit einer hohen Kriminalitätsrate wohnten. Ihre Herzfrequenzmuster waren von Anfang an niedriger und stiegen nur wenig, wenn ihr Kind anfing zu schreien. Während sie mit ihrem Kind frei spielten, zeigten diese Eltern deutliche Anzeichen von <strong>Desinteresse</strong>, konnten andererseits aber auch <strong>bevormundend</strong> sein. Obwohl sie mit ihren Kindern spielen sollten, ignorierten diese Mütter ihre Kleinen häufig und reagierten nicht, wenn die Kinder ihre Aufmerksamkeit haben oder mit ihnen spielen wollten. Wenn sie sich aber doch mit ihren Kindern beschäftigten, waren Mütter mit einer unteraktiven Stressantwort übertrieben dominant.</p>
<p>Die Forscher argumentieren, die geschwächte physiologische Reaktion auf die Angst ihres Kindes sei die Folge von „zunehmendem Verschleiß … durch ein Leben in Armut und in einer gefährlichen Umwelt.“ <em>Sturge-Apple</em> kommt zu dem Schluss, dass die <strong>Stressantwort</strong> dieser Mütter angesichts der täglichen Bedrohungen und Sorgen einfach <strong>zum Erliegen kommt</strong>.</p>
<p><em><strong>Quellen:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.rochester.edu/news/show.php?id=3913" target="_blank">University of Rochester News</a></span>, 5. Okt 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1017/S0954579411000332" target="_blank">Sturge-Apple et al</a></span>. <em>Development &amp; Psychopathology</em>, Okt 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
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<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zu unserem Burnout Zentrum München" href="http://www.burnout-zentren.de/muenchen.php" target="_blank">Zu unserem Burnout Zentrum München</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sind Frauen beim Ehestreit emotionaler als Männer?</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 11:15:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es zum Streit zwischen lieben Menschen kommt, spielen oft Missverständnisse eine große Rolle. Eine neue Studie hat untersucht, wie Männer und Frauen Konfliktsituationen in der Partnerschaft erleben und zeigt erhebliche Unterschiede. Wir haben die Presseerklärung der Forscher vom April übersetzt, die meinen, dass geschlechterspezifisches Verhalten beim Streit unterschiedliche Erwartungen an die Rollen der Partner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4295" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Lässt-sich-Wut-soziologisch-erklären" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/Lässt-sich-Wut-soziologisch-erklären.jpg" alt="Lässt-sich-Wut-soziologisch-erklären" width="150" height="99" />Wenn es zum Streit zwischen lieben Menschen kommt, spielen oft Missverständnisse eine große Rolle. Eine neue Studie hat untersucht, wie Männer und Frauen Konfliktsituationen in der Partnerschaft erleben und zeigt erhebliche Unterschiede. Wir haben die Presseerklärung der Forscher vom April übersetzt, die meinen, dass geschlechterspezifisches Verhalten beim Streit unterschiedliche Erwartungen an die Rollen der Partner widerspiegelt:</p>
<p>Bei Konflikten in der Partnerschaft reagieren <strong>Frauen emotionaler</strong> als Männer. Umgekehrt sind es die <strong>Männer</strong> – die überwiegend „starke“ Emotionen wie Zorn oder Verachtung zum Ausdruck bringen &#8211; die häufiger Streit <strong>provozieren</strong>.</p>
<p>Zu diesem Schluss kommt ein Artikel von <em>Inmaculada Valor Segura</em>, <em>Francisca Expósito </em>und <em>Miguel Moya</em>, drei Professoren von der Abteilung Sozialpsychologie der <em>Universität Granada</em>, der demnächst in der Zeitschrift <em>Intervención Psicosocial</em> erscheinen soll. Die Studie untersuchte die <strong>zwischenmenschlichen Emotionen</strong>, die Männer und Frauen empfinden, wenn es zu unterschiedlichen Konflikten in der Partnerschaft kommt, und welchen Einfluss Emotionen auf die Häufigkeit von Konflikten haben.</p>
<p><span id="more-4288"></span>Die Studienteilnehmer waren 142 Studenten der <em>Universität Granada</em> (75 Frauen und 67 Männer). Die Forscher testeten die Emotionen der Teilnehmer in fünf <strong>verschiedenen Konfliktsituationen</strong>. Insgesamt zeigten die Ergebnisse, dass Männer und Frauen in Konfliktsituationen emotional <strong>unterschiedlich reagieren</strong>.</p>
<p>So fühlten sich Frauen in der Situation „Wenn mein Partner mich beleidigt oder respektlos behandelt, …” eher traurig, und in der Situation „Wenn mein Partner beim Streit physisch aggressiv wird, …“ waren sie eher enttäuscht als Männer. In der Situation „Wenn mein Partner immer wieder laut wird, …“ waren Frauen eher traurig, während Männer sich schuldig fühlten. In der Situation „Wenn mein Partner Dinge verdreht um Recht zu behalten, …“ waren Frauen eher traurig, während Männer sich mehr schämten.</p>
<p><strong>„Starke“ und „schwache“ Emotionen</strong></p>
<p>Die Autoren schreiben, dass man von <strong>Männern </strong>eher <strong>dominante </strong>oder „starke” Emotionen erwarten könnte (wie Zorn, Ärger oder Verachtung) und von <strong>Frauen</strong> eher Emotionen, die eine <strong>unterwürfige</strong> Haltung ausdrücken (wie Schuld, Traurigkeit oder Angst). Die Ergebnisse zeigten, dass Frauen Emotionen intensiver empfinden, sowohl „starke“ als auch „schwache“.</p>
<p>Aus diesen Ergebnissen schließen die Forscher der <em>Universität Granada</em>, dass „der soziokulturelle Kontext und die <strong>geschlechterspezifischen Rollen</strong>, die er Männern und Frauen zuschreibt, einen wichtigen Einfluss auf die Entstehung von Erwartungen an ihre Rollen in der Beziehung und bei Partnerschaftskonflikten haben könnte. Genauso wie die Gesellschaft bestimmte Regeln festlegt, wie sich Männer und Frauen in einer Beziehung zu verhalten haben, legt sie daher auch Regeln fest, wie sich beide in bestimmten Konfliktsituationen zu verhalten haben.“</p>
<p><strong><em>Quelle:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2011-04/uog-whm041311.php" target="_blank">EurekAlert!</a></span>, 13. April 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/beziehungsstreit-lasst-sich-vorhersagen-wann-die-wut-verraucht-ist/" target="_self">Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?</a></span></p>
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<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gibt es einen Zusammenhang zwischen Partner kontrollierendem Verhalten und Gewalt in der Beziehung?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-einen-zusammenhang-zwischen-partner-kontrollierendem-verhalten-und-gewalt-in-der-beziehung/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 18:08:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Opfer häuslicher Gewalt verschweigen oft ihr Leiden, weil sie resigniert haben, aus falscher Scham oder einer Vielzahl von anderen Gründen. Eine neue Untersuchung zeigt, wie erschreckend häufig Gewalt in der Beziehung ist. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie von Anfang April übersetzt, für die betroffene Frauen in größtmöglicher Anonymität befragt wurden:
Eine aktuelle Untersuchung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4123" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Hängt die Dauer einer Partnerschaft vom Diskussionsverhalten ab" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Hängt-die-Dauer-einer-Partnerschaft-vom-Diskussionsverhalten-ab.jpg" alt="Hängt die Dauer einer Partnerschaft vom Diskussionsverhalten ab" width="125" height="167" />Opfer häuslicher Gewalt verschweigen oft ihr Leiden, weil sie resigniert haben, aus falscher Scham oder einer Vielzahl von anderen Gründen. Eine neue Untersuchung zeigt, wie erschreckend häufig Gewalt in der Beziehung ist. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie von Anfang April übersetzt, für die betroffene Frauen in größtmöglicher Anonymität befragt wurden:</p>
<p>Eine aktuelle Untersuchung zeigt einen Zusammenhang zwischen <strong>kontrollierendem Verhalten</strong> eines Partners und vermehrter <strong>physischer und sexueller Gewalt</strong> in einer Beziehung. Die Studie wurde in der Aprilausgabe der <em>Archives of Pediatrics &amp; Adolescent Medicine</em>, einem Journal aus der <em>JAMA/Archives</em>-Reihe, veröffentlicht. Aber junge Frauen, die Opfer dieses Verhaltens werden, zögern oft, Fragen über Gewalt in ihrer Partnerschaft zu beantworten.</p>
<p>„Es ist bekannt, dass Gewalt in der Beziehung bei Jugendlichen und <strong>jungen Erwachsenen </strong>weit verbreitet ist“, schreiben <em>Dr. Marina Catallozzi</em> von der Mailman School of Public Health der <em>Columbia University</em>, New York, und ihre Kollegen in der Einleitung ihres Artikels. Um den Zusammenhang zwischen kontrollierendem Verhalten und Gewalt in der Beziehung zu untersuchen, führten die Autoren eine <strong>anonyme Umfrage bei Patientinnen</strong> einer fortpflanzungsmedizinischen Klinik durch, die von den Frauen selbstständig am Computer beantwortet wurde. Insgesamt nahmen 603 Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren an der Studie teil.</p>
<p><span id="more-4114"></span>Von den Frauen, die in dieser Studie untersucht wurden, gaben 411 (68 Prozent) an, schon mindestens einmal kontrollierendes Verhalten erlebt zu haben. Dabei nannten <strong>38,1 Prozent</strong> nur <strong>kontrollierendes Verhalten</strong>. Zusätzlich gaben 11,4 bzw. <strong>10 Prozent</strong> an, auch Opfer physischer oder sexueller <strong>Gewalt</strong> geworden zu sein, und 8,6 Prozent hatten alle drei Formen der Gewalt in der Beziehung erlebt.</p>
<p>Die Autoren stellten fest, dass jugendliches Alter (zwischen 15 und 18), spanische Herkunft, Erfahrungen mit häuslicher Gewalt in der Kindheit, eine oder mehrere Schwangerschaften, physische oder sexuelle Gewalt in jüngster Vergangenheit und ungern die Benutzung von Kondomen verlangen alle deutlich mit verstärkt kontrollierendem Verhalten eines Partners assoziiert waren.</p>
<p>Von den Frauen, die kontrollierendes Verhalten angaben, hatten etwa zehn Prozent alle Formen der Viktimisierung erlebt–sexuelle und physische Aggression und kontrollierendes Verhalten eines Partners. Aber manche <strong>Arten kontrollierenden Verhaltens </strong>waren häufiger als andere. Zum Beispiel gaben 22 Frauen (3,7 Prozent) an, dass ihr Partner von ihnen erwartet um Erlaubnis gefragt zu werden, bevor sie <strong>zum Arzt gehen</strong>. Achtunddreißig Frauen (6,3 Prozent) gaben an, dass ihr Partner versucht, ihren <strong>Kontakt </strong>zur Familie <strong>einzuschränken</strong>. Dagegen gaben 149 Frauen (24,7 Prozent) an, dass ihr Partner sie ignoriert oder <strong>gleichgültig behandelt</strong>, und 160 Frauen (26,5 Prozent) gaben an, dass ihr Partner versucht, sie am Umgang mit Freunden zu hindern.</p>
<p>„Diese Daten zeigen, dass <strong>kontrollierendes Verhalten</strong> in Beziehungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen <strong>weit verbreitet</strong> ist, und sprechen für ein differenziertes Vorgehen bei universellen Vorsorgeprogrammen für kontrollierendes Verhalten“, schreiben die Autoren. „Außerdem können sich die hohen Raten von kontrollierendem Verhalten und der Zusammenhang mit Gewalt in der Beziehung insbesondere bei jungen Leuten darauf auswirken, wie sie solchen staatlichen <strong>Vorsorgeprogrammen</strong> gegenüberstehen, und wie aufrichtig sie Fragen beantworten. Wenn Ärzte bemerken, dass es einer jungen Frau unangenehm sein könnte <strong>ehrlich Auskunft zu geben</strong>, sollten sie die Untersuchung noch einmal sorgfältig und in anderer Form wiederholen, um die Identifikation von betroffenen Frauen, ihre Überweisung und Behandlung durch Spezialisten zu verbessern.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://pubs.ama-assn.org/media/2011a/0404.dtl#2" target="_blank">JAMA &amp; Archives</a></span>, 4. April 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1001/archpediatrics.2011.32" target="_blank">Catallozzi et al.</a></span> <em>Archives of Pediatrics &amp; Adolescent Medicine</em>, April 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich Wut soziologisch erklären?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-wut-soziologisch-erklaren/" target="_self">Lässt sich Wut soziologisch erklären?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Paartherapie bei völlig verzweifelten Ehepaaren überhaupt noch sinnvoll?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-paartherapie-bei-vollig-verzweifelten-ehepaaren-uberhaupt-noch-sinnvoll/" target="_self">Ist Paartherapie bei völlig verzweifelten Ehepaaren überhaupt noch sinnvoll?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was ist unser Angebot für Paare?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie.php" target="_self">Was ist unser Angebot für Paare?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hängt die Dauer einer Partnerschaft vom Diskussionsverhalten ab?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangt-die-dauer-einer-partnerschaft-vom-diskussionsverhalten-ab/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangt-die-dauer-einer-partnerschaft-vom-diskussionsverhalten-ab/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Nov 2010 20:50:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Partnerschaft und Bindung sind menschliche Grundbedürfnisse, die aber auch viel potenziellen Konfliktstoff in sich bergen. Eine neue Studie zeigt nun, wie man/frau sich richtig streitet, wenn es denn sein muss. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Oktober übersetzt. Das englische Original hat einen Link zu einem kurzen Psychotest, mit dem man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3488" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Hängt die Dauer einer Partnerschaft vom Diskussionsverhalten ab" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/11/Hängt-die-Dauer-einer-Partnerschaft-vom-Diskussionsverhalten-ab.jpg" alt="Hängt die Dauer einer Partnerschaft vom Diskussionsverhalten ab" width="125" height="167" />Partnerschaft und Bindung sind menschliche Grundbedürfnisse, die aber auch viel potenziellen Konfliktstoff in sich bergen. Eine neue Studie zeigt nun, wie man/frau sich richtig streitet, wenn es denn sein muss. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Oktober übersetzt. Das englische Original hat einen Link zu einem kurzen Psychotest, mit dem man seinen Kampfstil beim Ehestreit selbst testen kann:</p>
<p>Jeder kann sich denken, dass frisch Verheiratete, die sich anschreien oder beschimpfen, ein erhöhtes <strong>Scheidungsrisiko</strong> haben. Aber eine neue Studie von Forschern an der <em>University of Michigan</em> in den USA zeigt, dass auch andere <strong>Konfliktmuster</strong> eine Scheidung vorhersagen.</p>
<p>Ein besonders <strong>toxisches Muster </strong>ist, wenn ein Partner Konflikte <strong>konstruktiv</strong> angeht, indem er zum Beispiel versucht, die Angelegenheit in Ruhe durchzusprechen, sich den Standpunkt seines Partners anzuhören, oder bemüht ist, die Gefühle seines Partners zu verstehen – und der andere Partner <strong>zieht sich zurück</strong>.</p>
<p><span id="more-3479"></span>„Dieses Muster scheint einen schädigenden Einfluss auf die Langlebigkeit einer Ehe zu haben“, sagt <em>Kira Birditt</em>, eine Forscherin an der <em>University of Michigan</em> und erste Autorin einer Studie über das Konfliktverhalten in der Ehe und seine Auswirkungen auf Scheidungsraten, die in der neusten Ausgabe (Oktober 2010) des <em>Journals of Marriage and Family</em> erscheint. „Ehepartner, die konstruktiv mit Konflikten umgehen, könnten die Angewohnheit ihres Partners sich <strong>zurückzuziehen</strong> als eine <strong>mangelnde Investition</strong> in die Partnerschaft verstehen und nicht als einen <strong>Versuch sich abzukühlen</strong>.“</p>
<p><em>Birditt</em> stellte fest, dass Ehepaare, bei denen beide Partner konstruktive Strategien benutzten, niedrigere Scheidungsraten hatten.</p>
<p>Die Ergebnisse sind Teil der „Early Years of Marriage“-Studie, die ursprünglich junge Ehen untersuchte und vom National Institute of Aging und dem National Institute of Child Health and Human Development finanziert wird. Inzwischen ist sie eines der größten und längsten Forschungsprojekte, die Konfliktmuster in der Ehe untersucht haben. Für die <strong>Studie</strong> wurden über einen Zeitraum von <strong>sechzehn Jahren</strong> 373 Ehepaare befragt, jeweils viermal und angefangen vom ersten Jahr ihrer Ehe. Außerdem ist die Studie eine der wenigen, an der genügend <strong>schwarze Paare</strong> teilgenommen haben, sodass die Forscher Unterschiede zwischen den Rassen bei Konfliktstrategien und ihre Auswirkungen untersuchen konnten.</p>
<p>Die Forscher untersuchten, welchen Einfluss sowohl <strong>individuelle Verhaltensweisen </strong>als auch <strong>Verhaltensmuster</strong> der Partner <strong>im Umgang miteinander</strong> auf die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung hatten. Außerdem untersuchten sie, ob sich das Verhalten im Laufe der Zeit änderte, und ob es bei den Verhaltensmustern Unterschiede zwischen Rassen oder Geschlechtern gab, die sich auf den Bestand der Ehe auswirkten.</p>
<p>Die Forscher machten die erstaunliche Feststellung, dass 29 Prozent der Ehemänner und 21 Prozent der Ehefrauen angaben, im <strong>ersten Jahr</strong> ihrer Ehe (1986) überhaupt <strong>keine Konflikte</strong> gehabt zu haben. Trotzdem waren bis 2002, dem sechzehnten Jahr der Studie, 46 Prozent der Paare geschieden. Ob Paare im ersten Ehejahr von Konflikten berichteten oder nicht, hatte aber interessanterweise <strong>keinen Einfluss</strong> darauf, ob sie bis zum letzten Jahr der Studie geschieden waren.</p>
<p>Insgesamt gaben <strong>Ehemänner</strong> an, <strong>häufiger konstruktive </strong>und seltener destruktive Verhaltensweisen zu benutzen als Ehefrauen. Aber <strong>im Laufe der Zeit</strong> benutzten <strong>Ehefrauen destruktive Strategien weniger</strong> und zogen sich auch seltener zurück, während sich die Häufigkeit dieser Verhaltensweisen bei Ehemännern während der Studiendauer nicht änderte.</p>
<p>„Die Probleme, die zu Beginn einer Ehe dazu führen, dass Ehefrauen sich zurückziehen oder destruktive Verhaltensweisen benutzen, könnten im Laufe der Zeit geklärt werden“, sagt <em>Birditt</em>. „Oder Beziehungen und ihre Qualität könnten im Leben von Frauen eine wichtigere Rolle spielen als im Leben von Männern. Deshalb könnten Frauen im Laufe einer Ehe häufiger erkennen, dass der <strong>Rückzug</strong> von einem Konflikt oder der Gebrauch <strong>destruktiver</strong> Strategien <strong>weder effektiv ist noch</strong> für das Gedeihen und die Stabilität ihrer Ehen insgesamt <strong>förderlich</strong>.“</p>
<p><em>Birditt </em>und ihre Mitarbeiter stellten fest, dass sich <strong>schwarz-amerikanische Paare</strong> bei Konflikten <strong>eher zurückzogen</strong> als weiße Paare, obwohl sich schwarze Paare im Laufe der Zeit seltener von Konflikten zurückzogen.</p>
<p>„Wir hoffen, dass diese Studie zu weiteren Untersuchungen über die komplexe Dynamik von Konflikten zwischen Ehepartnern führen wird und zu möglichen Erklärungen für die zeitlichen Veränderungen und die Stabilität von Verhaltensweisen bei Konflikten“, sagt <em>Birditt</em>.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://ns.umich.edu/htdocs/releases/story.php?id=8006" target="_blank">University of Michigan</a></span>, 28.9.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1741-3737.2010.00758.x/abstract" target="_blank">Birditt et al</a></span>. <em>Journal of Marriage and Family</em>, Okt 2010</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/beziehungsstreit-lasst-sich-vorhersagen-wann-die-wut-verraucht-ist/" target="_self">Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welche Rolle spielen Hormone beim Ehestreit?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-rolle-spielen-hormone-beim-ehestreit/" target="_self">Welche Rolle spielen Hormone beim Ehestreit?</a></span></p>
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<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
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		<title>Schützen Geschwister vor Depressionen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/schutzen-geschwister-vor-depressionen/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 17:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Rollenmodell]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[„Indianer sind entweder auf dem Kriegspfad oder rauchen die Friedenspfeife. Geschwister können beides”, schrieb Kurt Tucholsky. Eine aktuelle Studie hat die positive Seite der Beziehung zwischen Geschwistern untersucht und zeigt, dass sie die emotionale Stabilität und soziale Kompetenz von Kindern fördern kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang August übersetzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3057" style="margin-right: 10px; margin-left: 10px; margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; border: 1px solid #000000;" title="Schützen Geschwister vor Depressionen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Schützen-Geschwister-vor-Depressionen.jpg" alt="Schützen Geschwister vor Depressionen" width="167" height="208" />„Indianer sind entweder auf dem Kriegspfad oder rauchen die Friedenspfeife. Geschwister können beides”, schrieb Kurt Tucholsky. Eine aktuelle Studie hat die positive Seite der Beziehung zwischen Geschwistern untersucht und zeigt, dass sie die emotionale Stabilität und soziale Kompetenz von Kindern fördern kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang August übersetzt, die demnächst erscheinen wird:</p>
<p>Wenn sie eine <strong>Schwester</strong> haben – sogar eine kleine – fühlen sich Zehn- bis Vierzehnjährige irgendwie <strong>weniger deprimiert</strong>. Das ist eines von mehreren faszinierenden Ergebnissen einer neuen Studie über den <strong>Einfluss</strong>, den <strong>Geschwister </strong>aufeinander haben. <em>Laura Padilla-Walker</em>, eine Professorin an der <em>Brigham Young University (BYU)</em> in den USA, ist die erste Autorin der Studie, die auch die unterschiedlichen Einflüsse von Geschwistern und Eltern innerhalb der Familie untersucht.</p>
<p><span id="more-3051"></span>„Auch wenn man den Einfluss der Eltern berücksichtigt, spielen Geschwister eine einzigartige Rolle”, sagt <em>Padilla-Walker</em>, die an der School of Family Life der <em>BYU</em> lehrt. „Sie geben Kindern etwas, das sie von den Eltern nicht bekommen.”</p>
<p><em>Padilla-Walkers</em> Untersuchung wurde im Rahmen des Projekts „Flourishing Families” (erfolgreiche Familien) an der BYU durchgeführt, und die Ergebnisse werden in der Augustausgabe des <em>Journals of Family Psychology</em> erscheinen. An der <strong>Studie</strong> nahmen 395 Familien mit mehr als einem Kind teil, von denen mindestens ein Kind zwischen zehn und vierzehn Jahre alt war. Die Forscher sammelten eine Fülle von Daten über die <strong>Dynamik</strong> jeder <strong>Familie </strong>und wiederholten dann die Untersuchung ein Jahr später. Die statistische Auswertung der Daten zeigte, wenn junge Menschen eine <strong>Schwester </strong>hatten, fühlten sie sich weniger einsam, ungeliebt, schuldig, schüchtern und ängstlich. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Schwester jünger oder älter war, oder wie weit die Geschwister im Alter auseinander waren.</p>
<p><strong>Brüder</strong> waren auch wichtig. Die Studie zeigte, dass liebevolle Geschwister beiderlei Geschlechts <strong>wohltätiges Verhalten</strong> förderten, wie zum Beispiel einem Nachbarn helfen oder sich um andere Kinder in der Schule kümmern. Tatsächlich unterstützten liebevolle Geschwister eine gemeinnützige Einstellung mehr als liebevolle Eltern. Der Zusammenhang zwischen Geschwisterliebe und guten Taten war doppelt so stark wie der zwischen elterlicher Erziehung und guten Taten.</p>
<p>„Eltern kleiner Kinder sollten die <strong>Zuneigung</strong> unter <strong>Geschwistern</strong> fördern”, sagt <em>Padilla-Walker</em>. „Wenn sie erst einmal ins Teenageralter kommen, wird das ein wichtiger <strong>Schutzfaktor </strong>sein.”</p>
<p>Viele Eltern machen sich zu Recht Sorgen über das scheinbar nie endende <strong>Gezänk </strong>unter Geschwistern. Die Studie zeigte, dass Feindseligkeit in der Tat mit einem erhöhten Risiko für Regeln verletzendes Verhalten assoziiert war. Aber <em>Padilla-Walker </em>sieht auch eine positive Seite in den Daten: Streitereien geben Kindern die <strong>Möglichkeit zu lernen</strong>, wie sie sich wieder vertragen und ihre Emotionen unter Kontrolle bekommen, Fähigkeiten, die im späteren Leben sehr nützlich sind.</p>
<p>„Fehlende Zuneigung scheint ein größeres Problem zu sein als ein hohes Konfliktniveau”, sagt <em>Padilla-Walker</em>.</p>
<p><strong><em>Quelle:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://news.byu.edu/archive10-aug-siblings.aspx" target="_blank">Brigham Young University</a></span>, 2.8.10</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
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<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		<title>Warum verbessern sich im Alter Freundschaften und Beziehungen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-verbessern-sich-im-alter-freundschaften-und-beziehungen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-verbessern-sich-im-alter-freundschaften-und-beziehungen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 14:56:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ältere Menschen sind allgemein eher zufrieden mit ihrem Leben, auch mit ihren Beziehungen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich Senioren anders verhalten als jüngere Menschen, aber auch anders behandelt werden, sodass ihre sozialen Interaktionen insgesamt positiver sind. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die demnächst veröffentlicht werden soll:
Die Beziehungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2866" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Warum verbessern sich im Alter Freundschaften und Beziehungen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Warum-verbessern-sich-im-Alter-Freundschaften-und-Beziehungen.jpg" alt="Warum verbessern sich im Alter Freundschaften und Beziehungen" width="130" height="173" />Ältere Menschen sind allgemein eher zufrieden mit ihrem Leben, auch mit ihren Beziehungen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass sich Senioren anders verhalten als jüngere Menschen, aber auch anders behandelt werden, sodass ihre sozialen Interaktionen insgesamt positiver sind. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die demnächst veröffentlicht werden soll:</p>
<p>Die Beziehungen alter Menschen sind oft besonders gut. Das liegt zum Teil daran, dass Menschen jeden Alters eher bereit sind, <strong>älteren Menschen</strong> zu <strong>vergeben </strong>und sie zu <strong>respektieren</strong>, meinen Forscher der <em>Purdue University</em> in den USA.</p>
<p>„Ältere Menschen sind der Auffassung, ihre Ehen sein besser, sie erhielten mehr Unterstützung von Freunden und sie hätten weniger Konflikte mit ihren Kindern und Geschwistern”, sagt <em>Karen Fingerman</em>, die Berner-Hanley Professorin für Alters-, Entwicklungs- und Familienforschung ist. „Während unsere körperlichen und geistigen Fähigkeiten <strong>im Alter </strong>nachlassen, werden unsere <strong>Beziehungen besser</strong>. Was ist also am Alter so besonders? Wir stellten fest, dass die als <strong>begrenzt </strong>empfundene <strong>Zeit</strong>, die Bereitschaft zu <strong>vergeben</strong>, <strong>Stereotypen</strong> über das Älterwerden und eine <strong>respektvolle</strong> Einstellung alle dazu beitragen. Aber es ist mehr als nur das Verhalten jüngerer gegenüber älteren Menschen. Es hat etwas mit dem Umgang von Menschen miteinander zu tun.”</p>
<p><span id="more-2857"></span>Die Ergebnisse der Studie von <em>Fingerman</em> und <em>Susan T. Charles</em>, Associate Professorin für Psychologie und soziales Verhalten an der <em>University of California </em>in Irvine, werden in der kommenden Ausgabe des Journals <em>Current Directions in Psychological Science </em>veröffentlicht.</p>
<p>Diese Studie ist eine Fortführung früherer Untersuchungen der Autorinnen, die unter anderem zeigten, dass <strong>ältere Menschen</strong> eher einen <strong>Streit vermeiden</strong> als jüngere, wenn sie etwas ärgert. Diese Ergebnisse wurden 2009 im <em>Journal of Gerontology: Psychological Sciences</em> und 2008 in <em>Psychology and Aging</em> publiziert.</p>
<p>Eine <strong>Studie</strong> verglich die Reaktionen junger (Alter 22-35 Jahre) und älterer Menschen (Alter 65-77 Jahre) auf verschiedene <strong>Geschichten</strong> über den Umgang von Menschen miteinander. Die Studienteilnehmer lasen Geschichten über Erwachsene, die gegen soziale Regeln verstießen, die zum Beispiel unhöflich zu einer Kellnerin waren oder die Grenzen eines Grundstücks nicht respektierten. Die Hälfte der Teilnehmer lasen Geschichten, in denen der <strong>Übeltäter</strong> als ein <strong>älterer </strong>Mensch dargestellt wurde. Die andere Hälfte lasen die gleichen Geschichten, aber mit einem <strong>jüngeren</strong> Erwachsenen als Übeltäter. Wenn der Übeltäter älter war, meinten Teilnehmer jeden Alters, dass der Beleidigte einen <strong>Konflikt vermeiden</strong> und nicht reagieren würde. Aber wenn der Übeltäter jünger war, erwarteten sie die entgegengesetzte Reaktion. Immer wenn die Teilnehmer eine Geschichte lasen, in der ein jüngerer Erwachsener einen sozialen Faux Pas machte, meinten sie, die anderen sollten ihn <strong>zur Rede stellen</strong> und ihm sagen, dass sie sich ärgern.</p>
<p>Diese Annahmen sind in alltäglichen Interaktionen zwischen Menschen wiederzuerkennen, die <em>Fingerman </em>mit einem Tanz vergleicht.</p>
<p>„Jeder agiert und reagiert als Antwort auf seinen Partner. In diesem Fall erwartet jeder Partner als Nächstes eine bestimmte Handlung des anderen, und die hängt oft von seinem Alter ab”, sagt sie. „Menschen passen ihr Verhalten ihrem sozialen Partner je nach seinem Alter an. Wenn die Interaktion negativ ist, sind <strong>jüngere Menschen</strong> im Allgemeinen <strong>aggressiver</strong> und streitbarer als ältere Menschen. Aber jüngere Menschen zeigen <strong>älteren gegenüber </strong>oft mehr <strong>Nachsicht</strong>, wenn die Interaktion negativ ist.”</p>
<p>Zum Beispiel könnte sich ein älterer Mensch freundlicher verhalten, weil er vermutet, dass ein jüngerer Mensch vielleicht streitbar ist. Gleichzeitig könnte der jüngere Mensch ein <strong>altersstereotypes Verhalten </strong>zeigen, das verlangt, dass man mit einem älteren Menschen <strong>geduldiger</strong> sein sollte. Oder er glaubt vielleicht an das Klischee, dass sich ältere Menschen <strong>nicht ändern</strong> können, und versucht nicht, diesen Menschen zu ändern.</p>
<p>„Außerdem können <strong>ältere </strong>Menschen ihre <strong>Emotionen </strong>besser <strong>kontrollieren</strong>, wenn sie sich über etwas ärgern”, sagt <em>Fingerman</em>. „Ein anderer Vorteil ist, dass sich ältere Menschen oft eher aussuchen können, mit wem sie zusammen sein wollen, weil sie im Ruhestand sind und nicht arbeiten gehen.”</p>
<p>Andere Gründe, warum ältere Menschen besser behandelt werden, sind ein Ausdruck von Fürsorge, Besorgnis und dem Bedürfnis, den <strong>Moment </strong>zu <strong>genießen</strong>. Menschen jeden Alters gehen netter miteinander um, wenn sie das Gefühl haben, dass einer Beziehung nur noch wenig Zeit bleibt, sagt <em>Fingerman</em>. Das gilt nicht nur für ältere sondern sogar für junge Menschen, die sich wegen veränderter Lebensumstände nicht sehen können, weil sie zum Beispiel weit weg ziehen oder Militärdienst machen werden. Wenn die <strong>Zeit begrenzt </strong>ist, wollen Menschen das Beste aus den Interaktionen machen, die ihnen noch bleiben, und die Zeit mit dem anderen lieber genießen als mit Streiten verbringen.</p>
<p>„Wir haben das auch in Untersuchungen beobachtet, in denen erwachsene Töchter ihre alten Mütter nicht konfrontieren oder mit ihnen nicht über negative Dinge diskutieren wollten, weil sie das Gefühl haben, dass ihnen nicht mehr viel Zeit zusammen bleibt”, sagt <em>Fingerman</em>.</p>
<p><em>Fingerman </em>will nun untersuchen, welche Rolle die Vorstellung „Man muss ältere Menschen achten ” in anderen Kulturen spielt.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.purdue.edu/newsroom/research/2010/100624FingermanRelationsh.html" target="_blank">Purdue Newsroom</a></span>, 24.6.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hängt die Fähigkeit zu vergeben vom Alter ab?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangt-die-fahigkeit-zu-vergeben-vom-alter-ab/" target="_self">Hängt die Fähigkeit zu vergeben vom Alter ab?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden wir im Alter glücklicher?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-wir-im-alter-glucklicher/" target="_self">Werden wir im Alter glücklicher?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich Wut soziologisch erklären?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-wut-soziologisch-erklaren/" target="_self">Lässt sich Wut soziologisch erklären?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Woher kommen “die guten alten Zeiten”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/woher-kommen-die-guten-alten-zeiten/" target="_self">Woher kommen “die guten alten Zeiten”?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-aggressionen-von-kindern-mit-einem-schwierigen-familienumfeld-zusammen/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 12:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Oft kommen besonders aggressive Kinder aus gestörten Familienverhältnissen. Eine neue Studie hat das bekannte Phänomen systematisch untersucht und zeigt, dass an ihrem Verhalten eine Fülle von Faktoren beteiligt sind, die überwiegend nichts mit der Natur der Kinder zu tun haben. Ich habe einen Presseartikel der Universität von letzter Woche übersetzt, der die noch unveröffentlichte Studie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2132" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Hängen-Aggressionen-von-Kindern-mit-einem-schwierigen-Familienumfeld-zusammen-s.jpg" alt="Hängen Aggressionen von Kindern mit einem schwierigen Familienumfeld zusammen s" width="125" height="193" />Oft kommen besonders aggressive Kinder aus gestörten Familienverhältnissen. Eine neue Studie hat das bekannte Phänomen systematisch untersucht und zeigt, dass an ihrem Verhalten eine Fülle von Faktoren beteiligt sind, die überwiegend nichts mit der Natur der Kinder zu tun haben. Ich habe einen Presseartikel der Universität von letzter Woche übersetzt, der die noch unveröffentlichte Studie zusammenfasst:</p>
<p>Eine Reihe von Forschungsuntersuchungen hat gezeigt, dass <strong>aggressive Kinder</strong> meistens aus <strong>Familien</strong> stammen, die durch starke <strong>Konflikte</strong> geprägt sind. Eine neue Studie der Psychologin <em>Arantzazu Bellido</em> hat dieses Phänomen in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland systematisch untersucht und bestätigt. Dazu befragte sie eine größere Anzahl von Familien in der baskischen Provinz Bizkaia, wobei sie Elemente ähnlicher früherer Umfragen an die örtlichen Gegebenheiten anpasste und mit neuen, für diese Studie spezifischen Umfragen ergänzte.</p>
<p><span id="more-2125"></span>So konnte Frau <em>Bellido</em> einen direkten Zusammenhang zwischen dem Verhalten von Kindern und ihrem Familienumfeld zeigen. Die Ergebnisse ihrer Studie hat sie nun als Doktorarbeit bei der <em>Universität des Baskenlandes</em> (UPV/EHU) eingereicht.</p>
<p>Für die Forschung zu ihrer Doktorarbeit mit dem Titel „Familienumfeld und aggressives Verhalten bei achtjährigen Kindern” besuchte Frau <em>Bellido</em> Schulen in der Baskenprovinz Bizkaia und befragte 251 Familien mit achtjährigen Kindern. Als Grundlage der Forschung diente ein <strong>„ökologisches” Modell</strong>, das heißt neben den Kindern selbst untersuchte die Psychologin auch äußere Faktoren, die ihr soziales Umfeld und damit ihre Entwicklung beeinflussen. Daher nahmen an der Studie nicht nur die <strong>Kinder</strong> sondern auch ihre <strong>Familienmitglieder</strong>, <strong>Freunde</strong> und <strong>Klassenkameraden</strong> teil.</p>
<p>Dieser ökologische Ansatz erforderte, dass Frau <em>Bellido</em> die Umfragen sorgfältig an die Gegebenheiten in der Autonomen Gemeinschaft Baskenland anpasste. Dazu verwendete sie mehrere Fragebögen, die bereits vorher in Spanien benutzt und ausgewertet worden waren und modifizierte sie entsprechend. Zusätzlich entwarf sie neue Fragebögen, von denen zum Beispiel einer die Ansichten baskischer Eltern über eine gesunde Entwicklung von Kindern analysierte und andere, die der Erfassung demographischer und sozioökonomischer Daten der Provinz Bizkaia dienten.</p>
<p><strong>Trennung von den Eltern als ein Schlüsselfaktor</strong></p>
<p>In den 251 befragten Familien wurden fünfzehn Kinder als aggressiv eingestuft, davon zwei als hochaggressiv. Nach Meinung der Psychologin war diese Anzahl nicht sehr hoch aber sie reichte aus, um mehrere interessante Beobachtungen auszuwerten. So wurden zum Beispiel manche dieser aggressiven Kinder <strong>nicht</strong> von den <strong>Eltern</strong> sondern von ihren Onkeln, Tanten oder Großeltern <strong>großgezogen</strong>.</p>
<p>Die Studie kommt zu dem Schluss, dass gerade Faktoren des Familienumfelds einen entscheidenden Einfluss auf aggressives Verhalten bei Kindern haben. Neben einer Trennung von den Eltern sind dies insbesondere eine <strong>strenge</strong> Erziehung durch den <strong>Vater</strong> (aber nicht durch die Mutter), die vom Bildungsstand der Eltern und ihrer Bereitschaft zur Toleranz abhängt. Auch eine <strong>Unzufriedenheit</strong> mit den Familienverhältnissen trägt zu Aggressionen des Kindes bei, ebenso wie eine unausgewogene Verteilung der Aufgaben im Haushalt (d.h. eine berufstätige <strong>Mutter</strong>, die den Haushalt allein führt und <strong>gestresst</strong> ist).</p>
<p>Darüber hinaus macht Frau <em>Bellido</em> auf einen weiteren wichtigen Faktor aufmerksam: eine mangelnde anfängliche <strong>Bereitschaft Eltern zu werden</strong>. Die Forscherin stellte fest, dass in diesem Fall Kinder Verhaltensstörungen auch dann entwickeln, wenn sich die Einstellung der Eltern und ihre Beziehung zum Kind später verbessert. Die Psychologin meint, zukünftige Studien sollten genauer untersuchen, wie sich die Eltern-Kind-Beziehung auswirkt, die schon vor der Geburt und während der Schwangerschaft beginnt.</p>
<p><strong>Ablehnung in der Schule</strong></p>
<p>Über diese Merkmale des Familienumfelds hinaus haben auch Faktoren des Schulumfelds einen Einfluss auf aggressives Verhalten bei Kindern. Aggressive Kinder haben eine <strong>negative Einstellung</strong> zum <strong>Lernen</strong> und stören den Unterricht. Ihre <strong>Schulkameraden lehnen </strong>sie <strong>ab</strong> und glauben, sie sein nicht feige sondern stark. Aggressive Kinder werden auch selbst zu <strong>Opfern von Aggressionen</strong> anderer Schüler. Kennzeichnend für das Verhältnis aggressiver Kinder zu Gleichaltrigen ist eine <strong>mangelnde soziale Anpassung</strong>, die durch viele Streitereien und eine Missachtung sozialer Normen geprägt ist. Dadurch entsteht bei anderen Kindern der Eindruck von Feindseligkeit.</p>
<p>Schließlich untersuchte die Studie auch individuelle Merkmale, die aber von Kind zu Kind sehr verschieden und daher schwer zu definieren sind. Frau <em>Bellido</em> stellte fest, dass sich aggressive Kinder vor allem durch eine starke <strong>Dominanz</strong> auszeichnen. Darüber hinaus spielen auch die Empfindlichkeit, Ängstlichkeit und Extrovertiertheit oder Introvertiertheit der Kinder eine Rolle.</p>
<p><strong><em>Quelle:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.basqueresearch.com/berria_irakurri.asp?Berri_Kod=2612&amp;hizk=I" target="_blank">Basque Research News</a></span>, 17.3.10</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/" target="_self">Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wo-fangt-das-hanseln-in-der-schule-an/" target="_self">Wo fängt Hänseln und Mobbing in der Schule an?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-wut-soziologisch-erklaren/" target="_self">Lässt sich Wut soziologisch erklären?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/oppositionelles-und-aggressives-verhalten.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei aggressivem Verhalten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		<title>Beziehungsstreit: Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/beziehungsstreit-lasst-sich-vorhersagen-wann-die-wut-verraucht-ist/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 10:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Leute haben ihre Gefühle besser unter Kontrolle als andere. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei eine ganz bestimmte Gehirnregion eine entscheidende Rolle spielt. Ich habe die Pressemitteilung der Universität von dieser Woche übersetzt, die auf mögliche diagnostische Anwendungen des Untersuchungsverfahrens hinweist:
Man sagt, in einer guten Beziehung sollten Paare nicht im Groll zu Bett gehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2116" style="margin-top: 5px; margin-bottom: 5px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Beziehungsstreit -- Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Beziehungsstreit-Lässt-sich-vorhersagen-wann-die-Wut-verraucht-ist-s.jpg" alt="Beziehungsstreit -- Lässt sich vorhersagen, wann die Wut verraucht ist s" width="167" height="125" />Manche Leute haben ihre Gefühle besser unter Kontrolle als andere. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dabei eine ganz bestimmte Gehirnregion eine entscheidende Rolle spielt. Ich habe die Pressemitteilung der Universität von dieser Woche übersetzt, die auf mögliche diagnostische Anwendungen des Untersuchungsverfahrens hinweist:</p>
<p>Man sagt, in einer guten Beziehung sollten Paare nicht im Groll zu Bett gehen. Aber die neuste Studie einer Psychologin der <em>Harvard University</em> zeigt, dass man an der <strong>Gehirnaktivität</strong> – und zwar in der LPFC-Region (lateraler präfrontaler Kortex, ein Teil des <strong>Stirnhirns</strong>) – viel besser erkennen kann, wie sich jemand in den Tagen nach einem <strong>Streit</strong> mit seiner oder ihrer besseren Hälfte fühlen wird.</p>
<p><span id="more-2097"></span>Die in der Märzausgabe von <em>Biological Psychiatry</em> veröffentlichte Studie zeigt, dass Menschen mit einer stärkeren Nervenaktivität in der LPFC-Region am Tag nach einem Beziehungsstreit weniger wütend sind. Damit deuten die Ergebnisse auf eine Rolle der LPFC-Region bei der <strong>Regulation</strong> von <strong>Gefühlen</strong> hin und zeigen, dass eine verbesserte Funktion dieser Region auch die Stimmung von Menschen ganz allgemein verbessern könnte.</p>
<p>„Unsere Ergebnisse zeigten wie erwartet, dass sich niemand am Tag nach dem Beziehungsstreit wohlfühlte”, sagt <em>Christine Hooker</em>, die erste Autorin der Studie und Assistant Professor für Psychologie am Fachbereich Künste und Wissenschaften der <em>Harvard University</em>. „Aber am Tag darauf fühlten sich Leute mit einer <strong>hohen Aktivität</strong> in der LPFC-Region <strong>besser</strong>, und Leute mit einer niedrigen Aktivität in dieser Region fühlten sich immer noch schlecht.“</p>
<p><em>Hooker</em> führte die Studie zusammen mit <em>Özlem Ayduk</em>, <em>Anett Gyurak</em>, <em>Sara Verosky</em> und <em>Asako Miyakawa</em> durch, die alle an der <em>University of California</em> in Berkeley sind.</p>
<p>Frühere Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass die LPFC-Region eine Rolle bei der Regulation von Gefühlen spielt. Allerdings wurde noch nie ein Zusammenhang der Region mit alltäglichen Lebenserfahrungen nachgewiesen.</p>
<p>An der <strong>Studie</strong> nahmen Paare von gesunden Erwachsenen teil, die länger als drei Monate zusammen waren. Die Forscher testeten die Reaktion der Teilnehmer auf eine Reihe von Bildern ihres Partners mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken (positiv, negativ oder neutral). Während ihnen die Fotos gezeigt wurden, befanden sich die Testpersonen in einem <strong>fMRT-Scanner</strong>, einem Gerät, das Bildaufnahmen der Nervenaktivität in ihrem Gehirn machte. Außerdem untersuchten die Forscher die <strong>geistige Kontrolle</strong> der Teilnehmer über ihre <strong>Emotionen</strong> in Labortests. Dazu gehörte unter anderem die Fähigkeit, Gefühlsimpulse zu kontrollieren und die Aufmerksamkeit umlenken und auf etwas anderes richten zu können.</p>
<p>Dann führten die Paare drei Wochen lang jeden Tag ein Online-Tagebuch über ihre Gemütsverfassung, und ob sie Streit mit ihrem Partner gehabt hatten.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass manche Versuchsteilnehmer beim Anblick von Fotos ihres Partners mit einem negativen Gesichtsausdruck eine <strong>stärkere Aktivität</strong> in Scans der LPFC-Region hatten. Und diese Leute waren an Tagen nach einem Beziehungsstreit weniger schlecht gelaunt. Das deutet darauf hin, dass sie sich nach der Auseinandersetzung <strong>emotional besser „erholen”</strong> konnten.</p>
<p>Außerdem hatten Menschen mit einer höheren Aktivität in der LPFC-Region und einer besseren emotionalen Regulation nach einem Streit auch mehr geistige Kontrolle über ihre Emotionen in den Labortests, was auf einen Zusammenhang zwischen der emotionalen Regulation und der Fähigkeit zur geistigen Kontrolle im Allgemeinen hindeutet.</p>
<p>„Entscheidend ist, dass wir anhand der Gehirnaktivität im <strong>Scanner</strong> das <strong>Erleben</strong> von Menschen <strong>im Alltag</strong> vorhersagen konnten“, erklärt <em>Hooker</em>. „Wissenschaftler glauben an die Relevanz von Versuchsbeobachtungen in Scannern für das tägliche Leben, aber natürlich verbringt niemand sein Leben in einem Scanner. Wenn wir eine Verbindung herstellen können zwischen Beobachtungen im Scanner und der Fähigkeit von Menschen zur Regulation ihrer Emotionen im Alltag, könnten Psychologen vorhersagen, wie gut Menschen mit belastenden Ereignissen in ihrem Leben zurechtkommen werden.“</p>
<p><em>Hooker</em> weiß, dass für die Entwicklung klinischer Anwendungen ihrer Forschung weitere Studien nötig sein werden. Aber die Funktion der LPFC-Region könnte Aufschluss über die <strong>Anfälligkeit</strong> von Menschen für <strong>Störungen</strong> ihrer <strong>Gemütslage</strong> nach belastenden Ereignissen geben. Außerdem stellt sich die Frage, ob eine Verbesserung der LPFC-Funktion auch die Fähigkeit solcher Menschen zur Regulation ihrer Gefühle verbessern würde.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://news.harvard.edu/gazette/story/2010/03/it’s-all-in-the-cortex/" target="_blank">Harvard Gazette</a></span>, 8.3.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.biopsych.2009.10.014" target="_blank">Hooker et al</a></span>. <em>Biological Psychiatry</em>, 2010</p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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