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	<title>Psychologie aktuell &#187; Essstörungen</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; Essstörungen</title>
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		<title>Kann Meditieren das Abnehmen erleichtern?</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 17:12:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Stresshormon]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Achtsamkeitsmeditation wurde im Westen ursprünglich als Methode bekannt, die hilft Stress abzubauen. Inzwischen wird sie aber in vielen Bereichen der Psychologie eingesetzt. Eine neue Studie hat Meditation als Möglichkeit zur Gewichtskontrolle untersucht. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang Dezember übersetzt, die zeigt, dass Meditation Menschen helfen kann bewusster und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4945" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Hat Magersucht genetische Ursachen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Hat-Magersucht-genetische-Ursachen.jpg" alt="Hat Magersucht genetische Ursachen" width="125" height="167" />Die Achtsamkeitsmeditation wurde im Westen ursprünglich als Methode bekannt, die hilft Stress abzubauen. Inzwischen wird sie aber in vielen Bereichen der Psychologie eingesetzt. Eine neue Studie hat Meditation als Möglichkeit zur Gewichtskontrolle untersucht. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang Dezember übersetzt, die zeigt, dass Meditation Menschen helfen kann bewusster und damit vernünftiger zu essen:</p>
<p>Viele haben in der Weihnachtszeit Angst vor dem Zunehmen. Aber für Leute, die bei Stress noch mehr bei den Weihnachtsleckereien zulangen, könnte es einen Grund zur Hoffnung geben.</p>
<p>Nach einer Studie von Forschern der <em>University of California &#8211; San Francisco (UCSF)</em>, die jetzt online im <em>Journal of Obesity</em> veröffentlicht wurde, gibt es eine simple Methode, um <strong>achtsam zu essen</strong> und <strong>Stress abzubauen</strong>, die Menschen hilft nicht dick zu werden und das ganz <strong>ohne Diät</strong>.</p>
<p>Die Frauen in der Studie, die ihren Stress am erfolgreichsten reduzierten, verloren auch am meisten <strong>Bauchfett</strong>. Diese Art von Fett (im Inneren der Bauchhöhle) ist mehr noch als das Fett, das direkt unter der Haut liegt, mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes verbunden.</p>
<p>„Man trainiert den Geist aufmerksam zu sein anstelle automatisch und nach gewohnten Mustern zu reagieren – nicht nach etwas Süßem zu greifen, wenn man sich ärgert, zum Beispiel“, sagt die <em>UCSF</em>-Forscherin <em>Dr. Jennifer Daubenmier</em> vom Osher Center for Integrative Medicine. „Wenn Sie sich Ihre <strong>Gefühle</strong> zuerst <strong>bewusst machen</strong> können, bevor Sie handeln, können Sie eher eine weise Entscheidung treffen.“</p>
<p><span id="more-4934"></span><em>Daubenmier</em> führte die Studie gemeinsam mit <em>Dr. Elissa Epel</em>, einer Psychologin an der <em>UCSF</em>, durch. Die Studie, die im Oktober online publiziert wurde, ist Teil eines Forschungsprogramms an der <em>UCSF</em>, das den Zusammenhang von Stress und dem Stresshormon Cortisol mit dem Essverhalten, Körperfett und der Gesundheit von Menschen untersucht.</p>
<p><strong>Gefühle von Hunger, Sättigung und Genuss beim Essen bewusst erleben</strong></p>
<p>Die Frauen, die an der <strong>Studie</strong> teilnahmen, machten keine Diät, bei der sie Kalorien zählten. Stattdessen wurden die 47 <strong>chronisch gestressten, übergewichtigen</strong> und fettleibigen <strong>Frauen</strong> zufällig in zwei Gruppen aufgeteilt: 24 Teilnehmerinnen erlernten und praktizierten <strong>Achtsamkeitsmeditation</strong>, die anderen 23 kamen auf eine <strong>Warteliste</strong> und dienten als Kontrollgruppe. Obwohl keine Diäten verordnet wurden, nahmen alle Frauen an einer einführenden Veranstaltung über gesunde Ernährung und Sport teil.</p>
<p>Das Training bestand aus neun wöchentlichen Sitzungen von je zweieinhalb Stunden, in denen die Frauen Methoden zum <strong>Stressabbau</strong> erlernten, und wie sie <strong>bewusster essen</strong> können, indem sie auf die Empfindungen ihres Körpers achten – insbesondere Hunger, Sättigung und Genuss beim Essen. In der sechsten Woche nahmen sie an einem stillen Meditationswochenende teil, wo sie intensiv (sieben Stunden lang) meditierten.</p>
<p>Die Teilnehmerinnen sollten jeden Tag dreißig Minuten lang <strong>Meditationsübungen</strong> machen und bei ihren Mahlzeiten achtsames Essen praktizieren. Die Forscher quantifizierten den seelischen Stress der Frauen vor und nach der viermonatigen Studie mit wissenschaftlich anerkannten Tests. Außerdem maßen sie das <strong>Körperfett</strong> und den <strong>Cortisolspiegel</strong> der Frauen.</p>
<p>Die <em>UCSF</em>-Forscher untersuchten, wie sich Bauchfett und Körpergewicht der Frauen veränderten. Zusätzlich maßen sie den Cortisolspiegel gleich nach dem Aufwachen, wenn er bei Menschen mit chronischem Stress am höchsten ist.</p>
<p>Die Sekretion von <strong>Cortisol</strong> folgt einem <strong>Tageszyklus</strong> und steigt normalerweise an, wenn wir aufwachen. Eine vermehrte Sekretion wird aber auch durch reale und vermeintliche Bedrohungen ausgelöst. Wenn wir aufwachen, an den vor uns liegenden Tag denken und das schon als <strong>Stress</strong> empfinden, kann der Cortisolspiegel sogar noch höher steigen, sagt <em>Daubenmier</em>.</p>
<p><strong>Achtsamkeit hilft dicken Menschen ihr Gewicht besser zu halten</strong></p>
<p>Bei den Frauen in der meditierenden Studiengruppe beobachteten die Forscher einen klaren Zusammenhang zwischen einem veränderten Körperbewusstsein, chronischem Stress, Cortisolspiegel und Bauchfett. Die Frauen, die am besten lernten auf die Stimme ihres Körpers zu hören, Stress abbauten, oder deren Cortisolspiegel am meisten sank, verloren auch das meiste Bauchfett.</p>
<p>Bei den fettleibigen Frauen in der Studie hatten diejenigen, die am <strong>Achtsamkeitstraining</strong> teilnahmen, eine signifikante <strong>Verminderung des Cortisolspiegels</strong> nach dem Aufwachen. Außerdem konnten diese Frauen ihr <strong>Gewicht halten</strong>. Dagegen blieb bei den Frauen, die auf der Warteliste waren, der Cortisolspiegel gleich und sie nahmen weiter zu.</p>
<p>Die Techniken zur Stressreduktion und für achtsames Essen, die in dieser Studie benutzt wurden, sind von Methoden abgeleitet, die <em>Dr. Jon Kabat-Zinn</em>, der erste Direktor der Stressreduktions-Klinik an der University of Massachusetts Medical School und Gründungsmitglied des Cambridge Zen Centers, vor drei Jahrzehnten entwickelt hat. Die Methoden für achtsames Essen, die in der <em>UCSF</em>-Studie benutzt wurden, sind Teil eines größeren Programms für achtsames Essen, das von <em>Dr. Jean Kristeller</em> an der <em>Indiana State University</em> entwickelt wurde.</p>
<p><strong>Laufende Studie über schwangere Frauen</strong></p>
<p>„In dieser Studie haben wir versucht die Fähigkeit von Menschen zu entwickeln auf ihre Gefühle von <strong>Hunger, Sättigung</strong> und den <strong>Genuss</strong> beim Essen zu <strong>achten</strong>, um sich daran zu orientieren wie viel sie essen“, sagt <em>Daubenmier</em>. „Wir haben versucht, <strong>Essen als Reaktion</strong> auf Emotionen oder äußere Auslöser zu reduzieren, die typischerweise das Verhalten von Menschen antreiben, die <strong>zu viel essen</strong>.“</p>
<p><em>Daubenmier </em>sagt, die Ergebnisse dieser kleinen Studie sind vorläufig und müssen in noch laufenden weiteren Untersuchungen bestätigt werden. Wenn die gesamte Studiengruppe (also übergewichtige und fettleibige Frauen zusammen) analysiert wurde, zeigten die Ergebnisse außerdem keine signifikanten Unterschiede bei der Gewichtsveränderung zwischen Frauen, die meditierten, und solchen auf der Warteliste.</p>
<p>In einer anderen Studie mit einkommensschwachen <strong>schwangeren Frauen</strong>, die Übergewicht haben, bringen <em>Epel, Daubenmier</em> und ihre Kollegen den Teilnehmerinnen ähnliche Techniken für achtsames Essen bei. Die Schwangerschaft ist eine Zeit, in der dicke Frauen ganz besonders zunehmen und später noch schwerer abnehmen können. Außerdem kann eine exzessive Gewichtszunahme während der Schwangerschaft der Gesundheit des Babys schaden.</p>
<p>„Wir schreiten zu einem kritischen Zeitpunkt ein, wenn der Grundstein für die Gesundheit der nächsten Generation gelegt wird“, sagt <em>Epel</em>. „Wir hoffen die Gesundheit sowohl von Müttern wie auch ihrer Babys verbessern zu können.“</p>
<p><em><strong>Quellen:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.ucsf.edu/news/2011/12/11091/stress-reduction-and-mindful-eating-curb-weight-gain-among-overweight-women" target="_blank">University of California &#8211; San Francisco</a></span>, 7. Dez 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1155/2011/651936" target="_blank">Daubenmier et al</a></span>. <em>Journal of Obesity</em>, 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Achtsamkeitsmeditation Stress abzubauen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hilft-achtsamkeitsmeditation-stress-abzubauen/" target="_self">Wie hilft Achtsamkeitsmeditation Stress abzubauen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Hilft Transzendentale Meditation gegen Stress in der Schule?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hilft-transzendentale-meditation-gegen-stress-in-der-schule/" target="_self">Hilft Transzendentale Meditation gegen Stress in der Schule?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-viele-frauen-leiden-unter-essstorungen/" target="_self">Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/stress-burn-out.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zu unserem Burnout Zentrum München" href="http://www.burnout-zentren.de/muenchen.php" target="_blank">Zu unserem Burnout Zentrum München</a></span></p>
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		</item>
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		<title>Wie wichtig sind Familienmahlzeiten für Teenager?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-wichtig-sind-familienmahlzeiten-fur-teenager/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 12:10:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Kindern gesundes Essen schmackhaft machen ist in jedem Alter nicht ganz einfach, auch bei Teenagern. Eine aktuelle Studie hat regelmäßige Familienmahlzeiten als eine Möglichkeit untersucht junge Leute zu einer vernünftigen Ernährung anzuhalten. Wir haben einen Presseartikel zu der Studie übersetzt, die das Essverhalten von Teenagern auf frühe Warnzeichen für Essstörungen untersuchte:
Wenn Kinder ins Teenageralter kommen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4552" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Warum sind Altersdepressionen besonders hartnäckig" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Warum-sind-Altersdepressionen-besonders-hartnäckig.jpg" alt="Warum sind Altersdepressionen besonders hartnäckig" width="167" height="125" />Kindern gesundes Essen schmackhaft machen ist in jedem Alter nicht ganz einfach, auch bei Teenagern. Eine aktuelle Studie hat regelmäßige Familienmahlzeiten als eine Möglichkeit untersucht junge Leute zu einer vernünftigen Ernährung anzuhalten. Wir haben einen Presseartikel zu der Studie übersetzt, die das Essverhalten von Teenagern auf frühe Warnzeichen für Essstörungen untersuchte:</p>
<p>Wenn Kinder ins Teenageralter kommen, kann es immer schwieriger werden sie regelmäßig bei <strong>Familienmahlzeiten</strong> mit einzubeziehen. Aber sie sind besonders wichtig, um gegen Probleme wie <strong>Essstörungen</strong>, Übergewicht und mangelhafte Ernährung im Jugendalter <strong>vorzubeugen</strong>, sagt <em>Barbara Fiese</em>, eine Professorin für Entwicklung des Menschen und Familienstudien an der <em>University of Illinois</em>, wo sie das <em>Family Resiliency Center</em> leitet.</p>
<p>„Die meisten Leute glauben, dass Teens nicht sehr viel Zeit mit ihren Eltern verbringen möchten, und dass Teens einfach viel zu beschäftigt für regelmäßige Mahlzeiten mit der Familie sind“, sagt sie. „Vielleicht bekommen Eltern ihre Familie nicht mehr sieben Tage die Woche an einem Tisch zusammen. Aber wenn sie drei <strong>Familienmahlzeiten</strong> pro Woche einplanen können, leisten sie damit einen entscheidenden <strong>Beitrag zur Gesundheit</strong> ihrer Teens.“</p>
<p>Sie rät Familien, dass alle ihre Kalender hervorholen und nachschauen, an welchen Abenden sie fest zusagen können. Dann müssen sich alle an diesen <strong>Plan</strong> halten und Familienmahlzeiten an diesen Abenden zur Priorität machen.</p>
<p><span id="more-4545"></span>Für einen Übersichtsartikel in der Juniausgabe von <em>Pediatrics</em> werteten <em>Fiese</em> und ihr Postdoctoral Fellow <em>Amber Hammons</em> 17 neuere <strong>Studien</strong> aus, in denen die <strong>Essgewohnheiten und Ernährung</strong> von mehr als 182 000 Kindern und <strong>Jugendlichen</strong> untersucht worden waren.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass ein <strong>gestörtes Essverhalten</strong> bei Teens, die mindestens fünf Mahlzeiten pro Woche mit ihren Familien zusammen aßen, um 35% <strong>seltener</strong> war als bei Teens, die das nicht machten. Die Forscher definierten ein gestörtes Essverhalten als Symptome von Ess-Brechsucht, Schlankheitspillen nehmen, selbst induziertes Erbrechen, Abführ- oder Entwässerungsmittel nehmen, fasten, sehr wenig essen, Mahlzeiten auslassen und/oder zum Schlankwerden rauchen.</p>
<p>„Bei Kindern und Jugendlichen mit einem gestörten Essverhalten bieten Mahlzeiten Eltern eine <strong>Gelegenheit</strong>, bei der sie <strong>Frühzeichen erkennen</strong> und Schritte unternehmen können, um zu verhindern, dass schädliche Verhaltensmuster zu voll entwickelten Essstörungen werden“, sagt sie.</p>
<p><strong>Übergewicht</strong> war bei Kindern, die mindestens drei Familienmahlzeiten pro Woche aßen, um zwölf Prozent <strong>seltener</strong> als bei Kindern, die weniger oft mit ihren Familien aßen. Außerdem waren bei ihnen eine gesunde Ernährung und ein gesundes Essverhalten um 24 Prozent häufiger als bei Kindern, die keine drei Mahlzeiten mit ihren Familien zusammen aßen.</p>
<p>Die Forscher schreiben, wenn Familien zusammen essen, ist ihr Familienzusammenhalt wahrscheinlich größer, was Teens ermutigen könnte in der Familie <strong>über ungesunde Verhaltensweisen zu reden</strong>, die sie sich angewöhnt haben, und andere Probleme, die sie belasten.</p>
<p>„Wenn man sich landesweite Umfragen ansieht, nimmt die Häufigkeit gemeinsamer Mahlzeiten im Teenageralter tatsächlich ab. Aber viel davon geht auf das Konto von Aktivitäten nach der Schule, Jobs und das Sozialleben, die konkurrierende Anforderungen an die Zeit eines Teenagers stellen und nicht mit mangelndem Interesse gleichzusetzen sind“, sagt sie.</p>
<p>Die Studie zeigte, dass <strong>Teens </strong>sehr wohl daran <strong>interessiert</strong> sind an <strong>Familienmahlzeiten</strong> teilzunehmen und glauben gesünder zu essen, wenn sie mit ihrer Familie zusammen essen, sagt sie.</p>
<p>Nach Meinung von Experten zeigen Untersuchungen über die Entwicklung Jugendlicher, dass Teens auch weiter mit ihren Eltern in Verbindung bleiben möchten. „Familienmahlzeiten geben ihnen einen Anlass <strong>regelmäßig nach Hause</strong> zu ihren Eltern zu <strong>gehen</strong>, wo sie offen reden können“, sagt sie.</p>
<p>„Wenn Familienmahlzeiten <strong>nicht erzwungen</strong> werden, wenn Eltern das Gespräch nicht völlig kontrollieren, und wenn Teens zur Interaktion in der Familie beitragen können und das Gefühl haben davon zu profitieren, werden ältere Kinder wahrscheinlich gerne daran teilnehmen“, fügt sie hinzu.</p>
<p>Für den Fall, dass Sie Familienmahlzeiten nicht mehr gewohnt sind und keine allzu große Lust auf die Ein-Wort-Antworten Ihrer Teenager haben (F: Was war heute in der Schule los? A: Nichts), haben Fiese und ihre Mitarbeiter eine paar Möglichkeiten für einen Gesprächseinstieg für Familien zusammengestellt (auf Englisch und Spanisch).</p>
<p>Hier ist einer: Wenn du eine Million im Lotto gewinnen würdest, was würdest du damit machen und warum?</p>
<p><em><strong>Quellen:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.medicalnewstoday.com/releases/230994.php" target="_blank">Medical News Today</a></span>, 13. Juli 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1542/peds.2010-1440" target="_blank">Hammons &amp; Fiese</a></span>. <em>Pediatrics</em>, Juni 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben Eltern Einfluss auf das Entstehen von Essstörungen bei ihren Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-eltern-einfluss-auf-das-entstehen-von-esstorungen-bei-ihren-kindern/" target="_self">Haben Eltern Einfluss auf das Entstehen von Essstörungen bei ihren Kindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Teenager berichten über ihre Essstörung" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/teenager-berichten-uber-ihre-essstorung/" target="_self">Teenager berichten über ihre Essstörung</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was macht Kinder glücklich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-macht-kinder-glucklich/" target="_self">Was macht Kinder glücklich?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/essstoerungen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		</item>
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		<title>Gibt es einen Zusammenhang zwischen Schlankheitskuren und der Entstehung von Essstörungen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/gibt-es-einen-zusammenhang-zwischen-schlankheitskuren-und-der-entstehung-von-essstorungen/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 15:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Medienberichte wie über die „Verfettung“ unserer Nation helfen der Diätindustrie, Gewinne in Milliardenhöhe einzufahren. Eine aktuelle Untersuchung englischer Forscher zeigt, wie zu viel und falsches Fasten Menschen krank machen kann. Wir haben die Presseerklärung des Veranstalters der Fachkonferenz von Anfang Mai übersetzt, auf der die Studienergebnisse präsentiert wurden. Darin heißt es, dass übertriebene Schlankheitskuren ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4209" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Was hilft gegen Binge-Eating Heisshungeranfälle Fressanfälle s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Was-hilft-gegen-Binge-Eating-Heisshungeranfälle-Fressanfälle-s.jpg" alt="Was hilft gegen Binge-Eating Heisshungeranfälle Fressanfälle s" width="167" height="137" />Medienberichte wie über die „Verfettung“ unserer Nation helfen der Diätindustrie, Gewinne in Milliardenhöhe einzufahren. Eine aktuelle Untersuchung englischer Forscher zeigt, wie zu viel und falsches Fasten Menschen krank machen kann. Wir haben die Presseerklärung des Veranstalters der Fachkonferenz von Anfang Mai übersetzt, auf der die Studienergebnisse präsentiert wurden. Darin heißt es, dass übertriebene Schlankheitskuren ein frühes Warnzeichen für psychische Erkrankungen sein können:</p>
<p>Wenn jemand <strong>ständig Diäten macht</strong>, um besser auszusehen und ein vermeintlich „sozial akzeptierbares” niedriges Gewicht zu erreichen, kann das zu einem Schlankheitswahn und <strong>erhöhten Risiko</strong> für die Entwicklung einer <strong>Essstörung</strong> wie Anorexie oder Bulimie führen.</p>
<p>Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung von <em>Kamilah Tomlinson, Natasha Boxill </em>und ihren Mitarbeitern von Lewisham Counselling and Counsellor Associates, die heute, am Freitag, den 6. Mai, auf der 17. Jahrestagung der <em>British Association for Counselling &amp; Psychotherapy (BACP)</em> präsentiert wird. Die Tagung, die zusammen mit der <em>Society for Psychotherapy Research (SPR) UK </em>veranstaltet wird, findet vom 6. bis 7. Mai 2011 im Liverpool Marriott Hotel City Centre, Liverpool statt.</p>
<p><span id="more-4203"></span>Die Studie zeigte einen deutlichen Zusammenhang zwischen regelmäßigen Schlankheitskuren und der Entwicklung von Essstörungen. Genauer gesagt zeigen die Ergebnisse, dass Menschen, die <strong>oft Schlankheitskuren machen</strong>, auf ihr <strong>Gewicht fixiert </strong>werden können, was ein Hauptmerkmal der drei häufigsten Essstörungen ist: Anorexia nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa (Ess-Brechsucht) und Binge Eating (Heißhungeranfälle).</p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen, die eine Beratungsstelle aufsuchen, und die eine Diät machen (oder gemacht haben) nur um schlank zu werden, unter einem niedrigen Selbstwertgefühl leiden. Wenn diese Menschen anfangen Diäten zu machen, wird die <strong>Assoziation</strong> von <strong>psychischen Problemen</strong> und <strong>körperlicher Erscheinung</strong> immer stärker. Der Schwerpunkt verlagert sich dann mehr und mehr auf das Abnehmen und weg von den tiefer liegenden Problemen mit dem Selbstwertgefühl, sodass bei ihnen ein Zusammenhang zwischen niedrigem <strong>Selbstwertgefühl</strong>/Selbstvertrauen und <strong>Körperbild</strong> entsteht, der immer stärker wird. Außerdem scheinen die <strong>Schlankheitskuren</strong> für viele dieser Menschen in erster Linie ein Versuch zu sein ihr <strong>Leben zu kontrollieren </strong>und zu verbessern.</p>
<p>Weiter zeigte die Untersuchung, wenn diese Menschen erst einmal ihr Idealgewicht erreichen, nehmen sie plötzlich und oft sehr schnell wieder zu, wodurch viele noch dicker werden als zuvor. Dass Menschen <strong>Diäten </strong>nur um der äußeren Erscheinung willen machen, stellt ein Phänomen dar, das <strong>sozial akzeptiert </strong>und für <strong>westliche Kulturen</strong> typisch ist und von den Medien ebenso angefacht wird wie durch den zunehmenden Prominentenwahn in unserer Kultur.</p>
<p><em>Kamilah Tomlinson</em> sagt: „Realistisch gesehen kann man aus unserer Untersuchung schließen, dass Menschen, die <strong>ständig Diäten machen</strong>, viele der <strong>Verhaltensmerkmale </strong>zeigen, die auch für Patienten mit <strong>Essstörungen</strong> charakteristisch sind. Daher zeigen unsere Ergebnisse, dass sich Mitarbeiter von Beratungsstellen und Psychotherapeuten des Zusammenhangs zwischen Schlankheitskuren/niedrigem Selbstwertgefühl und Essstörungen bewusst sein müssen. Außerdem zeigt die Untersuchung, dass ständige Schlankheitskuren eine <strong>sozial akzeptierte Norm</strong> sind und man wegen dieser Akzeptanz leicht übersehen kann, wenn solche Menschen Essstörungen haben.“</p>
<p><strong><em>Quelle:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.bacp.co.uk/media/index.php?newsId=2387" target="_blank">BACP</a></span>, 6. Mai 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lassen sich Essstörungen über gezeichnete Selbstporträts erschließen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-essstorungen-uber-gezeichnete-selbstportrats-erschliesen/" target="_self">Lassen sich Essstörungen über gezeichnete Selbstporträts erschließen?</a></span></p>
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		<title>Lassen sich Essstörungen über gezeichnete Selbstporträts erschließen?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 08:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bulimie]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Patienten mit Essstörungen versuchen oft, ihre Erkrankung zu verheimlichen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass man das gestörte Selbstbild der Patienten in ihren Zeichnungen von sich selbst erkennen und zur Diagnose verwenden kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Februar übersetzt, in deren englischer Originalfassung ein paar Beispiele von Patientenzeichnungen abgebildet sind:
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3964" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Depressive-Symptome-und-Übergewicht-bei-Teenagern-Was-ist-der-Zusammenhang.jpg" alt="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" width="125" height="195" />Patienten mit Essstörungen versuchen oft, ihre Erkrankung zu verheimlichen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass man das gestörte Selbstbild der Patienten in ihren Zeichnungen von sich selbst erkennen und zur Diagnose verwenden kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Februar übersetzt, in deren englischer Originalfassung ein paar Beispiele von Patientenzeichnungen abgebildet sind:</p>
<p>Die Selbstporträts von Frauen mit <strong>Anorexie </strong>(Magersucht) oder <strong>Bulimie </strong>(Ess-Brechsucht) haben <strong>auffällige Merkmale</strong>, die sie von den <strong>Selbstporträts</strong> gesunder Frauen unterscheiden, die nicht unter Essstörungen leiden und normalgewichtig sind. Das zeigt eine neue Studie, die gemeinsam von Forschern der <em>University of Haifa</em>, dem <em>Soroka University Medical Center</em> und dem <em>Achva Academic College</em> in Israel durchgeführt wurde und in dem Journal <em>The Arts in Psychotherapy </em>erschienen ist.</p>
<p>„Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass man Frauen, die Essstörungen wie Anorexie und Bulimie haben oder dazu neigen könnten, mit einem einfachen <strong>diagnostischen Test </strong>identifizieren kann. Der Test ist nicht aufdringlich und der Patient zeichnet lediglich ein Bild von sich selbst“, erläutert <em>Prof. Rachel Lev-Wiesel</em>, die Leiterin der Graduate School of Creative Art Therapies an der <em>University of Haifa </em>und eine Autorin der Studie.</p>
<p><span id="more-3951"></span>Die <strong>Studie</strong>, die von <em>Prof. Lev-Wiesel</em> zusammen mit <em>Dr. Jonathan Guez</em>, <em>Shimrit Valetsky</em>, <em>Dr. Diego Kruszewski Sztul </em>und <em>Dr. Bat-Sheva Pener</em> durchgeführt wurde, untersuchte 76 Frauen, von denen 36 eine Diagnose von <strong>Anorexie</strong> oder <strong>Bulimie</strong> hatten. Zwanzig hatten keine Essstörungen aber <strong>Übergewicht</strong>. Weitere 20 hatten keine Essstörungen und waren normalgewichtig. Alle Teilnehmerinnen beantworteten zwei Standard-Fragebögen zur Diagnose von Essstörungen und sollten dann ein Bild von sich selbst zeichnen. Außer dass sie ein Selbstporträt zeichnen sollten, hatten sie keine Anweisungen oder Vorgaben für ihre Zeichnung zu beachten.</p>
<p>Das Forscherteam wertete die Zeichnungen aus und stellte fest, dass sich die Bilder der Patientengruppen bei vier Körpermerkmalen unterschieden:</p>
<p>• Der <strong>Hals</strong>: Frauen mit Anorexie oder Bulimie zeichneten oft einen Hals, der größer war, nicht mit dem Körper verbunden, oder er fehlte ganz.</p>
<p>• Der <strong>Mund</strong>: dieses Merkmal war in den Zeichnungen stärker betont, wenn die Frauen unter Anorexie oder Bulimie litten.</p>
<p>• Die <strong>Hüften</strong>: Frauen mit Essstörungen zeichneten ihre Hüften breiter als die anderen Teilnehmerinnen der Studie.</p>
<p>• Die <strong>Füße</strong>: Frauen mit Essstörungen neigten dazu, Bilder ohne Füße oder mit abgetrennten Füßen zu zeichnen.</p>
<p>Außerdem zeigte die Studie, dass man anhand der gezeichneten <strong>Selbstporträts</strong> Frauen mit <strong>Anorexie und Bulimie unterscheiden </strong>kann: Frauen mit Anorexie ließen bei ihren Zeichnungen oft die Brüste weg, sie zeichneten weniger klare Körperkonturen, und ihre Figuren waren im Verhältnis zur Größe des Blattes eher klein.</p>
<p>Um die Zuverlässigkeit der Zeichnungen als diagnostischer Test beurteilen zu können, verglichen die Forscher die deutlichsten Testergebnisse mit den zwei diagnostischen <strong>Standardtests für Essstörungen</strong> und konnten eine sehr <strong>gute Übereinstimmung </strong>der Ergebnisse in allen drei Tests zeigen.</p>
<p>„Meistens verbergen Frauen mit Essstörungen ihre Erkrankung, sogar vor ihren eigenen professionellen Therapeuten, und es fällt ihnen schwer, über ihre Probleme zu reden. Deshalb könnte eine nicht-verbale, unaufdringliche Methode wie einfach ein Selbstporträt zeichnen zu einem wichtigen Hilfsmittel in der kreativen Kunsttherapie werden“, sagt Prof. Lev-Wiesel.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://newmedia-eng.haifa.ac.il/?p=4592" target="_blank">University of Haifa</a></span>, 13.2.11</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.aip.2010.09.001" target="_blank">Guez et al</a></span>. <em>The Arts in Psychotherapy</em>, Nov 2010</p>
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<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
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		<title>Hat Magersucht genetische Ursachen?</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 12:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Erblichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechterunterschiede]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Untersuchungen an Zwillingen haben gezeigt, dass bei Magersucht die genetische Veranlagung eine wichtigere Rolle spielen könnte als die Umwelt. Aber der Zusammenhang scheint komplex und „das“ Gen für Magersucht gibt es nicht. Eine aktuelle Studie hat das genetische Make-up von Patienten untersucht und eine Bestandsaufnahme der Vielzahl beteiligter Gene gemacht. Wir haben die Presseerklärung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3584" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Hat Magersucht genetische Ursachen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/Hat-Magersucht-genetische-Ursachen.jpg" alt="Hat Magersucht genetische Ursachen" width="125" height="167" />Untersuchungen an Zwillingen haben gezeigt, dass bei Magersucht die genetische Veranlagung eine wichtigere Rolle spielen könnte als die Umwelt. Aber der Zusammenhang scheint komplex und „das“ Gen für Magersucht gibt es nicht. Eine aktuelle Studie hat das genetische Make-up von Patienten untersucht und eine Bestandsaufnahme der Vielzahl beteiligter Gene gemacht. Wir haben die Presseerklärung der Forscher zu ihrer Studie vom November übersetzt, die einen der Gründe verdeutlicht, warum Magersucht so schwierig zu behandeln ist:</p>
<p>Wissenschaftler am <em>Children&#8217;s Hospital of Philadelphia</em> in den USA haben häufige und seltene <strong>Genvarianten</strong> identifiziert, die mit der Essstörung Anorexia nervosa (<strong>Magersucht</strong>) assoziiert sind. Die bisher umfassendste genetische Studie dieser psychiatrischen Erkrankung bietet Forschern einen ersten faszinierenden Einblick in die Genetik der Magersucht, die sie nun eingehender untersuchen. Manche der Gene sind aktiv an der Übertragung von Nervensignalen und der Bildung von Verknüpfungen zwischen Gehirnzellen beteiligt.</p>
<p><span id="more-3577"></span>Schätzungen zufolge leiden 0,9 Prozent aller Frauen in den USA unter <strong>Anorexia nervosa (AN)</strong>. Die Patienten verweigern das Essen und nehmen stark ab. Sie haben irrationale Ängste vor dem Zunehmen, sogar wenn sie schon ganz ausgemergelt sind, und ein <strong>verzerrtes Selbstbild</strong> ihres Körpers und ihrer Figur.</p>
<p><strong>Frauen</strong> sind zehnmal häufiger betroffen als Männer, und die Erkrankung beginnt fast immer im Jugendalter. Die <strong>Sterblichkeitsrate </strong>von Patienten mit AN ist höher als bei allen anderen psychiatrischen Erkrankungen, und eine erfolgreiche Behandlung ist schwierig.</p>
<p>Untersuchungen an Zwillingen und Familien haben gezeigt, dass AN eine stark <strong>erbliche Komponente</strong> hat. „Aber trotz verschiedener genetischer Studien, die ein paar wenige Kandidaten für Gene identifiziert haben, die mit AN assoziiert sind, ist die genetische <strong>Architektur</strong>, die einem erhöhten Risiko für AN zugrunde liegt, noch weitgehend <strong>unbekannt</strong>“, sagt der Leiter der Studie <em>Dr. Hakon Hakonarson</em>, Direktor des Zentrums für angewandte Genomforschung am <em>Children&#8217;s Hospital of Philadelphia</em>. Die Studie wurde am 16. November online in <em>Molecular Psychiatry</em> publiziert.</p>
<p>„Dies ist die erste genomweite Assoziationsstudie an einer großen Kohorte von Patienten mit Magersucht und die erste Studie über Kopiezahlvarianten bei dieser Erkrankung“, sagt <em>Hakonarson</em>. Genomweite <strong>Assoziationsstudien</strong> (GWAS) suchen nach Einzelnukleotid-Polymorphismen (<strong>SNPs</strong>), <strong>häufig</strong> vorkommende genetische Varianten, die oft erste Hinweise auf eine Genregion geben, die einen gewissen aber geringen Einfluss auf das Risiko für eine Erkrankung hat. Parallel dazu suchte das Forscherteam auch nach genetischen Kopiezahlvarianten (<strong>CNVs</strong>), die <strong>seltener</strong> sind und meistens einen stärkeren Einfluss auf das Krankheitsrisiko haben.</p>
<p>Die Forscher untersuchten die bislang größte Anzahl von Patienten mit Magersucht in einer genetischen <strong>Studie</strong>. Dazu analysierten sie DNA von insgesamt 1 003 Patienten, bis auf vierundzwanzig alle weiblich. Die DNA-Proben stammten aus verschiedenen Quellen und von Patienten mit einem durchschnittlichen Alter von siebenundzwanzig Jahren. Als Vergleichskontrolle diente eine Gruppe von 3 733 Kindern und Jugendlichen (Durchschnittsalter dreizehn Jahre), die beim pädiatrischen Forschungsnetzwerk des <em>Children&#8217;s Hospital</em> registriert waren.</p>
<p>„Unsere Ergebnisse bestätigten frühere Studien über Magersucht: <strong>SNPs</strong> im OPRD1-Gen und in der Nähe des HTR1D-Gens erhöhen das Krankheitsrisiko“, sagt <em>Hakonarson</em>. „Wir fanden <strong>keine weiteren </strong>offensichtlichen <strong>Genkandidaten</strong>, haben jetzt aber eine <strong>Liste von</strong> anderen <strong>Genen</strong>, die wir in weiteren Studien genauer untersuchen.“ Ein SNP liegt zwischen den CHD10- und CHD9-Genen, in einer Region, deren Assoziation mit psychischen Störungen des Autismusspektrums <em>Hakonarson</em> bereits 2009 gezeigt hat. Die CHD10- und CHD9-Gene kodieren für <strong>Cadherinproteine</strong>, die die Adhäsion zwischen Nervenzellen und ihre <strong>Kommunikation im Gehirn</strong> beeinflussen.</p>
<p>Außerdem untersuchten die Forscher in dieser AN-Studie <strong>CNVs</strong>, das heißt DNA-Sequenzen, die im Genom fehlen oder aber vervielfältigt sind. Frühere Untersuchungen von <em>Hakonarson</em> und anderen haben gezeigt, dass CNVs eine wichtige Rolle bei anderen <strong>neuropsychiatrischen Erkrankungen</strong> wie Schizophrenie, bipolarer Störung und Autismus spielen.</p>
<p>Die aktuelle Studie zeigt, dass <strong>CNVs bei Magersucht keine</strong> vergleichbar <strong>wichtige Rolle</strong> spielen wie bei Schizophrenie und Autismus. Trotzdem konnten die Forscher mehrere seltene CNVs identifizieren, die nur bei AN-Patienten auftraten, wie eine Region auf Chromosom 13, in der bestimmte DNA-Sequenzen fehlen.</p>
<p>„Unsere Studie zeigt, dass sowohl häufige SNPs als auch seltene CNVs zur Entwicklung einer Magersucht beitragen“, sagt <em>Hakonarson</em>. „Die Genvarianten, die wir entdeckt haben, verdienen es, in unabhängigen Kohorten von Patienten weiter untersucht zu werden. Aber die relativ bescheidene Anzahl von AN-Fällen, die sich durch diese Ergebnisse erklären lassen, deutet darauf hin, dass es viele andere <strong>noch unbekannte Genkandidaten</strong> gibt. Zukünftige Studien mit einer sehr viel größeren Anzahl von Proben werden nötig sein, um weitere Genvarianten zu entdecken, die an dieser <strong>komplexen Erkrankung</strong> beteiligt sind.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.chop.edu/news/gene-links-to-anorexia-found-by-chop-researchers.html" target="_blank">The Children&#8217;s Hospital of Philadelphia</a></span>, 19.11.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.nature.com/mp/journal/vaop/ncurrent/full/mp2010107a.html" target="_blank">Wang et al</a></span>. <em>Molecular Psychiatry</em>, Nov 2010</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
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<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></p>
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		<title>„Du dicke Kuh!&#8221; &#8211; Was sind die Auswirkungen von Hänseln zum Thema Gewicht?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/du-dicke-kuh-was-sind-die-auswirkungen-von-hanseln-zum-thema-gewicht/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Oct 2010 09:02:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dicke Kinder haben es in der Schule immer schwer, auch wenn sie noch so nett oder gute Schüler sind. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass Hänseleien von Mitschülern es dicken Kindern schon vor der Pubertät schwer machen, ein normales Verhältnis zu ihrem Körper zu entwickeln. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dicke Kinder haben es in der Schule immer schwer, auch wenn sie noch so nett oder gute Schüler sind. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass Hänseleien von Mitschülern es dicken Kindern schon vor der Pubertät schwer machen, ein normales Verhältnis zu ihrem Körper zu entwickeln. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von vor zwei Wochen übersetzt, die auf die wahrscheinlich langfristigen Folgen dieser Hänseleien hinweist:</p>
<p><strong>Hänseleien</strong> in der Schule, gleich welcher Art, haben das Potenzial, dem <strong>Selbstbewusstsein</strong> eines Kindes zu schaden. Aber eine neue Studie zeigt, dass eine  bestimmte Art von Sticheleien – über das <strong>Gewicht</strong> – ganz charakteristische und weitreichende Auswirkungen darauf haben kann, wie Kinder in der Vorpubertät ihren Körper wahrnehmen.</p>
<p>Außerdem deutet die Studie, eine der Ersten, die den Einfluss von Kritik speziell am Gewicht von <strong>Kindern vor der Pubertät </strong>untersucht hat, darauf hin, dass solche Hänseleien bei Opfern auch zu anderen gesundheitlichen und emotionalen Problemen führen können.</p>
<p><span id="more-3188"></span>„Wir denken beim <strong>Jugendalter </strong>an die Zeit, in der Kinder ein Gespür für ihr <strong>Körperbild entwickeln</strong>, aber unsere Ergebnisse zeigen, dass die Saat für eine Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper in Wirklichkeit schon viel früher gesät wird”, sagt <em>Timothy D. Nelson</em>, Assistant Professor für Psychologie an der <em>University of Nebraska-Lincoln</em> in den USA und erster Autor der Studie, die im <em>Journal of Pediatric Psychology </em>veröffentlicht wurde. „Gerade Kritik am Gewicht kann zu Schwierigkeiten beitragen, die über allgemeine Probleme mit dem Selbstwertgefühl hinausgehen.”</p>
<p>Für die <strong>Studie</strong> befragten <em>Nelson </em>und seine Mitarbeiter Hunderte von Kindern an öffentlichen Schulen mit einem durchschnittlichen Alter von 10,8 Jahren. Sie sammelten Daten zu Größe und Gewicht der Kinder und berechneten ihren <strong>Body Mass Index</strong>. Dann untersuchten sie die Zusammenhänge zwischen <strong>Kritik am Gewicht </strong>und der <strong>Selbstwahrnehmung</strong> der Kinder.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass übergewichtige Kinder<strong> </strong>in der Vorpubertät, die <strong>Kritik</strong> an ihrem Gewicht ausgesetzt waren, strengere Urteile über ihren Körper fällten und <strong>weniger zufrieden</strong> mit ihrer Körpergröße waren als Schüler, die nicht wegen ihres Gewichts gehänselt wurden.</p>
<p>Hänseleien wegen des Gewichts hatten auch dann noch signifikante Auswirkungen, wenn die Forscher den Einfluss des BMIs der Schüler bei ihrer Analyse herausrechneten, um die relativen Beiträge der <strong>physischen Realität</strong> und der <strong>sozialen Interaktionen</strong> der Kinder zu ihrer Körperwahrnehmung getrennt zu untersuchen, sagt <em>Nelson</em>.</p>
<p>Weil Kinder, die eine solch negative Meinung von ihrem Körper entwickeln, ein erhöhtes Risiko haben, <strong>Probleme</strong> zu <strong>verinnerlichen</strong>, ein unnormales <strong>Essverhalten </strong>zu entwickeln und immer wieder <strong>Opfer von Hänseleien</strong> werden, meinen die Forscher, diese Ergebnisse sollten ein Signal sein, für eine frühere Identifikation und gezielte Maßnahmen in der Schule zu sorgen.</p>
<p>„In gewisser Weise ist Kritik am Gewicht eine der letzten sozial akzeptablen Formen der Kritik”, sagt <em>Nelson</em>. „Häufig wird die Meinung vertreten, dass Leute mit Übergewicht es ,verdienen’, oder wenn man sie lange genug wegen ihres Gewichts triezt, werden sie etwas unternehmen.”</p>
<p>„Aber unsere Untersuchungen zeigen, dass diese Art von Kritik in Wirklichkeit die <strong>Unzufriedenheit </strong>des Opfers mit seinem Körper <strong>verstärkt</strong>, und das ist ein Faktor, der nachweislich einen negativen Einfluss auf den Erfolg von Programmen zum Gewichtsmanagement bei Kindern hat. Es wird zu so etwas wie einem <strong>Teufelskreis</strong>.”</p>
<p>Die Studie ist ein Hinweis darauf, dass die Sicht eines Kindes von seinem Körper ein komplexes Zusammenspiel zwischen der physischen <strong>Realität </strong>und Wahrnehmungen ist, die sozialen Einflüssen unterliegen. Die <strong>Kritik Gleichaltriger</strong> an seinem Gewicht ist ein wichtiger <strong>sozialer Faktor</strong>, der beeinflussen kann, wie ein Kind in der Vorpubertät die physische Realität seines Körpers interpretiert, sagt <em>Nelson</em>.</p>
<p>Die Ergebnisse, sagt <em>Nelson</em>, sind wichtig, um die Folgen von Kritik am Gewicht zu verstehen, und wenn man über Maßnahmen bei Kindern in der Vorpubertät nachdenkt, die häufig das Ziel dieser Hänseleien sind.</p>
<p>„Obwohl man Kritik am Gewicht identifizieren kann, haben <strong>Programme</strong>, die darauf abzielen, ihre Grenzen”, sagt er. „Eine <strong>frühzeitige Identifikation</strong> von Kindern, die oft und auf Dauer Kritik an ihrem Gewicht ausgesetzt sind, kann auch wichtig sein, um sie und damit ihre schädlichen Auswirkungen einzudämmen.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://newsroom.unl.edu/releases/2010/09/13/Study%3A+Teasing+about+weight+can+have+big+effects+on+pre-teens" target="_blank">University of Nebraska-Lincoln</a></span>, 13.9.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://jpepsy.oxfordjournals.org/content/early/2010/05/19/jpepsy.jsq047.abstract?sid=e32f8a19-05f3-4e08-ac17-243a1750a046" target="_blank">Nelson et al</a></span>. <em>Journal of Pediatric Psychology</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf </span></a></p>
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		</item>
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		<title>Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern: Was ist der Zusammenhang?</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 13:25:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[begleitende Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>

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		<description><![CDATA[Essstörungen (von Anorexie bis Fettsucht) sind ein häufiges Symptom bei Patienten mit Depressionen. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt nun, dass Essstörungen der Entwicklung von Depressionen auch vorausgehen können. Wir haben eine Presseerklärung der Universität von vor drei Wochen zu der Studie übersetzt, die wichtige Konsequenzen für die Prävention und Behandlung von Depressionen bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2709" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Depressive-Symptome-und-Übergewicht-bei-Teenagern-Was-ist-der-Zusammenhang.jpg" alt="Depressive Symptome und Übergewicht bei Teenagern - Was ist der Zusammenhang" width="125" height="195" />Essstörungen (von Anorexie bis Fettsucht) sind ein häufiges Symptom bei Patienten mit Depressionen. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt nun, dass Essstörungen der Entwicklung von Depressionen auch vorausgehen können. Wir haben eine Presseerklärung der Universität von vor drei Wochen zu der Studie übersetzt, die wichtige Konsequenzen für die Prävention und Behandlung von Depressionen bei manchen Patienten haben könnte:</p>
<p>Eine Studie unter Leitung von <em>Dr. Kerri Boutelle</em>, Associate Professor für Pädiatrie und Psychiatrie an der School of Medicine der <em>University of California</em> in San Diego, hat gezeigt, dass <strong>Adipositas</strong> (krankhaftes Übergewicht) das <strong>Risiko</strong> für die Entwicklung von <strong>Depressionssymptomen</strong> erhöht, nicht jedoch das Risiko für klinische Depressionen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Adipositas bei manchen jungen Mädchen zur Entwicklung von Depressionen beitragen könnte.</p>
<p>„Das ist insofern von Bedeutung als Depressionssymptome als ein Vorläufer von klinischen Depressionen gelten”, sagt <em>Boutelle</em>.</p>
<p><span id="more-2704"></span>Nach Informationen der Centers for Disease and Prevention hat sich in den USA die Häufigkeit von <strong>Adipositas </strong>bei Kindern in den letzten dreißig Jahren mehr als verdreifacht. So nahm die Häufigkeit von Adipositas bei <strong>Jugendlichen</strong> im Alter von zwölf bis neunzehn Jahren von fünf auf achtzehn Prozent im Jahre 2008 zu. Weiter zeigte die National Survey on Drug Use and Health, eine regelmäßig im Auftrag der US-Gesundheitsbehörden erhobene Statistik, dass im Jahre 2007 zwei Millionen Jugendliche im Alter von zwölf bis siebzehn Jahren mindestens eine Episode von <strong>klinischen Depressionen</strong> hatten.</p>
<p>Bekanntlich sind die <strong>Teenagerjahre</strong> eine Phase im Leben junger Menschen, die oft von <strong>Stimmungsschwankungen </strong>geprägt ist. <em>Boutelle</em> und ihre Mitarbeiter von der <em>University of California</em>, der <em>University of Minnesota</em> und dem <em>Oregon Research Institute</em> untersuchten daher, ob Adipositas zur Entwicklung von Depressionen bei Jugendlichen beiträgt. Die umgekehrte Wirkung, dass Depressionen das Risiko für Adipositas erhöhen, ist bereits gut dokumentiert. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Maiausgabe von <em>Health Psychology</em> veröffentlicht.</p>
<p>Für die <strong>Studie</strong> befragten die Forscher fast fünfhundert Mädchen im Alter von dreizehn bis sechzehn Jahren und von unterschiedlicher ethnischer Herkunft. Dabei verwendeten sie das K-SADS (Schedule for Affective Disorders and Schizophrenia for School-Age Children), ein strukturiertes psychiatrisches <strong>Interview</strong>, das <strong>Stimmungsstörungen</strong> bei Kindern und Jugendlichen feststellen kann. Eine Diagnose von klinischen Depressionen wurde gestellt, wenn die Mädchen mindestens fünf Symptome mit einem bestimmten Schweregrad hatten. Die Interviews wurden vier Jahre lang alle zwölf Monate durchgeführt und dabei das Gewicht und die Größe der Mädchen bestimmt. Die Ergebnisse zeigten, dass Mädchen mit <strong>Adipositas</strong> bei den anfänglichen Untersuchungen <strong>später</strong> gehäuft <strong>Symptome von Depressionen</strong> entwickelten. Klinische Depressionen waren bei diesen Mädchen später jedoch nicht häufiger.</p>
<p>„Aufgrund der Ergebnisse raten wir Eltern, Lehrern und Ärzten, bei Mädchen mit Übergewicht oder Adipositas auf Symptome von Depressionen zu achten und sie gegebenenfalls eingehend untersuchen zu lassen“, sagt <em>Boutelle</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://health.ucsd.edu/news/2010/5-24-teen-obesity.htm" target="_blank">University of California San Diego</a></span>, 24.5.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psycnet.apa.org/journals/hea/29/3/293/" target="_blank">Boutelle et al</a></span>. <em>Health Psychology</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Haben Eltern Einfluss auf das Entstehen von Esstörungen bei ihren Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/haben-eltern-einfluss-auf-das-entstehen-von-esstorungen-bei-ihren-kindern/" target="_self">Haben Eltern Einfluss auf das Entstehen von Esstörungen bei ihren Kindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-ubergewichtige-kinder-haufiger-gemobbt-als-andere/" target="_self">Werden übergewichtige Kinder häufiger gemobbt als andere?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen von Kindern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/depressionen-bei-kindern.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen von Kindern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-kinder-jugendliche/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.onmeda.de/krankheiten/adipositas.html" target="_blank">Weitere Informationen zu Übergewicht bei Onmeda</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf </span></a></p>
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		</item>
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		<title>Was hilft gegen „Binge-Eating&#8221; (Heißhungeranfälle/ Fressanfälle)?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-hilft-gegen-%e2%80%9ebinge-eating-heishungeranfalle-fressanfalle/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 13:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Binge Eating]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Patienten mit Binge-Eating-Störung haben immer wieder „Fressanfälle“, die manchmal, aber nicht immer durch Heißhunger ausgelöst werden. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass ein simples Programm diesen Patienten anhaltende Hilfe bieten kann. Wir haben einen Presseartikel des Forschungsinstituts von Anfang April übersetzt, der die noch nicht veröffentlichten Ergebnisse zusammenfasst:
Eine neue Studie zeigt, dass ein zwölfwöchiges Programm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2250" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Was hilft gegen Binge-Eating Heisshungeranfälle Fressanfälle s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Was-hilft-gegen-Binge-Eating-Heisshungeranfälle-Fressanfälle-s.jpg" alt="Was hilft gegen Binge-Eating Heisshungeranfälle Fressanfälle s" width="167" height="137" />Patienten mit Binge-Eating-Störung haben immer wieder „Fressanfälle“, die manchmal, aber nicht immer durch Heißhunger ausgelöst werden. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass ein simples Programm diesen Patienten anhaltende Hilfe bieten kann. Wir haben einen Presseartikel des Forschungsinstituts von Anfang April übersetzt, der die noch nicht veröffentlichten Ergebnisse zusammenfasst:</p>
<p>Eine neue Studie zeigt, dass ein <strong>zwölfwöchiges Programm</strong> Patienten mit Binge-Eating-Störung helfen kann, ihre Heißhungeranfälle zu kontrollieren. Die Wirkung hält mindestens ein Jahr lang an, und die Behandlung spart Patienten sogar Geld. Periodisch auftretendes Binge-Eating ist die <strong>häufigste Essstörung </strong>in den USA, wo mehr als drei Prozent der Bevölkerung, d.h. neun Millionen Menschen darunter leiden. Doch die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten sind begrenzt.</p>
<p><span id="more-2244"></span>Die Ergebnisse der Studie, der ersten ihrer Art, von Forschern des <em>Kaiser Permanente Center for Health Research</em>, der <em>Wesleyan University</em> und der <em>Rutgers University</em> in den USA zeigen, dass mehr als <strong>dreiundsechzig Prozent </strong>der Studienteilnehmer nach dem Programm<strong> keine Heißhungeranfälle mehr</strong> hatten. Bei einer Kontrollgruppe von Patienten, die nicht am Programm teilgenommen hatten, lag die Quote bei achtundzwanzig Prozent. Das Programm dauerte nur zwölf Wochen, aber die meisten Teilnehmer hatten auch ein Jahr später keine Heißhungeranfälle mehr.</p>
<p>Nach einer zweiten Studie, deren Ergebnisse demnächst in der gleichen Ausgabe des <em>Journal of Consulting and Clinical Psychology</em> veröffentlicht werden sollen, <strong>sparte</strong> das Programm seinen Teilnehmern <strong>Geld</strong>, weil sie weniger für Dinge wie Nahrungsergänzungsmittel und Schlankheitskuren ausgaben.</p>
<p>„Es ist selten, dass solche Programme funktionieren und Patienten auch noch Geld sparen. So sind alle Gewinner&#8221;, sagt die Autorin der Studie <em>Dr. Frances Lynch</em>, eine Gesundheitsökonomin am <em>Kaiser Permanente Center for Health Research</em>. „Jeder Krankenversicherer sollte überlegen, ob er diese Art von Programmen einführt.“</p>
<p>„Bei einem Heißhungeranfall essen Leute in kurzer Zeit viel mehr als andere und verlieren dabei jede Kontrolle über das Essen. Diese Patienten haben oft auch <strong>Depressionen</strong>, <strong>Schamgefühle</strong>, <strong>Minderwertigkeitskomplexe</strong>, und sie <strong>nehmen zu</strong>. Das alles kostet das Gesundheitswesen weitere Millionen“, sagt die Studienleiterin <em>Ruth H. Striegel-Moore</em>, die Professorin für Psychologie an der <em>Wesleyan University</em> ist. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich periodisch auftretende Heißhungeranfälle mit einem kurzen und einfach durchführbaren Programm behandeln lassen. Das ist eine großartige Nachricht für Patienten und ihre Krankenkassen.“</p>
<p>In letzter Zeit war das öffentliche Interesse an <strong>Binge-Eating</strong> besonders groß, weil die <em>American Psychiatric Association </em>empfohlen hat, es sollte wie Ess-Brech-Sucht und Magersucht als eine <strong>eigene Essstörung</strong> eingestuft werden. Die Forscher glauben, diese neue Diagnose dürfte in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit auf Binge-Eating und seine Behandlung lenken. Sie könnte auch einen Einfluss darauf haben, wie oft Ärzte Patienten eine Diagnose von Binge-Eating stellen und in wieweit die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung tragen.</p>
<p>Die <strong>Studie</strong> wurde 2004 bis 2005 in den US-Bundesstaaten Oregon und Südwest-Washington an 123 Mitgliedern des Gesundheitsplans von Kaiser Permanente (ein amerikanischer Krankenversicherer) durchgeführt. Über <strong>neunzig Prozent</strong> der Patienten waren <strong>Frauen</strong>, und das Durchschnittsalter war siebenunddreißig Jahre. Alle Teilnehmer mussten in den drei Monaten vor Beginn der Studie mindestens einen Heißhungeranfall pro Woche gehabt haben und keine Pausen von zwei Wochen oder länger zwischen einzelnen Anfällen. Die Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip einer Behandlungsgruppe oder einer gleich großen Kontrollgruppe zugeteilt. Die Patienten der Kontrollgruppe hatten weiter ihre gewohnte Standardbehandlung.</p>
<p>Die Teilnehmer der Behandlungsgruppe lasen ein <strong>Selbsthilfebuch</strong> von <em>Dr. Christopher G. Fairburn</em>, einem Professor für Psychiatrie und Experten auf dem Gebiet der Essstörungen. (Das Buch ist unter dem Titel  „Ess-Attacken stoppen. Ein Selbsthilfeprogramm“ auf Deutsch erschienen.) Es bietet ausführliche wissenschaftliche Informationen über Binge-Eating und beschreibt die sechs Punkte eines Selbsthilfeprogramms, in dessen Mittelpunkt Selbstüberwachung, Selbstkontrolle und Strategien zur Problemlösung stehen. Die Patienten nahmen zwölf Wochen lang an insgesamt acht Sitzungen teil, in denen ein Therapeut ihnen die Prinzipien der <strong>kognitiven Verhaltenstherapie</strong> erklärte und ihnen half, die Strategien des Buches in die Tat umzusetzen. Die erste Sitzung dauerte eine Stunde und die Folgenden zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten. Die ganze Behandlung kostete durchschnittlich 167 Dollar pro Patient.</p>
<p>Alle Teilnehmer erhielten per Post Kurzinformationen über den Gesundheitsplan für eine gesunde Lebensführung und Ernährung und wurden ermutigt, sich bei ihrem Hausarzt über Gesundheitspläne zu erkundigen.</p>
<p>Nach Ende des zwölfwöchigen Programms hatten 63,5 Prozent der Teilnehmer der Behandlungsgruppe keine Heißhungeranfälle mehr. Auch 28,3 Prozent der Patienten in der Kontrollgruppe, die nicht am Programm teilnahmen, hatten keine Heißhungeranfälle mehr. Sechs Monate später hatten in der Behandlungsgruppe 74,5 Prozent der Patienten keine Heißhungeranfälle mehr und in der Kontrollgruppe 44,1 Prozent. Nach einem Jahr waren die Werte 64,2 beziehungsweise 44,6 Prozent.</p>
<p>Alle Studienteilnehmer machten genaue Angaben zu ihren Heißhungeranfällen, wie oft sie nicht oder weniger effektiv <strong>arbeiten</strong> konnten, und wie viel Geld sie für ihre Gesundheit, <strong>Schlankheitskuren</strong> und Nahrungsergänzungsmittel zum Schlankwerden ausgaben. Außerdem untersuchten die Forscher die Kosten für <strong>Medikamente</strong>, <strong>Arztbesuche</strong> und andere Gesundheitsdienstleistungen.</p>
<p>Aus diesen Daten errechneten die Forscher die Kosten für beide Patientengruppen. Danach waren die durchschnittlichen <strong>Gesamtkosten</strong> für die Behandlungsgruppe 447 Dollar <strong>niedriger</strong> als für die Kontrollgruppe. Von den Ersparnissen entfielen 149 Dollar auf die Patienten selbst, die weniger für Schlankheitskuren, rezeptfreie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel ausgaben. Die Gesamtkosten waren 3670 Dollar pro Person und Jahr für die Behandlungsgruppe verglichen mit 4098 Dollar für die Kontrollgruppe.</p>
<p>„Die Ergebnisse unseres Programms sind vielversprechend. Aber wir raten jedem, der Probleme mit Heißhungeranfällen hat, <strong>erst </strong>mit seinem <strong>Arzt</strong> zu besprechen, ob dieses Programm auch für ihn das Richtige ist“, sagt die Mitautorin der Studie <em>Dr. Lynn DeBar</em>, die als klinische Psychologin am <em>Kaiser Permanente Center for Health Research </em>arbeitet.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://xnet.kp.org/newscenter/pressreleases/nat/2010/040110bingeeating.html" target="_blank">Kaiser Permanente News Center</a></span>, 1.4.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-viele-frauen-leiden-unter-essstorungen/" target="_self">Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="BZGA aktualisiert ihr Info-Angebot zum Thema Essstörungen" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/bzga-aktualisiert-ihr-info-angebot-zum-thema-essstorungen/" target="_self">BZGA aktualisiert ihr Info-Angebot zum Thema Essstörungen</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hängt Bulimie mit impulsivem Verhalten zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-bulimie-mit-impulsivem-verhalten-zusammen/" target="_self">Wie hängt Bulimie mit impulsivem Verhalten zusammen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
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		</item>
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		<title>Hängen Essstörungen mit kognitiven Defiziten zusammen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/hangen-essstorungen-mit-kognitiven-defiziten-zusammen/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 20:25:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Bulimie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Magersucht]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen mit Essstörungen haben ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper. Eine neue Studie befasst sich mit der Frage, ob dies mit einer veränderten Wahrnehmung oder anderen geistigen Funktionen bei den Patienten zusammenhängen könnte. Solche Veränderungen wurden tatsächlich beobachtet, was aber nicht beweist, ob das eine das andere verursacht. Ich habe eine Presseerklärung des Journals vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen mit Essstörungen haben ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Körper. Eine neue Studie befasst sich mit der Frage, ob dies mit einer veränderten Wahrnehmung oder anderen geistigen Funktionen bei den Patienten zusammenhängen könnte. Solche Veränderungen wurden tatsächlich beobachtet, was aber nicht beweist, ob das eine das andere verursacht. Ich habe eine Presseerklärung des Journals vom Julie 2009 übersetzt, das die Studie vorab online publiziert hat:</p>
<p>Menschen, die unter <strong>Essstörungen</strong> leiden, schneiden in psychologischen Tests bei bestimmten <strong>kognitiven Aufgaben schlechter </strong>ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende Literaturstudie, die den Zusammenhang zwischen Essstörungen und kognitiven Defiziten untersuchte und im<em> Journal of Neuropsychology </em>veröffentlicht wurde.</p>
<p><span id="more-1074"></span><em>Professor Konstantine Zakzanis </em>und seine Mitarbeiter von der <em>University of Toronto</em> in Kanada werteten Untersuchungen über Menschen mit Essstörungen auf übereinstimmende <strong>Muster von kognitiven Defiziten</strong> aus. Insgesamt analysierten die Autoren 27 Studien an 608 Patienten mit <strong>Anorexia nervosa</strong> (Magersucht) und 14 Studien an 347 Patienten mit <strong>Bulimia nervosa</strong> (Ess-Brechsucht).</p>
<p><em>Professor Zakzanis</em> sagt: „In den letzten 30 Jahren wurden viele Menschen mit Anorexie oder Bulimie in psychologischen <strong>Studien</strong> untersucht, darunter mit Tests, wie sie <strong>Entscheidungen</strong> treffen, ihr verbales <strong>Gedächtnis</strong> und ihre <strong>Reaktionszeiten</strong>. Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten mit Essstörungen bei manchen dieser Aufgaben nicht so gut abschneiden wie gesunde Menschen.”</p>
<p>„In dieser Übersichtsstudie haben wir gezeigt, dass man bei Menschen mit Anorexie und Bulimie übereinstimmend deutliche Probleme bei manchen kognitiven Aufgaben beobachtet hat. Dabei ist die <strong>kognitive Leistungsfähigkeit umso geringer je weniger der Patient wiegt</strong>.”</p>
<p>Patienten mit <strong>Anorexie</strong> hatten insbesondere eine beeinträchtigte <strong>räumliche Wahrnehmung</strong> und geistige Vorstellung vom Raum, was die verzerrte Selbsteinschätzung des <strong>Körperbildes </strong>bei Patienten mit dieser Störung erklären könnte. Insgesamt hatten Menschen mit Bulimie weniger Beeinträchtigungen als Patienten mit Anorexie. Allerdings waren <strong>Bulimiepatienten impulsiver</strong>, und einundzwanzig Prozent hatten in Tests für Impulsivität schlechtere Ergebnisse als Menschen, die nicht unter einer Essstörung litten.</p>
<p>„Diese Ergebnisse zeigen, dass kognitive Defizite bei Menschen mit Essstörungen bestimmten Mustern folgen. Aber bis jetzt <strong>wissen</strong> wir noch <strong>nicht</strong>, ob diese Defizite eine <strong>Folge des unnormalen Essverhaltens</strong> sind, zum Beispiel Unterernährung, <strong>oder</strong> ob kognitive Defizite <strong>Essstörungen verursachen</strong> oder sie verschlimmern ”, fährt <em>Professor Zakzanis</em> weiter. „Wenn kognitive Defizite zu Essstörungen beitragen, könnte uns das helfen zu verstehen, warum diese Störungen bei bestimmten Menschen auftreten, und die Entwicklung psychologischer <strong>Behandlungen für die Zukunft </strong>erleichtern.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><a href="http://www.bps.org.uk/media-centre/press-releases/releases$/british-journal-of-clinical-psychology$/psychologists-investigate-cognitive-failings-of-eatign-disorder-sufferers.cfm" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">British Psychological Society</span></a>, 22.7.09</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1348/174866409X459674/abstract" target="_blank">Zakzanis et al</a></span>. <em>Journal of Neuropsychology</em>, März 2010</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><a title="Was findet bei Magersucht im Kopf statt?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-findet-bei-magersucht-im-kopf-statt/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;">Was findet bei Magersucht im Kopf statt?</span></a></p>
<p><a title="Wie hängt Bulimie mit impulsivem Verhalten zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangt-bulimie-mit-impulsivem-verhalten-zusammen/" target="_self"><span style="text-decoration: underline;"> Wie hängt Bulimie mit impulsivem Verhalten zusammen?</span></a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/essstoerungen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin</a></span></p>
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		<item>
		<title>Wie viele Frauen leiden unter Essstörungen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-viele-frauen-leiden-unter-essstorungen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-viele-frauen-leiden-unter-essstorungen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 11:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essstörungen]]></category>
		<category><![CDATA[Binge Eating]]></category>
		<category><![CDATA[Bulimie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine aktuelle Studie zeigt, dass ein bedenklich unnormales Essverhalten unter Frauen sehr weit verbreitet ist. Die Zahl der Betroffenen ist deutlich höher als in manchen anderen Studien, was wohl auch daran liegt, dass die Forscher nicht nur Essstörungen im klinischen Sinne untersuchten. Ich habe die Pressemitteilung der Universität von vor drei Tagen übersetzt, die auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1274" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="eating disorders s s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2009/12/eating-disorders-s-s.jpg" alt="eating disorders s s" width="125" height="167" />Eine aktuelle Studie zeigt, dass ein bedenklich unnormales Essverhalten unter Frauen sehr weit verbreitet ist. Die Zahl der Betroffenen ist deutlich höher als in manchen anderen Studien, was wohl auch daran liegt, dass die Forscher nicht nur Essstörungen im klinischen Sinne untersuchten. Ich habe die Pressemitteilung der Universität von vor drei Tagen übersetzt, die auch einen kurzen Überblick über verschiedene Essstörungen gibt:</p>
<p>Wenn das Verhalten eines Menschen seinen körperlichen oder seelischen Bedürfnissen zuwiderläuft und ihm schaden kann, bezeichnet man das als ein „<strong>maladaptives</strong>“ (schlecht angepasstes) <strong>Verhalten</strong>. Frauen können verschiedene maladaptive Verhaltensweisen beim <strong>Essen </strong>entwickeln, von denen Anorexie (Magersucht) nur eine Form ist. Tatsächlich haben etwa zehn <strong>bis fünfzehn Prozent</strong> aller <strong>Frauen</strong> ein maladaptives Essverhalten und eine gestörte Einstellung zum Essen.</p>
<p><span id="more-959"></span>Das ist das Ergebnis einer neuen Studie von Forschern der <em>Université de Montréal</em> und des <em>Douglas Mental Health University Institute</em> in Kanada, die im <em>International Journal of Eating Disorders</em> veröffentlicht wurde. „Unsere Ergebnisse geben allen Anlass zur Besorgnis“, sagt <em>Lise Gauvin</em>, eine Professorin in der Abteilung Sozial- und Präventionsmedizin der <em>Université de Montréal</em>. „Frauen sind den Einflüssen vieler <strong>widersprüchlicher Erwartungen</strong> ausgesetzt. Einerseits sollen sie <strong>schlank </strong>werden. Andererseits werden sie animiert, einfach nur zum <strong>Genuss</strong> zu essen.“</p>
<p>An der Studie über Essstörungen im weiteren Sinne (klassische und Grenzfälle), die in Form einer <strong>telefonischen</strong> <strong>Befragung</strong> durchgeführt wurde, nahmen 1501 Frauen teil. Keine Teilnehmerinnen wurde als magersüchtig eingestuft. Das Durchschnittsalter dieser Frauen aus städtischen Wohngebieten war 31 Jahre. Die meisten Frauen, die zu der Telefonumfrage bereit waren, rauchten nicht und hatten einen Hochschulabschluss.</p>
<p><em>Dr. Gauvin </em>sagt, die Studie gibt neue Aufschlüsse über <strong>Binge Eating</strong> (Heißhungeranfälle ohne anschließendes Erbrechen) und <strong>Bulimie</strong> (Heißhungeranfälle mit anschließendem Erbrechen, auch Ess-Brechsucht). Zu den Kennzeichen beider Störungen gehört <strong>übermäßiges Essen</strong>, mit dem ein Gefühl von <strong>Kontrollverlust</strong> einhergeht. „Etwa <strong>13,7 Prozent </strong>der Frauen, die für diese Studie befragt wurden, gaben Binge Eating an einem bis fünf Tagen oder ein bis sieben mal im Monat an&#8221;, sagt sie und merkt an, dass <strong>2,5 Prozent</strong> der Frauen angaben, sie würden sich zum <strong>Erbrechen </strong>zwingen oder aber <strong>Abführ- oder Entwässerungsmittel </strong>verwenden, um ihr Gewicht oder ihre Figur zu halten.</p>
<p>Weiter zeigte die Untersuchung auch einen Zusammenhang zwischen einem <strong>problematischen Essverhalten </strong>und der <strong>Selbsteinschätzung</strong> der Frauen von ihrer <strong>Gesundheit</strong>. In anderen Worten hielten sich Frauen mit einem unnormalen Essverhalten häufiger auch für nicht gesund.</p>
<p>Schließlich stellten die Forscher fest, dass 28 Prozent der Frauen zweimal im Monat intensiv <strong>Sport</strong> treiben, nur um abzunehmen oder ihr <strong>Gewicht zu kontrollieren</strong>. „Wir sollten Sport treiben, weil es Spaß macht und wir uns dabei gut fühlen. Aber wenn solche Aktivitäten dazu dienen, das Gewicht unter Kontrolle zu bringen oder die Figur zu halten, <strong>deutet</strong> das darauf <strong>hin</strong>, dass sich jemand <strong>übermäßige Sorgen</strong> um sein Gewicht macht“, sagt <em>Dr. Gauvin</em>. „Unsere Studie zeigt, dass sich bei einem Teil der weiblichen Bevölkerung ein maladaptives Verhaltensmuster beim Essen feststellen lässt.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><a href="http://www.nouvelles.umontreal.ca/udem-news/news-digest/disordered-eating-may-affect-10-to-15-percent-of-women.html" target="_blank"><span style="text-decoration: underline;">UdeMNouvelles</span></a>, 18.12.09</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/eat.20590/abstract" target="_blank">Gauvin et al.</a></span> <em>International Journal of Eating Disorders</em>, 2008</p>
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