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	<title>Psychologie aktuell &#187; Angst- &amp; Panikstörung</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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	<itunes:summary>Aktuelle, internationale Forschungsergebnisse aus der Psychologie- und Psychotherapieforschung. Podcast der Praxis Dr. Shaw</itunes:summary>
	<itunes:author>Psychologie aktuell</itunes:author>
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	<itunes:subtitle>Psychologie &amp; Psychotherapie</itunes:subtitle>
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		<title>Psychologie aktuell &#187; Angst- &amp; Panikstörung</title>
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		<title>Wie tragen Genetik und Umwelt zur Entstehung von Depressionen bei?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-tragen-genetik-und-umwelt-zur-entstehung-von-depressionen-bei/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 10:06:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele psychische Erkrankungen haben eine genetische Komponente, deren Beitrag sich aber oft nur schwer von Umwelteinflüssen trennen und analysieren lässt. Eine neue Studie hat das Zusammenspiel von Genen und Umwelt bei der Empfindung negativer Emotionen untersucht. Wir haben die Presseerklärung des Instituts zu der Studie von Ende Oktober übersetzt, die veranschaulicht, wie komplex die Zusammenhänge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4796" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Warum-wecken-Gerüche-Kindheitserinnerungen-1-300x199" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Warum-wecken-Gerüche-Kindheitserinnerungen-1-300x1991.jpg" alt="Warum-wecken-Gerüche-Kindheitserinnerungen-1-300x199" width="180" height="119" />Viele psychische Erkrankungen haben eine genetische Komponente, deren Beitrag sich aber oft nur schwer von Umwelteinflüssen trennen und analysieren lässt. Eine neue Studie hat das Zusammenspiel von Genen und Umwelt bei der Empfindung negativer Emotionen untersucht. Wir haben die Presseerklärung des Instituts zu der Studie von Ende Oktober übersetzt, die veranschaulicht, wie komplex die Zusammenhänge sind:</p>
<p>An der Entstehung von Ängsten und Depressionen sind <strong>psychische</strong> und <strong>Umweltfaktoren</strong> beteiligt, aber auch die <strong>genetische Veranlagung</strong> eines Menschen spielt eine Rolle. Wie die einzelnen Faktoren auf die Funktion des Gehirns einwirken, sodass Angst- und Depressionssymptome ausgelöst werden, ist jedoch immer noch nicht klar. Um einen besseren Einblick in diese Wechselwirkungen zu bekommen, hat ein französisches Forscherteam vom Centre Émotion-Remédiation et Réalité Virtuelle (<em>CNRS, Pitié Salpêtrière Hospital</em>, Paris) die <strong>Amygdala</strong> untersucht. Dieser Teil des Gehirns ist bei Menschen überaktiv, die unter Ängsten und Depressionen leiden.</p>
<p>Die Forscher konnten zeigen, dass die Amygdala unterschiedlich reagiert, je nach dem genetischen Make-up eines Menschen, seiner Lebensgeschichte und seiner geistigen Tätigkeit. Diese Ergebnisse bedeuten, dass eine <strong>Psychotherapie</strong> eine <strong>unterschiedliche Wirkung</strong> auf die Gehirnaktivität von Patienten <strong>haben könnte</strong>, die von ihren jeweiligen genetischen Merkmalen abhängt. Die Studie erscheint als Titelgeschichte der Novemberausgabe von <em>Human Brain Mapping</em>.</p>
<p><span id="more-4781"></span>Mehrere Studien, die in den letzten zehn Jahren publiziert wurden, deuten darauf hin, dass das <strong>Gen 5-HTTLPR</strong> eine wichtige Rolle bei <strong>Depressionen</strong> spielen könnte. Das Gen kodiert für ein Transportprotein für den Neurotransmitter Serotonin, der an der <strong>Regulation von Emotionen</strong> beteiligt ist. Der Promotor des Gens (eine Region, die die Genaktivität bestimmt) kann entweder lang oder kurz sein, und die kurze Variante kann die emotionale Wirkung belastender Ereignisse verstärken. Obwohl diese Hypothese noch umstritten ist, sind Forscher sich einig, dass die kurze Variante des Gens zu einer stärkeren <strong>Aktivierung der Amygdala</strong> (oder auch Mandelkern) führt, einer Struktur im Gehirn, die an der Entstehung von Gefühlen und der Erkennung von Gefahrensignalen beteiligt ist.</p>
<p>In ihrer neusten <strong>Studie</strong> untersuchten die Forscher den Einfluss von psychischen und Umweltfaktoren auf die Wirkung der beiden <strong>Genvarianten</strong>. Dafür machten sie die Aktivität der Amygdala mit <strong>funktionellem MRT</strong>, einer Gehirnimaging-Methode, sichtbar und führten Scans an den Gehirnen von 45 gesunden Testpersonen durch, darunter Träger der kurzen und der langen Genvariante. Während den Scans zeigten die Forscher den Testpersonen angenehme und unangenehme Bilder. Die Testpersonen sollten die <strong>Wirkung der Bilder</strong> entweder nur beschreiben (als angenehm oder unangenehm) oder über die Bedeutung nachdenken, die die Bilder für sie persönlich hatten.</p>
<p>Die Scans zeigten unterschiedliche Gehirnaktivitäten, je nach der Genvariante der Testpersonen: Bei Trägern der kurzen Variante war die Aktivierung der Amygdala stärker, wenn sie das Foto mit sich selbst in Verbindung brachten, als wenn sie nur überlegten, ob sie das Bild angenehm oder unangenehm fanden. Bei Testpersonen ohne die kurze Genvariante war es genau umgekehrt. Das heißt, die <strong>Aktivität der Amygdala</strong> war <strong>verschieden</strong>, je nach der <strong>Genvariante</strong>, aber auch nach der geistigen<strong> Tätigkeit</strong> der Testpersonen – ob sie das Bild „objektiv“ beschrieben oder eine Assoziation mit ihrer persönlichen Lebenserfahrung herstellten.</p>
<p>Vor den Scans wurden die Testpersonen über negative Ereignisse befragt, die sie im vorangegangenen Jahr erlebt hatten, wie zum Beispiel Schwierigkeiten im Beruf, Trennungen, Todesfälle etc. Die Ergebnisse zeigten, dass sich <strong>belastende Erlebnisse</strong> im vorangegangenen Jahr auch auf den Einfluss des Gens auf die Aktivierung der Amygdala auswirkten, wobei diese Interaktion zwischen Genen und Umwelt selbst durch die geistige Tätigkeit der Testpersonen verändert wurde.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass das genetische Make-up der Testpersonen einen Einfluss auf ihre Gehirnfunktion hatte. Aber dieser Einfluss war abhängig von ihrer Lebensgeschichte und der Art des psychologischen Tests. Im Hinblick auf die Behandlung von Depressionen bedeuten diese Ergebnisse, dass eine <strong>Psychotherapie</strong> und insbesondere eine Verhaltenstherapie, die <strong>Depressionspatienten</strong> helfen soll ihre Welt anders wahrzunehmen, <strong>unterschiedliche Auswirkungen</strong> auf das Gehirn haben könnte, die von bestimmten Genen abhängen. Diese Möglichkeit wollen die Forscher nun weiter untersuchen.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www2.cnrs.fr/en/1928.htm" target="_blank">CNRS</a></span>, 28. Okt 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1002/hbm.21150" target="_blank">Lemogne et al</a></span>. <em>Human Brain Mapping</em>, Nov 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-erfolgreiche-verhaltenstherapie-im-hirnscanner-nachweisen/" target="_self">Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann man Angststörungen im Gehirn „sehen”?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-man angststorungen im-gehirn-sehen/" target="_self">Kann man Angststörungen im Gehirn „sehen”?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hängen Stressanfälligkeit und Depressionen zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangen-stressanfalligkeit-und-depressionen-zusammen/" target="_self">Wie hängen Stressanfälligkeit und Depressionen zusammen?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten &amp; Phobien?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/aengste.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten &amp; Phobien?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Welche Rolle spielen Lebenserfahrungen bei Ängsten und Depressionen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-rolle-spielen-lebenserfahrungen-bei-angsten-und-depressionen/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 09:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<description><![CDATA[Ob Hochzeit oder Beerdigung – auch nach sehr emotionalen Ereignissen kehrt der Mensch immer wieder zu einem emotionalen Ausgangspunkt zurück, der für jeden Menschen typisch ist. Eine aktuelle Studie hat untersucht, ob dieser individuelle Normalzustand angeboren ist oder erworben wird. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang Oktober übersetzt, die demnächst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4754" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Warum verbessern sich im Alter Freundschaften und Beziehungen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Warum-verbessern-sich-im-Alter-Freundschaften-und-Beziehungen.jpg" alt="Warum verbessern sich im Alter Freundschaften und Beziehungen" width="130" height="173" />Ob Hochzeit oder Beerdigung – auch nach sehr emotionalen Ereignissen kehrt der Mensch immer wieder zu einem emotionalen Ausgangspunkt zurück, der für jeden Menschen typisch ist. Eine aktuelle Studie hat untersucht, ob dieser individuelle Normalzustand angeboren ist oder erworben wird. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang Oktober übersetzt, die demnächst in dem Fachjournal <em>Psychological Science</em> erscheinen wird:</p>
<p>Unsere <strong>Lebenserfahrungen</strong> – die Höhen und Tiefen und alles dazwischen – formen uns, sie begleiten uns und beeinflussen unseren <strong>emotionalen Grundzustand</strong> als Erwachsene. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie unter Leitung von Forschern der <em>Virginia Commonwealth University (VCU)</em> in den USA.</p>
<p>Die Studie zeigt, dass außer unseren Genen auch unsere Lebenserfahrungen einen wichtigen Einfluss auf unsere Neigung zu Ängsten und Depressionen haben.</p>
<p><span id="more-4741"></span>„Wir leben heute in einer Zeit, in der die Bedeutung von <strong>Genen</strong> für dieses und jenes Merkmal betont wird. Aber es wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass Erfahrungen mit unserer <strong>Umwelt</strong> auch einen wichtigen Betrag dazu leisten, wer wir als Menschen sind“, sagt der Leiter der Studie <em>Dr. Kenneth Kendler</em>, Direktor des Virginia Institutes für Psychiatrische und Verhaltensgenetik an der <em>VCU</em>.</p>
<p>„Als ich groß wurde, sagten wir, wenn von der Bedeutung einer guten Ernährung die Rede war: ,Der Mensch ist, was er isst.’ Die Ergebnisse dieser Studie zeigen aber, wie sehr ,Der Mensch ist, was er erlebt hat.’ Das heißt, Ihre <strong>Lebensgeschichte</strong> begleitet Sie und <strong>beeinflusst Ihr Leben </strong>ähnlich wie ein Lebenslauf eine Karriere, im Guten wie im Schlechten“, sagt er.</p>
<p><em>Kendler</em>, Professor für Psychiatrie und Human- und Molekulargenetik an der School of Medicine der <em>VCU</em>, und ein internationales Team von Forschern der <em>VCU</em> und anderer Universitäten analysierten neun Datensätze von mehr als 12000 eineiigen <strong>Zwillingen</strong>, die im Laufe ihres Lebens Symptome von <strong>Depressionen</strong> und/oder <strong>Ängsten</strong> hatten.</p>
<p>Studien an eineiigen Zwillingen ermöglichen es Forschern Paare von Menschen zu untersuchen, die mit einem identischen <strong>genetischen Make-up</strong> und in das gleiche <strong>Familienumfeld </strong>geboren wurden. Ihre Umwelt kann sich später ändern, wenn sie älter werden und beginnen unterschiedliche Entscheidungen zu treffen, sodass sie sich auseinanderentwickeln und andere Lebensstile, Ernährungsgewohnheiten oder Freunde haben.</p>
<p>Die Teilnehmer aller Studien machten über einen Zeitraum von jeweils fünf bis sechs Jahren Angaben, aus denen Rückschlüsse auf ihre Symptome von Ängsten und Depressionen möglich waren. Die Teilnehmer waren unterschiedlich alt und hatten an amerikanischen und europäischen Bevölkerungsstudien teilgenommen.</p>
<p>Laut <em>Kendler</em> benutzten die Forscher statistische Modelle, die sein Kollege <em>Dr. Charles Gardner</em>, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Psychiatrie der <em>VCU</em>, entwickelt hatte, um zu untersuchen, wie sich die <strong>individuellen Unterschiede</strong> bei den einzelnen Zwillingspaaren im Laufe der Zeit veränderten. Das Team beobachte, dass sich angefangen von der Kindheit die vorhergesagte Ausprägung der <strong>Angst- und Depressionssymptome</strong> immer mehr <strong>auseinanderentwickelte</strong>, je älter die Zwillinge wurden. Ab dem Alter von etwa 60 Jahren aber entwickelten sie sich nicht mehr weiter auseinander. Außerdem stellten sie fest, dass <strong>Erfahrungen </strong>mit der Umwelt ab dem <strong>mittleren Erwachsenenalter</strong> eine wichtige Rolle bei stabilen und vorhersagbaren interindividuellen Unterschieden beim Grad von Ängsten und Depressionen spielen.</p>
<p><em><strong>Quelle:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.news.vcu.edu/news/VCU_Study_We_Are_What_We_Experience" target="_blank">VCU News</a></span>, 5. Okt 2011</p>
<p><em><strong>Verwandte Artikel:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich von der Persönlichkeit des Kindes auf späteres Verhalten im Erwachsenenalter schließen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-von-der-personlichkeit-des-kindes-auf-spateres-verhalten-im-erwachsenenalter-schliesen/" target="_self">Lässt sich von der Persönlichkeit des Kindes auf späteres Verhalten im Erwachsenenalter schließen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Zufriedenheit erblich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-zufriedenheit-erblich/" target="_self">Ist Zufriedenheit erblich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Können Depressionen mit der Vorzugsbehandlung im Kindesalter zusammenhängen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/konnen-depressionen-mit-der-vorzugsbehandlung-im-kindesalter-zusammenhangen/" target="_self">Können Depressionen mit der Vorzugsbehandlung im Kindesalter zusammenhängen?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/depressionen.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Depressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten &amp; Phobien?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/aengste.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten &amp; Phobien?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zu unserem Burnout Zentrum München" href="http://www.burnout-zentren.de/muenchen.php" target="_blank">Zu unserem Burnout Zentrum München</a></span></p>
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		</item>
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		<title>Wie bewältigt das Gehirn Stress?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-bewaltigt-das-gehirn-stress/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 15:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout/Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
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		<category><![CDATA[neuronales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Neurophysiologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Goldfischen wird nachgesagt, dass sie nicht sehr schlau sind, weil sie sich einfach nichts merken können. Dafür wirken sie aber immer ruhig und zufrieden. Oder gerade deshalb? In einer aktuellen Studie haben Forscher Mäuse mit einem besonders guten Gedächtnis für negative Erfahrungen hergestellt und gezeigt, dass die Tiere gestresst und verängstigt sind. Wir haben einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4697" title="Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Lassen-sich-Panikattacken-durch-Atmung-kontrollieren1.jpg" alt="Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren" width="167" height="134" />Goldfischen wird nachgesagt, dass sie nicht sehr schlau sind, weil sie sich einfach nichts merken können. Dafür wirken sie aber immer ruhig und zufrieden. Oder gerade deshalb? In einer aktuellen Studie haben Forscher Mäuse mit einem besonders guten Gedächtnis für negative Erfahrungen hergestellt und gezeigt, dass die Tiere gestresst und verängstigt sind. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von Anfang Oktober übersetzt, die zu neuen Behandlungen für stressbedingte Erkrankungen führen könnte:</p>
<p>Ein Forscherteam von der <em>University of Leicester</em> in England sagt, es hat die Nervenzellen entdeckt, die im Gehirn für die Bewältigung von Stress verantwortlich sind.</p>
<p>Die Neurowissenschaftler scheinen einen wichtigen Schritt vorwärts gemacht zu haben, um die biologischen Mechanismen des Stresses zu verstehen und welche Rolle das Gehirn dabei spielt, seine Auswirkungen zu begrenzen. Sie sagen, sie haben „dünne“ und „pilzförmige“ <strong>Fortsätze von Nervenzellen</strong> entdeckt, die für das <strong>Lernen </strong>und das <strong>Gedächtnis</strong> verantwortlich sind. Wichtiger noch sagen sie, dass diese Zellen imstande sind Erinnerungen an Geschehenes zu verändern, sodass schmerzhafte oder traumatische Erinnerungen weniger deutlich sind.</p>
<p><span id="more-4676"></span>Das <strong>Gehirn</strong> produziert ein spezielles Protein, das ihm hilft sich <strong>an belastende Erfahrungen anzupassen</strong>, indem es die Effizienz und Art und Weise beeinflusst, wie im Gehirn Gedächtnisinhalte gespeichert werden. So stellten die Forscher fest, dass Mäuse, die dieses Protein nicht bilden konnten, weniger kontaktfreudig waren und sich mehr als normale Mäuse im Dunkeln versteckten. Die Forscher deuten dieses Verhalten als eine empfindlichere Reaktion auf unangenehme Erfahrungen.</p>
<p><em>Dr. Pawlak</em> von der Abteilung Zellphysiologie und Pharmakologie der Universität sagt:</p>
<p>„Stress beeinflusst die ständige <strong>,Umbildung’ im Gehirn</strong> – Nervenzellen verändern ihre Gestalt, die Anzahl ihrer Verbindungen mit anderen Zellen, und wie sie mit anderen Nervenzellen kommunizieren. In den meisten Fällen sind diese Reaktionen nützliche Anpassungen – sie helfen dem Gehirn <strong>Stress zu bewältigen</strong> und ermöglichen uns angemessene Verhaltensreaktionen. Aber bei sehr großem Stress können diese Prozesse außer Kontrolle geraten. Die <strong>,Pufferkapazität’ des Gehirns</strong> ist erschöpft und die Nervenzellen im Hippocampus – eine Gehirnregion, die für das Lernen und Gedächtnis zuständig ist – beginnen ihre Zellfortsätze zurückzuziehen, kommunizieren nicht mehr effektiv mit anderen Zellen und werden sichtbar krank.“</p>
<p><em>Dr. Pawlak </em>sagt:</p>
<p>„Eine Strategie benutzen Gehirnzellen besonders gerne, um Stress zu bewältigen. Sie verändern die Form ihrer winzigen Fortsätze, die normalerweise dazu da sind, um <strong>Informationen</strong> mit anderen Nervenzellen <strong>auszutauschen</strong>. Diese sogenannten <strong>Dornfortsätze</strong> können manchmal nur ein Tausendstel Millimeter groß sein und haben verschiedene Formen. Manche Dornen (die <strong>,dünnen’ Dornen</strong>) sind wie Kinder – sehr lebhaft und neugierig, sie wechseln ständig ihre Gestalt und ihre ,Gesprächspartner’ – sie helfen uns neue Dinge zu <strong>lernen</strong>. Wenn diese Dornen erst einmal etwas gelernt haben, werden sie zu reifen ,Couch-Potatoes’ – sie sehen aus wie Pilze, haben feste Verbindungen, wechseln ihre Partner nicht und bewegen sich nicht gerne.“</p>
<p>Die <strong>pilzförmigen Dornen</strong> ermöglichen uns die <strong>Erinnerung</strong> an Dinge, die wir einmal gelernt haben – aber schlechte Erinnerungen können einen Menschen auch zu sehr hemmen. Stark belastende Erfahrungen sollte man am besten schnell vergessen, denn sonst können klare Erinnerungen daran Angststörungen verursachen. Das Gehirn ist ständig damit beschäftigt ein <strong>Gleichgewicht</strong> zwischen Erinnerungen herzustellen, an die wir uns gut erinnern sollten, nur vage oder sie ganz vergessen.</p>
<p>Die Studie wurde in den <em>Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)</em> veröffentlicht und dürfte wichtig für das Verständnis stressbedingter psychiatrischer Erkrankungen beim Menschen sein. Die Arbeit wurde durch einen Marie Curie Excellence Grant von der Europäischen Kommission finanziert. Nach <em>Dr. Robert Pawlak</em>, Dozent für Neurowissenschaften an der <em>University of Leicester</em>, zeigen die Ergebnisse, dass die Bildung des Proteins im Gehirn den Menschen davor bewahren könnte „zu starke Angstgefühle“ zu entwickeln und dem Gehirn hilft die Fülle <strong>negativer Erfahrungen</strong> im Leben eines Menschen zu <strong>bewältigen</strong>.</p>
<p><em>Dr. Robert Pawlak</em> fährt fort:</p>
<p>„Wir haben ein <strong>Protein</strong> identifiziert, das das Gehirn <strong>als Antwort auf Stress produziert</strong>, um die Anzahl pilzförmiger Dornen zu <strong>reduzieren</strong> und damit künftige <strong>Ängste</strong>, die mit einem belastenden Ereignis verbunden sind. Normalerweise wird dieses Protein (Lipocalin-2) nicht gebildet. Aber wenn ein Mensch gestresst ist, steigt seine Produktion im Hippocampus dramatisch an. Als wir Lipocalin-2 zu Kulturen von Nervenzellen gaben, so wie es bei Stress passiert, fingen die Nervenzellen an ihre <strong>,Gedächtnisdornen’</strong> (die reifen, pilzförmigen) zu <strong>verlieren</strong>.“</p>
<p>„Deshalb stellten wir uns die Frage: ,Was würde geschehen, wenn wir Mäuse Stress aussetzen, deren Gehirn kein Lipocalin-2 bildet? Würden sie anders reagieren?’ Für diese Experimente benutzten wir <strong>Mäuse</strong>, bei denen das <strong>Lipocalin-2-Gen zerstört</strong> war, und stellten fest, dass sie auf Stress <strong>ängstlicher</strong> reagierten als normale Mäuse. Zum Beispiel waren sie weniger ,kontaktfreudig’ und verkrochen sich lieber im Dunkeln anstatt wie normale Mäuse ihre Umgegend zu erkunden. Die Ergebnisse zeigten, dass im Gehirn dieser Mäuse bei Stress mehr pilzförmige Dornen gebildet wurden, und deshalb konnten sie sich an ein belastendes Ereignis besser erinnern.“</p>
<p>Die Identifikation von Lipocalin-2 als ein neues Molekül, das im Gehirn eine Rolle bei der Bewältigung von Stress spielt, ist ein wichtiger Schritt bei der Entschlüsselung der molekularen Mechanismen des Stress, die zu stressbedingten psychiatrischen Erkrankungen führen können, wenn sie gestört sind.</p>
<p>„<strong>Stressbedingte</strong> geistig-seelische Störungen sind ausgesprochen häufig und mehr als 30 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Wir würden gerne untersuchen, ob die Mechanismen, die wir entdeckt haben, bei Menschen ähnlich funktionieren, und ob sich daraus Ideen für klinische Strategien ableiten lassen, wie man <strong>Angststörungen und Depressionen behandeln</strong> könnte.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.medicalnewstoday.com/articles/235379.php" target="_blank">Medical News Today</a></span>, 4. Okt 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1073/pnas.1107936108" target="_blank">Mucha et al</a></span>. <em>PNAS</em>, Okt 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hängen Stressanfälligkeit und Depressionen zusammen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-hangen-stressanfalligkeit-und-depressionen-zusammen/" target="_self">Wie hängen Stressanfälligkeit und Depressionen zusammen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Besteht ein biologischer Zusammenhang zwischen Stress, Ängsten und Depressionen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/besteht-ein-biologischer-zusammenhang-zwischen-stress-angsten-und-depressionen/" target="_self">Besteht ein biologischer Zusammenhang zwischen Stress, Ängsten und Depressionen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/posttraumatische-belastungsstorung-ptsd-was-passiert-wirklich-im-gehirn/" target="_self">Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?</a></span></p>
<p><em><strong>Weitere Links:</strong></em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/stress-burn-out.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Burnout und Stress?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zu unserem Burnout Zentrum München" href="http://www.burnout-zentren.de/muenchen.php" target="_blank">Zu unserem Burnout Zentrum München</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sehen Klaustrophobiker die Welt anders?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sehen-klaustrophobiker-die-welt-anders/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 16:04:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen mit einer Klaustrophobie können manchmal recht gut durchs Leben kommen, indem sie zum Beispiel Treppen laufen und nicht Fahrstuhl fahren. Aber ein MRT-Scan kann für solche Patienten zu einem ernsthaften Problem werden. Eine neue Studie konnte nun zeigen, dass die räumliche Wahrnehmung von Klaustrophobikern nicht normal ist. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4408" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid black;" title="Helfen soziale Aktivitäten bei Altersdepressionen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/Helfen-soziale-Aktivitäten-bei-Altersdepressionen.jpg" alt="Helfen soziale Aktivitäten bei Altersdepressionen" width="161" height="167" />Menschen mit einer Klaustrophobie können manchmal recht gut durchs Leben kommen, indem sie zum Beispiel Treppen laufen und nicht Fahrstuhl fahren. Aber ein MRT-Scan kann für solche Patienten zu einem ernsthaften Problem werden. Eine neue Studie konnte nun zeigen, dass die räumliche Wahrnehmung von Klaustrophobikern nicht normal ist. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom April übersetzt, die in der Klaustrophobie den Extremfall einer normalen Angstreaktion sieht:</p>
<p>Wir alle bewegen uns in dem Raum in unserer unmittelbaren Nähe wie in einer Schutzblase, die besser als die <strong>persönliche Sphäre</strong> eines Menschen bekannt ist. Aber die Größe dieser Blase ist nicht bei jedem gleich. Eine neue Studie zeigt, dass Menschen eher zu <strong>klaustrophobischen Ängsten </strong>neigen, wenn die persönliche Sphäre um ihren Körper herum über die Norm einer Armlänge hinausreicht. Die Studie, die in dem Fachjournal <em>Cognition </em>erscheint, ist eine der ersten, die gezielt die Mechanismen der Wahrnehmung bei klaustrophobischen Ängsten untersucht hat.</p>
<p>„Wir haben festgestellt, dass Menschen, die stärker zu klaustrophobischen Ängsten neigen, übertrieben empfindlich auf Dinge in ihrer unmittelbaren Nähe reagieren“, sagt die Leiterin der Studie <em>Stella Lourenco</em>, eine Psychologin von der <em>Emory University </em>in den USA. „Im Moment wissen wir noch nicht, ob es die <strong>verzerrte räumliche Wahrnehmung</strong> ist, die die <strong>Angst</strong> hervorruft, oder umgekehrt. Beides ist möglich.“</p>
<p><span id="more-4402"></span>Bis zu einem gewissen Grade hat jeder Mensch klaustrophobische Ängste, aber wie stark sie sind, ist von einem zum anderen sehr unterschiedlich. Nach Schätzungen leiden etwa <strong>vier Prozent</strong> aller Menschen unter einer regelrechten <strong>Klaustrophobie</strong>, die zu <strong>Panikattacken</strong> führen kann, wenn Patienten durch einen Tunnel oder im Fahrstuhl fahren. Manche Menschen lassen sich gegen ihre Klaustrophobie ärztlich behandeln.</p>
<p>„Wenn wir die Faktoren besser verstehen, die zu einer Klaustrophobie beitragen, kann das Ärzten helfen, effektivere Behandlungsmethoden gegen diese Ängste zu entwickeln, die einen Menschen sehr behindern können“, sagt <em>Matthew Longo</em>, ein Mitautor der Studie, der als Psychologe am Birkbeck College der <em>University of London</em> arbeitet.</p>
<p>Oft besteht ein Zusammenhang zwischen einer Klaustrophobie und einem <strong>traumatischen Erlebnis</strong> wie für längere Zeit in einem Fahrstuhl stecken bleiben. „Aber wir wissen, dass manche Leute nach traumatischen Erlebnissen in engen Räumen keine klinische Klaustrophobie entwickeln“, sagt <em>Lourenco</em>. „Deshalb haben wir uns gefragt, ob <strong>andere Faktoren</strong> eine Rolle spielen könnten. Unsere Ergebnisse zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen klaustrophobischen Ängsten und grundlegenden Aspekten der räumlichen Wahrnehmung.“</p>
<p>Neurologische und Verhaltensstudien haben gezeigt, dass wir den Raum, den wir mit ausgestecktem Arm erreichen können, anders behandeln als den Raum, der weiter weg ist. „Es ist eine <strong>sinnvolle Anpassung</strong>, dass wir uns der Dinge, die unserem Körper <strong>näher </strong>sind, <strong>mehr bewusst</strong> sind. So können wir besser von  ihnen <strong>Gebrauch machen</strong> und uns gegen sie <strong>verteidigen</strong>“, sagt <em>Lourenco</em>. „Genauso ist es eine sinnvolle Anpassung Angst vor Dingen zu haben, die in der vertikalen Dimension zu weit von uns weg sind, denn ein Sturz kann schwerwiegende Folgen haben.“</p>
<p>Nun untersuchen <em>Lourenco</em> und <em>Longo</em>, wie die Spannweite der individuellen Unterschiede bei der räumlichen Wahrnehmung mit Ängsten zusammenhängt. Sie lassen normale Testpersonen, die nicht gegen Klaustrophobie oder Akrophobie (Höhenangst) behandelt werden, unterschiedliche räumliche Distanzen schätzen.</p>
<p>Während Testpersonen mit einem höheren Grad an <strong>klaustrophobischen Ängsten horizontale Distanzen</strong> unterschätzen, werden <strong>vertikale </strong>Distanzen von Testpersonen mit stärkeren <strong>akrophobischen</strong> Ängsten überschätzt. „Eine faszinierende Möglichkeit ist, dass diese beiden Arten von Ängsten die entgegengesetzten Enden eines einzigen kontinuierlichen <strong>Spektrums der räumlichen Wahrnehmung</strong> sind“, sagt <em>Lourenco</em>.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://esciencecommons.blogspot.com/2011/04/psychologists-closing-in-on.html" target="_blank">Emory University</a></span>, 11. April 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.cognition.2011.02.009" target="_blank">Lourenco et al</a></span>. <em>Cognition</em>, Juni 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was sind die Unterschiede zwischen spezifischer und generalisierter Angststörung?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/worin-unterscheiden-sich-angststorungen/" target="_self">Was sind die Unterschiede zwischen spezifischer und generalisierter Angststörung?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/posttraumatische-belastungsstorung-ptsd-was-passiert-wirklich-im-gehirn/" target="_self">Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum erscheint depressiven Menschen die Welt grau?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-erscheint-depressiven-menschen-die-welt-grau/" target="_self">Warum erscheint depressiven Menschen die Welt grau?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/aengste.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		<item>
		<title>Ist Online-Therapie bei sozialen Ängsten wirksam?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-sozialen-angsten-wirksam/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 20:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Therapie]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Online-Psychotherapie bietet eine Reihe von potenziellen praktischen Vorteilen und kann bei vielen psychischen Erkrankungen wirksam sein. Bei sozialen Angststörungen etwa könnte sie Patienten helfen, die sonst vielleicht keinen Therapeuten aufsuchen würden. Eine aktuelle Studie des Psychologen Thomas Berger von der Universität Bern in Zusammenarbeit mit dem Karolinska-Institut in Schweden hat verschiedene Formen der Online-Kommunikation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4028" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px; margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; border: 1px solid #000000;" title="Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Wie-hilft-Online-Therapie-bei-Depressionen1.jpg" alt="Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen" width="167" height="149" />Eine Online-Psychotherapie bietet eine Reihe von potenziellen praktischen Vorteilen und kann bei vielen psychischen Erkrankungen wirksam sein. Bei sozialen Angststörungen etwa könnte sie Patienten helfen, die sonst vielleicht keinen Therapeuten aufsuchen würden. Eine aktuelle Studie des Psychologen <em>Thomas Berger </em>von der <em>Universität Bern </em>in Zusammenarbeit mit dem <em>Karolinska-Institut</em> in Schweden hat verschiedene Formen der Online-Kommunikation zwischen Patient und Therapeut untersucht und zeigt, dass in diesem Fall alle sehr effektiv waren. Wir haben diesmal die Zusammenfassung der wissenschaftlichen Veröffentlichung übersetzt, sie aber für den Blog etwas vereinfacht:</p>
<p>Mehrere Forschungsgruppen haben in kontrollierten Studien unabhängig voneinander die Wirksamkeit von <strong>Selbsthilfeprogrammen </strong>für soziale Angststörungen nachgewiesen, die über das <strong>Internet</strong> angeboten werden und nur minimale Unterstützung durch einen Therapeuten per E-Mail erfordern. Aber die <strong>Rolle</strong> und Notwendigkeit der Anleitung durch einen <strong>Therapeuten</strong> ist immer noch weitgehend unklar.</p>
<p>Diese Studie verglich den Nutzen eines zehnwöchigen <strong>Selbsthilfeprogramms</strong> <strong>für soziale Angststörungen</strong>, das <strong>online</strong> und <strong>ohne Anleitung</strong> durch einen Therapeuten angeboten wurde, mit derselben Behandlung, die durch eine minimale, aber wöchentliche Unterstützung durch einen Therapeuten per <strong>E-Mail </strong>ergänzt wurde. Außerdem wurde noch eine dritte Behandlungsmethode untersucht, bei der die Unterstützung flexibel gehandhabt wurde und je nach Wunsch und Bedarf des Patienten von gar keiner Unterstützung, über Kontakt per E-Mail bis zu <strong>Telefonaten</strong> reichen konnte.</p>
<p><span id="more-4021"></span>Einundachtzig Patienten mit einer Diagnose von sozialen Angststörungen wurden nach dem Zufallsprinzip einer der <strong>drei Behandlungsgruppen</strong> zugeteilt. Das Hauptkriterium für den <strong>Behandlungserfolg</strong> waren die Angaben des Patienten über <strong>Veränderungen der Symptome </strong>von sozialen Angststörungen. Zusätzliche Kriterien waren Depressionssymptome, zwischenmenschliche Schwierigkeiten und allgemeine Symptome des Patienten. Die Symptome wurden vor Beginn und am Ende der Behandlung sowie bei einer Nachsorgeuntersuchung sechs Monate später quantifiziert. Ferner wurde nach Ende der Behandlung ein diagnostisches Interview per Telefon durchgeführt und diese Daten bei der Auswertung mit berücksichtigt.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass sich die <strong>Symptome</strong> bei allen drei Behandlungsgruppen <strong>deutlich verbesserten</strong>. Die Effektstärken (Cohens d-Wert) [ein statistisches Maß für den Behandlungserfolg; je größer, desto wirksamer die Behandlung] waren 1,47 beim Hauptkriterium für soziale Angststörungen und 1,16 bei den sekundären Kriterien. Der Vergleich der <strong>Gruppen </strong>untereinander zeigte <strong>keine </strong>wesentlichen und statistisch signifikanten <strong>Unterschiede</strong> bei den vier Kriterien für die <strong>Wirksamkeit</strong> der Behandlungsmethoden (Cohens d-Werte = null bis -0,36). Auch beim Heilerfolg, klinisch relevanten Veränderungen, <strong>Abbrecherquote</strong> und Maßen für die <strong>Therapietreue</strong> wie Anzahl der Lektionen oder Übungen, die die Teilnehmer absolvierten, waren bei den drei Behandlungsmethoden keine Unterschiede erkennbar.</p>
<p>Diese Ergebnisse zeigen, dass die Therapie von sozialen Angststörungen über das Internet eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit ist, sowohl ohne jede Unterstützung als auch mit zwei verschiedenen Arten der Anleitung durch einen Therapeuten.</p>
<p><strong><em>Quelle:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.brat.2010.12.007" target="_blank">Berger et al</a></span>. <em>Behaviour Research and Therapy</em>, März 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Online-Therapie bei Hypochondrie wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-hypochondrie-wirksam/" target="_self">Ist Online-Therapie bei Hypochondrie wirksam?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie kann das Internet den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten verbessern?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-kann-das-internet-den-zugang-zu-psychotherapeutischen-angeboten-verbessern/" target="_self">Wie kann das Internet den Zugang zu psychotherapeutischen Angeboten verbessern?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-panikattacken-und-depressionen-wirksam/" target="_self">Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/aengste.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/online-therapie.php" target="_self">Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Führt Psychotherapie zu Strukturveränderungen im Gehirn?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/fuhrt-psychotherapie-zu-strukturveranderungen-im-gehirn/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 12:33:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[EEG]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppentherapie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob eine Psychotherapie ein Erfolg ist oder nicht, ist normalerweise eine Frage der Einschätzung des Therapeuten und Patienten. Eine aktuelle Studie hat die Gehirnaktivität bei Patienten im Laufe einer Therapie untersucht und zeigt, dass sich das Behandlungsergebnis objektiv messen und quantifizieren lässt. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom Februar übersetzt, deren methodischer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3986" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Ist Beliebtheit genetisch s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Ist-Beliebtheit-genetisch-s.jpg" alt="Ist Beliebtheit genetisch s" width="167" height="125" />Ob eine Psychotherapie ein Erfolg ist oder nicht, ist normalerweise eine Frage der Einschätzung des Therapeuten und Patienten. Eine aktuelle Studie hat die Gehirnaktivität bei Patienten im Laufe einer Therapie untersucht und zeigt, dass sich das Behandlungsergebnis objektiv messen und quantifizieren lässt. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom Februar übersetzt, deren methodischer Ansatz die Entwicklung verbesserter Therapien erleichtern könnte:</p>
<p>Wie sehen die Veränderungen im Gehirn eines Patienten aus, der auf eine Psychotherapie anspricht? Diese Frage wollte ein Team von kanadischen Psychologen bei Patienten mit sozialen Angststörungen untersuchen. Die Ergebnisse der Studie wurden nun in <em>Psychological Science</em>, einem Journal der <em>Association for Psychological Science</em>, veröffentlicht.</p>
<p><strong>Soziale Angststörungen</strong> sind eine häufige psychische Erkrankung, deren Kennzeichen eine übermächtige Furcht vor sozialen Interaktionen und vor einer Verurteilung durch andere sind. Bei Patienten mit dieser Störung können sowohl <strong>Medikamente</strong> als auch <strong>Psychotherapie</strong> effektiv sein. Aber die neurologischen Auswirkungen der Psychotherapie sind weit weniger gut untersucht als die Veränderungen, die Medikamente im Gehirn hervorrufen.</p>
<p>„Wir wollten die <strong>Veränderungen im Gehirn</strong> beobachten, während ein Mensch eine <strong>Psychotherapie </strong>macht“, sagt <em>Vladimir Miskovic</em>, ein Doktorand an der <em>McMaster University</em> in Kanada und erster Autor der Studie.</p>
<p><span id="more-3978"></span>Für die Studie benutzte das Team—unter Leitung von <em>David Moscovitch</em> von der <em>University of Waterloo</em> und in Zusammenarbeit mit  <em>Louis Schmidt</em>, <em>Diane Santesso</em> und <em>Randi McCabe </em>von der <em>McMaster University</em> sowie <em>Martin Antony</em> von der <em>Ryerson University</em>—<strong>EEGs </strong>(Elektroenzephalogramme), mit denen man Gehirnströme und ihre Wechselwirkungen in Echtzeit messen kann. Dabei konzentrierten sie sich auf die „Delta-Beta-Kupplung“, deren Stärke zunimmt, je mehr Angst ein Mensch hat.</p>
<p>An der <strong>Studie </strong>nahmen 25 Erwachsene mit sozialen Angststörungen teil, die an einer Klinik in Hamilton in Ontario behandelt wurden. Die Patienten hatten zwölf wöchentliche Gruppensitzungen kognitive <strong>Verhaltenstherapie</strong>, eine strukturierte Methode, die Menschen hilft, die <strong>Gedankenmuster</strong> zu identifizieren (und zu hinterfragen), die ihre schmerzhaften und selbstzerstörerischen <strong>Verhaltensweisen</strong> aufrechterhalten.</p>
<p>Die Teilnehmer der beiden Kontrollgruppen—Studenten mit extrem hohen oder niedrigen Testwerten für Symptome von sozialen Angststörungen—hatten keine Psychotherapie.</p>
<p>Die Forscher machten bei jedem Patienten vier <strong>EEG-Tests</strong>—zwei vor der Behandlung, einen nach der Hälfte der Therapiesitzungen und einen zwei Wochen nach der letzten Sitzung. Dafür machten sie bei den Teilnehmern EEG-Messungen jeweils in <strong>Ruhe</strong> und dann während einer <strong>belastenden Testaufgabe</strong>: eine kurze Vorbereitung für eine improvisierte Rede über ein kontroverses Thema wie Todesstrafe oder gleichgeschlechtliche Ehe. Den Teilnehmern wurde gesagt, sie würden die Rede vor zwei Zuhörern und einer laufenden Videokamera halten. Außerdem machten die Forscher umfangreiche <strong>psychologische Tests</strong>, mit denen sie die Befürchtungen und Ängste der Patienten quantifizierten.</p>
<p>Der Vergleich der Patienten-EEGs vor und nach der Therapie mit den EEGs der Kontrollgruppen zeigte: Vor der Therapie ähnelte die Delta-Beta-Kopplung in den EEGs der Patientengruppe der Kontrollgruppe mit starken Ängsten und war viel stärker als in der Kontrollgruppe mit geringen Ängsten. Nach der Hälfte der <strong>Therapie verbesserten</strong> sich die <strong>EEG-Resultate </strong>der Patienten parallel zu den Verbesserungen der <strong>Symptome</strong>, die Ärzte und die Patienten selbst beobachten konnten. Am Ende ähnelten die Testergebnisse der Patienten denen der Kontrollgruppe mit geringen Ängsten.</p>
<p>„Wir können noch nicht behaupten, dass Psychotherapie Veränderungen im Gehirn hervorruft”, mahnt <em>Miskovic</em> zur Vorsicht. Zum Beispiel nahmen manche der Patienten Medikamente, die sich auf die Ergebnisse ausgewirkt haben könnten. Aber die Studie, die von der Ontario Mental Health Foundation finanziert wurde, ist „ein wichtiger erster Schritt“ in diese Richtung, und um die <strong>biologischen Grundlagen</strong> der Angst zu verstehen und <strong>bessere Behandlungsmethoden</strong> zu entwickeln.</p>
<p>Die Ergebnisse könnten auch unsere Vorstellungen von einer Psychotherapie ändern. „Laien sind oft der Meinung, dass eine Gesprächstherapie nichts ,Reales’ ist. Aber Medikamente verbinden sie mit harter Wissenschaft und physiologischen Veränderungen&#8221;, sagt <em>Miskovic</em>. „Am Ende muss aber die Wirksamkeit <strong>jeder Therapie </strong>auf Vorgängen im Gehirn und im Nervensystem beruhen. Ohne <strong>Veränderungen im Gehirn</strong> sind Veränderung des Verhaltens oder der Gefühle nicht möglich.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.psychologicalscience.org/index.php/news/releases/does-social-anxiety-disorder-respond-to-psychotherapy-brain-study-says-yes.html" target="_blank">Association for Psychological Science</a></span>, 14. Feb 2011</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://pss.sagepub.com/content/early/2011/03/04/0956797611400914.abstract" target="_blank">Miskovic et al</a></span>. <em>Psychological Science</em>, März 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-erfolgreiche-verhaltenstherapie-im-hirnscanner-nachweisen/" target="_self">Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie funktioniert Verhaltenstherapie?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wie-funktioniert-verhaltenstherapie/" target="_self">Wie funktioniert Verhaltenstherapie?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Sind für ADHS Verbindungsfehler im Gehirn verantwortlich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/sind-fur-adhs-verbindungsfehler-im-gehirn-verantwortlich /" target="_self">Sind für ADHS Verbindungsfehler im Gehirn verantwortlich?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/aengste.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lassen sich posttraumatische Störungen mit virtueller Realität behandeln?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-posttraumatische-storungen-mit-virtueller-realitat-behandeln/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-posttraumatische-storungen-mit-virtueller-realitat-behandeln/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 12:09:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/?p=3935</guid>
		<description><![CDATA[Eine Verhaltenstherapie für posttraumatische Belastungsstörungen setzt voraus, dass das traumatische Ereignis vorüber ist. Bei Soldaten kann das bedeuten, dass die Therapie erst nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst möglich ist. Eine aktuelle Studie hat als Alternative eine Behandlung mithilfe einer virtuellen Realität untersucht. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom Februar übersetzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3941" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei ADHS im Erwachsenenalter s" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Wie-wirksam-ist-Verhaltenstherapie-bei-ADHS-im-Erwachsenenalter-s.jpg" alt="Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei ADHS im Erwachsenenalter s" width="167" height="125" />Eine Verhaltenstherapie für posttraumatische Belastungsstörungen setzt voraus, dass das traumatische Ereignis vorüber ist. Bei Soldaten kann das bedeuten, dass die Therapie erst nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst möglich ist. Eine aktuelle Studie hat als Alternative eine Behandlung mithilfe einer virtuellen Realität untersucht. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie vom Februar übersetzt, die zeigt, dass solch eine Behandlung auch bei aktiven Soldaten effektiv ist:</p>
<p>Ein Artikel, der in der nächsten Ausgabe des <em>Journal of Traumatic Stress</em> erscheint, ist einer der Ersten, der die Wirksamkeit einer <strong>Expositionstherapie bei aktiven Militärangehörigen mit</strong> posttraumatischen Belastungsstörungen (<strong>PTBS</strong>) nachweist. Die Studie zeigt, dass Expositionstherapie mithilfe einer <strong>virtuellen Realität</strong> nach durchschnittlich sieben Therapiesitzungen zu einer deutlichen Verminderung von PTBS-Symptomen führte. Außerdem berichteten 62% der Patienten von Veränderungen ihrer PTBS-Symptome, die zuverlässig und von klinischer Bedeutung waren.</p>
<p><span id="more-3935"></span>Während der Behandlung kehrt der Soldat wiederholt in seine Erinnerung zurück und durchlebt dort in der Sicherheit seiner Vorstellung die Emotionen, die er mit dem ursprünglichen traumatischen Erlebnis verbindet. Indem er <strong>in seine Erinnerung zurückreist</strong>, wo er sicher ist und sich mit den Emotionen beschäftigt, werden <strong>Ängste abgebaut</strong> und er kann seine <strong>Emotionen</strong> auf eine für ihn tröstliche Weise <strong>verarbeiten</strong>.</p>
<p>Der erste Autor der Studie <em>Dr. Greg Reger</em> sagt: „Wir wissen, dass längere militärische Einsätze in einer belastenden Umwelt und das wiederholte Erleben potenziell <strong>traumatischer Ereignisse</strong> zu dem Bedürfnis führen kann sich <strong>emotional ,abzukoppeln’</strong>. Die <strong>virtuelle Realität</strong> ist multisensorisch und kann in Echtzeit individuell angepasst werden, sodass der Therapeut die <strong>Erinnerung</strong> mit entsprechenden Bildern, Geräuschen, Vibrationen und sogar Gerüchen <strong>aktivieren</strong> kann, die Aspekten des Ereignisses ähneln, das den Patienten nicht mehr loslässt.“</p>
<p>Eine klinische Studie an Vietnamveteranen und Überlebenden des World Trade Centers hat gezeigt, dass virtuelle Expositionstherapie eine innovative und effektive Form der Behandlung ist. Die aktuelle Untersuchung bestätigt diese Ergebnisse bei einer Gruppe von aktiven Soldaten, die von Einsätzen im Irak und in Afghanistan mit PTBS zurückgekehrt waren.</p>
<p><em>Reger</em> sagt: „Es ist möglich, dass <strong>Expositionstherapie </strong>mithilfe einer virtuellen Realität eine Behandlungsmethode sein könnte, die für eine junge, technisch versierte Generation von Militärangehörigen und Veteranen <strong>attraktiver </strong>ist. Außerdem könnten manche Militärangehörige eine Behandlungsmethode wie Exposition mithilfe einer virtuellen Realität als <strong>weniger stigmatisierend</strong> empfinden als traditionelle Behandlungsansätze. In diesem Fall könnte uns Expositionstherapie mithilfe einer virtuellen Realität die Möglichkeit bieten, Angehörige der Streitkräfte und Veteranen zu behandeln, die sich sonst vielleicht nicht behandeln lassen würden.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://eu.wiley.com/WileyCDA/PressRelease/pressReleaseId-91757.html" target="_blank">Wiley-Blackwell</a></span>, 16.2.11</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/jts.20574/abstract" target="_blank">Reger et al</a></span>. <em>Journal of Traumatic Stress</em>, Feb 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/posttraumatische-belastungsstorung-ptsd-was-passiert-wirklich-im-gehirn/" target="_self">Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD): Was passiert wirklich im Gehirn?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was sind die Unterschiede zwischen spezifischer und generalisierter Angststörung?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/worin-unterscheiden-sich-angststorungen/" target="_self">Was sind die Unterschiede zwischen spezifischer und generalisierter Angststörung?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei Panikstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wir-wirksam-ist-verhaltenstherapie-bei-panikstorungen/" target="_self">Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei Panikstörungen?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei posttraumatischen Belastungsstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/posttraumatische-belastungsstoerung.php" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei posttraumatischen Belastungsstörungen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ist Online-Therapie bei Hypochondrie wirksam?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-hypochondrie-wirksam/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 19:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Therapie]]></category>
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		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Zwangsstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Patienten mit Hypochondrie benutzen häufig das Internet, um sich mit Gesundheitsthemen zu beschäftigen, auch weil sie ein schwieriges persönliches Verhältnis zu Ärzten haben können. Eine neue Studie zeigt, dass eine Online-Psychotherapie bei diesen Patienten sehr erfolgreich sein kann. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie von dieser Woche übersetzt, die auch auf die praktischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3920" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/03/Wie-hilft-Online-Therapie-bei-Depressionen.jpg" alt="Wie hilft Online-Therapie bei Depressionen" width="167" height="149" />Patienten mit Hypochondrie benutzen häufig das Internet, um sich mit Gesundheitsthemen zu beschäftigen, auch weil sie ein schwieriges persönliches Verhältnis zu Ärzten haben können. Eine neue Studie zeigt, dass eine Online-Psychotherapie bei diesen Patienten sehr erfolgreich sein kann. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie von dieser Woche übersetzt, die auch auf die praktischen Vorteile der Online-Therapie für Patienten allgemein eingeht:</p>
<p>Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) über das Internet ist eine effektive Behandlung für Patienten mit Hypochondrie. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie schwedischer Forscher, die in der Märzausgabe des <em>British Journal of Psychiatry</em> erscheint.</p>
<p>Hypochondrie wird auch als <strong>Gesundheitsangst</strong> bezeichnet. Menschen mit dieser Störung leiden unter der Angst, dass körperliche Symptome Anzeichen für eine ernsthafte Krankheit sein könnten – auch wenn sich bei ihnen medizinisch keine Erkrankung nachweisen lässt. Hypochondrie kann für Patienten sehr kräftezehrend sein, und das Risiko, arbeitslos zu werden und chronische Behinderungen zu entwickeln, ist erhöht. Untersuchungen haben gezeigt, dass <strong>KVT</strong> eine <strong>wirksame Behandlung</strong> für Hypochondrie ist, aber diese Therapie ist oft nicht verfügbar, da sie <strong>teuer </strong>ist und ein <strong>Mangel an</strong> ausgebildeten <strong>Therapeuten</strong> besteht.</p>
<p><span id="more-3913"></span>Für ihre <strong>Studie</strong> untersuchten die Forscher vom <em>Karolinska Institutet</em> in Stockholm in Schweden 81 Patienten, die eine Diagnose von Hypochondrie hatten. Vierzig Patienten machten eine zwölfwöchige <strong>Online-KVT</strong>. Während der Behandlung hatten die Patienten Zugang zu einem qualifizierten Therapeuten, der ihnen Feedback und Unterstützung bot. Die anderen 41 Patienten dienten als Kontrollgruppe und konnten an einem <strong>Online-Diskussionsforum </strong>teilnehmen, wo sie mit anderen Patienten über ihre Gesundheitsangst sprechen konnten.</p>
<p>Nach zwölf Wochen waren die Patienten, die eine KVT über das Internet gemacht hatten, deutlich weniger ängstlich und hatten weniger Depressionssymptome als die Patienten der Kontrollgruppe. Insgesamt erfüllten 27 der 40 Patienten (<strong>67,5%</strong>), die an der Online-KVT teilgenommen hatten, <strong>nicht länger </strong>die diagnostischen Kriterien für <strong>Hypochondrie</strong>. In der Kontrollgruppe dagegen erfüllten nur zwei der 41 Patienten (4,9%) die Kriterien nicht mehr. Eine Nachsorgeuntersuchung der Patienten sechs Monate später zeigte, dass die positiven <strong>Auswirkungen</strong> der Online-KVT <strong>anhielten</strong>.</p>
<p>Der erste Autor der Studie <em>Erik Hedman</em> sagt: „Unsere Ergebnisse sind vielversprechend für Patienten mit Hypochondrie. Die Studie zeigt, dass dieser Therapieansatz die <strong>Gesundheitsangst</strong> der Patienten, aber auch <strong>allgemeine Ängste </strong>und <strong>Depressionssymptome</strong> wirksam reduzieren kann. Die <strong>Therapie über das Internet </strong>ist kostengünstiger als eine persönliche Therapie und kann außerdem flexibler durchgeführt werden. Das bedeutet, sie bietet eine Möglichkeit, das <strong>Angebot</strong> von KVT für Patienten mit Hypochondrie deutlich <strong>auszuweiten</strong>.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.rcpsych.ac.uk/press/pressreleases2011/internetcbtforhypochondriasis.aspx" target="_blank">Royal College of Psychiatrists</a></span>, 1.3.11</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://bjp.rcpsych.org/cgi/content/abstract/198/3/230" target="_blank">Hedman et al</a></span>. <em>British Journal of Psychiatry</em>, März 2011</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist „Online-Therapie&quot; per Telefon bei Depressionen wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-„online-therapie-per-telefon-bei-depressionen-wirksam/" target="_self"> Ist „Online-Therapie&#8221; per Telefon bei Depressionen wirksam?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/ist-online-therapie-bei-panikattacken-und-depressionen-wirksam/" target="_self">Ist Online-Therapie bei Panikattacken und Depressionen wirksam?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was sind Zwangsstörungen und wie kann man sie behandeln?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-sind-zwangsstorungen-und-wie-kann-man-sie-behandeln/" target="_self">Was sind Zwangsstörungen und wie kann man sie behandeln?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/online-therapie.php" target="_self">Psychologische Beratung per Telefon &amp; Email</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		</item>
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		<title>Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lassen-sich-panikattacken-durch-atmung-kontrollieren/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 21:30:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychosomatik & Schmerzen]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Biofeedback]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Biofeedback lernen Patienten, normalerweise unbewusste Körperreaktionen selbst zu beeinflussen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt die Wirksamkeit des Verfahrens als Behandlung für Patienten mit Panikstörungen. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von Physorg.com vom Dezember übersetzt, der das Biofeedback mit einer konventionellen Verhaltenstherapie vergleicht:
Menschen, die unter Panikstörungen leiden, können mithilfe eines neuen Behandlungsprogramms lernen Angstsymptome [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3711" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2011/01/Lassen-sich-Panikattacken-durch-Atmung-kontrollieren.jpg" alt="Lassen sich Panikattacken durch Atmung kontrollieren" width="167" height="134" />Beim Biofeedback lernen Patienten, normalerweise unbewusste Körperreaktionen selbst zu beeinflussen. Eine aktuelle Untersuchung zeigt die Wirksamkeit des Verfahrens als Behandlung für Patienten mit Panikstörungen. Wir haben einen Presseartikel über die Studie von <em>Physorg.com</em> vom Dezember übersetzt, der das Biofeedback mit einer konventionellen Verhaltenstherapie vergleicht:</p>
<p>Menschen, die unter Panikstörungen leiden, können mithilfe eines neuen Behandlungsprogramms lernen Angstsymptome zu reduzieren, indem sie ihre Atmung normalisieren. Eine neue Studie zeigt, dass die Methode Symptome einer Panikattacke und Hyperventilation besser reduziert als eine traditionelle kognitive Verhaltenstherapie.</p>
<p>Wir nennen das <strong>biologische Verhaltenstherapie</strong>-Programm <strong>CART</strong> (Capnometry-Assisted Respiratory Training), sagt die Psychologin <em>Alicia E. Meuret</em>, eine Expertin für Panikstörungen an der <em>Southern Methodist University</em> in Dallas, Texas.</p>
<p><span id="more-3701"></span>CART hilft Patienten zu lernen, wie sie <strong>ohne Hyperventilation atmen</strong> können. Hyperventilation ist ein sehr unangenehmer physiologischer Zustand, bei dem der CO2-Gehalt des Blutes unnormal tief absinkt, sagt <em>Meuret</em>, eine Autorin der Studie.</p>
<p>Dieser CO2-Mangel im Blut tritt auf, wenn ein Mensch übertrieben stark atmet (zu tief oder zu schnell), und ist ein häufiges Symptom bei Patienten mit Panikstörungen.</p>
<p>„Wir stellten fest, dass beim CART die therapeutische Veränderung des CO2-Gehalts die Paniksymptome verändert ‒ und nicht umgekehrt”, sagt <em>Meuret</em>.</p>
<p><strong>CART: zweimal täglich Atemübungen</strong></p>
<p>Während der Behandlung macht der Patient zweimal am Tag einfache Atemübungen. Ein tragbares Kapnometer (CO2-Messapparat) liefert bei den Übungen <strong>Feedback</strong> über den CO2-Gehalt in der Luft, die der Patient ausatmet. Ziel der Übungen ist eine <strong>Verminderung</strong> der chronischen und akuten <strong>Hyperventilation</strong> und der damit verbundenen körperlichen Symptome. Das wird durch eine langsamere, aber vor allem <strong>flachere Atmung</strong> erreicht. Denn im Gegensatz zur Meinung vieler Laien verschlimmern sich die Hyperventilation und die Symptome, wenn man tief durchatmet.</p>
<p>„Die meisten Patienten mit Panikstörungen sagen, dass sie furchtbare Angst vor körperlichen Symptomen wie <strong>Atemnot</strong> oder <strong>Schwindelgefühlen</strong> haben“, sagt <em>Meuret</em>. „In unserer Untersuchung hatte kognitive Therapie keinen Einfluss auf die Atmungsphysiologie, aber durch <strong>CART</strong> ließ sich die Hyperventilation effektiv reduzieren. Das zeigt, dass CART eine sehr wirksame Behandlung ist, die <strong>Panikgefühle reduziert</strong>, indem sie die <strong>Atmungsphysiologie normalisiert</strong>.“</p>
<p>Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im <em>Journal of Consulting and Clinical Psychology</em> veröffentlicht. <em>Meuret</em>, die die CART-Methode entwickelte, ist eine Assistenzprofessorin in der Abteilung Psychologie an der <em>Southern Methodist University</em> und Ko-Direktorin des Forschungsprogramms der Abteilung über Stress, Ängste und chronische Erkrankungen. Die Studie wurde von der Beth &amp; Russell Siegelman Foundation finanziert.</p>
<p><strong>CART-Atmung: eine biologische Therapie mit nachgewiesener Wirkung</strong></p>
<p>Die <strong>Studie </strong>testete <strong>CART </strong>im Vergleich mit einer konventionellen Behandlung durch <strong>kognitive Therapie (KT)</strong>. In einer traditionellen KT lernen Patienten Techniken, die ihnen helfen sollen, <strong>katastrophale Gedanken</strong> zu verändern und abzustellen, um Ängste und Panik zu reduzieren.</p>
<p>Für die CART-KT-Studie wurden 41 Patienten mit <strong>Panikstörungen</strong> oder <strong>Agoraphobie</strong> nach dem Zufallsprinzip aufgeteilt und entweder mit CART oder KT behandelt. Agoraphobie (Platzangst) ist die Furcht, irgendwo gefangen zu sein, ohne Hoffnung auf ein Entkommen oder auf Hilfe.</p>
<p>Beide Behandlungsprogramme reduzierten die Symptome <strong>gleich effektiv</strong>, sagt <em>Meuret</em>. Aber nur die Behandlung mit CART veränderte die Paniksymptome physiologisch, indem sie den normalen CO2-Gehalt im Blut der Patienten aktiv wiederherstellte. Dagegen hatte die <strong>kognitive Therapie keinen Einfluss</strong> auf die <strong>Atmungsphysiologie</strong>, sagt <em>Meuret</em>.</p>
<p><strong>Behandlung hilft Patienten gegen ihre Ängste aktiv zu werden</strong></p>
<p>Die Studie ist die zweite randomisierte kontrollierte Untersuchung über die Wirksamkeit der CART-Methode. Weil sie der <strong>Hyperventilation</strong> entgegenwirken können, fühlen sich die Patienten nach der Therapie in der Lage, die <strong>Symptome</strong> einer Panikattacke <strong>selbst </strong>zu <strong>reduzieren</strong>, indem sie ihre Atmung verändern.</p>
<p>Bei der <strong>KT</strong> stellt der Therapeut infrage, ob die Erstickungsängste berechtigt sind, sagt <em>Meuret</em>. Wenn der Patient über Atemnot klagt, fragt ihn der Therapeut, wie oft er während einer Panikattacke schon tatsächlich erstickt ist, und hofft, den <strong>Patienten</strong> so zum <strong>Umdenken</strong> zu bewegen.</p>
<p>„Ich fand dieses Vorgehen bei manchen meiner Patienten sehr schwierig, weil man die Existenz des Symptoms anerkennt aber behauptet, es sei kein Problem“, meint <em>Meuret</em>.</p>
<p>„Dagegen sagt uns CART, dass das CO2 eines Patienten sehr niedrig ist und viele der Symptome verursacht, vor denen er Angst hat. Aber es kann auch zeigen, wie sich diese Symptome durch richtiges Atmen verändern lassen. Bis jetzt nahm man an, dass sich die Physiologie eines Menschen normalisiert, wenn er sich <strong>weniger Sorgen</strong> um seine Symptome macht. Aber wie diese Studie zeigt, ist das keineswegs der Fall&#8221;, sagt sie. „Die <strong>Hyperventilation verändert sich nicht</strong>, was zu einem Risikofaktor für einen späteren Rückfall werden könnte. Abgesehen davon, dass Hyperventilation die Symptome mit verursacht, ist sie ein krankhafter biologischer Zustand, der mit einer schlechten Prognose assoziiert ist.“</p>
<p><strong>Größere Studie über CART geplant</strong></p>
<p>Die Forscher wollen nun ihre Studien über CART ausweiten und das Programm in der <strong>alltäglichen Krankenversorgung</strong> testen, besonders bei ethnischen Minderheiten. Sie glauben, dass CART durch sein körperliches Training eine Behandlung ist, die für die Allgemeinheit besser verständlich ist – im Gegensatz zu den eher intellektuellen Methoden der kognitiven Therapie – und daher für sehr viel mehr Menschen mit unterschiedlichem Bildungsniveau und kulturellem Hintergrund geeignet ist. Derzeit führen sie Studien durch, die die Wirksamkeit von CART bei Patienten mit Asthma und Ängsten vor Blut testen.</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.physorg.com/news/2010-12-treatment-panic-anxiety-video.html" target="_blank">Physorg.com</a></span>, 17.12.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20873904" target="_blank">Meuret et al</a></span>. <em>Journal of Consulting and Clinical Psychology</em>, Okt 2010</p>
<p><strong><em>Verwandte Artikel:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich die Therapie von ADHS mit Computerspielen für Kinder unterstützen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-die-therapie-von-adhs-mit-computerspielen-fur-kinder-unterstutzen/" target="_self">Lässt sich die Therapie von ADHS mit Computerspielen für Kinder unterstützen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was passiert bei einer Panikattacke?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-passiert-bei-einer-panikattacke/" target="_self">Was passiert bei einer Panikattacke?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei Panikstörungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wir-wirksam-ist-verhaltenstherapie-bei-panikstorungen/" target="_self">Wie wirksam ist Verhaltenstherapie bei Panikstörungen?</a></span></p>
<p><strong><em>Weitere Links:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-erwachsene/aengste.html" target="_self">Wie hilft Psychotherapie bei Ängsten?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-berlin.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-erfolgreiche-verhaltenstherapie-im-hirnscanner-nachweisen/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-erfolgreiche-verhaltenstherapie-im-hirnscanner-nachweisen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 15:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst- & Panikstörung]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltenstherapie]]></category>
		<category><![CDATA[fMRT]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirnaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Therapieforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Verhaltenstherapie kann bei Angststörungen sehr effektiv sein, hilft aber nicht allen Patienten. Amerikanische Forscher haben die Gehirnaktivität von Patienten mit Angststörungen untersucht und festgestellt, dass ihr Angstzentrum im Gehirn auf potenzielle Bedrohungen ganz unterschiedlich reagieren kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom November übersetzt, die helfen könnte, die Verhaltenstherapie für bestimmte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3603" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/12/Lässt-sich-erfolgreiche-Verhaltenstherapie-im-Hirnscanner-nachweisen.jpg" alt="Lässt sich erfolgreiche Verhaltenstherapie im Hirnscanner nachweisen" width="167" height="125" />Verhaltenstherapie kann bei Angststörungen sehr effektiv sein, hilft aber nicht allen Patienten. Amerikanische Forscher haben die Gehirnaktivität von Patienten mit Angststörungen untersucht und festgestellt, dass ihr Angstzentrum im Gehirn auf potenzielle Bedrohungen ganz unterschiedlich reagieren kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom November übersetzt, die helfen könnte, die Verhaltenstherapie für bestimmte Patientengruppen anzupassen:</p>
<p>Ein Hirnscan mit funktionellem MRT (<strong>fMRT</strong>) reicht aus um vorherzusagen, welche Patienten mit pädiatrischen <strong>Angststörungen</strong> auf eine „<strong>Gesprächstherapie</strong>“ ansprechen und keine medikamentöse Behandlung brauchen werden, sagen Neurowissenschaftler vom <em>Georgetown University Medical Center</em> in den USA.</p>
<p>Ihre Studie, die auf der Jahrestagung der <em>Society for Neuroscience</em> in San Diego präsentiert wurde, zeigte, dass <strong>Kinder</strong> und Jugendliche im Alter von acht bis sechzehn Jahren, die <strong>mit Angst reagierten</strong>, wenn sie auf einem Bildschirm im fMRT-Scanner <strong>fröhliche Gesichter</strong> sahen, <strong>am wenigsten von</strong> einer achtwöchigen <strong>Verhaltenstherapie profitierten</strong>.</p>
<p>Dagegen stellten die Forscher fest, dass Kinder, die auf ängstliche Gesichter selbst mit Angst reagierten, von der Behandlung profitierten, die auch als Gesprächstherapie bekannt ist.</p>
<p><span id="more-3593"></span>„Angststörungen und Furcht gehören von Natur aus zusammen. Wie das <strong>Angstzentrum des Gehirns</strong> reagiert, wird deshalb natürlich auch einen Einfluss darauf haben, wie sich Angststörungen manifestieren“, sagt der erste Autor der Studie <em>Steve Rich</em>, ein Medizinstudent im vierten Jahr.</p>
<p>„Die Auswirkung der Reaktionen auf den Therapieerfolg war wirklich beeindruckend”, sagt er. „Frühere Studien haben gezeigt, dass viele Menschen auf ängstliche Gesichter selbst mit Angst reagieren. Aber vor allem zeigten unsere Daten, dass <strong>manche Patienten</strong> mit Angststörungen <strong>mehr Angst vor fröhlichen als vor ängstlichen Gesichtern</strong> hatten, und diese Patienten sprachen auf die Verhaltenstherapie am wenigsten an.“</p>
<p>An der <strong>Studie </strong>nahmen dreizehn Jungen und zehn Mädchen teil, die alle eine Diagnose von pädiatrischen Angststörungen hatten.</p>
<p>Während die Patienten in der fMRT-Maschine waren, sahen sie Bilder von Gesichtern, die bestimmte starke Emotionen zeigten. „Wir wollten zwei Fragen beantworten: Welche Emotionen machen Menschen Angst, wenn sie sie im Gesicht eines anderen sehen, und sagt das Muster der Reaktionen den Erfolg einer Gesprächstherapie voraus?“, sagt <em>Rich</em>.</p>
<p>Ein <strong>fMRT</strong> ist eine Art des Scans, der Veränderungen der Durchblutung in den verschiedenen Gehirnregionen aufzeichnet und die Gehirnaktivität in der jeweiligen Region sichtbar macht. In dieser Studie konzentrierten sich die Forscher auf die <strong>Amygdala</strong>, eine Gehirnstruktur, in der die Emotion Angst repräsentiert wird.</p>
<p>Dann verglichen sie die unterschiedlichen Reaktionen, die sie in der Amygdala sahen, mit dem <strong>Erfolg</strong> einer anschließenden <strong>Verhaltenstherapie</strong> von acht Wochen.</p>
<p>Die Forscher beobachteten eine deutliche Korrelation, die zeigte, dass sich mit einem fMRT-Scan vor der Behandlung <strong>Patienten selektieren</strong> lassen, die am ehesten auf eine reine Gesprächstherapie ansprechen, und Patienten, die eine andere, z.B. medikamentöse Behandlung brauchen.</p>
<p>Nach <em>Rich</em> wäre eine Erklärung für die Ergebnisse, dass die Patienten, die mehr Angst vor fröhlichen als vor ängstlichen Gesichtern haben, unter einer etwas anderen Form der Störung leiden, die sehr ähnlich ist, sich aber nicht durch eine Verhaltenstherapie behandeln lässt.</p>
<p>„Bei dieser <strong>Untergruppe von Patienten</strong> könnte diese Art der Therapie in Wirklichkeit sogar noch <strong>mehr Ängste auslösen</strong> und so zu einer <strong>Entfremdung vom Therapeuten</strong> führen“, sagt er. „Weitere Studien werden nötig sein, um zu untersuchen, ob dies tatsächlich ein eigenständiger Subtyp der Erkrankung ist, oder ob ein modifizierter Ansatz der Verhaltenstherapie, bei dem der Therapeut völlig neutral bleiben müsste, eine effektivere Behandlung für diese Patienten sein könnte.“</p>
<p><em>Rich</em> und seine Mitautoren glauben aber nicht, dass jeder Patient mit pädiatrischen Angststörungen eine Diagnose durch fMRT haben muss.</p>
<p>„fMRT ist teuer, und diese Studie zeigt keineswegs, dass man die Methode universell zur Diagnostik anwenden sollte“, meint er. „Aber dieses Gebiet wird sich weiterentwickeln und unsere Ergebnisse zeigen, dass uns <strong>Neuroimaging</strong>-Studien wie fMRT helfen können zu verstehen, <strong>warum bestimmte Patienten </strong>auf die Standardbehandlung <strong>nicht ansprechen</strong> könnten. In anderen Worten, wenn die Routineversorgung nicht ausreicht, können wir die individuellen Bedürfnisse von Patienten genauer untersuchen.“</p>
<p><strong><em>Quellen:</em></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://explore.georgetown.edu/news/?ID=54076&amp;PageTemplateID=295" target="_blank">Georgetown University Medical Center</a></span>, 14.11.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.abstractsonline.com/Plan/ViewAbstract.aspx?sKey=cca5b361-ebdd-4598-8b0a-b247692684c4&amp;cKey=d600c28f-2b6c-40a9-a62e-f0c78b2427e3&amp;mKey=%7bE5D5C83F-CE2D-4D71-9DD6-FC7231E090FB%7d" target="_blank">Rich et al</a></span>. <em>Society for Neuroscience</em>, San Diego 2010</p>
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