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Rubrik: Alter

Fördert Arbeit im Ruhestand die Gesundheit?

17. Oktober 2009

work in retirement s sEin interessanter Beitrag zur aktuellen Diskussion in Deutschland über die Anhebung des Rentenalters ist eine Studie aus den USA, in der die Auswirkungen von Arbeiten nach der Pensionierung untersucht wurde. Anbei eine Zusammenfassung der Studie, aus „Science Daily“ in meiner Übersetzung:


Lässt das Gedächtnis im Alter zwangsläufig nach?

2. Oktober 2009

Lässt das Gedächtnis im Alter zwangsläufig nach-1… das hängt wohl unter anderem davon ab, ob man selbst glaubt, dass es schlechter wird. Dies sind die Ergebnisse einer interessanten Studie zu dem Thema Gedächtnisleistung im Alter, die im April online in Experimental Aging Research veröffentlicht wurde. Nachfolgend übersetze ich auszugsweise die Pressemitteilung der North Carolina State University, in der die Studie zusammengefasst wurde:

Wenn Sie glauben, dass Ihr Gedächtnis mit zunehmendem Alter schlechter wird, kann das eine sich selbst erfüllende Prophezeiung sein. Forscher an der North Carolina State University stellten fest, dass Senioren, die glauben, ältere Menschen sollten bei Gedächtnistests schlechter abschneiden, tatsächlich eine viel schlechtere Leistung zeigen als Senioren, die auf diese negativen Stereotypen vom Altern und dem abnehmenden Gedächtnis nichts geben.


Leben Optimisten länger als Pessimisten?

19. August 2009

optimist vs pessimist s sZumindest gibt es Hinweise darauf, dass dies so sein könnte: In einem aktuellen Artikel in Circulation: Journal of the American Heart Association wurde untersucht, ob optimistische Frauen ein niedrigeres Risiko haben an einer Herzkrankheit zu sterben als pessimistische. Während dieser Zusammenhang nicht belegt werden konnte, konnte jedoch gezeigt werden, dass die untersuchten pessimistischen Frauen grundsätzlich einem höheren Sterberisiko ausgesetzt waren als optimistische.


Warum gehen Männer seltener zum Arzt?

18. August 2009

men doctor s sIm Wissenschaftsteil der New York Times ist heute ein interessanter kleiner Artikel zu dieser Frage erschienen, der nicht nur aufklärt, warum Männer seltener zum Arzt gehen, sondern auch beschreibt, dass genau dies einer der Gründe sein könnte, warum die Lebenserwartung für Männer bekanntermaßen deutlich niedriger ist als die für Frauen. 


Werden wir im Alter glücklicher?

9. August 2009

Werden wir im Alter glücklicher-1Dies wird heute ein etwas längerer Beitrag, aber ich denke, es lohnt sich. Bei der aktuellen 117. Jahrestagung der American Psychological Association ging es unter anderem um das Thema „Psychische Gesundheit im Alter“.  Ich übersetze und fasse die gestrige Pressemitteilung zusammen, in der die APA über die Konferenz berichtet:


Schützt Bildung vor Gedächtnisverlust im Alter?

5. Februar 2009

education at age s s (1)Gebildete vergessen im Alter genauso schnell wie Ungebildete.  Dies ist – in sehr einfachen Worten zusammengefasst – das ernüchternde Ergebnis einer Studie, die vorgestern in der Zeitschrift Neurology veröffentlicht wurde.


Wie lässt sich Demenz von Depression unterscheiden?

4. Februar 2009

Auf der Suche nach einer guten filmischen Einführung zum Thema Depression bin ich heute auf  dem Portal Health.com auf einen sehenswerten Beitrag zu den Parallelen zwischen Demenz und Depression gestoßen. 


Hängt die Fähigkeit zu vergeben vom Alter ab?

1. Februar 2009

In der vorletzten Ausgabe des Journals of Research in Personality ist eine interessante Studie zum Thema „Vergebung“ erschienen.  Persönliche Verletzungen durch andere zu erleiden bleibt leider niemanden erspart. Die Reaktionen hierauf können jedoch sehr unterschiedlich sein, zum Beispiel „Rache nehmen“ oder den Urheber der Verletzung meiden oder eben ihm (mittel- oder langfristig) vergeben. Wovon hängt Fähigkeit vergeben zu können ab?


Leben fleißige Menschen länger?

6. Januar 2009

Letzten Freitag ist Maria de Jesus aus Portugal mit 115  Jahren als  (vermeintlich) älteste Frau der Welt gestorben. Maria de Jesus hatte bis zu ihrem Lebensende aktiv auf einem Bauernhof mitgearbeitet.  Immer wieder liest man, dass überdurchschnittlich alte Menschen „Arbeit“ als Rezept für ihr langes Leben angeben.  Stimmt das? Leben fleißige  Menschen länger?

In der September-Ausgabe der Zeitschrift Health Psychology (Vol. 27 (5), Sept. 08, 505-512) haben Howard Friedman und Margaret Kern von der University of California eine Meta-Studie veröffentlicht  Eine Meta-Studie ist eine Studie, in der die Ergebnisse von mehreren (in diesem Fall 20) vorangegangenen Studien analysiert und neu zusammengefasst werden).

Die Ergebnisse dieser Meta-Betrachtung waren überraschend eindeutig. Laut  Friedmann und Kern leben fleißige („conscientious“) Menschen bis zu vier Jahren länger als Menschen, die über weniger Disziplin verfügen. Nicht nur das: Diszipliniertere und leistungsorientiertere Menschen scheinen auch psychisch stabiler und insgesamt zufriedener mit ihrem Leben zu sein.

Friedman und Kern mutmaßen, dass dies unter anderem darauf zurück zu führen ist, dass disziplinierte und fleißige Menschen eher Gesundheitsrisiken vermieden, d.h. unter anderem auch eher in gesünderen Umgebungen und in  stabileren Partnerschaften lebten.

Was den derzeit noch weniger disziplinierten Menschen Hoffnung machen könnte, ist die Aussage von Howard Friedman in einem Zeitungsinterview, dass die Eigenschaften, die ein langes Leben ausmachen, nicht angeboren sind, sondern im Laufe des Lebens erworben werden können. Die Studie, die das dann belegt, muss aber offensichtlich noch nachgeliefert werden.

Quelle:

Kern & Friedman. Health Psychol, 2008

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Woher kommen „die guten alten Zeiten“?

17. Dezember 2008

Warum tendieren ältere Menschen dazu, die Vergangenheit durch eine rosa-rote Brille zu betrachten? Forscher der University of Alberta (Kanada)und der Duke University (USA) haben heraufgefunden, dass das Gehirn  alter Menschen offensichtlich nicht mehr so gut in der Lage ist, negative Erinnerungen zu speichern (veröffentlicht gestern online in Psychological Sciences). Hierzu wurden jungen und älteren (70+ Jahre) Menschen Bilder gezeigt, die entweder neutrale oder sehr negative Ereignisse zeigten. Die Teilnehmer des Versuchs wurden gebeten einzuschätzen, wie angenehm sie jedes einzelne Bild empfanden. Gleichzeitig wurden ihre Gehirnaktivitäten gemessen. 30 Minuten später wurden die Versuchspersonen (überraschend) gebeten, die gezeigten Inhalte wiederzugeben. Im Ergebnis erinnerten die älteren Menschen deutlich weniger negative Bilder als die jüngeren. Die Hirnmessungen zeigten, dass zwar ähnliche Areale an der Speicherung der Informationen beteiligt waren, diese aber bei den Senioren anders als bei den Jüngeren mit den übrigen Hirnarealen interagierten. Tatsächlich scheinen bei den älteren Menschen eher kognitive Areale als emotionale an der Speicherung der negativen Bilder beteiligt zu sein.

Dieser Befund passt zu einer Studie, die die Autoren Anfang diesen Jahres in der Zeitschrift Neurobiology of Aging veröffentlicht haben.  Hier konnten sie zeigen, dass Senioren besser als junge Menschen in der Lage sind, ihre Emotionen bei der Bewältigung von belastenden Ereignissen zu kontrollieren.

Insgesamt könnten sich diese Ergebnisse als wichtig herausstellen, um unter anderem einzelne Aspekte von Depressionen und Angstzustände besser zu verstehen, zum Beispiel die vergleichsweise schlechtere emotionale Verarbeitung von belastenden Ereignissen; -außerdem lassen sie die Jüngeren vielleicht etwas gelassener mit den Verklärungen der Senioren umgehen, denn sie wissen nun: Bald werden wir es sein, die von der guten alten Zeit schwärmen.

Mehr zu der Studie

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