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	<title>Psychologie aktuell &#187; Verhaltenstherapie</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; Verhaltenstherapie</title>
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		<title>Telefonische Gesprächstherapie für chronische Schmerzen: Geht das?</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 20:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Online-Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn bei chronischen Schmerzen die Ursachen nicht bekannt sind, eignen sich Medikamente nur bedingt als Langzeitbehandlung, vor allem wegen ihrer Nebenwirkungen. Verhaltenstherapie kann vielen Schmerzpatienten das Leben mit der Krankheit erleichtern, ist aber relativ teuer. Eine neue Studie hat eine telefonische Gesprächstherapie als Alternative untersucht. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4913" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Ist Aspirin auch bei Migräne wirksam" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Ist-Aspirin-auch-bei-Migräne-wirksam.jpg" alt="Ist Aspirin auch bei Migräne wirksam" width="125" height="167" />Wenn bei chronischen Schmerzen die Ursachen nicht bekannt sind, eignen sich Medikamente nur bedingt als Langzeitbehandlung, vor allem wegen ihrer Nebenwirkungen. Verhaltenstherapie kann vielen Schmerzpatienten das Leben mit der Krankheit erleichtern, ist aber relativ teuer. Eine neue Studie hat eine telefonische Gesprächstherapie als Alternative untersucht. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom November übersetzt, die zeigt, dass diese Therapieform effektiv und praktikabel ist:</p>
<p>Eine neue Studie aus England untersuchte die Wirksamkeit einer <strong>kognitiven Verhaltenstherapie (KVT)</strong> bei Patienten mit <strong>chronischen Schmerzen</strong>, die von geschulten Therapeuten ausschließlich übers <strong>Telefon</strong> durchgeführt wurde. Nach sechs Monaten der Behandlung fühlten sich viele Schmerzpatienten deutlich besser.</p>
<p>Die Studie von Wissenschaftlern der <em>University of Aberdeen</em> und der <em>University of Manchester</em> wurde von Arthritis Research UK finanziert. Dies ist die erste Untersuchung über eine telefonische Verhaltenstherapie für Patienten mit chronischen, nicht-lokalisierten Schmerzen.</p>
<p><span id="more-4897"></span><strong>KVT</strong> ist eine psychologische Behandlungsmethode, die Menschen hilft mit ihren Schmerzen umzugehen, indem sie <strong>Gedanken und Verhaltensweisen</strong> bewusst macht und neu bewertet.</p>
<p>Die Studie zeigte weiter, dass auch <strong>Sport</strong> die Schmerzen verbesserte, Patienten das Leben im Alltag erleichterte und ihnen half mit ihren Beschwerden umzugehen.</p>
<p>Aber die Studie, die diese Woche in den <em>Archives of Internal Medicine</em> erscheint, zeigte keinen zusätzlichen Nutzen, wenn die Patienten beide Arten der Behandlung erhielten anstatt nur einer.</p>
<p>Chronische, nicht-lokalisierte Schmerzen sind das Hauptmerkmal der <strong>Fibromyalgie</strong>. Bis zu zehn Prozent der Bevölkerung leiden unter solchen Schmerzen, die äußerst schwer zu behandeln sind. Die wichtigsten Symptome dieser Krankheit sind eine erhöhte <strong>Schmerzempfindlichkeit</strong> am ganzen Körper, <strong>Erschöpfung</strong> und <strong>Schlafstörungen</strong>. Die Krankheit ist einer der häufigsten Gründe für Überweisungen an einen Rheumatologen. Viele Kranke sind gezwungen ihre Arbeit aufzugeben, weil sie ständig unter Schmerzen leiden und mehr und mehr isoliert und entmutigt werden. Obwohl KVT als Behandlung sehr effektiv sein kann, ist das Angebot teuer und setzt normalerweise voraus, dass sich Patient und Therapeut über einen längeren Zeitraum regelmäßig treffen.</p>
<p>An der <strong>Studie </strong>nahmen 442 Patienten mit chronischen nicht-lokalisierten Schmerzen teil. Die Patienten im Alter von 25 bis 60 Jahren wurden aus Hausarztpraxen in Cheshire and Aberdeen rekrutiert. Ziel der Untersuchung war die Entwicklung effektiverer Methoden, die diese Art von chronischen Schmerzen lindern und/oder Patienten helfen besser mit ihnen zurechtzukommen.</p>
<p><em>Prof. Gary Macfarlane</em>, Professor für Epidemiologie an der <em>University of Aberdeen</em>, und <em>Dr. John McBeth</em>, Privatdozent für Epidemiologie rheumatischer Erkrankungen von der Arthritis Research UK Epidemiology Unit an der <em>University of Manchester</em> leiteten die Studie.</p>
<p><em>Prof. Macfarlane</em> erläutert: „Das Management von chronischen nicht-lokalisierten Schmerzen und <strong>Fibromyalgie</strong> war bis jetzt schwierig. Es gibt <strong>keine Medikamente</strong>, die spezifisch für das Management dieser Beschwerden zugelassen sind, und Hausärzte meinen, dass sie nur über wenige effektive Behandlungsmöglichkeiten verfügen. Wir haben zwei dieser Optionen untersucht – ein langsam gesteigertes <strong>Sportprogramm</strong> und KVT – und haben gezeigt, dass beide effektiv sind. Insbesondere haben wir versucht, <strong>KVT über das Telefon</strong> anzubieten, um die Flexibilität des Angebots sowohl für Patienten als auch für Therapeuten zu erhöhen. Die Ergebnisse zeigen, dass man so bei vielen Patienten die Symptome verbessern kann.“</p>
<p><em>Dr. McBeth</em> sagt: „Wir müssen dringend Behandlungsmethoden entwickeln, die in der Primärversorgung klinisch effektiv und akzeptabel sind, und die man einer großen Anzahl von Patienten anbieten könnte.“</p>
<p>„Die Behandlung chronischer, nicht-lokalisierter Schmerzen ist schwierig und wird in Großbritannien von Fall zu Fall unterschiedlich gehandhabt. Keine Medikamente sind zur Behandlung von Fibromyalgie zugelassen. KVT und Sportprogramme stehen, wenn überhaupt, nur begrenzt zur Verfügung. Die Nachfrage nach KVT ist größer als das Angebot. Aber unsere Studie zeigt, dass man eine KVT über das Telefon anbieten kann, die effektiv und akzeptabel ist.“</p>
<p><em>Professor Alan Silman</em>, Medizinischer Direktor der Stiftung Arthritis Research UK, die die Untersuchung finanzierte, sagt: „Anhaltende starke Schmerzen im ganzen Körper sind eine häufige Erkrankung, die für Patienten und Ärzte gleichermaßen entmutigend ist und sich nicht gut durch Schmerzmittel kontrollieren lässt. Diese Patientenstudie hat gezeigt, wie eine <strong>Verhaltenstherapie</strong>, die <strong>praktikabel und finanzierbar</strong> ist, Menschen helfen kann mit den Schmerzen zurechtzukommen. Vor allem das National Institute for Health and Cinical Excellence (NICE) und die Anbieter von Serviceleistungen im Gesundheitswesen werden ein großes Interesse daran haben auf dem Erfolg dieser Studie aufzubauen.“</p>
<p>Für die Studie wurden Patienten in vier Gruppen aufgeteilt: eine machte Sport, eine zweite machte eine KVT, eine dritte machte beides und eine vierte Gruppe wurde von ihren Hausärzten „wie üblich behandelt“.</p>
<p>Die Teilnehmer der <strong>Sportgruppe</strong> hatten pro Monat sechs Termine mit einem Fitnesstrainer und sollten täglich 20 bis 60 Minuten Sportübungen machen, die im Laufe der sechs Monate intensiver wurden.</p>
<p>Zu Beginn der Studie, an ihrem Ende (nach sechs Monaten) und drei Monate später beantworteten die Patienten allgemeine Fragebögen zu ihrer Gesundheit per Post. Die Antworten wurden auf einer Skala (mit sieben Stufen von „sehr viel schlechter“ bis „sehr viel besser“) ausgewertet. Ein positives Behandlungsergebnis war definiert als insgesamt „viel besser“ oder „sehr viel besser“.</p>
<p>Sowohl <strong>telefonische KVT</strong> als auch <strong>Sport</strong> führten zu einer wesentlichen, statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen <strong>Verbesserung der allgemeinen Gesundheit</strong> der Patienten.</p>
<p>Außerdem stellten die Forscher fest, dass Patienten, die eine Präferenz für die eine oder andere Behandlung hatten, mehr profitierten, wenn sie ihre bevorzugte Behandlung erhielten.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.manchester.ac.uk/aboutus/news/display/?id=7663" target="_blank">University of Manchester</a></span>, 15. Nov 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1001/archinternmed.2011.555" target="_blank">McBeth et al</a></span>.  <em>Archives of Internal Medicine</em>, Nov 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann Verhaltenstherapie bei Rückenschmerzen helfen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-verhaltenstherapie-bei-ruckenschmerzen-helfen/" target="_self">Kann Verhaltenstherapie bei Rückenschmerzen helfen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist „Online-Therapie&quot; per Telefon bei Depressionen wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-„online-therapie-per-telefon-bei-depressionen-wirksam/" target="_self">Ist „Online-Therapie&#8221; per Telefon bei Depressionen wirksam?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie kann das Internet den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten verbessern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-kann-das-internet-den-zugang-zu-psychotherapeutischen-angeboten-verbessern/" target="_self">Wie kann das Internet den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten verbessern?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei chronischen Schmerzen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/chronische-schmerzen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei chronischen Schmerzen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/online-therapie.php" target="_self">Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		<title>Wie hilft Achtsamkeitsmeditation Stress abzubauen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hilft-achtsamkeitsmeditation-stress-abzubauen/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 17:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
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		<description><![CDATA[Manche Leute haben Vorbehalte gegen fernöstliche Methoden wie die Achtsamkeitsmeditation, weil nicht klar ist, wie sie funktionieren. Aber Anhänger der Meditation können auf positive Effekte in vielen Bereichen verweisen, zum Beispiel als Methode zur Stressreduktion. Eine aktuelle Studie hat die Forschungsergebnisse auf dem Gebiet zusammengefasst und die Prinzipien der Achtsamkeit analysiert. Wir haben eine Presseerklärung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4842" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Hängen Depressionen im Jugendalter mit ADHS zusammen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Hängen-Depressionen-im-Jugendalter-mit-ADHS-zusammen.jpg" alt="Hängen Depressionen im Jugendalter mit ADHS zusammen" width="167" height="125" />Manche Leute haben Vorbehalte gegen fernöstliche Methoden wie die Achtsamkeitsmeditation, weil nicht klar ist, wie sie funktionieren. Aber Anhänger der Meditation können auf positive Effekte in vielen Bereichen verweisen, zum Beispiel als Methode zur Stressreduktion. Eine aktuelle Studie hat die Forschungsergebnisse auf dem Gebiet zusammengefasst und die Prinzipien der Achtsamkeit analysiert. Wir haben eine Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom November übersetzt, die zeigt, dass bei der Achtsamkeit mehrere Mechanismen zusammenwirken:</p>
<p>Menschen, die sehr unter <strong>Stress</strong> stehen, wird oft geraten für einen Moment innezuhalten und einfach nur <strong>im „Jetzt“ zu sein</strong>. Diese Art der <strong>Achtsamkeit</strong>, ein wesentlicher Teil der Traditionen des Buddhismus und des indischen Yogas, wird immer populärer bei Menschen, die nach Möglichkeiten suchen etwas gegen ihren Stress zu tun und ihre Lebensqualität zu verbessern. Und die Forschung zeigt, dass Achtsamkeitsmeditation die <strong>Gesundheit und Leistungsfähigkeit fördern</strong> kann, zum Beispiel indem sie die Funktion des Immunsystems verbessert, den Blutdruck senkt und geistige Fähigkeiten stärkt.<span id="more-4835"></span></p>
<p>Aber wie kommt es, dass ein und dieselbe Methode so vielfältige Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben kann? Ein neuer Artikel in der aktuellen Ausgabe der <em>Perspectives on Psychological Science</em>, einem Journal der <em>Association for Psychological Science</em>, schlägt ein umfassendes Konzept vor, das auf der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur aufbaut und diese positiven Effekte erklären kann.</p>
<p>Laut der ersten Autorin <em>Britta Hölzel</em> von der <em>Justus-Liebig-Universität Gießen</em> und der <em>Harvard Medical School</em> zielt diese Arbeit darauf ab, „die gedankliche und mechanistische <strong>Komplexität der Achtsamkeit</strong> verständlich zu machen und die großen Zusammenhänge darzustellen, indem sie die vielen Ergebnisse wie Teile eines Mosaiks zusammenfügt.“ <em>Hölzel</em> und ihre Mitautoren schlagen ein Rahmenkonzept vor und benutzen es, um die Mechanismen der Achtsamkeit zu verstehen. Sie zeigen auf, dass Achtsamkeit in Wirklichkeit <strong>nicht</strong> nur eine <strong>einzige Fähigkeit</strong> ist, sondern ein facettenreiches geistiges Training, das <strong>mehrere Mechanismen</strong> umfasst.</p>
<p>Die Autoren identifizieren insbesondere vier entscheidende <strong>Komponenten</strong> der Achtsamkeit, die ihre Wirkungen erklären können: die Aufmerksamkeitsregulation, das Körperbewusstsein, die Emotionsregulation und das Selbstgefühl. Diese Elemente <strong>wirken zusammen </strong>und helfen Menschen sich auf eine Art und Weise, die <strong>nicht wertend</strong> ist, mit den geistigen und physiologischen Auswirkungen von <strong>Stress</strong> zu beschäftigen und sie zu <strong>bewältigen</strong>.</p>
<p>Obwohl diese Komponenten theoretisch eigenständig sind, hängen sie doch eng miteinander zusammen. Eine verbesserte <strong>Aufmerksamkeitsregulation</strong> kann zum Beispiel unser Bewusstsein für unseren physiologischen Zustand direkt erleichtern. Das <strong>Körperbewusstsein</strong> kann uns wiederum helfen die <strong>Emotionen</strong> zu erkennen, die wir erleben. Das Verständnis der Zusammenhänge zwischen diesen Komponenten und der Gehirnmechanismen, die ihnen zugrunde liegen, wird es Ärzten ermöglichen Achtsamkeit als Behandlungsmethode besser an die Bedürfnisse ihrer Patienten anzupassen, sagt <em>Hölzel</em>.</p>
<p>Ganz allgemein verdeutlicht dieses Rahmenkonzept die Tatsache, dass <strong>Achtsamkeit</strong> kein vages Allheilmittel ist. Effektive Achtsamkeitsmeditation <strong>erfordert Training</strong> und ständige Übung und sie hat bestimmte, messbare Auswirkungen auf unsere subjektiven Erfahrungen, unser Verhalten und unsere Gehirnfunktion. Die Autoren hoffen, dass zukünftige Untersuchungen auf diesem Gebiet „es einem viel breiteren Spektrum von Menschen ermöglichen werden die Achtsamkeitsmeditation als eine vielseitige Methode zu verwenden, die Menschen <strong>hilft Dinge zu verändern</strong> – sowohl in der Psychotherapie als auch im täglichen Leben.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.psychologicalscience.org/index.php/news/releases/56086.html" target="_blank">Association for Psychological Science</a></span>, 31. Okt 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1177/1745691611419671" target="_blank">Hölzel et al</a></span>. <em>Perspectives on Psychological Science</em>, Nov 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hilft Meditation gegen Stress?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-meditation-gegen-stress/" target="_self">Hilft Meditation gegen Stress?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lassen sich Gehirnleistungen durch Meditation steigern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-gehirnleistungen-durch-meditation-steigern/" target="_self">Lassen sich Gehirnleistungen durch Meditation steigern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich die Aufmerksamkeitsspanne durch Meditation steigern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-die-aufmerksamkeitsspanne-durch-meditation-steigern/" target="_self">Lässt sich die Aufmerksamkeitsspanne durch Meditation steigern?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/stress-burn-out.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zu unserem Burnout Zentrum München" href="http://www.burnout-zentren.de/muenchen.php" target="_blank">Zu unserem Burnout Zentrum München</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie kosteneffektiv ist eine Verhaltenstherapie für Migräne?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-kosteneffektiv-ist-eine-verhaltenstherapie-fur-migrane/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 15:27:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
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		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die meisten Leute denken bei starken Kopfschmerzen eher an Tabletten als an eine Psychotherapie. Denn die gilt als langwierig und teuer. Eine aktuelle Studie hat die Kosten einer Verhaltenstherapie und ähnlicher Methoden mit einer medikamentösen Migränebehandlung verglichen. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie übersetzt, die zeigt, dass eine Verhaltenstherapie nicht unbedingt teuer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4820" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Wie hilft Verhaltenstherapie bei schweren Depressionen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Wie-hilft-Verhaltenstherapie-bei-schweren-Depressionen.jpg" alt="Wie hilft Verhaltenstherapie bei schweren Depressionen" width="167" height="125" />Die meisten Leute denken bei starken Kopfschmerzen eher an Tabletten als an eine Psychotherapie. Denn die gilt als langwierig und teuer. Eine aktuelle Studie hat die Kosten einer Verhaltenstherapie und ähnlicher Methoden mit einer medikamentösen Migränebehandlung verglichen. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie übersetzt, die zeigt, dass eine Verhaltenstherapie nicht unbedingt teuer sein muss:</p>
<p>Eine neue Studie zeigt, dass eine Behandlung von <strong>chronischer Migräne</strong> mit <strong>verhaltenstherapeutischen</strong> Ansätzen (wie Entspannungstraining, Hypnose und Biofeedback) <strong>finanziell sinnvoll</strong> sein kann, wenn man sie mit einer medikamentösen Behandlung vergleicht, besonders nach einem Jahr oder länger.</p>
<p>Einer der Autoren der Studie ist <em>Dr. Donald Penzien</em>, der Professor für Psychiatrie am <em>University of Mississippi Medical Center (UMMC)</em> ist, seit vielen Jahren Verhaltenstherapie praktiziert und über sie forscht. Er sagt, die Kosten für eine <strong>vorbeugende Behandlung</strong> mit rezeptpflichtigen <strong>Medikamenten</strong> (wie sie Patienten mit chronischer Migräne täglich einnehmen, um neue Anfälle zu verhindern) erscheinen vielleicht nicht hoch, selbst bei mehreren Dollar pro Tag.</p>
<p>„Aber diese Kosten addieren sich mit jedem weiteren Arztbesuch und jedem neuen Rezept”, sagt <em>Penzien</em>. „Eine <strong>Verhaltenstherapie</strong> ist nur <strong>zu Anfang teuer</strong>. Man geht zu ein paar Therapiesitzungen, aber dann nicht mehr. Und die positive Wirkung kann jahrelang anhalten.“</p>
<p><span id="more-4810"></span>Die <strong>Studie</strong>, die in der Juniausgabe des Journals <em>Headache</em> erscheint, <strong>verglich</strong> die Kosten, die im Laufe der Zeit bei verschiedenen verhaltenstherapeutischen <strong>Methoden</strong> und einer Behandlung mit rezeptpflichtigen Medikamenten anfallen. Zu dem Forscherteam gehörten Wissenschaftler der <em>Wake Forest University</em>, des <em>UMMC</em> und der <em>University of Mississippi</em>.</p>
<p>Die Forscher stellten fest, dass nach sechs Monaten die Kosten einer Minimalkontakt-Verhaltenstherapie ähnlich waren wie bei einer Behandlung mit Medikamenten, die fünfzig Cent pro Tag oder weniger kosten. Bei einer <strong>Minimalkontakt-Behandlung</strong> sieht der <strong>Patient</strong> den Therapeuten nur ein paar Mal und <strong>übt die Verhaltenstechniken</strong> weitgehend <strong>zu Hause</strong> und mithilfe von Literatur oder Höraufnahmen.</p>
<p>Nach einem Jahr war die Minimalkontakt-Methode fast $500 billiger als eine medikamentöse Behandlung.</p>
<p>„Wir haben ein ganzes Instrumentarium von <strong>verhaltenstherapeutischen</strong> Methoden, die nachweislich <strong>wirksam</strong> sind. Aber Menschen, die unter Migräne leiden, steht nur ein kleiner Teil dieses Angebots zur Verfügung&#8221;, sagt <em>Dr. Timothy Houle</em>, der Lehrbeauftragter für Anästhesiologie und Neurologie an der <em>Wake Forest University</em> ist und die Studie leitete.</p>
<p>„Einer der Gründe ist, dass <strong>Leute meinen, Verhaltenstherapie wäre sehr teuer</strong>. Diese Studie zeigt aber, dass die Kosten <strong>in Wirklichkeit vergleichbar</strong> sind, wenn nicht langfristig sogar geringer.“</p>
<p>In einer Zeit, in der Gesundheitskosten landesweit auf dem Prüfstand stehen, bietet die Studie einen Rahmen, um Kosten zu vergleichen, den Forscher aktualisieren und in Zukunft benutzen können.</p>
<p>„Wir dachten: ,Sollten wir das nicht spaßeshalber einmal durchspielen und sehen, was dabei langfristig herauskommt?’“, sagt <em>Penzien</em>. „Die Daten sind alle da, und wenn jemand anderer Meinung ist, kann er seine eigenen Zahlen durchrechnen.“</p>
<p>Die Forscher <strong>verglichen</strong> nicht die Effektivität der Methoden und errechneten auch nicht die Kosten einzelner Medikamente für längere Zeiträume, weil Dosis und Preis sehr unterschiedlich sein können. Stattdessen errechneten sie die <strong>Kosten</strong> pro Tag für jede der Methoden aus den <strong>Honoraren</strong> für Ärzte und Psychologen. Bei der Gruppe mit ärztlicher Behandlung addierten sie außerdem die Kosten für unterschiedlich teure rezeptpflichtige <strong>Betablocker</strong>.</p>
<p>Zum Beispiel kostete die erste persönliche <strong>Verhaltenstherapie</strong>-Sitzung bei den Psychologen, die an der Umfrage teilnahmen, $70 bis $250 und alle weiteren Sitzungen $65 bis $200. Die durchschnittlichen Kosten für die erste Sitzung waren demnach $175 und für jede weitere Sitzung $125 (bei insgesamt durchschnittlich zehn Sitzungen).</p>
<p>Die Forscher errechneten die durchschnittlichen Kosten einer <strong>medikamentösen Behandlung</strong> als $250 für die erste Sitzung und $140 pro Sitzung für das Arzthonorar. Die durchschnittliche Dauer bis zur ersten Nachsorgeuntersuchung war 52,2 Tage und dann 60 Tage bis zur zweiten bei durchschnittlich fünf Arztbesuchen pro Jahr.</p>
<p>Um Informationen über verhaltenstherapeutische Methoden zu bekommen, befragten die Forscher Mitglieder der „Arbeitsgruppe Verhaltensprobleme“ der <em>American Headache Society</em>. Um Zahlen über medikamentöse Behandlungen zu bekommen, befragten die Forscher eine Gruppe von Ärzten unter den Mitgliedern der <em>American Headache Society</em>, von denen bekannt war, dass sie viele Migränepatienten behandelten.</p>
<p>Die <strong>teuerste</strong> verhaltenstherapeutische Methode – <strong>individuelle Sitzungen</strong> mit einem Psychologen in einer Klinik – ist in den ersten Monaten teurer als eine medikamentöse Behandlung mit Medikamenten, die $6 pro Tag kosten. Aber nach etwa fünf Monaten sind die Kosten für individuelle Sitzungen vergleichbar. Nach einem Jahr sind sie billiger als alle anderen Methoden mit Ausnahme einer Behandlung mit Medikamenten, die fünfzig Cent pro Tag oder weniger kosten.</p>
<p>Insgesamt waren <strong>Gruppentherapie</strong> und <strong>Minimalkontakt-Verhaltenstherapie</strong> ähnlich teuer wie selbst die billigste medikamentöse Behandlung in den ersten Monaten. Nach einem Jahr waren sie die <strong>kostengünstigste</strong> Wahl für eine Migränebehandlung.</p>
<p><em><strong>Quellen:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://publicaffairs.umc.edu/news_and_publications/press_releases/2011/july/migranes.html" target="_blank">University of Mississippi Medical Center</a></span>, 1. Juli 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1111/j.1526-4610.2011.01905.x" target="_blank">Schafer et al</a></span>. <em>Headache</em>, Juni 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
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<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Machen Pessimisten eher eine Psychotherapie?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/machen-pessimisten-eher-eine-psychotherapie/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/machen-pessimisten-eher-eine-psychotherapie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 15:32:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Menschen mit manchen Persönlichkeitsmerkmalen eher zu Depressionen neigen als andere, ist bekannt. Eine aktuelle Untersuchung zeigt nun, dass die Persönlichkeit eines Patienten auch seine Wahl der Behandlung bei Depressionen beeinflusst. Wir haben die Pressemitteilung des Journals zu der Studie, die eigentlich für Fachleute geschrieben ist, für den Blog übersetzt und dabei etwas vereinfacht:
Nach einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4483" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Wie hilft Verhaltenstherapie bei schweren Depressionen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Wie-hilft-Verhaltenstherapie-bei-schweren-Depressionen.jpg" alt="Wie hilft Verhaltenstherapie bei schweren Depressionen" width="167" height="125" />Dass Menschen mit manchen Persönlichkeitsmerkmalen eher zu Depressionen neigen als andere, ist bekannt. Eine aktuelle Untersuchung zeigt nun, dass die Persönlichkeit eines Patienten auch seine Wahl der Behandlung bei Depressionen beeinflusst. Wir haben die Pressemitteilung des Journals zu der Studie, die eigentlich für Fachleute geschrieben ist, für den Blog übersetzt und dabei etwas vereinfacht:</p>
<p>Nach einer Studie eines finnischen Forscherteams unter Leitung von <em>Prof. Karlsson </em>von der <em>Universität Helsinki</em>, die in der aktuellen Ausgabe des Journals <em>Psychotherapy and Psychosomatics</em> veröffentlicht wurde, scheint ein <strong>niedriger</strong> Grad von <strong>Optimismus </strong>vorherzusagen, ob jemand eine <strong>Psychotherapie für Depressionen</strong> beginnt.</p>
<p>Die <strong>Persönlichkeit</strong> eines Patienten könnte einer der vielen Faktoren sein, die zu der Entscheidung beitragen, mit einer bestimmten Art der Behandlung für Depressionen zu beginnen. Das Ziel dieser Studie war zu untersuchen, ob die <strong>Veranlagung zum Optimismus und Pessimismus</strong> eine Rolle dabei spielt, ob jemand eine Psychotherapie beginnt, wenn er sich für Depressionen behandeln lässt. Die Studie wurde an Angestellten des öffentlichen Dienstes durchgeführt, die zum ersten Mal an Depressionen erkrankt waren.</p>
<p><span id="more-4474"></span>Diese prospektive <strong>Beobachtungsstudie </strong>untersuchte 38 717 Angestellte des öffentlichen Dienstes (Durchschnittsalter: 45 Jahre; 76 Prozent Frauen), die 1997, 2000-2001 und/oder 2004 auf eine Umfrage geantwortet hatten und vor Beginn der Studie noch nie an Depressionen erkrankt waren. Die <strong>Veranlagung</strong> zum Optimismus und Pessimismus wurde mit dem modifizierten Life Orientation Test (LOT-R) bestimmt, für den Menschen zu ihrer Lebenseinstellung befragt werden. [Anm.: Der Test geht davon aus, dass Optimismus nicht das genaue Gegenteil von Pessimismus ist. Beide Merkmale werden daher getrennt auf einer 12-Punkteskala gemessen.] Die Ergebnisse wurden mit persönlichen Daten der Teilnehmer in landesweiten Gesundheitsregistern verglichen, aus denen der <strong>Beginn einer Depression</strong> und insbesondere einer <strong>Langzeit-Psychotherapie</strong> für Depressionen hervorging.</p>
<p>Während der Beobachtungszeit von durchschnittlich vier Jahren erkrankten 1 616 Personen (vier Prozent) an Depressionen. Von diesen begannen 79 eine staatlich geförderte Langzeit-Psychotherapie für Depressionen. Die <strong>Wahrscheinlichkeit </strong>eine <strong>Psychotherapie</strong> für Depressionen zu beginnen war um 38 Prozent <strong>niedriger, wenn</strong> der<strong> Optimismuswert</strong> um einen Punkt <strong>erhöht </strong>war. Auch das Risiko während der Beobachtungszeit irgendeine Form von depressiven Störungen zu entwickeln war dann um 32 Prozent niedriger.</p>
<p>Der <strong>Pessimismuswert</strong> zeigte keinen Zusammenhang mit dem Beginn einer Psychotherapie für Depressionen. Aber die <strong>Wahrscheinlichkeit </strong>für eine <strong>depressive Störung stieg</strong> um 28 Prozent, wenn der Pessimismuswert um einen Punkt erhöht war. Diese Ergebnisse waren unabhängig von anderen Faktoren wie demografischen Unterschieden, ungesunden Verhaltensweisen und körperlichen Erkrankungen zu Beginn der Untersuchung.</p>
<p>Diese Studie zeigt, dass sowohl geringer Optimismus als auch starker Pessimismus das Risiko für Depressionen erhöhen. Aber nur geringer Optimismus hat einen Einfluss auf den Beginn einer Psychotherapie als Behandlungsmöglichkeit für Depressionen. Das könnte bedeuten, dass man Depressionspatienten mit niedrigem Optimismus zu Beginn ihrer depressiven Erkrankung mehr Aufmerksamkeit schenken sollte als Patienten mit hohem Optimismus.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.alphagalileo.org/ViewItem.aspx?ItemId=108377&amp;CultureCode=en" target="_blank">AlphaGalileo</a></span>, 14. Juli 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1159/000323613" target="_blank">Karlsson et al</a></span>. <em>Psychotherapy &amp; Psychosomatics</em>, April 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Leben Optimisten länger als Pessimisten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/leben-optimisten-langer-als-pessimisten/" target="_self">Leben Optimisten länger als Pessimisten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie funktioniert Verhaltenstherapie?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-funktioniert-verhaltenstherapie/" target="_self">Wie funktioniert Verhaltenstherapie?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann die Behandlung von Depressionen mit Antidepressiva zu Persönlichkeitsveränderungen führen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-die-behandlung-von-depressionen-mit-antidepressiva-zu-personlichkeitsveranderungen-fuhren/" target="_self">Kann die Behandlung von Depressionen mit Antidepressiva zu Persönlichkeitsveränderungen führen?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg </span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
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		<title>Kann ein Online-Programm individuellen Rat bei Schlafproblemen von Kindern bieten?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-ein-online-programm-individuellen-rat-bei-schlafproblemen-von-kindern-bieten/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 19:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Therapie über das Internet bietet eine Reihe von praktischen Vorteilen wie zum Beispiel geringere Kosten, aber das individuelle Feedback kann schwierig sein. Eine aktuelle Studie hat ein Online-Programm für Schlafstörungen bei Kindern getestet und zeigt, dass flexible Verhaltensempfehlungen für Eltern auch online möglich sind. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie von Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4152" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="behaviour therapy improves sleep s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/behaviour-therapy-improves-sleep-s.jpg" alt="behaviour therapy improves sleep s" width="140" height="167" />Eine Therapie über das Internet bietet eine Reihe von praktischen Vorteilen wie zum Beispiel geringere Kosten, aber das individuelle Feedback kann schwierig sein. Eine aktuelle Studie hat ein Online-Programm für Schlafstörungen bei Kindern getestet und zeigt, dass flexible Verhaltensempfehlungen für Eltern auch online möglich sind. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie von Ende März übersetzt. Eltern können das Programm (auf Englisch) bereits gratis nutzen:</p>
<p>Eine Studie in der Aprilausgabe des Journals <em>SLEEP </em>zeigt, dass ein <strong>Online-Programm </strong>effektive Hilfe für <strong>Schlafstörungen bei Kleinkindern </strong>bietet, wovon indirekt auch der Schlaf, die Stimmung und das Selbstvertrauen der <strong>Mütter profitieren</strong>. Die Ergebnisse zeigen, dass das Internet Eltern von kleinen Kindern mit Schlafproblemen einen uneingeschränkten Zugang zu individuell angepassten Verhaltensratschlägen ermöglichen kann.</p>
<p>Die Daten zeigen, dass kleine <strong>Kinder</strong> von Eltern, die an dem Online-Programm teilnahmen, deutlich <strong>besser schliefen</strong>. Die Kinder wachten nachts nur noch höchstens halb so oft auf, sie blieben höchstens halb so lange wach, und die längste durchgehende Schlafphase war mindestens zwei Stunden länger. Außerdem schliefen die Kinder schneller ein und bekamen nachts insgesamt mehr Schlaf. Die <strong>Mütter </strong>in der Behandlungsgruppe <strong>schliefen ebenfalls besser</strong> und fühlten sich weniger angespannt, depressiv, übermüdet und unkonzentriert. Dagegen waren der Schlaf und die Stimmung der Mütter in der Kontrollgruppe kaum verbessert.</p>
<p><span id="more-4144"></span>„Wir wussten schon immer, dass einfache Umstellungen kleinen Kindern helfen können nachts sehr viel besser zu schlafen. Aber wir waren überrascht, wie <strong>schnell</strong> sich der <strong>Schlaf verbesserte</strong>“, sagt die Leiterin der Studie und erste Autorin <em>Dr. Jodi A. Mindell</em>, die Professorin für Psychologie an der <em>Saint Joseph&#8217;s University</em> in den USA ist und eine Direktorin am Schlafzentrum des <em>Children&#8217;s Hospital</em> in Philadelphia. „Nach <strong>nur einer Woche</strong> schliefen die Kinder und auch ihre Mütter viel besser und in der zweiten Woche wurde der Schlaf noch besser.“</p>
<p>An der <strong>dreiwöchigen Studie </strong>nahmen 264 Mütter mit Kleinkindern im Alter von sechs bis 36 Monaten teil. Die Familien wurden nach dem Zufallsprinzip in eine von zwei Online-Behandlungsgruppen oder eine Kontrollgruppe eingeteilt. In der ersten Woche brachten alle Mütter ihre Kinder noch wie gewohnt zu Bett. In der zweiten und dritten Woche befolgten die Mütter der Behandlungsgruppen die <strong>persönlichen Empfehlungen des Programms</strong> für sie und ihre Kinder. Alle Mütter beantworteten jede Woche Online-Fragebögen zur <strong>Schlafqualität</strong> ihrer Kinder (Brief Infant Sleep Questionnaire) und zu ihrer eigenen Schlafqualität und <strong>Stimmung</strong> (Pittsburgh Sleep Quality Index, Profile of Mood States).</p>
<p>Die Mütter der Behandlungsgruppen konnten von ihrem Heimcomputer aus das „Customized Sleep Profile“ nutzen. Bei diesem Online-Programm beantworten Eltern Fragen zum <strong>Schlafprofil </strong>ihres Kindes, das dann mit gleichaltrigen Kindern verglichen wird. Das <strong>Programm</strong> stuft den Schlaf des Kindes als „hervorragend, gut oder gestört“ ein und <strong>errechnet individuell angepasste Ratschläge</strong>, wie Eltern ihrem Kind helfen können nachts besser zu schlafen. Häufig gibt das Programm Ratschläge wie sich eine Routine für die Schlafenszeit überlegen, weniger auf nächtliches Aufwachen reagieren und nachts seltener oder nicht mehr stillen. Neunzig Prozent der Mütter beider Behandlungsgruppen fanden die individualisierten Empfehlungen „hilfreich“, und 93 Prozent sagten, sie würden sich nach Ende der Studie „wahrscheinlich“ weiter an die Empfehlungen halten.</p>
<p>Die Mütter der einen Behandlungsgruppe sollten zusätzlich eine <strong>abendliche Routine</strong> für die <strong>Schlafenszeit</strong> einführen, die aus drei Schritten bestand: ein Bad, eine Massage und sich ruhig mit dem Kind beschäftigen, zum Beispiel kuscheln oder ein Schlaflied singen. Eine Studie von <em>Mindell</em> aus dem Jahre 2009 hatte bereits gezeigt, dass diese Routine kleinen Kindern sehr hilft sich Verhaltensweisen abzugewöhnen, die ihren Schlaf stören. Aber in dieser Studie war die Schlafqualität in beiden Behandlungsgruppen ähnlich verbessert.</p>
<p>Nach Angaben der Autoren haben 20 bis 30 Prozent aller kleinen Kinder Probleme mit dem Schlaf. Obwohl sich <strong>Schlafstörungen</strong> bei Kindern sehr <strong>effektiv </strong>durch <strong>Verhaltenstherapie</strong> behandeln lassen, ist das <strong>Angebot begrenzt</strong>. Das Online-Programm ermöglicht Eltern einen uneingeschränkten Zugang zu wertvollen Ratschlägen, wie sie gesunde Schlafgewohnheiten bei ihren Kindern fördern können.</p>
<p>„Bis jetzt gab es auf dem Internet keine Seite, wo sich Eltern individuellen Rat holen konnten, damit ihre kleinen Kindern besser schlafen“, sagt <em>Mindell</em>. „Dieses Programm bietet Eltern Hilfe, die überall und einfach zugänglich ist.“</p>
<p>Eltern können das <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.johnsonsbaby.com/sleep" target="_blank">Customized Sleep Profile</a></span> und ähnliche Programme auf der Internetseite von Johnson &amp; Johnson gratis verwenden. Die Autoren haben keine finanziellen Interessen an der Nutzung.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.aasmnet.org/articles.aspx?id=2175" target="_blank">American Academy of Sleep Medicine</a></span>, 24. März 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.journalsleep.org/ViewAbstract.aspx?pid=28087" target="_blank">Mindell et al.</a></span> <em>SLEEP</em>, April 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wovon hängt es ab, dass Kinder gut schlafen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wovon-hangt-es-ab-dass-kinder-gut-schlafen/" target="_self">Wovon hängt es ab, dass Kinder gut schlafen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Online-Therapie bei chronischen Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hilft-online-therapie-bei-chronischen-schlafstorungen/" target="_self">Wie hilft Online-Therapie bei chronischen Schlafstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie kann das Internet den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten verbessern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-kann-das-internet-den-zugang-zu-psychotherapeutischen-angeboten-verbessern/" target="_self">Wie kann das Internet den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten verbessern?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei (Ein-)Schlafstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/schlafstoerungen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei (Ein-)Schlafstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/online-therapie.php" target="_self">Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ist Online-Therapie bei sozialen Ängsten wirksam?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-sozialen-angsten-wirksam/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-sozialen-angsten-wirksam/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 20:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Therapie]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
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		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Online-Psychotherapie bietet eine Reihe von potenziellen praktischen Vorteilen und kann bei vielen psychischen Erkrankungen wirksam sein. Bei sozialen Angststörungen etwa könnte sie Patienten helfen, die sonst vielleicht keinen Therapeuten aufsuchen würden. Eine aktuelle Studie des Psychologen Thomas Berger von der Universität Bern in Zusammenarbeit mit dem Karolinska-Institut in Schweden hat verschiedene Formen der Online-Kommunikation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4028" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px; margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; border: 1px solid #000000;" title="Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Wie-hilft-Online-Therapie-bei-Depressionen1.jpg" alt="Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen" width="167" height="149" />Eine Online-Psychotherapie bietet eine Reihe von potenziellen praktischen Vorteilen und kann bei vielen psychischen Erkrankungen wirksam sein. Bei sozialen Angststörungen etwa könnte sie Patienten helfen, die sonst vielleicht keinen Therapeuten aufsuchen würden. Eine aktuelle Studie des Psychologen <em>Thomas Berger </em>von der <em>Universität Bern </em>in Zusammenarbeit mit dem <em>Karolinska-Institut</em> in Schweden hat verschiedene Formen der Online-Kommunikation zwischen Patient und Therapeut untersucht und zeigt, dass in diesem Fall alle sehr effektiv waren. Wir haben diesmal die Zusammenfassung der wissenschaftlichen Veröffentlichung übersetzt, sie aber für den Blog etwas vereinfacht:</p>
<p>Mehrere Forschungsgruppen haben in kontrollierten Studien unabhängig voneinander die Wirksamkeit von <strong>Selbsthilfeprogrammen </strong>für soziale Angststörungen nachgewiesen, die über das <strong>Internet</strong> angeboten werden und nur minimale Unterstützung durch einen Therapeuten per E-Mail erfordern. Aber die <strong>Rolle</strong> und Notwendigkeit der Anleitung durch einen <strong>Therapeuten</strong> ist immer noch weitgehend unklar.</p>
<p>Diese Studie verglich den Nutzen eines zehnwöchigen <strong>Selbsthilfeprogramms</strong> <strong>für soziale Angststörungen</strong>, das <strong>online</strong> und <strong>ohne Anleitung</strong> durch einen Therapeuten angeboten wurde, mit derselben Behandlung, die durch eine minimale, aber wöchentliche Unterstützung durch einen Therapeuten per <strong>E-Mail </strong>ergänzt wurde. Außerdem wurde noch eine dritte Behandlungsmethode untersucht, bei der die Unterstützung flexibel gehandhabt wurde und je nach Wunsch und Bedarf des Patienten von gar keiner Unterstützung, über Kontakt per E-Mail bis zu <strong>Telefonaten</strong> reichen konnte.</p>
<p><span id="more-4021"></span>Einundachtzig Patienten mit einer Diagnose von sozialen Angststörungen wurden nach dem Zufallsprinzip einer der <strong>drei Behandlungsgruppen</strong> zugeteilt. Das Hauptkriterium für den <strong>Behandlungserfolg</strong> waren die Angaben des Patienten über <strong>Veränderungen der Symptome </strong>von sozialen Angststörungen. Zusätzliche Kriterien waren Depressionssymptome, zwischenmenschliche Schwierigkeiten und allgemeine Symptome des Patienten. Die Symptome wurden vor Beginn und am Ende der Behandlung sowie bei einer Nachsorgeuntersuchung sechs Monate später quantifiziert. Ferner wurde nach Ende der Behandlung ein diagnostisches Interview per Telefon durchgeführt und diese Daten bei der Auswertung mit berücksichtigt.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass sich die <strong>Symptome</strong> bei allen drei Behandlungsgruppen <strong>deutlich verbesserten</strong>. Die Effektstärken (Cohens d-Wert) [ein statistisches Maß für den Behandlungserfolg; je größer, desto wirksamer die Behandlung] waren 1,47 beim Hauptkriterium für soziale Angststörungen und 1,16 bei den sekundären Kriterien. Der Vergleich der <strong>Gruppen </strong>untereinander zeigte <strong>keine </strong>wesentlichen und statistisch signifikanten <strong>Unterschiede</strong> bei den vier Kriterien für die <strong>Wirksamkeit</strong> der Behandlungsmethoden (Cohens d-Werte = null bis -0,36). Auch beim Heilerfolg, klinisch relevanten Veränderungen, <strong>Abbrecherquote</strong> und Maßen für die <strong>Therapietreue</strong> wie Anzahl der Lektionen oder Übungen, die die Teilnehmer absolvierten, waren bei den drei Behandlungsmethoden keine Unterschiede erkennbar.</p>
<p>Diese Ergebnisse zeigen, dass die Therapie von sozialen Angststörungen über das Internet eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit ist, sowohl ohne jede Unterstützung als auch mit zwei verschiedenen Arten der Anleitung durch einen Therapeuten.</p>
<p><strong><em>Quelle:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.brat.2010.12.007" target="_blank">Berger et al</a></span>. <em>Behaviour Research and Therapy</em>, März 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Online-Therapie bei Hypochondrie wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-hypochondrie-wirksam/" target="_self">Ist Online-Therapie bei Hypochondrie wirksam?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie kann das Internet den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten verbessern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-kann-das-internet-den-zugang-zu-psychotherapeutischen-angeboten-verbessern/" target="_self">Wie kann das Internet den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten verbessern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-panikattacken-und-depressionen-wirksam/" target="_self">Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/aengste.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/online-therapie.php" target="_self">Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Führt Psychotherapie zu Strukturveränderungen im Gehirn?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/fuhrt-psychotherapie-zu-strukturveranderungen-im-gehirn/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/fuhrt-psychotherapie-zu-strukturveranderungen-im-gehirn/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 12:33:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[EEG]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppentherapie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=3978</guid>
		<description><![CDATA[Ob eine Psychotherapie ein Erfolg ist oder nicht, ist normalerweise eine Frage der Einschätzung des Therapeuten und Patienten. Eine aktuelle Studie hat die Gehirnaktivität bei Patienten im Laufe einer Therapie untersucht und zeigt, dass sich das Behandlungsergebnis objektiv messen und quantifizieren lässt. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom Februar übersetzt, deren methodischer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3986" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Ist Beliebtheit genetisch s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Ist-Beliebtheit-genetisch-s.jpg" alt="Ist Beliebtheit genetisch s" width="167" height="125" />Ob eine Psychotherapie ein Erfolg ist oder nicht, ist normalerweise eine Frage der Einschätzung des Therapeuten und Patienten. Eine aktuelle Studie hat die Gehirnaktivität bei Patienten im Laufe einer Therapie untersucht und zeigt, dass sich das Behandlungsergebnis objektiv messen und quantifizieren lässt. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom Februar übersetzt, deren methodischer Ansatz die Entwicklung verbesserter Therapien erleichtern könnte:</p>
<p>Wie sehen die Veränderungen im Gehirn eines Patienten aus, der auf eine Psychotherapie anspricht? Diese Frage wollte ein Team von kanadischen Psychologen bei Patienten mit sozialen Angststörungen untersuchen. Die Ergebnisse der Studie wurden nun in <em>Psychological Science</em>, einem Journal der <em>Association for Psychological Science</em>, veröffentlicht.</p>
<p><strong>Soziale Angststörungen</strong> sind eine häufige psychische Erkrankung, deren Kennzeichen eine übermächtige Furcht vor sozialen Interaktionen und vor einer Verurteilung durch andere sind. Bei Patienten mit dieser Störung können sowohl <strong>Medikamente</strong> als auch <strong>Psychotherapie</strong> effektiv sein. Aber die neurologischen Auswirkungen der Psychotherapie sind weit weniger gut untersucht als die Veränderungen, die Medikamente im Gehirn hervorrufen.</p>
<p>„Wir wollten die <strong>Veränderungen im Gehirn</strong> beobachten, während ein Mensch eine <strong>Psychotherapie </strong>macht“, sagt <em>Vladimir Miskovic</em>, ein Doktorand an der <em>McMaster University</em> in Kanada und erster Autor der Studie.</p>
<p><span id="more-3978"></span>Für die Studie benutzte das Team—unter Leitung von <em>David Moscovitch</em> von der <em>University of Waterloo</em> und in Zusammenarbeit mit  <em>Louis Schmidt</em>, <em>Diane Santesso</em> und <em>Randi McCabe </em>von der <em>McMaster University</em> sowie <em>Martin Antony</em> von der <em>Ryerson University</em>—<strong>EEGs </strong>(Elektroenzephalogramme), mit denen man Gehirnströme und ihre Wechselwirkungen in Echtzeit messen kann. Dabei konzentrierten sie sich auf die „Delta-Beta-Kupplung“, deren Stärke zunimmt, je mehr Angst ein Mensch hat.</p>
<p>An der <strong>Studie </strong>nahmen 25 Erwachsene mit sozialen Angststörungen teil, die an einer Klinik in Hamilton in Ontario behandelt wurden. Die Patienten hatten zwölf wöchentliche Gruppensitzungen kognitive <strong>Verhaltenstherapie</strong>, eine strukturierte Methode, die Menschen hilft, die <strong>Gedankenmuster</strong> zu identifizieren (und zu hinterfragen), die ihre schmerzhaften und selbstzerstörerischen <strong>Verhaltensweisen</strong> aufrechterhalten.</p>
<p>Die Teilnehmer der beiden Kontrollgruppen—Studenten mit extrem hohen oder niedrigen Testwerten für Symptome von sozialen Angststörungen—hatten keine Psychotherapie.</p>
<p>Die Forscher machten bei jedem Patienten vier <strong>EEG-Tests</strong>—zwei vor der Behandlung, einen nach der Hälfte der Therapiesitzungen und einen zwei Wochen nach der letzten Sitzung. Dafür machten sie bei den Teilnehmern EEG-Messungen jeweils in <strong>Ruhe</strong> und dann während einer <strong>belastenden Testaufgabe</strong>: eine kurze Vorbereitung für eine improvisierte Rede über ein kontroverses Thema wie Todesstrafe oder gleichgeschlechtliche Ehe. Den Teilnehmern wurde gesagt, sie würden die Rede vor zwei Zuhörern und einer laufenden Videokamera halten. Außerdem machten die Forscher umfangreiche <strong>psychologische Tests</strong>, mit denen sie die Befürchtungen und Ängste der Patienten quantifizierten.</p>
<p>Der Vergleich der Patienten-EEGs vor und nach der Therapie mit den EEGs der Kontrollgruppen zeigte: Vor der Therapie ähnelte die Delta-Beta-Kopplung in den EEGs der Patientengruppe der Kontrollgruppe mit starken Ängsten und war viel stärker als in der Kontrollgruppe mit geringen Ängsten. Nach der Hälfte der <strong>Therapie verbesserten</strong> sich die <strong>EEG-Resultate </strong>der Patienten parallel zu den Verbesserungen der <strong>Symptome</strong>, die Ärzte und die Patienten selbst beobachten konnten. Am Ende ähnelten die Testergebnisse der Patienten denen der Kontrollgruppe mit geringen Ängsten.</p>
<p>„Wir können noch nicht behaupten, dass Psychotherapie Veränderungen im Gehirn hervorruft”, mahnt <em>Miskovic</em> zur Vorsicht. Zum Beispiel nahmen manche der Patienten Medikamente, die sich auf die Ergebnisse ausgewirkt haben könnten. Aber die Studie, die von der Ontario Mental Health Foundation finanziert wurde, ist „ein wichtiger erster Schritt“ in diese Richtung, und um die <strong>biologischen Grundlagen</strong> der Angst zu verstehen und <strong>bessere Behandlungsmethoden</strong> zu entwickeln.</p>
<p>Die Ergebnisse könnten auch unsere Vorstellungen von einer Psychotherapie ändern. „Laien sind oft der Meinung, dass eine Gesprächstherapie nichts ,Reales’ ist. Aber Medikamente verbinden sie mit harter Wissenschaft und physiologischen Veränderungen&#8221;, sagt <em>Miskovic</em>. „Am Ende muss aber die Wirksamkeit <strong>jeder Therapie </strong>auf Vorgängen im Gehirn und im Nervensystem beruhen. Ohne <strong>Veränderungen im Gehirn</strong> sind Veränderung des Verhaltens oder der Gefühle nicht möglich.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.psychologicalscience.org/index.php/news/releases/does-social-anxiety-disorder-respond-to-psychotherapy-brain-study-says-yes.html" target="_blank">Association for Psychological Science</a></span>, 14. Feb 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://pss.sagepub.com/content/early/2011/03/04/0956797611400914.abstract" target="_blank">Miskovic et al</a></span>. <em>Psychological Science</em>, März 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie funktioniert Verhaltenstherapie?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-funktioniert-verhaltenstherapie/" target="_self">Wie funktioniert Verhaltenstherapie?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind für ADHS Verbindungsfehler im Gehirn verantwortlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-fur-adhs-verbindungsfehler-im-gehirn-verantwortlich /" target="_self">Sind für ADHS Verbindungsfehler im Gehirn verantwortlich?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/aengste.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lassen sich posttraumatische Störungen mit virtueller Realität behandeln?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-posttraumatische-storungen-mit-virtueller-realitat-behandeln/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 12:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Verhaltenstherapie für posttraumatische Belastungsstörungen setzt voraus, dass das traumatische Ereignis vorüber ist. Bei Soldaten kann das bedeuten, dass die Therapie erst nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst möglich ist. Eine aktuelle Studie hat als Alternative eine Behandlung mithilfe einer virtuellen Realität untersucht. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom Februar übersetzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3941" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei ADHS im Erwachsenenalter s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Wie-wirksam-ist-Verhaltenstherapie-bei-ADHS-im-Erwachsenenalter-s.jpg" alt="Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei ADHS im Erwachsenenalter s" width="167" height="125" />Eine Verhaltenstherapie für posttraumatische Belastungsstörungen setzt voraus, dass das traumatische Ereignis vorüber ist. Bei Soldaten kann das bedeuten, dass die Therapie erst nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst möglich ist. Eine aktuelle Studie hat als Alternative eine Behandlung mithilfe einer virtuellen Realität untersucht. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom Februar übersetzt, die zeigt, dass solch eine Behandlung auch bei aktiven Soldaten effektiv ist:</p>
<p>Ein Artikel, der in der nächsten Ausgabe des <em>Journal of Traumatic Stress</em> erscheint, ist einer der Ersten, der die Wirksamkeit einer <strong>Expositionstherapie bei aktiven Militärangehörigen mit</strong> posttraumatischen Belastungsstörungen (<strong>PTBS</strong>) nachweist. Die Studie zeigt, dass Expositionstherapie mithilfe einer <strong>virtuellen Realität</strong> nach durchschnittlich sieben Therapiesitzungen zu einer deutlichen Verminderung von PTBS-Symptomen führte. Außerdem berichteten 62% der Patienten von Veränderungen ihrer PTBS-Symptome, die zuverlässig und von klinischer Bedeutung waren.</p>
<p><span id="more-3935"></span>Während der Behandlung kehrt der Soldat wiederholt in seine Erinnerung zurück und durchlebt dort in der Sicherheit seiner Vorstellung die Emotionen, die er mit dem ursprünglichen traumatischen Erlebnis verbindet. Indem er <strong>in seine Erinnerung zurückreist</strong>, wo er sicher ist und sich mit den Emotionen beschäftigt, werden <strong>Ängste abgebaut</strong> und er kann seine <strong>Emotionen</strong> auf eine für ihn tröstliche Weise <strong>verarbeiten</strong>.</p>
<p>Der erste Autor der Studie <em>Dr. Greg Reger</em> sagt: „Wir wissen, dass längere militärische Einsätze in einer belastenden Umwelt und das wiederholte Erleben potenziell <strong>traumatischer Ereignisse</strong> zu dem Bedürfnis führen kann sich <strong>emotional ,abzukoppeln’</strong>. Die <strong>virtuelle Realität</strong> ist multisensorisch und kann in Echtzeit individuell angepasst werden, sodass der Therapeut die <strong>Erinnerung</strong> mit entsprechenden Bildern, Geräuschen, Vibrationen und sogar Gerüchen <strong>aktivieren</strong> kann, die Aspekten des Ereignisses ähneln, das den Patienten nicht mehr loslässt.“</p>
<p>Eine klinische Studie an Vietnamveteranen und Überlebenden des World Trade Centers hat gezeigt, dass virtuelle Expositionstherapie eine innovative und effektive Form der Behandlung ist. Die aktuelle Untersuchung bestätigt diese Ergebnisse bei einer Gruppe von aktiven Soldaten, die von Einsätzen im Irak und in Afghanistan mit PTBS zurückgekehrt waren.</p>
<p><em>Reger</em> sagt: „Es ist möglich, dass <strong>Expositionstherapie </strong>mithilfe einer virtuellen Realität eine Behandlungsmethode sein könnte, die für eine junge, technisch versierte Generation von Militärangehörigen und Veteranen <strong>attraktiver </strong>ist. Außerdem könnten manche Militärangehörige eine Behandlungsmethode wie Exposition mithilfe einer virtuellen Realität als <strong>weniger stigmatisierend</strong> empfinden als traditionelle Behandlungsansätze. In diesem Fall könnte uns Expositionstherapie mithilfe einer virtuellen Realität die Möglichkeit bieten, Angehörige der Streitkräfte und Veteranen zu behandeln, die sich sonst vielleicht nicht behandeln lassen würden.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://eu.wiley.com/WileyCDA/PressRelease/pressReleaseId-91757.html" target="_blank">Wiley-Blackwell</a></span>, 16.2.11</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/jts.20574/abstract" target="_blank">Reger et al</a></span>. <em>Journal of Traumatic Stress</em>, Feb 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/posttraumatische-belastungsstorung-ptsd-was-passiert-wirklich-im-gehirn/" target="_self">Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was sind die Unterschiede zwischen spezifischer und generalisierter Angststörung?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/worin-unterscheiden-sich-angststorungen/" target="_self">Was sind die Unterschiede zwischen spezifischer und generalisierter Angststörung?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei Panikstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wir-wirksam-ist-verhaltenstherapie-bei-panikstorungen/" target="_self">Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei Panikstörungen?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei posttraumatischen Belastungsstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/posttraumatische-belastungsstoerung.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei posttraumatischen Belastungsstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ist Online-Therapie bei Hypochondrie wirksam?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-hypochondrie-wirksam/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 19:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<description><![CDATA[Patienten mit Hypochondrie benutzen häufig das Internet, um sich mit Gesundheitsthemen zu beschäftigen, auch weil sie ein schwieriges persönliches Verhältnis zu Ärzten haben können. Eine neue Studie zeigt, dass eine Online-Psychotherapie bei diesen Patienten sehr erfolgreich sein kann. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie von dieser Woche übersetzt, die auch auf die praktischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3920" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Wie-hilft-Online-Therapie-bei-Depressionen.jpg" alt="Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen" width="167" height="149" />Patienten mit Hypochondrie benutzen häufig das Internet, um sich mit Gesundheitsthemen zu beschäftigen, auch weil sie ein schwieriges persönliches Verhältnis zu Ärzten haben können. Eine neue Studie zeigt, dass eine Online-Psychotherapie bei diesen Patienten sehr erfolgreich sein kann. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie von dieser Woche übersetzt, die auch auf die praktischen Vorteile der Online-Therapie für Patienten allgemein eingeht:</p>
<p>Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) über das Internet ist eine effektive Behandlung für Patienten mit Hypochondrie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie schwedischer Forscher, die in der Märzausgabe des <em>British Journal of Psychiatry</em> erscheint.</p>
<p>Hypochondrie wird auch als <strong>Gesundheitsangst</strong> bezeichnet. Menschen mit dieser Störung leiden unter der Angst, dass körperliche Symptome Anzeichen für eine ernsthafte Krankheit sein könnten – auch wenn sich bei ihnen medizinisch keine Erkrankung nachweisen lässt. Hypochondrie kann für Patienten sehr kräftezehrend sein, und das Risiko, arbeitslos zu werden und chronische Behinderungen zu entwickeln, ist erhöht. Untersuchungen haben gezeigt, dass <strong>KVT</strong> eine <strong>wirksame Behandlung</strong> für Hypochondrie ist, aber diese Therapie ist oft nicht verfügbar, da sie <strong>teuer </strong>ist und ein <strong>Mangel an</strong> ausgebildeten <strong>Therapeuten</strong> besteht.</p>
<p><span id="more-3913"></span>Für ihre <strong>Studie</strong> untersuchten die Forscher vom <em>Karolinska Institutet</em> in Stockholm in Schweden 81 Patienten, die eine Diagnose von Hypochondrie hatten. Vierzig Patienten machten eine zwölfwöchige <strong>Online-KVT</strong>. Während der Behandlung hatten die Patienten Zugang zu einem qualifizierten Therapeuten, der ihnen Feedback und Unterstützung bot. Die anderen 41 Patienten dienten als Kontrollgruppe und konnten an einem <strong>Online-Diskussionsforum </strong>teilnehmen, wo sie mit anderen Patienten über ihre Gesundheitsangst sprechen konnten.</p>
<p>Nach zwölf Wochen waren die Patienten, die eine KVT über das Internet gemacht hatten, deutlich weniger ängstlich und hatten weniger Depressionssymptome als die Patienten der Kontrollgruppe. Insgesamt erfüllten 27 der 40 Patienten (<strong>67,5%</strong>), die an der Online-KVT teilgenommen hatten, <strong>nicht länger </strong>die diagnostischen Kriterien für <strong>Hypochondrie</strong>. In der Kontrollgruppe dagegen erfüllten nur zwei der 41 Patienten (4,9%) die Kriterien nicht mehr. Eine Nachsorgeuntersuchung der Patienten sechs Monate später zeigte, dass die positiven <strong>Auswirkungen</strong> der Online-KVT <strong>anhielten</strong>.</p>
<p>Der erste Autor der Studie <em>Erik Hedman</em> sagt: „Unsere Ergebnisse sind vielversprechend für Patienten mit Hypochondrie. Die Studie zeigt, dass dieser Therapieansatz die <strong>Gesundheitsangst</strong> der Patienten, aber auch <strong>allgemeine Ängste </strong>und <strong>Depressionssymptome</strong> wirksam reduzieren kann. Die <strong>Therapie über das Internet </strong>ist kostengünstiger als eine persönliche Therapie und kann außerdem flexibler durchgeführt werden. Das bedeutet, sie bietet eine Möglichkeit, das <strong>Angebot</strong> von KVT für Patienten mit Hypochondrie deutlich <strong>auszuweiten</strong>.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.rcpsych.ac.uk/press/pressreleases2011/internetcbtforhypochondriasis.aspx" target="_blank">Royal College of Psychiatrists</a></span>, 1.3.11</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://bjp.rcpsych.org/cgi/content/abstract/198/3/230" target="_blank">Hedman et al</a></span>. <em>British Journal of Psychiatry</em>, März 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist „Online-Therapie&quot; per Telefon bei Depressionen wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-„online-therapie-per-telefon-bei-depressionen-wirksam/" target="_self"> Ist „Online-Therapie&#8221; per Telefon bei Depressionen wirksam?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-panikattacken-und-depressionen-wirksam/" target="_self">Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was sind Zwangsstörungen und wie kann man sie behandeln?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-sind-zwangsstorungen-und-wie-kann-man-sie-behandeln/" target="_self">Was sind Zwangsstörungen und wie kann man sie behandeln?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/online-therapie.php" target="_self">Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-panikattacken-durch-atmung-kontrollieren/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-panikattacken-durch-atmung-kontrollieren/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 21:30:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Biofeedback]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Biofeedback lernen Patienten, normalerweise unbewusste Körperreaktionen selbst zu beeinflussen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt die Wirksamkeit des Verfahrens als Behandlung für Patienten mit Panikstörungen. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von Physorg.com vom Dezember übersetzt, der das Biofeedback mit einer konventionellen Verhaltenstherapie vergleicht:
Menschen, die unter Panikstörungen leiden, können mithilfe eines neuen Behandlungsprogramms lernen Angstsymptome [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3711" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/01/Lassen-sich-Panikattacken-durch-Atmung-kontrollieren.jpg" alt="Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren" width="167" height="134" />Beim Biofeedback lernen Patienten, normalerweise unbewusste Körperreaktionen selbst zu beeinflussen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt die Wirksamkeit des Verfahrens als Behandlung für Patienten mit Panikstörungen. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von <em>Physorg.com</em> vom Dezember übersetzt, der das Biofeedback mit einer konventionellen Verhaltenstherapie vergleicht:</p>
<p>Menschen, die unter Panikstörungen leiden, können mithilfe eines neuen Behandlungsprogramms lernen Angstsymptome zu reduzieren, indem sie ihre Atmung normalisieren. Eine neue Studie zeigt, dass die Methode Symptome einer Panikattacke und Hyperventilation besser reduziert als eine traditionelle kognitive Verhaltenstherapie.</p>
<p>Wir nennen das <strong>biologische Verhaltenstherapie</strong>-Programm <strong>CART</strong> (Capnometry-Assisted Respiratory Training), sagt die Psychologin <em>Alicia E. Meuret</em>, eine Expertin für Panikstörungen an der <em>Southern Methodist University</em> in Dallas, Texas.</p>
<p><span id="more-3701"></span>CART hilft Patienten zu lernen, wie sie <strong>ohne Hyperventilation atmen</strong> können. Hyperventilation ist ein sehr unangenehmer physiologischer Zustand, bei dem der CO2-Gehalt des Blutes unnormal tief absinkt, sagt <em>Meuret</em>, eine Autorin der Studie.</p>
<p>Dieser CO2-Mangel im Blut tritt auf, wenn ein Mensch übertrieben stark atmet (zu tief oder zu schnell), und ist ein häufiges Symptom bei Patienten mit Panikstörungen.</p>
<p>„Wir stellten fest, dass beim CART die therapeutische Veränderung des CO2-Gehalts die Paniksymptome verändert ‒ und nicht umgekehrt”, sagt <em>Meuret</em>.</p>
<p><strong>CART: zweimal täglich Atemübungen</strong></p>
<p>Während der Behandlung macht der Patient zweimal am Tag einfache Atemübungen. Ein tragbares Kapnometer (CO2-Messapparat) liefert bei den Übungen <strong>Feedback</strong> über den CO2-Gehalt in der Luft, die der Patient ausatmet. Ziel der Übungen ist eine <strong>Verminderung</strong> der chronischen und akuten <strong>Hyperventilation</strong> und der damit verbundenen körperlichen Symptome. Das wird durch eine langsamere, aber vor allem <strong>flachere Atmung</strong> erreicht. Denn im Gegensatz zur Meinung vieler Laien verschlimmern sich die Hyperventilation und die Symptome, wenn man tief durchatmet.</p>
<p>„Die meisten Patienten mit Panikstörungen sagen, dass sie furchtbare Angst vor körperlichen Symptomen wie <strong>Atemnot</strong> oder <strong>Schwindelgefühlen</strong> haben“, sagt <em>Meuret</em>. „In unserer Untersuchung hatte kognitive Therapie keinen Einfluss auf die Atmungsphysiologie, aber durch <strong>CART</strong> ließ sich die Hyperventilation effektiv reduzieren. Das zeigt, dass CART eine sehr wirksame Behandlung ist, die <strong>Panikgefühle reduziert</strong>, indem sie die <strong>Atmungsphysiologie normalisiert</strong>.“</p>
<p>Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im <em>Journal of Consulting and Clinical Psychology</em> veröffentlicht. <em>Meuret</em>, die die CART-Methode entwickelte, ist eine Assistenzprofessorin in der Abteilung Psychologie an der <em>Southern Methodist University</em> und Ko-Direktorin des Forschungsprogramms der Abteilung über Stress, Ängste und chronische Erkrankungen. Die Studie wurde von der Beth &amp; Russell Siegelman Foundation finanziert.</p>
<p><strong>CART-Atmung: eine biologische Therapie mit nachgewiesener Wirkung</strong></p>
<p>Die <strong>Studie </strong>testete <strong>CART </strong>im Vergleich mit einer konventionellen Behandlung durch <strong>kognitive Therapie (KT)</strong>. In einer traditionellen KT lernen Patienten Techniken, die ihnen helfen sollen, <strong>katastrophale Gedanken</strong> zu verändern und abzustellen, um Ängste und Panik zu reduzieren.</p>
<p>Für die CART-KT-Studie wurden 41 Patienten mit <strong>Panikstörungen</strong> oder <strong>Agoraphobie</strong> nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt und entweder mit CART oder KT behandelt. Agoraphobie (Platzangst) ist die Furcht, irgendwo gefangen zu sein, ohne Hoffnung auf ein Entkommen oder auf Hilfe.</p>
<p>Beide Behandlungsprogramme reduzierten die Symptome <strong>gleich effektiv</strong>, sagt <em>Meuret</em>. Aber nur die Behandlung mit CART veränderte die Paniksymptome physiologisch, indem sie den normalen CO2-Gehalt im Blut der Patienten aktiv wiederherstellte. Dagegen hatte die <strong>kognitive Therapie keinen Einfluss</strong> auf die <strong>Atmungsphysiologie</strong>, sagt <em>Meuret</em>.</p>
<p><strong>Behandlung hilft Patienten gegen ihre Ängste aktiv zu werden</strong></p>
<p>Die Studie ist die zweite randomisierte kontrollierte Untersuchung über die Wirksamkeit der CART-Methode. Weil sie der <strong>Hyperventilation</strong> entgegenwirken können, fühlen sich die Patienten nach der Therapie in der Lage, die <strong>Symptome</strong> einer Panikattacke <strong>selbst </strong>zu <strong>reduzieren</strong>, indem sie ihre Atmung verändern.</p>
<p>Bei der <strong>KT</strong> stellt der Therapeut infrage, ob die Erstickungsängste berechtigt sind, sagt <em>Meuret</em>. Wenn der Patient über Atemnot klagt, fragt ihn der Therapeut, wie oft er während einer Panikattacke schon tatsächlich erstickt ist, und hofft, den <strong>Patienten</strong> so zum <strong>Umdenken</strong> zu bewegen.</p>
<p>„Ich fand dieses Vorgehen bei manchen meiner Patienten sehr schwierig, weil man die Existenz des Symptoms anerkennt aber behauptet, es sei kein Problem“, meint <em>Meuret</em>.</p>
<p>„Dagegen sagt uns CART, dass das CO2 eines Patienten sehr niedrig ist und viele der Symptome verursacht, vor denen er Angst hat. Aber es kann auch zeigen, wie sich diese Symptome durch richtiges Atmen verändern lassen. Bis jetzt nahm man an, dass sich die Physiologie eines Menschen normalisiert, wenn er sich <strong>weniger Sorgen</strong> um seine Symptome macht. Aber wie diese Studie zeigt, ist das keineswegs der Fall&#8221;, sagt sie. „Die <strong>Hyperventilation verändert sich nicht</strong>, was zu einem Risikofaktor für einen späteren Rückfall werden könnte. Abgesehen davon, dass Hyperventilation die Symptome mit verursacht, ist sie ein krankhafter biologischer Zustand, der mit einer schlechten Prognose assoziiert ist.“</p>
<p><strong>Größere Studie über CART geplant</strong></p>
<p>Die Forscher wollen nun ihre Studien über CART ausweiten und das Programm in der <strong>alltäglichen Krankenversorgung</strong> testen, besonders bei ethnischen Minderheiten. Sie glauben, dass CART durch sein körperliches Training eine Behandlung ist, die für die Allgemeinheit besser verständlich ist – im Gegensatz zu den eher intellektuellen Methoden der kognitiven Therapie – und daher für sehr viel mehr Menschen mit unterschiedlichem Bildungsniveau und kulturellem Hintergrund geeignet ist. Derzeit führen sie Studien durch, die die Wirksamkeit von CART bei Patienten mit Asthma und Ängsten vor Blut testen.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.physorg.com/news/2010-12-treatment-panic-anxiety-video.html" target="_blank">Physorg.com</a></span>, 17.12.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20873904" target="_blank">Meuret et al</a></span>. <em>Journal of Consulting and Clinical Psychology</em>, Okt 2010</p>
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