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Schützt Bildung vor Gedächtnisverlust im Alter?

5. Februar 2009

education at age s s (1)Gebildete vergessen im Alter genauso schnell wie Ungebildete.  Dies ist – in sehr einfachen Worten zusammengefasst – das ernüchternde Ergebnis einer Studie, die vorgestern in der Zeitschrift Neurology veröffentlicht wurde. Forscher des Rush University Medical Center in Chicago haben 6.500 Menschen im durchschnittlichen Alter von 72 Jahren über durchschnittlich 6,5 Jahre begleitet und alle drei Jahre neben der Erhebung ihres Bildungsgrades ihre kognitiven Fähigkeiten, unter anderem ihre Gedächtnisleistung, untersucht. Wenig überraschend ist, dass zu Beginn der Studie die kognitiven Fähigkeiten der Menschen mit hohem Bildungsgrad im Durchschnitt besser ausgeprägt waren als derjenigen mit niedrigem Bildungsgrad.

Als – ebenfalls wenig überraschend – im Verlauf der 6,5 Jahre die kognitiven Fähigkeiten der untersuchten Gruppe abnahmen, stellten die Forscher jedoch fest, dass unter anderem der Gedächtnisverlust unabhängig vom Bildungsgrad der jeweiligen Person fortschritt. Diese Untersuchung ist insofern interessant als dass bislang eher das Gegenteil vermutet wurde.  In einem Satz also: Bildung schützt nicht vor Vergessen im Alter.

Quelle:

American Academy of Neurology, 2. Feb 2009

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Rubrik: Alter
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