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	<title>Psychologie aktuell</title>
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	<description>Aktuelle Studien aus Psychologie &#38; Psychotherapie</description>
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		<title>Psychologie aktuell</title>
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		<title>Verringern intensive soziale Beziehungen das Sterberisiko?</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 17:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alter]]></category>
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		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen, und menschliche Beziehungen spielen eine wichtige Rolle für unser seelisches Wohlbefinden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass soziale Interaktionen auch das Sterberisiko vermindern, und zwar unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand eines Menschen. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Ende Juli übersetzt, deren Autoren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3082" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Verringern intensive soziale Beziehungen das Sterberisiko" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Verringern-intensive-soziale-Beziehungen-das-Sterberisiko.jpg" alt="Verringern intensive soziale Beziehungen das Sterberisiko" width="125" height="162" />Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen, und menschliche Beziehungen spielen eine wichtige Rolle für unser seelisches Wohlbefinden. Eine aktuelle Studie zeigt, dass soziale Interaktionen auch das Sterberisiko vermindern, und zwar unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand eines Menschen. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Ende Juli übersetzt, deren Autoren vermuten, dass Menschen, die sich für andere verantwortlich fühlen, mehr auf ihre Gesundheit achten:</p>
<p>Eine neue Studie von Wissenschaftlern der <em>Brigham Young University (BYU)</em> in den USA zeigt, dass unsere sozialen Beziehungen mit auf die Liste der wichtigsten Faktoren gehören, die das Sterberisiko  eines Menschen vorhersagen. Die Professoren <em>Julianne Holt-Lunstad</em> und <em>Timothy Smith</em> von der <em>BYU</em> schreiben in <em>PLoS Medicine</em>, dass soziale <strong>Beziehungen</strong> – zu Freunden, Familie, Nachbarn oder Kollegen – den „Odds Ratio für Tod” (ein statistisches Maß für das <strong>Sterberisiko</strong> eines Menschen) um fünfzig Prozent <strong>senken</strong>. Damit ist ein Mangel an sozialen Interaktionen durchaus mit anderen, besser bekannten <strong>Risikofaktoren</strong> vergleichbar:</p>
<p>• entspricht 15 Zigaretten am Tag rauchen<br />
• ähnlich wie ein Alkoholiker sein<br />
• schädlicher als keinen Sport treiben<br />
• doppelt so schädlich wie starkes Übergewicht</p>
<p><span id="more-3078"></span>„Dass ein Mangel an sozialen Beziehungen das Sterberisiko erhöht, wird von Gesundheitsorganisationen und in der Öffentlichkeit immer noch nicht allgemein anerkannt”, schreiben die Herausgeber von <em>PLoS Medicine</em> in einer Zusammenfassung der <em>BYU</em>-Studie, in der sie die Hintergründe für die Untersuchung erläutern.</p>
<p>Die Forscher analysierten die Daten von <strong>148 </strong>publizierten <strong>Langzeitstudien</strong>, in denen die Häufigkeit <strong>sozialer Interaktionen </strong>von Menschen bestimmt und die Entwicklung ihrer <strong>Gesundheit</strong> über einen Zeitraum von durchschnittlich siebeneinhalb Jahren verfolgt wurde. Da keine Informationen über die Qualität der Beziehungen zur Verfügung standen, könnte das um fünfzig Prozent verminderte Sterberisiko den positiven Einfluss gesunder Beziehungen unterschätzen.</p>
<p>„Die Daten zeigen einfach nur, ob sie in einem sozialen Netz integriert waren”, sagt <em>Holt-Lunstad</em>. „Das heißt, die Einflüsse negativer und positiver Beziehungen wurden zusammengefasst und ihre <strong>Wirkung gemittelt</strong>.”</p>
<p><em>Holt-Lunstad</em> sagt, es gibt viele Möglichkeiten, wie Freunde und Familie einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben können, von einer Berührung, die einen Menschen beruhigt, bis hin zu einen Sinn im Leben finden.</p>
<p>„Wenn sich jemand einer Gruppe zugehörig und für andere Menschen <strong>verantwortlich</strong> fühlt, gibt ihm das ein Gefühl von Sinn und Zweck im Leben, er kümmert sich mehr um sich selbst und geht <strong>weniger Risiken</strong> ein”, sagt <em>Holt-Lunstad</em>.</p>
<p>Bei der Analyse der Daten untersuchte <em>Smith</em> genau, ob die Ergebnisse vielleicht vor allem dadurch zustande kommen, dass Menschen sich gegenseitig helfen, die letzten Jahre ihres Lebens zu verlängern.</p>
<p>„Dieser Effekt ist nicht nur bei älteren Menschen zu beobachten”, sagt <em>Smith</em>. „Beziehungen bieten einen <strong>Schutz</strong>, und zwar <strong>in jedem Alter</strong>.”</p>
<p><em>Smith</em> sagt, moderner Komfort und Technik kann dazu führen, dass manche Leute glauben, soziale Netze sein überflüssig.</p>
<p>„Wir Menschen glauben, dass <strong>Beziehungen </strong>etwas Selbstverständliches sind – wir sind wie Fische, die das Wasser nicht wahrnehmen”, sagt <em>Smith</em>. „Diese ständige Interaktion ist nicht nur gut für unser <strong>seelisches Wohlbefinden</strong>, sondern sie kommt auch direkt unserer <strong>körperlichen Gesundheit</strong> zugute.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://news.byu.edu/archive10-jul-relationships.aspx" target="_blank">Brigham Young University</a></span>, 27.7.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.plosmedicine.org/article/info:doi/10.1371/journal.pmed.1000316" target="_blank">Holt-Lunstad et al</a></span>. <em>PLoS Medicine</em>, Juli 2010</p>
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<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Macht Betriebsamkeit glücklich?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-betriebsamkeit-glucklich/</link>
		<comments>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-betriebsamkeit-glucklich/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 19:02:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glücksforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit sind zwei der größten Risikofaktoren für Depression. Eine aktuelle Studie hat das Bedürfnis von Menschen aktiv zu sein und seine Rolle für ihr Wohlbefinden untersucht. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie von Ende Juli übersetzt, deren Autoren meinen, man könnte das Bedürfnis des Einzelnen nach Beschäftigung befriedigen, indem man es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3067" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Macht Betriebsamkeit glücklich" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Macht-Betriebsamkeit-glücklich.jpg" alt="Macht Betriebsamkeit glücklich" width="125" height="197" />Arbeitsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit sind zwei der größten Risikofaktoren für Depression. Eine aktuelle Studie hat das Bedürfnis von Menschen aktiv zu sein und seine Rolle für ihr Wohlbefinden untersucht. Wir haben die Presseerklärung des Herausgebers der Studie von Ende Juli übersetzt, deren Autoren meinen, man könnte das Bedürfnis des Einzelnen nach Beschäftigung befriedigen, indem man es zum Wohle der Allgemeinheit einsetzt:</p>
<p>In der griechischen Mythologie straften die Götter Sisyphos, indem sie ihn verurteilten, für alle Ewigkeit einen Felsbrocken einen steilen Hang hinaufzuwälzen. Aber wahrscheinlich war das besser für ihn, als verurteilt zu sein, bis ans Ende der Zeit dasitzen und in eine gähnende Leere starren zu müssen. Zu diesem Schluss kommen die Autoren einer neuen Studie über den Beschäftigungsdrang des Menschen. Sie stellten fest, dass Menschen mit einer <strong>Beschäftigung</strong>, sogar einer sinnlosen, <strong>glücklicher </strong>sind als Menschen, die untätig herumsitzen.</p>
<p><span id="more-3062"></span>„Ich interessiere mich für das allgemeine Phänomen, warum der Mensch in der modernen Gesellschaft so sehr in dem aufgeht, was er tut”, sagt <em>Christopher K. Hsee </em>von der <em>University of Chicago</em>. Er schrieb die Studie zusammen mit <em>Adelle X. Yang</em>, ebenfalls von der <em>University of Chicago</em>, und <em>Liangyan Wang</em> von der <em>Jiaotong-Universität </em>in Shanghai. „Leute rennen herum, sie arbeiten hart, und zwar viel mehr als sie müssten.” Natürlich gibt es Gründe wie Beruf, Geld verdienen, berühmt werden, anderen helfen und so weiter. Aber <em>Hsee</em> sagt, „Ich glaube, es hat noch eine tiefere Ursache: Wir haben <strong>überschüssige Energie </strong>und wollen das <strong>Nichtstun vermeiden</strong>.”</p>
<p>Für die <strong>Studie</strong> füllten Freiwillige eine Umfrage aus und mussten dann <strong>fünfzehn Minuten warten</strong>, bis die nächste Umfrage fertig sein würde. Sie konnten die ausgefüllten Fragebögen ganz in der Nähe abgeben und den Rest der Zeit warten oder sie weiter weg abgeben, sodass sie mit dem Hin- und Rückweg die fünfzehn Minuten etwas zu tun hatten. Sie wussten, dass sie in jedem Fall einen Schokoriegel bekommen, wenn sie ihre Fragebögen abgeben. Danach wurden die Testpersonen über ihr Wohlbefinden befragt. Die Freiwilligen, die sich lieber<strong> </strong><strong>beschäftigt </strong>hatten, indem sie zu dem entfernten Abgabeort gingen, gaben an, <strong>glücklicher </strong>zu sein als die, die lieber nichts getan hatten.</p>
<p>Nicht jeder entschied sich, zu dem weit entfernten Abgabeort zu gehen. Wenn die Schokoriegel, die es an beiden Orten gab, die gleichen waren, entschlossen sich mehr Testpersonen zum Nichtstun. Aber wenn die Schokoriegel, die es an beiden Orten gab, verschieden waren, gingen sie lieber zu dem weiter entfernten Ort – weil sie sich <strong>einbilden</strong> konnten, dass der Weg <strong>gerechtfertigt </strong>war, sagen <em>Hsee</em> und seine Mitarbeiter. Die Studie wurde in <em>Psychological Science</em> veröffentlicht, einem Journal der <em>Association for Psychological Science</em>.</p>
<p><em>Hsee</em> meint, man könnte dieses Prinzip – Menschen beschäftigen sich gerne, und sie möchten ihre Betriebsamkeit rechtfertigen können – <strong>für die Gesellschaft nutzbar machen</strong>. „Wenn man sich einen Mechanismus ausdenken kann, um untätige Leute mit etwas zu beschäftigen, das zumindest keinen Schaden anrichtet, meine ich, ist das besser als eine destruktive Beschäftigung”, sagt er. <em>Hsee</em> selbst ist dafür bekannt, seinem Forschungsassistenten eine sinnlose Aufgabe zu geben, wenn er nichts für ihn zu tun hat, sodass er nicht im Büro herumsitzt, sich <strong>langweilt </strong>und <strong>depressiv </strong>wird. „Ich weiß, das ist nicht besonders ethisch, aber er ist glücklich”, sagt <em>Hsee</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.psychologicalscience.org/index.php/news/releases/to-make-one-happy-make-one-busy.html" target="_blank">Association for Psychological Science</a></span>, 29.7.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://pss.sagepub.com/content/21/7/926.abstract" target="_blank">Hsee et al</a></span>. <em>Psychological Science</em>, Juli 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Macht Fernsehen unglücklich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-fernsehen-unglucklich/" target="_self">Macht Fernsehen unglücklich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Macht zu viel Smalltalk unglücklich?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/macht-zu-viel-smalltalk-unglucklich/" target="_self">Macht zu viel Smalltalk unglücklich?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Glücksforschung: Die interessantesten Studien der letzten Zeit" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/glucksforschung-die-interessantesten-studien-der-letzten-zeit/" target="_self">Glücksforschung: Die interessantesten Studien der letzten Zeit</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schützen Geschwister vor Depressionen?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/schutzen-geschwister-vor-depressionen/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 17:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
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		<category><![CDATA[Aggression]]></category>
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		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[„Indianer sind entweder auf dem Kriegspfad oder rauchen die Friedenspfeife. Geschwister können beides”, schrieb Kurt Tucholsky. Eine aktuelle Studie hat die positive Seite der Beziehung zwischen Geschwistern untersucht und zeigt, dass sie die emotionale Stabilität und soziale Kompetenz von Kindern fördern kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang August übersetzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3057" style="margin-right: 10px; margin-left: 10px; margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; border: 1px solid #000000;" title="Schützen Geschwister vor Depressionen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Schützen-Geschwister-vor-Depressionen.jpg" alt="Schützen Geschwister vor Depressionen" width="167" height="208" />„Indianer sind entweder auf dem Kriegspfad oder rauchen die Friedenspfeife. Geschwister können beides”, schrieb Kurt Tucholsky. Eine aktuelle Studie hat die positive Seite der Beziehung zwischen Geschwistern untersucht und zeigt, dass sie die emotionale Stabilität und soziale Kompetenz von Kindern fördern kann. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von Anfang August übersetzt, die demnächst erscheinen wird:</p>
<p>Wenn sie eine <strong>Schwester</strong> haben – sogar eine kleine – fühlen sich Zehn- bis Vierzehnjährige irgendwie <strong>weniger deprimiert</strong>. Das ist eines von mehreren faszinierenden Ergebnissen einer neuen Studie über den <strong>Einfluss</strong>, den <strong>Geschwister </strong>aufeinander haben. <em>Laura Padilla-Walker</em>, eine Professorin an der <em>Brigham Young University (BYU)</em> in den USA, ist die erste Autorin der Studie, die auch die unterschiedlichen Einflüsse von Geschwistern und Eltern innerhalb der Familie untersucht.</p>
<p><span id="more-3051"></span>„Auch wenn man den Einfluss der Eltern berücksichtigt, spielen Geschwister eine einzigartige Rolle”, sagt <em>Padilla-Walker</em>, die an der School of Family Life der <em>BYU</em> lehrt. „Sie geben Kindern etwas, das sie von den Eltern nicht bekommen.”</p>
<p><em>Padilla-Walkers</em> Untersuchung wurde im Rahmen des Projekts „Flourishing Families” (erfolgreiche Familien) an der BYU durchgeführt, und die Ergebnisse werden in der Augustausgabe des <em>Journals of Family Psychology</em> erscheinen. An der <strong>Studie</strong> nahmen 395 Familien mit mehr als einem Kind teil, von denen mindestens ein Kind zwischen zehn und vierzehn Jahre alt war. Die Forscher sammelten eine Fülle von Daten über die <strong>Dynamik</strong> jeder <strong>Familie </strong>und wiederholten dann die Untersuchung ein Jahr später. Die statistische Auswertung der Daten zeigte, wenn junge Menschen eine <strong>Schwester </strong>hatten, fühlten sie sich weniger einsam, ungeliebt, schuldig, schüchtern und ängstlich. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Schwester jünger oder älter war, oder wie weit die Geschwister im Alter auseinander waren.</p>
<p><strong>Brüder</strong> waren auch wichtig. Die Studie zeigte, dass liebevolle Geschwister beiderlei Geschlechts <strong>wohltätiges Verhalten</strong> förderten, wie zum Beispiel einem Nachbarn helfen oder sich um andere Kinder in der Schule kümmern. Tatsächlich unterstützten liebevolle Geschwister eine gemeinnützige Einstellung mehr als liebevolle Eltern. Der Zusammenhang zwischen Geschwisterliebe und guten Taten war doppelt so stark wie der zwischen elterlicher Erziehung und guten Taten.</p>
<p>„Eltern kleiner Kinder sollten die <strong>Zuneigung</strong> unter <strong>Geschwistern</strong> zu fördern”, sagt <em>Padilla-Walker</em>. „Wenn sie erst einmal ins Teenageralter kommen, wird das ein wichtiger <strong>Schutzfaktor </strong>sein.”</p>
<p>Viele Eltern machen sich zu Recht Sorgen über das scheinbar nie endende <strong>Gezänk </strong>unter Geschwistern. Die Studie zeigte, dass Feindseligkeit in der Tat mit einem erhöhten Risiko für Regeln verletzendes Verhalten assoziiert war. Aber <em>Padilla-Walker </em>sieht auch eine positive Seite in den Daten: Streitereien geben Kindern die <strong>Möglichkeit zu lernen</strong>, wie sie sich wieder vertragen und ihre Emotionen unter Kontrolle bekommen, Fähigkeiten, die im späteren Leben sehr nützlich sind.</p>
<p>„Fehlende Zuneigung scheint ein größeres Problem zu sein als ein hohes Konfliktniveau”, sagt <em>Padilla-Walker</em>.</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://news.byu.edu/archive10-aug-siblings.aspx" target="_blank">Brigham Young University</a></span>, 2.8.10</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was verraten Aussagen über andere über die eigene Befindlichkeit?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-verraten-aussagen-uber-andere-uber-die-eigene-befindlichkeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 11:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie wir etwas wahrnehmen, hängt sehr von unserer Stimmung ab, zum Beispiel ob wir relaxt oder gestresst sind. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass die Wahrnehmung auch von der Persönlichkeit des Menschen geprägt wird, die positiv oder negativ sein kann. Wir haben die Pressemitteilung der Universität zu der Studie von Anfang des Monats übersetzt, deren Ergebnisse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3047" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Was verraten Aussagen über andere über die eigene Befindlichkeit" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Was-verraten-Aussagen-über-andere-über-die-eigene-Befindlichkeit.jpg" alt="Was verraten Aussagen über andere über die eigene Befindlichkeit" width="199" height="125" />Wie wir etwas wahrnehmen, hängt sehr von unserer Stimmung ab, zum Beispiel ob wir relaxt oder gestresst sind. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass die Wahrnehmung auch von der Persönlichkeit des Menschen geprägt wird, die positiv oder negativ sein kann. Wir haben die Pressemitteilung der Universität zu der Studie von Anfang des Monats übersetzt, deren Ergebnisse helfen könnten, „negativen“ Menschen positive Denk- und Verhaltensweisen zu erleichtern:</p>
<p>Wie positiv ein Mensch andere sieht, hängt damit zusammen, wie glücklich, warmherzig und emotional stabil er selbst ist. Das zeigt die neuste Untersuchung eines Psychologieprofessors von der <em>Wake Forest University </em>in den USA.</p>
<p>„Wie wir <strong>andere wahrnehmen</strong>, offenbart so viel über unsere <strong>eigene Persönlichkeit</strong>”, sagt <em>Dustin Wood</em>, Assistant Professor für Psychologie an der <em>Wake Forest University </em>und erster Autor der Studie, über seine Ergebnisse. Die Forscher baten jeden der Studienteilnehmer, die positiven und negativen Eigenschaften von nur drei Menschen zu bewerten, und konnten so wichtige Informationen über das <strong>Wohlbefinden</strong>, die <strong>psychische Gesundheit</strong> und die <strong>sozialen Einstellungen</strong> des Bewerters herausfinden, und wie er selbst von anderen beurteilt wurde.</p>
<p><span id="more-3038"></span></p>
<p>Die Studie erscheint in der Juliausgabe des <em>Journals of Personality and Social Psychology</em>. Die anderen Autoren sind <em>Peter Harms</em> von der <em>University of Nebraska</em> und <em>Simine Vazire </em>von der <em>Washington University</em> in St. Louis in den USA.</p>
<p>Die Forscher stellten fest, dass die Tendenz eines Menschen, andere positiv zu beschreiben, ein wichtiger Indikator dafür ist, wie positiv seine eigenen Persönlichkeitseigenschaften sind. Sie fanden einen besonders starken Zusammenhang zwischen der positiven Bewertung anderer, und wie enthusiastisch, glücklich, warmherzig, höflich, emotional stabil und kompetent sich ein Mensch selbst beschreibt und von anderen beschrieben wird.</p>
<p>„Wenn wir <strong>andere positiv sehen</strong>, offenbart das unsere <strong>eigenen positiven Charakterzüge</strong>”, sagt <em>Wood</em>.</p>
<p>Weiter stellte die Studie fest, wie positiv jemand andere Menschen sieht, zeigt, wie <strong>zufrieden</strong> er mit seinem eigenen Leben ist, und wie <strong>beliebt</strong> er bei anderen ist.</p>
<p>Dagegen besteht ein Zusammenhang zwischen einer <strong>negativen Wahrnehmung anderer</strong> und einem hohen Grad an Narzissmus (<strong>Selbstbezogenheit</strong>) und <strong>antisozialem</strong> Verhalten. „Ausgesprochen viele negative Persönlichkeitsmerkmale sind mit einer negativen Sicht anderer Menschen assoziiert”, sagt <em>Wood</em>. „Schon allein die Tendenz, andere Menschen negativ zu sehen, weist auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für <strong>Depressionen</strong> und verschiedene <strong>Persönlichkeitsstörungen</strong> hin.” Eine negative Wahrnehmung anderer könnte mehreren Persönlichkeitsstörungen zugrunde liegen. Daher könnte die Entwicklung von Methoden, die Menschen zu einer positiven Sicht anderer verhelfen, es ihnen leichter machen, Verhaltensmuster aufzugeben, die mit mehreren verschiedenen Persönlichkeitsstörungen gleichzeitig assoziiert sind, sagt <em>Wood</em>.</p>
<p>Die Untersuchung zeigt, wenn Sie jemanden um seine Einschätzung von der Persönlichkeit eines bestimmten Mitarbeiters oder Bekannten bitten, können Sie genauso viel über den Menschen erfahren, der die Persönlichkeitsbeschreibung abgibt, wie über den Menschen, den er beschreibt. Wie negativ der Bewertende den anderen Menschen beschreibt, kann tatsächlich zeigen, dass der andere negative Eigenschaften hat. Aber es kann aber auch ein Zeichen dafür sein, dass der Bewertende unglücklich, unsympathisch, neurotisch ist – oder andere negative Persönlichkeitseigenschaften hat.</p>
<p>In dieser <strong>Studie</strong> kannten sich die Teilnehmer und bewerteten einander gegenseitig. Es waren Studienanfänger an einem <strong>College</strong>, die <strong>Bekannte</strong> aus ihrem Studentenwohnheim bewerteten, und Mitglieder studentischer Organisationen, die andere aus ihrer Organisation bewerteten. Für alle Tests bewerteten die Teilnehmer reale Menschen, und wie positiv die Bewertungen ausfielen, hing von den Persönlichkeitseigenschaften der Teilnehmer selbst ab.</p>
<p>Ein Jahr später wertete <em>Wood</em> die gleichen Studienteilnehmer noch einmal aus und ließ sie ihre Kommilitonen ein zweites Mal bewerten. Die Ergebnisse zeigten eindeutig, wie positiv wir <strong>andere</strong> in unserem sozialen Umfeld <strong>wahrnehmen</strong>, ist ein hoch <strong>stabiles Merkmal</strong>, dass sich im Laufe der Zeit nicht wesentlich verändert.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-08/wfu-rsw080210.php" target="_blank">Wake Forest University</a></span>, 2.8.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psycnet.apa.org/index.cfm?fa=buy.optionToBuy&amp;id=2010-12776-013" target="_blank">Wood et al</a></span>. <em>Journal of Personality &amp; Social Psychology</em>, Juli 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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		</item>
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		<title>Wie wirkt sich Autismus beim Kind auf die Beziehung der Eltern aus?</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 20:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[klinische Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Risikofaktor]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>

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		<description><![CDATA[Autismus ist eine schwere Entwicklungsstörung, die bei bis zu einem Prozent aller Kinder auftritt und unheilbar ist. Eine aktuelle Studie hat die Scheidungsraten bei Eltern dieser Kinder untersucht. Wir haben eine Presseerklärung der Universität zu der Studie übersetzt, die bald veröffentlicht werden soll und zeigt, wie enorm die Belastung durch die Erkrankung ist, unter der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3030" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Wie wirkt sich Autismus beim Kind auf die Beziehung der Eltern aus" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Wie-wirkt-sich-Autismus-beim-Kind-auf-die-Beziehung-der-Eltern-aus.jpg" alt="Wie wirkt sich Autismus beim Kind auf die Beziehung der Eltern aus" width="167" height="201" />Autismus ist eine schwere Entwicklungsstörung, die bei bis zu einem Prozent aller Kinder auftritt und unheilbar ist. Eine aktuelle Studie hat die Scheidungsraten bei Eltern dieser Kinder untersucht. Wir haben eine Presseerklärung der Universität zu der Studie übersetzt, die bald veröffentlicht werden soll und zeigt, wie enorm die Belastung durch die Erkrankung ist, unter der die Eltern mitleiden:</p>
<p>Eltern von erwachsenen Kindern mit Autismus lassen sich <strong>häufiger scheiden </strong>als Ehepaare mit Kindern, die sich normal entwickeln. Das ist das neuste Ergebnis einer großen Langzeitstudie über Familien mit jugendlichen und erwachsenen Kindern, die Autismus haben.</p>
<p>Die Studie von Wissenschaftlern des <em>Waisman Centers </em>der <em>University of Wisconsin (UW)-Madison</em> in den USA, die in der Augustausgabe des <em>Journals of Family Psychology</em> erscheinen wird, zeichnet ein neues Bild von den langfristigen Erfolgsaussichten für die Ehe von Eltern, die ein Kind mit Autismus großziehen.</p>
<p><span id="more-3016"></span></p>
<p>Die Studie untersucht zum ersten Mal die <strong>Scheidungsrate</strong> bei <strong>Eltern erwachsener Kinder mit Autismus</strong>. Im Gegensatz zu bisherigen Annahmen zeigt sie, dass das Scheidungsrisiko der Eltern <strong>nicht erhöht</strong> ist, wenn ihr Sohn oder ihre Tochter mit Autismus <strong>klein</strong> ist. Aber wenn das autistische Kind ins Teenager- und <strong>Erwachsenenalter </strong>kommt, lassen sich die Eltern <strong>häufiger</strong> scheiden als Eltern von Kindern, die sich normal entwickeln. Obwohl die Ergebnisse zeigen, dass die Aussichten auf eine dauerhafte Ehe für Eltern, die ein autistisches Kind großziehen, schlechter sind, überlebte die Mehrheit der Ehen in dieser Studie.</p>
<p>Die <strong>Studie </strong>untersuchte die Schicksale der Ehen von 391 Paaren – Eltern von jugendlichen und erwachsenen Kindern mit Autismus – und einer Vergleichsgruppe von Ehepaaren in einer anderen großen Langzeitstudie (MIDUS, National Survey of Midlife in the United States). Das Ziel der Studie war, die Häufigkeit und den Zeitpunkt von Scheidungen bei Eltern mit autistischen Kindern zu dokumentieren, erklärt <em>Sigan Hartley</em>, ein Assistant Professor für Entwicklung des Menschen und Familienforschung an der <em>UW-Madison</em> und erster Autor der Studie.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigten, dass die Scheidungsrate bei Eltern von Kindern mit Autismus die Scheidungsrate bei Eltern von Kindern ohne Behinderungen widerspiegelt, bis das Kind acht Jahre alt wird. Danach sinkt die Scheidungsrate bei Eltern von Kindern ohne Behinderungen aber bleibt hoch bei Eltern von autistischen Kindern.</p>
<p>„Das Risiko einer Scheidung scheint bei Eltern von Kindern mit Autismus langfristig erhöht zu sein”, sagt <em>Hartley</em>. „Wenn Paare die<strong> frühen</strong> Jahre der <strong>Kindeserziehung</strong> überstehen können, nehmen normalerweise die <strong>Anforderungen</strong> an die Eltern ab und damit oft auch die Belastung für die Ehe. Aber Eltern von Kindern mit <strong>Autismus</strong> müssen oft weiter mit den hohen Anforderungen leben und fertig werden, die das Kind <strong>auch</strong> im <strong>Erwachsenenalter </strong>noch an die Eltern stellt, und daher kann die Belastung für die Ehe auch in diesen späteren Jahren weiter hoch bleiben.”</p>
<p>Autismus wird auch als <strong>Autismusspektrums-Störung </strong>(ASS) bezeichnet und hat Symptome, die individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Aber die Hauptmerkmale der Störung sind Schwierigkeiten, <strong>soziale Beziehungen</strong> zu knüpfen und aufrechtzuerhalten, eine verzögerte Entwicklung der <strong>Kommunikationsfähigkeit</strong> und sich <strong>wiederholende Bewegungen</strong> wie vor und zurück wippen und mit den Händen schlackern. Kinder mit Autismus brauchen oft ein hohes Maß an Fürsorge und leben als Erwachsene weiter bei ihren Eltern.</p>
<p>„Das Profil der Verhaltensweisen und Symptome, die mit Autismus verbunden sind, stellt eine <strong>lebenslange Herausforderung </strong>dar”, merkt <em>Hartley</em> an. „Nur wenige andere Entwicklungsstörungen scheinen Eltern noch mehr abzufordern, und es besteht ein großer Bedarf an Betreuungshilfen für Familien, wenn das Kind ein Teenager oder Erwachsener ist. Ein offensichtlicher Schritt ist, Paare zu unterstützen und ihnen zu helfen, an ihrer Ehe zu arbeiten. Wenn wir diesen Familien Informationen und Hilfe bieten können, werden wir hoffentlich Ehen unterstützen können, die Bestand haben.”</p>
<p><strong>Quelle:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-08/uow-sda080310.php" target="_blank">University of Wisconsin-Madison</a></span>, 3.8.10</p>
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<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Paartherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Paartherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lässt sich von der Persönlichkeit des Kindes auf späteres Verhalten im Erwachsenenalter schließen?</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 08:54:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik & Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Alltag versuchen wir ständig, das Verhalten von Menschen vorherzusagen, die wir kennen. Die Erfolgsquote ist variabel, und das Ergebnis reicht von kleinen Enttäuschungen bis zum Börsencrash. Amerikanische Psychologen haben nun gezeigt, dass solche Vorhersagen doch recht zuverlässig möglich sind. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von voriger Woche übersetzt, die zeigt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-3033" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Lässt sich von der Persönlichkeit des Kindes auf späteres Verhalten im Erwachsenenalter schließen" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Lässt-sich-von-der-Persönlichkeit-des-Kindes-auf-späteres-Verhalten-im-Erwachsenenalter-schließen.jpg" alt="Lässt sich von der Persönlichkeit des Kindes auf späteres Verhalten im Erwachsenenalter schließen" width="250" height="168" />Im Alltag versuchen wir ständig, das Verhalten von Menschen vorherzusagen, die wir kennen. Die Erfolgsquote ist variabel, und das Ergebnis reicht von kleinen Enttäuschungen bis zum Börsencrash. Amerikanische Psychologen haben nun gezeigt, dass solche Vorhersagen doch recht zuverlässig möglich sind. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie von voriger Woche übersetzt, die zeigt, wie stabil die Persönlichkeit von Menschen ist:</p>
<p>Persönlichkeitsmerkmale, die man schon in der Kindheit beobachten kann, sagen mit hoher Wahrscheinlichkeit voraus, wie sich ein Mensch im Erwachsenenalter verhalten wird. Das zeigt eine Untersuchung von Forschern an der <em>University of California (UC), Riverside</em>, dem <em>Oregon Research Institute</em> und der <em>University of Oregon</em> in den USA. Die Studie wird in einer der nächsten Ausgaben des Fachjournals <em>Social Psychological and Personality Science</em> erscheinen.</p>
<p>Die <strong>Studie </strong>beruht auf den Daten einer Untersuchung aus den Sechzigerjahren an etwa 2400 <strong>Grundschulkindern</strong> unterschiedlicher ethnischer Herkunft in Hawaii. Damals hatten Lehrer die <strong>Persönlichkeit</strong> ihrer Schüler beurteilt. Die Forscher verglichen diese Einschätzungen der Lehrer mit Videoaufnahmen von Interviews mit 114 dieser Menschen <strong>vierzig Jahre später</strong>.</p>
<p><span id="more-3002"></span>Die Ergebnisse waren überraschend, sagt <em>Christopher S. Nave</em>, ein Doktorand an der <em>UC Riverside</em> und erster Autor der Studie mit dem Titel „Über die Unabhängigkeit der Persönlichkeit von äußeren Umständen: Beurteilungen von Lehrern sagen direkt beobachtetes Verhalten vier Jahrzehnte später voraus.”</p>
<p>„<strong>Wir bleiben als die gleiche Person erkennbar</strong>”, sagt <em>Nave</em>. „Das zeigt, wie wichtig es ist, eine Persönlichkeit zu verstehen, denn sie bleibt uns erhalten, wohin wir auch gehen, durch alle Lebensphasen und -umstände.”</p>
<p>Die Forscher untersuchten vier <strong>Persönlichkeitseigenschaften</strong> – Sprachgewandtheit, Anpassungsfähigkeit, Impulsivität und Zurückhaltung. Die Ergebnisse zeigten:</p>
<p>• Kinder, die als <strong>sprachgewandt</strong> identifiziert wurden – definiert als ungezügelte Schwatzhaftigkeit – zeigten als Erwachsene mittleren Alters Interesse an intellektuellen Fragen und hatten eine flüssige Sprache. Sie versuchten, die Situation zu kontrollieren, und wirkten überdurchschnittlich intelligent. Kinder, die nach Einschätzung ihrer Lehrer wenig sprachgewandt waren, suchten als Erwachsene Rat, sie gaben bei Schwierigkeiten schnell auf und waren ungeschickt im Umgang mit anderen.</p>
<p>• Kinder, die als sehr <strong>anpassungsfähig</strong> eingeschätzt wurden – definiert als neue Situationen leicht und erfolgreich meistern können – wirkten als Erwachsene mittleren Alters fröhlich, sie hatten eine flüssige Sprache und zeigten Interesse an intellektuellen Fragen. Menschen, die im Kindesalter als wenig anpassungsfähig eingeschätzt wurden, waren als Erwachsene selbstkritisch, sie suchten Rat und waren ungeschickt im Umgang mit anderen.</p>
<p>• Schüler, die als <strong>impulsiv</strong> eingeschätzt wurden, redeten als Erwachsene laut, sie zeigten sich an vielen Dingen interessiert und waren gesprächig. Menschen, die als wenig impulsiv eingeschätzt wurden, waren als Erwachsene ängstlich oder schüchtern, sie hielten andere auf Distanz und wirkten unsicher.</p>
<p>• Kinder, die von ihren Lehrern als <strong>zurückhaltend</strong> eingeschätzt wurden – definiert als bescheiden, die eigene Wichtigkeit herunterspielen oder niemals angeben – zeigten als Erwachsene Schuldgefühle, sie suchten Bestätigung, waren selbstkritisch und wirkten unsicher. Leute, die als nicht zurückhaltend eingeschätzt wurden, redeten als Erwachsene laut, sie zeigten Interesse an intellektuellen Fragen und wirkten herablassend.</p>
<p>„Wir glauben, dass die <strong>Persönlichkeit im Wesen</strong> eines Menschen liegt”, sagt <em>Nave</em>. „Sie ist ein Teil von uns selbst, ein Teil unserer Biologie. Zwar beeinflussen Ereignisse im Leben unser Verhalten, aber wir müssen auch die Bedeutung der Persönlichkeit anerkennen, wenn wir späteres Verhalten verstehen wollen.”</p>
<p>Weitere Untersuchungen werden Aufschluss darüber geben, wie sehr „die Persönlichkeit eines Menschen sein späteres Leben beeinflusst.” Außerdem werden sie uns „helfen zu verstehen, wie die Persönlichkeit und das Verhalten von Menschen zusammenhängen und untersuchen, inwieweit wir unsere Persönlichkeit verändern können.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://newsroom.ucr.edu/news_item.html?action=page&amp;id=2401" target="_blank">UCR Newsroom</a></span>, 3.8.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://spp.sagepub.com/content/early/2010/07/06/1948550610370717.abstract" target="_blank">Nave et al</a></span>. <em>Social Psychological and Personality Science</em>, 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Kann die Behandlung von Depressionen mit Antidepressiva zu Persönlichkeitsveränderungen führen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/kann-die-behandlung-von-depressionen-mit-antidepressiva-zu-personlichkeitsveranderungen-fuhren/" target="_self">Kann die Behandlung von Depressionen mit Antidepressiva zu Persönlichkeitsveränderungen führen?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Persönlichkeit und politische Einstellung: Was ist der Zusammenhang?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/personlichkeit-und-politische-einstellung-was-ist-der-zusammenhang/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2010 18:37:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstbild]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn wir alle vier Jahre zur Wahlurne gehen, ist unsere Entscheidung vielleicht nicht so frei, wie wir denken. Denn eine neue Studie zeigt, dass die politische Gesinnung eines Menschen bis zu einem gewissen Grade durch seine Persönlichkeit festgelegt ist. Wir haben eine Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die auch zeigt, warum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2994" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Persönlichkeit und politische Einstellung -- Was ist der Zusammenhang" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Persönlichkeit-und-politische-Einstellung-Was-ist-der-Zusammenhang.jpg" alt="Persönlichkeit und politische Einstellung -- Was ist der Zusammenhang" width="170" height="142" />Wenn wir alle vier Jahre zur Wahlurne gehen, ist unsere Entscheidung vielleicht nicht so frei, wie wir denken. Denn eine neue Studie zeigt, dass die politische Gesinnung eines Menschen bis zu einem gewissen Grade durch seine Persönlichkeit festgelegt ist. Wir haben eine Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die auch zeigt, warum Leute empfänglich für irrationale Wahlslogans sein könnten:</p>
<p>Die politische Einstellung und die Persönlichkeit eines Wählers hängen eng miteinander zusammen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der <em>University of Toronto (UofT)</em> in Kanada.</p>
<p>Die Forscher der <em>UofT </em>konnten zeigen, dass das <strong>seelische Bedürfnis</strong> von Menschen nach Mitleid und Gleichheit mit einer <strong>liberalen</strong> Einstellung assoziiert sind, während das Bedürfnis nach Ordnung und Achtung sozialer Normen mit einer <strong>konservativen</strong> Einstellung assoziiert sind.</p>
<p><span id="more-2983"></span>„Bei <strong>konservativen</strong> Menschen ist das Persönlichkeitsmerkmal <strong>Ordentlichkeit</strong><strong> stärker</strong> ausgeprägt, <strong>Offenheit</strong> dagegen <strong>schwächer</strong>. Das heißt, sie haben einen stärkeres Bedürfnis nach einer gewissen Ordnung und Tradition, worin sich ein tiefenpsychologisches Motiv ausdrückt, die bestehende soziale Struktur zu erhalten”, sagt <em>Jacob Hirsh</em>, ein Postdoctoral Fellow der Psychologie an der <em>UofT</em> und erster Autor der Studie.</p>
<p>Die Studie, die diesen Monat im <em>Personality and Social Psychology Bulletin</em> erscheint, könnte sogar die Bezeichnung „sentimentaler Liberaler” rechtfertigen.</p>
<p>„Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine <strong>liberale</strong> Einstellung häufiger mit tiefer liegenden Motiven für <strong>Mitleid</strong>, <strong>Mitgefühl</strong> und <strong>Gleichheit</strong> assoziiert ist”, sagt <em>Hirsh</em>.</p>
<p>Die Forscher baten mehr als 600 Studienteilnehmer aus Kanada und den USA, ihre <strong>politischen Ansichten</strong> als eher liberal oder eher konservativ einzuschätzen, anstelle sich mit einer bestimmten politischen Partei zu identifizieren. Dann machten sie einen Persönlichkeitstest, um zu untersuchen, wie sich die <strong>Persönlichkeitsmerkmale</strong> der Teilnehmer zu ihren politischen Neigungen verhielten.</p>
<p><em>Hirshs</em> Studie ist ein Beitrag zu der wachsenden Anzahl von Untersuchungen, die zeigen, dass politisches <strong>Verhalten durch </strong>tiefer liegende seelische <strong>Bedürfnisse motiviert</strong> ist. „Wir beginnen, die tiefere Motivation zu verstehen, die zu der politischen Neigung eines Menschen beitragen”, sagt <em>Hirsh</em>. „Obwohl die Motive aller Menschen die gleiche Grundstruktur haben, ist die relative Stärke der zugrunde liegenden Systeme von einem Menschen zum anderen verschieden. Wenn die Bedürfnisse nach <strong>Ordnung</strong> und <strong>Gleichheit</strong> relativ <strong>ausgewogen</strong> sind, ist der Mensch wahrscheinlich politisch <strong>moderat</strong>. Wenn eines der Motive stärker als das andere wird, bewegen sich die politischen Präferenzen entweder zum einen oder dem anderen Ende des Spektrums.”</p>
<p>„Die Werte von Menschen sind tief in ihrer Biologie und ihrem genetischen Erbe verwurzelt”, sagt der <em>UofT</em>-Professor und Mitautor der Studie <em>Jordan Peterson</em>. „Das heißt, man muss bei politischen <strong>Werten</strong> und <strong>Moral</strong> tiefer nachforschen, was die Herkunft dieser Motive angeht. Politische Präferenzen beruhen <strong>nicht</strong> auf einfachen, <strong>rationalen </strong>Überlegungen zu diesen Fragen.”</p>
<p><em>Peterson</em> argumentiert, dass beide Arten der politischen Motivation notwendig sind, um eine funktionierende Gesellschaft aufrechtzuerhalten.</p>
<p>„Die Tatsache, dass diese Variabilität der <strong>Motivationssysteme</strong> immer noch existiert, bedeutet aus Sicht der Evolution, dass keines für sich alleine ausreicht. Jedes politische Profil hat seine Kosten und Nutzen, und beide scheinen notwendig zu sein, um ein effektives <strong>Gleichgewicht</strong> in der <strong>Gesellschaft aufrechtzuerhalten</strong>.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.news.utoronto.ca/media-releases/social-sciences-humanities/personality-predicts-political-preferences.html" target="_blank">University of Toronto</a></span>, 8.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://psp.sagepub.com/content/36/5/655" target="_blank">Hirsh et al</a></span>. <em>Personality and Social Psychology Bulletin</em>, Mai 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-bringt-uns-weiter-wettbewerb-oder-mitgefuhl/" target="_self">Was bringt uns weiter: Wettbewerb oder Mitgefühl?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich vom Äußeren auf die Persönlichkeit schließen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich vom-auseren-auf-die-personlichkeit-schliesen/" target="_self">Lässt sich vom Äußeren auf die Persönlichkeit schließen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/werden-aggressionen-von-kindern-durch-die-kritik-der-eltern-gefordert/" target="_self">Werden Aggressionen von Kindern durch die Kritik der Eltern gefördert?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Praxis-Blog von Spezialsuchmaschine &#8220;Medisuch&#8221; zertifiziert</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 07:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cathleen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxis-Nachrichten]]></category>

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Vor wenigen Tagen ist unser Blog von Medisuch erfolgreich zertifiziert worden. Die Spezialsuchmaschine für Medizin und Gesundheit Medisuch prüft deutschsprachige Websites aus dem medizinischen Sektor auf relevante und verständliche Gesundheitsinformationen. Entspricht ein Informationsangebot den Richtlinien von Medisuch, wird es  in den Suchindex aufgenommen und der Anbieter ist berechtigt, das Zertifikat zu verwenden.
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<p>Vor wenigen Tagen ist unser Blog von <em>Medisuch</em> erfolgreich zertifiziert worden. Die Spezialsuchmaschine für Medizin und Gesundheit <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.medisuch.de" target="_blank">Medisuch</a></span> prüft deutschsprachige Websites aus dem medizinischen Sektor auf relevante und verständliche Gesundheitsinformationen. Entspricht ein Informationsangebot den Richtlinien von Medisuch, wird es  in den Suchindex aufgenommen und der Anbieter ist berechtigt, das Zertifikat zu verwenden.</p>
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		<title>Telefonieren beim Autofahren: Auch für die Beziehung gefährlich?</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 08:08:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leistungsfähigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch & Gruppe]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft & Paartherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>
		<category><![CDATA[soziales Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Tiefschürfende Gespräche auf dem Handy führen muss man theoretisch nicht, aber in Wirklichkeit ist der praktische Quälgeist aus unserer schnelllebigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Wie sich das auf die menschliche Kommunikation auswirken könnte, haben Forscher am Beispiel von Partnerschaftsproblemen durchgedacht. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, deren Ergebnisse wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2961" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Telefonieren beim Autofahren -- Auch für die Beziehung gefährlich" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/Telefonieren-beim-Autofahren-Auch-für-die-Beziehung-gefährlich.jpg" alt="Telefonieren beim Autofahren -- Auch für die Beziehung gefährlich" width="170" height="128" />Tiefschürfende Gespräche auf dem Handy führen muss man theoretisch nicht, aber in Wirklichkeit ist der praktische Quälgeist aus unserer schnelllebigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Wie sich das auf die menschliche Kommunikation auswirken könnte, haben Forscher am Beispiel von Partnerschaftsproblemen durchgedacht. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, deren Ergebnisse wohl auch auf andere moderne Kommunikationsmittel wie E-Mail oder Texten übertragbar sind:</p>
<p>Heute wird viel vor der <strong>Ablenkungsgefahr</strong> bei Leuten gewarnt, die <strong>Auto fahren </strong>und gleichzeitig auf dem <strong>Handy </strong>telefonieren. Aber telefonieren und dabei Auto fahren könnte auch eine Gefahr für Familienbeziehungen darstellen, sagt <em>Professor Paul Rosenblatt</em> von der <em>University of Minnesota</em> in den USA.</p>
<p>Die selben Faktoren, die das Telefonieren beim Autofahren zu einer Gefahr machen – verlangsamte <strong>Reaktionszeiten </strong>und verminderte <strong>Aufmerksamkeit</strong> – können auch die <strong>Kommunikation</strong> in der Familie <strong>riskanter </strong>machen, sagt <em>Rosenblatt</em> in einem Artikel in der neusten Ausgabe der <em>Family Science Reviews</em>. Der Artikel, den <em>Rosenblatt </em>und der Doktorand <em>Xiaohui Li</em> schrieben, ist eine spekulative theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema. <em>Rosenblatt</em> ist Professor für Familien- und Sozialwissenschaften am College of Education and Human Development der Universität.</p>
<p><span id="more-2953"></span>„Wenn wir davon ausgehen, dass die <strong>Risiken</strong> für die Beziehung, die das Telefonieren beim Autofahren mit sich bringt, den Risiken für das <strong>Autofahren</strong> selbst ähneln – beide Tätigkeiten werden durch die geteilte Aufmerksamkeit und Ablenkung beeinträchtigt – können wir uns vorstellen, wie es eine <strong>Familienbeziehung</strong> schädigen könnte”, sagt <em>Rosenblatt</em> in dem Artikel.</p>
<p>Zum Beispiel haben Untersuchungen gezeigt, dass das Telefonieren beim Autofahren zu verlangsamten Reaktionszeiten im Straßenverkehr führt. Das könnte sich genauso auf die Unterhaltung des Fahrers auf dem Handy auswirken.</p>
<p>„Eine <strong>Gesprächspause </strong>könnte zum Problem werden, wenn die Person am anderen Ende der Leitung (der Ehe- oder Lebenspartner) die verlangsamte Reaktion als ein Zögern interpretiert, als keine Antwort wissen oder als etwas verbergen. Das führt alles dazu, dass der Partner sich <strong>ärgert</strong>”, sagt <em>Rosenblatt</em>.</p>
<p>Und was ist, wenn der Fahrer wichtige Details der Konversation nicht mitbekommt? Das könnte zu <strong>Missverständnissen </strong>und noch mehr Verärgerung führen, sagt er.</p>
<p>„Ganz allgemein könnte auf dem Handy telefonieren und dabei Fahren uns verleiten, <strong>rote Ampeln in der Beziehung zu übersehen</strong>, zu langsam auf brenzliche Situationen in der Beziehung zu reagieren, die Kontrolle über unseren Teil an der Interaktion zu verlieren und dabei Fehler zu machen. Das könnte zu Konflikten, verletzten Gefühlen, Missverständnissen und vielleicht sogar zu ernsthaftem Schaden für die Beziehung führen”, sagt <em>Rosenblatt</em> in dem Artikel.</p>
<p>Der Partner, der nicht fährt, könnte aus Sorge um die Sicherheit des Fahrers die <strong>Konversation kurz halten</strong>, damit der Fahrer sich konzentrieren kann. Aber der Fahrer könnte das negativ auslegen.</p>
<p>Außer den Beziehungsproblemen, die Telefonieren beim Autofahren verursacht, ergeben sich für beide Gesprächspartner noch weitere Schwierigkeiten, wenn einer von ihnen fährt, während er auf dem Handy telefoniert.</p>
<p>Das <strong>Fehlen sichtbarer Hinweise </strong>wie Gesten, Gesichtsausdruck und Körperhaltung stellt Herausforderungen. Eine schlechte Handyverbindung und <strong>Geräusche</strong> vom Auto und der Straße können alle zu Missverständnissen beitragen, sagt er.</p>
<p>In dem Artikel untersucht <em>Rosenblatt</em> fünf hypothetische <strong>Beispiele</strong> für mögliche Beziehungsprobleme, die sich ergeben könnten, wenn ein Fahrer auf dem Handy mit einem Verwandten telefoniert. Die untersuchten Beispiele sind ein Partner, der den Fahrer bittet, eine Besorgung zu machen; ein Verwandter, der mit guten Nachrichten anruft; ein Verwandter, der mit schlechten Nachrichten anruft; beim Telefonieren streiten oder sich entschuldigen. Alle diese Situationen können zu großen Enttäuschungen und Missverständnissen führen.</p>
<p>Die meisten Paare werden die zusätzlichen Schwierigkeiten beim Telefonieren auf dem Handy bewältigen können.</p>
<p>„Aber bei Paaren, die solche Schwierigkeiten haben, dass beide schon an eine Trennung denken, können Probleme wie die, die eine schwierige Telefonkonversation auslöst, die Beziehung aus dem Gleichgewicht bringen&#8221;, sagt <em>Rosenblatt</em>.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www1.umn.edu/news/news-releases/2010/UR_CONTENT_202137.html" target="_blank">University of Minnesota</a></span>, 15.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.familyscienceassociation.org/archived%20journal%20articles/FSR_vol15_2_2010/Rosenblatt%20final%20.pdf" target="_blank">Rosenblatt &amp; Li</a></span>. <em>Family Science Review</em>, 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Welche Folgen hat Multi-Tasking?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/das-clown-auf-dem-einrad-phanomen-reden-laufen-und-fahren-beim-telefonieren-mit-dem-handy/" target="_self">Welche Folgen hat Multi-Tasking?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Lässt sich von einer Berührung auf die dahinterliegende Emotion schließen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/lasst-sich-von-einer-beruhrung-auf-die-dahinterliegende-emotion-schliesen/" target="_self">Lässt sich von einer Berührung auf die dahinterliegende Emotion schließen?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Belastet Freiheit die eigene Work-Life Balance?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/belastet-freiheit-die-eigene-work-life-balance/" target="_self">Belastet Freiheit die eigene Work-Life Balance?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Paartherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Paartherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Paartherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/paartherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Paartherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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		<title>Welche Vorstellung haben Babys von Raum und Zeit?</title>
		<link>http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/welche-vorstellung-haben-babys-von-raum-und-zeit/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Jul 2010 20:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Shaw Rose</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kinder & Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik & Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Verhaltensforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zahlworte wie „eins“, „zwei“ und „drei“ gehören zu den ältesten Worten in der Evolution der (indogermanischen) Sprachen und sind damit so alt wie „ich“ oder „wir“. Eine aktuelle Studie an Babys zeigt nun, dass die Wahrnehmung von quantitativen Unterschieden vielleicht nicht einfach erlernt ist, sondern dem Menschen sogar angeboren sein könnte. Wir haben die Presseerklärung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2939" style="margin-top: 0px; margin-bottom: 0px; margin-left: 10px; margin-right: 10px; border: 1px solid #000000;" title="Welche Vorstellung haben Babies von Raum und Zeit" src="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Welche-Vorstellung-haben-Babies-von-Raum-und-Zeit.jpg" alt="Welche Vorstellung haben Babies von Raum und Zeit" width="170" height="122" />Zahlworte wie „eins“, „zwei“ und „drei“ gehören zu den ältesten Worten in der Evolution der (indogermanischen) Sprachen und sind damit so alt wie „ich“ oder „wir“. Eine aktuelle Studie an Babys zeigt nun, dass die Wahrnehmung von quantitativen Unterschieden vielleicht nicht einfach erlernt ist, sondern dem Menschen sogar angeboren sein könnte. Wir haben die Presseerklärung der Universität zu der Studie vom Juni übersetzt, die die Faszination von Kindern mit Konzepten wie „groß“ und „klein“ erklären könnte:</p>
<p>Noch bevor sie sprechen lernen, organisieren Babys Informationen über <strong>Zahlen</strong>, <strong>Raum </strong>und <strong>Zeit</strong> auf eine komplexere Art und Weise als man bisher dachte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter Leitung der Psychologin <em>Stella Lourenco</em> von der <em>Emory University</em> in den USA. „Wir haben gezeigt, dass neun Monate alte <strong>Babys </strong>ein Gespür für die <strong>Verhältnisse von Objekten</strong> zueinander haben und „mehr als“ oder „weniger als“ bei Zahl, Größe und Dauer erkennen können. Und das wirklich Bemerkenswerte ist, sie brauchen nur Erfahrung mit einem dieser quantitativen Konzepte, um zu erraten, wie andere Quantitäten aussehen sollten”, sagt <em>Lourenco</em>.</p>
<p><em>Lourenco</em> führte die Studie, die in einer der nächsten Ausgaben von <em>Psychological Science</em> veröffentlicht werden soll, zusammen mit dem Neurowissenschaftler <em>Matthew Longo </em>vom <em>University College London</em> durch.</p>
<p><span id="more-2929"></span>In seinem Meisterwerk „The Principles of Psychology&#8221;  aus dem Jahre 1890 beschreibt William James den Eindruck des Babys von der Welt als ein „einziges großes grelles, hektisches Durcheinander.”</p>
<p>Aber immer mehr Forschungsergebnisse stellen diese lange Zeit gültige Theorie auf den Kopf.</p>
<p>„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen ab den ersten paar Monaten im Leben Informationen über die <strong>Quantität</strong> benutzen, um ihre <strong>Wahrnehmung</strong> von der <strong>Welt</strong> zu <strong>organisieren</strong>”, sagt <em>Lourenco</em>. „Die Quantität scheint überaus nützlich zu sein, um vorherzusagen, wie sich Objekte verhalten sollten.”</p>
<p><em>Lourenco</em> konzentriert sich auf die Entwicklung der <strong>räumlichen Wahrnehmung</strong> und ihre Interaktionen mit anderen kognitiven Dimensionen wie der Verarbeitung von <strong>Zahlen</strong> und der Wahrnehmung der <strong>Zeit</strong>. Frühere Forschungsuntersuchungen haben gezeigt, dass diese verschiedenen kognitiven Bereiche auf neuronaler Ebene eng miteinander <strong>verknüpft</strong> sind. So haben zum Beispiel Tests gezeigt, dass Erwachsene kleinere Zahlen mit der linken Seite des Raumes assoziieren und größere Zahlen mit der rechten.</p>
<p>„Es ist, als ob wir ein Lineal im Kopf hätten”, beschreibt <em>Lourenco </em>das Phänomen.</p>
<p>Andere Tests haben gezeigt, wenn Erwachsene schnell die höhere von zwei Zahlen wählen sollen, wird die Aufgabe viel schwieriger, wenn die höhere Zahl physisch kleiner aussieht als die niedrigere Zahl.</p>
<p><em>Lourenco </em>wollte untersuchen, ob unser Gehirn einfach statistische Regelmäßigkeiten durch wiederholte <strong>Erfahrungen</strong> und sprachliche <strong>Assoziationen</strong> erkennt, <strong>oder</strong> ob ein <strong>allgemeines System</strong> für die Wahrnehmung von Größen schon früh im Leben existiert.</p>
<p>Um das zu untersuchen, zeigte sie in ihrem Labor neun Monate alten Babys Gruppen von Objekten auf einem Computerbildschirm. „Babys starren gerne Dinge an, die sie zum ersten Mal sehen”, erklärt <em>Lourenco</em>, „und wir können messen, wie lange sie diese Dinge anschauen, um zu verstehen, wie sie Informationen verarbeiten.”</p>
<p>Wenn die Forscher den Babys Bilder von größeren Objekten zeigten, die schwarz und gestreift waren, und kleineren Objekten, die weiß und gepunktet waren, erwarteten die Babys die gleiche Kombination von <strong>Farbe</strong> und <strong>Muster</strong> auch für das <strong>Größenverhältnis</strong> „mehr und weniger” bei Zahlen und der Zeitdauer. Wenn zum Beispiel die zahlreicheren Objekte weiß und gepunktet waren, fixierten die Babys das Bild länger, als wenn die Objekte schwarz und gestreift waren.</p>
<p>„Wenn die Babys etwas länger anschauen, zeigt es, dass sie von der fehlenden Übereinstimmung überrascht sind”, sagt <em>Lourenco</em>. „Sie scheinen zu erwarten, dass diese verschiedenen <strong>Dimensionen</strong> in der Welt miteinander <strong>korrelieren</strong>.”</p>
<p>Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen mit einem <strong>allgemeinen System</strong> für die <strong>Wahrnehmung von Größen geboren</strong> werden könnten. „Wenn wir nicht mit diesem System geboren werden, dann scheint es sich sehr schnell zu entwickeln”, sagt <em>Lourenco</em>. „Wie dem auch sei, ich finde es erstaunlich, wie wir Informationen über die Quantität benutzen, um uns die Welt zu erklären.”</p>
<p><em>Lourenco</em> hat vor Kurzem 300 000 Dollar Forschungsgelder vom John Merck Fund erhalten. Die Mittel sind für junge Forscher gedacht, die kognitiv-psychologische oder biologische Untersuchungen durchführen, die für Entwicklungsstörungen relevant sind. Sie hat vor, damit näher zu untersuchen, wie sich dieses System zur <strong>Verarbeitung quantitativer Informationen</strong> entwickelt, sowohl bei <strong>gesunden Kindern</strong> als auch bei Kindern mit Entwicklungsstörungen wie der Lernschwäche <strong>Dyskalkulie</strong> (Rechenschwäche) – dem mathematischen Äquivalent der Dyslexie (Lese- und Rechtschreibschwäche).</p>
<p>„In den letzten beiden Jahrzehnten galt die Aufmerksamkeit sehr der Dyslexie”, sagt <em>Lourenco</em>. „Aber weil unsere Welt immer technischer wird und Schüler in den USA denen in anderen Ländern in Mathematik hinterherhinken, findet jetzt die Bedeutung mathematischen, räumlichen und zeitlichen Denkens mehr Beachtung. Ich möchte die tiefer liegenden Ursachen der Dyskalkulie untersuchen und mich mit möglichen Behandlungsmethoden für Kinder befassen, die Schwierigkeiten mit quantitativem Denken haben.”</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://esciencecommons.blogspot.com/2010/06/how-babies-use-number-space-and-time.html" target="_blank">Emory University</a></span>, 11.6.10</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://pss.sagepub.com/content/early/2010/04/27/0956797610370158.abstract" target="_blank">Lourenco &amp; Longo</a></span>. <em>Psychological Science</em>, Juni 2010</p>
<p><strong>Verwandte Artikel:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Was erklärt die Lesefähigkeit von Kindern: Genetik oder Umwelt?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/was-erklart-die-lesefahigkeit-von-kindern-genetik-oder-umwelt/" target="_self">Was erklärt die Lesefähigkeit von Kindern: Genetik oder Umwelt?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Wann startet die Sprachentwicklung bei Babys?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/wann-startet-die-sprachentwicklung-bei-babys/" target="_self">Wann startet die Sprachentwicklung bei Babys?</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Warum wecken Gerüche Kindheitserinnerungen?" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/blog/warum-wecken-geruche-kindheitserinnerungen/" target="_self">Warum wecken Gerüche Kindheitserinnerungen?</a></span></p>
<p><strong>Weitere Links:</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in München" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-muenchen.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in München</a></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><a title="Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf" href="http://www.praxis-dr-shaw.de/psychotherapie-duesseldorf.php" target="_self">Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf</a></span></p>
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