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Archiv für Februar 2009

Welchen Einfluss hat Zeitdruck auf unsere Leistungsfähigkeit?

11. Februar 2009

In der Zeitschrift Judgement and Decision Making ist ein Artikel erschienen, in dem Michael DeDonno eine interessante Studie vorstellt, die er im Rahmen seiner Doktorarbeit durchgeführt hat. In einem Experiment bat er 4 Gruppen darum, eine Übung mit Spielkarten zu absolvieren, in der es darum ging, in möglichst kurzer Zeit durch schnelle Entscheidungen möglichst viel (virtuelles) Geld zu verdienen.  Jeder Teilnehmer hatte 100 Durchgänge, um die Aufgabe zu lösen. 


Macht Konsum glücklich?

10. Februar 2009

Macht Konsum glücklich sEines der großen Themen der Glücksforschung ist die Rolle, die Geld für das eigene Glück spielt. In den vergangenen Jahren konnte immer wieder gezeigt werden, dass Geld nicht glücklich macht, insbesondere dann nicht, wenn bereits ein gewisses (niedriges ) Maß an Wohlstand erreicht ist. Forscher der San Francisco State University sind in einer Studie, die vor wenigen Tagen vorab auf der Website der Universität veröffentlicht wurde, der Frage nachgegangen, ob Geld vielleicht schon ein wenig zu unserem Glück beiträgt, wenn wir es denn für die richtigen Dinge ausgeben.


Schützt Bildung vor Gedächtnisverlust im Alter?

5. Februar 2009

education at age s s (1)Gebildete vergessen im Alter genauso schnell wie Ungebildete.  Dies ist – in sehr einfachen Worten zusammengefasst – das ernüchternde Ergebnis einer Studie, die vorgestern in der Zeitschrift Neurology veröffentlicht wurde.


Was kostet Spielsucht?

5. Februar 2009

Neben der (klassischen) Möglichkeit, durch umfangreiche repräsentative Erhebungen die Verbreitung und Entwicklung von Spielsucht in der Bevölkerung festzustellen, gibt es noch einen anderen interessanten Ansatz. Im Informationsdienst Wissenschaft ist eine  Pressemeldung der Medizinischen Hochschule (MHH) in Hannover zu lesen, aus der nicht nur die Verbreitung bzw. die Entwicklung der Spielsucht in einer Stadt wie Hannover, sondern auch die ökonomischen Folgen deutlich werden. Die Pressemeldung ist knapp und einleuchtend, so dass ich sie an dieser Stelle einfach aus ihr zitieren darf:


Wie lässt sich Demenz von Depression unterscheiden?

4. Februar 2009

Auf der Suche nach einer guten filmischen Einführung zum Thema Depression bin ich heute auf  dem Portal Health.com auf einen sehenswerten Beitrag zu den Parallelen zwischen Demenz und Depression gestoßen. 


Macht Fernsehen depressiv?

4. Februar 2009

Macht Fernsehen depressiv sJa, und nicht nur das, sondern zusätzlich auch noch dick. Das legen zwei Studien nahe, über die die Ärztezeitung heute in denkbar knapper Form berichtet. Ich zitiere: „Ob es am schlechten Programm liegt, weiß keiner – jedenfalls werden Kinder und Jugendliche im späteren Leben umso dicker und depressiver, je mehr sie in jungen Jahren fernsehen. […]

In der einen Studie (Arch Gen Psych 66, 2009, 181) war die Depressionsrate bei den Teilnehmern am höchsten, die sieben Jahre zuvor am meisten ferngesehen hatten. Video- und Computerspiele hatten auf die Rate dagegen keinen Einfluss. In der anderen Studie waren die Teilnehmer am dicksten, die fünf Jahre zuvor als Schüler am meisten ferngesehen hatten (Int J Behav Nutr 6:7, 2009).“

Quelle:

Ärztezeitung, 4.02.2009

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Wie beeinflusst Stress die Leistungsfähigkeit?

3. Februar 2009

Wie beeinflusst Stress die Leistungsfähigkeit sStress ist mitverantwortlich für eine Reihe von psychischen Erkrankungen. Was aber genau im Gehirn passiert, wenn Menschen unter Stress geraten, ist bislang weitgehend unklar.  In einer Studie, die vor einigen Wochen in der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, haben Forscher der Rockefeller University versucht, etwas Licht in das Dunkel zu bringen. Die Forscher ließen zwei Gruppen von jeweils 20 Studenten Aufgaben lösen, in denen es u.a. notwendig war, die Aufmerksamkeit zwischen unterschiedlichen Arten von Informationen zu wechseln, um die Aufgabe bewältigen zu können („attention shifting“). Die eine Gruppe befand sich kurz vor einer entscheidenden Prüfung und war nach eigenen Angaben unter Stress. Die andere Gruppe nahm das Studieren gerade leicht („taking it easy“), gab also an, nicht unter Stress zu sein.

In den „Attention-Shifting“-Tests war die Leistungsfähigkeit der gestressten Gruppe tatsächlich erheblich schlechter als die der Kontrollgruppe. Mit Hilfe eines Magnetresonanztomographen konnte außerdem gezeigt werden, dass bei den gestressten Versuchspersonen die Hirnareale im präfrontalen Cortex, die für das Lösen der Aufgaben nötig waren, deutlich niedrigere Aktivität aufwiesen als bei den nicht gestressten.

Stress führt also offensichtlich zu physischen Veränderungen in der Hirnaktivität und damit einhergehend zu einer verminderten Leistungsfähigkeit bei spezifischen Aufgaben.

Die gute Nachricht: Das Gehirn kann sich offensichtlich relativ schnell regenerieren. Als die Forscher die gestressten Studenten einige Zeit nach ihren Prüfungen wieder untersuchten, unterschieden sich ihre Leistungen sich nicht mehr von der Kontrollgruppe.  Auch die Aktivität der entsprechenden Hirnareale war wieder auf dem zu erwartenden Niveau.

Quelle:

Liston et al. Proceedings of the National Academy of Sciences, Jan 2009

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Weitere Links:

Wie hilft Psychotherapie bei Stress und Burn-Out?

Zur Praxis für Psychotherapie in München

Zur Praxis für Psychotherapie in Düsseldorf

Zur Praxis für Psychotherapie in Berlin-Charlottenburg

Zur Praxis für Psychotherapie in Frankfurt


Wie verbreitet sind Schlafstörungen bei Kindern?

3. Februar 2009

Wie verbreitet sind Schlafstörungen bei Kindern sIn der Online-Version des Ärzteblatt sind am vergangenen Freitag Ergebnisse einer Studie zu dem Thema veröffentlicht worden. Die Zusammenfassung ist so kurz und prägnant, dass ich mir nicht die Mühe machen muss, sie eigens umzuformulieren. Daher zitiere ich: „Etwa jeder zehnte Schulanfänger leidet regelmäßig unter Schlafstörungen.


Teenager berichten über ihre Essstörung

3. Februar 2009

Auf der ausgezeichneten Website des NHS (National Health Service, UK) ist ein (englischsprachiges) etwa sechsminütiges Video veröffentlicht, in dem Teenager über ihre Anorexie berichten. Sehr zu empfehlen!

Wenn man das Video auf der Website des NHS (hier) anschaut, werden auch englische Untertitel eingeblendet, die das Verständnis erleichtern.

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Wie hilft Psychotherapie bei Essstörungen?

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Gibt es bei Kindern einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Depressionen?

2. Februar 2009

In der heutigen Ausgabe des Magazins Sleep ist eine Studie veröffentlicht, in der Forscher des Goldsmiths College, London den Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und Depressionen näher beleuchten. Nach eigener Aussage ist dies die erste sogenannte „Zwillingsstudie“ zu dem Thema. Untersuchungen von Zwillingen, die entweder gemeinsam oder getrennt aufgewachsen sind eignen sich sehr gut, um den Einfluss von genetischen vs. Umwelt-Einflüssen auf Verhalten näher zu bestimmen.


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